Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Spannungsfestes Gehäusematerial


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von H. Rutler (Gast)


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Hallo Zusammen,

ich bin momentan auf der Suche nach einem geeigneten Material für ein 
Gehäuse, in welchem unter Hochspannung (6,4 KV) stehende und nach außen 
elektrisch isolierte Bauteile untergebracht sind. Die Wandstärke des 
Geäuses ist momentan mit 10mm eingeplant. Zudem sollte das Gehäuse 
Blickdicht sein und man sollte das Material gut bearbeiten können 
(bohren, sägen,...).

Meine ersten Überlegungen gingen in die Richtung ABS Kunststoff. Ich bin 
mir hier allerdings unsicher, ob es Probleme mit elektrostatischer 
Aufladung geben könnte.

Habt ihr vielleicht eine Idee, für ein geeignetes Material mit den oben 
genannten Eigenschaften, welches es auch mit 10mm Wandstärke zu kaufen 
gibt?

Vielen Dank bereits im Voraus!

Grüße
Rutler

von hulger (Gast)


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PVC ist ein guter Isolator und lässt sich sehr gut verarbeiten. 
Elektrische Leitungen sind mit PVC isoliert.

von Sebastian S. (amateur)


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Solange Du eine "echte" Black Box bauen willst, sollte PVC problemlos 
gehen.

Kritisch wird es aber, wenn Du rein oder raus musst. Oder wenn an 
irgendeiner Stelle ein warmer Bruder rumhängt, dessen Wärme abgeführt 
werden muss.

An dieser Stelle zeigt sich dann, dass PVC ein mieser Wärmeleiter ist.

von H. Rutler (Gast)


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Danke erst einmal für die Antworten. PVC hört sich gut an, nur der Punkt 
mit der Wärme macht mir Bauchschmerzen. Gibt es vielleicht noch einen 
besser wärmeabführenden Stoff, beziehungsweise einen, der höhere 
Temperaturen aushält?

von Harald W. (wilhelms)


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H. Rutler schrieb:

> beziehungsweise einen, der höhere Temperaturen aushält?

Teflon?

von Timm R. (Firma: privatfrickler.de) (treinisch)


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H. Rutler schrieb:
> beziehungsweise einen, der höhere Temperaturen aushält?

Glas?

von Bernd (Gast)


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ein paar Löcher rein in dein PVC-Gehäuse und ein PC-Lüfter drauf? Ein 
Luftstrom ist ein guter Wärmeleiter.

von Sebastian S. (amateur)


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@ Harald

Teflon ist - aus meiner Sicht:
Das am besten und einfachsten zu bearbeitende Material.
Das instabilste Material.
Das empfindlichste Material.
Werden die Seitenwände nicht extrem Dick, kannst Du praktisch nichts von 
innen befestigen. Hohe Spannungen und nach außen gehende Bohrungen 
vertragen sich nicht so gut.
Aber Du kannst sämtliche Klebstoffe in der Schublade lassen.
Und Dein Portemonnaie macht eine ordentliche Schlankheitskur.

...aber es ginge.

von tmomas (Gast)


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H. Rutler schrieb:
> Gibt es vielleicht noch einen
> besser wärmeabführenden Stoff, beziehungsweise einen, der höhere
> Temperaturen aushält?

Welche anderen relevanten Anforderungen hast du noch verschwiegen?

von Peter II (Gast)


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H. Rutler schrieb:
> Gibt es vielleicht noch einen
> besser wärmeabführenden Stoff, beziehungsweise einen, der höhere
> Temperaturen aushält?

Keramik.

von Dieter W. (dds5)


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H. Rutler schrieb:
> man sollte das Material gut bearbeiten können
> (bohren, sägen,...).

Da ist Keramik sicher nicht die erste Wahl...

von H. Rutler (Gast)


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Ich danke euch für die Informationen, ich werde wohl PVC nehmen und 
schauen, dass die Temperaturen der Elekronik nicht zu hoch warden. :)

von Sebastian S. (amateur)


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Wenn Du PVC nehmen willst und dann eine aktive/passive Lüftung brauchst: 
Denk bitte an den DAU.
"Ich konnte doch nicht ahnen, dass man mit Stricknadeln nicht durch die 
Lüftungsgitter stechen darf"!

von Klaus (Gast)


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Pertinax bzw Hartpapier. Läßt sich leicht bearbeiten, sägen, fräsen und 
man kann auch gut Gewinde rein schneiden.

Ebay-Artikel Nr. 162611464450

MfG Klaus

von Frank B. (frank501)


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Was spricht gegen Alu oder Stahl? Da muss man sich keine Gedanken mit 
irgend welchen statischen Aufladungen machen und Durchführungen sollten 
sowieso ihrer Nennspannung entsprechend isoliert sein.

Zudem ist Alu billig und lässt sich hervorragend verarbeiten und man 
muss nicht krampfhaft versuchen irgend was zu isolieren. Ein 
ordentlicher Schutzleiteranschluss (an jedem Gehäuseteil) reicht 
vollkommen aus.

von Mani W. (e-doc)


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H. Rutler schrieb:
> Gehäuse, in welchem unter Hochspannung (6,4 KV) stehende und nach außen
> elektrisch isolierte Bauteile untergebracht sind. Die Wandstärke des
> Geäuses ist momentan mit 10mm eingeplant.

Und wie viele Kiloampere oder Milli, Mikro?


Ich habe so eine Magic Ball Kugel mit einer Spannung von gut 6 KV mit
einem kleinen Zeilen(Hochspannungstrafo, der auf einer Platine sitzt
in einem Gehäuse mit max. 1,5 mm Wandstärke...


Ein Coroplast Isolierband im Elektrobereich hat schon eine
Durchschlagsfestigkeit von mehrere tausend Volt, also wozu

10 mm Wandstärke?

von Bernd (Gast)


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Sebastian S. schrieb:
> "Ich konnte doch nicht ahnen, dass man mit Stricknadeln nicht durch die
> Lüftungsgitter stechen darf"!

das entspricht der Kategorie "ich wusste nicht, dass man Hamster nicht 
in der Mikrowelle trocknen kann"
Irgendwo stößt der Sicherungswahn gegen Dummherit immer an Grenzen.

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