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Forum: PC Hard- und Software 230V-Schutz für IT-Geräte


Autor: Walter (Gast)
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Hallo,
ich wollte bei euch mal fragen wie man seine IT-Geräte als Privatmann 
Zuhause am besten schützt? (Investitionskosten < 100€!?)

Ich habe neben meinem PC eine FritzBox, eine NAS, ein Kabelmodem, ein 
Switch und sonst noch jede Menge IT-Zeugs stehen.

Alles zusammen hängt über eine einfache Mehrfachsteckdose an einer 
einzigen SchuKo. Blitzschutz und/oder Überspannungsschutz habe ich 
derzeit noch nicht.

Sollte die NAS mal defekt sein wäre das sehr tragisch - Backup ist 
vorhanden, aber eben nicht immer aktuell. Ärgern würde mich vor allem 
der finanzielle Schaden.

Was kann man hier tun? es gibt ja z.B. von Brennstuhl "Schutzsteckdosen" 
(z.B. die "Secure-Tec") - aber was taugen die?

Auf so einer Leiste steht z.B. rießig 19.000 Ampere - und nun?
Bei Blitzschlagen reichen 5mA aus, wenn die Spannung entsprechend hoch 
ist!

Was sagen die techn. kundigen User hier im Forum dazu? gibt es 
bezahlbare Mittel seine Technik zu schützen? sind die Sicherheitsleisten 
von Brennstuhl und Co wirklich verlässlich? Oder sollte ich meine Geräte 
lieber anderweitig absichern?

Autor: Achim Hensel (anymouse)
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Hier würde ich das ganze in mehrere Aspekte trennen -- sonst wird es 
unnötig teuer:

a) Blitzeinschlag im Haus bzw. ganz in der Nähe; Ableitung über die 
genannte Installation

Dagegen zu schützen, ist schwierig, aufwändig -- und daher teuer. 
Allerdings dürfte der Fall recht selten sein, und der IT-Schaden im 
Vergleich zu anderen Punkten (abgebrannter Dachstuhl, Löschwasser ,... 
;) ) eher unerheblich sein.


b) Blitzeinschlag etwas in der Ferne; IT-Geräte sehen "Überspannung" 
über Stromnetz

Dagegen dürften halbwegs passable Schutzleisten absichern -- das Problem 
ist, dass hinter der vergleichsweise geringen Spannungserhöhung (kV gg. 
MV) immer noch hohe Ströme liegen (salopp ausgedrückt), welche die 
Ableiter kurzzeitig aushalten müssen.

Hierzu gibt es aber etliche Beiträge in diesem und anderen Foren.


c) Blitzeinschlag etwas in der Ferne; IT-Geräte sehen "Leichte 
Überspannung" über Datennetz (Telefon, Internet, Kabelfernsehen, ...)

(Bei meinen Eltern wenig Jahre hintereinander zweimal Blitzschaden über 
die Telefon/DSL-Leitung).

Sollte man auch nicht vergesen, auch hier gibt es Lösungen; wichtig ist 
hierbei darauf zu achten, dass die Bandbreite der Leitung nicht zu stark 
eingeschränkt wird.

Autor: Achim Hensel (anymouse)
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Walter schrieb:
> Auf so einer Leiste steht z.B. rießig 19.000 Ampere - und nun?
> Bei Blitzschlagen reichen 5mA aus, wenn die Spannung entsprechend hoch
> ist!

Mittelhohe Spannungen (kV), die nur gering (mA) belastbar sind, können 
leicht abgeleitet werden. 1kV bei 5mA sind 5W, dass schaffen bei 
Impulsbelastung (ms - µs) selbst SMD-Widerstände (nagut, nicht alle, 
sollten schon entsprechend impulsfest sein).

Autor: Horst (Gast)
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Walter schrieb:
> Was kann man hier tun? es gibt ja z.B. von Brennstuhl "Schutzsteckdosen"
> (z.B. die "Secure-Tec") - aber was taugen die?

Ja. Die Markengeräte bringen in der Regel eine Versicherung mit, die das 
zahlt, was die Hausrat nicht trägt.

Elektrisch können die nicht schützen, Blitz/Überspannungsschutz ist kein 
Gerät zu Einstecken sondern ein Konzept, das u.a. aus Erdung, Grob-, 
Mittel- und Feinschutz besteht und auch der ist nicht 100%ig. Außerdem 
will man den nicht zahlen.

Wichtiger ist eine Datensicherung auf ein Medium, das im Schrank/tresor 
liegt. Eine USB-Festplatte die immer angesteckt ist oder ein zweiter 
Rechner im Netz stirbt an der gleichen Überspannung wie die NAS.

Autor: Surge (Gast)
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Rießiges Thema, besonders bei Blitzschlagen!!

Surge

Autor: Walter (Gast)
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Hallo und Danke für Eure Antworten.
So richtig bringen die mich jetzt aber auch nicht weiter :(

Wie schützt Ihr Eure Elektronik? Habt Ihr eine der besagten Leisten oder 
habt Ihr einen andern Schutz?

Autor: Achim Hensel (anymouse)
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Wie gesagt, zweimal innerhalb weniger Jahre ist durch eine (vermutlich 
blitzverursachte) Überspannung bei meinen Eltern ein Schaden entstanden; 
jeweils Telefonanlagen, DSL-Krams und das eine oder andere Computerteil 
(Netzwerkport auf Motherboard, TFT-Netzteil).

Daher vermute ich, dass der Schaden durch einen höheren 
Potentialunterschied zwischen DSL-Telefonleitung und normalem 
Elektrizitätnetz verursacht wurde.

Nach dem zweiten Mal habe ich einen "APC ProtectNet" zwischen DSL und 
Router als Feinschutz gesetzt. Es gab aber noch keinen weiteren 
Testfall, von dem ich gehört habe.

: Bearbeitet durch User
Autor: oszi40 (Gast)
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1.Bei direktem Einschlag glüht der Blitzableiter. Da ist mit größerem 
Schaden zu rechnen.
Betroffen waren bei mir z.B. vor allem Schaltnetzteile, Telefon und 
Heizungselektronik und der Schornstein.

2.In leichen Fällen schlägt der Blitz entfernter ein und ein Adapter in 
der Zuleitung kann vor Überspannung schützen und später schnell durch 
jede Hausfrau erneuert werden. Natürlich haben viele Netzteile 
VDR-Widerstände eingebaut um vor Überspannung etwas zu schützen, aber 
tauschen kann diese nur ein Fachmann... Deswegen Adapter davor als 
Opfer.

Autor: Walter (Gast)
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Nunja, Telefon und Internet gehen bei mir über den Kabelanschluß von 
Unitymedia. keine Ahnung ob man hier auch absichern muss. Ein 
Blitzschlag im Kabelanschluß würde bei uns wohl den 
Hausanschlußverstärker, 2 TV-Geräte und mein Kabelmodem toasten, meine 
FirtzBox hängt erst hinter dem Kabelmdem...

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