Hi, ich hab eine Frage zum Längswiderständen bei einer UART. Ich einen 232-Treiber der dann mit RX und TX zu einem ATMega geht. Weshalb werden dort jeweils an TX die 22 Ohm Widerstände platziert? Zum definierten Stromfluss? Zu Entkopplungszwecken. So genau hab ich das nicht verstanden. Vielleicht kann mich jemand ein wenig aufklären. Grüße
Tim_der_Feuerwehrmann schrieb: > Weshalb werden > dort jeweils an TX die 22 Ohm Widerstände platziert? 1) aus Schutzgründen: es könnte ja mal jemand versehentlich einen Ausgangspin gegen einen Ausgangspin treiben lassen. 2) zur Verbesserung/Sicherung der Signalqualität. Empfiehlt sich wenn Leitungen "lang" werden. Das Stichwort zum selber Nachlesen heisst Serien-Terminierung, Leitungsabschluss, Quellabschluss.
Tim_der_Feuerwehrmann schrieb: > Ich einen > 232-Treiber der dann mit RX und TX zu einem ATMega geht. Die beiden ICs sitzen nebeneinander auf einer Platine und werden mit der selben Spannung versorgt? Dann sind die Widerstände in der Leitung wahrscheinlich zu gar nichts gut.
Ich mache so etwas um die Lebensdauer der Teilnehmer zu erhöhen. RS232 wird meist zwischen unabhängigen Teilnehmern verwendet. Diese haben aber, im Moment des Zusammensteckens unterschiedliche Potentiale.
Aber sicher, um Strom zu sparen. Ist das gfs eine Batterieapplikation?
>Tim_der_Feuerwehrmann schrieb: >> Ich einen >> 232-Treiber der dann mit RX und TX zu einem ATMega geht. >Die beiden ICs sitzen nebeneinander auf einer Platine und werden mit der >selben Spannung versorgt? Dann sind die Widerstände in der Leitung >wahrscheinlich zu gar nichts gut. Stimmt, aber wozu dann überhaupt RS232?
Sebastian S. schrieb: > Stimmt, aber wozu dann überhaupt RS232? Weil die Signale von der anderen Seite des RS232-Treibers (die mit RS232-Pegeln) dann wahrscheinlich von der Platine runterführen.
Tim_der_Feuerwehrmann schrieb: > Ich einen > 232-Treiber der dann mit RX und TX zu einem ATMega geht. Weshalb werden > dort jeweils an TX die 22 Ohm Widerstände platziert? Zum definierten > Stromfluss? Sicher dass das nicht USB ist? Dort wäre diese Art der Serienterminierung standardmäßig vorgesehen - insbesondere die 22 Ohm sind verdächtig. Bei RS232/UART könnte das eine Maßname sein um den EMV Test zu bestehen, denn die Signalflanken sind dadurch flacher und strahlen nicht soviel Dreck ab.
Sebastian S. schrieb: > Ich mache so etwas um die Lebensdauer der Teilnehmer zu erhöhen. Mit welchem physikalischen Hintergrund? Zum Thema Serienterminierung siehe den Beitrag "Serienwiderstand bei Hochfrequenz" Und den Beitrag "Re: Signalproblem bei langem Kabel"
Tim_der_Feuerwehrmann schrieb: > Weshalb werden > dort jeweils an TX die 22 Ohm Widerstände platziert? Wo denn? Ich hab da noch nie Widerstände gesehen oder verwendet.
Irgendwelche Spannungsdifferenzen (von außen) treffen erst mal den 232-Treiber. Zwischen 232-Treiber und µC braucht man keine Schutzwiderstände, wenn es von +/-12 V auf 5/0 Volt geht, und der µC auch mit 5 V arbeitet. Bei einem µC mit 3,3 V Versorgung sind 22 Ohm eher ein Lacher, da sind >= 1 kOhm für das Empfangssignal zum µC angesagt!
Jacko schrieb: > Zwischen 232-Treiber und µC braucht man keine > Schutzwiderstände, wenn es von +/-12 V auf 5/0 Volt geht, und > der µC auch mit 5 V arbeitet. Sind ja eigentlich auch Lötbrücken für das einseitige Layout, die 0Ω waren nur gerade aus. Oder rieche ich da Angstschweiß? MfG Klaus
Klaus schrieb: > Sind ja eigentlich auch Lötbrücken für das einseitige Layout, die 0Ω > waren nur gerade aus. Das wäre ne Erklärung. Daher auch immer den Link zu der konkreten Platine posten. Üblich ist es jedenfalls nicht, sondern die Ausnahme.
Tim_der_Feuerwehrmann schrieb: > Ich einen > 232-Treiber der dann mit RX und TX zu einem ATMega geht. Weshalb werden > dort jeweils an TX die 22 Ohm Widerstände platziert? Zum definierten > Stromfluss? Zu Entkopplungszwecken. So genau hab ich das nicht > verstanden. > Vielleicht kann mich jemand ein wenig aufklären. Das wird man vermutlich aus EMV-Gründen und ESD-Angst vorsehen. Ein Serienwiderstand verschleift die Schaltflanken den Logikpegels. Macht zusammen mit parasitären Kapazitäten der Leiterbahnen und IC-Eingängen einen RC-Tiefpass. Je weniger steil die Schaltflanke ist, desto weniger stört sie (desto weniger breitbandig ist sie). Manche RS232-Pegelwandler haben sehr starke Ausgangspins (können viel Strom liefern) auf der UART Seite und können dementsprechend diese Kapazitäten sehr schnell treiben (können sozusagen die Kapazität Leiterbahn bzw. die Eingangskapazität schnell umladen). Wenn das so schnell geht, dann ist die Flanke sehr steil und dementsprechend die Störung stark. Damit fällt man dann im EMV durch. Darum sehen manche Menschen das vor. Oftmals auch zu sehen in SPI-Clock oder SD-Karten-Clock. Der zweite Grund könnte ESD sein. Wenn du mit deiner Baugruppe zum Test fährst, wirst du - je nach Art der Baugruppe (via. sog. Produktnorm) - ein paar kV auf die RS232-Terminals gebraten bekommen. Wenn du Pech hast schlägt der Testimpuls über UART-RX und -TX durch und könnte deinen Mikrocontroller entsprechend kaputt machen. Ein Widerstand begrenzt den Strom den die internen Ableitdioden des Mikrocontrollers dann ableiten müssen. Dadurch überlebt dieser den ESD-Test oder macht u.U. keinen Reset (wenn das so gefordert ist).
Meine Antwort war natürlich Unsinnig! Ich dachte er meint nach draußen (Treiber <-> SUB-D-?) und nicht schaltungsintern. Intern würde ich mir natürlich das Teil sparen. Es sei denn der Treiberhersteller schreibt diesen explizit vor.
Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.