3015-F 7 Segment Anzeige Uralt

OP (Firma: Privat) #5147117
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Erst mal die Besten Grüße an alle hier im Forum,

ich bin hier neu im Forum und auch schon ein etwas
Älteres Semester.

In meinem Fundus habe ich noch ein Konvolut an Alten
7 Segment Anzeigen gefunden mit der Bezeichnung
3015-F mit Glühfaden also ein Vorgänger der LED.

Es wäre ein schönes Vintage Projekt mit den Anzeigen
eine DCF77  Uhr zu bauen, im Netz habe ich nichts passendes
gefunden.

Vielleicht hat hier im Forum jemand eine Idee bzw. Applikation
dies umzusetzen.

Würde mich freuen
odl-wusl
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Beitrag #5147140 wurde von einem Moderator gelöscht.
(Firma: matzetronics) #5147144
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Da die kleinen Kerlchen ja gerade mal 8mA pro Segment ziehen bei 5V, 
kannst du die sogar direkt aus einem MC speisen, oder z.B. dem Klassiker 
CD4511.

Du ersetzt einfach die Anzeigen einer LED 7-Segment Uhr durch die 
Minitrons und verzichtest dabei auf den für LED nötigen Vorwiderstand. 
Am besten eignen sich natürlich hier Schaltungen ohne Multiplex.
Leider findet man unter 'Minitron' nicht mehr viel im Netz, das ist aber 
der übliche Namen für die Dinger.
#5147154
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Ernst H. schrieb:

> In meinem Fundus habe ich noch ein Konvolut an Alten
> 7 Segment Anzeigen gefunden mit der Bezeichnung
> 3015-F mit Glühfaden also ein Vorgänger der LED.

M.W. kamen die erst später raus, wie LED-Anzeigen. Ob man die
nun mag oder nicht, ist Geschmacksache. Die Ansteuerung macht
man genauso wie bei LEDs. Allerdings gibts keinen Unterschied
zwischen gemeinsamer Anode und gemeinsamer Kathode.
#5147156
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Die 8mA sollte man mit einem AVR direkt treiben können.
Allerdings kenne ich das so, daß man Glühlampen für häufiges Schalten 
vorheizen sollte, da sie sonst nicht lange leben. Der Vorheizwiderstand 
sollte so gewält werden, daß sie schon etwas glimmen.
Oder man nimmt einen Treiber mit Konstantstromausgängen, z.B. MM5450.
Gast #5147193
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Diese 3015-F wurden auch als "Minitron" bezeichnet.
Früher wurden sie einfach an 7447 7-Segment-Decoder angeschlossen, wie 
LED-Anzeigen, jedoch ohne (!) Vorwiderstände.
Siehe Seite 30/98 hier 
http://www.americanradiohistory.com/Archive-Practical-Electronics/70s/Practical-Electronics-1974-03.pdf
Sind (nur) geeignet für eine Uhr im Schlafzimmer, denn "hell" sind sie 
nicht gerade.
http://www.industrialalchemy.org/articleview.php?item=67
Gruss
#5147248
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Ernst H. schrieb:
> In meinem Fundus habe ich noch ein Konvolut an Alten
> 7 Segment Anzeigen gefunden mit der Bezeichnung
> 3015-F mit Glühfaden also ein Vorgänger der LED.

Direkt anschliessbar an 7447.

> Es wäre ein schönes Vintage Projekt mit den Anzeigen
> eine DCF77  Uhr zu bauen, im Netz habe ich nichts passendes
> gefunden.

Beitrag "DCF77 Ohne Pic auswerten, möglich?"

Meiner Meinung nach braucht man aber bloss einen DCF Empfänger, einen 
davon PLL geführten 1Hz Oszillator der vor allem den Takt in der 60. 
Sekunde liefert aber auch bei Empfangsausfall die Uhr weiterlaufen lässt 
(kann man analog bauen würde ich aber digital lösen vor allem damit man 
bei Empfangsausfall quartzstabil ist), ein 8 bit Register (74HC273) und 
ein 8 bit EPROM oder beides zusammen als GAL, 4 8 bit seriell in 
parallel out Schieberegister mit Latch (74HC595), Dual-Dekaden-Zähler 
(74HC390) für die Sekunden und 12 7-Segment Decoder 74247.
Gast #5147317
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Der MC braucht aber schon eine gewisse, nicht spezifizierte 
Leidensfähigkeit, um den Kaltstrom der Glühfäden wegzustecken. Neben der 
Fähigkeit, einem ungewollten Reset zu entgehen, was schon tricky sein 
könnte.
Gast #5147369
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Harald W. schrieb:
>> 3015-F mit Glühfaden also ein Vorgänger der LED.
> M.W. kamen die erst später raus, wie LED-Anzeigen.

Die hatten wir Anfang 70er in Industriegeräten drin, lange, bevor ich 
7-Segment-LED zu sehen bekam.

Peter D. schrieb:
> Allerdings kenne ich das so, daß man Glühlampen für häufiges Schalten
> vorheizen sollte, da sie sonst nicht lange leben.

Hatte ich über mehrere Jahre in einer Digitaluhr, ganz einfach an ein 
paar 7447 dran. Gut, dass den Minitrons das Problem des Vorheizens noch 
nicht bekannt war.

batman schrieb:
> Leidensfähigkeit, um den Kaltstrom der Glühfäden wegzustecken.

Und wieder das Märchen der bösen Glühfäden. Quatsch, hier geht es nicht 
um Halogenstrahler, sondern Kleinleistung an 5 Volt.
(Firma: matzetronics) #5147516
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Peter D. schrieb:
> Eh ich für ein solches IC-Grab den Schaltplan gezeichent, die Platine
> geroutet und sie bestückt habe, ist sowas längst in einen MC
> programmiert.

Für die Minitrons würde ich vermutlich einen Mix nehmen. Als Display 
Treiber die o.a. CD4511 und einen Tiny als Rechenhirn. Dann muss man 
nicht multiplexen und braucht trotzdem nur 7 ICs. Wenn man möchte, kann 
man dann auch die VCC der 4511 etwas variieren zur Helligkeitssteuerung.
OP (Firma: Privat) #5147538
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Hallo Liebe User

bin wieder Online, freut mich das doch so viele Beiträge kommen.

Wie oben genannt bin ich ein µC-Neuling aber mit Lötkenntnissen.

Einige Arduino bzw. Raspberry sind verfügbar aber selber programmieren
übersteigt meinen der zeitigen Wissensstand.

Bin mal auf Grund der Beitäge in mein TTL Grab gestiegen, hab
doch noch neben etlichen 74ls73-74-75 noch einige 74ls47 gefunden.

Mit denen kann aber den DP nicht ansteuern.

So weit ich die ganze sache Beurteilen kann liegt GRND auf
PIN bzw. Anschluss 2-5-10-12 und 13 die man zusammen fassen könnte.

5V müssten an A-15 B-14 C-11 DP-9 D-7 E-6 F-3 G-4 gelegt werden, der
SN74LS47 kann aber nur von A bis G.

8mA pro Glühfaden wären ja maximal inkl. DP 67mA.

Werde aber versuchen mal eine Testschaltung zu Bauen um die 27 Stück
alle zu Testen auf Funktion.

Sind 11 Grüne und 16 Schwarze hinter der Scheibe.

Werd mich dann doch mal mit meinen 66 Lenzen in den Wintermonaten
mit dem Arduino bzw. Raspberry mehr Beschäftigen müssen.

Soll ja gut gegen Alzheimer sein wenn das Hirm brummt.

Mal schauen was so noch alles kommt, vielleicht wirds ja was.

mfg old-wusl
Gast #5147586
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Matthias S. schrieb:

> Du ersetzt einfach die Anzeigen einer LED 7-Segment Uhr durch die
> Minitrons und verzichtest dabei auf den für LED nötigen Vorwiderstand.

Lass den Widerstand ruhig drin und mach ihn gerade so groß, dass die 
Helligkeit nicht nennenswert abnimmt. Der reduziert den 
Einschaltstromstoß bei kaltem Glühfaden und erhöht die Lebensdauer.
(Firma: matzetronics) #5147594
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soul e. schrieb:
> Der reduziert den
> Einschaltstromstoß bei kaltem Glühfaden und erhöht die Lebensdauer.

Ist unnötig, denn die Glühfäden in Minitrons werden schon mit reichlich 
Unterspannung gefahren, deswegen sind sie auch deutlich rötlich. Da z.B. 
der 4511 bei 5V Versorgung und 10mA Ausgangsstrom auch nur typ. 4,1V 
liefert, erübrigt sich ein Widerstand.
Gast #5147708
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Ernst H. schrieb:
> noch einige 74ls47 gefunden.
Die sind dafür passend, können auch den Einschaltstrom tragen. Die 
direkte Ansteuerung per µC wird an der Menge der notwendigen Pins 
scheitern. Da die 7447 keinen Speicher beinhalten, muß auch an denen das 
BCD-Signal statisch stehen - es wird also Hardware erfordern, die alten 
Schätze zum Leben zu erwecken.

> Mit denen kann aber den DP nicht ansteuern.
Ist auch unnötig: Der ist entweder fest verdrahtet oder wird anderweitig 
angesteuert.

> So weit ich die ganze sache Beurteilen kann liegt GRND auf
> PIN bzw. Anschluss 2-5-10-12 und 13 die man zusammen fassen könnte.
Nicht könnte, muss - schaue Dir Dein Bild genau an, nicht alle Fäden 
landen auf einem gemeinsamen Punkt.

> 5V müssten an A-15 B-14 C-11 DP-9 D-7 E-6 F-3 G-4 gelegt werden, der
> SN74LS47 kann aber nur von A bis G.
Das kannst Du selbst kontrollieren: A auf A, B auf B ... G auf G

> 8mA pro Glühfaden wären ja maximal inkl. DP 67mA.
So ist das nun mal. Nicht ohne Grund hatte meine erste TTL-Grab Uhr ein 
5 Ampere Netzteil.
Angehängte Dateien:
#5147953
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In dem angegebenen Datenblatt sind 50.000 Stunden Lebensdauer angegeben, 
meine haben 100.000 Std., es gab auch Versionen mit 250.000 Std. 
Betriebsdauer.
Zur DCF-Auswertung hatte ich mal einen guten Empfänger (handelsüblicher 
Billigwecker), ein 555 erkennt 100/200ms Impulse, steuert ein 
Schieberegister, ein weiterer 555 erkennt die 59. Sekunde und gibt die 
Daten in ein Latch die dann angezeigt werden. Dafür würde ich 4000er 
CMOS nehmen. Keine Programmierung notwendig, allerdings auch keine 
Plausibilitätskontrolle und keine Senderstörungsüberbrückung. Das war zu 
Minitron-Zeiten auch nicht Standart. Ein bakannter Uhrmacher hatte zu 
der Zeit ein 19" Gehäuse mit 6-Stelliger Anzeige, die konne auch nicht 
mehr.

Andreas
#5148039
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Route 6. schrieb:
> Nein, die waren z.B. im Bordcompoter der Mond-Landefähre von Apollo 11
> und in anderen Apollo-Missionen eingebaut.

Nein, die Apollo Computer verwendeten grün leuchtende 
Elektrolumineszenz-Anzeigen, keine Minitrons!
Da die Elektrolumineszenz Anzeigen zum Betrieb eine hohe Wechselspannung 
benötigen, wurden die Segmente über elektromechanische Relais (!) vom 
Computer angesteuert...
(Firma: matzetronics) #5148174
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Thorsten S. schrieb:
> Nein, die Apollo Computer verwendeten grün leuchtende
> Elektrolumineszenz-Anzeigen, keine Minitrons!

So isses. Das ganze System wird hier beschrieben:
https://en.wikipedia.org/wiki/Apollo_Guidance_Computer#DSKY_interface

Wer noch einen zu Hause hat - kann 'ne Menge Geld bringen beim 
Versteigern :-P
Hat aber mit Minitrons nichts zu tun - für die sind starke G-Kräfte im 
Betrieb auch nicht so das Wahre.

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