Du hast 5V, dann nimm diese. Ab 1.4V bringt man die LED zum Leuchten
(forward voltage der LED). Du braucht aber einen Vorwiderstand. Bei 5V
in der Grössenordnung (5V-1.4V)/0.020A, also 180 Ohm.
Bernd schrieb:> Wieviel Volt benötige ich zum Ansteuern (mindestens und höchstens)?
Falsche Frage!
Da ist eine Infrarote LED drin, die fängt (es ist etwas
temperaturabhängig) bei etwa 1,1V an zu leuchten und bei 1,5V geht sie
kaputt.
Deshalb betreibt man sie, wie andere LEDs auch, mit einem Vorwiderstand,
der bei gegebener (höherer) Betriebsspannung den richtigen Strom
einstellt.
Spezifiziert ist der PC817 für LED-Ströme von 5mA bis 20mA.
Der Spannungsbedarf der LED liegt dabei bei etwa 1,2V.
Für 5mA folgt daraus ein benötigter Vorwiderstand von (5V - 1,2V) /
0,005A) = 760 Ohm.
750 Ohm kann man kaufen.
Der daraus resultierende Strom des Phototransistors beträgt mindestens
50% also 2,5mA.
Man kann so ein Teil auch mit weniger als 5mA betreiben, z.B. mit 1mA,
aber da man sich dabei ausserhalb der garantierten Werte bewegt, sollte
man vorsichtshalber mit einem geringern Übertragungsfaktor, von
vielleicht nur noch 30% rechnen.
... nur mal so am Rande:
Ich verwende ganz gerne Reed-Relais als Eingang für diverse
Steuerungs-Projekte ... sofern binäre On/Off-Signale genügen.
Reed-Relais benötigen sicher ein paar mA mehr als ein Optokoppler, sind
aber dafür um mehrere Größenordnungen toleranter ...
Frank E. schrieb:> Reed-Relais benötigen sicher ein paar mA mehr als ein Optokoppler, sind> aber dafür um mehrere Größenordnungen toleranter ...
Dafür prellen Optokoppler garantiert nicht.
Welchen wirklichen Vorteil bieten Reed-Relais in diesem Anwendungsfall?
Ok, sie sind deutlich Dummy-geeigneter, wenn man nicht unbedingt einen
sauberen Puls braucht und es nicht um Geschwindigkeit geht.
Über den zu schaltenden Strom wird man sich auch bei Reed-Relais einmal
kurz Gedanken machen müssen. Bei AC ist ein Reed-Relais im Vorteil -
aber in welcher Tastaturansteuerung braucht man das.
Einen Vorwiderstand zu berechnen und einzubauen macht die Sache doch nun
nicht so fehleranfällig und Mit dem Begriff CTR sollte man allerdeings
schon irgendetwas anfangen können. Um gegen einen
Pull-Irgendwohin-Widerstand im kOhm-Bereich gegenan zu ziehen, dürfte
ein Optokoppler mit passend gewähltem Steuerstrom allemal gut sein, so
er denn unipolar ist.
Alternativ wäre noch ein CMOS-Analogschalter.
Bernd schrieb:> Ich möchte ... auf einer USB Tastatur Platine einen Tastendruck ...> simulieren (also zwei Kontakte überbrücken).
Warum steckst du nicht einen kleinen Mikrokontroller als zweite
USB-Tastatur an den Rechner und lässt den die Tastendrücke senden, bspw.
einen Arduino Pro Micro mit ATmega32u4.
Ich habe bei gemultiplexten Tastaturen auch schon erfolgreich den
MOC3023 o.ä. verwendet, der eigentlich zur Zündung von Triacs gedacht
ist. Vorteil: Die Polung des Ausgang ist egal, leitet in beide
Richtungen.
Matthias S. schrieb:> Ich habe bei gemultiplexten Tastaturen auch schon erfolgreich den> MOC3023 o.ä. verwendet, ...
Wenn man Tastendrücke zu einem PC schicken möchte, ist doch die ganze
Rumbastelei an einer bestehenden USB-Tastatur ein riesiger Aufwand,
verglichen mit einem kleinen µC, der direkt auf einem USB-Port steckt.
Mit einem ATtiny85 gibt's soetwas fertig für weniger als 1,10€
(z.B. http://www.ebay.de/itm/221926061099)
Matthias S. schrieb:> Ich habe bei gemultiplexten Tastaturen auch schon erfolgreich den> MOC3023 o.ä. verwendet, der eigentlich zur Zündung von Triacs gedacht> ist. Vorteil: Die Polung des Ausgang ist egal, leitet in beide> Richtungen.
Na die sind in der Anwendung aber SEHR ungewöhnlich. Sie haben 1V
Spannungsabfall, da wird nicht jede Tastatur schalten, sie haben einen
Mindeststrom (so 0.5mA) der wird nicht in jeder Tastatur fliessen, und
sie leiten bis der Strom weg ist, damit funktioniert es nicht wenn die
Taste mal nicht im Multiplex ausgelesen wird.
Man nimmt eigentlich Analogschalter wue CD4066 wenn man Masse der
Tastatur mit Masse der Ansteuerschaltung verbinden darf, oder sogar
einfach Transistoren wie BC547 wenn die Tastatur mit 5V gescannt wird
und Masse mit Masse verbunden werden darf. Wenn es richtig galvanisch
getrennt sein soll ein PhotoMOS wie AQY230S.
Naja diese Mikrokontroller Geschichten hören sich tatsächlich toll an
aber die müsste ich auch programieren oder?
Ich habe diese Variante gewählt weil ich sie schon mal erfolgreich so
zusammen gebastelt habe :)
Vielleicht sollte ich auch dazu sagen, dass ein Lauflicht die Tastatur
ansteuern wird. Es werden somit mehrere Eingaben nacheinander getätigt.
Würde das auch mit einem Mikrokontroller gehen?
Bernd schrieb:> dass ein Lauflicht die Tastatur> ansteuern wird. ....> Würde das auch mit einem Mikrokontroller gehen?
Ich weiß nicht einmal, ob das überhaupt geht.
Ich habe jedenfalls noch keine Tastatur gesehen, die auf Lichtzeichen
reagiert.
Bernd schrieb:> Naja diese Mikrokontroller Geschichten hören sich tatsächlich toll an> aber die müsste ich auch programieren oder?
So ist das. Eine Schaltung müsstest du auch zusammenlöten und dann noch
in deine bestehende Tastatur reinpfummeln.
In der Arduino IDE ist das als Beispiel, dass du nur an deine genaue
Anwendung anpassen, dabei - ca. 30 Zeilen Anwendungs-Code.
MaWin schrieb:> Na die sind in der Anwendung aber SEHR ungewöhnlich. Sie haben 1V> Spannungsabfall, da wird nicht jede Tastatur schalten, sie haben einen> Mindeststrom (so 0.5mA) der wird nicht in jeder Tastatur fliessen, und> sie leiten bis der Strom weg ist, damit funktioniert es nicht wenn die> Taste mal nicht im Multiplex ausgelesen wird.
Ich habe ja geschrieben, das das bei gemultiplexten Tastaturen benutzt
wurde. Es hat mit jeder Tastatur funktioniert und ich brauchte
galvanische Trennung zwischen Matrix und den Sensoren, die an der
Tastatur angeschlossen waren. Da es auch damals zu PS/2 Zeiten war, ging
natürlich keine USB Tastatur, war aber, weil wir davon einige dutzend
Stück gebraucht haben, auch von ungeübten Lötern zusammenzubauen (Polung
war ja egal) und auch dem Programmierer der Animation einfach
beizubringen, da eben nur die Tasten 1 bis 4 auf Stereoklinkenbuchsen
herausgeführt wurden.
Die ganze Sache lief dann über Jahre in einer Ausstellung der Deutschen
Münze - die Tastaturen waren billige für 9,95 DM.
Ein paar der Dinger habe ich heute noch.
Wolfgang schrieb:> Bernd schrieb:>> Naja diese Mikrokontroller Geschichten hören sich tatsächlich toll an>> aber die müsste ich auch programieren oder?>> So ist das. Eine Schaltung müsstest du auch zusammenlöten und dann noch> in deine bestehende Tastatur reinpfummeln.> In der Arduino IDE ist das als Beispiel, dass du nur an deine genaue> Anwendung anpassen, dabei - ca. 30 Zeilen Anwendungs-Code.
Das Board "Tensy-LC" scheint da ganz geeignet zu sein.
Kostenpunkt ca. 15 EUR.
https://www.pjrc.com/teensy/teensyLC.html
Es hat einen richtigen USB Transceiver an Board (kein USB Low-Speed
Hardware-Hack an GPIOs...), und die Programmierung für den Einsatz als
Keyboard scheint kinderleicht zu sein. Benutzt wird die Arduino IDE.
Joe F. schrieb:> Das Board "Tensy-LC" scheint da ganz geeignet zu sein.> Kostenpunkt ca. 15 EUR.> https://www.pjrc.com/teensy/teensyLC.html
Dafür bekommst du fast fünf ATmega32u4-Boards.
Für einen simplen Tastendruckemulator wird die Rechenleistung doch wohl
reichen?
Wolfgang schrieb:> Dafür bekommst du fast fünf ATmega32u4-Boards.
Welches/wo?
Meine Google Recherche bringt mich zu "Pro Micro", und das kostet auch
so um 15-20 EUR (z.B. bei Watterott, ist da aber z.Zt. gar nicht
lieferbar).
Wolfgang schrieb:> Ich verwende ganz gerne Reed-Relais als Eingang für diverse> Steuerungs-Projekte ... sofern binäre On/Off-Signale genügen.> Reed-Relais benötigen sicher ein paar mA mehr als ein Optokoppler,> sind aber dafür um mehrere Größenordnungen toleranter ...> Dafür prellen Optokoppler garantiert nicht.
Das dürfte eine Tastatur kaum stören.
> Welchen wirklichen Vorteil bieten Reed-Relais in diesem Anwendungsfall?
Sie funktionieren garantiert und ich muss mich nicht um die
meist unbekannte Innenschaltung (Matrix) der Tastatur kümmern.
Joe F. schrieb:> Welches/wo?> Meine Google Recherche bringt mich zu "Pro Micro", und das kostet auch> so um 15-20 EUR (z.B. bei Watterott, ist da aber z.Zt. gar nicht> lieferbar).
Genau den Arduino Pro Micro meinte ich
http://www.ebay.de/itm/171421320692
Aber dann muss ich mindestens 15€ investieren, brauche dann vermutlich
noch ein Gertät zum progrmamieren (was ich alleine auch nicht kann) und
dann ist nicht sicher ob ich es so ansteuern kann wie gewünscht
(übirgens nicht mit Licht sondern mit der Spannung die eigentlich die
LEDs zum leuchten bringen würde).
So brauche ich nur eine alte USB Tastatur. Nehme sie auseinander,
verfolge die Leiterbahnen zur Platine und brücke dort die entsprechenden
Pins mit den Optokopplern. Die Optokoppler haben mich jetzt ja nur einen
€ gekostet und eine Tastatur werde ich auch recht günstig finden denke
ich. (Manchmal wird sowas ja auch entsorgt)
Bernd schrieb:> So brauche ich nur eine alte USB Tastatur. Nehme sie auseinander,> verfolge die Leiterbahnen zur Platine und brücke dort die entsprechenden> Pins mit den Optokopplern.
Klar, kann man so machen, wenn man einfach eine schnelle Bastel-Lösung
braucht.
Die Module haben halt den Vorteil etwas kleiner zu sein und direkt mit
Lötpunkten für die Eingangssignale ausgestattet zu sein.
Was machst du eigentlich mit den Tastendrücken dann? Eine Software zeigt
dir den Zustand der Lichtorgel an, oder was ist dieses Lauflicht?
Wie unterscheidest du zwischen Lampe geht an und Lampe geht aus?
Die Tasteneingabe steuert eine Software mit der unter anderem Bilder
aufgenommen werden. Das Ganze ist nur ein kleiner Teil einer längeren
komplizierteren Geschichte :)