genervt schrieb:> War heute wohl Thema in der "Aktuellen Kamera" um 20:15:>> http://www.fonds-antizyklik-sjb.de/arbeitgeber-digitalisierung-braucht-flexiblere-arbeitszeiten/2017/08/27/>> Bemerkenswert: Die Meldung kommt von der Deutschen Propaganda Agentur> und hat es prompt in die Tagesschau geschafft - auf den anderen> Medienkanälen (Welt/Focus/Süddeutsche ect...) gab es diese Meldung bis> dahin nicht.
So weit wie ich es weis, fordern die das schon seit 5 Jahren,
quasi ein Abrufarbeitsverhältnis.
Man hat einen Vertrag bei dem man verpflichtet ist in der Woche z.B. bis
zu 60 Stunden zu leisten.
Feste Arbeitszeiten gibt´s nicht!
Gibt`s nix zu tun, so erhält man nur eine Bereitschaftspauschale, oder
gleich gar nix.
Und das Beste, in 5 Jahren wird`s das bei uns geben!
Du sollst laut der Forderung abends, nachdem du deine Kids ins Bett
gebracht hast, noch mal deine Mails "checken" dürfen (Weil du ja so
einen unheimlich wichtigen Job hast) und am Nächsten Morgen um 7:00
trotzdem schon im Büro antreten dürfen.
Cha-woma M. schrieb:> Man hat einen Vertrag bei dem man verpflichtet ist in der Woche z.B. bis> zu 60 Stunden zu leisten.> Feste Arbeitszeiten gibt´s nicht!> Gibt`s nix zu tun, so erhält man nur eine Bereitschaftspauschale, oder> gleich gar nix.
Sowas gibt es in GB, nennt sich "Zero-hour-Verträge" oder so ähnlich.
Da haben wir es noch richtig gut.
genervt schrieb:> Du sollst laut der Forderung abends, nachdem du deine Kids ins Bett> gebracht hast, noch mal deine Mails "checken" dürfen (Weil du ja so> einen unheimlich wichtigen Job hast) und am Nächsten Morgen um 7:00> trotzdem schon im Büro antreten dürfen.
Solange die Unternehmen wissen, wie viel Angst ihre Arbeitnehmer vor
einem Jobverlust haben, können sie damit spielen. Auch wenn sie niemals
vor haben, wegen so etwas zu kündigen (geht so einfach auch gar nicht).
Wenn man das Spiel nicht mitspielt, hat sich das also schnell erledigt.
Da kam mal eine Meldung im Arbeiter-TV: Andrea Nahles hält am
8-Stunden-Tag fest. Sie erzählten was von Arbeitsordnung.
Das ist aber falsch. Diese Regelung ist nicht kompatibel mit dem
Grundgesetz. Aus diesem folgt Vertragsfreiheit. Z.B. Vermieter können
sich Mieter aussuchen. Wäre Andrea Nahles Vermieterin so könnte sie den
Wohnungsbau bremsen. Somit Altbau-Kaufpreise steigern und sich Mieter
selbst aussuchen. Mit den drei letzten Lohnabrechnungen und persönlicher
Widmung des AG.
In den USA gibt es bei solchen Effekten Selbstreinigungskräfte, die
Rocker.
Kommt aber eine Gesellschaft wie Erdogan oder die DDR, dann ist es Essig
mit Freiheit von Politikern. Nicht mal Erich oder Margot Honecker waren
frei. Sie überwachten sich gegenseitig. Es gab eine lange Arbeitswoche
aber kurze Pendelzeiten.
Bei meinem letzten AG habe ich nur 35 Stunden akzeptiert. Es gab in dem
Betrieb Teilzeit und eine Vollzeit die immer 40 Stunden hieß. Mussten
sie eben eine Ausnahme für mich machen. Dafür war die Pendelzeit eine
Stunde länger. Nach drei Jahren brach alles auseinander. Ich gehe nicht
mehr hin, bin schon halbkrank. In der ersten Woche des Resturlaubes
bekam ich starken Schnupfen und Blasenschmerzen.
Die anderen AG werden das mit 35 Stunden wohl nicht mehr mitmachen,
höchstens Opel weil es jetzt bald zu FRANCE gehört und weil es mal ein
Gerichtsurteil gefangen hat. Opel France.
genervt schrieb:> Wirtschaft fordert flexiblere Arbeitszeiten
Wir haben auch flexible Arbeitszeiten!
Arbeitsbeginn ist um 7 Uhr. Ich bin meistens zwischen 6:45 und 6:55 (je
nach Verkehr) an der Stempeluhr.
Alex W. schrieb:>> Wirtschaft fordert flexiblere Arbeitszeiten>> Wir haben auch flexible Arbeitszeiten!>> Arbeitsbeginn ist um 7 Uhr. Ich bin meistens zwischen 6:45 und 6:55 (je> nach Verkehr) an der Stempeluhr.
Woher soll so etwas eine Fachkraft, die Englisch kann und in den USA
studiert hat, wissen?
> Du sollst laut der Forderung abends, nachdem du deine Kids ins Bett> gebracht hast, noch mal deine Mails "checken" dürfen (Weil du ja so> einen unheimlich wichtigen Job hast) und am Nächsten Morgen um 7:00> trotzdem schon im Büro antreten dürfen.
wie witzig, wenn man von den eigentlichen Hintergründen keinen Plan
haben will.
Die AG-Schaft hätte gern ihre Aufgaben der Planung von ordentlichen
Arbeits abläufen auf die total verquere Situation durch ihre wiederum AG
gern dem eigenen AN an die Backe geheftet.
Tritt eine terminliche Dringlichkeit ein, die man hätte vorher richtig
gut vertraglich und vorausschauend planen können, wäre das ja mit
Aufwand und Arbeit wie Kosten für Bereitschaft und fähige Planer wie
Manager verbunden. Kann man ja alles versuchen, dem dummen abhängigen AN
ans Bein zu binden, muß ja bloß gesetzlich zulässig sein.
Solche Parolen wie dort zu Lesen
„Mit dem Arbeitszeitgesetz aus dem letzten Jahrhundert können wir die
Herausforderungen der Digitalisierung nicht meistern“, sagte der
Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA),
Ingo Kramer, der Deutschen Presse-Agentur. „Bei der Digitalisierung ist
Schnelligkeit Trumpf.“
sind doch bloß sau dämliche und faule Ausreden, um den heißen Brei um
die eigenen Kosten des AG zu senken und das Risiko wie den Aufwand auf
den AN herüber zu heben.
Mit der Leih- und Zeitarbeit ist das ja schon ein Stk. in die Richtung
gegangen, Verantwortung trägt der eigene Verleiher ggü. dem AN, nicht
mehr pauschal der Entleiher.
Mit der Digitalisierung hat das auch gar nichts zu tun, denn damit sind
sehr viele Arbeitsprozesse noch einfacher plan- und steuerbar.
Ergo wieder ein wenig am Verdienst der AN herumzwacken um denen noch
mehr Verantwortung und Aufwand herüber zugeben.
Im Innendienst wie der Verwaltung wird sich da nicht so viel ändern
müssen, was Leitungs- und Planungsaufgaben anbelangt.
Mit EMails-Checken wie lächerlich, denn damit wird ja schon wieder ein
Prozess der Planung und Vorbereitung in Gang gesetzt, der weit über das
Lesen der Nachrichten hinaus geht.
Leitungs- und Führungstätigkeiten kann man so verteilen, was ja schon
jahrelang so läuft, nur haben diese Leute auch keinen festen Std.Rahmen
pro AT, und beim Gehalt braucht man da auch nicht weiter zu debattieren,
wohl- gemerkt bei der Gruppe Personen in der Hirarchie.
IBM hat mal vor 5 Jahren gesagt: Wir haben eine Datenbank und für ein
Problem finden wir bei weltweiter Suche in 30 sec. einen Spezialisten.
Das war eine Ausnahme, denn in den VDI-Nachrichten kam gerade der
Fachkräftemangel. Das ist aber Theorie, denn Akteure handel längst an
der Theorie vorbei.
Im Informatiker Studium kam mal ein SW-Engineering-Übungsprojekt drann:
Eine Stechuhr programmieren. Mit der modernen strukturierten Analyse,
einer Auslöser-Reaktionen-Tabelle und so weiter. Ich sollte eine
Projektbegründung schreiben. Ich suchte den tieferen Sinn der neuen
Stechuhr und wer sie wohl bezahlen soll. Das war höchstens für Seite
zwei geeignet. Der Post-Kommunistische DDR-Professor stand auf andere
Begründungen wie: 800MHz-CPU, wieviel Speicherbedarf, Anzahl der
Mannjahre. Ich dachte mit dafür ein Wort aus: "Prozessor mit Herz".
Was ist der Sinn der Stechuhr:
- Arztbesuch liegt nicht mehr in der kurzen Kernzeit -> Nacharbeiten.
- Raucherpausen sind plötzlich abzugsfähig.
- 6 Tage krank nacharbeiten kein Problem, einfach Zeit nicht
gutschreiben.
Und Vertrauensarbeitszeit: Wenn viel Arbeit dann wird viel gearbeitet.
Wenn wenn wenig Arbeit dann wird wenig gearbeitet (früher gehen). ->
Wenn wenig Arbeit dann Entlassungen. Leute die sich in der Firma nicht
beschweren können weil man sie nicht wieder sieht. Arbeitskollegen reden
am Telefon nicht mehr mit dem Ex-Mitarbeiter.
Sätze mit Wenn->Dann sind modern und kommen häufig vor. Es gibt
Menschen, die nicht in Objekten denken, sozusagen keine Objekte haben.
Für die ist das natürlich gut. Und Rücksicht gegenüber Menschen ohne
Objekte: Sie haben es nicht nötig, wollen es auch nicht. Denn sie selbst
und Mitmenschen wären ja Objekte. Die sie nicht kenne.
Leute, es sind doch die Programmierer, die die flexibeblen Arbeitszeiten
wollen, damit wir bei Sonne ins Schwimmbad können. Der Arbeitgeber hätte
uns dagegen alle 9h fix in der Kernzeit da, wegen der
Teamzusammenarbeit.
Cerberus schrieb:> Im Gegenzug ein materieller Ausgleich steht wohl wieder nicht> zur Debatte?
Mit 11 Stunden Pause zwischen zwei Arbeitstagen, wie im Arbeitsgesetz
möglich, ist ein Check der E- mails Abends 21 Uhr im Home Office möglich
und ein Arbeitsbeginn 11 Stunden später, macht früh um acht.
Es soll Menschen geben, die schlafen müssen. Manche Menschen kennen noch
nicht die einfachsten mathematischen und biologischen Gesetzmäßigkeiten.
9 Stunden Arbeit mit Pausen macht 8 Uhr früh bis 18 Uhr im Betrieb und
dann noch eine Stunde Home Office.
Cerberus schrieb:> Im Gegenzug ein materieller Ausgleich steht wohl wieder nicht> zur Debatte?
Natürlich!
Die Unternehmensertragssteuern werden auf 0,01% gesenkt.
Da ja die flexiblen Arbeitszeiten soviel an Mehrkosten verursachen!
● J-A V. schrieb:> noch 'ne Methode, den Kündigungsschutz auszuhöhlen.
Durch die sorgfältig vorbereitete Überlastung werden die Voraussetzungen
für eine Kündigung geschaffen.
Also bei uns (großes IGM Unternehmen in Süddeutschland) ist das völlig
frei.
- Homeoffice in Eigenverantwortung. Muss halt kurz mündlich über den
Tisch geworfen werden.
- Urlaub in Eigenverantwortung. Wird immer genehmigt - muss aber
genommen werden
- Kernzeit/Gleitzeit kratzt hier niemanden. Hauptsache man kommt auf
seine 35/40h Woche. Aber es gibt eine 2-Mann-Regelung für Labor und
Büro.
Läuft prima hier, Produktivität ist ziemlich gut und die Leute absolut
zufrieden.
Dago schrieb:> Sowas gibt es in GB, nennt sich "Zero-hour-Verträge" oder so ähnlich.
Das gibt es auch in Deutschland und nennt sich Null-Stunden-Vertrag oder
Arbeit auf Abruf.
Eigentlich sind Verträge für Arbeit auf Abruf mit Null Stunden nicht
zulässig. Wenn keine Arbeitszeit im Vertrag steht gilt gesetzlich
eigentlich 10h/Woche und pro Abruf mindestens 3h in Folge. Dazu gibt es
noch Fristen, wie dass die Arbeit vier Tage im Voraus angekündigt werden
muss.
Aber dass interessiert in der Praxis nicht. Wer nicht jederzeit
sprungbereit ist, auf seinen 10h/Woche oder 3h in Folge besteht der
fliegt halt raus.
Hannes J. schrieb:> Aber dass interessiert in der Praxis nicht. Wer nicht jederzeit> sprungbereit ist, auf seinen 10h/Woche oder 3h in Folge besteht der> fliegt halt raus.
Oh Gott und der muss sich dann einen echten Job mit mehr als Null
Stunden suchen? Schlimm. Diese Schweine.
Cyblord -. schrieb:> Oh Gott und der muss sich dann einen echten Job mit mehr als Null> Stunden suchen? Schlimm. Diese Schweine.
Bitte nicht die Schuld auf die Opfer abwälzen.
Du kannst davon ausgehen, dass die so ausgebeuteten liebend gerne einen
echten Job mit festen Arbeitszeiten und fester Bezahlung hätten. Weil
sie keinen finden lassen sie sich mit Null-Stunden-Verträgen
ausgebeuten.
Hannes J. schrieb:> Cyblord -. schrieb:>> Oh Gott und der muss sich dann einen echten Job mit mehr als Null>> Stunden suchen? Schlimm. Diese Schweine.>> Bitte nicht die Schuld auf die Opfer abwälzen.
Soso Opfer. Und warum das?
So Opfer wie Michael S. oder der Wiebus? Oder echte Opfer, ja von was
eigentlich?
Wer auf Abruf arbeiten kann, kann auch normal arbeiten. Da fallen
Invaliden und Kranke schon mal raus.
Hannes J. schrieb:> Bitte nicht die Schuld auf die Opfer abwälzen.>> Du kannst davon ausgehen, dass die so ausgebeuteten liebend gerne einen> echten Job mit festen Arbeitszeiten und fester Bezahlung hätten. Weil> sie keinen finden lassen sie sich mit Null-Stunden-Verträgen> ausgebeuten.
Nun ja, solche Verträge findet man halt hauptsächlich im Einzelhandel
bei Teilzeitverkäufern/-kassierern. Das größere Ärgernis bei der Sorte
Verträgen ist halt, das man kaum noch nen zweiten/dritten Job nebenher
annehmen kann, wegen der Abrufbereitschaft für den ersten Job, ansonsten
könnte man seine 2-3x[8,13,19]h relativ einfach planen. Der Arbeitgeber
räumt sich damit halt größtmöglichste Flexibilität bei der
Personalplanung ein, sowohl hinsichtlich wieviel Stunden er abruft und
wann er sie abruft.
Hannes J. schrieb:> Cyblord -. schrieb:>> Soso Opfer. Und warum das?>> Geh woanders provozieren. Hat die Schule noch nicht angefangen?
Abgedroschener geht's nimmer was?
> Nun ja, solche Verträge findet man halt hauptsächlich im Einzelhandel> bei Teilzeitverkäufern/-kassierern.
D.h. bei Leuten die noch nicht mal mehr einen "richtigen" Job als
Kassierer oder Regaleinräumer im Supermarkt mehr bekommen? Da ist es
dann aber weit gekommen. Die nehmen doch jeden, wenn man sich anguckt
was da so rumläuft und versucht rauszufinden wie rum die Dose ins Regal
gehört.
Cyblord -. schrieb:> D.h. bei Leuten die noch nicht mal mehr einen "richtigen" Job als> Kassierer oder Regaleinräumer im Supermarkt mehr bekommen?
Die wenigsten machen das Vollzeit, weil das bis dato einfach dankbare
Teilzeitjobs sind und entsprechend häufig von Studenten, Hausfrauen,
etc. besetzt werden. Nur für die sind solche Verträge halt Abfuck. Im
Lebensmitteleinzelhandel habe ich davon in der Praxis auch noch nicht
gehört, im Textileinzelhandel jedoch schon öfter.
aba schrieb:> Also bei uns (großes IGM Unternehmen in Süddeutschland) ist das völlig> frei.>> - Homeoffice in Eigenverantwortung. Muss halt kurz mündlich über den> Tisch geworfen werden.> - Urlaub in Eigenverantwortung. Wird immer genehmigt - muss aber> genommen werden> - Kernzeit/Gleitzeit kratzt hier niemanden. Hauptsache man kommt auf> seine 35/40h Woche. Aber es gibt eine 2-Mann-Regelung für Labor und> Büro.>> Läuft prima hier, Produktivität ist ziemlich gut und die Leute absolut> zufrieden.
Das Problem ist, dass nach derzeitigem Arbeitsrecht der Vorgesetzte ein
ernstes Problem bekommen kann.
Wenn der Arbeitnehmer morgends einen Arbeitsunfall hat und abends noch
um 23 Uhr die Mails gecheckt hat, also die 11 Stunden Ruhezeit nicht
eingehalten hat, ist der Vorgesetzte persönlich dran. Das kann
theoretisch bis zu einer Haftstrafe führen.
Deswegen wollen die AG das ändern.
Gruss
Axel
Abradolf L. schrieb:> Cyblord -. schrieb:>> D.h. bei Leuten die noch nicht mal mehr einen "richtigen" Job als>> Kassierer oder Regaleinräumer im Supermarkt mehr bekommen?>> Die wenigsten machen das Vollzeit, weil das bis dato einfach dankbare> Teilzeitjobs sind und entsprechend häufig von Studenten, Hausfrauen,> etc. besetzt werden.
Na und, Auch Teilzeit hat nichts mit den beschriebenen Null Stunden
Verträgen zu tun.
Cyblord -. schrieb:> Na und, Auch Teilzeit hat nichts mit den beschriebenen Null Stunden> Verträgen zu tun.
D.h. du siehst keinen Unterschied zwischen: "Ich arbeite fix 13h /
Woche, jeweils 6,5h an zwei fixen Tagen" und "Ich arbeite bis zu 13h und
ob/wann ich die Woche reinkommen muss erfahre ich kurzfristig"?
Abradolf L. schrieb:> Cyblord -. schrieb:>> Na und, Auch Teilzeit hat nichts mit den beschriebenen Null Stunden>> Verträgen zu tun.>> D.h. du siehst keinen Unterschied zwischen: "Ich arbeite fix 13h /> Woche, jeweils 6,5h an zwei fixen Tagen" und "Ich arbeite bis zu 13h und> ob/wann ich die Woche reinkommen muss erfahre ich kurzfristig"?
Doch, genau das schrieb ist auch.
Realist schrieb:> Leute, es sind doch die Programmierer, die die flexibeblen> Arbeitszeiten
Ja, ich will auch flexible Arbeitszeiten, wenn das fair abläuft, ist das
auch ein Prima Modell.
Bei uns gibt es Vertrauensarbeitszeit, somit auch keine Gleittage o.ä.
und die Überstunden sind mit dem Gehalt auch abgegolten. Eigentlich
sollte es bei dem Modell möglich sein, die Stunden eben selbst wieder
abzubauen. Tatsächlich ist aber in den seltenen Zeiten in denen weniger
los ist, der 8 Stunden Tag normal ist. Ansonsten halt mehr wenn die
Hütte grad brennt. Ich hatte meine Sollzeit für August am Donnerstag
Abend gegen 20 Uhr erreicht, aber deswegen kommt der Kollege gerade
trotzdem nicht aus dem Urlaub und der andere ist auch nicht wieder
gesund. Und der restliche August wird auch nicht mit 8h am Tag
abzuhandeln zu sein.
Das Modell funktioniert nur gut, wenn die stressigen Phasen nur 1-2 Tage
sind und man dann gleich zeitnah wieder abbauen kann, sonst sehe ich da,
komplett ohne die Erfassung der Stunden auf Arbeitnehmerseite, keine
Zukunft drin.
Niemand schrieb:> Tritt eine terminliche Dringlichkeit ein, die man hätte vorher richtig> gut vertraglich und vorausschauend planen können, wäre das ja mit> Aufwand und Arbeit wie Kosten für Bereitschaft und fähige Planer wie> Manager verbunden.
Wenn es etwas komplizierter wird, kann man eigentlich nicht mehr exakt
genug planen, dass sich das wirklich lohnen würde. Da passiert einfach
zu viel Unvorhergesehenes. Und zu viel Puffer darf man dafür auch nicht
einplanen, weil der auf jeden Fall verbraucht wird. Beim Team muss man
immer einen gewissen Druck erzeugen, damit es termingerecht fertig wird.
Meistens stimmt der nach außen vertraglich geregelte und der intern
kommunizierte Termin gar nicht überein, weil dort der Puffer drin
steckt. Das darf auf der untersten Ebene nur keiner wissen. Das nennt
man glaube ich auch Parkinson-Prinzip.
Es stimmt aber, dass mit dem Druck gerne übertrieben wird und das zur
Lasten der Arbeitnehmer geht. Das ist auch ein Grund, wieso ich
inzwischen gerne selbstständig bin.
Ich persönlich mag knappe Deadlines. Teilweise lassen sich da 50% oder
mehr an Bonus heraushandeln. Gerade wenn es über das Wochenende geht.
Ich arbeite z.B. sehr gerne Sonntag nachts, wenn ein dringender Auftrag
Montag früh beim Fertiger sein soll. Dafür kann ich mir im Prinzip die
ganze Woche freinehmen.
Wenn unsere Junta diese Gesetzesänderung durchdrückt, dann dürfen einige
von euch Abends noch mal Mails "checken" und bearbeiten (wer das liegen
läßt, darf sich am Nächsten Tag dumme Kommentare anhören).
Natürlich wird auch erwartet, daß dieser Vorgang nicht in der
Zeiterfassung auftaucht, erst recht nicht, wenn sich rausstellt, dass
keine Mails eingegangen sind: Rechner umsonst gebootet.
genervt schrieb:> Wenn unsere Junta diese Gesetzesänderung durchdrückt, dann dürfen einige> von euch Abends noch mal Mails "checken" und bearbeiten (wer das liegen> läßt, darf sich am Nächsten Tag dumme Kommentare anhören).>> Natürlich wird auch erwartet, daß dieser Vorgang nicht in der> Zeiterfassung auftaucht, erst recht nicht, wenn sich rausstellt, dass> keine Mails eingegangen sind: Rechner umsonst gebootet.
Wenn man sich so leicht einschüchtern lässt, welchen Vorteil hat eine
abhängige Beschäftigung überhaupt noch? Das kann ja schließlich nur
funktionieren, wenn man von einem Auftraggeber (Arbeitgeber) abhängig
ist und man wahnsinnige Angst vor Jobverlust hat (was sowieso schon ein
schlechtes Zeichen ist).
Dago schrieb:> was sowieso schon ein> schlechtes Zeichen ist
Das ist die einfachste Möglichkeit alle wichtigen Firmeninformationen
zu Hause zu bearbeiten, es zerstört jede Möglichkeit die
Unternehmensdaten vor unbefugten Zugriff zu schützen. Ist klar, warum so
etwas gefordert wird.
robocash schrieb:> Das ist aber falsch. Diese Regelung ist nicht kompatibel mit dem> Grundgesetz. Aus diesem folgt Vertragsfreiheit.
Zitat GG Art 14 Absatz b: "Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll
zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen."
Weder Arbeitgeber noch Arbeitnehmer dürfen sich über das gesetzlich
verankerte und daher "objektive" Urteil, ab wann Überarbeitung vorliegen
und ggf. zu gesundheitlichen Folgen führen kann, die eine Schädigung der
Allgemeinheit darstellen, hinwegsetzen.
Dass man noch Rauchen darf, scheint ein echtes Versäumnis. Nur zieht da
ja gerade die Industrie am anderen Strang und rechnet vor, dass das
frühe Sterben der Raucher dem Staat ja viel billiger käme und daher die
Allgemeinheit also keinen "Schaden" davon trüge.
Ein sehr scharfsinniges Argument, wie ich finde - mit so etwas können AG
im gegebenen Fall nicht aufwarten: Wenn eine Firma den Gewinn nicht
macht, tut's eine andere - im Allgemeinen bleibt alles im Lot.
Axel L. schrieb:> Wenn der Arbeitnehmer morgends einen Arbeitsunfall hat und abends noch> um 23 Uhr die Mails gecheckt hat, also die 11 Stunden Ruhezeit nicht> eingehalten hat, ist der Vorgesetzte persönlich dran. Das kann> theoretisch bis zu einer Haftstrafe führen.>> Deswegen wollen die AG das ändern.
Eben, "zero-risk" Mentalität halt.
Bloß beim kassieren reden die immer vom "Risiko", dem sie jeden Tag
ausgesetzt sind. Wg. der "Verantwortung" und so!
Die Sklaven im 17. und 18. Jahrhundert wurden nachts wenigstens
weitgehend in Ruhe gelassen. Wenn ich mir anschaue wann in unserer Firma
Mails gelesen und verschickt werden haben heutige Arbeitnehmer dieses
Privileg nicht mehr.
Alles unter dem Deckmantel "Globalisierung" und "Firmenstandorte rund um
den Globus".
Das Beste hatte letzt ein Kollege:
Hatte mit unseren Amikaspern (Firmenleitung) bis gegen 1 Uhr nachts eine
Webex und morgens um 4:45 bekommt er eine Nachricht eines Kollegen aus
Indien warum er noch nicht an der angesetzten Webex teilnimmt.
Gähn schrieb:> Hatte mit unseren Amikaspern (Firmenleitung) bis gegen 1 Uhr nachts eine> Webex und morgens um 4:45 bekommt er eine Nachricht eines Kollegen aus> Indien warum er noch nicht an der angesetzten Webex teilnimmt.
deshalb "gähn" ;)
24/7
hans schrieb:> irgendwann gibt es Drogen die und 24/5 oder 24/7 wach halten, schlaf> wird dann überbewertet sein ;)
Gibt es und gab es schon lange. Stichwort: Panzerschokolade.
Cyblord -. schrieb:> hans schrieb:>> irgendwann gibt es Drogen die und 24/5 oder 24/7 wach halten, schlaf>> wird dann überbewertet sein ;)>> Gibt es und gab es schon lange. Stichwort: Panzerschokolade.
Damit ist mal eine durchgemachte Nacht drin, maximal 2, wenn
(Denkarbeit) fordernde Aufgaben anstehen, bei massivem Leistungsabfall.
Bei stupiden Dingen oder Wache halten ggf auch 3 Nächte.
Danach ist aber Feierabend.
Und die erkaufte Zeit muss doppelt und dreifach gezahlt werden, um zu
regenerieren.
Schlaf ist und bleibt halt die beste Medizin.
Gähn schrieb:> Die Sklaven im 17. und 18. Jahrhundert wurden nachts wenigstens> weitgehend in Ruhe gelassen. Wenn ich mir anschaue wann in unserer Firma> Mails gelesen und verschickt werden haben heutige Arbeitnehmer dieses> Privileg nicht mehr.
Glaubst du vielleicht. Schlafentzug ist nur eine Form von Folter, die
bei Sklaverei sicherlich üblich war. Ob andere Formen der Folter, die
definitiv sehr verbreitet war, besser ist, würde ich auch nicht sagen.
Dass die Leute sich nicht nur sprichwörtlich zu Tode gearbeitet haben,
ist wohl auch jedem halbwegs gebildeten Menschen bekannt.
Und ihr beschwert Euch, dass ihr bequem zuhause vom Sofa noch einmal
schnell E-Mails checken sollt und vergleicht das mit unvorstellbar
grausamen Methoden.
Bitte beschäftigt Euch mal mit der Geschichte bevor ihr gedankenlos
solche menschenverachtenden Kommentare runterschreibt.
Gähn schrieb:> Hatte mit unseren Amikaspern (Firmenleitung) bis gegen 1 Uhr nachts eine> Webex und morgens um 4:45 bekommt er eine Nachricht eines Kollegen aus> Indien warum er noch nicht an der angesetzten Webex teilnimmt.
Und da antwortet man einfach mit den gesetzlichen Regelungen und dann
hat es sich erledigt. Wo ist das Problem? Habt Ihr alle keine Eier in
der Hose oder wieso spielt ihr das Spiel mit?
hans schrieb:> irgendwann gibt es Drogen die und 24/5 oder 24/7 wach halten, schlaf> wird dann überbewertet sein ;)
Mit stark wirkenden Aufputschmitteln, wie Pervitin, kann man bis zu 60
Stunden wach bleiben und man ist zudem übermäßig leistungstark. Ohne
diesem Zeugs hätte die Wehrmacht keine Blitzsiege erringen können.
Die Militärs haben die Wirkung neuer Drogenmischungen auf 7 Tage
verlängern können. 24/7 ist also jetzt schon möglich. Der Schlaf muß
danach selbstverständlich nachgeholt werden und Körper und Psyche werden
stark überbeansprucht.
Leider werden immer häufiger leistungssteigernde Drogen - legale, vom
Arzt verordnet und illegale - von Berufstätigen eingenommen, um die
(vermeintlich) hohen Anforderungen erfüllen zu können oder um Karriere
machen zu können.
Jo S. schrieb:> Mit stark wirkenden Aufputschmitteln, wie Pervitin, kann man bis zu 60> Stunden wach bleiben und man ist zudem übermäßig leistungstark. Ohne> diesem Zeugs hätte die Wehrmacht keine Blitzsiege erringen können.
Statt Panzerschokolade kann man heute Red Bull trinken. Dann braucht man
nicht mehr zur Arbeit zu laufen oder zu fahren, denn man hat ja dadurch
nun Flügel.
Das müßte mir einfallen: Für den Profit anderer Leute die eigene
Gesundheit ruinieren -niemals!
Jo S. schrieb:> ● J-A V. schrieb:>> ich hab heute mit 'ner Flex gearbeitet.>> also flexibler gehts garnicht mehr.>> könnte von Paul Baumann sein :)
Die Flex? Der verleiht sein Werkzeug sicher nicht...
Leroy M. schrieb:>> Gibt es und gab es schon lange. Stichwort: Panzerschokolade.>> Damit ist mal eine durchgemachte Nacht drin, maximal 2, wenn> (Denkarbeit) fordernde Aufgaben anstehen, bei massivem Leistungsabfall.> Bei stupiden Dingen oder Wache halten ggf auch 3 Nächte.
Klar, dann hat man irgendwas zusammengefrickelt und ein paar Monate
später meldet der Kunde eine Auffälligkeit, die Unsummen an Nacharbeit
und ein vielfaches der Zeit frisst.
Typisches Klitschenmanagement.
Herr B. schrieb:> Statt Panzerschokolade kann man heute Red Bull trinken.
Schokolade wäre Argeitgeberfreundlcih.
kriegst Verstopfung von. Sozusagen nen Panzerschiss
Jo S. schrieb:> Mit stark wirkenden Aufputschmitteln, wie Pervitin, kann man bis zu 60> Stunden wach bleiben und man ist zudem übermäßig leistungstark.
Ähh, die Luftwaffen hatte mit Pervitin einen ganz komischen Effekt.
Die verlor 1940/41 übermäßig viele Maschinen beim Landeanflug.
Die Piloten setzten einfach zu hart oder zu schnell auf und die
Maschinen gingen dabei zu Bruch. Ursache war vor allen Pervitin, die
aufputschen Wirkung führte zu erhöhter Risikobereitschaft.
> Ohne> diesem Zeugs hätte die Wehrmacht keine Blitzsiege erringen können.
Mag sein, aber schon im 1. Weltkrieg wurde bei den Marschkolonnen der
Infanterie Opium zur Marschleistungssteigerung ausgegeben. Unter
Aufsicht der Truppenärzte allerdings.
Dago schrieb:> Und ihr beschwert Euch, dass ihr bequem zuhause vom Sofa noch einmal> schnell E-Mails checken sollt und vergleicht das mit unvorstellbar> grausamen Methoden.
Was soll so wichtig sein, dass es nicht noch ein paar Stunden warten
kann?
So ein Dreck führt doch nur dazu, dass man, nachdem man am Feierabend
ausgespannt hat, trotzdem die Probleme der Firma mit ins Bett nimmt =>
Führt dann zu einer beschissenen Work-Life-Balance und entsprechend
schlechterer Arbeitsleistung.
Aber unser Claymore ignoriert sowas ja gewöhnlich.
genervt schrieb:>> Und ihr beschwert Euch, dass ihr bequem zuhause vom Sofa noch einmal>> schnell E-Mails checken sollt und vergleicht das mit unvorstellbar>> grausamen Methoden.>> Was soll so wichtig sein, dass es nicht noch ein paar Stunden warten> kann?
Völlig richtig!
Was soll denn "schnell E-Mail checken" bedeuten? Mal eben kurz den
Termin für das morgige Bullshitbingo zusagen? Damit könnte ich leben. Es
werden aber auch irgendwann mal Mail eintreffen, welche einen wesentlich
höheren Handlungsbedarf erfordern und einen dann sprichwörtlich nicht
mehr schlafen lassen.
genervt schrieb:> Leroy M. schrieb:>>> Gibt es und gab es schon lange. Stichwort: Panzerschokolade.>>>> Damit ist mal eine durchgemachte Nacht drin, maximal 2, wenn>> (Denkarbeit) fordernde Aufgaben anstehen, bei massivem Leistungsabfall.>> Bei stupiden Dingen oder Wache halten ggf auch 3 Nächte.>> Klar, dann hat man irgendwas zusammengefrickelt und ein paar Monate> später meldet der Kunde eine Auffälligkeit, die Unsummen an Nacharbeit> und ein vielfaches der Zeit frisst.>> Typisches Klitschenmanagement.
Wenns denn nur Klitschen beträfe.
In großen Unternehmen ist das mindestens genauso, bloß findet man da
leichter einen, dem man die Schuld in die Schuhe schieben kann.
Oder es fällt noch in einem nachgelagerten Arbeitsschritt auf.
Ich bin ein Scheidungskind das, wie sich später herausstellte, nunmher
regelmäßig zwingend Neuroleptika einnehmen muss und keine Nachtschicht
machen darf. Und dabei fing alles so gut an ...
In der neunten Klasse (die Schule in der DDR ging 10 Jahre), fragte der
Lehrer: "Na R., hast du schon eine Lehrstelle?" Kam mir komisch vor:
Ohne Abschlusszeugniss sollte ich dem VEB Leistung zusichern.
Lehrer bekamen seit 1951 Intelligenzrente (ohne einzuzahlen), aber kein
Lehrer erzählte davon. In die Berufsschule gehen und in den Ferien in
der gleichen Woche arbeiten. Die Lehrer hatten Ferien. Die Eltern, beide
Lehrer, gut im begatten. Jeder nach der Scheidung in einer
4-Zimmer-Wohnung waren sie wieder zusammen. In der Lehre begann langsam
die Schichtarbeit. Nach der Lehre wohnte ich in einer
Press-Span-Bretterbute des VEB. Für mich hatte die DDR vorgesehen:
- Grundwehrdienst.
- Dreher-Gehalt: 1100 Mark der DDR für 42,5 Stundenwoche bei kurzem
Arbeitsweg.
- Rente: 600 Mark.
- 300mm Drehmaschine mit Futterschutz, 2-Schicht-System mit
Papier-Stechuhr.
- Geschlossen beendete die Brigade die Spätschicht 2 Stunden früher.
Gehälter in der DDR:
- Stasi-IM gelegentlich, selten 250 Mark Prämie
- Lehrer 700 Mark
- Dreher 1100 Mark
- BWLer (ökonomische Kräfte) 1200 Mark
- Ing. 1500 Mark
- Junta-Polizist 2000 Mark
- Arzt, Polizeihauptmann, Betriebsleiter 5000 Mark
Die Gehaltslisten waren geheim. Der Dreherlohn war bekannt, die
Staatslöhne weniger. Die Stasi schickte den Betriebsleitern zuerst
attraktive, fremde Frauen. Wenn der Leiter etwas mit so einer Frau
anfing, galt er für die Gegenseite als erpressbar, und die Karriere
endete aus unbekannten Gründen.
Die DDR schaffte es, den Trabbi, ein soziales Auto, zu bauen, es wog
600kg, verbrauchte 7l Zweitaktgemisch und war autobahntauglich. Die
Arbeit der Ings war mäßig schnell. Im Vergleich dazu sind die neuen
Wagen reinrassige Bestien. Teil aggressiv im Aussehen. Hohes Gewicht.
Verbrauch optimiert aber wohl über 7l. Fahren weit, rosten schnell.
Lebenslang Auto, der Atem schlägt sich an der Scheibe nieder. Die Hälfte
des Auto-Rohstoffaufwandes wird bei der Herstellung verbraucht.
Volksparteien wollen alles Gute aber kein kleines Auto. Sonst haben die
Volksvertrater schnell Bremsschlauchprobleme.
Bei nochmehr Trump wird es wie in der DDR kommen. Alle Brigademitglieder
gehen 2 Stunden eher nach Hause. Der Verantwortliche schließt die Tür
ab. Und die Stasi nickt es ab. Dreher-Lohn fließt weiter in gedruckten
Mark-der-DDR-Banknoten.
genervt schrieb:> Was soll so wichtig sein, dass es nicht noch ein paar Stunden warten> kann?>> So ein Dreck führt doch nur dazu, dass man, nachdem man am Feierabend> ausgespannt hat, trotzdem die Probleme der Firma mit ins Bett nimmt =>> Führt dann zu einer beschissenen Work-Life-Balance und entsprechend> schlechterer Arbeitsleistung.
Natürlich ist das meistens unsinnig, bringt nichts und ist nervig für
die Arbeitnehmer. Da stimme ich voll zu.
Darum geht es aber doch gar nicht. Es geht darum, dass man solche
relativ harmlosen Dinge mit übelsten Menschenrechtsverletzungen
(inklusive körperlicher Folter, Freiheitsberaubung und ähnlichen Dingen,
die heute als Schwerverbrechen angesehen werden) vergleicht und dieser
Vergleich absolut menschenverachtend ist. Solche Unannehmlichkeiten als
Sklaverei zu bezeichnen ist billigste Polemik und völlig unsachlich.
genervt schrieb:> Du sollst laut der Forderung abends, nachdem du deine Kids ins Bett> gebracht hast, noch mal deine Mails "checken" dürfen (Weil du ja so> einen unheimlich wichtigen Job hast) und am Nächsten Morgen um 7:00> trotzdem schon im Büro antreten dürfen.
Bis jetzt machen das viele häufig ohnehin schon und zwar unentgeltlich
in der Freizeit. Von daher ist es ja grundsätzlich gut, wenn dies
künftig dann zu bezahlter Arbeitszeit wird.
Tomasz schrieb:> genervt schrieb:> Du sollst laut der Forderung abends, nachdem du deine Kids ins Bett> gebracht hast, noch mal deine Mails "checken" dürfen (Weil du ja so> einen unheimlich wichtigen Job hast) und am Nächsten Morgen um 7:00> trotzdem schon im Büro antreten dürfen.>> Bis jetzt machen das viele häufig ohnehin schon und zwar unentgeltlich> in der Freizeit. Von daher ist es ja grundsätzlich gut, wenn dies> künftig dann zu bezahlter Arbeitszeit wird.
Selber schuld! Und wenn es gegen die 11 Stunden Regel Verstößt riskieren
sie eine Abmahnung, völlig unnötig.
Immer diese Jammerer. Die Jammerer sind eben nicht Industrie 4.0
tauglich und werden von einer neuen dynamischen Generation abgeloest.
Sie werden spezialisierter sein, und viel weniger ersetzbar sein. Ja
eine Datenbank spuckt mir einen guenstigen Inder/Chinesen/Rumaenen aus
der die geplante Arbeit fuer einen 10-tel erledigt. Schoen.
Kommenlassen. Aha. Was er als Erfahrung ausweist bezieht sich darauf,
was ein Kollege einmal auf U-toob gesehen hat, und ihm davon erzaehlt
hat. Sonst ist ausser Bahnhof und Laecheln nicht viel los. Also weiter.
Nach viel Rumwuehlen findet man dann einen Kandidaten, der davon eine
Ahnung hat. Hat aber daneben noch 5 andere Projekte am Betreuen. Ok. Er
hat tatsaechlich eine Ahnung. Nur, jedes Mal wenn man ueber das Projekt
spricht muss man von Null beginnen, weil die anderen 5 Projekte das
geistige Umschalten erschweren. Also weiter. einen anderen Externen. Der
ist sogar gut und hat eine Ahnung. Leider ist der Kommunikationspartner
im Haus der Falsche, spezifiziert, was er denkt muesse gemacht werden,
und nicht was effektiv gefragt ist. Dauert daher auch dreimal laenger
wie vorhergesehen.
Kennen wir alles schon.
Dago schrieb:> Und ihr beschwert Euch, dass ihr bequem zuhause vom Sofa noch einmal> schnell E-Mails checken sollt und vergleicht das mit unvorstellbar> grausamen Methoden.
Ja, da beschweren sich die Leute vollkommen zurecht. Es führt zu
dauerhafter innerer Anspannung, viele die das ignorieren gehen gerne für
ihren Job bis in den Burnout!
Das Wissen darüber, dass ich heute Abend unbedingt nochmal in die Mails
schauen muss, verhindert ziemlich effektiv ein geistiges abschalten und
entspannen.
Na, ob der übergenaue und hinterlistige Kollege X wieder geschrieben
hat?
Wie wohl der Chef den Bericht finden wird?
Tja, dann schaust du deine Mails an und stellst fest: Morgen wird ein
beschissener Tag. Das versaut dir dann den Abend, du nimmst die Probleme
mit in die Nacht, was sich gerne auch auf den Schlaf auswirken kann.
Bei Überschriften wie "Wirtschaft fordert flexiblere Arbeitszeiten"
denke ich gerne mal an Alternativen wie "Privatleben fordert flexiblere
Arbeitszeiten" oder gar "Familie fordert flexiblere Arbeitszeiten".
Leider stelle ich immer wieder fest, dass viele Leute nur noch Leben um
Arbeiten zu können, anstatt Arbeiten um Leben zu können.
Da wird der Lebensmittelpunkt nah an die Firma geschoben, jahrelange
Bekanntschaften/Beziehungen abgebrochen, ja gerne ist man für Monate aus
der Heimat weg, Überstunden und lange Reisen sind selbstverständlich
denn in der Freizeit hab ich ja eh nix sinnvolles zu tun.
In unterwürfigkeit wird dem Arbeitgeber noch dafür gedankt, den Job
ausführen zu dürfen und sogar ein paar Euro dafür zu bekommen. Souveräne
Arbeitnehmer sind die meisten nicht mehr.
Dann sehe ich die Leute, die bei uns 50-60 Stunden in der Woche machen,
"Vertrauensarbeitszeit" haben wir, d.h. der Chef sieht dann nur die
40h/Woche. Die Kollegen, freiwillig schon im Schnitt 45h/Woche anwesend,
müssen sich dann gerechtfertigen, warum sie weniger Output erreichen wie
zuvor genannter Kollege.
Perfekt. Die Mitarbeiter sind gegeneinander ausgespielt, jeder versucht
den anderen in Selbstausbeutung zu übertreffen.
Und ja, ich will mich von diesem ganzen auch nicht ausnehmen. Bin da
leider auch schon zu tief drin...
meckerziege schrieb:> Dann sehe ich die Leute, die bei uns 50-60 Stunden in der Woche machen,> "Vertrauensarbeitszeit" haben wir, d.h. der Chef sieht dann nur die> 40h/Woche. Die Kollegen, freiwillig schon im Schnitt 45h/Woche anwesend,> müssen sich dann gerechtfertigen, warum sie weniger Output erreichen wie> zuvor genannter Kollege.
Selber Schuld wer sich so dämlich vor den Karren spannen lässt.
Abradolf L. schrieb:> Selber Schuld wer sich so dämlich vor den Karren spannen lässt.
Ich lasse mir jede Überstunde auszahlen, gerne auch mit
Mehrarbeitszuschlag. Alternativ wird mal vom Gleitzeitkonto ein ganzer
Tag freigenommen für ein verlängertes Wochenende. :-)
Qwertz schrieb:> Ich lasse mir jede Überstunde auszahlen, gerne auch mit> Mehrarbeitszuschlag. Alternativ wird mal vom Gleitzeitkonto ein ganzer> Tag freigenommen für ein verlängertes Wochenende. :-)
Ja hin und wieder so ne 4-Tage-Woche und Brückentage auf GLZ ist schon
was feines. Volle Zustimmung.
Abradolf L. schrieb:> Ja hin und wieder so ne 4-Tage-Woche und Brückentage auf GLZ ist schon> was feines. Volle Zustimmung.
Da empfehle ich dir den 2. und 30. Oktober dieses Jahr freizunehmen!
robocash schrieb:> Ich bin ein Scheidungskind das, ....
?
>> In der neunten Klasse (die Schule in der DDR ging 10 Jahre), ....
?
> Lehrer bekamen seit 1951 Intelligenzrente (ohne einzuzahlen), aber kein> Lehrer erzählte davon.
du meinst staatliches Schweigegeld oder die FZR?
> In die Berufsschule gehen und in den Ferien in der gleichen Woche ...
?
> In der Lehre begann langsam > die Schichtarbeit. Nach der Lehre wohnte> ich in einer Press-Span-Bretterbute des VEB.
?
> Für mich hatte die DDR vorgesehen:> - Grundwehrdienst.
wie für jeden gesunden männlichen Bürger ohne Vorstrafen
> - Dreher-Gehalt: 1100 Mark der DDR für 42,5 Stundenwoche bei kurzem> Arbeitsweg.
ja das waren noch Zeiten, nix Montage von Sonntag Nachmittag bis Freitag
Abend wieder zu Hause!
> - Rente: 600 Mark.> - 300mm Drehmaschine mit Futterschutz, 2-Schicht-System mit
?
> - Geschlossen beendete die Brigade die Spätschicht 2 Stunden früher.
das war noch Kollektivsinn! oder ?
> Gehälter in der DDR:> - Stasi-IM gelegentlich, selten 250 Mark Prämie
? Quatsch
> - Lehrer 700 Mark
falsch, die bekamen über 1000 DDR-M oder Mark der DDR
> - Dreher 1100 Mark
dann warst du ja damals völlig überbezahlt?
> - BWLer (ökonomische Kräfte) 1200 Mark
also Studierte? eher weniger
> - Ing. 1500 Mark
auch eher weniger
> - Junta-Polizist 2000 Mark
noch viel weniger,oder meinstest du das gehalt in 2 Monaten?
> - Arzt, Polizeihauptmann, Betriebsleiter 5000 Mark
Ein Batallionskommandeur, also Bereichsleiter mehrerer Kompanien, bekam
jedenfalls keine 3,5 Tsdn DDR-M
Ärzte waren damals Angestellte, ein Polizei-Hptm. bekam auch nicht mehr
als einer in der NVA, und Betriebsleiter auch nicht über 2,5 tsnd , also
deine Märchen werden dann wohl nicht ins Guinessbuch eingehen!
> Die Gehaltslisten waren geheim.
wohl eher nicht wenn ich sie weiß?
> Der Dreherlohn war bekannt,
für dich, aber keine 1100 nach der Lehre
> die Staatslöhne weniger.
die haben ja auch keinen Lohn bekommen sondern Dienstbezüge!
> Die Stasi schickte den Betriebsleitern zuerst attraktive, fremde Frauen. > Wenn
der Leiter etwas mit so einer Frau anfing,
> endete aus unbekannten Gründen.
was du nicht alles so weißt, oder zu wissen glaubst?
> Die DDR schaffte es, den Trabbi, ein soziales Auto, zu bauen,....> Im Vergleich dazu sind die neuen Wagen reinrassige Bestien. ....
?
> Die Hälfte des Auto-Rohstoffaufwandes wird bei der Herstellung> verbraucht.
kannst du das mal genauer erklären?
> Volksparteien wollen alles Gute aber kein kleines Auto. Sonst haben die> Volksvertrater schnell Bremsschlauchprobleme.
? Wie alle Politiker im Allgemeinen immer!
> Bei nochmehr Trump wird es wie in der DDR kommen. Alle Brigademitglieder> gehen 2 Stunden eher nach Hause. Der Verantwortliche schließt die Tür> ab. Und die Stasi nickt es ab.
?
> Dreher-Lohn fließt weiter in gedruckten Mark-der-DDR-Banknoten.
heute gibt es keine solchen Dreher mehr, das machen CNC-Maschinen
Du solltest vllt. mal das Medikament wechseln oder zeitweise absetzen?
Dago schrieb:> genervt schrieb:>> Was soll so wichtig sein, dass es nicht noch ein paar Stunden warten>> kann?>>>> So ein Dreck führt doch nur dazu, dass man, nachdem man am Feierabend>> ausgespannt hat, trotzdem die Probleme der Firma mit ins Bett nimmt =>>> Führt dann zu einer beschissenen Work-Life-Balance und entsprechend>> schlechterer Arbeitsleistung.>> Natürlich ist das meistens unsinnig, bringt nichts und ist nervig für> die Arbeitnehmer. Da stimme ich voll zu.>> Darum geht es aber doch gar nicht. Es geht darum, dass man solche> relativ harmlosen Dinge mit übelsten Menschenrechtsverletzungen> (inklusive körperlicher Folter, Freiheitsberaubung und ähnlichen Dingen,> die heute als Schwerverbrechen angesehen werden) vergleicht und dieser> Vergleich absolut menschenverachtend ist. Solche Unannehmlichkeiten als> Sklaverei zu bezeichnen ist billigste Polemik und völlig unsachlich.
Du verstehst auch nicht was die Wirtschaft mit der Politik alles so
rummauschelt?
Von wegen mal ein paar EMails Abends checken, und das als flexible AZ
verkaufen!
Wem willst du das bitte erzählen?
meckerziege schrieb:> Dago schrieb:>> Und ihr beschwert Euch, dass ihr bequem zuhause vom Sofa noch einmal>> schnell E-Mails checken sollt und vergleicht das mit unvorstellbar>> grausamen Methoden.>> Ja, da beschweren sich die Leute vollkommen zurecht. Es führt zu> dauerhafter innerer Anspannung, viele die das ignorieren gehen gerne für> ihren Job bis in den Burnout!
Wo beschweren sich da Leute dagegen, wenn die Wirtschaft das mit der
Politik legalsieren will?
> Das Wissen darüber, dass ich heute Abend unbedingt nochmal in die Mails> schauen muss, verhindert ziemlich effektiv ein geistiges abschalten und> entspannen.> Na, ob der übergenaue und hinterlistige Kollege X wieder geschrieben> hat?> Wie wohl der Chef den Bericht finden wird?
Wenn du so neugrierig bist, kann doch der AG nichts dafür?
Hast aber schon recht, nur wird das mit den Emails wieder mal völlig
herunter gespielt!
> Tja, dann schaust du deine Mails an und stellst fest: Morgen wird ein> beschissener Tag. Das versaut dir dann den Abend, du nimmst die Probleme> mit in die Nacht, was sich gerne auch auf den Schlaf auswirken kann.
mental schwache Leuts sind halt nichts für den knallharten
Arbeitsalltag!
> Bei Überschriften wie "Wirtschaft fordert flexiblere Arbeitszeiten"> denke ich gerne mal an Alternativen wie "Privatleben fordert flexiblere> Arbeitszeiten" oder gar "Familie fordert flexiblere Arbeitszeiten".> Leider stelle ich immer wieder fest, dass viele Leute nur noch Leben um> Arbeiten zu können, anstatt Arbeiten um Leben zu können.> Da wird der Lebensmittelpunkt nah an die Firma geschoben, jahrelange> Bekanntschaften/Beziehungen abgebrochen, ja gerne ist man für Monate aus> der Heimat weg, Überstunden und lange Reisen sind selbstverständlich> denn in der Freizeit hab ich ja eh nix sinnvolles zu tun.> In unterwürfigkeit wird dem Arbeitgeber noch dafür gedankt, den Job> ausführen zu dürfen und sogar ein paar Euro dafür zu bekommen. Souveräne> Arbeitnehmer sind die meisten nicht mehr.
Da soll es Menschen gar in Heerscharen gegeben haben, die den langen Weg
nach Deutschland, von einem anderen Kontinent zu uns, auf sich nahmen!
Du übertreibst doch wieder mal maßlos? ;-)
>> Dann sehe ich die Leute, die bei uns 50-60 Stunden in der Woche machen,> "Vertrauensarbeitszeit" haben wir, d.h. der Chef sieht dann nur die> 40h/Woche. Die Kollegen, freiwillig schon im Schnitt 45h/Woche anwesend,> müssen sich dann gerechtfertigen, warum sie weniger Output erreichen wie> zuvor genannter Kollege.
Solche Bekloppten, die mehr als die nötige AZ ableisten, können doch auf
Dauer nichts mehr leisten! Also wo soll sich da ein normaler MA gegen
solche "Arbeits"tiere noch behaupten müssen?
> Perfekt. Die Mitarbeiter sind gegeneinander ausgespielt, jeder versucht> den anderen in Selbstausbeutung zu übertreffen.
Nur bei Lowperformern die nichts Können und demzufolge auch nichts
Leisten ist das ein Problem. Die dürfen sich aber gern gegenseitig in
der wöchenlt. AZ übertrumpfen.
> Und ja, ich will mich von diesem ganzen auch nicht ausnehmen. Bin da> leider auch schon zu tief drin...
Dann fang bei dir selber an was zu ändern!
Niemand schrieb:>> Perfekt. Die Mitarbeiter sind gegeneinander ausgespielt, jeder versucht>> den anderen in Selbstausbeutung zu übertreffen.> Nur bei Lowperformern die nichts Können und demzufolge auch nichts> Leisten ist das ein Problem. Die dürfen sich aber gern gegenseitig in> der wöchenlt. AZ übertrumpfen.
Ja schön wärs... Hier sitzen aber eher die Highperformer herum die nach
oben wollen (und auch dorthin kommen!).
Ein paar Jahre richtig reinhängen und dann weiterziehen.
>> Und ja, ich will mich von diesem ganzen auch nicht ausnehmen. Bin da>> leider auch schon zu tief drin...> Dann fang bei dir selber an was zu ändern!
Was meinst du denn, was ich mit meinem letzten Satz andeuten wollte?
Problem: Wenn Arbeitnehmer das "dürfen", wird es vermutlich auch bald
verlangt werden. Dann heißt es jeden Abend um 22 Uhr noch einmal
Übersee-Emails durcharbeiten. Wer nicht nachsieht, begeht eine
Pflichtverletzung...
Das wäre absolut unzumutbar. Jedenfalls, solange der Rest des Abends
dann nicht als Bereitschaft mitabgerechnet wird.
Beim Arbeitsschutz würde es wohl interessant, wenn Versicherungen die
Zahlung verweigern, weil man die Arbeitszeit überzogen hat. "Ja, in dem
Zustand ist es ja auch klar, dass Sie den Unfall nicht verhindern
konnten..."
meckerziege schrieb:> Ja schön wärs... Hier sitzen aber eher die Highperformer herum die nach> oben wollen (und auch dorthin kommen!).
Bei dem Spiel muss man aber nicht mitspielen. Man darf sich da von den
karrieregeilen Kollegen nicht anstecken lassen. Sollen die ruhig ihr
Ding machen, ich mach meins. Am Ende haben die nur ihre Arbeit im Leben,
sind zweimal geschieden und kennen ihre Kinder nicht.
meckerziege schrieb:> Ja, da beschweren sich die Leute vollkommen zurecht. Es führt zu> dauerhafter innerer Anspannung, viele die das ignorieren gehen gerne für> ihren Job bis in den Burnout!>> Das Wissen darüber, dass ich heute Abend unbedingt nochmal in die Mails> schauen muss, verhindert ziemlich effektiv ein geistiges abschalten und> entspannen.> Na, ob der übergenaue und hinterlistige Kollege X wieder geschrieben> hat?> Wie wohl der Chef den Bericht finden wird?>> Tja, dann schaust du deine Mails an und stellst fest: Morgen wird ein> beschissener Tag. Das versaut dir dann den Abend, du nimmst die Probleme> mit in die Nacht, was sich gerne auch auf den Schlaf auswirken kann.
Da gibt es aber auch einige Studien, die dieser These klar
widersprechen. Das ist auch irgendwie logisch: Wenn man einer wie von
dir beschriebenen Stresssituation ausgesetzt ist, hilft es auch nicht
wirklich, wenn man abends keine Mails mehr checkt. Das Problem nimmt man
so oder so nach Hause.
Ob die Gewissheit dann besser oder schlechter ist kommt auf die konkrete
Situation an.
Claidheamh schrieb:> Wenn man einer wie von dir beschriebenen Stresssituation ausgesetzt ist,> hilft es auch nicht wirklich, wenn man abends keine Mails mehr checkt.
Doch, denn man hat am Wochenende innerlich abgeschaltet, erholt sich und
denkt an Alles, nur nicht an die Arbeit. Das geschieht erst wieder
Montag früh, wenn der Wecker klingelt.
Qwertz schrieb:> Doch, denn man hat am Wochenende innerlich abgeschaltet, erholt sich und> denkt an Alles, nur nicht an die Arbeit. Das geschieht erst wieder> Montag früh, wenn der Wecker klingelt.
Ein Wochenende soll dafür reichen? Das glaube ich nicht. Normalerweise
dauert es selbst im Urlaub mindestens eine Woche, bis man die Probleme
auf der Arbeit wirklich mehr oder weniger vergessen hat. Und an die
Arbeit denkt man schon wieder drei bis vier Tage vor Ende des Urlaubs.
Außerdem war doch von abends die Rede - nicht vom Wochenende. Am
Wochenende passiert doch eh nicht viel.
Bitte nicht falsch verstehen: Ich bin überhaupt kein Fan von ständiger
Erreichbarkeit. Im Gegenteil. Wir haben uns so eingestellt, dass es
überhaupt nicht nötig ist, außerhalb der Arbeitszeiten erreichbar zu
sein. Im Kundendienst haben wir ein kleines Schichtsystem für ein paar
wenige Mitarbeiter eingerichtet, damit wir die Erreichbarkeit tagsüber
sicherstellen können. Und alles andere wird in der Arbeitszeit erledigt.
Wir überlegen sogar, mal mit dem 6-Stunden-Tag nach schwedischem Modell
zu experimentieren.
Qwertz schrieb:> Claidheamh schrieb:>> Wenn man einer wie von dir beschriebenen Stresssituation ausgesetzt ist,>> hilft es auch nicht wirklich, wenn man abends keine Mails mehr checkt.>> Doch, denn man hat am Wochenende innerlich abgeschaltet, erholt sich und> denkt an Alles, nur nicht an die Arbeit. Das geschieht erst wieder> Montag früh, wenn der Wecker klingelt.
Ich habe das Gefühl, irgendwann haben Leute das als ihre Pflicht
verstanden. Tür hinter sich geschlossen - jeder Gedanke an Arbeit
widerspricht dem kategorischen Imperativ. Das scheint mir heute eher
aufzuweichen. Ob der Untergang des Ostblocks da eine Rolle spielt?
Was kann man aus dieser Diskussion erschließen?
Der Karren ist eigentlich hoffnungslos verfahren.
Ich kann mich an eine Ära erinnern wo man kaum bis zum nächsten Tag
warten konnte weil die Projekte so interessant waren. Allerdings war
Global Trade/Produktion noch kein wichtiges Thema. Natürgemäß verging
bis zur Vollendung eines Projekts viel mehr Zeit. Dadurch ließen sich
oft Fehler erkennen die in der schnellebigen Zeit oft nicht mehr behoben
werden können. E-mail gab es auch noch lange nicht und man hatte einen
geregelten Arbeitstag, streng getrennt zwischen Arbeit und Freizeit. Es
war eine viel angenehmere Zeit.
Dieser Zeiten plagen wir uns alle herum obsolete Produkte mit viel
Schweiß und Stress zu erstellen um die sich die kaufende Öffentlichkeit
schon nach drei Monaten nicht mehr interessiert. Siehe Smartphones.
Irgendwie stößt so ein internationales Wirtschaftsmodell, wie wir es
heutzutage haben, die grundsätzliche Menschenwürde mit den Füßen. Es ist
eigentlich nicht mehr viel anders wie im Mittelalter wo die reichen
Herrscher die Armen ausbeuteten und ausquetschten.
Ich kann mir nicht mehr vorstellen, daß wir als Menschheit den Weg
zurückfinden und menschenwürdige Möglichkeiten nicht nur für die
Elitären zu ermöglichen. Die globale Wirtschaft hat ihr hohes Ziel nicht
erreicht.
Für die älteren unter Euch: ich kann mich an eine Zeit erinnern, die gar
noch nicht solange zurück liegt, wo alle Komponenten in Europäischen
Produkten mit europäisch hergestellten Bestandteilen bestückt waren.
Heute kann man der Platine eines Elektronikprodukts kaum noch "Made in
Germany" ansehen.
Schöne, Neue Welt, nicht wahr?
Gerhard O. schrieb:> Irgendwie stößt so ein Wirtschaftsmodell, wie wir es heutzutage haben,> die grundsätzliche Menschenwürde mit den Füßen.
Keine Worte. Das System ist noch das selbe, nur steht man nicht mehr so
gut darin da...
meckerziege schrieb:> Dann sehe ich die Leute, die bei uns 50-60 Stunden in der Woche machen,> "Vertrauensarbeitszeit" haben wir, d.h. der Chef sieht dann nur die> 40h/Woche. Die Kollegen, freiwillig schon im Schnitt 45h/Woche anwesend,> müssen sich dann gerechtfertigen, warum sie weniger Output erreichen wie> zuvor genannter Kollege.>> Perfekt. Die Mitarbeiter sind gegeneinander ausgespielt, jeder versucht> den anderen in Selbstausbeutung zu übertreffen.>> Und ja, ich will mich von diesem ganzen auch nicht ausnehmen. Bin da> leider auch schon zu tief drin...
Dito. Ich mach den Scheiß seit 8 Jahren, bin im Team quasi der einzige
der geblieben ist, der Rest hat durchgewechselt. Immer wieder bekommt
man eine Karotte vor die Nase gehalten und dann wird es doch nichts. Ja
du bekommst die Projektleitung und auch die Teamleitung, wenn Projekt X
ein Erfolg wird und die Leute Leistung Y bringen. Machen tue ich das
schon die ganze Zeit, die Verantwortung liegt bei mir und ich hab auch
entsprechend viele unbezahlte Stunden, da Teile meines Gehalts an die
Projekterfolge gebunden sind. Die Bezahlung ist ganz OK, wenn man aber
die unbezahlten Stunden rausrechnet, dann eher nicht mehr. Ich bin jetzt
seit 14 Jahren SW-Entwickler, seit 8 Jahren in der Firma, leider keine
Karriere gemacht. Jetzt kam man auf die Idee mich zum Senior Entwickler
befördern zu wollen, ist nur nicht das was ich möchte, denn ich
entwickle nur noch zu maximal 30% und es sieht extrem Scheiße aus nach 8
Jahren. Die Frage warum ich nur Entwickler bin und nicht offiziell was
anderes, durfte ich mir in Vorstellungsgesprächen schon oft genug
anhören.
Ich wäre auch schon weg dort, aber sowas richtig besseres hat sich
leider nicht aufgetan bisher. Noch dazu habe ich 1-2 Tage Homeoffice in
der Woche, die brauche ich familiär bedingt auch und das scheint leider
noch ein NoGo zu sein.
Claidheamh schrieb:> Da gibt es aber auch einige Studien, die dieser These klar> widersprechen.
Dann kannst du bestimmt zu unserer Belustigung auch ein paar Links zu
solchen Studien reinstellen....
genervt schrieb:> Dann kannst du bestimmt zu unserer Belustigung auch ein paar Links zu> solchen Studien reinstellen....
1 Minute googlen sollte selbst dir nicht zu viel Arbeit sein.
Was macht ihr denn alle am Sonntag-Abend um 1/4 10 Uhr noch hier?
Auf, auf -in die Autos, an die Werkbänke und Fließbänder, um neue
Schreibtische für die Wirtschaftslenker und -denker herzustellen!
Flexible Arbeitszeiten sind gefordert! Keine Müdigkeit vorschützen -der
Tag hat 24 Stunden und Nachts brennt Licht!
MfG Paul
Claidheamh schrieb:> genervt schrieb:>> Dann kannst du bestimmt zu unserer Belustigung auch ein paar Links zu>> solchen Studien reinstellen....>> 1 Minute googlen sollte selbst dir nicht zu viel Arbeit sein.
Du hast das Maul aufgerissen, also musst du auch liefern.
Einfach eine Quellengabe machen, wie du es in deiner Abschlußarbeit
gelernt hast - du hast doch einen Abschluß?
genervt schrieb:> Du hast das Maul aufgerissen, also musst du auch liefern.
Nö, muss ich nicht.
genervt schrieb:> Einfach eine Quellengabe machen, wie du es in deiner Abschlußarbeit> gelernt hast - du hast doch einen Abschluß?
Wenn du einen Abschluss hättest wüsstest du auch, dass du nicht
persönlich werden dürftest, wenn du wissenschaftlichen Anspruch erwarten
möchtest. Da du es nicht tust bekommst du den auch nicht.
genervt schrieb:> Claidheamh schrieb:>> genervt schrieb:>>> Dann kannst du bestimmt zu unserer Belustigung auch ein paar Links zu>>> solchen Studien reinstellen....>>>> 1 Minute googlen sollte selbst dir nicht zu viel Arbeit sein.>> Du hast das Maul aufgerissen, also musst du auch liefern.>> Einfach eine Quellengabe machen, wie du es in deiner Abschlußarbeit> gelernt hast - du hast doch einen Abschluß?
Kennst du das Sprichwort nicht: "Streite dich nicht mit I_ioten?" Oder
brauchst du diese "Konversation" mit dem wirklich?
TS schrieb:> meckerziege schrieb:>> Dann sehe ich die Leute, die bei uns 50-60 Stunden in der Woche machen,>> "Vertrauensarbeitszeit" haben wir, d.h. der Chef sieht dann nur die>> 40h/Woche. Die Kollegen, freiwillig schon im Schnitt 45h/Woche anwesend,>> müssen sich dann gerechtfertigen, warum sie weniger Output erreichen wie>> zuvor genannter Kollege.>>>> Perfekt. Die Mitarbeiter sind gegeneinander ausgespielt, jeder versucht>> den anderen in Selbstausbeutung zu übertreffen.>>>> Und ja, ich will mich von diesem ganzen auch nicht ausnehmen. Bin da>> leider auch schon zu tief drin...>> Dito. Ich mach den Scheiß seit 8 Jahren, bin im Team quasi der einzige> der geblieben ist, der Rest hat durchgewechselt. Immer wieder bekommt> man eine Karotte vor die Nase gehalten und dann wird es doch nichts. Ja> du bekommst die Projektleitung und auch die Teamleitung, wenn Projekt X> ein Erfolg wird und die Leute Leistung Y bringen. Machen tue ich das> schon die ganze Zeit, die Verantwortung liegt bei mir und ich hab auch> entsprechend viele unbezahlte Stunden, da Teile meines Gehalts an die> Projekterfolge gebunden sind. Die Bezahlung ist ganz OK, wenn man aber> die unbezahlten Stunden rausrechnet, dann eher nicht mehr. Ich bin jetzt> seit 14 Jahren SW-Entwickler, seit 8 Jahren in der Firma, leider keine> Karriere gemacht. Jetzt kam man auf die Idee mich zum Senior Entwickler> befördern zu wollen, ist nur nicht das was ich möchte, denn ich> entwickle nur noch zu maximal 30% und es sieht extrem Scheiße aus nach 8> Jahren. Die Frage warum ich nur Entwickler bin und nicht offiziell was> anderes, durfte ich mir in Vorstellungsgesprächen schon oft genug> anhören.>> Ich wäre auch schon weg dort, aber sowas richtig besseres hat sich> leider nicht aufgetan bisher. Noch dazu habe ich 1-2 Tage Homeoffice in> der Woche, die brauche ich familiär bedingt auch und das scheint leider> noch ein NoGo zu sein.
Dir ist das Prinzip bei deinem jetzigen AG wohl noch nicht klar? Du bist
auf der Stelle goldrichtig, keiner kann das besser als du, deswegen
wirst du da auch gehalten und nicht befördert. Finde einen fähigen
Nachfolger für dich und du darfst aufsteigen, oder lass den für dich
finden! So in etwa stelle ich mir dein Dilemma bildlich vor!
Wo willst du dazu noch etwas Besseres mit gleicher Tätigkeit finden?
Positionswechsel nach oben geht nur im gleichen Unternehmen, fast nie
bei einem Wechsel. Denn da trauen dir deine zukünftigen Chefes zu wenig
zu, weil sie sich ja auf die Risiken deines vorherigen AG verlassen
wollen.
Wenn du dich aber für so gut hälst, warum dann die vielen und noch dazu
unbezahlten Ü-Std.?
Du bist ein Profi als Fachmann in Technik und kein Manager, also nichts
mit Menschenführung und -Leitung, stimmts? Du wirst gelenkt und geführt,
die Aufgaben der Arbeit haben dich voll im Griff, da ist kein Freiraum
mehr für Gedanken- und Führungsspielchen?
In VG bist du auch nicht schlagfertig und redegewandt, versuche nicht
weiter dein Glück in der Ferne oder im Wechsel. Mache dich selbstständig
und verkaufe deine Leistung beim jetzigen AG gegen reichlich Aufschlag,
anders wird das Nichts.
Wobei dich deine jetzigen Chefs ja auch voll in der Hand haben? Ein
längerer Urlaub mit dem Freiräumen des Oberstübchens von Altlasten
könnte vllt. mal neue Ideen und realisierbare Fantasien bringen?
Niemand schrieb:> Wenn du dich aber für so gut hälst, warum dann die vielen und noch dazu> unbezahlten Ü-Std.?
Kommt drauf an, wie man gut definiert. Ich bin nicht auf dem
allerneusten Stand und renne auch nicht jeder hippen Sau hinterher, die
Architekturmäßig mal wieder durchs Dorf getrieben wird. Meine Qualitäten
sind eher das langfristige Denken oder eben Out of the Box, aber nein
ich verschwende meine Zeit damit, den Leuten hinterher zu rennen, dass
sie ihre Projektzeiten buchen und das in Meetings abgesprochene auch
wirklich Umsetzen.
Warum die Überstunden? Weil es hier keine wirkliche Planung gibt, wenn
sich einer ausdenken wie lange was dauert, dann ist das meistens Sales.
Die versprechen dann beim Kunden schon wieder dieses und jenes auf
irgendwelche Zeitpunkte. Oder ich muss auf andere Abteilungen warten.
Hier greift nicht die Aussage man schafft die Arbeit nicht, weil man zu
langsam ist. Es sind einfach total falsche Vorstellungen. Á la kannst du
mal Feature A bauen, dann muss ich eine Stunde lang die Anforderungen
aus der Nase ziehen, dann kommt eine grobe Schätzung von 6-8 Stunden für
Entwicklung, Review, Test, Abnahme und anschließend Rollout, leider
fällt man dann aus allen Wolken, weil man dachte das wird in einer
halben Stunde bis Stunde fertig.
> Du bist ein Profi als Fachmann in Technik und kein Manager, also nichts> mit Menschenführung und -Leitung, stimmts? Du wirst gelenkt und geführt,> die Aufgaben der Arbeit haben dich voll im Griff, da ist kein Freiraum> mehr für Gedanken- und Führungsspielchen?
Mein Chef hat es auch nicht so mit Führung, deswegen hat er das ja mir
überlassen. Ich werde weder gelenkt, noch geführt, man legt es einfach
in meine Verantwortung und gut.
> In VG bist du auch nicht schlagfertig und redegewandt, versuche nicht> weiter dein Glück in der Ferne oder im Wechsel. Mache dich selbstständig> und verkaufe deine Leistung beim jetzigen AG gegen reichlich Aufschlag,> anders wird das Nichts.
Das funktioniert hier leider nicht, da hat der Mutterkonzern ein Problem
damit.
> Wobei dich deine jetzigen Chefs ja auch voll in der Hand haben? Ein> längerer Urlaub mit dem Freiräumen des Oberstübchens von Altlasten> könnte vllt. mal neue Ideen und realisierbare Fantasien bringen?
Das mag sein, aktuell habe ich aber noch Resturlaub von letztem Jahr
offen, einen Urlaub dieses Jahr habe ich immer wieder verschoben,
demnächst stehen aber mal zwei Wochen an. Wobei ich da mittlerweile
privat sehr eingespannt bin, da man doch sehr viele wichtige Dinge auf
den Urlaub legt.
genervt schrieb:> Es geht weiter...
Danke! Tausend Dank für Deine Links. Etwas Spannenderes habe ich noch
nie gelesen. Halte uns bitte über die neuesten Entwicklungen stets auf
dem Laufenden.
Einen so unermüdlichen Kämpfer wie Dich, dem selbst der
Sonntag-Vormittag nicht zu schade ist -dem gebührt Lob, Dank und
Anerkennung in einem Maß, wie ich sie nicht näherungsweise aufzubringen
vermag.
(Bitte -fühle Dich nicht verarscht, denn das Gefühl würde nicht trügen)
Gerhard O. schrieb:> Für die älteren unter Euch: ich kann mich an eine Zeit erinnern, die gar> noch nicht solange zurück liegt, wo alle Komponenten in Europäischen> Produkten mit europäisch hergestellten Bestandteilen bestückt waren.
Und zwar egal, wo dich auf der Welt befunden hast. Sobald es um Technik
ging war anfangs stets Europa drin. Ungefähr mit der Jahrhundertwende
kam Amerika hinzu. In den 70ern dann Japan, ab da ging das Heulen und
Zähneklappern verlorener Dominanz los.
Mal aus chinesischer Perspektive gesehen: Da sind viele Geräte
chinesischen Ursprungs, weitgehend in China gefertigt und mit vielen
chinesischen Bauteilen bestückt (bei der Software hapert es noch). Also
ist weitgehend alles beim Alten. Nur der Ort hat gewechselt.
Hätte der Westen seine Dominanz mit Zähnen und Klauen verteidigen
sollen? Also nur Exporte fertiger Verbrauchsgüter zulassen sollen? Nicht
aber von Maschinen zur Herstellung von Produkten, Lizenzherstellung etc.
Vom direkten Knowhow-Verkauf ganz zu schweigen.
Es hätte sicherlich geholfen, wenn man auf dem skizzierten Weg durch die
Geschichte keine 2 vernichtenden Bürgerkriege geführt hätte - wenn ich
hier den Westen mal zusammenfassen darf und die Weltkriege
dementsprechend als Bürgerkriege des Westens betrachte (ohne den
Pazifikkrieg). Und mit den 3. Reich verlor speziell Deutschland seine
führende Rolle in Wissenschaft und Technik.
● J-A V. schrieb:> Samstags gehört Vati mir!
Aber nur jedes zweite Wochenende, weil geschieden. Auch das hat sich
gegenüber jener Zeit geändert, in der dieser Slogan aufkam.
genervt schrieb:> und hat es prompt in die Tagesschau geschafft
Was spricht eigentlich dagegen, dass Leute ihre Meinung äussern? Und es
aufgrund einer gewissen Bedeutung in die Tagesschau schaffen. Du musst
deshalb nicht zwangsläufig der gleichen Ansicht sein und auch du darfst
davon Kund tun. Und du musst auch nicht gleich "hier" rufen, bloss weil
eine Lobby nach ihren Stachanows ruft.
Oder übernimmst du aus alter Gewohnheit alles als eigene Ansicht, was
irgendwer irgendwo öffentlich sagt? Weil der Zensor schon dafür sorgen
wird, dass nur das, was im Interesse der werktätigen Bevölkerung ist,
auch durch diesen Filter dringt?
Nicht diese Äusserung ist das Problem. Sondern dass vorzugsweise diese
eine Seite von der Politik erhört wird.
A. K. schrieb:> Und mit den 3. Reich verlor speziell Deutschland seine> führende Rolle in Wissenschaft und Technik.
Nö, gerade während des Dritten Reiches konnte Deutschland Wissenschaft
und Technik vorantreiben: Infrastruktur (Autobahnen, Flugwesen,
Fernmeldesysteme, Bahnelektrifizierung) (Analog-)Computertechnik,
Raketentechnik, Düsentriebwerke, Hubschrauber, Fernsteuerungen,
Fernsehtechnik, synthetische Treibstoffe,
Elektronnmikroskop,Zyklotron,... .
Davon profitierten nach dem Ende des dritten Reiches die Kriegsgegner
indem sie Anlagen und KnowHow aus Deutschland wegtransferierten.
Berufsrevolutionär schrieb:>> Und mit den 3. Reich verlor speziell Deutschland seine>> führende Rolle in Wissenschaft und Technik.>> Nö, gerade während des Dritten Reiches konnte Deutschland Wissenschaft> und Technik vorantreiben:
In den 30ern gab es einen massiven brain drain. Wer vorher Deutsch
lernte, nach Deutschland kam, um in der Wissenschaft weiter zu kommen,
der lernte von nun an Englisch. Die entscheidende Wende kam nicht 1945
sondern 1933. Dass das in der Praxis nicht von heute auf morgen
umschwenkt ist klar.
Es ist auch nicht in jeder Branche gleich. Raketentechniker und
Flugzeugbauer blieben und arrangierten sich. Die Physiker flohen.
Generell: Die Techniker blieben, aber von den Wissenschaftlern flohen
viele.
A. K. schrieb:>> Hätte der Westen seine Dominanz mit Zähnen und Klauen verteidigen> sollen?
Es hätte schon viel geholfen, wenn wir als Gesellschaft unseren
Selbsterhaltungstrieb nicht verteufelten und uns als Gesellschaft nicht
selbst vernichten. Neben vielen weiteren Punkten beschränke ich mich im
Wesentlichen auf das von Dir Angesprochene:
. Chinesische Billigimporte zu Lasten der eigenen Binnenwirtschaft
. Ideologisch motivierte Handelsabkommen und Wirtschaftshilfe (zB Klima)
. Ein Familienrecht (und zu teilen auch Steuerrecht), dass Zusammen mit
den heutigen Vorstellungen der Menschen die "Fortführung" der
Gesellschaft unter ähnlichen Bedingungen nicht nur in Frage stellt,
sondern torpediert. Dh, die Gesellschaft hat in Summe nicht nur kein
Interesse an Ihrem Fortbestand mitsamt Idealen, sondern sie versucht
sich selbst abzuschaffen.
> Es hätte sicherlich geholfen, wenn man auf dem skizzierten Weg durch die> Geschichte keine 2 vernichtenden Bürgerkriege geführt hätte - wenn ich> hier den Westen mal zusammenfassen darf und die Weltkriege> dementsprechend als Bürgerkriege des Westens betrachte (ohne den> Pazifikkrieg).
Mh, na ich weiß nicht so richtig...
> Und mit den 3. Reich verlor speziell Deutschland seine> führende Rolle in Wissenschaft und Technik.
Seit dem ist uns die geistige Diversität abhanden gekommen und es wird
geistig immer mehr im Gleichschritt marschiert. Heute mehr denn je.
Nahezu unglaublich, was uns damals abhanden gekommen ist.
Hier ist mal eine Theorie von mir (gerade eingefallen):
In den 70igern kommt ausgerechnet das "mono-kulturelle" Japan in Fahrt.
Dabei hatte die BRD reichlich Vorsprung durch den Marschallplan. Die
Entwicklung hält bis heute an.
Das aufkommende China ist unter dem Aspekt ebenfalls eher
mono-kulturell.
Und wenn man den Begriff etwas weiter fasst, als Ideale und Werte, dann
war meiner Ansicht nach die USA in den 90ern "mono-kultureller", als wir
heute.
Die Argumentation der obigen Artikel zur Flexibilität der Arbeitszeit
klingen so, als ob wir uns auf einem guten Wege befinden und die
Flexibilisierung der Arbeitszeit ein weiterer Schritt auf dem gerade
eingeschlagenen Weg ist. Deshalb habe ich, obgleich ich der
Flexibilisierung weniger kritisch gegenüberstehe, Zweifel an den
Intentionen und der praktischen Auslebung.
Lars R. schrieb:> dann war meiner Ansicht nach die USA in den 90ern "mono-kultureller",> als wir heute.
Ausgerechnet... Schau dich mal an der Spitze der grossen US-Konzerne um.
Also beispielsweise bei Сергей Михайлович Брин (aka Sergey Brin, Google)
und సత్య నాదెళ్ల (aka Satya Nadella, Microsoft). Die waren damals
Einwanderer aus fremden Kulturkreisen.
A. K. schrieb:> Lars R. schrieb:>> dann war meiner Ansicht nach die USA in den 90ern "mono-kultureller",>> als wir heute.>> Ausgerechnet... Schau dich mal an der Spitze der grossen US-Konzerne um.> Also beispielsweise bei Сергей Михайлович Брин (aka Sergei Brin, Google)> und సత్య నాదెళ్ల (aka Satya Nadella, Microsoft). Die waren in den 90ern> Einwanderer aus fremden Kulturkreisen.
Eben, genau, ausgerechnet! Und sind die heute geistig immer noch in
ihrem vorherigen Kulturkreis, oder sind das heute durch und durch
Amerikaner (teils auch im negativen Sinne)?
A. K. schrieb:> ● J-A V. schrieb:>> Samstags gehört Vati mir!>> Aber nur jedes zweite Wochenende, weil geschieden. Auch das hat sich> gegenüber jener Zeit geändert, in der dieser Slogan aufkam.
hehe zu der Zeit durfte die Frau
nur mit Zustimmung des Mannes arbeiten
haha DAS waren noch Zeiten :)
OT:
und Arbeitslose konnten zwangsverpflichtet werden.
z.B. zum Schneeschippen, Strassenfegen und so.
Über was regt man sich also auf?
;)
A. K. schrieb:> genervt schrieb:>> und hat es prompt in die Tagesschau geschafft>> Was spricht eigentlich dagegen, dass Leute ihre Meinung äussern?
Es gab bis dato nur eine DPA-Meldung und das hat dann gleich den
Nachrichtenwert, dass es in der größten Propagandasendung landet. Ein
Schelm....
A. K. schrieb:> Berufsrevolutionär schrieb:>>> Und mit den 3. Reich verlor speziell Deutschland seine>>> führende Rolle in Wissenschaft und Technik.>>>> Nö, gerade während des Dritten Reiches konnte Deutschland Wissenschaft>> und Technik vorantreiben:>> In den 30ern gab es einen massiven brain drain. Wer vorher Deutsch> lernte, nach Deutschland kam, um in der Wissenschaft weiter zu kommen,> der lernte von nun an Englisch. Die entscheidende Wende kam nicht 1945> sondern 1933.
Nein, der deutsche Höhenflug war 1945 zu Ende, nicht schon 1933. Auch
wenn es nicht in das ideologische Konzept passt, das Dritte Reich war
erfolgreich in vielen Gebieten des wissenschaftlich/technischen
Fortschrittes. Was aber keinesfalls die Verbrechen relativiert.
> Es ist auch nicht in jeder Branche gleich. Raketentechniker und> Flugzeugbauer blieben und arrangierten sich. Die Physiker flohen.> Generell: Die Techniker blieben, aber von den Wissenschaftlern flohen> viele.
Njein, es flohen die meisten jüdischen Wissenschaftler, genauer gesagt
sie wurden vertrieben. Die anderen Top-Wissenschaftler bspw. Max Planck,
darunter einige spätere Nobelpreisträger wie Walther Bothe blieben. Und
da die Forschung in deutschland nicht ausschliesslich von
"jüdisch-stämmigen" Personen geprägt war, kam es zwar zu Behinderungeng,
aber keinesfalls zu einer Stagnation oder gar Rückgang in der Forschung.
Und schon damals war deutsch nur eine der Sprachen in der
Wissenschaftler ihre Ergebnisse publizierten, die Curies schreiben
französisch; Niels Bohr arbeitet in Manchesetr und Cavendish bei
Rutherford. Die Physik-Nobelpreise gingen schon immer gut gemischt in
alle Welt, auch in die USA (1923, 1927, 1936) und ins UK
(1927,1928,1933).
Auch die Ruhezeit zwischen zwei Arbeitstagen solle von elf auf neun
Stunden verkürzt werden.
Quelle:
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/8-stunden-tag-wirtschaftsweise-wollen-flexible-arbeitszeiten-15288666.html
Neun Stunden Ruhezeit, davon muss man noch auch mal 2,5 Fahrtzeit
(Zumutbar laut Arbeitsamt) abziehen.
Dazu noch 1 Stunde für Körperflege, Essenzubereitung und
Nahrunsgaufnahme macht 5,5 Stunden Zeit für Schlaf.
Aber starre 8 Stunden pro Tag sind veraltet, stimmt, die meisten
arbeiten wohl jetzt schon flexibler.
Berufsrevolutionär schrieb:> das Dritte Reich war> erfolgreich in vielen Gebieten des wissenschaftlich/technischen> Fortschrittes.
Ein international konkurrenzfähiger Wissenschaftsstandort ist
langfristig unter NS-Ideologie, insbesondere wie sich schließlich
entfaltet hat, nur schwer vorstellbar. Ich vermute nicht, dass es hätte
so kommen können.
Das 3. Reich hat von dem profitiert, was zuvor war.
Hinsichtlich der Technik ist und war es wie mit jedem Staatsgetriebenen
Wachstum. Wohin damit? Vgl. militärisch-industrieller Komplex USA.
TV-Technik mag noch zivilen Nutzen haben. Auch die Düsentriebwerke, aber
für diese wird es hinsichtlich Käufern in einem NS-Deutschland schon
schwierig.
Ich denke, es sind einmal ein paar Ansagen angebracht:
-Niemand, der vor 1972 in der DDR geboren wurde, hat das Recht, auch nur
einen Hauch von Kritik an den jetzigen Zuständen zu üben. Er war nämlich
1990 mindestens 18 Jahre alt und volljährig. Trotzdem hat er sein
Heimatland für 3 Silberlinge verkauft. Dafür gebührt ihm jeden Sonntag
ein schwungvoller Tritt seiner Töchter und Söhne in den Arsch, wenn sie
sich zur Arbeit >500km weit in den Westen aufmachen müssen.
-Niemand, der sich nur per Internet mit den geringfügigsten Gegenständen
versorgt, hat das Recht, das Fehlen von Einkaufsmöglichkeiten in den
Städten zu kritisieren.
-Niemand, der die offenen Türen und Tore gutheißt, hat das Recht,
irgendeine Kritik an fehlenden Mitteln für Infrastruktur, Schulen etc.
zu üben. Für diese Leute können jedwede Steuern nicht hoch genug
bemessen werden.
U-Bahn Verkehr Venedig schrieb:> Trotzdem hat er sein Heimatland für 3 Silberlinge verkauft.
War das der Tarif? Oh je! Sogar Judas tat es nicht unter 30. ;-)
Ich meine indes, es wären 100 DM gewesen.
U-Bahn Verkehr Venedig schrieb:> Trotzdem hat er sein> Heimatland für 3 Silberlinge verkauft.
Das sagt sich hinterher leicht. Ich halte den Menschen zu Gute, dass sie
es nicht besser wussten. Weiterhin benötigt man Menschen, die es
tatsächlich besser machen. Es war hektisch. Eine Staatsgründung kann man
auch in den Sand setzen. So schlecht ist es tatsächlich dann auch wieder
nicht gelaufen.
Nach meiner Erinnerung war die Informationslage 1990 eher dünn. Jedoch,
spätestens 8 Jahre später war die Lage eindeutig.
>Tritt seiner Töchter und Söhne treten [...], wenn sie>sich zur Arbeit >500km weit in den Westen aufmachen müssen.
Auch jetzt ist die Lage eindeutig. Und? Welche dieser Töchter und Söhne
würde für die Abschaffung der Pendlerpauschale stimmen, um langfristig
zu einer Besserung der Zustände beizutragen? Sollen sich erst einmal
selbst treten...
> Trotzdem hat er sein Heimatland für 3 Silberlinge verkauft.
Heimatland? Was ist denn das für ein völkischer Käse? Bist du von
nationalen Sozialisten der Links-Partei?
Ich schrieb:> Auch die Ruhezeit zwischen zwei Arbeitstagen solle von elf auf neun> Stunden verkürzt werden.>> Quelle:> http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/8-stunden-tag-wirtschaftsweise-wollen-flexible-arbeitszeiten-15288666.html>> Neun Stunden Ruhezeit, davon muss man noch auch mal 2,5 Fahrtzeit> (Zumutbar laut Arbeitsamt) abziehen.
Dient wohl dazu, dass die Rentenempfänger geringer werden durch
vermehrtes frühzeitiges Versterben durch Krebs, Herzinfarkt, (selbst
verschuldeten) Autounfall. Die Wirtschaftswaisen wissen wie es gemacht
wird.
Dago schrieb:> Cha-woma M. schrieb:>> Man hat einen Vertrag bei dem man verpflichtet ist in der Woche z.B. bis>> zu 60 Stunden zu leisten.>> Feste Arbeitszeiten gibt´s nicht!>> Gibt`s nix zu tun, so erhält man nur eine Bereitschaftspauschale, oder>> gleich gar nix.>> Sowas gibt es in GB, nennt sich "Zero-hour-Verträge" oder so ähnlich.>> Da haben wir es noch richtig gut.>> genervt schrieb:>> Du sollst laut der Forderung abends, nachdem du deine Kids ins Bett>> gebracht hast, noch mal deine Mails "checken" dürfen (Weil du ja so>> einen unheimlich wichtigen Job hast) und am Nächsten Morgen um 7:00>> trotzdem schon im Büro antreten dürfen.>> Solange die Unternehmen wissen, wie viel Angst ihre Arbeitnehmer vor> einem Jobverlust haben, können sie damit spielen. Auch wenn sie niemals> vor haben, wegen so etwas zu kündigen (geht so einfach auch gar nicht).> Wenn man das Spiel nicht mitspielt, hat sich das also schnell erledigt.
Im Handel gibts das doch auch schon bei uns. Es ist daher nur eine
Frage, bis man die höher Qualifizierten in Deutschland auch da hin
treibt. Natürlich dann mit Scheinargumenten, wie: "Die Genration XYZ
will flexibel arbeiten" oder "Die Digitalisierung braucht das" oder
"Deutschland muss wieder Wettbewerbsfähiger sein".
https://de.wikipedia.org/wiki/Null-Stunden-Vertrag
Die Ausbeuter von H&M lassen mindestens 41% der Belegschaft als moderne
Tagelöhner arbeiten.
http://www.zeit.de/2017/29/h-und-m-mitarbeiter-betriebsrat-kuendigung-arbeitsbedingungen/seite-4
Und nein, das ist kein Boykottaufruf, aber ein Boykottvorschlag (Frei
nach Oliver Welke).
Es ist einfach erstaunlich, wie die Arbeitnehmerrechte wegen der
"Wettbewerbsfähigkeit" immer mehr ausgehöhlt werden. Auch wenn es heute
mit Anglizismen verschönert ist (Zero-Hour/Flex-Vertrag) so bleibt es
doch auf gut Deutsch: Tagelöhnerei.
Gäbe es doch eine Arbeiterpartei ...
Meine Frau bekam heute ein Job Angebot vom Filial-Leiter einer
Supermarkt Kette.
Wenn sie Zeitlich flexibel sei könne er sie 3x 4 Stunden pro Woche
beschäftigen. Sie müsse dann aber immer eine Stunde vorher da sein und
darf erst gehen, wenn die Arbeit erledigt sei.
Stundenlohn wäre 6 Euro, wenn man mal von 5 Stunden pro Tag aus geht.
Mitarbeiter warnten allerdings, dass es in der Praxis eher noch 1-2
unbezahlte Stunden mehr werden. Und zwar jeden Tag.
Das ist Ausbeutung Pur!
Die Forderung ist doch schon ein alter Hut und wird ja schon längst
umgesetzt mit 24/7, Splitschichten, usw.
Noch mehr Flexibilisierung? Kein Problem, ich will 100k oder am besten
gleich 1000k im Jahr verdienen. Was Schumi bei einem Rennen verdient
hat, will ich auch verdienen. Alles nur Verhandlungssache :-)
> Stundenlohn wäre 6 Euro, wenn man mal von 5 Stunden pro Tag aus geht.> Mitarbeiter warnten allerdings, dass es in der Praxis eher noch 1-2> unbezahlte Stunden mehr werden. Und zwar jeden Tag.
Die Story glaube ich Dir nicht ... und falls doch hätte es geknallt
wegen Mindestlohngebot - glaub mir, das wird nicht billig für die Firma.
Cha-woma M. schrieb:> Na, wer sagt`s den!
Bislang ist das nicht mehr als "Der Cha-woma hat gesagt, er würde gerne
100.000€ pro Monat verdienen". Nur landet das nicht in der Tagesschau,
denn das weiss sowieso schon jeder. ;-)
Ein Grund, weshalb ich keine Tagesschau sehe, ist die ätzende Sammlung
an "X hat von Y gefordert, dass ...". Egal ob das von Arbeitgebern,
Wirtschaftsweisenknaben oder Gewerkschaften kommt. Relevant wird das
erst, wenn es in die echte politische Diskussion kommt. Was hier noch
nicht der Fall ist.
A. K. schrieb:> weshalb ich keine Tagesschau sehe
geht mir auch so.
zuman das, was passiert, sowie so nicht verhinbdert werden kann.
Man bekommt schon Nachrichten genug mit, ohne sich etra dazu vor die
Proleten-Leuchte zu setzen, das reicht schon.
Stefan U. schrieb:> Das ist Ausbeutung Pur!
Warum? Wird sie gezwungen dort zu arbeiten oder was?
Die einzigen Supermärkte die hier ranzig bezahlen, sind die
Einzelinhaber-Edeka/Rewe Läden, beim Rest gibts Tarif oder besser.
Abracadabra schrieb:> Die Story glaube ich Dir nicht ... und falls doch hätte es geknallt> wegen Mindestlohngebot - glaub mir, das wird nicht billig für die Firma.
Wenn beim Zoll dazu Beschwerden reinkommen, dann schaut der auch schon
mal vor Ort und beim Chef zu Hause nach, sammelt Ordner und durchpflügt
Datenbestände, mit Grossaufgebot.
> und falls doch hätte es geknallt wegen Mindestlohngebot - glaub mir
nee, glaube ich Dir nicht. Hier in Düsseldorf sind fast alle Angebote
für "niedrige Tätigkeiten" unterhalb des Mindestlohns. Glaub du mir,
dass die Firmen bereits einen Weg gefunden haben, die Vorgaben vom
Gesetzgeber legal zu hintergehen.
Selbst unser Vermieter hat schon versucht, mein Hausmeister-Gehalt auf
unter 10 Euro zu drücken. Da mache ich aber nicht mit.
>> Das ist Ausbeutung Pur!> Warum? Wird sie gezwungen dort zu arbeiten oder was?
Meine Frau wird nicht gezwungen, aber so mancher Harz4 Empfänger wird
dazu gezwungen. Das ist dann der Punkt, wo es an die Würde des menschen
geht.
Abracadabra schrieb:> Die Story glaube ich Dir nicht ... und falls doch hätte es geknallt> wegen Mindestlohngebot - glaub mir, das wird nicht billig für die Firma.
Welche ist gemeint die Sub, die SubSub oder die SubSubSub?
A. K. schrieb:> Relevant wird das> erst, wenn es in die echte politische Diskussion kommt. Was hier noch> nicht der Fall ist.
Wird im Verborgenen durch Lobbyisen gemacht. Keine Sorge, das läuft
schon. Durch die Meldung bist du schonmal vorbereitet
Stefan U. schrieb:> nee, glaube ich Dir nicht. Hier in Düsseldorf sind fast alle Angebote> für "niedrige Tätigkeiten" unterhalb des Mindestlohns. Glaub du mir,> dass die Firmen bereits einen Weg gefunden haben, die Vorgaben vom> Gesetzgeber legal zu hintergehen.
Ganz bestimmt. Wieviel haben denn die Umstände bisher an eine Behörde
gemeldet oder sich an den Betriebsrat - sofern vorhanden - gewendet? 0?
Und dann rumjammern?
Zum Ausbeuten gehören immer zwei und selbst ein Hartz4ler kann seine
Rechte wahrnehmen, aber dazu gehört - wie immer - Eigeninitiative.
Jammern ist einfacher, ein Schuldiger (Lobbyisten im Hinterzimmer)
findet sich immer. Von selbst werden sich die AG nicht bewegen, und sie
überschreiten auch nur die Grenzen, welche die AN erlauben zu
übertreten, nach dem Motto "so lange keiner muckt, ist alles ok".
Wer hat hier feste Arbeitszeiten, keine Gleitzeit und arbeitet also nach
festen Arbeitszeiten?
Die meisten arbeiten eh schon flexibel, statt 35h/Woche auch mal 45h,
dafür auch mal einen Tag Gleitzeit nehmen.
Abradolf L. schrieb:> aber dazu gehört - wie immer - Eigeninitiative.
Dazu braucht es Geld und zum HartzIV Satz gehört nicht einmal Geld für
Arbeitssuche und Bildung, gescheige für das Formulieren der eigenen
Ansprüche durch Lobbyisten in Gesetzen.
Irgendwer schrieb:> Die meisten arbeiten eh schon flexibel, statt 35h/Woche auch mal 45h,> dafür auch mal einen Tag Gleitzeit nehmen.
Das dürfte hier allerdings nicht gemeint sein. Sondern sowas wie die
gesetzliche Obergrenze pro Woche, ausreichend Erholungszeit zwischen
Arbeitsende und -beginn etc.
Da kurze Arbeit zu Hause, etwa abends noch betriebliche Mail anzusehen,
als Arbeitszeit gelten kann, darfst du ggf. am nächsten Tag eigentlich
nicht zur üblichen Bürozeit in die Firma. Weil zu wenig Stunden
dazwischen.
Lutz H. schrieb:> Dazu braucht es Geld und zum HartzIV Satz gehört nicht einmal Geld für> Arbeitssuche und Bildung, gescheige für das Formulieren der eigenen> Ansprüche durch Lobbyisten in Gesetzen.
Für alle rechtlichten Belange kann man Prozesskostenbeihilfe beim
Amtsgericht beantragen und sich einen "Beratungsschein" geben lassen mit
dem man zum Anwalt gehen kann, von da an kann man dem Papierkrieg
entspannt zuschauen und liefert das nach was der Anwalt fordert. Und
schwupps lebt es sich gleich ein paar Größenordnungen entspannter und
kann sich auf andere Dinge fokussieren.
In D gibt es sehr viele Mittel für den kleinen Mann um sich zur Wehr zu
setzen, auch mit schmalen Mitteln, der Wermutstropfen dabei ist
freilich, dass einem nichts davon hinterhergetragen wird, sondern man
initial selbst aktiv werden muss.
Abradolf L. schrieb:> ...kann man dem Papierkrieg> entspannt zuschauen...Abradolf L. schrieb:> Und> schwupps lebt es sich gleich ein paar Größenordnungen entspannter...
Deine Texte klingen wie unter hohen Dosen von Beruhigungsmitteln
verfasst.
Entspannt -während sich die Existenzgrundlagen in Wohlgefallen auflösen.
Keine Fragen mehr.
Herr B. schrieb:> Deine Texte klingen wie unter hohen Dosen von Beruhigungsmitteln> verfasst.>> Entspannt -während sich die Existenzgrundlagen in Wohlgefallen auflösen.>> Keine Fragen mehr.
Tja, ich weiß, dass meine Schilderungen unbequem sind für das
Wohlbefinden einzelner, die es sich in ihrer Jammersuhle bequem gemacht
haben und sich ihre mangelnde Eigeninitiative als Ohnmacht gegenüber
abstrakten Mächten schönreden. Allerdings beruhen sie auf real Erlebtem
und daher weiß ich, dass es auch anders aussehen kann. So ein Amt kann
recht handzahm werden, wenn ein Profi an der Sache dran ist und man
klarmacht sich nicht verarschen zu lassen.
Abradolf L. schrieb:> Tja, ich weiß, dass meine Schilderungen unbequem sind...
Nee, die sind einfach nur immer wieder der gleiche Stuss. Tagein/Tagaus.
Übrigens: Deine Triggerschwelle ist zu niedrig.
:))
Herr B. schrieb:> Deine Texte klingen wie unter hohen Dosen von Beruhigungsmitteln> verfasst.
Wer von euch beiden lebt wohl zufriedener? Derjenige, der angesichts des
drohenden Untergangs permanent die Haare rauft, die schon nicht mehr da
sind? Oder derjenige, der dem gelassener entgegen sieht. Besonders wenn
der dann so pünktlich kommen sollte, wie der Weltuntergang der Zeugen
Jehovas. Der erste Termin war 1914 und nur fast richtig. Aktuell ist er
wohl 2040 vorgesehen.
Abradolf L. schrieb:> Für alle rechtlichten Belange kann man Prozesskostenbeihilfe beim> Amtsgericht beantragen
Für Kosten dieses Antrages ist auch kein Geld im HartzIV Satz
vorgesehen.
A. K. schrieb:> Wer von euch beiden lebt wohl zufriedener? Derjenige, der angesichts des> drohenden Untergangs permanent die Haare rauft, die schon nicht mehr da> sind? Oder derjenige, der dem gelassener entgegen sieht.
"Always Look On The Bright Side Of Life"
https://www.youtube.com/watch?v=SJUhlRoBL8M
Herr B. schrieb:> Abradolf L. schrieb:>> Tja, ich weiß, dass meine Schilderungen unbequem sind...>> Nee, die sind einfach nur immer wieder der gleiche Stuss. Tagein/Tagaus.>> Übrigens: Deine Triggerschwelle ist zu niedrig.> :))
Mitnichten. Gegenargumente kommen keine oder bestreitest du, dass es
diese Mittel gibt? Geht schlecht, sie sind ja schwarz auf weiß
vorhanden. Und solange immer wieder die gleichen Jammerleihern gesungen
werden, muss für Neuhinzugekommene auch die andere Seite der Medaille
beleuchtet werden.
Lutz H. schrieb:> Für Kosten dieses Antrages ist auch kein Geld im HartzIV Satz> vorgesehen.
Sind Zigaretten auch nicht, aber die 10€ die das kostet wird man noch
aufbringen können.
A. K. schrieb:> Wer von euch beiden lebt wohl zufriedener? Derjenige, der angesichts des> drohenden Untergangs permanent die Haare rauft, die schon nicht mehr da> sind? Oder derjenige, der dem gelassener entgegen sieht.
Ich weiß nicht, ob man wirklich singend und tanzend zusehen sollte, wie
hier Alles gegen die Wand gefahren wird. Du scheinst Deine Umwelt auch
nur sektorweise wahrzunehmen. Geh mal raus und sieh Dich um. Nein, da
ist nicht Alles gut in Deutschland.
> Besonders wenn> der dann so pünktlich kommen sollte, wie der Weltuntergang der Zeugen> Jehovas. Der erste Termin war 1914 und nur fast richtig. Aktuell ist er> wohl 2040 vorgesehen.
Mit solchen Sprüchen kannst Du es mal bei Böhmermann oder der sog.
Heute-Show versuchen. DA kommen die gut an.
:((
Abradolf L. schrieb:> Lutz H. schrieb:>> Für Kosten dieses Antrages ist auch kein Geld im HartzIV Satz>> vorgesehen.>> Sind Zigaretten auch nicht, aber die 10€ die das kostet wird man noch> aufbringen können.
Jahaha....
und ich sage es gerade noch:
Herr B. schrieb:> nur immer wieder der gleiche Stuss. Tagein/Tagaus.
Du bist so vorhersehbar -Du mußt ein Automat sein.
A. K. schrieb:> Das dürfte hier allerdings nicht gemeint sein. Sondern sowas wie die> gesetzliche Obergrenze pro Woche, ausreichend Erholungszeit zwischen> Arbeitsende und -beginn etc.>> Da kurze Arbeit zu Hause, etwa abends noch betriebliche Mail anzusehen,> als Arbeitszeit gelten kann, darfst du ggf. am nächsten Tag eigentlich> nicht zur üblichen Bürozeit in die Firma. Weil zu wenig Stunden> dazwischen.
Bei neun Stunden "Ruhezeit" dürfte kaum Zeit sein abends noch mal Mails
anzuschauen.
Aber die Vorstellungen der Weisen werden ja noch konkretisiert.
Vor einiger Zeit gab es doch mal sowas wie, das leitende Mitarbeiter
abends KEINE Firmen-Mails mehr zuhause lesen oder schreiben dürfen, auch
nicht mal kurz.
Oder habe ich mich da verlesen?
Herr B. schrieb:> Geh mal raus und sieh Dich um. Nein, da> ist nicht Alles gut in Deutschland.
Der Mensch ist keine deterministische Maschine. Weshalb selbst bei
gleicher Wahrnehmung nicht notwendigerweise das gleiche Resultat
rauskommt.
> Mit solchen Sprüchen kannst Du es mal bei Böhmermann oder der sog.> Heute-Show versuchen. DA kommen die gut an.
Ein Lob aus deinem Munde... Hatte ich so nicht erwartet.
Sonst jemand schrieb:> Vor einiger Zeit gab es doch mal sowas wie, das leitende Mitarbeiter> abends KEINE Firmen-Mails mehr zuhause lesen oder schreiben dürfen, auch> nicht mal kurz.> Oder habe ich mich da verlesen?
Ja, das konnte man irgendwo lesen. Es dürften aber kein Vorschlag der
Wirtschaftswaisen gewesen sein, sondern die gelebte Praxis eines
Unternehmens.
Und wäre es so überraschend, wenn verschiedene Leute in der gleichen
Frage verschiedene Vorstellungen haben?
Abradolf L. schrieb:> Sind Zigaretten auch nicht, aber die 10€ die das kostet wird man noch> aufbringen können.
Die Summe macht es, dass nichts mit aufbringen ist, weil etwas anderes
Lebenswichtiges ausfallen muss.
MartinSchulz schrieb:> Gäbe es doch eine Arbeiterpartei ...
Pfff! Loht sich nicht, es gibt nur noch Wirtschaftsparteien.
Und die Medien sind willige Steigbügelhalter.
Hartel schrieb:>> Trotzdem hat er sein Heimatland für 3 Silberlinge verkauft.>> Heimatland? Was ist denn das für ein völkischer Käse? Bist du von> nationalen Sozialisten der Links-Partei?
Bin ich eigentlich der Einzige, dem dieser Post unheimlich widerlich
vorkommt, oder wollte nur einfach keine den Troll füttern?
@Abradolf Lincler
> Zum Ausbeuten gehören immer zwei und selbst ein Hartz4ler> kann seine Rechte wahrnehmen ... bla sülz
Ich wollte gerade antworten, dass du die Arbeitslosen nicht so über
einen Kamm scheren solltest und ihnen mit dieser Pauschalisierung
Unrechts tust.
Doch dann sah ich deinen Nick-Name und mir kam sofort der Gedanke "war
ja klar, von dem war keine andere Antwort zu erwarten".
Was du von anderen Menschen mit weniger Erfolg im Leben hältst, hast du
hier ja oft genug kund getan. Ich denke, du machst Dir selbst etwas vor
oder bist ein einer Blase mit Gleichgesinnten gefangen. Du hast keinen
Schimmer, wie es über 50% der Bevölkerung wirklich geht.
Stefan U. schrieb:> Was du von anderen Menschen mit weniger Erfolg im Leben hältst, hast du> hier ja oft genug kund getan.
Nein, ich habe bisher nur meine Meinung über Leute kundgetan, die ihren
Arsch trotz aller Jammerei nicht hochbekommen. Weder habe ich mich über
Leute mit weniger Erfolg, noch Arme oder Sonstige lustig gemacht oder
echauffiert, ich weiß auch wo ich herkomme. Ich kritisiere lediglich
mangelnde Eigeninitiative und wenn die Antwort auf die Frage "Was hast
du getan um die Situation zu ändern" "Nichts." lautet, ja dann selbst
Schuld.
Stefan U. schrieb:> wie es über 50% der Bevölkerung wirklich geht
Du, Paul und andere sind nicht über 50% der Bevölkerung.
Abradolf L. schrieb:> Du, Paul und andere sind nicht über 50% der Bevölkerung.
Es gibt nicht nur eine gefühlte Temperatur, sondern auch gefühlte
Prozente. Und denen können auch Wahlen nichts anhaben.
Zum Nick: Wie man sich bettet, so liegt man. ;-)
A. K. schrieb:> Zum Nick: Wie man sich bettet, so liegt man. ;-)
Ich finde die Sendung halt gut :-) Ich hätte gern das Zeug was die
Autoren geraucht haben müssen ;)
Abradolf L. schrieb:> "Was hast> du getan um die Situation zu ändern" "Nichts." lautet, ja dann selbst> Schuld.
Wenn "Nichts." an Geld vorhanden ist, kann nichts gemacht werden.
Das ist vom Gesetzgeber so vorgeschrieben und gewollt.
Lutz H. schrieb:> Abradolf L. schrieb:>> "Was hast>> du getan um die Situation zu ändern" "Nichts." lautet, ja dann selbst>> Schuld.>> Wenn "Nichts." an Geld vorhanden ist, kann nichts gemacht werden.> Das ist vom Gesetzgeber so vorgeschrieben und gewollt.
Hör doch auf mit deinen plumpen Trollversuchen. Dass das Unsinn ist,
wurde ja schon mehrfach dargelegt.
War ja auch klar dass Neoliberale die Errungenschaft von 1918, nämlich
den 8-Stunden-Arbeitstag, irgendwann mal nicht mehr dulden werden, denn
man lässt sie im Schland gewähren, ganz egal was sie treiben. Und das
trotz Gehältern die schon als Reallohn dem Stand der 90-er Jahre
entsprechen.
Es heißt nicht umsonst: Gier und Dummheit gesellen sich gerne und die
Dummköpfe müssen von Zeit zur Zeit aufs Neue belehrt werden.
Ach, ich habe vergessen etwas zu fordern.
Ich fordere flexible Gewinne dass Wirtschaft auch etwas weniger Gewinn
akzeptiert und gleich Menschen entlässt.
Ich fordere den digitalen Arbeitsplatz, nur noch Home Office! Dann kann
man in der Pampas leben und trotzdem für einem Großkonzern in einer
Großstadt arbeiten ohne Stunden pendeln zu müssen. DAS IST
DIGITALISIERUNG
Die Presseschau ist ja auch ziemlich enttäuschen, überwiegend pro
"Flexibilisierung", besonders wiederlich der Tagesspiegel.
http://www.focus.de/finanzen/news/so-kommentiert-deutschland-flexible-arbeitszeiten-menschen-brauchen-wirksamen-schutz-vor-ausbeutung_id_7835973.html
Eigentlich müssten die Journalisten ja wissen, wie bescheiden so eine
Arbeitsweise ist, aber vermutlich ist den Verlagshäusern diese
Marschrichtung auch recht und von daher kann man sich zusammenreimen,
was zu schreiben ist.
Wir kriegen jetzt alle paar Monate das Thema aufgetischt, wir toll das
doch ist und wie nützlich für den AN und dann wird unsere Junta in
Berlin das passende Gesetz machen.
genervt schrieb:> Eigentlich müssten die Journalisten ja wissen, wie bescheiden so eine> Arbeitsweise ist....
Es gibt heute keine Journalisten. Die Personen die diese Artikel
verfassen sind in der Regel Selbstständige die irgendwas im Auftrag
schreiben. D.h. es gibt heute keinen Journalismus mehr wie man ihn
früher kannte, investigativ und sachlich. Heute bestimmen alles
Lobbyisten und Interessenverbände was geschrieben wird und was nicht,
man hat bestenfalls einseitige Artikel.
Die Freelancer als "Journalisten" wimmern heute nach einem Job und sind
bereit alles zu schreiben, Hauptsache die Kohle kommt rein. Das ist auch
der Grund warum bei den ganzen Medien vermehrt Selbstständige arbeiten.
Die Aktienkurse steigen nicht umsonst wie verrückt, irgendwann muss die
Wirtschaft aber liefern, natürlich über Lohnkürzungen und weniger
Stellen.
Es wird weiter fleißig umverteilt und die Arbeiter müssen sogar jetzt
ihre Gesundheit und Unversehrheit für die Reichen hergeben.
genervt schrieb:> Die Presseschau ist ja auch ziemlich enttäuschen, überwiegend pro> "Flexibilisierung", besonders wiederlich der Tagesspiegel.>> http://www.focus.de/finanzen/news/so-kommentiert-d...>> Eigentlich müssten die Journalisten ja wissen, wie bescheiden so eine> Arbeitsweise ist, aber vermutlich ist den Verlagshäusern diese> Marschrichtung auch recht und von daher kann man sich zusammenreimen,> was zu schreiben ist.>> Wir kriegen jetzt alle paar Monate das Thema aufgetischt, wir toll das> doch ist und wie nützlich für den AN und dann wird unsere Junta in> Berlin das passende Gesetz machen.
Um so erstaunlicher, wenn man noch Kommentare wie dieses entdeckt:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/arbeitszeit-immer-fuer-die-bosse-a-1178372.html
Offensichtlich sind die Medien noch nicht zu 100% gleichgeschaltet, ein
paar kritische Stimmen sind noch am leben.
Alex W. schrieb:> genervt schrieb:>> Wirtschaft fordert flexiblere Arbeitszeiten>> Wir haben auch flexible Arbeitszeiten!>> Arbeitsbeginn ist um 7 Uhr. Ich bin meistens zwischen 6:45 und 6:55 (je> nach Verkehr) an der Stempeluhr.
Ich kann dich nicht leiden!