Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Gemeinsamkeiten Pommes vs. Schaltnetzteile.


von Urwefi (Gast)


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Hallo,
ich habe hier 2 Schaltnetzteile im Einsatz. 1 x 19 Volt und 4 Ampere für 
meinen Laptop und 1 x 12 Volt mit 2 Ampere, und 5 Volt mit 2 Ampere für 
meinen NAS (externe Festplatte).
Beide Schaltnetzteile sind schutzisoliert und können nicht geöffnet 
werden, da keine Gehäuseschrauben vorhanden sind. Die Gehäuse sind 
verklebt und nur mit einem Hammer oder Säge zu öffnen. Beide 
Schaltnetzteile werden mit einem Kaltgerätekabel mit 230 Volt AC 
versorgt.
Seit ein paar Tagen, wenn ich entweder den Kaltgerätestecker, und/oder 
den Schukostecker anschließe hört es sich für Bruchteile von Sekunden 
an, als würde man Pommes frittieren. Ab und zu knallt es auch ganz 
anstständig. Das Geräusch kann ich nicht so richtig orten. Ich vermute 
aber mal, dass es aus dem Netzkabel kommt. Andere Netzkabel habe ich 
ohne Erfolg auch schon getestet.
Was zum Teufel mag das sein? Sind es etwa die primären Y-Kondensatoren 
die die HF von L1 und N in den Schutzleiter abführen, obwohl die 
Schaltnetzteile schutzisoliert sind, also kein Blechgehäuse haben?

MfG. Urwefi

von voltwide (Gast)


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Das ist der Einschaltstromstroß, das bratzt denn schon mal mit 
sichtbaren Funken. Machen meine Notebookadapter von Lenovo auch.

von Edi M. (Gast)


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Riechen darf da aber eigentlich nichts, jedenfalls nicht nach Pommes. Es 
kommt nur zu einer Ionisation der Luft und einem Verbrennen von 
Schmutzstoffen in der Luft. Kann natürlich sein, dass dein NT derart 
verfettet ist, dass dort Fuselöle gasförmig umher vagabundieren und dann 
verpuffen!

von Hp M. (nachtmix)


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Urwefi schrieb:
> Ich vermute
> aber mal, dass es aus dem Netzkabel kommt. Andere Netzkabel habe ich
> ohne Erfolg auch schon getestet.

Hast du auch schonmal untersucht, ob es evtl. in der die Steckdose 
schmort?

von der schreckliche Sven (Gast)


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Das liegt an Deinem Gehör. Es ist offenbar zu gut.
(Es funkt beim Anstecken, na und?)

von Karl B. (gustav)


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Urwefi schrieb:
> Ab und zu knallt es auch ganz
> anstständig.
Urwefi schrieb:
> Seit ein paar Tagen,

Hi,
genauso hörte es sich an, als sich der X2-Netzparallelkondensator meines 
Modems noch im "selbstheilenden" Überschlagsmodus befand, um nach etwa 
einigen Wochen ganz zu zerplatzen. (Auch schutzisolierte, 2-polige 
Netzteile haben einen X2-Kondensator.)

Und es roch nach Lagerfeuer. Glücklicherweise fand das Ganze während 
meiner Anwesenheit statt, so dass der vorgeschriebene Rauchmelder an der 
Zimmerdecke nicht auslöste, weil ich schnell genug noch den Stecker 
ziehen konnte.


Modem hat neues Netzteil bekommen.

ciao
gustav

Beitrag #5136555 wurde von einem Moderator gelöscht.
von MM (Gast)


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Urwefi schrieb:
> Was zum Teufel mag das sein?

Meine Vermutung:
Kaltgeräteanschlüsse im Netzteil wieder festlöten da sie angebrutzelt 
sind. Um die gewaltsame Gehäuseöffnung wirst du nicht herum kommen nebst 
Problem der erneuten Verschließung.

von Jürgen W. (cowpoke)


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Die Gehäusehälften haben 4 ganz kleine Verschlußzungen an der Seite. Die 
halten extrem fest. Zu zweit mal versuchen, indem einer mit beiden 
Händen das untere Teil seitlich mit beiden Händen zusammendrückt und der 
2. versucht den Deckel an einer Ecke hoch zu hebeln mit Schraubendreher.

von Mike J. (linuxmint_user)


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Die Netzteile sind in der Regel etwas verklebt.
Man hämmert etwas auf die Naht, damit sich die Verklebung etwas löst.
Den Rest muss man aber dann trotzdem mit der Hand machen, ich nutze dazu 
dünne Arbeitshandschuhe und einen Schraubenzieher mit dem ich die Seiten 
entlang gehe und versuche die Plastikseiten voneinander zu trennen.

Es ist auch möglich dass deine Steckerleiste, wo du vermutlich die drei 
Netzteile dran hast, das Problem ist.
Wenn der Schalter sich durch den hohen Einschaltstrom schon etwas 
abgenutzt hat, dann ist es möglich dass der Schalter nicht mehr richtig 
schließt und eine gewisse Zeit lang der Strom über eine Plasmabrücke 
fließt.
Irgend wann ist der Kontakt des Schalters ganz abgenutzt.

Gegen den hohen Einschaltstrom kann man einen 2-10 Ohm Widerstand 
verbauen um den Stromstoß in die Kondensatoren zu verringern.
Bei einem Netzteil welches nicht so viel Leistung (30W) abgeben muss 
nutze ich 10 Ohm, für ein 120W Netzteil sollte man eher 1-2 Ohm nutzen.

Man hat keinen Funkenflug mehr beim Stecker einstecken, aber dauernd 
einen gewissen Verlust an dem Widerstand. Bei meinem Netzteil welches 
mit 30W belastet wird sind das etwa 0,2W durch einen 12 Ohm Widerstand 
am Eingang.

Intelligent wäre es wenn die PFC gleich eine Art Softstartmechanismus 
hätte der den Strom beim einschalten begrenzt.

Beitrag #5137356 wurde von einem Moderator gelöscht.
von eProfi (Gast)


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Ein Einschaltstrombegrenzer-NTC (ca. 5 Ohm) ist das Mittel der Wahl. 
Habe schon einige Steckdosenleisten damit ausgestattet (Anschlüsse lange 
lassen, damit wenig Wärme darüber abfließt). Dick kennzeichnen, denn 
Lasten größer 1-2kW (je nach NTC) halten sie nicht auf Dauer aus.
Auch damit betriebene Leuchtmittel halten deutlich länger.

von Mike J. (linuxmint_user)


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Stimmt ... damals waren in den Netzteilen noch NTC-Widerstände um diesen 
Einschaltstrom zu begrenzen, das ist jetzt nicht mehr so. Weshalb 
eigentlich?

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Mike J. schrieb:
> das ist jetzt nicht mehr so. Weshalb
> eigentlich?

Damit spart man sich ein Bauteil :-P Das gesparte Geld wird dann in die 
Gummimasse gesteckt, mit denen die Leute seit einiger Zeit die Netzteile 
zumanschen, um ja zu verhindern, das man sie repariert und die auch 
massiv die Luftzirkulation behindert.
Deswegen werden auch oft die Gleichtaktdrosseln durch zwei Drahtbrücken 
ersetzt.
Wer einen grossen Schraubstock hat, kann das Gehäuse damit auch leicht 
unterhalb der Naht zusammendrücken, oft knackt dann die Klebe frei.

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