Gast
#5132578
Meine Frage hat nur im weitesten mit HF zu tun, da sie aber den Amateurfunk tangiert stelle ich sie in diesem Forum. Bei APRS arbeitet man mit AFSK (Audio Frequency Shift Keying) mit 1200 Baud. Den beiden logischen Pegeln wird dabei die Frequenz 1200 Hz und 2200 Hz zugewiesen. Was ich jetzt überhaupt nicht versehen, ist wie man damit auf eine Baudrate von 1200 kommen kann. Bei 1200 Baud steht für jedes Bit eine Zeitspanne von 8,333µs zur Verfügung. In diese Zeit passt eine Periode eines 1200 Hz Signals und 1,833 Perioden des 2200Hz Signals. Dies würde ja bedeuten, dass man gerade mal eine Periode des niederen Signals und 1,833 Perioden des schnellen Signals überträgt. Ist dem so? Hätte jetzt erwartet, dass man von jeder Frequenz mehrere Perioden überträgt, was dann aber doch zwangsläufig zu einer kleineren Baudrate führen würde. Und noch eine Frage: Wenn tatsächlich nur eine bzw. 1,833 Perioden pro Bit übertragen werden, wie schafft man es, dass bei einem Pegelwechsel das NF-Signal von einer Frequenz nahtlos auf die andere Frequenz übergeht? Ein Spannungssprung (weil z.B. jedes Bit immer mit dem NF-Nulldurchgang beginnt) wäre ja gleichbedeutend mit Oberwellen, was der schmalbandige Übertragungskanal ja nicht gerne sieht, oder bügelt er dies aufgrund seiner Filterwirkung einfach glatt? Nur dann ist das Detektieren einer einzigen Periode doch bestimmt nicht so ganz einfach, wenn da noch ein Einschwingvorgang überlagert ist. Sorry, aber irgendwie steige ich jetzt da gerade mal überhaupt nicht durch. Besten Dank Michael