Chinesische Werkstattpresse defekt/entlüften

Gast #5139683
Ich gestehe und bitte um Vergebung: entgegen meiner inneren Überzeugung 
habe ich letztes Jahr eine chinesische Werkstattpresse ("20to") 
erworben.
Typ WSPR04 von "Timbertech"
Mein Gedanke war- dass da eigentlich kaum was kaputtgehen könnte.
Für das gesamte Fahrwerk meines Vorkriegsoldtiers mit allen Buchsen hat 
es ja gereicht, aber nun- tut nix mehr.


Die Anleitung gibt nix her, wie man das Ding entlüften soll.


Hat eine horizontal liegenden Öl Vorratsbehälter (ca. d=6cm, l= 40cm, 
mit einem Handhebel auf einen kleinen vertikalen Pumpzylinder drauf. Das 
sieht alles nach einem Jahr schon etwas ausgeleiert aus, die 
Hebelführung über dem Zyk´linder war von Anfang an sehr unpräzise 
gefertigt..
Daran eine kleine Schraube neben dem Ablassventil.
Desweiteren Öl Nachfüllschraube.
Zsätzlich oben Ölschlauch am Preßzylinder mit so einem "selbstdichtendem 
Hydraulikstecker" ansgeschraubt.

Hat hier jemand Erfahrungen? Fehlerbil bekannt? Ideen- wo ich eine 
Schnittzeichnung oder ähnliches für einen ordentlichen Erkentnissgewinn 
herbekomme, bevor ich einen Ölspringbrunnen baue?

vg

Maik
der ab und an doch wieder auf fernöstliches Wechzeuch reinfällt.
#5140114
BastelIng schrieb:
> Hat eine horizontal liegenden Öl Vorratsbehälter (ca. d=6cm, l= 40cm,
> mit einem Handhebel auf einen kleinen vertikalen Pumpzylinder drauf.

Dann stell den Apparat zum Entlüften mal vertikal hin, damit die Luft 
im System am obersten Punkt entweichen kann, während Du fehlendes Öl 
über einen Schlauch aus einer alten Blechbüchse ansaugst.

MfG Paul
Gast #5140140
Hi Paul,

Ich habe das Dingen schon heute mittag erstmal testweise schräg 
gestellt, damit der Ölvorrat an der Pumpe anliegt.
Die Spezifikation "Hydrauliköl" in der -"Bedienungsanleitung"- fand ich 
auch toll.
Grundsätzlich will ich natürlich wissen wie das Mistding im Detail 
funktioniert. Ein Nachbar hat so ein ähnliches Konstrukt im europäischen 
(oder amerikanischen) Original. Das funktionert schon seit Jahrzehnten.
Nur das Röntgengerät für die Hydraulik-Gußteile fehlt leider hier au der 
Straße.

Und ich habe keine lust planlos mit Hydrauliköl zu planschen. Das habe 
ich mal als Schüler mit einem Hydraulikmotor einer Groß-Rüttelplatte 
gebastelt. Die Fontäne am defekten Dichtring war damals recht imposant. 
Die Schweinerei beliebig. Deshalb schätz ich wo möglich Strom...
Gast #5140263
BastelIng schrieb:
> Hi Paul,
>
> Ich habe das Dingen schon heute mittag erstmal testweise schräg
> gestellt, damit der Ölvorrat an der Pumpe anliegt. Die Spezifikation
> "Hydrauliköl" in der -"Bedienungsanleitung"- fand ich auch toll.

Wo soll da das Problem sein? Das Gerät benötigt ganz einfaches 
Hydrauliköl!
Hat jeder Traktor/Gabelstapler-Schrauber ein Fass voll in der Werkstatt 
stehen.
HLP46 dürfte das gängigste sein, mit einem HLP-irgendwas macht man bei 
Chinaware eigentlich nie was falsch.

Biologisch abbaubare Öle sollte man meiden, damit kann man wunderbare 
Pilze im Hydrauliksystem züchten.
#5140296
BastelIng schrieb:
> mit einem Handhebel auf einen kleinen vertikalen Pumpzylinder drauf. Das
> sieht alles nach einem Jahr schon etwas ausgeleiert aus, die
> Hebelführung über dem Zyk´linder war von Anfang an sehr unpräzise
> gefertigt..

Möglicherweise bringst Du keinen Druck mehr hinüber, weil der Kolben
(Dichtring, Kolbenring) schon weg ist...
Gast #5140305
Mani W. schrieb:
> BastelIng schrieb:
> Möglicherweise bringst Du keinen Druck mehr hinüber, weil der Kolben
> (Dichtring, Kolbenring) schon weg ist...

Unwahrscheinlich, Verschleiß ist ein schleichender Prozess.
Dickflüssigeres es Hydrauliköl schafft hier, in Grenzen, Abhilfe.

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