Günstige Energiequelle für 300Wh

(Firma: port29 GmbH) Persönliche Seite #5117381
Lesenswert?

Hallo Leute,

ich brauche für ein Projekt eine Notstromversorgung. Benötigt werden ca. 
300Wh. Es muss aber möglichst günstig sein. Da die Wahrscheinlichkeit 
für einen Ausfall sehr gering ist, muss die Notstromversorgung nicht 
wieder aufladbar sein. Mobil muss das ganze auch nicht sein. Die Energie 
muss nach ca. 1 Jahr auch noch vorhanden sein. Vom Gewicht dürften aber 
ca. 20kg nicht überschritten werden. Also z.B. eine Gel-Batterie würde 
ausscheiden.

Kann mir da jemand von euch etwas empfehlen?
Benötigt wird am Ende eine Spannung von 12V und ca. 300mA Strom.

So rein vom Gefühl würde ich sagen, dass ich einfach 18650er Zellen 
nehme.

Für ca. 3€ habe ich da 9-10Wh. Wären nach dem Projekt auch 
wiederverwertbar.
#5117449
Lesenswert?

Würde ich auch sagen.

Eine Adresse für 18650 Zellen mit gutem Preis/Leistungsverhältnis:
https://www.nkon.nl/rechargeable/18650-size/samsung-icr18650-26h.html

32 Zellen verschaltet als 4S8P liefern rd 300Wh

Dazu ein Low Drop 12V Regler:
https://www.reichelt.de/ICs-LM-2000-LM-25576/LM-2940-CT12/3/index.html?ACTION=3&GROUPID=5466&ARTICLE=39453

Die Akkus können hierbei bis fast 3V/Zelle entladen werden, bevor die 
Ausgangsspannung unter 12V sinkt. Das sind etwa 95% Ausnutzung.
Gast #5117499
Lesenswert?

Hallo,

ich biete 13,90 Eur für knapp 500Wh in 1,61 kg:

https://www.weidezaunshop24.de/weidezaun-48/weidezaunbatterie/weidezaunbatterie-trocken-batterie-9volt-55ah-alkalisch.html

bei 1 Jahr Lagerdauer sollte man die 3%/Monat Selbstentladung bei LiIon 
(bei max 25 Grad) schon berücksichtigen. Meist darf hierfür die Zelle 
auch nur zu 50% geladen sein (sonst ist die Selbstentladung höher).

Gruß Anja
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #5117543
Lesenswert?

Schreiber schrieb:
> Eine Weidezaun-Batterie?!
Diese 9V-Batterie müsste aber über 400mA für die nötigen 12V/300mA 
liefern. Bei einer solch hohen Stromentnahme kann nicht die gesamte 
Kapazität genutzt werden. Ich würde 2 der Zaunbatterien und einen 
Stepdown nehmen. Damit wären auf jeden Fall noch längere Lagerzyklen 
möglich.

Karls Q. schrieb:
> Würde auch die 9V-Batterie in kombination mit einem Stepup-Wandler
> bevorzugen. Die kann dann bis auf 3-4Volt leer gelutscht werden, bis die
> Spannung dann erst zusammenbricht.
Ab 7V steckt nicht mehr viel verwertbare Energie in der Batterie, denn 
bei 3V müsste die dann leere Batterie wegen der konstanten Last einen 
Strom von 1,2A liefern...

Dimitri R. schrieb:
> Benötigt wird am Ende eine Spannung von 12V
Wie konstant? Wofür?
(Firma: port29 GmbH) Persönliche Seite #5117618
Lesenswert?

Lothar M. schrieb:
> Diese 9V-Batterie müsste aber über 400mA für die nötigen 12V/300mA
> liefern. Bei einer solch hohen Stromentnahme kann nicht die gesamte
> Kapazität genutzt werden. Ich würde 2 der Zaunbatterien und einen
> Stepdown nehmen. Damit wären auf jeden Fall noch längere Lagerzyklen
> möglich.

Wieso würdest du da einen Stepdown nehmen und nicht beide Batterien 
parallel und einen Stepup?

Lothar M. schrieb:
> Wie konstant? Wofür?

Sowohl die Spannung als auch der Energieverbrauch ist relativ konstant. 
Kann sich maximal um ein paar mA schwanken. Mikrocontroller + induktive 
Last.
#5118176
Lesenswert?

Dimitri R. schrieb:
>
> Wieso würdest du da einen Stepdown nehmen und nicht beide Batterien
> parallel und einen Stepup?
>

Ein StepUp muss einen hohen Eingangsstrom in einen niedrigeren wandeln. 
Die Verluste in den beteiligten Bauteilen (Rdson etc) sind I² x R und 
der hohe Eingangsstrom geht quadratisch in die Verluste ein.

Daher ist ein StepDown effizienzbedingt die bessere Wahl, wenn man es 
sich aussuchen kann.
Gast #5118522
Lesenswert?

Habe vor Jahrzehnten schon Laternenbatterien mit 6V und 150Ah gesehen.
Die wogen vielleicht 1Kg und passten in diese mobilen Leuchten an 
Baustellen. Konnte es damals selbst nicht glauben!
Was das vom Typ her für Zellen waren, keine Ahnung. Vermutlich einfach 
Alkaline.
Die Batterien waren nicht quadratisch wie übliche Laternenbatterien, 
sondern rechteckig, und eine Batterie füllte den Platz aus, in dem sonst 
zwei normale Laternenbatterien stehen. Auch enthielten sie keine 
Rundzellen, sondern 4 flache Zellen.
Eine Suche ergab leider nichts. Offenbar wird sowas nicht mehr 
hergestellt, zugunsten schnell leerer Batterien, mit denen sich unterm 
Strich viel mehr Geld verdienen lässt.
#5118533
Lesenswert?

Der Dreckige Dan schrieb:
> Habe vor Jahrzehnten schon Laternenbatterien mit 6V und 150Ah gesehen.
> Die wogen vielleicht 1Kg und passten in diese mobilen Leuchten an
> Baustellen. Konnte es damals selbst nicht glauben!

Genau, vor Jahrzehnten war die Batterietechnik weiter als heute?
150Ah bei 1 Kg Gewicht, da würde die Autoindustrie Purzelbäume schlagen.

Die klassischen Laternenbatterien mit 6 Volt haben < 10Ah.
Gast #5118546
Lesenswert?

Finde es durchaus verständlich wenn man es nicht glaubt, dabei ist die 
Erklärung recht einfach...
Die Batterie war wie gesagt ca. doppelt so voluminös, wie die üblichen 
Laternenbatterien. Dazu war ihr Volumen praktisch komplett mit Chemie 
gefüllt, nicht nur mit sperrigen Rundzellen, deren halbes Volumen wieder 
nur aus ihrem Metallbecher besteht.
Und ohne jetzt zu googeln, darf man annehmen, daß übliche 
Laternenbatterien wohl Zink-Kohle-Zellen enthalten. Anders lässt sich 
ihre lächerliche Kapazität kaum noch erklären, da hat ja jede 
Alkali-Monozelle weitaus mehr.
Gast #5118551
Lesenswert?

Jörg R. schrieb:
> Der Dreckige Dan schrieb:
>> Habe vor Jahrzehnten schon Laternenbatterien mit 6V und 150Ah gesehen.
>> Die wogen vielleicht 1Kg und passten in diese mobilen Leuchten an
>> Baustellen. Konnte es damals selbst nicht glauben!
>
> Genau, vor Jahrzehnten war die Batterietechnik weiter als heute?
> 150Ah bei 1 Kg Gewicht, da würde die Autoindustrie Purzelbäume schlagen.
>
> Die klassischen Laternenbatterien mit 6 Volt haben < 10Ah.

Die ca. 1kg wiegen haben doppelt so viel.
Gast #5118555
Lesenswert?

Also 33 und 50Ah finden sich bei solchen Batterien auf Anhieb...
Und das sind dann wohl noch olle Rundzellen, wie man dem hohen Gewicht 
entnehmen kann.
Jetzt noch den Zinkbecher durch Folie ersetzt und den Raum ausgefüllt, 
dann sollte man heutzutage wohl eher nach 200Ah googeln.
#5119856
Lesenswert?

Bernd K. schrieb:
> Ein StepUp muss einen hohen Eingangsstrom in einen niedrigeren wandeln.
> Die Verluste in den beteiligten Bauteilen (Rdson etc) sind I² x R und
> der hohe Eingangsstrom geht quadratisch in die Verluste ein.
>
> Daher ist ein StepDown effizienzbedingt die bessere Wahl, wenn man es
> sich aussuchen kann.

nicht unbedingt, da gleiches auch umgedreht gild..
mit synchrongleichrichtung kann man noch eta verbessern, aber es gibt 
bei beiden topologieen "gute" und "schlechte" beispiele.. :-)

Karls Q. schrieb:
> Stepupwandler für 12Volt kosten keine 5 Euro.
> (z.B.
> 
https://eckstein-shop.de/Pololu-12V-Step-Up-Spannungsregler-U3V12F12?curr=EUR&gclid=EAIaIQobChMI_OPisszn1QIV1hXTCh3DbgjJEAQYASABEgKGNvD_BwE)
was hier noch nicht erwähnt wurde war, ob die usv lösung nahtlos 
übergeben sollte oder nicht.
wenn ja, wie meistes, spielt der leerlaufstrom ne große rolle, das 
verlinkte modul ist mit 2ma ein jahr lang schon relativ gefräßig.
gleiches gild natürlich auch bei step-down..
wäre eventuell mit nem großen pufferkondensator/super-cap aund 
anschließendem stand-by-aufwachen hinzufummeln..
oder auch von der normalen betriebsspannung zum akku/trockenbatterie per 
relativ hochohmigen widerstand die 2ma gegenzuspeisen/kompensieren... 
oder auch durch ne diodenverschaltung/energierichtung..
nen akku wäre hierfür natürlich deutlich besser geeignet.. und könnte 
auch auf konstant 100% übers jahr ladeerhalten werden..
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #5119889
Lesenswert?

Hartmut  . schrieb:
>> Daher ist ein StepDown effizienzbedingt die bessere Wahl, wenn man es
>> sich aussuchen kann.
> nicht unbedingt, da gleiches auch umgedreht gild...
Kannst du deinen Gedankengang dazu mal darstellen?

Bei gleichem Ausgangsstrom ist ein Stepdown sicher problemloser, weil 
der Spulenstrom zugleich immer auch durch die Last fließt.

Beim Stepup wechselt die Energiequelle für die Last dauernd ab: mal die 
Spule, mal der Kondensator. Und weil in der "Freilaufphase" (=Spule 
versorgt die Last) gleichzeitig der Kondensator geladen und die Last 
versorgt werden muss, muss der Spulenstrom höher sein. Bei einer 
Spannungsverdopplung ist der Spulenstrom also doppelt so hoch und damit 
auch der Strom durch den Mosfet.
Gast #5119899
Lesenswert?

Dimitri R. schrieb:
> Sowohl die Spannung als auch der Energieverbrauch ist relativ konstant.
> Kann sich maximal um ein paar mA schwanken. Mikrocontroller + induktive
> Last.

Mal wieder eine Geheimsache.
Was ist das genau für eine Last? Evt kann man sich bei einer induktiven 
last den Step down sparen und die Last selber stromregeln.
Wie genau müssen die 12V eingehalten werden?

Für den µC brauchst du ja eh einen separaten Stromregler
#5119931
Lesenswert?

Der Dreckige Dan schrieb:
> Habe vor Jahrzehnten schon Laternenbatterien mit 6V und 150Ah gesehen.
> Die wogen vielleicht 1Kg und passten in diese mobilen Leuchten an
> Baustellen. Konnte es damals selbst nicht glauben!

naja.. 15,0 Ah wohl..
die doppelten, 4LR25-2 , haben die besten 33Ah , zink kohle 19 Ah oder 
17 Ah ..
hier z.b. Varta high energy 
https://www.google.de/search?q=6V+33Ah&ie=utf-8&oe=utf-8&gws_rd=cr&ei=pjWdWbaVAsiP0gWPm65A

Lothar M. schrieb:
> Kannst du deinen Gedankengang dazu mal darstellen?
hatte ich ansatzweise schon..
Ein StepDown muss einen niedrigen Eingangsstrom in einen hohen 
Ausgangsstrom wandeln.
den "verlustreichen" rdson kann ich beim step-up heutzutage beliebig 
verkleinern, und damit diese verluste vernachlässigbar machen. ist nur 
ne geldfrage.
beim step-down kann ich selbst für viel geld keine verlustarme diode 
kaufen.
daher bleibt nur die synchrongleichrichtung, die zwar deutlich mehr 
schaltungsaufwand bedeutet, dann aber sehr verlustarm realisiert werden 
kann.
je niedriger die ausgansgspannung, desto wichtiger wird Vf.. bei höheren 
strömen um so mehr.
bei den sachen die hier interessieren (12V 0,3A) spielt das aber eine 
eher untergeordnete rolle..
am wirkungsgrad stärksten ist gar keine wandlung ---> direkt 12v akku 
/batterie und fettich..
Gast #5120790
Lesenswert?

Hartmut  . schrieb:
> naja.. 15,0 Ah wohl..

Nein, 150Ah. Die schlüssige Erklärung dazu siehe weiter oben.

Und das war in den 90er Jahren vom industriellen Zulieferer, da gab es 
noch nicht den heute üblichen China-Betrug.

Ob es nun Alkaline waren, keine Ahnung, ist ewig her. Zink-Kohle kann 
man ausschließen. Vom Aufbau her 4 flache Wannen aus Kunststofffolie. 
Irgendein bröseliges, dunkles Zeugs darin. Insgesamt sehr leicht, da 
kaum Metall enthalten war.
Erinnere mich noch an sehr geringe Strombelastbarkeit.

Ein Kumpel kam hinzu und staunte, daß seine 40Kg 75Ah-Autobatterie nur 
den gleichen Energiegehalt hatte...
Gast #5120820
Lesenswert?

Also wie gesagt, kein Problem, wenn man es nicht glaubt, ging mir ja 
auch so. Wollte eigentlich nur dem TO sagen, daß es durchaus extrem 
leichte Energiequellen mit hoher Wattstundenzahl geben kann. Und zwar 
noch erheblich mehr, als uns der Chinese zur Zeit gönnt. Wie und warum 
es geht, siehe weiter oben. Hirn Einschalten muss dazu allerdings vor 
Kaffeesatz oder Morgenurin gehen.
Gast #5120843
Lesenswert?

Der Dreckige Dan schrieb:
> Hirn Einschalten muss dazu allerdings vor
> Kaffeesatz oder Morgenurin gehen.

Fass dir mal selber ans Hirn.

Alkali-Mangan:

Theoretische spezifische Energie: 450 Wh/kg
Praktische spez. Energie: 90 bis 105 Wh/kg


Bei deiner angeblichen Wunderbatterie sinds aber 900Wh/kg.

Erzähl deine Märchen anderen.
Gast #5121240
Lesenswert?

Es gab große Baustellenlampenbatterien (Glühfaden) mit (aus meiner 
Erinnerung) 12V 120Ah. (kein Kommafehler) Sie hatten teilweise einen 3 
Poligen Kaltgeräteanschluss (männlich). Mit diesen konnte man einen 
Kassettenrekorder fast ewig betreiben. Kann auch sein, das sie mehr wie 
1Kg wogen. Sie waren wie gesagt doppelt so groß wie die neuen. Langsam 
in den früheren Zweitausendern waren nur noch die kleinen Dinger drinne.

Bevor mir jemand unterstellt ich hätte Baustellenbeleuchtung beschädigt. 
Hab ich nicht!

MfG

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren