Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Glühbirne unterpowert als selbstregelnder Heizwiderstand?


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von E. T. (Gast)


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Hallo,

für elektronischen Kleinkram hätte ich gerne eine Trockenbox, also einen 
Behälter mit Warmluft und Trockenmittel.

Lüfter und Trockenmittel sind kein Problem, Heizung hätge ich gerne so, 
dass das System nicht unkontrolliert heiß werden kann.

Ich dachte dabei an PTCs. Eine Glühbirne ist ja ein PTC. Kann ich also 
eine Glühbirne bewusst mit weniger Spannung betreiben und trotzdem die 
selbstregulierenden Eigenschaften beibehalten?

von m.n. (Gast)


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Das ist ganz schön überstupidisiert.

von T. (Gast)


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E. T. schrieb:
> Ich dachte dabei an PTCs. Eine Glühbirne ist ja ein PTC. Kann ich also
> eine Glühbirne bewusst mit weniger Spannung betreiben und trotzdem die
> selbstregulierenden Eigenschaften beibehalten?

Ein PTC wird nicht nur durch die Bezeichnung "PTC" gekennzeichnet.
Gewöhnlich besitzt so ein PTC eine Kennlinie. Vom Verlauf dieser 
Kennlinie beim Arbeitspunkt hängt das Stabilierungsverhalten ab.

von batman (Gast)


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Die Idee wird ein schwerer Schlag für die Thermostatindustrie.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Da sich bei den meisten Glühlampen der Glühfaden in einem nicht so 
schlechten Vakuum befindet, wird die Rückwirkung der Trockenbox auf den 
Faden sehr, sehr gering sein.
Der Faden mag zwar in sich ein PTC sein, aber er lässt sich durch die 
Umgebungstemperatur der Lampe so gut wie nicht irritieren. Deswegen 
setzen die Leute keine Glühlampen als Temperatursensor ein, sondern dann 
doch PTCs, NTCs und sogar Halbleiter.

: Bearbeitet durch User
von Peter R. (pnu)


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Die Temperaturabhängigkeit des Glühfadens ist sehr gering, etwa  ein bis 
zwei Prozent Änderung je Grad des Heizfadens. Da ist nix mit 
Selbst-Regelung.

PTCs für Heizzwecke haben eine Curie-Temperatur in deren Bereich sich 
der Widerstand im Bereich von einigen Grad um -zig Prozent je Grad 
ändert. Erst durch diese starke Änderung ist die Anwendung als 
Temperaturregler möglich.

Eventuell gibt es aber PTCs in den Bausteinen für die Entmagnetisierung 
von alten Farbfernsehern. Die könnten Curietemperaturen um die 70° 
haben.

von Dr. Sommer (Gast)


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Ist es nicht auch so, dass eine einfache Regelung per PTC/NTC keine 
besonders gute Charakteristik hat, und die End-Temperatur abhängig von 
der Außentemperatur ("Wärmeabfluss") ist? Oder reicht das integrierende 
Verhalten (Wärmekapazität) des Ofens, dies auszugleichen?

von Günter Lenz (Gast)


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E. T. schrieb:
>Kann ich also
>eine Glühbirne bewusst mit weniger Spannung betreiben und trotzdem die
>selbstregulierenden Eigenschaften beibehalten?

Ich habe das so verstanden, er möchte die Glühbirne nicht als
Temperaturfühler benutzen sondern als Konstantstromquelle, daß
funktioniert auch schon bei kleinen Spannungen wo die
Glühbirne nur schwach leuchtet.

von Werner H. (werner45)


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Baue ein altes Bügeleisen mit Bimetallthermostat ein, da hast Du Heizung 
und Regler in einem. Statt der Bügeleisensohle kannst Du natürlich auch 
Widerstände zur Heizung verteilen.

Gruß   -   Werner

von batman (Gast)


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So behält der Sparfuchs die 50c für ein neues Mini-Thermostat in der 
Tasche. :)

von der schreckliche Sven (Gast)


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Kaltleiter-Heizelemente
TDK/Epcos B59060A40A10

von simmy (Gast)


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Also die Glühbirne soll heizen, und dabei ihre Heizleistung selbst 
regeln, auf konstante Temperatur... ich sage mal: Nein.

von Stephan (Gast)


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E. T. schrieb:
> Eine Glühbirne ist ja ein PTC. Kann ich also
> eine Glühbirne bewusst mit weniger Spannung betreiben und trotzdem die
> selbstregulierenden Eigenschaften beibehalten?

Eher nicht, weil die Kennlinie vmtl. nicht passt.

Bei einer Wendeltemperatur von 230°C hat die Lampe ca. den doppelten 
Kaltwiderstand. Bei 440°C ca. den 3-fachen.
(Ausgehend von 20°C Umgebungstemperatur)

Ein Bereich von 400-700°C ließe sich damit praktisch oft einhalten.
Für z.B. 50+-10°C ist die Kennlinie der Lampe viel zu flach.

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