Arduino ist bestimmt nicht für Idioten gedacht. Allerdings für Leute,
die sich weniger mit Elektronik, sondern mehr mit Programmierung oder
dem eigentlichen Ziel auseinandersetzen möchten. Wo man beim AVR viele
Zeilen Code und ein Datenblatt braucht, gibt es beim Arduino einfache
Befehle mit ausführlichen Beispielen.
Für Prototypen ist der auch sicher brauchbar. Man muss ja nicht die
Arduino IDE nehmen. Solange man weiterhin den normalen AVR-GCC
verwendet, macht man Softwaretechnisch nicht weniger, als ein "nackter"
AVR Programmierer. Die Hardware bei einem Arduino ist im Prinzip ohnehin
nicht viel Aufwand. Lediglich Standardbeschaltung aus dem Datenblatt
kopieren und Spannungsregler und ggf. USB <-> UART Wandler auf das
Board. Sowas nennt sich dann Dev Board und gibt es nicht nur als
Arduino.
Allerdings treibt der Arduinowahn auch teils seltsame Blüten. Aus einem
Gespräch mit einem auszubildenen Elektroniker für Geräte und Systeme
weiß ich, dass die Trennung da oft schwerfällt. So wurde ich gefragt,
was ich für meinen Mikrocontroller bezahlt hätte. Etwas ungläubig
aufgrund des Singulars, antwortete ich sinngemäß ein bis zwei Euro plus
ein paar Kondensatoren. Er hielt offenbar den kompletten Arduino für den
Mikrocontroller.
Wenn dir allerdings die Trennung klar ist, warum nicht? Die Frage ist
doch, wass du zusätzlich geleistet hast.