Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Verständnis Transistor


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von Looper (Gast)


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Hallo,

ich habe folgendes im Internet zu Transistoren gefunden:

Mittels einer Hilfsspannung UBE kann der Schwellwert vorab eingestellt 
werden. Dieses Vorgehen wird als Arbeitspunkteinstellung bezeichnet. Um 
diese eingestellte Spannung kann nun der Basisstrom den Kollektorstrom 
steuern.

Das ganze verwirrt mich ziemlich. Für mich klingt das so:

Ich habe z.b. genau 0,7 eingestellt und nun kann ich den Basisstrom 
erhöhen und die Basisspannung bleibt trotzdem gleich.

Aber ist das nicht eigentlich Quatsch, wenn ich jetzt mal so als 
Beispiel vor der Basis ein Poti habe und beim Poti den Widerstand 
verringer dann erhöht sich der Basisstrom. Ist ja auch logisch, aber 
erhöht sich dann nicht auch automatisch die Spannung an der Basis?

von Lothar M. (zwickel)


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Looper schrieb:
> Ich habe z.b. genau 0,7 eingestellt und nun kann ich den Basisstrom
> erhöhen und die Basisspannung bleibt trotzdem gleich.
>
> Aber ist das nicht eigentlich Quatsch, wenn ich jetzt mal so als
> Beispiel vor der Basis ein Poti habe und beim Poti den Widerstand
> verringer dann erhöht sich der Basisstrom. Ist ja auch logisch, aber
> erhöht sich dann nicht auch automatisch die Spannung an der Basis?

Ja klar, die Strecke Basis-Emitter verhält sich wie eine Diode.
Liegt die Bassisspannung über der Durchbruchsspannung von 0,7V, dann 
fliesst der Basisstrom über den Emitter ab.
Erhöhst du den Basisstrom, dann fliesst einfach nur mehr Strom über den 
Emitter ab, die Durchbruchsspannung bleibt mit 0,7V konstant.

von Helmut L. (helmi1)


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Looper schrieb:
> Ist ja auch logisch, aber
> erhöht sich dann nicht auch automatisch die Spannung an der Basis?

Das macht die schon nur nicht linear wie bei einem ohmischen Widerstand.
Der Kollektorstrom folgt der UBE Spannung nach einer e-funktion. Eine 
kleine Spannungsaenderung an der UBE Strecke hat eine grosse 
Stromaenderung am Kollektor zur Folge.

Suche mal nach Shockley-Gleichung:

https://de.wikipedia.org/wiki/Shockley-Gleichung

von Lothar M. (zwickel)


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Weiters, das gilt nur solange der Emitter direkt mit dem Bezugspotential 
verbunden ist, hast du nun einen Widerstand in der Emitterleitung, dann 
erhöht sich natürlich auch die Spannung am Emitter, mithin auch an der 
Basis, wobei die Emitterspannung immer um 0,7V geringer ist, dals die 
Basisspannung.

von Looper (Gast)


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Dann Frage ich mich warum der das denn dann bei Circuit-lab nicht 
gemacht hat, in einer anderen Simulation geht es.

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Looper schrieb:
> Dann Frage ich mich warum der das denn dann bei Circuit-lab nicht
> gemacht hat
Was nicht gemacht? Zeig doch mal, was du da gemacht hast...

von Erklärer (Gast)


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Looper schrieb:
> Aber ist das nicht eigentlich Quatsch, wenn ich jetzt mal so als
> Beispiel vor der Basis ein Poti habe und beim Poti den Widerstand
> verringer dann erhöht sich der Basisstrom. Ist ja auch logisch, aber
> erhöht sich dann nicht auch automatisch die Spannung an der Basis?

Ja, selbstverständlich. Du hast uneingeschränkt recht.

Allerdings ändert sich die Spannung der Basis deutlich weniger. So 
wenig, dass man die Änderung der Basisspannung (in der Praxis) 
vernachlässigen kann, wenn sich der Basisstrom ausreichend wenig ändert.

von Detlev T. (detlevt)


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Lothar M. schrieb:
> Erhöhst du den Basisstrom, dann fliesst einfach nur mehr Strom über den
> Emitter ab, die Durchbruchsspannung bleibt mit 0,7V konstant.

Das stimmt so aber nun gar nicht. Die Basis-Emitterstrecke verhält sich 
(weitgehend) wie eine Diode in Durchlassrichtung, wodurch im normalen 
Betrieb kleine Spannungsänderungen große Stromänderungen zur Folge 
haben. (Etwa eine Verdopplung alle 17mV). Trotzdem muss sich die 
Spannung ändern, damit sich der Basisstrom ändern kann. Um wieviel, 
hängt dann vom Arbeitspunkt ab.

von Looper (Gast)


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Kann ich leider nicht mehr, da Circiut-lab direkt nach ner stunde geld 
haben wollte und ich nicht mehr weiter machen konnte...


hatte Quasi folgende schaltung


Potentiometer an 5V---abgang an die Basis...

auf der anderen seite 12 volt auf nen 15 ohm widerstand. Den dann auf C.

E hab ich dann einfach mit - von V1 und V2 und dem 3. kontakt vom Poti


ich weiß nicht mehr genau wie ich das poti stehen hatte, aber einmal hat 
der mir bei dem 15 ohm widerstand nen strom von 2, nochirgendwas A 
angezeigt und das kann absolut nicht sein....egal wie derbe der 
Transistor verstärkt 12V/15ohm bleiben bei mir immernoch 800mA :D

von Looper (Gast)


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ah jetzt versteh ich es ganz....Dachte schon erst das die Basisspannung 
eigentlich deutlich höher gehen muss, aber da U ja R*I ist und R kleiner 
wird und I größer, gleicht sich das ganze fast wieder aus

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Looper schrieb:
> .Dachte schon erst das die Basisspannung eigentlich deutlich höher gehen
> muss, aber da U ja R*I ist und R kleiner wird und I größer, gleicht sich
> das ganze fast wieder aus
Eben nur wenn und weil die (Basisspannung und damit die 
Widerstands-)Spannung konstant ist...

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