Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Schaltregler großer Ausgangskondensator


Announcement: there is an English version of this forum on EmbDev.net. Posts you create there will be displayed on Mikrocontroller.net and EmbDev.net.
von Thief (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo Community
ich habe einen fertigen Schaltregler den LMZ14201.
An seinem Eingang sitzt ein 10uF Kerko und ein 100uF Elko.
An seinem Ausgang habe ich einen 47uF Kerko, einen 220uF Elko und einen 
1,5mF Elko verschaltet.
Kann man das so machen oder haben die Probleme bei so hohen Kapazitäten? 
Bzw. ist das ein bischen über die Stränge geschlagen?
Im Datenblatt müsste stehen, dass man die Kapazität beliebig erhöhen 
kann.

Danke.

Beitrag #5145438 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5145451 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5145466 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5145508 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Michael B. (laberkopp)


Bewertung
3 lesenswert
nicht lesenswert
Thief schrieb:
> LMZ14201

Der ist kein überstromabschaltender Regler wie UC3842, sondern ein 
strombegrenzender, er wird also auch deine 1760uF aufladen.

Aber mit vollem Strom, also 2A, und das bedeutet entsprechendem 
Eingangsstrom. Wen nun dein EINGANG diesen Strom nicht liefern kann 
sondern in der Spannung einbricht, dann wird der Regler wegen UVLO 
abbrechen und erst wieder neu starten, wenn die Spannung wieder hoch 
genug ist.

Diese hohe Stromaufnahme am Eingang zum Aufladen der Ausgangselkos ist 
ein übliches Problem von Schaltreglern, dagegen haben sie einen soft 
start implementiert. Dafür muss dein LMZ14201 mit dem zu den 
Ausgangselkos passenden soft start Kondensator ausgestattet werden.

von Thief (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Vielen Dank.
Macht es denn überhaupt Sinn den 1,5mF Kondensator ein zu setzten?
Hätte eben gerne einen sehr geringen Rippel. Nach dem Schaltregler folgt 
allerdings sowiso noch ein LDO-Regler.
Dem Soft-Start Kondensator habe ich für 1ms dimensioniert. Wie kann man 
den denn für die Ausgangskondensatoren berechnen?
Mit 2A? Habe eine Sicherung mit 1A mittelträge am Eingang.

Der Kondensator ist für 1,5A ausgelegt. Bei einem anderen Schaltregler 
habe ich verschiedenen Kondensatoren mit durchschnittlich 1,5A parallel 
geschaltet. Der Schaltregler liefter allerdings 3A. Kann man das so 
machen oder brauch ich Kondensatoren für höhere Ströme? habe nämlich 
keine gefunden die wirklich hohe Ströme aushalten was ja auch eigentlich 
in der Natur des Kondensators liegt.

von Thief (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
keiner einen Rat?

von Michael B. (laberkopp)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Thief schrieb:
> Macht es denn überhaupt Sinn den 1,5mF Kondensator ein zu setzten?

Nein.

Thief schrieb:
> Hätte eben gerne einen sehr geringen Rippel. Nach dem Schaltregler folgt
> allerdings sowiso noch ein LDO-Regler.

Der LDO regelt alles unterhalb einer Frequenz aus. Interessant sind die 
Störungen oberhalb, die puffert aber auch ein 1,5mF nicht mehr, der ist 
da viel zu induktiv.

Also ein CLC PI Netzwerk, abgestimmt auf die Nadelimpulse der Störung 
des Schaltreghlers, würde mehr helfen.

von Christian K. (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Das Stichwort für low ripple ist niedriger ESR der Kondensatoren (und 
entsprechende low inductive Verschaltung.

Der Ripple entsteht durch den Spannungsabfall an den resistiven 
Impedanzen (ESR und Verdrahtung) und den induktiven Impedancen 
(Verdrahtung und ESL).

Kurze dicke Verdrahtung mit kleiner magnetischer Loop-Fläche am DC/DC 
Ausgang bauen.

von Thief (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Vielen Dank euch beiden

Christian K. schrieb:
> Kurze dicke Verdrahtung mit kleiner magnetischer Loop-Fläche am DC/DC
> Ausgang bauen.

was heißt das genau? (kleine magnetische Loop-Flächen) dass die Ströme 
nicht im kreis fließen sollen?

Hatte vor am Ausgangs eine kleine Fläche wie im Datenblatt zu erstellen.
Allerdings werd ich warscheinlich über die halbe Platine müssen. Besser 
den LDO direkt am analogen Teil und weg vom schaltregler oder LDO direkt 
beim schaltregler und dann eine Leitung zum Analogteil?

von Christian K. (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Der Strom fliesst immer im Kreis....

Wenn jetzt dieser Kreis eine große Fläche umschliesst, ist die 
Induktivität groß was man nicht will.

Daher
a) so kurz wie möglich verdrahten
b) Hin- und Rückleiter eng zusammenlegen und erst am Ende aufspreizen 
für den Kondensator auf der einen und Spulenanschluss auf der anderen 
Seite.

Eine Möglichkeit ist Spule und Kondensator parallel, auf der einen Seite 
wird Spule/Kondensator verbunden,der Ausgang. Auf der anderen Seite ist 
der Treiber (an die Spule) und der Ground-Anschluss des Treibers (an den 
Kondensator)


Wo der LDO hinsoll hängt davon ab...

Hast du viele Lastwechsel im Analogteil die Cross-Talk in andere Analog 
Teile machen sollte der LDO eher möglichst nahe ans Analogteil (und 
Sternverdrahtung vom LDO Ausgang)

Ist dein Analogteil sehr empfindlich auf den DC/DC Ripple (Spurs) sollte 
man es vermeiden mit der ungefilterten Spannung nahe an den 
empfindlichen Teil zu gehen. Der schon angesprochene CLC Filter ist dann 
aber auch eine gute Idee.

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.
Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt.
Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten,
für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.