Vielleicht hat von Euch einer eine Idee: Ich habe diese Schaltung nachgebaut: http://www.linear.com/solutions/7232 Nun wird die Schaltung in Ihrem geplanten Anwendungszweck eigentlich ohne Kühlung auskommen. Es kann allerdings in Ausnahmefällen dazu kommen, dass entweder über einen längeren Zeitraum (ab 3 Minuten) so hohe Ströme (bis zu 17A) fließen, dass die Schaltung über 80°C warm wird oder sogar, dass kurzzeitig (bis zu 30 Sekunden) so hohe Ströme (bis zu 36A) fließen, dass die Schaltung sicher stirbt. Die eine Möglichkeit wäre entsprechde Kühlkörper auf die Platine zu löten, die andere, und die erscheint mir in diesem Fall eleganter, wäre eine Zusatzschaltung zu integrieren, die die Mosfets ab einer bestimmten Temperatur abschaltet, sodass kein Strom mehr fließen kann. Gibt es dafür eine einfache Möglichkeit? Kann ich einfach PTCs in den Gate-Anschluss der Mosfets einschleifen? Zu Bedenken wäre dabei ja auch, dass der Schaltung nach der Übertemperaturabschaltung keine Gleichspannung mehr zur Verfügung steht. Darum kommt eine Temperaturüberwachung mit einem IC eigentlich nicht in Frage. Ein einfacher Thermoschalter kommt nicht in Betracht, weil zu hohe Ströme fließen können.
Was spricht dagegen, entweder eine Hilfsspannung zu erzeugen, oder den Gleichrichter auch bei Überlast weiterzubetreiben (zur Hilfsversorgung) und nur die Last abzutrennen?
Tim B. schrieb: > Kann ich einfach PTCs in den > Gate-Anschluss der Mosfets einschleifen? Never - damit ziehst du die MOSFet höchstens in den linearen Bereich und dann sterben sie noch viel schneller. M.M.n. kannst du nur externe Massnahmen ergreifen (wie z.B. die Eingansgspannung regeln) und anständig kühlen.
Eine Hilfsspannung wäre eine Möglichkeit. Dazu bräuchte 6 Dioden zum einfachen gleichrichten der Spannung. Dann bleibt aber noch das Problem, das die Eingangsspannung von einem Generator erzeugt wird und damit drehzahlabhängig sehr unterschiedlich sein kann. Es bräuchte also zusätzlich eine Spannungsstabilisierung in irgend einer Form. ...und dann noch die Spannungsüberwachung. Das ist schon wieder aufwendiger als ich eigentlich wollte :-) Den Geleichrichter aktiv zu lassen wäre eine andere Möglichkeit. Dann bräuchte ich aber zusätzliche Mosfets um die Ausgangsspannung abzuschalten, die im Betrieb zusätzlich Wärme erzeugen. Oder?
https://www.digikey.de/de/product-highlight/b/bergquist/gap-pad-1500 Sowas ontop und ein flacher Kühlkörper drauf. Auch wenn die Fets irgentwie dann mal aus sein sollten (PTC ins Gate??), so leiten ab da die Bodydioden mit weit höheren Verlusten! Das wird nicht funktionieren. Nur Kühlung hilft. Andere FETs evtl.? StromTuner
Matthias S. schrieb: > Tim B. schrieb: >> Kann ich einfach PTCs in den >> Gate-Anschluss der Mosfets einschleifen? > > Never - damit ziehst du die MOSFet höchstens in den linearen Bereich und > dann sterben sie noch viel schneller. > M.M.n. kannst du nur externe Massnahmen ergreifen (wie z.B. die > Eingansgspannung regeln) und anständig kühlen. Danke. Das habe ich mir schon gedacht. Vielleicht wäre ja auch sowas möglich: http://www.amwei.com/news.asp?news_id=89 Das mit den Kühlkörpern ist auch so eine Sache. Ich hatte nämlich eigentlich vor die Schaltung in einen Schrumpfschlauch zu packen. Wenn ich den Kühlkörper da mit reinpacke ist das irgendwie witzlos.
Tim B. schrieb: > Wenn > ich den Kühlkörper da mit reinpacke ist das irgendwie witzlos. Warum? Die Wärmekapazität muss nur hoch genug sein. Ist ja kein Dauerzustand. EIT: Sieh Dir lieber die Richtung der Bodydioden an, wie sie im System eingezeichnet sind. Die sind Allways-on. StromTuner
Axel R. schrieb: > Tim B. schrieb: >> Wenn >> ich den Kühlkörper da mit reinpacke ist das irgendwie witzlos. > > Warum? Die Wärmekapazität muss nur hoch genug sein. Ist ja kein > Dauerzustand. > > EIT: > Sieh Dir lieber die Richtung der Bodydioden an, wie sie im System > eingezeichnet sind. Die sind Allways-on. > StromTuner Ah, Du meinst, die Wärme wird vom Kühlkörper einfach erst mal aufgenommen und dann eben langsam abgegeben, richtig? So ein Kühlpäd habe ich schon hier liegen um das mal zu testen. Ich habe auch schon ein paar Versuche mit einem kleinen Aluprofil als Kühlkörper gemacht. Da die Mosfets die Wärme aber nach unten auf die Platine abgeben, ist es nicht so einfach die auf diese Weise zu kühlen. Eine Möglichkeit wäre auf beide Seiten so ein Pad zu packen und dann oben und unten eine fette Aluplatte drauf zu klatschen. Das ist aber mechanisch schon sehr aufwendig. Ich wollte ja eigentlich eine möglichst einfache und günstige Lösung... > Andere FETs evtl.? Andere FETs kommen eigentlich kaum in Frage. Es gibt nämlich keine mit einem so kleinen Innenwiderstand wie die verwendeten...
StromTuner Tim B. schrieb: >> Andere FETs evtl.? > Andere FETs kommen eigentlich kaum in Frage. Es gibt nämlich keine mit > einem so kleinen Innenwiderstand wie die verwendeten... Hab ich auch eben gelesen... ein Grund mehr, diese NICHT abzuschalten, sondern sie brav ihre Arbeit machen lassen und die Arbeit nicht auf die Bodydioden abzuschieben. Mit dem Gel-Pad hast Du einen super Wärmeübergang. Wichtig ist die Materialstärke. Diese muss zu den verwendeten Bauhöhen der eingestezten Halbleiter passen, damit die komplette Fläche der Platine erfasst wird. Hast du das EVAL-Board auf dem Tisch oder Dir was eigenes geätzt/ätzen lassen? Kannst "uns" ja mal ein Bild schicken. (Kein Wackelbild. wehe Dir!)
Axel R. schrieb: > StromTuner > > Tim B. schrieb: >>> Andere FETs evtl.? >> Andere FETs kommen eigentlich kaum in Frage. Es gibt nämlich keine mit >> einem so kleinen Innenwiderstand wie die verwendeten... > > Hab ich auch eben gelesen... > ein Grund mehr, diese NICHT abzuschalten, sondern sie brav ihre Arbeit > machen lassen und die Arbeit nicht auf die Bodydioden abzuschieben. > Mit dem Gel-Pad hast Du einen super Wärmeübergang. Wichtig ist die > Materialstärke. Diese muss zu den verwendeten Bauhöhen der eingestezten > Halbleiter passen, damit die komplette Fläche der Platine erfasst wird. > Hast du das EVAL-Board auf dem Tisch oder Dir was eigenes geätzt/ätzen > lassen? Kannst "uns" ja mal ein Bild schicken. (Kein Wackelbild. wehe > Dir!) Ehrlich gesagt habe zuerst selbst einen Protototypen mit Durchsteckbauteilen gebastelt, dann das Evolution Board getestet und zuletzt von einer Firma einen Prototypen fertigen lassen. Ich hätte also auch schon früher drauf kommen können, dass da was mit der Kühlung passieren muss... Ich kann leider nur Wackelfotos :-) Ich habe die Schaltung jetzt mal mit dem Kühlpad (2mm) auf einer Aluplatte befestigt. Damit konnte ich die Temperatur über längere Zeit unter 60°C halten. So richtig zufrieden bin ich mit dieser Lösung aber nicht... Ich hatte mich ja für diese Lösung entschieden, damit ich mechanisch keinen großen Aufwand habe. Sonst hätte ich ja auch einen Diodengleichrichter mit Riesenkühlkörper verwenden können.
Was haltet ihr davon sowas zu verwenden? http://www.mouser.de/ProductDetail/Bourns/SA85SB0/?qs=sGAEpiMZZMtmOrLGZtjyUHI%252buKmbVl4TbrGj9yGN%2fhc%3d
Tim B. schrieb: > Was haltet ihr davon sowas zu verwenden? > http://www.mouser.de/ProductDetail/Bourns/SA85SB0/?qs=sGAEpiMZZMtmOrLGZtjyUHI%252buKmbVl4TbrGj9yGN%2fhc%3d Genau, entweder solch ein Bimetallschalter mit PTC (falls es das für dein Sannungs/Strombereich gibt) oder Bimetallschalter einzeln oder Polyfuse einzeln.
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