Gast
#5147489
Hallo Zusammen,
folgendes Problem. Ein Kondensatormotor wird an einer 1-phasen
Wechselspannung (50Hz) betrieben.
Nun wird angenommen, dass es sich um eine Parallelschaltung aus
idealen Bauteilen handelt.
Folglich sollte sich in beiden Pfaden der gleiche Strom einstellen,
nur eben um 90° phasenverschoben in der Hilfsphase (was ja mit dem
Kondensator im Hilfspfad bewerkstelligt wird).
Das eigentliche Thema ist nun, dass eben in beiden Pfaden der gleiche
Strom fließt.
Da es ja nur Blindwiderstände gibt (ideale Bauteile), sollte die
Reaktanz
X'_Arbeitswicklung = X'_Hilfswicklung + X_C sein. (' -> Komplex)
Es wird angenommen, L_Arbeitswicklung = 25mH ; L_Hilfswicklung = 50mH
demnach ist C gesucht.
Also, j*2*pi*50Hz*25e-3H = j*2*pi*50Hz*50e-3H - j/(2*pi*50Hz*C)
oder, C = 1/(2*pi*50Hz)^2*(50e-3H - 25e-3H) = 405.28e-6 F
In Abb. KMot_2.PNG ist ein schwingen des Stromes I(L4) zu erkennen und
dass dieser nicht gleich I(L1) ist (abgesehen der Phasenverschiebung).
Wenn nun noch eine Resistanz in den Hilfspfad eingesetzt wird, wird das
schwingen gedämpft, aber ich frage mich, warum man nicht nur durch die
Blindwiderstände zu einem gleichen, nur phasenverschobenen, Strom kommt.
Ich hoffe mir kann da weitergeholfen werden. Ich denke ich habe gerade
nur ein Brett vorm Kopf :)
Grüße!



