Forum: PC Hard- und Software Business EMail Provider gesucht


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von Lazarus (Gast)


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Hallo

Kann jemand einen Email Provider für ein Unternehmen empfehlen? WIr 
haben bislang GOdadd genutzt aber haben momentnan nur Probleme damit mit 
nicht ausgehenden oder ankommenden Emails.

Wenn möglich gleihc ein Anbieter bei denen wir die Accounts 
zertifizieren können, also als trusted sender.

von Schreiber (Gast)


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Lazarus schrieb:
> Kann jemand einen Email Provider für ein Unternehmen empfehlen?

1und1 /United Internet
Posteo
Deutsche Telekom

Bei größerem Bedarf: eigenen Mailserver

von Lukas (Gast)


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Wie viele Postfächer?
Es kommt auch stark darauf an wie die User ihr Mailprogramm benutzen. Da 
kann es schon ab 10 Usern sinnvoll sein einen eigenen Mailserver zu 
betreiben.

von Kaj (Gast)


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von Mark W. (kram) Benutzerseite


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Also ich habe Zoho seit ca 1.5 Jahren. Bisher keine Probleme.
Von Zertifizierungen weiss ich nichts, da kenne ich mich nicht aus.

von Lazarus (Gast)


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Benutzer sind momentan etwa 15. Im Laufe des nächsten Jahres wird sich 
die zahl - hoffentlich - mindestens verdoppeln

Momentan nutzen die meisten Nutzer Office 2016

Welchen Vorteil bringt es einen eingenen Server zu betreiben? Das macht 
docht erst in der größenordnung von einigen 100 Andressen Sinn oder? Die 
ANschaffung EInrichtung und Betrieb stehen doch nicht dafür ...?

von Madan O. (madan)


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Ich rate von Google/GoDaddy ab, das sind unseriöse Unternehmen bei denen 
es mit der Meinungsfreiheit gem. erstem Zusatzartikel nicht weit her 
ist.

Zudem liegen diese Anbieter nicht mal in Deutschland und sind daher aus 
Gründen des Datenschutzes nicht besonders toll.

Wollt ihr viele Mails verschicken oder geht es Postfächer für die 
Mitarbeiter selbst?

qmail usw. bietet viel an, allerdings muss man bei Mitarbeiterkonten 
immer den Datenschutz sehr im Auge behaupten. Sprich uberspace fliegt 
damit automatisch raus.

von Peter II (Gast)


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Lazarus schrieb:
> Momentan nutzen die meisten Nutzer Office 2016

ist die frage was alles gebraucht wird. Wenn eh schon ein Office 
vorhanden ist, sollte man das ganze mit einem Exchange betreiben. Wenn 
der eigene Exchange zu umständlich ist, kann man sie auch einen mieten.

suche einfach mal nach "hosted Exchange"

> Welchen Vorteil bringt es einen eigenen Server zu betreiben?
das man die Kontrolle über seine mail hat, nicht jeder kann dabei gut 
schlafen wenn seine gesamte Mail bei einem externen Anbieter liegen.

Früher™ war es auch bei 10 Leuten üblich einen eigenen mail-Server zu 
betreiben. Da war der Exchange auch noch im Small-business-Server recht 
preiswert zu bekommen.

von (prx) A. K. (prx)


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Von einem Anbieter ausserhalb der EU (ohne GB) würde ich abraten, selbst 
wenn der auch in der EU hostet. Das Risiko, aus rechtlichen Gründen 
später umziehen zu müssen, wäre mir zu hoch.

von Philipp K. (philipp_k59)


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Lazarus schrieb:
> WIr
> haben bislang GOdadd genutzt aber haben momentnan nur Probleme damit mit
> nicht ausgehenden oder ankommenden Emails.

Das kann einem auch mit schlecht administrierten eigenem Mailserver 
passieren.

Vielleicht ist zertifiziert das falsche Wort, aber man muss den 
momentanen Guidelines der großen Mailhoster folgen sonst nehmen die 
einfach mal keine Mail mehr an, ode rumgekejrt um mitzuspielen darf man 
manche auch nicht annehemen.. ein Hexenkessel der Sicherheit.... Da gibt 
es sogar hunderte Blacklists und nur eine Spammeldung und man ist da 
auch schon nicht mehr "zertifiziert".. dazu kommen noch etliche 
Konfigurationen des Mailservers mit speziellen Einzelmechanismen.

Ein guter Admin bekommt das in den Griff, vielleicht wäre ein Managed 
Mailserver etwas.

von Arc N. (arc)


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Mark W. schrieb:
> Also ich habe Zoho seit ca 1.5 Jahren. Bisher keine Probleme.
> Von Zertifizierungen weiss ich nichts, da kenne ich mich nicht aus.

Kann sein, dass DKIM, SPF oder DMARC oder alles zusammen gemeint ist.
Geht alles bei zoho.eu
https://www.zoho.com/mail/help/adminconsole/dmarc-policy.html
https://www.zoho.com/mail/help/adminconsole/dkim-configuration.html
https://www.zoho.com/mail/help/adminconsole/spf-configuration.html
Nettes Feature: Man kann Mail/Kalender auch über EAS nutzen. Outlook 
zickt da u.U. etwas bei der Konfiguration, danach geht's aber 
problemlos. Auch die Android-App ist gut und man kann's erst mal 
gemütlich kostenlos testen/nutzen, wenn 25 User, 5 GB/User und 20 MB 
Anhänge reichen.

: Bearbeitet durch User
von T.roll (Gast)


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Setz einen Postfix-Server auf. Kostet "nichts" (kompetente eigene IT 
vorausgesetzt) und die wahrscheinlich beste Lösung.

von (prx) A. K. (prx)


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T.roll schrieb:
> Setz einen Postfix-Server auf. Kostet "nichts" (kompetente eigene IT
> vorausgesetzt) und die wahrscheinlich beste Lösung.

Wenn er eine kompetente eigene IT hätte, die es selber erledigen kann 
und will, würde er dann überhaupt fragen?

Zudem kommt bei einem eigenen Mailserver auch noch das Thema Spam- und 
Virenabwehr hinzu.

: Bearbeitet durch User
von Lukas (Gast)


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Lazarus schrieb:
> Welchen Vorteil bringt es einen eingenen Server zu betreiben?

Mails liegen auf eigener Hardware.
Verbindung der Clients zum Server somit sehr schnell.
Backup einfacher.

Beim Einsatz von Exchange:
Keine Einrichtung der Clients mehr nötig, da klickt der User 2x weiter 
und fertig ist die Outlook Einrichtung.
Webzugriff möglich.
Sync von Smartphone möglich.
Kalender und Kontakte auch Synchronisiert mit dem Smartphone

usw. usw.

von Jürgen S. (engineer) Benutzerseite


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Madan O. schrieb:
> Ich rate von Google/GoDaddy ab, das sind unseriöse Unternehmen bei denen
> es mit der Meinungsfreiheit gem. erstem Zusatzartikel nicht weit her
> ist.
>
> Zudem liegen diese Anbieter nicht mal in Deutschland und sind daher aus
> Gründen des Datenschutzes nicht besonders toll.

Die reagieren auch nicht auf Anfragen und hosten schon mal gerne 
Kriminelle und Betrüger! Vor etwa 2 Jahren hat dort eine Person - 
angeblich aus den USA - meine komplette Seite kopiert um UGG-boots 
illegal zu verkaufen. Die Seite war bis zum Schluss online und Godaddy 
hat sich einen Dreck darum gekümmert, sie zu löschen:

http://www.96khz.org/illegalcopyissue.htm

von Taubenschlag (Gast)


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T.roll schrieb:
> Setz einen Postfix-Server auf. Kostet "nichts" (kompetente eigene IT
> vorausgesetzt) und die wahrscheinlich beste Lösung.

Super Ratschlag. Und was ist mit IMAP? Siehste, man muss entweder Ahnung 
von der Sache haben und an alles selbst denken - oder man überlässt das 
halt einfach einem externen Dienstleister. Und genau nach letzterem 
wurde hier wohl nicht ohne Grund gefragt.

von Madan O. (madan)


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Taubenschlag schrieb:
> T.roll schrieb:
>> Setz einen Postfix-Server auf. Kostet "nichts" (kompetente eigene IT
>> vorausgesetzt) und die wahrscheinlich beste Lösung.
>
> Super Ratschlag. Und was ist mit IMAP? Siehste, man muss entweder Ahnung
> von der Sache haben und an alles selbst denken - oder man überlässt das
> halt einfach einem externen Dienstleister. Und genau nach letzterem
> wurde hier wohl nicht ohne Grund gefragt.

Eben, mit Redundanz ist sowas etwas komplexer, wobei selbst das machbar 
ist. Der Datenschutz ist eher das Problem.

Erkundige dich mal bei den Rechenzentren lokaler Universitäten, z.B. 
TUM/RRZE, diese bieten zum Teil ihre Dienstleistungen auch externen 
Kunden an, kostet natürlich entsprechend.

Hetzner usw. haben auch entsprechende Angebote.

von TestX (Gast)


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Office 365 business essentials. Ist ein full managed exchange service 
mit der option bei der telekom gehostet zu werden.

von T.roll (Gast)


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TestX schrieb:
> Office 365 business essentials. Ist ein full managed exchange service
> mit der option bei der telekom gehostet zu werden.

Der ist gut. Du beschreibst quasi den SuperGAU.



Hüte dich auf jeden Fall vor Office 365 und Exchange!

von Schreiber (Gast)


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T.roll schrieb:
> Setz einen Postfix-Server auf. Kostet "nichts" (kompetente eigene
> IT
> vorausgesetzt) und die wahrscheinlich beste Lösung.

Doch, kostet etwas: ZEIT
...und da die Firmeninterne IT vermutlich nicht ehrenamtlich arbeiten 
wird somit auch Geld. Und zwar nicht nur einmal, sondern immer wieder. 
Für Updates, Patches, Backups und was-auch-immer.

1&1 oder die Telekom sind hier nicht so schlecht wie ihr Ruf. Die tun, 
was sie sollen, sofern man keine Sonderwünsche hat. Der Support bei 
Buissness-Tarifen ist bei beiden brauchbar.

von Jan H. (j_hansen)


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Wir haben Office365. Um ein paar Euro im Monat pro Benutzer gibt es da 
einen gehosteten Exchange, Office, SharePoint, die Onlineservices usw. 
Funktioniert recht problemlos und finde ich günstig.

von Peter II (Gast)


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T.roll schrieb:
> Setz einen Postfix-Server auf. Kostet "nichts" (kompetente eigene IT
> vorausgesetzt) und die wahrscheinlich beste Lösung.

Postfix ist nur ein MTA, kein vollständiger Mail-Server.

von Gabriel von MSFT (Gast)


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Office 365 bietet eine komplette Produktivitäts-Suite und die 
Einrichtung eines Exchange Servers vereinfacht die Arbeit für die 
Kollegen/Mitarbeiter stark. Für das Unternehmen bieten z.B. gut 
kalkulierbare Kosten (Abo-Modell) und Flexibilität (schnell und einfach 
neue Accounts hinzufügen bzw. entfernen) klare Vorteile.
Die erwähnte Möglichkeit, die Daten in Deutschland zu hosten nennt sich 
Office 365 Deutschland. Informationen dazu gibt es hier: 
https://aka.ms/d5ndb1

von Pandur S. (jetztnicht)


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Ist Microsoft in Deutschland eine Option ? Eher nicht. Es bleibt eine 
amerikanische Firma.

von (prx) A. K. (prx)


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Sapperlot W. schrieb:
> Ist Microsoft in Deutschland eine Option ? Eher nicht. Es bleibt eine
> amerikanische Firma.

Ob dieses Szenario wasserdicht ist, ist noch nicht klar. Also ob 
Microsoft von der US-Regierung gezwungen werden kann, in Deutschland 
gehostete Daten preiszugeben und - wenn dem so ist - ob der EuGH damit 
glücklich ist, oder diese Art von Cloud-Betrieb irgendwann nicht 
zulässig ist. Ist aufgrund der normativen Kraft des Faktischen 
unwahrscheinlich, aber wer weiss?

: Bearbeitet durch User
von T.roll (Gast)


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Gabriel von MSFT schrieb:
> Gabriel von MSFT

Die MS-Werbetrolle werden immer dreister. Ein Grund mehr diese Firma zu 
meiden.

von Gerd E. (robberknight)


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Gabriel von MSFT schrieb:
> Für das Unternehmen bieten z.B. gut
> kalkulierbare Kosten (Abo-Modell) und Flexibilität

hmm. Und wie sieht es aus wenn bei MS oder der Telekom was schief läuft?

Wie kalkulierbar sind die Kosten wenn bei denen etwas für mehrere 
Stunden ausfällt? Du bekommst dann die Mietkosten für den einen Monat 
erlassen - ganz toll

Wie sieht es aus mit Schadenersatz wenn denen Daten verloren gehen?

Wie sieht es aus mit Schadenersatz wenn die durch eine Fehlkonfiguration 
ein paar wichtige Mails abweisen oder verschlucken?

von Lazarus (Gast)


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Ich habe mir heute den Mail Plus Server angeschaut, der auf unserem 
Synology NAS läuft. Ohne näher ins Detail gegeangen zu sein denke ich 
dass dies eine Alternative für uns wäre.

Allerdings sind nur 5 Email Konten inkludiert.

Die Lizenz für weitere 20 Adressen kostet 1000€ - pro Jahr. Find ich 
schon unverschämt teuer...

von Andy P. (bakaroo)


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Gerd E. schrieb:
> Gabriel von MSFT schrieb:
>> Für das Unternehmen bieten z.B. gut
>> kalkulierbare Kosten (Abo-Modell) und Flexibilität
>
> hmm. Und wie sieht es aus wenn bei MS oder der Telekom was schief läuft?

Erinnert sich noch jemand an den GAU, als ein großer darmstädter 
internetanbieter sein mailsystem auf Exchange umgestellt hatte? wie 
lange ging gar nichts mehr?

Gerd E. schrieb:
> Wie sieht es aus mit Schadenersatz wenn denen Daten verloren gehen?

Schadensersatzzahlungen gab es damals keine. Auch nicht für 
Geschäftskunden, die damit Tagelang abgeschnitten waren. Du kennst doch 
Microsofts EULA...

: Bearbeitet durch User
von T.roll (Gast)


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Andy P. schrieb:
> Erinnert sich noch jemand an den GAU, als ein großer darmstädter
> internetanbieter sein mailsystem auf Exchange umgestellt hatte?

Wer freiwillig Exchange nutzt hats aber auch nicht besser verdient.

von Skippy (Gast)


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Wir Google Mail, ist einfach & funzt.

von Lukas (Gast)


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Dann den Nutzern aufzwingen, "PC nur für Firmennutzung".
Ist auch super für Firmengeheimnisse.

von Alex W. (a20q90)


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Schau dir mal den hMailServer an! Ist kostenlos und läuft auf Windows.
Ein Windows vServer gibts z.B. bei Strato oder United Hoster für kleines 
Geld.

von Peter II (Gast)


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Andy P. schrieb:
> Erinnert sich noch jemand an den GAU, als ein großer darmstädter
> internetanbieter sein mailsystem auf Exchange umgestellt hatte? wie
> lange ging gar nichts mehr?

und die ganzen SAP Umstellungen die auch schief gegangen sind. Ich kenne 
auch Umstellungen auf Linux Server die schief gelaufen sind.

Jeder Umstellung kann Probleme verursachen, man sollte das im vergleich 
zur menge der Umstelllungen sehen. Vermutlich ist ein Großteil ohne 
Probleme abgelaufen.

Und so viele alternative gibt es nun ja nicht. Entweder Exchange, damit 
kann man alle Office Funktionalitäten nutzen (Regeln, Abwesenheit, sende 
im Auftrag, Berechtigung für andere Postfächer, Kalender) oder man 
braucht nur mail dann reicht ein Imap Server.  Klar gibt es auch 
Exchange alternativen oder beim letzten Test in der CT hatte jeder von 
deinen gewissen Einschränkungen.

von Gabriel von MSFT (Gast)


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Daten die in der Microsoft Cloud Deutschland gehostet werden unterliegen 
alleinig deutschem Recht, sprich: Ausländische Behörden oder Regierungen 
erhalten nicht automatisch über z.B. den Patriot Act Zugang zu den Daten 
des Kunden - auch Microsoft Mitarbeiter können ohne Zustimmung des 
Kunden nicht auf die Daten zugreifen; das ist im Datentreuhändervertrag 
geregelt.

Zusätzlich dazu werden alle unsere Dienste mit Mai 2018 DSGVO-konform 
sein und wir unterstützen unsere Kunden bei der Umsetzung der neuen 
Vorschriften: https://aka.ms/vaf0hb

Herzliche Grüße

von (prx) A. K. (prx)


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Abwarten. Man will ja Europa seinerseits gerne auf amerikanische Daten 
zugreifen. Könnte auf einen Kuhhandel rauslaufen:
https://netzpolitik.org/2016/internationale-herausgabe-von-elektronischen-beweismitteln-es-wird-eng-in-der-cloud/

: Bearbeitet durch User
von Daniel A. (daniel-a)


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Gabriel von MSFT schrieb:
> Daten die in der Microsoft Cloud Deutschland gehostet werden unterliegen
> alleinig deutschem Recht, sprich: Ausländische Behörden oder Regierungen
> erhalten nicht automatisch über z.B. den Patriot Act Zugang zu den Daten
> des Kunden

Nach deutschem Recht vielleicht, aber die USA sieht das anders, wenn 
eine Firma ihren Hauptsitz in der USA hat, wollen die die Daten.
Ein Beispiel mit MS aus 2014: 
https://www.theguardian.com/technology/2014/apr/29/us-court-microsoft-personal-data-emails-irish-server
Und ein neueres mit Google in 2017: 
https://www.theregister.co.uk/2017/02/04/google_must_provide_emails_held_overseas/

> auch Microsoft Mitarbeiter können ohne Zustimmung des
> Kunden nicht auf die Daten zugreifen; das ist im Datentreuhändervertrag
> geregelt.

Nur ist es leider unmöglich zu überprüfen ob wirklich niemand zugriff 
hat. Es muss aber zwangsläufig Personen geben, die sich zugriff 
verschaffen können. Dazu gehören unter anderem die Leute, die die 
Software der Systeme entwickelt haben, und die, die die Infrastruktur 
eingerichtet haben. Das Recht verhindert Verbrechen nicht, es definiert 
diese nur, und Konsequenzen gibt es nur wenn ein Verbrechen nachgewiesen 
wurde oder sehr wahrscheinlich ist, zumindest wenn man von negativen 
sozialen Folgen von Ermittlungen wegen einem Verdachtsmoment absieht.

Ich verwalte all meine Daten schon lange selbst, und hoste selbst meine 
Netzwerk Shares, Mail und Webserver, etc. Ich habe weitere privacy 
massnahmen für mein Heimnetzwerk getroffen, und werde diese in 
Anbetracht der Internetüberwachung in der Schweiz seit dem 1. September 
weiter ausbauen. Ich verwende Postfix, Dovecot, LetsEncrypt, Roundcube, 
OpenDKIM und bind9 auf meinem Mailserver. Dass Mails beim Senden 
abgefangen werden kann aber niemand verhindern, siehe mein Statement 
gegen Internetüberwachung abschnitt 4.2 für details: 
https://www.danielabrecht.ch/internetueberwachung/

von Gabriel von MSFT (Gast)


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Hallo Herr Albrecht,

Auch wenn es die USA anders sehen mögen, setzen wir uns für den Schutz 
der Daten unserer Kunden ein und haben in jüngerer Vergangenheit (2016) 
auch schon vor Gericht gewonnen: 
https://windowsunited.de/2016/07/14/microsoft-gewinnt-prozess-gegen-us-behoerden-kein-zugriff-auf-daten-im-ausland/

Jeder Zugriff auf Daten in der Microsoft Cloud Deutschland wird vom 
Datentreuhänder überwacht. Selbst Wartungsarbeiten in den Rechenzentren 
der Microsoft Cloud Deutschland werden nur unter Überwachung des 
Datentreuhänders durchgeführt.
Da die Daten somit allein in Deutschland gehalten werden, können z.B. 
die USA Gesetze wie den Patriot Act nicht automatisch durchsetzen, 
sondern müssen sich an deutsche bzw. europäische Gesetzeslage halten.

Herzliche Grüße

von Madan O. (madan)


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Gabriel von MSFT schrieb:
> Hallo Herr Albrecht,
>
> Auch wenn es die USA anders sehen mögen, setzen wir uns für den Schutz
> der Daten unserer Kunden ein und haben in jüngerer Vergangenheit (2016)
> auch schon vor Gericht gewonnen:
> https://windowsunited.de/2016/07/14/microsoft-gewi...
>
> Jeder Zugriff auf Daten in der Microsoft Cloud Deutschland wird vom
> Datentreuhänder überwacht. Selbst Wartungsarbeiten in den Rechenzentren
> der Microsoft Cloud Deutschland werden nur unter Überwachung des
> Datentreuhänders durchgeführt.
> Da die Daten somit allein in Deutschland gehalten werden, können z.B.
> die USA Gesetze wie den Patriot Act nicht automatisch durchsetzen,
> sondern müssen sich an deutsche bzw. europäische Gesetzeslage halten.
>
> Herzliche Grüße

Las der NSA/FBI/GCHQ Mitarbeiter und lachte.

Der BND Mann bückte sich daraufhin.

<zensiert>

von Daniel A. (daniel-a)


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Sehr geehrter Herr Gabriel von MSFT

Ich zweifle nicht daran, dass Microsoft grosse Anstrengungen bezüglich 
Datenschutz unternimmt, und bin mir all dessen was Sie schreiben sehr 
wohl bewusst. Aber das ändert nichts daran, das es technisch unmöglich 
ist sicherzustellen, dass wirklich niemand unbefugtes auf die Daten 
zugreifen kann. Wenn die USA ein zukünftiges Urteil gegen MS gewinnen 
sollte, und sich MS dennoch weigern sollte, die Daten herauszugeben, 
würde die USA doch mit sehr hohe Geldstrafen reagieren, die die Existenz 
von MS Selbst gefährden könnte. Und auch andere Länder wie Frankreich 
versuchen regelmässig mit ähnlichen Methoden an die Daten zu kommen. 
Sicher, es besteht eine geringe Chance, dass niemand unrechtmässig auf 
die Daten zugreift, und andere Länder es nicht schaffen ihren Willen auf 
fremde Daten zuzugreifen rechtlich durchzusetzen, aber das Risiko würde 
ich nicht eingehen. Ausserdem würde MS bei Ermittlungen gegen jemanden 
im Inland deren Daten doch sofort den Behörden aushändigen, obwohl, das 
wäre vermutlich weniger Problematisch als wenn diese in die eigene Firma 
spazieren und alle PCs mitnehmen, wie dass z.B. in Frankreich in der 
Vergangenheit bereits vorkam. Und zu guter Letzt, bieten MS Cloud 
Dienste mit Millionen von Nutzern doch ein viel Attraktiveres 
Angriffsziel für Hacker als ein privater Server.


PS: Es heisst Abrecht, nicht Albrecht, den Fehler machen viele.

von Philipp K. (philipp_k59)


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Daniel A. schrieb:
> Aber das ändert nichts daran, das es technisch unmöglich
> ist sicherzustellen, dass wirklich niemand unbefugtes auf die Daten
> zugreifen kann.

Hier hast nen Einmannzelt, wirst uns dankbar sein wenn du das nächste 
mal im Supermarkt Deinen Pin eingeben musst :D

Beitrag #5139018 wurde vom Autor gelöscht.
von (prx) A. K. (prx)


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Gabriel von MSFT schrieb:
> Auch wenn es die USA anders sehen mögen, setzen wir uns für den Schutz
> der Daten unserer Kunden ein und haben in jüngerer Vergangenheit (2016)
> auch schon vor Gericht gewonnen:

Es bleibt spannend: "On June 23, 2017, the U.S. government filed an 
appeal with the Supreme Court."

https://en.wikipedia.org/wiki/Microsoft_Corp._v._United_States

Und wenn das nicht wird, dann gibts eben den schon erwähnten Kuhhandel: 
"To remedy that, Congress is trying to hash out legislation that would 
allow the US government to enter into reciprocity agreements with other 
countries so that each side has the right to access data on foreign 
servers—with a valid warrant."

https://arstechnica.com/tech-policy/2017/06/supreme-court-asked-to-decide-if-us-has-right-to-data-on-foreign-servers/

: Bearbeitet durch User
von oszi40 (Gast)


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Wenn man alles selbst macht, muss man sich um ALLES kümmern. Dazu 
braucht man ausreichend Wissen und Leute. Eine EIN-Mann Show 
funktioniert nur bis zum ersten Urlaub. Wenn es Andere tun, könnten sie 
auch Einblick haben oder Dir das Licht ausmachen.

Eine Firma, die plötzlich keine Mails mehr hat, ist heute ganz arm dran! 
Deswegen sollte man nicht nur fragen wo sie liegen, sondern auch, wie 
sie gesichert werden und wie schnell sie wieder beschaffbar sind.

Beitrag #5139069 wurde von einem Moderator gelöscht.
von H. S. (Gast)


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Wenn Ich das alles so lese, dann sollte man Daten so schnell wie möglich 
von den Providern abholen und daheim speichern. Nix Cloud oder 50 GB 
Email reserve um von überall drauf zuzugreifen.

von T.roll (Gast)


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H. S. schrieb:
> Wenn Ich das alles so lese, dann sollte man Daten so schnell wie möglich
> von den Providern abholen und daheim speichern.

Ganz genau.

H. S. schrieb:
> Nix Cloud oder 50 GB
> Email reserve um von überall drauf zuzugreifen.

Ja und Nein.
Es gibt so Sachen wie Owncloud die auf eigener Hardware läuft. Und auch 
auf eigene Mailserver kann man von überall zugreifen.

Das gabs vieles schon lange vor "Cloud" (Netzlaufwerke, gesichertes FTP 
für Daten, usw.), nur muss man unverständlicherweise jedem Trend 
nachlaufen. Wen interessiert schon Datenschutz, "Ich habe ja nicht zu 
verbergen."

von Sebastian L. (sebastian_l72)


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Lazarus schrieb:
> Ich habe mir heute den Mail Plus Server angeschaut, der auf unserem
> Synology NAS läuft. Ohne näher ins Detail gegeangen zu sein denke ich
> dass dies eine Alternative für uns wäre.
>
> Allerdings sind nur 5 Email Konten inkludiert.
Der erste fix ist immer gratis.

Der eigene Mailserver im Unternehmensumfeld erfordert eine "High 
Availability-Architektur". Eine NAS reicht da nicht. Redundanz ist 
erforderlich. Oder wollt ihr ohne Mail dastehen, nur weil irgendein 
billige Schaltnetzteil abgeraucht ist und erst morgen kommt?

> Die Lizenz für weitere 20 Adressen kostet 1000€ - pro Jahr. Find ich
> schon unverschämt teuer...

Ich nutze "zum Spass" Synology MailServer mit MailStation mit einem 
LetsEncrypt Zertifikat. Das funktioniert eigentlich ganz gut.
MailServer ist Lizensfrei kann soviele User haben deine Synology 
verkraftet.
Calendar Server und AddressBook Server runden das PIM Packet hier ab.  -
Aber "over night" werden dann schon mal Mails an office.com geblockt, 
dann muss man SPF im DNS redigieren und morgen funktioniert dass dann 
wieder ....
das Pflänzchen will begossen werden.


Für Unternehmen würde ich aber zu einem gehostetem Exchange greifen.
vor dem Vergleich bitte eigene Parameter aufstellen.

Wenn man 100 MB mails zulässt, dann sind 20 GB innerhalb einer Woche 
vollgemüllt.

Wie stellt man max grösse der eMails ein.
max Postfachgrösse
Wie funktioniert der Spam filter?
Wer macht den Spam release
Newsletter send?
und dann die üblichen Vertragsspielchen: Laufzeit, Kündigungsfrist....

testweise mal die Supportnummer anrufen ;-)

von H. S. (Gast)


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T.roll schrieb:
> Es gibt so Sachen wie Owncloud die auf eigener Hardware läuft. Und auch
> auf eigene Mailserver kann man von überall zugreifen.
Ja, da muss mal drüber nachdenken!

von Reinhard S. (rezz)


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Wobei "eigene Hardware" auch wieder so ne Sache ist. Wo steht die? In 
einem RZ? Zu Hause mit wackeliger DSL-Verbindung?

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