Hallo
Ich habe gerade im Baumarkt drei EL-Schnüre gekauft.
Recht günstig :-)
Diese haben einen Taster mit dessen Drücken vier Modi durchgeschaltet
werden:
an, blinken, blinken schnell, aus
Jetzt würde ich diese Schnüre gerne mit einem Controller ansteuern.
Leder werde ich aus der Platine überhaupt nicht schlau.
Desshalb habe ich euch ein Foto gemacht.
Ich gehe davon aus, dass unter dem schwarzen Klecks das Geheimnis
verbirgt,
aber den bekomme ich nun wirklich nicht ab.
Hat jemand eine Idee, wie ich die Schnüre fernsteuern kann?
Danke Dirk
Unter dem Klecks verbirgt sich ein nackter Chip, dessen
Siliziumplättchen direkt auf die Platine gebondet ist.
Da kommt man nicht ran, darüber kann man letztlich auch nichts
herausfinden.
Du wirst eine vergleichbare Schaltung komplett neu entwickeln müssen -
bedenke, daß EL mit ziemlich hohen Wechselspannungen arbeitet.
Hi
Messen, was den Schnüren von der Elektronik geboten wird?
Und Das dann nachbauen, also selber anbieten.
Der Klecks ist der µC, Der kümmert sich um das Rumgeblinke - Da wirst Du
Nichts machen können, selbst, wenn du das schwarze Zeug ab bekommst.
MfG
Dirk schrieb:> Gemessen: 0.3V und 70kHz
Es sind eher 0.1kV und mehr zu erwarten.
Da hat der Rufus schon ganz recht.
Allerdings sind 70KHz recht viel.
Ich hätte ehr so mit 2kHz gerechnet.
Sieht für mich aus als ob aus dem Klecks nur eine Ansteuerung für den
spannungswandler (könnte sogar ein selbstschwingender sein und nur
an/aus kriegen) rauskommt.
Sollte sich ja relativ leicht nachbauen lassen.
Dirk schrieb:> Hat jemand eine Idee, wie ich die Schnüre fernsteuern kann?
Auch noch fernsteuern...
Die Leiterbahn auf der 22R 1k steht ist dafür verantwortlich, daß die
LED leuchtet und der EL-Spannungswandler arbeitet.
Plus und Masse der Versorgung wirst du selber rausfinden.
Lege diese Leiterbahn also abwechselnd auf Plus und Masse um den
EL-Inverter an und aus zu schalten. Eventuell geht dabei der Chip unter
dem Klecks kaputt. Egal, du willst ihn eh nicht.
Den Schaltplan habe ich mir vor einiger Zeit mal raus gezeichnet, weil
ich die Spannungserzeugung ebenfalls durch einen MC machen wollte.
Interessant dabei: Die Transistorschaltung erzeugt Impulszüge mit Pausen
dazwischen für den Hochspannungstrafo.
Der IC-Blob erzeugt nur das Blink-Signal bzw. macht die Tastensteuerung.
Dirk schrieb:> Hat jemand eine Idee, wie ich die Schnüre fernsteuern kann?
musst noch einen billig-Funkgong dazu kaufen.
solchen Dingern kann man oft ein Schaltimpuls abgreifen.
Googele mal nach Arduino und EL.
Da gibt es ein Shield für. Der Kram ist open Source, die Schaltung
kannst du für deine Zwecke anpassen. Ich glaube, die haben das im 100 Hz
Bereich mit um die 200V gemacht und einen Optotriac zum Schalten der
einzelnen Kanäle genommen.
Old P. schrieb:> 2kHz hört man... ;-) Will man das?
Was du hörst, oder nicht hören möchtest, oder auch ich, deckt sich nicht
immer mit den Gegebenheiten.
>>>> Allerdings sind 70KHz recht viel.>> Ich hätte ehr so mit 2kHz gerechnet.>2kHz hört man... ;-) Will man das?
Ich glaube, dass er sich da vermessen hat. Im obigen Bild habe ich es
grob skizziert: die Schaltung erzeugt Schwingungszüge mit ca. 10
Schwingungen und 10kHz. Das wird dann alle 4ms wiederholt.
Es gibt so weit ich weiß Lebensdaueruntersuchungen, die für Signale in
der Größenordnung ein Maximum ergeben.
Markus schrieb:> Nicht jeder, der Auto fährt, will wissen wie die Motorsteuerung> funktioniert ..
Nicht jeder, der weiß, wie ein Auto funktioniert, baut sich selber eins.
● J-A V. schrieb:> wenn nichts da ist, was schwingen kann, kann man auch nichts hören.>> Spulen sind da schon ganz anders (CRT-TV oder PWM im Akkuschrauber)
Und genau eine Spule (Trafo) hat er doch in seinem Schaltplan
eingezeichnet. Diese mit 2kHz bestromt macht Geräusche. Muss ja nicht
laut sein, doch blöderweise ist unser Gehör bei 2kHz sehr empfindlich.
Old-Papa
chris_ schrieb:> Interessant dabei: Die Transistorschaltung erzeugt Impulszüge mit Pausen> dazwischen für den Hochspannungstrafo.
Das kann ich so nicht betätigen. Bei den Dingern die mir bisher in die
Hände gekommen war das ein relativ guter Sinus solange die Schnur an
war. jedenfalls war das nicht im ms Bereich getaktet.
temp schrieb:>> https://de.wikipedia.org/wiki/Elektrolumineszenz>> Auch wenn dir das nicht gefällt, diese El-Schüre arbeiten nun mal in> diesem Frequenzbereich. Das macht es auch schwierig in dem Bereich was> selbst zu bauen. Jedenfalls wenn man nicht die große Kunst des Trafobaus> beherrscht. Selbstwickeln ohne Vakuumvergießen hört man kräftig. Die> Frequenz über die Hörschwelle zu nehmen geht aber auch nicht.
Ok, Treffer und versenkt! :-(
Ich gebe zu, mit EL-Gedöhns habe ich noch nichts (selber) gemacht. Ich
ging eher von "Schaltwandlerfrequenz immer über Hörschwelle" aus.
< Man kann alt werden wie ne Kuh, man lernt immer noch dazu >
Old-Papa
>Das kann ich so nicht betätigen. Bei den Dingern die mir bisher in die>Hände gekommen war das ein relativ guter Sinus solange die Schnur an>war. jedenfalls war das nicht im ms Bereich getaktet.
Mir ging es um die Platine, die Dirk oben im ersten Bild gepostet hat.
Ich habe den Schaltplan für eine ziemlich gleich aussehende Platine
heraus gezeichnet. Und dort die gemessenen Signale habe ich dort ( wie
beschrieben ) gemessen.
Old P. schrieb:> Ich> ging eher von "Schaltwandlerfrequenz immer über Hörschwelle" aus.
Wieso glaubst du ihm und nicht mir?
Wieso ist meine Ansage kein Anlass, dich kundiger zu machen?
OK, OK.
Ich bin mal wieder zu pingelig...
Vergiss es, antworte nicht darauf....
Dennoch, ein Merksatz:
> Der Weg in die Hölle ist mit willkürlichen/irrationalen> Annahmen gepflastert.
Arduino F. schrieb:> Old P. schrieb:>> Ich>> ging eher von "Schaltwandlerfrequenz immer über Hörschwelle" aus.>> Wieso glaubst du ihm und nicht mir?> Wieso ist meine Ansage kein Anlass, dich kundiger zu machen?>
Ohne zu messen erfaehrt man da nicht viel von Herst. u. Verkaufern.
e.g. hier weit und breit keine technischen Daten :(
http://www.el-light.de/el-schnur_(leuchtschnur,_el-wire).htm
---
Gibts ne Mglkt. bei einem Inv. Abschnitte zu multiplexen?
Bsp. gnd offen zu lassen und e.g mittels FET segmente/Abschnitte dann
durchzuschalten, das waere mal interessant. Mit zuschneidbaren und
ultraflexiblen 0,9mm 'Schnueren' koennte man interessaten Displays
bauen
chris_ schrieb:> Mir ging es um die Platine, die Dirk oben im ersten Bild gepostet hat.> Ich habe den Schaltplan für eine ziemlich gleich aussehende Platine> heraus gezeichnet. Und dort die gemessenen Signale habe ich dort ( wie> beschrieben ) gemessen.
Wir hatten einige von diesen Platinen in den Fingern und es war bei
keiner etwas gepulst. Kann also auch ein Fehler auf deiner Platine sein
den man aber optisch nicht mitbekommt. Die ganze Schaltung des
Oszillators kann man sowieso auch nicht unabhängig von der EL-Schnur
betrachten, da deren nicht unerhebliche Kapazität deutlich in das
gesamte Verhalten eingeht. Diese Platinen sind auch nicht an die
EL-Schnur angepasst, dass ist Massenware die in identischer Form Schüren
von 1-x Metern Länge oder Brillen u.s.w. beiliegt. Auch deutlich teurere
Inverter die hier um 60-100€ verkauft werden (für größere Längen)
arbeiten mit Dauerstrich.
Dirk schrieb:> Diese haben einen Taster mit dessen Drücken vier Modi durchgeschaltet> werden:> an, blinken, blinken schnell, aus
Den Taster durch den Ausgang eines Optokopplers ersetzen bzw. ihm
parallel schalten.
Am Eingang des Optokopplers kannst Du dann spielen, z.B. Impulse
ablegen, deren Zeitdauer einem Tastendruck entspricht.
Und das sogar netzgetrennt, durch den Optokoppler, wenn man es richtig
macht.
musst halt wissen, wieviel Strom über den Taster fließen würde und wie
man mit einem Opto umgeht.
Peter R. schrieb:> musst halt wissen, wieviel Strom über den Taster fließen würde und wie> man mit einem Opto umgeht.
man kann haben dass der "Offenzustand" eines Halbleiterschalters
noch zu niederohmig ist und der eingesetzte Microcontroller
also zwischen geschlossen und offen keinen Unterschied erkennt.
da könnte noch ein schlichter Widerstand nötig sein.
Ich würde das Brett an der dünnsten Stelle bohren: Reed-Relais anstelle
des Tasters und LDR oder Fotodiode neben die LED oder an die
Leuchtschnur für die Kontrolle ...
Michael B. schrieb:> Gerald B. schrieb:>> Googele mal nach Arduino und EL. Da gibt es ein Shield für.>> Schirmt dich ab vor Verständnis und kostet dafür mehr.....
Anscheinen hast du nicht weiter als "Arduino Shield" gelesen, dann war
das Rollo bereits unten...
Ich habe weiter geschrieben *Der Kram ist open Source, die Schaltung
kannst du für deine Zwecke anpassen.*
Ich bin auch kein Shieldzusmmenstecker, Hardware liegt mir, im Gegensatz
zu SW. Man kann ja immer gucken, wie andere das Pferd aufgezäumt haben.
Ob es dann auch rennt, ist eine andere Frage, aber angucken und sich
dann selber einen Kopf machen, kann man ja ;-)
Arduino F. schrieb:> Old P. schrieb:>> Ich>> ging eher von "Schaltwandlerfrequenz immer über Hörschwelle" aus.>> Wieso glaubst du ihm und nicht mir?> Wieso ist meine Ansage kein Anlass, dich kundiger zu machen?
Weil er gleich einen stichhaligen Link parat hatte.
Und eigentlich ist es doch wurscht, ich glaube jetzt an die ca. 2kHz.
Also, ja ich glaube auch Dir. Nun besser?
Old-Papa
Old P. schrieb:> Und eigentlich ist es doch wurscht, ich glaube jetzt an die ca. 2kHz.>
:)
wikipedia
Spannung 30 - 160 V
Frequenz 100 - 2000 Hz
links von wikipedia
50Hz-3kHz 20Vac - ? > 120
anscheinend gebraeuchlich 110 VAC @ 400Hz
el-technik.de
"Unter optimalen Bedingungen wird bei einer Spannung von 110 VAC und 400
Hz eine Lebensdauer von 15.000 Stunden erreicht."
Im echten Leben dann vermutlich 1/10...