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Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Schlechter Kontakt bei LED-Taschenlampen aus geschraubten Alu-Segmenten


Autor: asd (Gast)
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Hallo,

ich habe jetzt schon mehrere von diesen LED-Taschenlampen die mit einer 
AA oder AAA Zelle betrieben warden und die aus mehreren geschraubten 
Segmenten aus Alu bestenen - vorderes Stück mit LED und Regler-Platine, 
Rohr als mitteres Stück, hinteres Stück mit Federkontakt für Akku und 
Schalter.
Es besteht jedoch immer das Problem dass die Konstruktion zu 
Wackelkontakten an den Gewinden der Teilstücke neigt. Vermutlich weil 
Alu an der Oberfläche oxidiert. Ein wenig auf- und zuschrauben reicht um 
wieder Licht zu haben. Nervt aber trotzdem mit der Zeit.
Hat jemand eine Methode gefunden wie man dieses Problem umgehen kann?

Autor: juergen (Gast)
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Den Ärger hatte ich auch mal mit so einer LED-Taschenlampe.
Der Schaltknopf hinter der Gummikappe am hinteren Ende war sehr 
fehleranfällig - ziemlich primitiv ausgeführt! Zudem war es immer sehr 
nervig, jedes mal die drei Stufen (Strobo, dunkel, hell) bis zum 
gewünschten Modus mit dem Druckknopf durchzuschalten.

Nun, die Stufenanzahl selber kann man nicht reduzieren. Das ist 
programmiert, aber mit einem leichtgängigen Kippschalter, seitlich 
angebracht, ist die Lampe gut bedienbar. Mit dem Daumen ganz leicht zu 
erledigen, sodaß der Umschaltvorgang nicht mehr ganz so stört. Die 
vormals Kontaktschwierigkeiten sind damit auch behoben.

Zudem kann die Lampe (starke Ausführung mit großem Reflektor) nun auch 
nicht mehr einfach so vom Tisch rollen.

Autor: Michael B. (laberkopp)
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asd schrieb:
> Es besteht jedoch immer das Problem dass die Konstruktion zu
> Wackelkontakten an den Gewinden der Teilstücke neigt.

Eher an den Kappen der eingelegten Batterien und den (meist leicht 
korrodierenden Messing-)kontakten der Lampe

Autor: ;o) (Gast)
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Ich drehe die Teile entweder aus einem Stück Aluminium oder verwende 
Messing, das ich dann verlöte.

Aluminium bildet beim Oxydieren eine nicht leitende Schicht.
Oft wird Aluminium auch absichtlich oxydiert. Das nennt sich dann 
eluxieren.

Autor: Joe (Gast)
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Einfach mal mir einem Stück Schmirgelpapier über alle Kontaktflächen 
gehen.

Autor: fiat lux! (Gast)
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> Das nennt sich dann eluxieren.

;-)

Autor: hänschen (Gast)
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Meine Aldi-LED-Taschenlampe für damals 10 Euro flackert auch schon ab 
und zu ...

Autor: Jörg H. (sonichazard)
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asd schrieb:
> Es besteht jedoch immer das Problem dass die Konstruktion zu
> Wackelkontakten an den Gewinden der Teilstücke neigt. Vermutlich weil
> Alu an der Oberfläche oxidiert. Ein wenig auf- und zuschrauben reicht um
> wieder Licht zu haben. Nervt aber trotzdem mit der Zeit.
> Hat jemand eine Methode gefunden wie man dieses Problem umgehen kann?

Gewinde reinigen und mit Vuseline versehen.

Autor: Konstantin (Gast)
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Die Oxidschicht mit dem Alu habe ich dadurch umgangen, in dem ich den 
Schalter mit seinen beiden Kontakten direkt auf die Platine gelötet 
habe. Es fließt kein Strom mehr über das Alu-Gehäuse. Ursprünglich waren 
3 x 1,5 Volt Batterien notwendig, jetzt benutze ich nur noch eine 1,5 
Volt Batterie. Das hat den Vorteil, dass ich eine alte Uhrenbatterie 
oder eine alte Batterie aus der Fernbedienung dafür verwenden kann um 
sie mit der Taschenlampe restlos leer zu lutschen. Ich brauche nicht 
mehr darauf zu achten, dass alle 3 Batterien gleich voll sind, weil die 
Taschenlampe sowieso nur alle paar Wochen mal zum Einsatz kommt.

Den zusätzlich gewonnenen Platz habe ich dafür verwendet, um einen 
Step-Up Wandler darin einzubauen, der die Spannung wieder auf ca. 4,5 
Volt anhebt.

Autor: Marc H. (marchorby)
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Jörg H. schrieb:
> Gewinde reinigen und mit Vuseline versehen.

Besser Silikonfett! Das ändert seine Viskosität nicht bei 
Temperaturänderung!

Autor: Christian S. (roehrenvorheizer)
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"Den zusätzlich gewonnenen Platz habe ich dafür verwendet, um einen 
Step-Up Wandler darin einzubauen, der die "


...wenn das jeder machen würde... noch mit Oszilloskop die Taschenlampe 
getuned...

Gut gelungen!

MfG

Autor: hänschen (Gast)
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Christian S. schrieb:
> ...wenn das jeder machen würde... noch mit Oszilloskop die Taschenlampe
> getuned...

Ich habe mal in mein Handy eine High-Power-LED und einen 
Transistor/Spule-Stepupwandler eingebaut ... war mein erstes Handy - so 
ein ME45.

Autor: Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite
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Hallo asd, Jürgen, Michael, Joe, Jörg, Marc, Konstantin und Hänschen.

asd schrieb:

> Es besteht jedoch immer das Problem dass die Konstruktion zu
> Wackelkontakten an den Gewinden der Teilstücke neigt. Vermutlich weil
> Alu an der Oberfläche oxidiert. Ein wenig auf- und zuschrauben reicht um
> wieder Licht zu haben. Nervt aber trotzdem mit der Zeit.
> Hat jemand eine Methode gefunden wie man dieses Problem umgehen kann?

Das Problem hatten schon die klassischen Glühlampentaschenlampen aus 
Eisenblech. Bei einer großen Taschenlampe, wo ausreichend Platz 
vorhanden war, habe ich mich erfolgreich beholfen, indem ich in den 
Bodendeckel innen eine litze gelötet habe, die ich mit der anderen Seite 
auch innen im Korpus verlötet habe. Da der Deckel geschraubt wurde, und 
dafür mehrmals gedreht wurde, musste ich ausreichend Reservelänge 
lassen, und diese auch vorsichtig beim Schliessen verstauen. Etwas 
fummelig, aber der Kontakt dort war sicher, wenn das Teil einmal zu war.
Es gab auch welche mit einer Bajonettverriegelung. Da muss man nicht 
solche Überlängen für die Verbindung lassen und lediglich beim 
Schliessen aufpassen, dass sich die Litze nicht mit dem 
Bajonetmechanismus verheddert. Wesentlich angenehmer.

juergen schrieb:

> Den Ärger hatte ich auch mal mit so einer LED-Taschenlampe.
> Der Schaltknopf hinter der Gummikappe am hinteren Ende war sehr
> fehleranfällig - ziemlich primitiv ausgeführt! Zudem war es immer sehr
> nervig, jedes mal die drei Stufen (Strobo, dunkel, hell) bis zum
> gewünschten Modus mit dem Druckknopf durchzuschalten.

Hell und dunkel sind ok, aber was soll das Stroboskop? Zum Drehzahl 
messen sollte diese Frequenz bekannt und konstant oder einstellbar und 
kalibrierbar bzw. synchronisierbar sein. ;O) Das Problem ist, dass drei 
viertel aller Taschenlampen als Kinderspielzeug verkauft werden, wie man 
an solchen "Features" erkennt.

> Zudem kann die Lampe (starke Ausführung mit großem Reflektor) nun auch
> nicht mehr einfach so vom Tisch rollen.

Das besorgt bei meiner ein Schlüsselring, an dem sich eine 
Steckschliesse mit dem Fangriemen befindet. Ok, mein Reflektor ist eher 
kleiner. Bei LED Lampen ist der auch nicht sooo wichtig. Meistens wird 
sowieso eher Streulicht benötigt.
Am sinnvollsten wäre in der Tat aber ein prismatischer Korpus. Zumindest 
an den exponierten Stellen, wo die Lampe beim ablegen aufliegt.

Michael B. schrieb:

> Eher an den Kappen der eingelegten Batterien und den (meist leicht
> korrodierenden Messing-)kontakten der Lampe

Nicht nur die Korrosion. Messing ermüdet unter ständiger Last sehr 
schnell. Der Anpressdruck der Feder wird zu gering. Besser wäre ein 
Material mit exellenten Federeigenschaften. Es gibt geeignete Stähle und 
Bronzen. Korrosion ist zwar auch ein Problem, aber eher ein kleineres, 
das man z.B. mit etwas Vaseline hinbekommen könnte.
Viele Messingsorten haben den Nachteil, bei Kälte brüchig zu werden. Das 
Problem besteht auch bei einigen Stahlsorten, aber nicht so extrem. 
Ausserdem sind explizite Federstähle davon noch weniger betroffen.
Messing wird eigentlich nur verwendet, weil es sich gut verarbeiten 
lässt und relativ preisgünstig ist. Um eine (schlechte) Federhärte zu 
erreichen, langt Kaltverformung....

Joe schrieb:
> Einfach mal mir einem Stück Schmirgelpapier über alle Kontaktflächen
> gehen.

Das ist nur dann erforderlich, wenn die Oxidschicht sichtbare Krusten 
bildet. ;O)

Jörg H. schrieb:
> Gewinde reinigen und mit Vuseline versehen.

bzw.

Marc H. schrieb:
> Besser Silikonfett! Das ändert seine Viskosität nicht bei
> Temperaturänderung!

Das ist für den Zweck aber nicht so wichtig. Das ganze muss nur einen 
Schutzfim bilden, um vor Korrosion zu schützen. Idealerweise ist der 
Schutzfim so dünn, dass die kleinste Kraft der Kontakte hindurchpiekst. 
Da könnte Silikonfett eher ein nachteil sein, weil die Rückstände bei 
thermischer Zersetzung unter anderem Quarz sind...

Tatsächlich geht eine Kontaktherstellung so, dass zuerst durch Reibung 
ein mikroskopisch kleiner Kontakt entsteht, indem die Energiedichte so 
hoch ist, dass eine erhebliche Erwärmung stattfindet, wobei sich z.B. 
wie bei Silber die Korrosionsprodukte aufspalten und wieder metallisches 
Silber bilden oder aber erweichen und dadurch eine größere Kontaktfläche 
zulassen.
Die vorgänge sind sehr komplex.
Bei einigen Metallen habe ich merkwürdige Erfahrungen mit Ballistol 
gemacht. Das enthält unter anderem Ölsäure, die zu Korrosion führt. 
diese Oxidschicht ist aber teilweise Leitend, was einen initialstrom und 
nachfolgend eine Verbesserung des kontaktes erlaubt. Dazu langt dann 
teilweise ein zusätzliches Schütteln.
Aber Silikonfett an Kontakten ist eher kontraproduktiv, gerade weil es 
ansonsten so gut ist. Es gibt aber Lamben mit einem Gummigehäuse, und 
für die Gewinde des Gummigehäuses (und auch sonst für die O-Ringe an 
Taschenlampen) und Mechanik ist es gut.


Konstantin schrieb:
> jetzt benutze ich nur noch eine 1,5
> Volt Batterie. Das hat den Vorteil, dass ich eine alte Uhrenbatterie
> oder eine alte Batterie aus der Fernbedienung dafür verwenden kann um
> sie mit der Taschenlampe restlos leer zu lutschen. Ich brauche nicht
> mehr darauf zu achten, dass alle 3 Batterien gleich voll sind, weil die
> Taschenlampe sowieso nur alle paar Wochen mal zum Einsatz kommt.


Die Vorteile der Versorgung aus nur einer Zelle. ;O)
Hätte auch Vorteile, wenn Du einen Akku verwenden würdest und den Laden 
wolltest.
Wobei Du dir dann auch einen Kopf um "Akku rein/raus" oder einen 
geeigneten Ladestecker machen müsstest.

Ich würde dann für "Akku rein/raus" plädieren, weil dass den Vorteil 
hätte, dass Du mit mehreren akkus im Wechsel arbeiten könntest. Stecker 
für den Zweck sind selten gut, und vor allem ungenormt, was z.B. bei 
diesen unsäglichen Hohlsteckern zu fatalen verwechslungen führt.


> Den zusätzlich gewonnenen Platz habe ich dafür verwendet, um einen
> Step-Up Wandler darin einzubauen, der die Spannung wieder auf ca. 4,5
> Volt anhebt.

Gefällt mit!

hänschen schrieb:

> Ich habe mal in mein Handy eine High-Power-LED und einen
> Transistor/Spule-Stepupwandler eingebaut ... war mein erstes Handy - so
> ein ME45.

Diese Nottaschenlampen an Mobiltelephonen oder Handfunkgeräten halte ich 
in der z.Z. üblichen Form für eher lästig, weil sie ständig 
versehentlich eingeschaltet werden, was u.u. nicht bemerkt wird, und 
dann den Akku leeren.


Noch ein Wort zu Stablampen im allgemeinen: Diese haben permanent in der 
Mantel- oder Hosentasche getragen eine Tendenz, sich von selber 
aufzuschrauben. Und das um so leichter, je leichtgängiger das Gewinde 
ist.
Dagegen hilft, sie in ein Stück Isolationsrohr zu schieben, indem sie 
sich leicht bewegen können.
so werden die Kräfte, die zum Aufdrehen nötig sind, verkleinert. 
Gleichzeitigt schützt das Rohr auch den Schalter vor ungewollter 
Betätigung. Zumindest wenn der Schalter seitlich sitzt. Bei Schaltern am 
Boden kann man, je nach Konstruktionsdetails der Lampe, das Rohr etwas 
länger lassen.
Unter Hausmeistern ist das eine seit mehr als 50 Jahren bekannte 
Methode.

Und noch ein Wort zu Schaltern im allgemeinen: Schalter sollten 
eigentlich nicht leichtgängig sein, weil das eine ungewollte Betätigung 
erleichtert. Am besten geht der Schalter so schwer, dass es fast schon 
unangenehm ist, ihn zu betätigen. Desweiteren sollten die Schalter a) 
versenkt angebracht sein, ebenfalls um eine ungewollte Betätigung zu 
erschweren, und b) groß genug sein, um sie auch mit Handschuhen bedienen 
zu können. a) und b) widersprechen sich dabei leider auch zu einem 
gewissen Grade.
Desweiteren ist es sinnvoll, entweder eine schiebende und am besten eine 
drehende Bewegung zur Schalterbetätigung erforderlich zu machen. Gerade 
die drehende Bewegung ist relativ sicher gegen zufälliges Betätigen.

Der ideale Taschenlampenschalter ist also so ein Drehschalter, der so 
groß ist, dass er noch gut mit einem behandschuten Daumen betätigt 
werden kann, dazu ist er dann versenkt angebracht und muss sehr kräftig 
betätigt werden, um eine Rastung zu überwinden und sicher in seiner 
neuen Position wieder einzurasten.

Der Korpus der Taschenlampe selber sollte prismatisch gegen wegrollen 
sein, falls es sich um eine Stabbauform handelt. Persönlich würde ich 
eine Winkelbauform (Stablampe mit um 90 Grad seitlich gedrehtem Kopf) 
bevorzugen. Die rollt meist auch nicht gut.
Als LED Lampe wäre aber wohl Selbstbau angesagt, käuflich habe ich sowas 
noch nicht gesehen.

Bei anderen Handlampenbauformen würde ich so eine Aufhängung als 
Kombination aus Griff, Kettenstück und Patentnagel für Ritzen, wie er 
früher an Grubenlamben üblich war, bevorzugen. Eine geniale 
Konstruktion, die auch an den unmöglichsten Stellen noch Halt finden 
kann. ;O)
müsste aber auch selber gebaut werden, bei Led-lampen habe ich das noch 
nicht gesehen.


Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://ww.l02.de

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Autor: asd (Gast)
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Vielen Dank für die ganzen Hinweise. Ich werde mal der Vermutung 
nachgehen dass der Wackelkontakt möglicherweise gar nicht an der 
Alu-Verschraubung liegt sondern an der Kontaktierung von Pluspol der 
Batterie zum PCB oder vom Minuspol zur Feder. Wenn ich Erkenntnisse habe 
melde ich mich mit einem Bericht.

Autor: Icke ®. (49636b65)
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Christian S. schrieb:
> "Den zusätzlich gewonnenen Platz habe ich dafür verwendet, um
> einen
> Step-Up Wandler darin einzubauen, der die "
>
> ...wenn das jeder machen würde...

Die preiswerten LED-Taschenlampen kranken alle am selben Problem, die 
LEDs sind einfach parallel geschaltet. Oft ist nicht mal ein 
Strombegrenzungswiderstand vorhanden. Früher oder später stirbt somit 
die erste LED, die wegen Drift etwas mehr Strom abbekommt und die 
anderen folgen ihr wie Dominosteine wenig später. Mir sind schon mehrere 
Lampen auf diese Weise kaputt gegangen. So auch unser 
Notbeleuchtungsstrahler. Auf dem ersten Bild sind die bereits 
ausgefallenen LEDs anhand der dunklen Verfärbung gut zu erkennen (rechts 
und Mitte unten). Einige andere leuchteten nur noch schwach.
Da Gehäuse und Reflektor ganz brauchbar sind, habe ich ihnen eine neue 
Platine spendiert. Bestückt mit einem MC34063, der als 
Konstantstromquelle arbeitet. Sämtliche LEDs liegen jetzt in 
Reihenschaltung.

Autor: Manfred (Gast)
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juergen schrieb:
> Der Schaltknopf hinter der Gummikappe am hinteren Ende
> war sehr fehleranfällig - ziemlich primitiv ausgeführt!
Mit etwas Sucherei bekommt man diese beim Chinesen. Habe ich neulich 
beschafft, um dann festzuistellen, dass der Schalter nicht defekt war. 
Der kontaktiert mit einer Blechlasche gegen die Aluhülse ... errate die 
Fehlstellle.

Eine andere LED-Lampe, wo ich ebenfalls den Schalter in Verdacht hatte, 
zeigte nach gewaltsamer Demontage den Fehler an der Kontaktierung der 
LED-Platine zum Gehäuse.

Autor: M.N. (Gast)
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M.N. guckt euch doch mal die Gewinde an. Das sind Rohrgewinde. Da gehört 
Dichthanf zwischen.

Autor: Konrad S. (maybee)
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Bernd W. schrieb:
> Patentnagel für Ritzen, wie er
> früher an Grubenlamben üblich war

Was wäre denn ein passender Suchbegriff um rauszufinden, was ein 
"Patentnagel" ist?

Autor: Michael B. (laberkopp)
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Icke ®. schrieb:
> habe ich ihnen eine neue Platine spendiert. Bestückt mit einem MC34063,

Interessant, mit Ringkern als Trafo, oder mit Ringkern als Stromwandler 
(was macht dann die zweite Spule?) ? Kannst du mal Schaltung und 
Bauteilwerte nennen ?

Autor: Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite
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Hallo Kinrad.

Konrad S. schrieb:

>> Patentnagel für Ritzen, wie er
>> früher an Grubenlamben üblich war
> Was wäre denn ein passender Suchbegriff um rauszufinden, was ein
> "Patentnagel" ist?

Keine Ahnung, was die offizielle Bezeichnung dafür ist. Aber schau Dir 
mal das Bild hier an: 
https://www.flickr.com/photos/joachimdortmund/23311878112/

Ein gebogener Aufhänger, der halbwegs ergonomisch in der Hand liegt, 
durch seine Biegung direkt über dem Schwerbunkt angreift, und vorne 
meisselförmig zuläuft, so dass er sich in Spalten verkeilen lässt. Der 
Absatz hinter der Spitze dient dazu, hier mit einem Schlagwerkzeug 
"Nachdruck" zu verleihen.

Diese Aufhängungsmethode ist uralt, wurde aber auch noch in jüngerer 
Zeit für elektrische Lampen gebraucht. Siehe: 
https://www.flickr.com/photos/114976295@N06/34133846281/

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

Autor: Harald W. (wilhelms)
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M.N. schrieb:

> M.N. guckt euch doch mal die Gewinde an. Das sind Rohrgewinde. Da gehört
> Dichthanf zwischen.

Aha, aber bitte den speziellen, gut leitenden Hanf. :-)

Autor: Hannes J. (pnuebergang)
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Bernd W. schrieb:
> Hell und dunkel sind ok, aber was soll das Stroboskop?

> Zum Drehzahl
> messen

Darum geht es hier nicht.

Es ist die Art von Stroboskop, die man Stroboskop nennt, weil kurze, 
regelmäßige, kräftige Lichtblitze erzeugt werden. Nicht weil man damit 
Umdrehungen messen will. So wie früher in der Disko, wenn der 
Plattenaufleger den Schalter für die Xenon-Stroboskope gefunden hat.

Als Anwendungen bei Taschenlampen wird folgendes beworben. Allerdings 
IMHO alles ziemlich sinnlos:

1. Angreifer/Einbrecher mit der blinkenden Lampe durch Leuchten in die 
Augen zu desorientieren und zu vertreiben.

Wer's glaubt ... Wahrscheinlich ist das nicht einmal 
Kampfsport-Spezialisten ohne vorherige Übung zu empfehlen.

2. Notsignal geben

Das mag funktionieren. Es mag sogar sinnvoll sein, wenn man ein Leben 
führt, bei dem man sich im Gelände verlaufen kann.

3. Warnsignal geben

Ja, aber ... Wem es einem, z.B. bei einer Panne, gelingt den zu 
warnenden Verkehr zu desorientieren (siehe 1.) schafft man sich neue 
Probleme.

Autor: Konrad S. (maybee)
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Danke für die Info, Bernd.

(Ich musste erst vom Tablet an den PC wechseln, nur um das Bild ganz 
sehen zu können. Jetzt weiß ich wieder, warum ich um flickr seit Jahren 
einen weiten Bogen mache.)

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Hannes J. schrieb:

> Als Anwendungen bei Taschenlampen wird folgendes beworben. Allerdings
> IMHO alles ziemlich sinnlos:

4. Als Anzeige zum rechts oder links abbiegen. :-)

: Bearbeitet durch User
Autor: Icke ®. (49636b65)
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Michael B. schrieb:
> Icke ®. schrieb:
>> habe ich ihnen eine neue Platine spendiert. Bestückt mit einem MC34063,
>
> Interessant, mit Ringkern als Trafo, oder mit Ringkern als Stromwandler
> (was macht dann die zweite Spule?) ? Kannst du mal Schaltung und
> Bauteilwerte nennen ?

Schaltung ist diese hier:

https://www.mikrocontroller.net/articles/Konstants...

Die Ringkerndrossel hat ca. 220mH. Was da wie eine zweite Spule 
aussieht, ist in Wirklichkeit RSC. Ich hatte keinen 0,22Ohm Widerstand 
und mußte mit aufgewickeltem Lackdraht improvisieren.

Autor: E. S. (pbr85)
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Hannes J. schrieb:
> Bernd W. schrieb:
>> Hell und dunkel sind ok, aber was soll das Stroboskop?

> 1. Angreifer/Einbrecher mit der blinkenden Lampe durch Leuchten in die
> Augen zu desorientieren und zu vertreiben.
>
> Wer's glaubt ... Wahrscheinlich ist das nicht einmal
> Kampfsport-Spezialisten ohne vorherige Übung zu empfehlen.

Das geht nicht durch irgendwelche Blitze, sondern schlichtweg durch ein 
starkes Blenden der Augen, sodass dann in der Dunkelheit für einige 
Sekunden keine Sehfähigkeit vorhanden ist. Das nutzt man aus um dem 
Einbrecher ordentlich was auf den Kopf zu geben. Dadurch verliert er 
garantiert jegliche Orientierung.:D

Autor: Harald W. (wilhelms)
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E. S. schrieb:

> Das nutzt man aus um dem
> Einbrecher ordentlich was auf den Kopf zu geben.

Dafür kann man die Taschenlampe dann auch benutzen.
Also ein "multiuse"-Gerät

Autor: Icke ®. (49636b65)
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Icke ®. schrieb:
> Die Ringkerndrossel hat ca. 220mH.

Korrigiere, 220µH natürlich.

Autor: hänschen (Gast)
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Diese starken LED-Taschenlampen sind eh teuflisch:

ich hatte eine dabei zum Zähler-Ablesen beim Nachbarn. Irgendwie habe 
ich vergessen sie abzuschalten und hielt sie nur so in der Hand. Da kam 
die kleine Tochter von denen und stellte sich mit den Augen genau in den 
Strahl. Bis ich das gemerkt habe hat sie bestimmt mehrere Sekunden aus 
etwa 30-50cm Entfernung reingestarrt.

Ich hoffe das die keine bleibenden Schäden davongetragen hat... es war 
so eine 3W-LED von Cree nehme ich an (Aldi-LED-Taschenlampe für 10 
Euro).

Autor: juergen (Gast)
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Erst dachte ich auch, es läge woanders dran,
aber mit dem  externen Schalter hatte sich dann das Kontaktproblem 
erledigt. Auch mit Handschuhen ist die Lampe jetzt gut bedienbar.

Stroboskopeffekt bräuchte ich nicht, ist aber fest programmiert.

Autor: Boris O. (bohnsorg) Benutzerseite
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juergen schrieb:
> mit dem  externen Schalter

Sieht eher aus, als wurde die Lampe am Schalter festgemacht.

Autor: Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite
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Hallo E.s.
E. S. schrieb:

>>> Hell und dunkel sind ok, aber was soll das Stroboskop?
>
>> 1. Angreifer/Einbrecher mit der blinkenden Lampe durch Leuchten in die
>> Augen zu desorientieren und zu vertreiben.
>> Wer's glaubt ... Wahrscheinlich ist das nicht einmal
>> Kampfsport-Spezialisten ohne vorherige Übung zu empfehlen.
> Das geht nicht durch irgendwelche Blitze, sondern schlichtweg durch ein
> starkes Blenden der Augen, sodass dann in der Dunkelheit für einige
> Sekunden keine Sehfähigkeit vorhanden ist.

Ja, aber das geht doch eher sogar mit Dauerlicht noch besser. Und das 
man zufällig auf einen Räuber mit einer Neigung zu epileptischen 
Anfällen, die man durch das Stroboskop auslösen könnte, trifft, ist wohl 
auch eher selten.

Was ich mir eher als sinnvoll vorstellen könnte, ist, die Lampe blinken 
zu lassen, wenn die Batterien fast leer sind. Dann hätte man eine kleine 
Vorwarnung, weil bei den üblichen Teilen steht man dann von jetzt auf 
gleich im Dunkeln, und durch das Tastverhältnis und die Stromeinsparung 
könnte das Abschalten auch noch etwas herausgezögert werden.
Aber genau das machen die Teile ja nicht.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

: Bearbeitet durch User
Autor: Hannes J. (pnuebergang)
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Bernd W. schrieb:
> Hallo E.s.
> E. S. schrieb:
>
>>>> Hell und dunkel sind ok, aber was soll das Stroboskop?
>>
>>> 1. Angreifer/Einbrecher mit der blinkenden Lampe durch Leuchten in die
>>> Augen zu desorientieren und zu vertreiben.
>>> Wer's glaubt ... Wahrscheinlich ist das nicht einmal
>>> Kampfsport-Spezialisten ohne vorherige Übung zu empfehlen.
>> Das geht nicht durch irgendwelche Blitze, sondern schlichtweg durch ein
>> starkes Blenden der Augen, sodass dann in der Dunkelheit für einige
>> Sekunden keine Sehfähigkeit vorhanden ist.
>
> Ja, aber das geht doch eher sogar mit Dauerlicht noch besser.

Es gibt Leute die sehen das unter gewissen Bedingungen anders:

http://www.policemag.com/channel/patrol/articles/2...

Was stimmt? Ich weiß es nicht.

Autor: Mike B. (Firma: Buchhaltung+Controlling) (mike_b97) Benutzerseite
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juergen schrieb:
> Erst dachte ich auch, es läge woanders dran,
> aber mit dem  externen Schalter hatte sich dann das Kontaktproblem
> erledigt. Auch mit Handschuhen ist die Lampe jetzt gut bedienbar.

in der Tat sterben diese Lampen zumindest bei uns immer an diesen 
vorsintflutlichen "Schaltern"

das was hier 
Ebay-Artikel Nr. 322616248505 
und hier 
Ebay-Artikel Nr. 182539435242 
als Drucktaster ausgeführt ist, hält keine 3 Monate.

Meine Lösung: Schalter in ON-Position festnageln, die TL hinten 
aufschrauben bis die feder keinen Kontakt zum Batteriehalter mehr hat 
und dann auf dem Kopf stehend aufbewahren, bei Benutzung einfach 
zuschrauben.
Technik des 21. Jahrhunderts...
p.s. sowas müsste man den "Entwicklern" und den Marketing-Fuzzis solange 
um die Ohren hauen bis Blut fliesst, damit die endlich wieder das Wort 
Verantwortung buchstabieren lernen.

: Bearbeitet durch User
Autor: E. S. (pbr85)
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Bernd W. schrieb:
> Hallo E.s.
> Ja, aber das geht doch eher sogar mit Dauerlicht noch besser. Und das
> man zufällig auf einen Räuber mit einer Neigung zu epileptischen
> Anfällen, die man durch das Stroboskop auslösen könnte, trifft, ist wohl
> auch eher selten.
>
> Was ich mir eher als sinnvoll vorstellen könnte, ist, die Lampe blinken
> zu lassen, wenn die Batterien fast leer sind. Dann hätte man eine kleine
> Vorwarnung, weil bei den üblichen Teilen steht man dann von jetzt auf
> gleich im Dunkeln, und durch das Tastverhältnis und die Stromeinsparung
> könnte das Abschalten auch noch etwas herausgezögert werden.
> Aber genau das machen die Teile ja nicht.
>
> Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
> http://www.l02.de

Ich denke auch, dass das mit Dauerlicht besser ist, zumindest was das 
reine Blenden angeht. Meine Taschenlampe mit einer Cree XP-G2 macht in 
5cm Entfernung so eine hohe Intensität, dass ich auf der Haut in wenigen 
Sekunden Wärme spüre. Nur durch das Licht und keine Wärmestrahlung. 
Natürlich nimmt die Intensität quadratisch mit der Entfernung ab, aber 
die Augen sind ja auch weitaus empfindlicher. Da kann man aus mehreren 
Metern Entfernung bei normalem Wohnzimmerlicht etc. problemlos richtig 
stark blenden, dass man einige Sekunden lang kaum was sieht. In 
Dunkelheit funktioniert das dann richtig gut ...

hänschen schrieb:
> Diese starken LED-Taschenlampen sind eh teuflisch:

Das sind sie. Die reinen Emitter sind sogar richtig feuergefährlich. 
Direkt an der Linse ist so eine irrsinnig hohe Intensität, damit kann 
man in wenigen Sekunden Papier, Folie etc. ankockeln bzw. in Brand 
setzen. Mir ist mal eine Lampe aus 3 XP-G2 auf 1A umgekippt und lag dann 
mit den Linsen einige Sekunden auf einem Stück Pappe, sodass 
Rauchschwaden kamen und an der Stelle schwarze Flecken blieben.

: Bearbeitet durch User
Autor: Franz B. (rcs)
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Wozu sollen hier eigentlich die beiden Widerstände gut sein?

Autor: Michael B. (laberkopp)
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Franz B. schrieb:
> Wozu sollen hier eigentlich die beiden Widerstände gut sein?

Vielleicht ist dort ja Spannung angeschlossen.

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