Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Fragen zu Leistungsverstärker


von Tim L. (ahrion)


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Hallo, ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen.
Ich habe hier folgenden Leistungsverstärker aus einem 
Coriolis-Durchflussmessgerät. Dieser soll in Funktionsgruppen unterteilt 
und erklärt werden.
Ich erkenne 2 Stromspiegel, eine Endstufe, einen OP und eine 
Rückkopplung. R2 soll eine vereinfachte Form des Antriebes darstellen 
(der das Messrohr in Schwingung versetzt).
Was genau ist nun die Funktion jeder einzelnen Gruppe und wie wird 
daraus der Leistungsverstärker?

Schonmal Danke im vorraus.

von Boris O. (bohnsorg) Benutzerseite


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Wie du auf deine Zahlen kommst ist mir nicht klar. Wenn ich die 
Operationsverstärker durchzähle, komme ich auf dreimal mehr als 1. Es 
ist auch noch ein Messgerät darinnen. Was die Endstufe anbelangt teile 
ich die Anzahl ebenfalls nicht. Es mutet etwas seltsam an, die H-Brücke 
auf der einen Seite in Kollektor- und der anderen in Emitter-Schaltung 
zu realisieren.

Deswegen solltest du das Schaltbild vielleicht in die linke und die 
rechte Hälfte zerlegen und das mal separat betrachten.

von Tim L. (ahrion)


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Da hast du natürlich recht, es sind 3 OP's. Anstatt einen OP meinte ich 
eigentlich einen Inv-Verstärker.

Mir würde es schon helfen zu wissen, wie genau man auf die 
Stromverstärkung kommt, wie sie oben rechts steht.

von Klaus R. (klara)


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Hallo,
R10 hängt an +In und R7 an -In des OPV. Der OPV hat eine sehr hohe 
Verstärkung und gleicht praktisch jeden Spannungsunterschied zwischen 
+IN und -IN aus. Dann rechne mal die Ströme der beiden Widerstände aus, 
die bei 0V Differenz auftreten. Dann hast Du das Verhältnis R10/R7.

Das Ganze Gebilde ist ein Brückenverstärker. OP3 dreht dazu die Phase um 
180°.
mfg Klaus

von U. M. (oeletronika)


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Hallo,
> Tim L. schrieb:
> Mir würde es schon helfen zu wissen, wie genau man auf die
> Stromverstärkung kommt, wie sie oben rechts steht.
eine wesentliche Eigenschaft eine idealen OPV ist es, dass sich über die 
Rückkopplung die Differenzspannung auf 0V an den Eingängen einstellt.

Nu  schau dir mal an, an welche Potentiale die Eingänge geklemmt sind.
Oben z.B. an R10 und R7, wobei beide das gemeinsame Potential +Ub haben.

Wenn nun durch durch R10 der Strom von IS1 fließt, wird der OPV 
versuchen den Ausgang so zu steuern, dass an R7 der gleiche 
Spannungsabfall wie über R10
entsteht. Der Strom durch R7 steht also in direktem Verhältnis mit R10.

Das gleiche passiert auch unten mit R8 und R9.
Gruß Öletronika

von Tim L. (ahrion)


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Vielen Dank für die konstruktiven Antworten. Hatte erst meine Probleme, 
weil ich dachte, dass z.B. UR10 = UR7 + UR11 sei, aber deine Erklärung 
macht Sinn.
Dann wird durch den OP UR10 = UR7 => I_in * R10 = I_out * R7 und das 
dann umgestellt zur Stromverstärkung.

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