Hi, eine Frage. Kann ich Nixie Röhren 1 zu 6 multiplexen und dennoch ein gutes Ergebnis erziehlen? Oder gibt es sonst irgendwelche Nachteile? Ich frage da ich über einen Schaltplan gestolpert bin in dem 6 Röhren mit 2 - 1 zu 3 multiplext wurden, dafür wird es wohl einen Grund geben, deswegen frage ich hier vorher an. Danke. Viele Grüße JJ
Maddin schrieb: > Oder gibt es sonst irgendwelche Nachteile? Der Hauptnachteil ist der der stark verkürzten Lebensdauer der Röhren durch die ständige Neu-Zünderei. Tu Dir und ihnen den Gefallen und betreibe sie statisch. -Feldkurat-
>>Ja, Lebensdauer.
wirklich? ist das tatsächlich ein "Zünden" bei den Röhren? Und ist das
dass was den Nixies zu schaffen macht? Ich dachte immer durch das lange
Leuchten "oxidieren" die Anoden/Kathoden...
Im Prinzip leuchten die dann doch nur 1/6 der Zeit, werden also weniger
amgenutzt...?
Hannes
Hannes schrieb: > Ich dachte immer durch das lange > Leuchten "oxidieren" die Anoden/Kathoden... Hi, ich glaube Du verwechselst Nixie-Glimmkathodenröhren mit Vakuum Fluoreszenz Displays. Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Einige VFDs müssen sogar gemultiplext werden, weil sie nicht genügend Kontakte herausgeführt haben. ciao gustav
Karl B. schrieb: > ich glaube Du verwechselst Nixie-Glimmkathodenröhren mit Vakuum > Fluoreszenz Displays. Hi, ok. wird oft verwechselt, auch bei E*ay: Das sind IMHO "echte" Nixies: http://www.ebay.de/itm/IN-8-2-Nixie-Rohre-fur-Uhr-for-Tube-Clock-NEU-NEW-NOS-MATCHED-/142497273432?hash=item212d7fd658:g:YV0AAOSwAvJW~SWu und das VFDs: http://www.ebay.de/itm/NIXIE-VFD-Uhr-Bausatz-Rohre-6xIV11-6xChip-tube-clock-kit-DIY-HH-MM-SS-DE-DHL-/332290891110?hash=item4d5e149d66:g:vuYAAOSw3YJZWoWD ciao gustav
Ein 6:1 Multiplexing bedeutet schon einen ungünstigeren Tastgrad für die einzelne Röhre. Je länger die Abstände zwischen den Zündvorgängen, desto geringer die Restionisierung und härter die Folgezündung. Die schwindende Helligkeit muss man ggf. auch noch durch stärkere Stromimpulse wettmachen. Einen alternativen Denkanstoß liefert das "Ghosting" was mitunter im Multiplexbetrieb auftritt, je nach Röhrentyp mehr oder weniger sichtbar, durch Schaltungsmodifikationen reduzier-/ oder vermeidbar. Das Kathodenmaterial fliegt folglich auch nicht nur zum Anoden-Gitter oder schwärzt die Röhre sondern kann/könnte auch von Ziffer zu Ziffer springen oder bei passender Frequenz sogar zur Ziffer zurückkehren, eine Art forcierbarer Recycling-Prozess wie bei Halogenlampen. :) Einige Nixie-Röhren haben einen kaum dokumentierten "i.c."-Anschluss (primer/ignittion current), vorgesehen für Betrieb bei Minusgraden. Über diesen kann man die Röhre über eine zweite Betriebsspannung und minimalen Strom (ohne sichtbare Entladung) gezündet halten bzw. das Multiplexing der Ziffern bedeutet dann nicht mehr länger "Durchbruch" sondern nur noch temporärer "Stromanstieg".
Würde mir dann mal bitte einer der Nixiekenner erklären, warum Glimmlämpchen, die mit 50Hz am Wechselstromnetz betrieben werden, Jahrzehnte halten, z.B. im Treppenlichtschalter? Die müssten doch lt. eurer Theorie schnell kaputt gehen.
Hi, ich habe vor mit der IN-4 eine Uhr zu bauen. :-) Also mit einer Nixie, nicht mit einer VFD Röhre. "Über diesen kann man die Röhre über eine zweite Betriebsspannung"... Die IN-4 leuchtet so ab 140volt, mit entsprechendem Vorwiderstand erst später. Könnte man die Schaltung nicht auch so konstruieren dass immer eine Spannung anliegt, für aus 100V und für an 180V? sinnvoll? Das Muxing läuft jedenfalls wunderbar hier im Testbetrieb. Ich stehe an der Stelle zu entscheiden ob ich alles auf einzeltreiber aufbohre oder nicht, natürlich möchte ich lange was von den Röhren haben... Hannes
Matthias S. schrieb: > Würde mir dann mal bitte einer der Nixiekenner erklären, warum > Glimmlämpchen, die mit 50Hz am Wechselstromnetz betrieben werden, > Jahrzehnte halten, z.B. im Treppenlichtschalter? Die müssten doch lt. > eurer Theorie schnell kaputt gehen. 1. Dicke Elektroden, 2. schmerzfreie Benutzer, wenn die Glimmlampe dunkler wird ist es egal 3. möglichst geringer Betriebsstrom 4. nur 50Hz, bei schnellem Multiplexen wird öfter neu gezündet 5. schon mal eine alte Glimmlampe angeschaut? Da ist der Glaskolben von innen mit Metall bedampft, im Neuzustand war das noch nicht so Hannes schrieb: > Das Muxing läuft jedenfalls wunderbar hier im Testbetrieb. Kurzfristig wunderbar, langfristig ruiniert es die Röhren. Definitiv NICHT multiplexen und den höchszulässigen Betriebsstrom auch nicht ausnutzen. PWM zur Helligkeitsregelung ist auch keine gute idee
ok, danke. Welchen Vorwiderstand und welche Versorgungsspannung würdet du empfehlen? Gruß Hannes
Die Lebensdauer einer Nixie kann durch Multiplexing verkürzt werden das ist klar, fraglich ist jedoch ob das den Benutzer überhaupt tangiert. Eine Uhr die zb. nur 2-3 Mal pro Woche für ein paar Stunden zur Deko betrieben wird würde ich persönlich auch Multiplexen. PWM zur Helligkeitsregulierung wird in vielen Nixieprojekten benutzt und is praktisch das selbe wie multiplexing. Grosse, teure Röhren die dauerhaft laufen versehe ich selbstverständlich mit Direktbetrieb - aus "Angst"! Ein Bekannter aus einem Nixieforum hat eine Uhr mit Multiplex seit über 15 Jahren im Dauerbetrieb und noch keine Röhre aufgrund von Multiplex-Schäden ersetzt. Wielange es dauert bis eine Nixie durch Multiplexing ruiniert ist, ist auch in der Nixieszene relativ unbekannt - viel bekannter und wichtiger ist zb. bei einer Uhr das man die wenig genuzten Ziffern (Stunden) ab und zu "durchlaufen" lässt, da sich sonst vom Dauerbetrieb sogenantes "Sputtering" auf den anderen Ziffern ablegt. Das DDR-Werk RTF sowie die Amerikanischen Firmen Burroughs und National Electronics haben zur Nixiezeit spezielle Typen produziert, welche explizit für den Multiplexbetrieb designt waren, diese kamen z.b. in Rechnern zum Einsatz Für Multiplexing musst du natürlich den 6fachen Strom anlegen,damit die Helligkeit gleichbleibt. Man kann also nicht beim Netzteil stromsparen wie die meisten vermuten. Beim Preis und bei der Verfügbarkeit von IN-4's sehe ich Multiplexing jetz nicht so schlimm wiebei IN-18 und konsorten. Für den Widerstand bei der IN-4 würde ich jetz mal folgendes vorschlagen: Dauerbetrieb: (Zündspannung-Brennspannung)/Strom = (170V-150V)/2.5mA = 20/0.0025 = 8kOhm also 8.2kOhm Mux (1x6) Strom * 6 20/0.015 = 1.3kOhm, also 1.5kOhm Last but not least - 6 Ersatz IN-4 kommen günstiger als 2 HV shift-register zur Direktsteuerung Bei IN-8, IN-18 und Co siehts natürlich anders aus.
Matthias S. schrieb: > Würde mir dann mal bitte einer der Nixiekenner erklären, warum > Glimmlämpchen, die mit 50Hz am Wechselstromnetz betrieben werden, > Jahrzehnte halten Tun sie leider nicht. Taugen nur als Betriebskontrolle aber nicht als Dauerlicht. Was ich schon an kaputten Toilettenlichtschaltern fand...
Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.