Funk Klingel für Bunker

Gast #5131648
Hallo zusammen,
gibt es irgend eine Möglichkeit um in einem Bunker eine Funk Klingel zu 
nutzen?


Wir haben einen Proberaum und möchten gerne externen Besuchern die 
Möglichkeit geben, uns vorort zu erreichen.


Weil es ein Bunker ist, haben wir vorort im Raum keinen Handyempfang, 
allerdings im Treppenhaus schon, sodass ich relativ zuversichtlich bin 
etwas mittels Repeater oder Änliches, etwas erreichen zu können.


Der Raum befindet sich im 1 OG und der Funk müsste durch eine Außenwand 
und 3 Innenwände zzgl einer Decke.


Ich suche halt etwas spezielles und habe bisher noch keine fertig "Funk 
Türklingel" probiert, vermute aber das dies nicht funktionieren wird.


Leider habe ich noch keine Selfmade Anleitung oder ähnliches gefunden. 
Elektrotechnik Grundkenntnisse, sind als IT-Systemelektroniker 
vorhanden, genauso wie eine Lötstation und die üblichen Messinstrumente.


Falls es Möglichkeiten gibt Standard Systeme zu modifizieren um 
reichweiten zu erhöhen wäre dies natürlich auch super für uns.


Es muss nichts HighEnd mäßiges sein sondern wird nur bei Bedarf an 
unserem Parkenden Fahrzeug abgelegt.

Ist das Überhaupt möglich?
Gast
Daniel schrieb:
> Ist das Überhaupt möglich?

Möglich ist mit ausreichend Sendeleistung fast alles.
Auch vorteilhaft:
- niedrige Frequenz
- hohe Rx-Empfindlichkeit
- evtl. Antenne mit hohem Gewinn

4 Wände und 1 Decke klingt jetzt aber nicht so schlimm, das eine 
Fertiglösung keine Chance hätte...
Gast
Es ist schon zu befürchten, dass eine handelsübliche Funkklingel den 
Stahlbeton nicht durchdringt. Aber das aus zu probieren verschlingt auch 
keine riesige Investition.

Möglicherweise gibt es auf niedrigerer Frequenz eine fertige Lösung, die 
man da auch betreiben darf. Ich denke, eher nicht, kann das aber auch 
nicht sicher sagen. Billig ist diese Lösung dann sicher nicht. 
("Grubenfunk", "Höhlenfunk" suchen)

Ebenso auf einer deutlich niedrigeren Frequenz gibt es sicher eine 
selbst zu bauende Lösung. Nur: wer das kann, braucht nicht lang zu 
fragen. Wer da fragt, braucht lange für die Realisierung und muss 
selbständig recherchieren und lernen. Das kostet viel Zeit.

Man hat mit Leitungen Kontinente durchquert und Kontinente verbunden. 
Ich als Funkfreak würde aus Zeitgründen auch heute eine Drahtlösung 
verwenden. Selbst durch sehr dicht schliessende Türen kommt man einfach 
mit selbst gebastelten isolierten Folienleitern, wenn Leitungen stemmen 
zu aufwändig wäre.

viel Erfolg, John
(º°)·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.· schrieb im Beitrag 
#5131752:
> Eine handbetriebene Sirene vor einem der Lufteinlaesse.

:))

Da stehen denen drin die Haare einen halben Meter vom Kopf ab. Das ist 
eine sehr, sehr gute Idee.
die ganz alten Funkklingeln wurden bei 27MHz betrieben. Das könnte es 
eventuell durch die Wände schaffen. Nur sowas heute noch auftreiben 
könnte schwer werden. Eventuell findet man noch 27MHz Geräte beim 
Chinesen oder man benutzt Modellbautechnik als Grundlage um selbst was 
zu bauen.
Daniel schrieb:
> Der Raum befindet sich im 1 OG und der Funk müsste durch eine Außenwand
> und 3 Innenwände zzgl einer Decke.

Das sagst du so locker. Bunkerwände bestehen aus bis zu 2,50 m 
Stahlbeton, Decken bis zu 3,50 m. Zumindest gehe ich mal davon aus, dass 
es kein U-Boot-Bunker ist. Da bestanden Decken aus bis zu sagenhaften
10 m Stahlbeton.

Dann muss man noch hinzurechnet, dass die Sender und Empfänger nicht 
parallel gegenüber stehen. Daher müssen die Funkwellen schräg durch 
Wände und Decke. Der Weg durch z.B. 2 m Wand ist damit länger als 2 m.

Also, von wie viel Metern effektiven Stahlbetons reden wir? 10 m, 20 m?

> Ich suche halt etwas spezielles und habe bisher noch keine fertig "Funk
> Türklingel" probiert, vermute aber das dies nicht funktionieren wird.

So aus dem Bauch heraus würde ich sagen, dass du mit dem üblichen 
Funkklingel in einem IMS-Band wie 433 MHz und deren zulässiger 
Sendeleistung keine Chance hast. Ich glaube nicht mal, dass es eine 
handelsübliche Funkklingel durch eine 2,50 m Stahlbeton-Wand macht.

Ein Versuch würde dich übrigens gepflegte 6 Euro kosten. Zumindest 
bekommt man dafür schon eine Funkklingel.

> Leider habe ich noch keine Selfmade Anleitung oder ähnliches gefunden.
> Elektrotechnik Grundkenntnisse, sind als IT-Systemelektroniker
> vorhanden, genauso wie eine Lötstation und die üblichen Messinstrumente.


> Falls es Möglichkeiten gibt Standard Systeme zu modifizieren um
> reichweiten zu erhöhen wäre dies natürlich auch super für uns.

Was illegal wäre. Die Sendeleistungen sind bewusst begrenzt.

> Es muss nichts HighEnd mäßiges sein sondern wird nur bei Bedarf an
> unserem Parkenden Fahrzeug abgelegt.

Ach, ein "bisschen" Luft bis zum Bunker ist auch dazwischen?

> Ist das Überhaupt möglich?

So aus dem Bauch, für Privatleute, ohne spezielle Zulassung der 
Sendeanlage, ohne vorher erst mal vernünftig Messen, etc.? Nein.
Gast
Bei einem Bunker braucht man keine Funkklingel sondern einen 
ordentlichen 'Anklopfer'.
Gerüchteweise sind gerade welche in Pjöngjang serienreif gemacht worden. 
;-)
Gast
Mit einer billigen Baumarkt-Funkklingel durch 2 Meter Stahlbeton zu 
kommen erfordert schon viel Glück und Fummelei um einen möglichen 
Standort zu finden, wo die Armierung nicht als Farradayscher Käfig 
wirkt.

Leider sind Bunkertüren "etwas" dicker als normale. Im Prinzip reicht 
Klingeldraht und eine Sat Kabel-Fensterdurchführung oder flexible 
Leiterplatte um Leitungen durch einen Türfalz zu bekommen. Evtl. wäre 
auch Flachbandkabel eine Idee (z.B Reichelt Artikel-Nr.: AWG 28-40G 3M)?
Gast
> Wir haben einen Proberaum

der doch dazu da ist, ungestört die eigene Kunstfertigkeiten zu 
verbessern.

> und möchten gerne externen Besuchern die
> Möglichkeit geben, uns vorort zu erreichen.

Fehlanpassung? Verwechselt ihr das nicht mit Auftrittslokal oder 
Partyraum?


 -  -

> Es muss nichts HighEnd mäßiges sein

Wer Funk kennt, nimmt Kabel.

Ein bequem zu bedienender Haspel -z.B. aus d. Bereichen Drachenflug, 
Fischerei, o.ä.- und genügend Telefonlitze (DA) sind schnell ausgelegt, 
weggeräumt UND auch zuverlässig + idiotensicher zu bedienen.

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