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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik 1Hz Leistungsverstärker


Autor: Andre Richter (ltisystem)
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Hallo,

ich bin auf der Suche nach einem Leistungsverstärker, der zuverlässig 
mit Speisungen von einem 1Hz klar kommt UND kein Schrankwandgerät ist. 
Momentan mache ich das mit einenm Vollverstärker von Sony (TA F270), der 
bekommt das locker hin. Für meinen Zweck ist das Teil aber zu groß! Mit 
Google und Eingaben wie NF Leistungsverstärker komme ich auf kleine 
Module, die mir aber nicht reichen. Es soll im Endeffekt ein 
Lautsprecher (im Moment noch EMINENCE BETA 8A) versorgt werden der mir, 
kurz gesagt, Atmung simuliert. Reine 1Hz Schingungen sollen dabei nur zu 
Testmessungen erreicht werden im Endeffekt soll ein überlagertes Signal 
welches aus Frequenzen der Primzahlreihe bis 47Hz besteht verstärkt 
werden. Die Leistung beläuft sich dabei auf max. 40W (20V/2A).

Meine Frage: Habt ihr zufällig Geräte im Kopf, die das schaffen?

Grüße Andre


PS: Nach einigem Mail Verkehr mit Hifi-Anbietern kam oft die Antwort, 
dass es keinen Verstärker im Hifi-Abteil gibt, der im Gleichstrom 
verstärkt (ist es ja nicht ganz, da fehlt noch 1Hz ;-) ). Rein vom 
logischen her find ich es auch bemerkenswert, dass die MAschine von Sony 
sogar einen halben Hertz noch brauchbares liefert. Da kommt dann zwar 
ein wenig Rauschen im kHz bereich dazu, aber das ist noch im Rahmen.

Autor: Volker S. (sjv)
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Selber bauen, z.B. mit einem Leistungs-OP von Apex

https://www.apexanalog.com/products/matrix_high-current.html

Autor: THOR (Gast)
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Grundsätzlich sollten alle Class D Amps mit Vollbrückenausgang das 
schaffen, allerdings sind die meistens am Eingang kapazitiv gekoppelt.
Das mindert natürlich die Verstärkung stark.
Ausserdem muss man dann die Leistung deutlich geringer ansetzen als vom 
Hersteller angegeben. Für 40W vermutlich nen 400W Verstärker.

Ist ein Lautsprecher wirklich geeignet?

Imho wärs bei den Frequenzen effizienter, nen zügigen Servo an ne 
Membran zu koppeln.

Autor: E. M. (elektromeister)
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Und manche haben einen Filter im Stromrückkopllungzweig, der die 
Bandbreite limitiert und in Verbindung mit Anstiegszeit des Signals eine 
Strombegrenzung realisiert, die Gleichstrom im Lautsprecher verhindern 
soll, weil der die Wicklungen töten kann.

Autor: Andre Richter (ltisystem)
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THOR schrieb:
> Ist ein Lautsprecher wirklich geeignet?

Zumindest machen das in der Fachliteratur alle damit. Stichwort Forced 
Oscillation Technique"


THOR schrieb:
> Imho wärs bei den Frequenzen effizienter, nen zügigen Servo an ne
> Membran zu koppeln.

Der Servo schafft dann wahrscheinlich aber nicht die im Endeffekt 
gewollten 47 bzw. das Summensignal der Frequenzen, oder?




Edi M. schrieb:
> Und manche haben einen Filter im Stromrückkopllungzweig, der die
> Bandbreite limitiert und in Verbindung mit Anstiegszeit des Signals eine
> Strombegrenzung realisiert, die Gleichstrom im Lautsprecher verhindern
> soll, weil der die Wicklungen töten kann.

Hab ich gemerkt, roch einmal verdächtig. Andwendungszeit sind unter 10s 
und das einmal pro Minute.


[EDIT]
Hatte mal bei PI nach nem Linearmotor nachgefragt, der den Hub um 5N und 
die Geschwindigkeit schafft...naja mit Controller 3,5 Scheine...

: Bearbeitet durch User
Autor: Jens G. (jensig)
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>Meine Frage: Habt ihr zufällig Geräte im Kopf, die das schaffen?

Geräte nicht. Aber wenn man selber bauen will, macht es eigentlich jeder 
Leistungsverstärker IC, wenn die restlichen Daten stimmen. Eine 
Untergrenze für die Frequenz kennen die eigentlich nicht, sondern 
bekommen solch eine Grenze erst durch die äusere Beschaltung 
aufgebrummt.

Autor: Andre Richter (ltisystem)
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Jens G. schrieb:
> Geräte nicht. Aber wenn man selber bauen will, macht es eigentlich jeder
> Leistungsverstärker IC, wenn die restlichen Daten stimmen. Eine
> Untergrenze für die Frequenz kennen die eigentlich nicht, sondern
> bekommen solch eine Grenze erst durch die äusere Beschaltung
> aufgebrummt.

Ja das dachte ich mir fast, allerdings hab ich noch wenig Ahnung von 
Verstärkern bzw. von der Dimensionierung der Beschaltung drum rum. Hab 
zwar 1-2 Vorlesungen ET gehört, aber das Wissen dazu ist leider JWD. Ein 
tolles Tool dazu gibt es nicht zufällig (a la Weg des geringsten 
Widerstandes).

Autor: Jens G. (jensig)
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Z.B. sowas hier:

https://www.quinte-online.de/Energie-Messtechnik/Z...

Billiges 24V-Schaltnetzteil dazu, das >3A schafft, und auf dem Modul 
noch den Eingangs-C ausfindig machen, der die untere Grenzfrequenz 
bestimmt (müsste bei diesem Modul mit fu=10Hz mindestens um Faktor 10 
erhöht werden).
Da ist sogar der Schaltplan dabei, wo es der C4=1µF wäre. Dort also 
einfach 10µ oder mehr drüberlöten, und schon hat man fu<1Hz.
Die von Dir angegebenen 40W (20V/2A) sollte dieses Modul mitmachen, 
sofern dies die Spitzenleistung ist (oder war das eine 
RMS/Sinusangabe?), je nach R (bei dieser niedrigen Frequenz - also eher 
Gleichstromwiderstand) des Lautsprechers.

Autor: Old Papa (old-papa)
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Ein normaler NF-Verstärker der PA-Klasse könnte das zwar, aber man muss 
dann bei diesem die LS-Schutzschaltung deaktiviren bzw. verändern 
(Zeitkonstante verlängern). Für diese wäre 1Hz dann tatsächlich fast 
Gleichspannung und diese darf am Ausgang nie wirklich sein.
Ansonsten sind die Dinger durchgehend gleichspannungsgekoppelt, bis auf 
den Eingangs-Elko hinter einem eventuellen Poti.
Bei meinen (hunderten?) Lautsprecher- und Verstärkertests habe ich den 
Generator schon sehr oft auf weit unter 10Hz gedreht, die Membran pumpte 
langsam und sichtbar. Allerdings schlug dann meistens irgendwann die 
Schutzschaltung zu. Real werden das schon so um die 0,5-2Hz gewesen 
sein.

Old-Papa

Autor: Schreiber (Gast)
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THOR schrieb:
> Imho wärs bei den Frequenzen effizienter, nen zügigen Servo an ne
> Membran zu koppeln.

Schnelle Servus sind teuer.

Autor: Old Papa (old-papa)
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Schreiber schrieb:
>
> Schnelle Servus sind teuer.

... und es gibt sie (nicht) nur im Puff ;-)
Oder meintest Du Servos?

Duck und weg ;-)

Old-Papa

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
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Wir haben für einen solchen einfachen Messestand mal subwoofer 
Verstärker mitsamt subwoofer betrieben und sind da durchaus auf sub Hz 
Betrieb gekommen.

Autor: Andre Richter (ltisystem)
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Jens G. schrieb:
> Z.B. sowas hier:
>
> 
https://www.quinte-online.de/Energie-Messtechnik/Z...
>
> Billiges 24V-Schaltnetzteil dazu, das >3A schafft, und auf dem Modul
> noch den Eingangs-C ausfindig machen, der die untere Grenzfrequenz
> bestimmt (müsste bei diesem Modul mit fu=10Hz mindestens um Faktor 10
> erhöht werden).
> Da ist sogar der Schaltplan dabei, wo es der C4=1µF wäre. Dort also
> einfach 10µ oder mehr drüberlöten, und schon hat man fu<1Hz.
> Die von Dir angegebenen 40W (20V/2A) sollte dieses Modul mitmachen,
> sofern dies die Spitzenleistung ist (oder war das eine
> RMS/Sinusangabe?), je nach R (bei dieser niedrigen Frequenz - also eher
> Gleichstromwiderstand) des Lautsprechers.

Dieses kleine Teil soll das schaffen? Warum zum Teufel sind dann in den 
Verstärkern so fette Spulen drin und die Teile so unendlich groß?
So ein Teil könnte man doch einfach in eine kleine Kiste packen und dann 
als Verstärker für den Heimgebrauch nehmen oder? Was anderes ist in den 
300€ Verstärkern doch wahrscheinlich auch nich drin...

Ich glaub das probier ich mal aus.

Autor: Andre Richter (ltisystem)
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Simon K. schrieb:
> Wir haben für einen solchen einfachen Messestand mal subwoofer
> Verstärker mitsamt subwoofer betrieben und sind da durchaus auf sub Hz
> Betrieb gekommen.

Meinst du sowas hier?

https://www.monacor.de/produkte/components/energie...

Autor: HildeK (Gast)
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Autor: Andre Richter (ltisystem)
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HildeK schrieb:
> Es gibt auch sog. 4-Quadrantenverstärker. Z.B.
> http://www.toellner.de/html/pages/de-startseite-pr...
> oder
> http://www.sibo-electronic.de/produkte_auswahl_4qv...

Vom Betrieb her wahrscheinlich optimal aber ganz schön große Klopper!

Autor: Jens G. (jensig)
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>Dieses kleine Teil soll das schaffen? Warum zum Teufel sind dann in den
>Verstärkern so fette Spulen drin und die Teile so unendlich groß?

Fertige Vewrstärker, die bißchen Qualität liefern sollen, sind meistens 
(oder zumindest ncoh oft) rein alalog aufgebaut. Die brauchen also 
fetten Kühlkörper, fetten Trafo/Netzteil, fette Kondensatoren, ...
Dann kommem meistens noch irgendwelche Signalvorverarbeitungen mit dazu.

Das Modul dagegen ist eine digitaler (D-) Verstärker - die heizen nicht 
viel, brauchen kein dickes Netzteil oder Kühlkörper, sind aber in der 
Qualität tendenziell schlechter.
Lt. Datenblatt des verbauten IC soll der bei 24V und 8Ohm Lautsprecher 
die 40W RMS schaffen. Zwar bei THD=10% (Verzerrungen), aber darauf kommt 
es bei Dir wohl nicht an.
Ich denke mal, daß damit auch dieses konkrete Modul die Chance haben 
sollte, dies zu schaffen.

Ob dieses Modul wirklich gut designed ist, kann ich nicht wirklich 
sagen. Das Leiterplattendesign scheint zwar nicht wirklich EMV-gerecht 
zu sein (keinerlei Masseflächen), aber wen es nicht stört ...

>So ein Teil könnte man doch einfach in eine kleine Kiste packen und dann
>als Verstärker für den Heimgebrauch nehmen oder? Was anderes ist in den
>300€ Verstärkern doch wahrscheinlich auch nich drin ...

Kannste machen ...

Autor: Jens G. (jensig)
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Achja - wegen der fehlenden Massefläche bei diesem Modul:
Massefläche wird normalerweise bei solchen kleinen Leistungs-ICs gern 
als Kühlfläche benutzt, die über deren Power-Pad an deren Unterseite mit 
der Fläche verbunden sind. Das fehlt hier bei diesem Modul, deswegen 
wohl auch nur angegebene 30W bei 8Ohm (vielleicht auch schon zu viel).
Insofern wird hier der IC thermisch gesehen gar nicht ausgenutzt.
Aber wenn die 40W bei Dir nur Spitzenleistung darstellt, sollte es schon 
reichen.

Autor: Axel Schwenke (a-za-z0-9)
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Andre R. schrieb:

> ich bin auf der Suche nach einem Leistungsverstärker, der zuverlässig
> mit Speisungen von einem 1Hz klar kommt UND kein Schrankwandgerät ist.
> Momentan mache ich das mit einenm Vollverstärker von Sony (TA F270), der
> bekommt das locker hin. Für meinen Zweck ist das Teil aber zu groß!

> Es soll im Endeffekt ein
> Lautsprecher (im Moment noch EMINENCE BETA 8A) versorgt werden der mir,
> kurz gesagt, Atmung simuliert. Reine 1Hz Schingungen sollen dabei nur zu
> Testmessungen erreicht werden im Endeffekt soll ein überlagertes Signal
> welches aus Frequenzen der Primzahlreihe bis 47Hz besteht verstärkt
> werden. Die Leistung beläuft sich dabei auf max. 40W (20V/2A).

Das kann im Prinzip jede NF-Endstufe. Seit einigen Jahrzehnten werden 
praktisch nur noch DC-gekoppelte Designs gemacht. Allerdings werden da 
absichtlich Hochpaßfilter von einigen Hz eingebaut, weil Lautsprecher 
den Betrieb an Gleichspannung nicht vertragen und kaputt gehen 
</Zaunpfahl>

Insofern wirst du fertige Geräte - wenn überhaupt - nur im Bereich 
Tieftöner/Subwoofer finden.

Selber bauen wäre kein Problem. Einfach einen z.B. TDA7294 passend 
beschalten und los gehts.

Beitrag #5142511 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5142514 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Mark Space (voltwide)
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Dafür sollte jedes kleine class-D-Amp-Modul geeignet sein, z.B. mit 
TPA3116.
Betrieben aus einem 24V-AC-Adapter.
Eingangskoppelkondensator entsprechend vergrößern und gut ist.

Autor: ichbin (Gast)
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malsehen schrieb im Beitrag #5142514:
> DIE Teile waren mir wirklich neu.

Wenn Du die Preise siehst die dafür aufgerufen werden bleibt es 
wahrscheinlich auch dabei!

MfG

Autor: fdko (Gast)
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Mark S. schrieb:
> Dafür sollte jedes kleine class-D-Amp-Modul geeignet sein, z.B. mit
> TPA3116.
> Betrieben aus einem 24V-AC-Adapter.
> Eingangskoppelkondensator entsprechend vergrößern und gut ist.

Kann ich nur bestätigen. Ein Analogvertärker würde ständig heizen 
müssen, und dessen Endtransistoren - wie bei dem von HildeK genannten 
System, also vergleichbar mit der Ausgangsstufe eines linearen 
Netzteiles - praktisch den maximalen Strom bei maximaler Spannung 
verkraften können.

Mit Class D aber ist das mit niedrigstem Finanzmitteleinsatz, und 
minimaler Modifikation, machbar. Eine leichte Überdimensionierung 
brächte dabei noch ein überraschend großes Sicherheitspolster.

Aber auch der Lautsprecher aber muß, da seine Induktivität kaum zum 
tragen kommt, in seiner Belastbarkeit wohl tatsächlich nach der bei DC 
am DC-Widerstand umgesetzten Leistung dimensioniert werden, wenn es kein 
Glücksspiel werden soll. (Und ein Ausfall "so mittendrin" wäre wohl 
recht lästig.)

Autor: Old Papa (old-papa)
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fdko schrieb:
>
> Kann ich nur bestätigen. Ein Analogvertärker würde ständig heizen
> müssen, und dessen Endtransistoren - wie bei dem von HildeK genannten
> System, also vergleichbar mit der Ausgangsstufe eines linearen
> Netzteiles - praktisch den maximalen Strom bei maximaler Spannung
> verkraften können.

Ja, Physik eben...

> Mit Class D aber ist das mit niedrigstem Finanzmitteleinsatz, und
> minimaler Modifikation, machbar. Eine leichte Überdimensionierung
> brächte dabei noch ein überraschend großes Sicherheitspolster.

Und dieser muss nicht "ständig heizen"? Natürlich muss er das, nur der 
Wirkungsgrad ist besser (die Signalqualität schlechter)

> Aber auch der Lautsprecher aber muß, da seine Induktivität kaum zum
> tragen kommt, in seiner Belastbarkeit wohl tatsächlich nach der bei DC
> am DC-Widerstand umgesetzten Leistung dimensioniert werden, wenn es kein
> Glücksspiel werden soll. (Und ein Ausfall "so mittendrin" wäre wohl
> recht lästig.)

Ok, der DC-Widerstand ist allerdings sehr gering (weit unter 4 oder 
8Ohm), das ist aber bei den gewünschten ca. 40 Watt NF-Leistung noch 
beherrschbar.

Old-Papa

Autor: ● J-A VdH ● (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector)
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für den Zweck dass eine Membran nur auf und runter soll,
könnte man auch etwas nehmen, dass Dir normale DC in entspr.
Intervallen schaltet.
dann ein Kondensator parallel zum Lautsprecher schalten.
das sollte aus einem "DC-Ploppen" die Membran verzögern.

feddich.

also MV mit NE555
und Leistungstransistor dahinter.

dazu gibts tonnenweise Schaltungen im Web die sich, wenn nicht direkt,
so doch leicht gewandelt dafür nutzen lassen

Autor: Peter Dannegger (peda)
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fdko schrieb:
> Aber auch der Lautsprecher aber muß, da seine Induktivität kaum zum
> tragen kommt, in seiner Belastbarkeit wohl tatsächlich nach der bei DC
> am DC-Widerstand umgesetzten Leistung dimensioniert werden

Die Leistungsangabe des Lautsprechers ist dabei Mumpitz, da es bei 1Hz 
keine Kühlung durch die Luftbewegung gibt.
Schätzungsweise brauchst Du für 40W bei 1Hz ein 500W Chassis.

Autor: Sapperlot W. (jetztnicht)
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Eher nicht. Denn wenn man weit unterhalb der Designfrequenz eines 
Lausprechers bleibt wird auch nichts abgestrahlt. Dh es braucht fuer 
Vollauslenkung keine 40W. Ich wuerds mal mit einem Labornetzteil 
versuchen. Wieviel Spannung und Strom benoetigt man fuer Vollausschlag. 
Die einzige Last ist ja der Gummiring der Membran, und der ohmsche 
Widerstand der Wicklung. Allenfalls reicht ein etwas dickerer OpAmp.

Autor: Mark Space (voltwide)
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Old P. schrieb:
> (die Signalqualität schlechter)

Hast Du Dir mal die Signalqualität heutiger Class-D-Verstärker 
angeschaut?
Sind Dir 0,01% THD zu schlecht?

Autor: Mark Space (voltwide)
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Old P. schrieb:
> Ok, der DC-Widerstand ist allerdings sehr gering (weit unter 4 oder
> 8Ohm),

Wie kommst Du auf dieses dünne Brett? DC-Widerstände sind in 99 von 100 
Fällen größer als 50% der Nennimpedanz.

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Andre R. schrieb:
> Atmung simuliert

Was Du beim Atmen hörst, ist nicht die Atemfrequenz, sondern die 
Luftwirbel an Hindernissen und Engstellen.
Mit der Atemfrequenz kannst Du bestenfalls den warmen Luftstrom auf der 
Haut fühlen. Den kann aber kein Lautsprecher erzeugen.

Autor: Old Papa (old-papa)
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Mark S. schrieb:
> Old P. schrieb:
>> Ok, der DC-Widerstand ist allerdings sehr gering (weit unter 4 oder
>> 8Ohm),
>
> Wie kommst Du auf dieses dünne Brett? DC-Widerstände sind in 99 von 100
> Fällen größer als 50% der Nennimpedanz.

Also ich stelle Deine "Formel" mal um: der DC-Widerstand ist also rund 
50% (oder etwas größer) der Impedanz. Ich finde schon, dass das dann 
"weit unter" ist.
Und ja, für reine Audioanwendungen sind Class-D schon sehr ok, für 
Messverstärker (so hatte ich den TE verstanden) würde ich dennoch rein 
analoge bevorzugen.
Und nebenbei: die Daten, die für diese Chinaböller so angegeben werden, 
sind auch nur Wunschdenken.

Old-Papa

Autor: Harald Wilhelms (wilhelms)
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Andre R. schrieb:

> Zumindest machen das in der Fachliteratur alle damit. Stichwort Forced
> Oscillation Technique"

Alle medizinisch geschulten Menschen haben nur
wenig Ahnung von Physik. :-)

>> Imho wärs bei den Frequenzen effizienter, nen zügigen Servo an ne
>> Membran zu koppeln.
>
> Der Servo schafft dann wahrscheinlich aber nicht die im Endeffekt
> gewollten 47 bzw. das Summensignal der Frequenzen, oder?

Es macht Sinn, verschiedene Frequenzen über verschiedene Wandler
abzustrahlen. Jede normale Lautsprecherbox macht es genauso.

> Hatte mal bei PI nach nem Linearmotor nachgefragt, der den Hub um 5N und
> die Geschwindigkeit schafft

Naja, jeder Zentralverriegelungsmotor für 5 EUR kann das auch,
allerdings wird der zu starke Nebengeräusche erzeugen.

So oder so wirst Du 1Hz nicht hören. Das können bestenfalls
Elefanten.

Autor: Old Papa (old-papa)
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Harald W. schrieb:
>
> Es macht Sinn, verschiedene Frequenzen über verschiedene Wandler
> abzustrahlen. Jede normale Lautsprecherbox macht es genauso.

Wäre ein möglicher Weg, aber sehr aufwändig. Eigentlich müsste für seine 
Testanwendung (wenn ich sie richtig verstanden habe) ein gutes 
Basschassis auf einer federnden Schallwand gelagert werden, die 
ihrerseits mit 1Hz bewegt wird. Dann sollten diese 1Hz mit einem Servo 
machbar sein.

> Naja, jeder Zentralverriegelungsmotor für 5 EUR kann das auch,
> allerdings wird der zu starke Nebengeräusche erzeugen.

Und kann er auch die (bis zu) 47Hz? Nö, er würde seine Zahnräder 
auskotzen ;-)...

> So oder so wirst Du 1Hz nicht hören. Das können bestenfalls
> Elefanten.

Will er ja auch nicht. Er will die bis zu 47Hz unter Beeinflussung von 
einem Hertz messen.

Old-Papa

Autor: Harald Wilhelms (wilhelms)
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Old P. schrieb:

>> Naja, jeder Zentralverriegelungsmotor für 5 EUR kann das auch,
>> allerdings wird der zu starke Nebengeräusche erzeugen.
>
> Und kann er auch die (bis zu) 47Hz? Nö, er würde seine Zahnräder
> auskotzen ;-)...

Den für 1Hz, Lautspürecher für 47 Hz.

> Eigentlich müsste für seine Anwendung ein gutes Basschassis auf einer
> federnden Schallwand gelagert werden, die ihrerseits mit 1Hz bewegt
> wird. Dann sollten diese 1Hz mit einem Servo machbar sein.

Das halte ich für eine gute Idee. Ich würde allerdings eine normale
Subwoofer(reflex)box nehmen und vier synchron laufende Motoren mit
Exenter an die vier Ecken setzen.

Autor: Andre Richter (ltisystem)
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Peter D. schrieb:
> Was Du beim Atmen hörst, ist nicht die Atemfrequenz, sondern die
> Luftwirbel an Hindernissen und Engstellen.
> Mit der Atemfrequenz kannst Du bestenfalls den warmen Luftstrom auf der
> Haut fühlen. Den kann aber kein Lautsprecher erzeugen.

Doch kann er! Wenn du den LS in eine abgeschlossene Box packst und an 
einem relativ dünnen (15mm) Ausgang mal Luftstrom (mit Fleischsonde) und 
Druck misst, dann kommt das schon ziemlich nah an eine Rattenlunge 
heran!

Harald W. schrieb:
> Naja, jeder Zentralverriegelungsmotor für 5 EUR kann das auch,
> allerdings wird der zu starke Nebengeräusche erzeugen.

Ich möchte die Atmung nicht hören, ich will sie messen!

Old P. schrieb:
>> So oder so wirst Du 1Hz nicht hören. Das können bestenfalls
>> Elefanten.
>
> Will er ja auch nicht. Er will die bis zu 47Hz unter Beeinflussung von
> einem Hertz messen.

Jenau.



Eigentlich wäre das hier die absolute Messe, aber zu teuer und nicht 
praktikabel: http://www.rotarywoofer.com/



Ich erkläre nochmal kurz das FOT Prinzip. Man kann überlagert zu 
normalen Atmung bzw. zur Beatmung sogannte forced oscillations in den 
Luftstrom mit einkoppeln. MAn gibt dabei ein bestimmtes Spektrum in die 
Lunge hinein und misst was der Dämpfer Lunge + Atemwege aus den 
Schwingungen macht. Anders gesagt möchte man die Lungenimpedanz heraus 
bekommen. Man kann dann mit Real- und Imaginärteil des Spektrum auf 
verschiedene Lungenparameter schließen, wie Dehnbarkeit und 
Luftwiderstand. Ich baue gerade so etwas. Dabei sollen die Frequenzen 
nach Primzahlen eingekoppelt werden um Harmonische auszuschließen. Um 
das ganze System, was ich bis jetzt habe ordentlich zu charakterisieren 
möchte ich gerne für jede einzelne Frequenz wissen wie sich das Chassis 
und der Verstärker und aufgrund dessen die bewegte Luft und der dabei 
entstehende Druck verhält. Im Endeffekt soll da eh keine reine 1Hz 
Spannung eingekoppelt werden sondern ein Summensignal.

Ich habe jetzt mal probeweise einen Endverstärker der Firma Pro-JEct 
bestellt, werde aber auf jeden Fall noch den Vorschlag von Jens und dem 
Kondi umlöten versuchen oder versuchen selber zu bauen. Ich werde auf 
jeden fall berichten, was die Pro-Ject Teile so können bzw. was die 
anderen Möglichkeiten so bringen.

Autor: Klaus Ra. (klara)
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Andre R. schrieb:
> Meinst du sowas hier?
>
> 
https://www.monacor.de/produkte/components/energie...

Der macht aber nicht 1 Hz.

Autor: Harald Wilhelms (wilhelms)
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Andre R. schrieb:

> Ich möchte die Atmung nicht hören, ich will sie messen!

Du willst die Atmung eines Verstärkers messen? Da musst Du
Du als erstes den äusserst geringen Wirkungsgrad eines Laut-
sprechers bei 1Hz berechnen. Ehrlich gesagt weiss ich nicht
genau, wie man sowas berechnen kann.

>>> So oder so wirst Du 1Hz nicht hören. Das können bestenfalls
>>> Elefanten.
>>
>> Will er ja auch nicht. Er will die bis zu 47Hz unter Beeinflussung
>> von einem Hertz messen.

Das ergibt bekanntermassen Überlagerungsfrequenzen bei 46 und 48Hz.
Das muss man nicht messen.

Autor: Andre Richter (ltisystem)
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Harald W. schrieb:
> Du willst die Atmung eines Verstärkers messen? Da musst Du
> Du als erstes den äusserst geringen Wirkungsgrad eines Laut-
> sprechers bei 1Hz berechnen. Ehrlich gesagt weiss ich nicht
> genau, wie man sowas berechnen kann.

Ne ich will die Atmung messen, die durch ein mit MATLAB erzeugtes Signal 
zum Verstärker geht, dort verstärkt wird, den LS speist und die Membran 
in Bewegung bringt.

Autor: Jobst M. (jobstens-de)
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Mark S. schrieb:
> Wie kommst Du auf dieses dünne Brett? DC-Widerstände sind in 99 von 100
> Fällen größer als 50% der Nennimpedanz.

8Ω Chassis haben meist um 6Ω, 4Ω meist um 3Ω - also etwa 75% der 
Impedanz.


Gruß
Jobst

: Bearbeitet durch User

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