Forum: Haus & Smart Home Bad-Renovierung: Fließen runter klopfen oder 3.Lage drauf kleben?


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von asd (Gast)


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Hallo,

ich will in einem 50 Jahre alten Haus das Bad renovieren. Es sind schon 
zwei Lagen Fließen auf der Wand (Farbton Grün-Braun, wer auch immer auf 
solche Ideen kommt).
Bisher war ich der Meinung dass die einzige Methode wäre die Fließen 
runter zu klopfen und dann neue drauf. Mein Vater hat sich mit einem 
Fließenleger unterhalten der meinte das führt sicher zu einem unebenen 
Untergrund den man erst mal aufwändig eben kriegen muss. Und hat 
empfohlen besser eine dritte Lage Fließen aufzukleben. Außer die 2. Lage 
wäre nur geklebt, dann könnte man die zweite Lage entfernen und die 
neuen Flißen auf die 1.Lage kleben.

Wie finde ich raus ob die 2.Lage geklebt oder anders befestigt ist? War 
wären die anderen Möglichkeiten wenn die nicht geklebt wurden?

Was ist eure Meinung? 3.Lage? Oder runter klopfen und darauf hoffen dass 
der Untergrund dann doch eben genug ist?

Vielen Dank für Eure Ratschläge!

von ??? (Gast)


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Warum solche Fragen in solch einem Forum?

von Jonas B. (jibi)


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>Warum solche Fragen in solch einem Forum?

Für mehr ist das Forum doch eh nicht zu gebrauchen.
Eine Fließe (wo man es nicht sicht [hinterm Schrank etc.]), entfernen 
und Verbindungsreste anschauen.

Gruß J

von Heimlichumden Schranktapetzierer (Gast)


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>>Bad-Renovierung: Fließen runter klopfen oder 3.Lage drauf kleben?

Das Bad wird über die Jahre immer kleiner....

In zweitausend Jahren wird man aber die 100 verschiedenen Fliessenmuster
der unterschiedlichen Lagen in Epochen einordnen und daraus wertvolle 
Erkenntnisse zur Zeitgeschichte  gewinnen.

von asd (Gast)


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> In zweitausend Jahren wird man aber die 100 verschiedenen Fliessenmuster
> der unterschiedlichen Lagen in Epochen einordnen

Diese Assoziation hatte ich tatsächlich, beim runter reißen der 5 Lagen 
Tapete in einem anderen Raum. Man konnte die Moden der 60er bis 90er 
zurück verfolgen, in umgekehrter Reihenfolge...

von Michael B. (laberkopp)


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??? schrieb:
> Warum solche Fragen in solch einem Forum?

Wen nicht mal Fliese richtig schreiben kann, hält sich aus einem 
Fachforum lieber raus, dort wird er sonst angemacht als ob er Widerstand 
im Elektronikforum schreiben würde, obwohl selbst Pollin (sic!) das in 
seinem aktuellen Katalog schreibt (S.336 221405 - 221418, immerhin, 
online offenbar ein Rechtschreibkorrekturprogramm eingesetzt)

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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Was sind "Fließen"?

Die Keramikplatten aus dem Bad heißen "Fliesen" und reimen sich auf 
"Friesen".


--

Sofern das Bad nicht irgendwann zu klein wird, kann man beliebig oft 
Fliese-auf-Fliese kleben.

Vorteile:
- Anständiger, ebener Untergrund bereits vorhanden
- deutlich weniger Aufwand (keine Schuttabfuhr, weniger Dreck)

Nachteile:
- Steigender Platzbedarf (Bad wird immer kleiner, d.h. auch 
Fensteröffnungen etc.)
- Sieht an Übergängen von nichtgefliesten Flächen zu gefliesten Flächen 
in einer Ebene mies aus
- sieht bei eingefliesten Badewannen o.ä. richtig mies aus

asd schrieb:
> Wie finde ich raus ob die 2.Lage geklebt oder anders befestigt ist?

Wie außer mit Fliesenkleber sollte die zweite Lage befestigt sein? 
Teppichklebeband? Angeschraubt?

Die erste Lage kann im Dickbett gefliest sein, aber das geht nicht 
Fliese-auf-Fliese.

von Hubert M. (hm-electric)


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Bis Ende der 80er Jahren wurden die Fließen direkt auf die rohe Wand 
gefliest. D.h. Es war ein Mörtel der auf die Fliese geworfen wurde, und 
dann an die Wand kam. Merkt man gut, wenn man in einer Fuge bohrt, das 
dahinter ein Hohlraum ist. Meist hält dieser Mörtel besser an der Fliese 
als an der Wand. Ich habe vor ca. 5 Jahren mein Bad renoviert, da habe 
ich es bemerkt.
Wenn du die Fliesen komplett runter machst, brauchst du wohl einen 
Gipser, der die Wände verputzt. Du solltest zuerst mal testen, wie 
Tragfähig die alten Fliesen an deiner Wand sind. (Wenn du darauf Fliesen 
willst)

von Eppelein V. (eppelein)


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Kurzum: Hau die Dinger herunter und wenn Du nicht verputzen klannst, 
falls größere Verputzarbeiten notwendig sind, dann bringe 
Styrotur-Platten ordentlich an. Kannst dann direkt draufkleben.

Bei großen Fliesen z. Bspl. 30x60 usw., wird eine saubere und gerade 
Fläche benötigt. Zwei Lagen Fliesen, nicht ratsam!

von Toni Tester (Gast)


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asd schrieb:
> Was ist eure Meinung?

Zusätzlich zu den Aussagen der Vorposter hier meine Meinung als 
Immobilienbesitzer und Selbermacher mit jahrzehntelanger Erfahrung, 
direkt und unverblümt:

Drüberkleben wird gerne beispielsweise in Mietmolochen praktiziert, weil 
das schnell, billig und ohne viel Dreck und Lärm (Ärger mit den 
Nachbarn) möglich ist. Würde ich persönlich aber nie machen, einfach aus 
folgenden Gründen:

- Es ist letztlich nur Kosmetik - Warum kauft Ihr Euch nicht einfach 
einen Kübel Fliesenfarbe und malt drüber, wenn es Euch nur ums Aussehen 
geht? Ist noch billiger und mit noch weniger Aufwand verbunden als 
Überfliesen.

- Die Haftwirkung der alten Fliesen auf dem Untergrund besteht 
erfahrungsgemäß auch nicht ewig; bei Fliesen, die ca. in den 60ern 
geklebt wurden, ist diese immer noch i. A. recht hoch, bei 
80er-Jahre-Fliesen o. ä. würde ich mich aber nicht so ohne Weiteres 
darauf verlassen, dass diese noch weiterhin ein paar Jahrzehnte an der 
Wand kleben bleiben => Mit jeder Lage steigt das Risiko, dass sich der 
ganze Klapperadatsch von der Wand löst (Nein, die zum Überkleben 
eingesetzten Kleber bilden in sich keine stabile, tragfähige, 
übertragende Schicht, sondern verlassen sich auf die Stabilität des 
Untergrunds.

- Wenn die Rohrinstallation 50 Jahre alt ist, würde ich alleine schon 
aus diesem Grund die Wand aufmachen und zumindest die Installation 
gründlich inspizieren (persönlich würde ich zumindest die 
Wasserzuleitungen in jedem Fall erneuern, da es sich dann dabei 
vermutlich um Stahlrohr handelt und das schlichtweg nicht ewig hält 
(bzw. seine statistische Lebensdauer schon überschritten hat - und 
insbesondere verdeckte Wasserschäden, die erst nach einer gewissen Zeit 
auffallen, werden sehr schnell sehr aufwändig, teuer und u. U. 
gesundheitsgefährdend)).

- Ja, zum Fliesen braucht man einen ebenen Untergrund. Aber: Gegenfrage: 
Ist der jetzige Untergrund tatsächlich eben (und im Idealfall sogar 
senkrecht)? Ausbessern auf bestehenden Fliesen wird nix.

- Ja, das Herstellen eines ebenen Untergrunds, welcher sich zum 
Verfliesen eignet, kostet Material und Arbeitszeit und -kraft. Und: Er 
wird nach dem Abklopfen der Fliesen in jedem Fall uneben sein (Je 
nachdem kann man sich noch überlegen (bzw. hängt es davon ab, was sich 
wo löst), ob man die erste Kleberschicht (die ersten Fliesen wurden im 
Dickbettverfahren verlegt) beibehält und nur eben überspachtelt oder 
diese komplett entfernt und eine neue Putzschicht als Untergrund für die 
neuen Fliesen aufzieht).

- Wo liegen die Feuchtbereiche? Ist hier keine Veränderung geplant?
Heute ist es üblich bzw. vorgeschrieben, im Bad noch eine 
Wassersperrschicht (komme gerade nicht auf den Namen) zwischen Fliesen 
und Untergrund einzubauen - auf dem Boden und z. B. im Duschbereich auch 
an der Wand -, da man irgendwann festgestellt hat, dass die Fugen nicht 
wasserdicht sind (!). Finde ich sinnvoll, und würde ich auch in jedem 
Fall machen - siehe oben; ein versteckter Feuchtigkeitsschaden ist sehr 
unschön.

- Bei einem selbst genutzten Haus hat man sehr große Freiheiten bei der 
Renovierung. Klar, es macht Dreck, Staub, Lärm, und das Bad fällt für 
eine Zeit aus, aber außer diesen reinen Komfortaspekten gibt es nichts, 
was einen zum Pfuschen (sprich, Überkleben/Kosmetik) zwingt, statt es 
gleich richtig zu machen. In einer Mietwohnung o. ä. sieht die Sache 
wieder etwas anders aus, klar - aber wie gesagt, nichts hält ewig.

Mit anderen Worten: Wenn Euch Euer Fliesenleger nicht auch in dieser 
Hinsicht entsprechend beraten hat, sondern nur das Überkleben vorschlug, 
ist es ein Pfuscher.

von asd (Gast)


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> - Die Haftwirkung der alten Fliesen auf dem Untergrund besteht
> erfahrungsgemäß auch nicht ewig; bei Fliesen, die ca. in den 60ern
> geklebt wurden, ist diese immer noch i. A. recht hoch, bei
> 80er-Jahre-Fliesen o. ä. würde ich mich aber nicht so ohne Weiteres
> darauf verlassen, dass diese noch weiterhin ein paar Jahrzehnte an der
> Wand kleben bleiben => Mit jeder Lage steigt das Risiko, dass sich der
> ganze Klapperadatsch von der Wand lost

Hmm... das ist natürlich ein gutes Argument gegen die dritte Lage.
Weil du gefragt hast: eigenes Haus, und es soll die nächsten 50 Jahre 
halten (d.h. es soll vernünftig gemacht warden)

> - Wenn die Rohrinstallation 50 Jahre alt ist, würde ich alleine schon
> aus diesem Grund die Wand aufmachen

Es sollen neue Wasserrohre rein, das ist überhaupt der Hauptgrund das 
Bad neu zu machen.


> - Ja, zum Fliesen braucht man einen ebenen Untergrund. Aber: Gegenfrage:
> Ist der jetzige Untergrund tatsächlich eben

Muss ich mal checken.

> Bis Ende der 80er Jahren wurden die Fließen direkt auf die rohe Wand
> gefliest. D.h. Es war ein Mörtel der auf die Fliese geworfen wurde, und
> Dann an die Wand kam. Merkt man gut, wenn man in einer Fuge bohrt, das
> dahinter ein Hohlraum ist. Meist hält dieser Mörtel besser an der Fliese
> als an der Wand.

Als ich mal einen Dübel in die Wand gesetzt habe habe ich bemerkt dass 
ein Hohraum war zwischen erster und zweiter Schicht, nicht zwischen 
zwischen Wand und erster Schicht.
(Solche unklarheiten wären aber ein weiteres Argument alles bis zu 
Ziegelwand runter zu klopfen)

> Kurzum: Hau die Dinger herunter und wenn Du nicht verputzen klannst,
> falls größere Verputzarbeiten notwendig sind, dann bringe
> Styrotur-Platten ordentlich an. Kannst dann direkt draufkleben.

Diese Platten kenne ich nur als dicke Platten zur Isolierung. Wie dick 
müsste ich mir die Version vorstellen die den ebenen Untergrund für die 
Fliesen dar stellt?

> Bei großen Fliesen z. Bspl. 30x60 usw., wird eine saubere und gerade
> Fläche benötigt. Zwei Lagen Fliesen, nicht ratsam!

An diese Größe hatte ich gedacht weil dann weniger Fugen anfallen die 
schwierig sauber zu machen sind.


Vielen Dank an alle für die Tipps.

von Paul B. (paul_baumann)


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Der Wahlspruch der Fliesenleger ist immer noch aktuell: Panta rhei.

MfG Paul

von Hannes J. (Firma: _⌨_) (pnuebergang)


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asd schrieb:
> Es sollen neue Wasserrohre rein, das ist überhaupt der Hauptgrund das
> Bad neu zu machen.

Und der Fliesenleger schlägt trotzdem vor drüber zu kleben? Wie stellt 
der sich das vor? Da wo ungefähr die alten Rohre liegen mit der 
Mausersäge Schlitze in zwei Lagen Fliesen und Wand sägen und hoffen die 
Rohre zu treffen?

Denn mit dem Bohrhammer die Rohre freilegen führt zu anständig Bruch bei 
den Fliesen. Danach kann er breite Streifen gelockerte und zertrümmerter 
alter Fliesen ausbessern, nur damit er eine dritte Lage drüber kleben 
kann.

Ist doch Pfusch.

von oszi40 (Gast)


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> dritte Lage drüber kleben

Auf eine krumme Wand noch buckligere Fliesen kleben? Man könnte auch 
frisch putzen oder notfalls über grünen Gipskarton nachdenken falls ein 
moderne Hinterwandinstallation ins Spiel kommt. Mal da fragen: 
http://www.bau.net/index.php

von Michael B. (laberkopp)


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asd schrieb:
> eigenes Haus, und es soll die nächsten 50 Jahre
> halten (d.h. es soll vernünftig gemacht warden)

Wie kommt man dann auf die Idee, 3 Schichten anzubringen ? Weil es in 50 
Jahren dann 6 sind ?

asd schrieb:
> An diese Größe hatte ich gedacht weil dann weniger Fugen anfallen die
> schwierig sauber zu machen sind.

Klar, man hat heute gelernt, Feinsteinzeug auch in grossen Platten 
halbwegs eben zu bekommen. Der Hersteller freut sich, du zahlst dann 
mehr Verschnitt. Fugen sind auch Dehnfugen, d.h wenn die Wand einen 
anderen Wärmeausdehnungskoeffizienten hat als die Fliese, dann dehnt 
sich die Fuge und reisst nicht die Fliese. Das wird bei grösseren 
Platten immer schwerer für die Fliese.


Toni Tester schrieb:
> Ja, zum Fliesen braucht man einen ebenen Untergrund.

Nicht wirklich. Mörtelbett.


Wenn du die Fliesen ersetzen musst weil du die Rohre neu machen willst, 
ist ja eventuell nicht das ganze Bad betroffen. Vielleicht nur 1 Wand. 
Da kann es lohnend sein, sich Gedanken zu machen, ob der Rest so in 
Ordnung ist und so bleiben kann. Es ist nicht verboten, in einem Bad 2 
unterschiedliche Wände zu haben. Man muss auch nicht fliesen, man kann 
Mosaik legen, Glasplatten anbringen, Stucco Lustro spachteln lassen, 
Granit oder Marmor anbringen, hinterleuchtetes Plexiglas oder 
Trespa-Platten anbringen, es gibt viel mehr Gestaltungsmöglichkeiten für 
ein Bad als dir der Fliesenhandel weis machen will.

von Markus (Gast)


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Toni Tester schrieb:

> - Es ist letztlich nur Kosmetik - Warum kauft Ihr Euch nicht einfach
> einen Kübel Fliesenfarbe und malt drüber, wenn es Euch nur ums Aussehen
> geht? Ist noch billiger und mit noch weniger Aufwand verbunden als
> Überfliesen.

Die Antwort ist einfach: Geld.

Die Entfernung der alten Fliesen und Aufbringen eines Mörtelbetts dürfte 
länger dauern als das eigentliche Verlegen der neuen Fliesen, womit sich 
die Gesamtkosten quasi verdoppeln.
Wir haben nur zwei winzigkleine Badezimmer á 3,5 m² (ja, sind wirklich 
so sauklein). Die vergangenes Jahr erfolgte Komplettrenovierung (alte 
Rohrinstallationen raus, neue rein, Wand- und Bodenfliesen neu -aber 
größtenteils übergeklebt-, Sanitärobjekte neu kostete geschmeidige 
17.000 €... In einer ländlichen Gegend wohlgemerkt, keine Großstadt. Und 
ja, wir haben uns mehrere Angebote machen lassen. Die Fliesen mit 
Verlegung machten davon ca. 7.500 € aus. Von meiner Idee, die 
vorhandenen Fliesen abzuschlagen bin ich ganz schnell weggekommen.

von Markus (Gast)


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Im übrigen kann man froh sein, wenn sich für solche 'Kleinaufträge' über 
poppelige 7.500 € überhaupt irgendein Handwerker findet. Mit soetwas 
geben die sich momentan nämlich gar nicht ab. Zum ersten Mal saß ich im 
April mit den Handwerksmeistern zusammen und als Starttermin wurde 
Anfang August bestimmt. Am Tag, an dem es eigentlich losgehen sollte, 
ruft mich der Vogel an und meint, wir müßten es um drei Wochen 
verschieben. Da ich so schnell keinen Ersatz auftreiben konnte, willigte 
ich wohl oder übel ein.

von Pfusch, so weit das Auge reicht! (Gast)


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Zur Frage des TO: auf jeden Fall die 3. Lage Fliesen draufkleben! Am 
besten mit Tapetenkleister, Silikon ist zu teuer.
Erst ab 7 Lagen Fliesen, 12 Lagen Tapete oder 87 Farbanstrichen 
übereinander wird es so richtig wohnlich. Dann fällt auch nicht mehr 
auf, wenn in den 50er Jahren mal ein Maurer mit eingeputzt wurde.

Nennt mir die Anzahl eurer Anstriche übereinander und ich weiß mehr über 
euch, als euch lieb ist!
Das ist nämlich ne grundsätzliche Lebenseinstellung. Wer sowas macht, 
mogelt sich auch anderweitig nur durchs Leben.

von oszi40 (Gast)


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Pfusch, so weit das Auge reicht! schrieb:
> 7 Lagen Fliesen

Nun würde mich interessieren, wie Schalter und Steckdosen dort montiert 
sind. So lang ist kein normaler Draht. Das wird interessant.

von michael_ (Gast)


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Pfusch, so weit das Auge reicht! schrieb:
> Das ist nämlich ne grundsätzliche Lebenseinstellung. Wer sowas macht,
> mogelt sich auch anderweitig nur durchs Leben.

Unsinn, immer Aufwand und Nutzen einrechnen.
Auch wenn man den alten Putz bis auf das Mauerwerk abhackt und neu 
verputzt, ist es nicht glatter als die alten Fliesen.
Wenn es nicht Plaste oder Glasfliesen sind, würde ich die zwei Lagen 
drunterlassen.
Fliesen kleben ist kein Hexenwerk. Das kriegt man gut selbst hin.

Aber Fliesen ins Vollbett setzen, das sollte man gelernt haben.

von oszi40 (Gast)


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michael_ schrieb:
> Auch wenn man den alten Putz bis auf das Mauerwerk abhackt und neu
> verputzt, ist es nicht glatter als die alten Fliesen.

Kommt ganz darauf an. Grüner Gipskarton geht schnell und wird meist 
gerade. Putzen dauert länger. Viel Feuchtigkeit braucht Zeit. Frage ist 
auch wie es dahinter aussieht ...

von michael_ (Gast)


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Auch wenn der Gipskarton grün ist, ich traue dem Zeug nicht mit der Luft 
dahinter.
Das ist nichts für die nächsten 50 Jahre.
Höchstens 15 Jahre.
Und ist dicker als 3 Schichten Fliesen.

von Pfusch, so weit das Auge reicht! (Gast)


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michael_ schrieb:
> 3 Schichten Fliesen

Das kann nicht dein Ernst sein. Ferner auch nicht der des Fliesenlegers.

Überall seh ich solchen Mist. 15 Lagen Dachpappe, nur weil das 
Draufklatschen so schön einfach ist...
Das sind die selben Leute, die auch anderweitig immer nur so tun, als 
ob. Daß sie das selbst gar nicht mehr erkennen, bestätigt nur die Dauer 
dieses erbärmlichen Zustands.

Dann bleibt nur noch, viel Spaß bei der dritten Lage Fliesen zu 
wünschen. Ist ja Freitag, was will man erwarten?

von Andreas B. (bitverdreher)


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Hi
ich habe mittlerweile 2 Altbauten als Laie saniert, bin aber nie auf die 
Idee gekommen 2 Lagen Fliesen übereinander zu kleben. So etwas machen 
vielleicht Mieter, aber keine Eigentümer. Und wenn man dann noch neue 
Leitungen verlegen will, sollte man das zum Anlaß nehmen, das auch 
ordentlich zu machen.

Auch ich als Laie haben eine krumme Altbauwand topeben neu verputzen 
können. Man benötigt dazu nur Putzprofile. Diese werden mit Putz auf die 
Wand geklebt und dann mit der Wasserwaage (1m) und Richtlatte 
ausgerichtet. Die Abstände der Putzprofile sollten max. der Hälfte der 
Länge der Richtlatte entsprechen, so daß man immer 3 Putzprofile unter 
der Richtlatte beim Ausrichten hat. So bekommt man die Wand auch in 
horizontaler Richtung absolut gerade. Anschließend kann man den Putz 
(das draufklatschen muß geübt werden ;-) ) topeben auf der Wand mit der 
Richtlatte abziehen.

Früher wurden Wänder frei Hand verputzt. Daher sehen die Wände von 
Altbauten entsprechend aus. Mangels flexiblen Fliesenkleber (den es 
damals nicht gab) hat man dann die Fliesen mit Mörtel direkt auf das 
Mauerwerk geklebt (Dickbett). So macht das heute kein Mensch mehr.

Grünen Gipskarton als Grundlage kann man nehmen, ist aber in meinen 
Augen auch Pfusch, obwohl das von den heutigen "Fachkräften" gerne 
gemacht wird.
Ich habe die Baddecke damals (25 Jahre her) mit grünen Gipskarton 
abgehängt. Die Platte ist heute imer noch absolut in Ordnung. Als 
Fliesenunterlage würde ich es trotzdem nicht nehmen. Ausnahme: Leichte 
Stellwände, die mit Gipskarton erstellt werden. Da geht es nicht anders 
(dann aber doppelte Platten).

Gruß
Andreas

von MaWin (Gast)


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Markus schrieb:
> Fliesen mit Verlegung machten davon ca. 7.500 € aus

Es gibt in der Baubranche klar definierte Preise, zu denen eine Firma 
die andere beauftragt, eine Wohnungsbaugesellschaft den Handwerker ruft 
oder ein Bauunternehmer den Subunternehmer einstellt: Das sind ca. 55 
EUR/Stunde beim Fliesenleger oder 30 EUR/m2.

Da Fliesen ca. 20 EUR/m2 kosten und 2 Bäder a 3.5m2 zu 2x5x2x2x2 = 80 x 
(30+20) = 4000 EUR führen, hat man euch ca. das doppelte von dem 
abgenommen was es kosten darf und den eigenen Gewinn mal eben 
verzehnfacht.

von Cyblord -. (Gast)


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MaWin schrieb:
> Da Fliesen ca. 20 EUR/m2 kosten und 2 Bäder a 3.5m2 zu 2x5x2x2x2 = 80 x
> (30+20) = 4000 EUR führen, hat man euch ca. das doppelte von dem
> abgenommen was es kosten darf und den eigenen Gewinn mal eben
> verzehnfacht.

Der Markt gibts aktuell her, gebaut wird wie blöde, auch wenn man noch 
die übelste Ranzklitsche beauftragen muss damit der eigene Wunschtraum 
vermeintlich zeitnah umgesetzt wird. Ein privater Laie ist da gefundenes 
Fressen um einen Kleinauftrag etwas gewinnorientierter zu bepreisen, so 
nach dem Motto "Friss oder Stirb".

von Oliver S. (phetty)


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oszi40 schrieb:
> Nun würde mich interessieren, wie Schalter und Steckdosen dort montiert

https://www.elektrofachmarkt-online.de/Media/Shop/100242.jpg

Drähte mit Wagos strecken :-)

von Oliver S. (phetty)


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Sowas schreibt man bei myhammer oder ähnlichen Portalen rein und lässt 
sich entsprechende Angebote kommen.
Das ist ja keine große Aktion da ein paar Fliesen an die Wand zu kleben.

Abknattern kann man die alten doch selber. Macht Spaß :-)

von Adapter (Gast)


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Wir haben auch Fliese auf Fliese geklebt. Das muss kein Pfusch sein und 
ist in manchen Szenarien sogar die bessere Alternative.

Wichtig ist allerdings die Untergrundvorbereitung. Wo ständige 
Feuchtigkeit zu erwarten ist (z.B. in der Duschecke), sollte die untere 
Lage mit Flüssigfolie abgedichtet werden, damit die Feuchtigkeit keine 
Chance hat, ins Mauerwerk einzudringen.

Zu überklebende Fliesen müssen speziell bei Wänden mit Haftgrund 
vorbehandelt werden, damit der Fliesnkleber darauf hält.

Wir haben ausserdem zwecks Schallisolierung eine Schicht Dämmplatten 
zwischen die Fliesenschichten gesetzt, also untere 
Fliese-Haftgrund-Fliesenkleber-Dämmplatte-Fliesenkleber-obere Fliese. 
Wie alles richtig gemacht wird, lässt sich in DIY Videos bei Youtube 
herausfinden.

Die Entfernung der alten Fliesen hätte lt. Kostenvoranschlag mit 
Vorbereitung (Gipsen etc) doppelt so viel gekostet, wie wir letztendlich 
für die gesamte Badrenovierung gezahlt haben.

von oszi40 (Gast)


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Oliver S. schrieb:
> Drähte mit Wagos strecken

ALTE, kurze Drähte?  Wenn die Frau dann Fön und den Heizer ansteckt ...
Könnte man tun, ist aber "wenig zukunftsorientiert" ausgebrannte Dosen 
zu flicken. Außerdem haben Frauen stets neue Wünsche und es würde mich 
wundern, wenn im Bad schon alles am rechen Fleck ist.

Oliver S. schrieb:
> ein paar Fliesen an die Wand zu kleben

Wir kennen den Tatort bisher nicht! Wir wissen nicht wie krumm die Wand 
ist und in welchen Zustand die Installation ist. Wahrscheinlich pappt er 
heute neue Fliesen drauf und nächste Woche wird was undicht ...

von Jay W. (jayway)


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Noch ein Tipp für Feucht- und Nassräume. Wenn Trockenbau, dann nicht die 
grünen Gipskarton-Platten, sondern zementgebundene Faserplatten (z.B. 
Aquapanel) verwenden. Die sind wasserfest und schimmelresistent und 
halten dann auch 50 Jahre.

Gruß Jay

von Leroy M. (mayl)


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Der größte Nachteil am Fliesen entfernen:

Es macht Dreck.
(niedriger WAF)

Der größte Vorteil:

Mann darf Dreck machen und mit der Hilti rumfuchtel.
(niedriger WAF, dafür aber Spaß)


Definitiv die fliesen neu aufbringen und nicht einfach überkleben.

von Paul B. (paul_baumann)


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Man kann durch das Aufbringen in mehreren Schichten langfristig eine 
Menge Geld sparen: Dadurch verkleinert sich nach und nach die 
Grundfläche des Raumes und dadurch sinkt natürlich auch die Miete. 
Weiterhin verrringert sich die Gefahr von Elektrounfällen, da die Adern 
in den Wanddosen nun so kurz sind, daß man keine Steckdosen mehr 
anklemmen kann. Weil man keinen Handwerker beauftragen will und man 
selbst Alles ohnehin besser kann (zumindest mit Schnauze), spart man 
wieder Geld, so daß man sogar für das Wohnzimmer eine Lage Fliesen rund 
um die Schrankwand anbringen kann.

Man sieht: Nur Vorteile

MfG Paul

Beitrag #5136424 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Andreas B. (bitverdreher)


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Leroy M. schrieb:
>
> Der größte Vorteil:
>
> Mann darf Dreck machen und mit der Hilti rumfuchtel.
> (niedriger WAF, dafür aber Spaß)
>
Macht wirklich Spaß (nachdem ich mich mit Hammer und Meißel 3min pro 
Fliese rumgequält habe). Allerdings würde ich keine Hilti dafür nehmen 
(die gehen dabei nämlich auch kaputt), sondern einen dicken 
Elektromeißel leihen.
Das Ganze dauert dann ratz fatz 1h.

Gruß
Andreas

Beitrag #5136453 wurde von einem Moderator gelöscht.

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