Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik unsymmetrisch belastete Sternschaltung


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von Reiner1407 (Gast)


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Schadet es einem 380V Drehstromgenerator, wenn ich auf Dauer nur L1 mit 
Volllast (ca. 16A) betreibe, L2 + L3 dagegen völlig unbelastet bleiben?

von Reiner1407 (Gast)


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keiner eine Idee?

von THOR (Gast)


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Generell ist das keine gute Idee, was isses denn für ein Generator?

Wenns ein "8000W" Baumarktmöppel ist: Mach das nicht.

von Reiner1407 (Gast)


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Danke, THOR.

Was kann passieren? Bitte nur mal den WORST CASE kurz beleuchten.

von Reiner1407 (Gast)


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und JA, es soll so ein Moppel vom Baumarkt sein ;)

von Ich-bin-nicht-dick! (Gast)


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Nur eine Wicklung voll zu belasten, die anderen gar nicht, das würde ich 
lassen. Es käme vielleicht in Frage, mit einem 3 x 64 Ampere Generator 
einphsig mit 16 Ampere zu belasten - das aber ist unbezahlbar, und daher 
unpraktikabel.

Klüger wäre, die 3 Strangspannungen über ein dickes 3-Phasen-Sinusfilter 
/ eine dicke 3-Phasen-Drossel in einen Gleichrichter zu speisen, und mit 
dem so entstandenen Zwischenkreis über eine H-Brücke eine Einphasen-AC 
zu generieren. Dafür würde dann auch ein Generator mit 8-10 Ampere pro 
Phase reichen.

Und man könnte wohl ganz einfach von einem Wechselrichter nur die 
Endstufe benutzen. Oder die Gleichspannung in den Zwischenkreis eines 
FU, der aber müßte sensorisch lahmgelegt werden... Oder gar bei ehbäih 
eine H-Brücke besorgen, welche sinusmoduliert anzusteuern wäre (gibt es 
aber auch komplett als Wechselrichter-Endstufe...). Oder aber einen 
Klasse D Verstärker im Multikilowatt-Betreich, der ebenfalls mit 400VDC 
zurechtkommt. Oder selbst bauen.

Allerdings: Gibt es denn nirgends Generatoren (bzw. umgedrehte Motoren), 
denen einphasige AC zu entnehmen wäre?

von Ich-bin-nicht-dick! (Gast)


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Aber nenne doch einfach mal den Verbraucher / die Last. Sehr häufig 
findet sich nämlich für so "exotische" Anforderungen am Schluß eine ganz 
einfache Lösung - sobald alle Tatsachen bekannt sind.

Eine Heizung z.B. könnte man sowieso auch mit Gleichspannung speisen. Da 
müßte man für einphasiger AC entsprechender Leistung nur das 
Tastverhältnis / die Einschaltdauer verringern.

Was also soll "ran" an Deine 230VAC, was 16A "ziehen" würde?

von THOR (Gast)


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Reiner1407 schrieb:
> und JA, es soll so ein Moppel vom Baumarkt sein ;)

Stator brennt durch, Moppel kaputt, wirtschaftlicher Totalschaden.

Abhilfe: Symmetrierschaltung nach Steinmetz oder Symmetrierung durch 
Leistungselektronik.

von Reiner1407 (Gast)


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Ist nicht meine.

Nachbar will drei Wohnwagen mit je einer Phase seines Drehstomgenerators 
betreiben. Habe abgeraten, weil ich mir gedacht habe, dass (die zu 
erwartende) Unsymmetrie nicht gut sein kann.

Das das nicht gut ist, kann scheinbar jeder "fühlen", der mit Strom zu 
tun hat. Áber was sind denn nun die GENAUEN Probleme beim Betrieb einer 
"extrem unsymmetrisch belastete Sternschaltung"?

von Reiner1407 (Gast)


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THOR, jetzt haben wir uns genau überschnitten. Wenigstens wir beide 
laufen phasensymetrisch :)

Wodurch brennt der Stator durch? Durch den hohen Nullstrom?

von Ich-bin-nicht-dick! (Gast)


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Reiner1407 schrieb:
> Durch den hohen Nullstrom?

Du meinst sicher den "Null-Leiter(-Strom)" [=Umgangssprache, denn die 
korrekte Bezeichnung wäre "Neutral-Leiter(-Strom)"], und: NEIN. Bei Dir 
kann - wenn Du nur eine Phase anschließt - kein zu hoher Strom im 
Neutralleiter auftreten.

Ein "Auf-Addieren" (- durch "nichtlineare Verzerrungen" -) von leider 
teils phasengleich / gleichzeitig fließenden Rückströmen (- von 
eigentlich 120° Spannungs-phasenversch-obenen/-iedenen Phasen -) im 
Neutralleiter] kann es bei Anschluß/Benutzung nur einer Phase gar nicht 
geben.

(Vorsicht - ich bin kein Generator-Fachmannn... ich schreibe mal, was 
ich glaube, zu wissen. Jedoch könnte dies falsch und/oder unvollständig 
sein.

In dem Fall würden aber recht schnell Korrekturen von anderen Usern 
kommen, denn (eventuell sogar gefährliche) Unsinn-Antworten sind hier 
gar nicht gern gesehen...).

Was hier wohl das Problem ist: Der Generator stellt an den 
Ausgangsklemmen eine 3-phasige Wechsel-spannung mit je 120° 
Phasenversatz bereit. Es ist praktisch ein "umgekehrter" 
Drehstrom-Motor. Deshalb ist er auch nicht vergleichbar mit 3 
(theoretischen) Generatoren, die je 1/3 der Leistung (und das einphasig) 
bereitstellen würden.

Nutzt Du nur eine Phase (...und das wäre ja hier theoretisch der Worst 
Case, weil zwei der Wohnwägen "lastfrei" geschaltet werden könnten, 
während einer ganze 16A ziehen könnte), entsteht eine Schief- bzw. 
Schräglast - was bis hierhin (!) dazu führt, daß Du (alleine schon bei 
ohmscher Last - also Spannung und Strom in Phase!) nur ca. die Hälfte 
des "pro Phase doch angeblich erlaubten" Stromes ziehen dürftest.

Noch dazu aber (!) macht die Art der Last einen großen Unterschied. 
Eventuell starke Phasenverschiebung (und damit hohe nötige 
Blindleistung), sowie möglicher Anlaufstrom in vielfacher Höhe des 
Stromes nach dem Anlauf ("Nennstrom"), spielen einem dabei Streiche.

Reiner1407 schrieb:#
> Áber was sind denn nun die GENAUEN Probleme beim Betrieb einer
> "extrem unsymmetrisch belastete Sternschaltung"? (...)

Das ist die falsche Frage (oder unvollständig). Es geht nicht um "extrem 
unsymmetrisch belastete Sternschaltungen IM ALLGEMEINEN" - denn am 
Stromnetz von einem 3-Phasen-Anschluß (mitsamt Neutralleiter-Anschluß) 
nur eine Phase + N zu benutzen, ist hier NICHT automatisch ein Problem.

> Wodurch brennt der Stator durch?

Da darf gerne jemand anders drauf eingehen.

THOR schrieb:
> Abhilfe: Symmetrierschaltung nach Steinmetz

Da auch diese kaum in Frage kommen dürfte (es ist ja nicht immer nur 
ein Wohnwagen als Last dranne...), bleibe ich bei meinen obigen 
Vorschlägen.

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