Elko im Signalweg

Persönliche Seite #5125807
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Basti schrieb:
> Spricht etwas
> gegen die Verwendung von Kerkos anstatt Elkos?

Mikrofonie wurde ja schon genannt ...

Es gibt aber auch Kerkos, die das Audio nicht-linear übertragen.

Bei einem meiner letzten Projekte hab ich am Audio-Ausgang 47µ in 1210 
verwendet und konnte keine Auffälligkeiten feststellen. Das war ein 
Reichelt-üblicher Keramikvielschicht-Kondensator.

Man muss aber auch sagen, dass sich die Technik bezüglich Kerkos und 
Kapazität schon deutlich weiter entwickelt hat die letzten Jahre.

Was wird denn in Smartphones verbaut?
Gast #5125853
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Smartphone und "Audio" sollte man nie in einem Satz nennen ;-)

Kerko hat Mikrophonie, Kerko ist spannungsnichtlinear, Kerko ist 
temperaturnichtlinear..... (wurde ja alles schon genannt)
In irgendwelchen Brüllwürfeln sind die ok, bei wirklichem Audio nimmt 
man Folienkondensatoren (wenn ein C sich nicht vermeiden lässt) oder zur 
Not auch gute Elkos.

Old-Papa
Im Übrigen gab es schon weit vor 40 Jahren analoge "Audioschaltungen" 
und es gibt auch ganz aktuelle. Der "Hinweis" von M.N. war einfach nur 
Grütze.
Gast #5125872
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Old P. schrieb:
> Der "Hinweis" von M.N. war einfach nur
> Grütze.

:-(

Vor 40 Jahren gab es aber noch nicht so tolle Kerkos, so dass mann Elkos 
als Koppelkondensatoren verwenden musste.
Es setzt sich kein Ameteur hin und passt seine Schaltung alle 5 Jahre an 
die aktuell verfügbaren Bauteile an. Im kommerziellen Bereich erst recht 
nicht, wenn die Serie läuft und ggf. sogar noch Zertifikate dahinter 
stehen. Bloß nix anfassen!
Gast #5126109
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M.N. schrieb:
> :-(
Dem schließe ich mich an.

Elkos neigen, wie man weiß, zum Austrocknen. Nicht ungewöhnlich sind 
daher prophylaktische Elko-Austauschorgien, hauptsächlich bei im 
professionellen Bereich genutzen, betagteren Geräten.

Die sehr stabilen und praktisch Mikrofonie-losen C0G-Kondensatoren gibt 
es mittlerweile auch bis 0,47 µF (Kemet Goldmax 300), aber billig ist 
das auch nicht. Die Technologie macht auch hier bemerkenswerte 
Fortschritte.
Gast #5126127
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Danke für eure hinweise. Wäre ein 47µF, den gibts schon als smd kerko. 
Ich werde es auf einen Versuch ankommen lassen, das gehäuse ist relativ 
ruhig, da wird es keine großartigen schwingungen geben.

Dankee
Gast #5126157
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Wirklich störend ist an den billigen keramischen Kondensatoren die 
Mikrophonie. Wie stark das ist, hängt von der Ausführung ab. Auch wenig 
DC Spannung sollte helfen die Mikrophonie klein zu halten.

Sie sind zwar auch nichtlinear und ggf. stark temperaturabhängig, aber 
dass stört bei der Anwendung als Koppelkondensator mit sehr niedriger 
Grenzfrequenz nicht so sehr.

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