Kann mir jemand mit einer Metapher - also nichts mit Block Chain Kryptographie und linearer Algebra - erklären, wie Leute mit Bitcoin Mining Bitcoins verdienen und wer ihnen diese Bitcoins in € oder $ umtauscht, bzw. wer für das Bitcoin Mining bezahlt. Auch interessiert mich, warum das Investieren in Bitcoins Geld bringen soll und wie man dieses Geld real wieder zurückbekommt.
dsfgsdg schrieb: > Auch interessiert mich, warum das Investieren in Bitcoins Geld bringen > soll und wie man dieses Geld real wieder zurückbekommt. Die Frage ist leicht zu beantworten, wenn du dir vorstellst das Bitcoin eine Währung wie der Dollar oder die Lire ist. Also Bitcoin = Lire. Du kaufst jetzt 1 Bitcoin für 1000 € und hoffst/weißt/glaubst, dass du in 2 Wochen an jemand anderen deinen 1 Bitcoin wieder verkaufen kannst, der dir dann 2000€ gibt. Damit lässt sich Geld "verdienen".
Das ist wie mit dem Som. Bei uns in DE/EU ist der Som wertlos! Gehst aber damit nach Kyrgyzstan, bekommst du den aufgedruckten Gegenwert. Umgekehrt verhällt es sich ähnlich mit dem Euro. In Kyrgyzstan kann es aber Leute geben, die den Gegenwert des Papiereuros erkennen und diesen als Zahlungsmittel annehmen. Beim Bitcoin ist es einfach so, dass der "Zahlencode" aufgrund der Mathematik einfach eine gewisse Leistung benötigt um diesen zu berechnen. Derjenige, welche diese Leistung anerkennt, nimmt es als Zahlungsmittel entgegen. Das kann er aber nur, wenn er jemand hat der dies auch tut und ihm ggf. dies als harte Währung eintauscht.
Wie Bitcoin funktioniert: Bitcoin ist eigentlich eine öffentliche Liste von Transaktionen. Jeder Eintrag ist ein Block, dieser enthält die Information von welchen Adressen zu welchen Adressen wie viele Bitcoins oder Bruchteile davon übertragen wurde. Ein Wallet ist eigentlich eine Liste von Private Keys, oder ein Seed um diese zu generieren, und die Adressen sind Hashs von Public Keys. Mit dem Private Keys kann man Daten Signieren, und mit dem Public Keys kann man die Signatur überprüfen. Die Signatur kann nur mit dem Private Key erstellt werden. Eine Solche Signatur ist wie eine Unterschrift, man unterschreibt damit einen Block um das übertragen der Bitcoin von seinen Adressen zu Erlauben. Jeder Block gibt an welches der vorherige Block war. Es darf immer nur einen nächsten und einen vorherigen Block geben. Wenn zwei Blöcke den selben vorherigen Block bekommen, ist nur der Block, und alle darauf folgenden Blöcke gültig, welcher mehr nachfolgende Blöcke hat. Es entsteht eine Kette von Blöcken, welche eine Liste von allen Transaktionen beinhaltet, dies ist die Blockchain. Jeder Bitcoin Miner und User hat eine vollständige Kopie dieser Liste, und aktualisiert diese ständig. Um zu verhindern, dass diese Blockchain, die Liste aller Transaktionen, einfach umgeschrieben wird, enthält jeder Block eine Zahl und einen Hash (eine weitere Nummer). Ein Hash-Algorythmus berechnet für die selben Daten immer den selben Hash, es ist aber nicht möglich Daten gezielt so zu wählen, dass ein bestimmter Hash herauskommt. Wenn die Zahl im Block neu gewählt wird, ändert sich der Hash. Die Aufgabe des Miners ist es, eine Zahl zu finden, für welche eine bestimmte Anzahl an Ziffern des Hashs am Anfang 0 sind. Ein Miner kann dazu nur immer neue Zahlen ausprobieren. Das nennt man "Proof of Work", denn es benötigt viele Versuche und Rechenleistung eine solche Zahl zu finden. Je mehr Zahlen des Hashs 0 sein müssen, desto schwieriger ist es, eine passende Zahl zu finden. Deshalb ist die Anzahl der benötigten Nullen am Anfang des Hashs der Schwierigkeitsgrad. Je schwieriger es ist den die Zahl für einen solchen Hash zu finden, desto länger dauert es im Durchschnitt, bis er gefunden wird. Würde jemand versuchen, den Vorherigen Block zu verändern würde sich dessen Hash ändern, welcher im darauf folgenden Block gespeichert ist, wodurch sich auch dessen hash ändern würde. Um einen block zu verändern, müsste man daher eine neue Nummer für jeden nachfolgenden Block suchen, damit die Hashs der Blöcke wieder Passt. Da dies aber viel Zeit benötigt, und an der echten Kette mehr Leute Arbeiten, kann eine solche Manipulierte Blockkette niemals länger als die echte werden, und ist somit ungültig. Woher die Bitcoins kommen, und wie Miner daran Verdienen: Die Bitcoins selbst kommen von den Blöcken, von denen die Miner die richtige Zahl finden müssen damit der Hash der Blöcke stimmt. Der Miner kann seine Adresse zum Block Hinzufügen, ihm werden für jeden Block, von dem er die Zahl gefunden hat, einige Bitcoin zugeschrieben. Immer, wenn die Blockchain ein paar tausend Blöcke gewachsen ist, wird der Betrag, welcher die Miner für neue Blöcke erhalten, halbiert. Sobald so 21 million Bitcoins erschaffen wurden, gibt es keine neuen Bitcoins mehr. Da aber ohne die Miner keine Transaktionen möglich sind, kann man diesen bei einer Transaktion einen beliebigen Betrag seiner Bitcoins überlassen. Der Miner bekommt alle Bitcoins, die zwar abgebucht werden, aber an niemanden Gesendet werden. Dieser Betrag ist die Transaktion Fee. Da man mittlerweile fast nichts mehr für einen neuen Block bekommt, priorisieren Miner Blocke mit höheren Transaction Fees. Falls man keine oder eine zu kleine Transaction Fee angibt riskiert man, das sich kein Miner um die Transaktion kümmert. Bitcoin Mining lohnt sich nur, wenn man Hardware hat mit welcher man zu einem Block am schnellsten die dazugehörige Nummer finden kann, und die Stromkosten um diese zu finden geringer sind als der Wert der erwirtschafteten Bitcoins. Damit mit der wachsenden Menge an Minern die Geschwindigkeit mit der die Blockchain wächst nicht zu stark zunimmt, wird der Schwierigkeitsgrad um eine passende Zahl für den Block zu finden gleichzeitig erhöht. Wodurch bekommen Bitcoin nun einen Wert? 1) Die Anzahl an Bitcoin begrenzt, und man bekommt Bitcoin nicht einfach so, der Erlös des Minings hält sich in grenzen und ist für Privatpersonen wegen dem Energieverbrauch und der Zeit die es braucht nicht mehr rentabel. Es ist also eine Investition nötig, um Bitcoins zu bekommen. 2) Es gibt viele Nutzer und Miner, welche dem Wert von Bitcoin vertrauen. Diese Akzeptieren Bitcoin als Zahlungsmittel, deshalb haben Sachgegenstände einen Tauschwert in Bitcoin. 3) Da mit Bitcoin Handel betrieben wird, und diese Limitiert sind, gibt es ein Angebot und eine Nachfrage für diese. Dadurch entsteht ein Wert in anderen Währungen, welcher Leute bereit sind für Bitcoin zu bezahlen, und umgekehrt. Dies führt dazu, das einige Bitcoin und andere Währungen tauschen, und ein Wechselkurs entsteht. Lohnt sich eine Investition in Bitcoin? Dies ist immer etwas Spekulation. Man muss sich bewusst sein, dass der Kurs von Bitcoin grossen Schwankungen unterliegt. Die Transaction fees sind ziemlich hoch, und die Wechselkurse nicht unbedingt ideal. Wäre der Wert von Bitcoin konstant, und du würdest etwas darin investieren, und später zurück tauschen, würdest du einen recht grossen Verlust haben. Die Investition würde sich nur lohnen, wenn der Wert von Bitcoin massiv ansteigt. Man kann auch keine kurzen Schwankungen ausnutzen, da man den exakten Zeitpunkt einer Bitcoin Transaktion nicht kontrolieren und die Transaction Fees zu hoch sind. Zudem halte ich den momentanen Bitcoin Kurs für massiv überbewertet. Dies ist unter anderem auch auf die unsichere Politische lage in den USA zurückzuführen, wodurch viele in Bitcoin investierten, und damit die Nachfrage stieg. Ich warte schon länger darauf, dass der Bitcoin preis wieder auf einen realistischeren Preis von vielleicht 1000 Fr pro Bitcoin einbricht.
Bitcoin ist ein Hype und digitaler Goldrausch, sonst nichts.
dsfgsdg schrieb: > Kann mir jemand mit einer Metapher - also nichts mit Block Chain > Kryptographie und linearer Algebra - erklären, wie Leute mit Bitcoin > Mining Bitcoins verdienen und wer ihnen diese Bitcoins in € oder $ > umtauscht, bzw. wer für das Bitcoin Mining bezahlt. > > Auch interessiert mich, warum das Investieren in Bitcoins Geld bringen > soll und wie man dieses Geld real wieder zurückbekommt. nehme an, es wären keine Bitcoins, sondern Einhörner oder Wolpertinger (ok, diese sind nicht so gut "teilbar" wie Bitcoins, aber was solls) Gruppe_1: Da gibt es also Leute, welche sich mit dem Fangen und dem Unterhalt bzw. der Pflege von Wolpertingern beschäftigen. Das sind die Wolpertinger-Macher oder Wolpertinger-Verwalter, welche auch als Wolpertinger-Miner bekannt sind. Ihre Leistung (Verwaltungs-Aufwendungen) wollen diese Leute wiederum "bezahlt" bekommen. die Bezahlung selbst erfolgt "natürlich" auch wieder in Form von Wolpertinger (oder Teil-Wolpertinger). Gruppe_2: Weiterhin gibt es Leute, welche spekulativ tätig sind. Schließlich will ja die virtuelle Währung "Wolpertinger" irgendwann einmal in reale Währungen (EUR, Dollar) umgewechselt werden, da die Akzeptanz dieser "klassischen" Zahlungsmittel einfach höher ist. Heute kostet ein ganzer Wolpertinger 1 Mio EUR. Morgen gibt es den für 100.000 EUR. Schlussendlich wird es für solche handelbaren Sachen immer spekulative Händler geben, welche damit reich werden (wollen). Gruppe_3: Und dann gibt es Leute, welche ganz normale Waren oder Dienstleistungen kaufen oder verkaufen wollen, z.B. eine Kiste Bier, oder 100.000 Atmel Prozessoren. Und wenn Käufer und Verkäufer zusammen kommen, und bei diesem Geschäft Wolpertinger als Zahlungsmittel akzeptieren, dann ist es ja prima. Dieser Nutzer-Gruppe sind die Kurs-Schwankungen eher unangenehm, sie würden lieber einen stabilen Wechselkurs haben wollen. So, nun kannst du dir überlegen, zu welcher Gruppe der Wolpertinger-Nutzer du gehören möchtest (Mehrfach-Auswahl ist möglich) ;-)
kann man das nicht auch schon hacken? -naja und wenn nicht... ist'n Hype und wird nicht lange dauern bis man das kann
Die Fälschungssicherheit des Bitcoin soll ja dadurch gegeben sein, daß auf einer riesigen Anzahl an Servern sämtliche Transaktionen parallel gespeichert werden. Nur kann man so keine realen Geldströme mit vielen Milliarden Transaktionen je Sekunde abbilden. Das Internet wäre dicht. Und auch energetisch wäre das unbezahlbar. Man müßte eine 2. Sonne installieren, um den Strombedarf zu decken.
ja dann "schaltet" sich irgendwer oder irgendwas dazwischen, bevor es auf die vielen Server geht. wie auch immer, wir reden hier von digitalem Datenverkehr. Blöd ist ja wohl auch der Betrag. Das sollte auch mal was übersichtlicheres werden. 0,004BTC fürn Flasch Bier ist ja nun echt blöde zu rechnen.
Aus der Antwort von Daniel Abrecht schliesse ich: Bitcoin benutzt eine bestimmte Grundmenge an "Minern", die ständig eine verschlüsselte (?) Transaktionsauflistung aktualisieren und untereinander vergleichen. Diese ständige komplizierte Aktualisierung/Vergleichung verhindert dass ein Hacker etwas verändern kann. Die Miner laufen also irgendwie den Hackern vorneweg. Soll das ein Ersatz für das normale Internet-Banking sein ? Ist es wohl sicherer ?
und wenn sich das mal völlig durchsetzen sollte: Was das dann wohl an Gebühren kostet...? sei es direkt Geld oder eben Daten, die man sammelt. nee bleib mir weg!
dsfgsdg schrieb: > Kann mir jemand mit einer Metapher * Schneeball-System * Pyramiden-Spiel * Kettenbrief * Nigeria-Connection
gibts das Angebot eigentlich noch? schwarze Dollares entfärben und das dazu nötige Farblösemittel kaufen?
H-G S. schrieb: > Bitcoin benutzt eine bestimmte Grundmenge an "Minern", die ständig eine > verschlüsselte (?) Transaktionsauflistung aktualisieren und > untereinander vergleichen. Nicht ganz, es hat eine fixe Maximalmenge an Bitcoins. Von den Minern braucht es einfach so viele wie möglich, und die Transaktionsauflistung ist unverschlüsselt. Man kann sich die Transaktionen z.B. auf https://blockexplorer.com/ live ansehen. Alle haben eine Kopie der Transaktionsliste, nicht nur die Miner, und ob eine Transaktion bereits Sicher ist erkennt man daran dass diese einige nachfolgende Blöcke haben. Einen Block beim Herunterladen der liste zu überprüfen geht sehr schnell, man checkt einfach den Hash des Blocks, und dass der Block am meisten nachfolgende Blöcke hat.
Daniel A. schrieb: > Nicht ganz, es hat eine fixe Maximalmenge an Bitcoins. Von den Minern > braucht es einfach so viele wie möglich, und die Transaktionsauflistung > ist unverschlüsselt. Man kann sich die Transaktionen z.B. auf > https://blockexplorer.com/ live ansehen. Alle haben eine Kopie der > Transaktionsliste, nicht nur die Miner, und ob eine Transaktion bereits > Sicher ist erkennt man daran dass diese einige nachfolgende Blöcke > haben. Einen Block beim Herunterladen der liste zu überprüfen geht sehr > schnell, man checkt einfach den Hash des Blocks, und dass der Block am > meisten nachfolgende Blöcke hat. Ich gehe mal davon aus, dass das alles richtig ist, was du geschrieben hast. Nur - ich bitte vielmals um Entschuldigung - ich verstehe nur Bahnhof! ^^ ... (Ist nur mal so dahingejammert. Ich glaube, ich will's eigentlich gar nicht wissen.)
Marek N. schrieb: > * Schneeball-System > * Pyramiden-Spiel > * Kettenbrief > * Nigeria-Connection ???? Brauchst du dazu auch Metaphern, oder soll das mit der Nigeria-Connection das Metapher für Bitcoins sein?
Daniel A. schrieb: > 2) Es gibt viele Nutzer und Miner, welche dem Wert von Bitcoin > vertrauen. Vertrauen weniger, eher Spieltrieb. Keiner wird dafür ans Eingemachte gehen. Jeder wird aber im Hinterkopf behalten, daß es sich durchaus schnell in Luft auflösen kann.
Daniel A. schrieb: > https://blockexplorer.com/ live ansehen. Da gibt es einen AntMiner, der zwischen Sep 22, 2017 5:00:42 PM und einschließlich Sep 22, 2017 6:16:36 PM 62,5BTC und damit 185.460,99 erwirtschaftet hat. Das sind 2440€ pro Minute. Wenn der das durchzieht, hat er rechnerisch in nur 7 Stunden eine Million.... Abzüglich Serverkosten und Stromkosten wird trotzdem noch genügend übrigbleiben.
Bardo H. schrieb: > Da gibt es einen AntMiner, der zwischen Sep 22, 2017 5:00:42 PM und > einschließlich Sep 22, 2017 6:16:36 PM 62,5BTC und damit 185.460,99 > erwirtschaftet hat. Wieviel hat der wohl in diese Miner-Geräte investiert und wieviele sind es ?
>Wieviel hat der wohl in diese Miner-Geräte investiert und wieviele sind >es ? Und welchen Nutzen haben die, wenn der Hype vorbei ist?
Der Bitcoin soll vielleicht eine neue globale Währung werden. Aber gibt es da nicht schon Konkurrenz ?
"Nachdem sich alle Wall-Street-Welt mittlerweile nahezu darin einig zu sein scheint, dass Bitcoin ein Betrugssystem sei, von dem Anleger lieber die Finger weglassen sollten," Der Brüller! Die Zocker zeigen mit dem Finger auf andere Zocker. HALTET DEN DIEB!!!
@ Rote Tomate (tomate) >>Wieviel hat der wohl in diese Miner-Geräte investiert und wieviele sind >>es ? >Und welchen Nutzen haben die, wenn der Hype vorbei ist? Ähnlich viel wie die Schaufeln und Spitzhacken damals am Klondike. Naja, mit den Rechenmonstern könnte man SETI unter die Arme greifen. https://de.wikipedia.org/wiki/SETI@home
Es gibt ja noch das Problem dass diverse Reiche mit Verlust investieren um etwas aufzubauen. Wenn das dann läuft wird dann Gewinn gemacht. Denkt ihr dass hinter Bitcoin ein paar dieser Investoren stecken ?
H-G S. schrieb: > Der Bitcoin soll vielleicht eine neue globale Währung werden. Ich glaube nicht, dass daraus etwas wird. Bitcoin hat gegenüber konventionellen Zahlungsmethoden zwei entscheidende Nachteile: Transaktionen sind zu langsam um den gesamten weltweiten Zahlungsverkehr zu übernehmen und sobald man das Geld gesendet hat ist es unmöglich es zurück zu bekommen. Ausserdem funktioniert das ganze nur, solange nur ein grosses Netzwerk existiert. Immer mehr Länder bauen grosse Firewalls auf und können die Synchronisierung der Blockchains verhindern oder manipulieren. China ist Bitcoin ein Dorn im Auge, aber mehr als 50% der Miner sind dort. China könnte die Synchronisierung von Bitcon Innerhalb und Ausserhalb von China unterbinden, dadurch würden beide Blockchains auseinander laufen, und könnten danach nicht wieder ohne Milliardenverluste vereint werden. Oder China könnte die Synchronisierung bestimmter Blöcke verzögern, um ausländische Transaktionen rückgängig zu machen, da China schneller Blöcke zur Chain hinzufügt als der Rest der Welt. Einige weitere derartige Angriffe sind denkbar. Falk B. schrieb: >>>Wieviel hat der wohl in diese Miner-Geräte investiert und wieviele sind >>>es ? > >>Und welchen Nutzen haben die, wenn der Hype vorbei ist? > > Ähnlich viel wie die Schaufeln und Spitzhacken damals am Klondike. Naja, > mit den Rechenmonstern könnte man SETI unter die Arme greifen. > > https://de.wikipedia.org/wiki/SETI@home Die meisten Miner verwenden speziell darauf ausgelegte ASICs, diese können nur SHA-256 Hashes sehr schnell berechnen, und sind für alles andere nutzlos. Seti könnte damit deshalb vermutlich nichts anfangen. H-G S. schrieb: > Es gibt ja noch das Problem dass diverse Reiche mit Verlust investieren > um etwas aufzubauen. Wenn das dann läuft wird dann Gewinn gemacht. > > Denkt ihr dass hinter Bitcoin ein paar dieser Investoren stecken ? Eher unwahrscheinlich. Dass Reiche hier investieren war auch gar nicht nötig. Ich würde eher einige Mathematiker oder Informatiker dahinter vermuten. Am Anfang musste praktisch nichts für einige Bitcoins gemacht werden, aber da dessen Menge abnimmt war es von Anfang an klar das der Wert davon entsprechend zunimmt, sofern es nur ein gewisses nicht allzu grosses mass an Verbreitung bekommt. Man könnte sagen dass Bitcoin in sich selbst investierte.
Nachdem nun erklärt wurde, wie es funktioniert hier noch auf den Punkt gebracht, warum es überhaupt erfunden wurde: https://www.reddit.com/r/Bitcoin/comments/6rr6ph/just_a_quick_reminder_why_bitcoin_was_invented_in/ Es sollte als Alternative für unser heutiges Finanzsystem gesehen werden, da viele Leute sich nicht mehr von den Banken ausnehmen lassen möchten. Sollte sich Bitcoin oder eine andere Cryptowährung durchsetzen, würde dies die Position der Banken massiv schwächen. Die Regierungen hätten ab diesem Zeitpunkt aber auch keinen Einfluss mehr auf den Wert der Währung, was wieder zu anderen Problemen führt. Warum starke Inflation schlecht ist sieht man immer wieder, bei Deflation ist es nicht ganz so offensichtlich, aber Japans Wirtschaft ist immer noch nicht über den Berg. Durch den Verlust von Kontrolle hätten dadurch die grossen, etablierten Player plötzlich ausgedient. Bitcoin ist ein Ansatz weg vom zentral verwaltetem Geld, was es so noch nicht gegeben hat. Und was unbekannt ist, schürt erstmal Angst, erst recht wenn es nicht mehr an einer einzelnen Stelle kontrollierbar ist. Es ist aber noch nicht alles zu Ende gedacht. Noch funktioniert unsere Wirtschaft auf Pump. Selbst wenn sich Bitcoin durchsetzt, müsste jemand einem anderen Bitcoin leihen können, ohne diese zu haben. Ab diesem Zeitpunkt unterscheidet sich diese Konstellation nicht mehr gross von der bisherigen, wie wir sie jetzt mit "echtem" Geld haben.
Abradolf L. schrieb: > https://www.cashkurs.com/beitrag/erste-bitcoin-ver... "Der Hauskäufer transferierte eine vertraglich vereinbarte Bitcoin-Anzahl an den Verkäufer, der diese transferierte Bitcoin-Anzahl dann wiederum in US-Dollars umtauschte." Das klingt ja nicht gerade nach Vertrauen in den Bitcoin. Der Käufer tauscht also Dollars in Bitcoin, bezahlt damit und der Verkäufer tauscht ganz schnell wieder in Dollars zurück. Man spart sich damit die Überweisungsgebühren einer Bank, hat aber den Kursunterschied zwischen Kauf und Verkauf, zahlt also letztendlich doch wieder Transaktionsgebühren.
● J-A V. schrieb: > 0,004BTC fürn Flasch Bier ist ja nun echt blöde zu rechnen. Das sind 4 mBTC, Du verwendest ja auch Bauteile mit Werten von µH und nF. Ciao, Martin
Sparen sich die Bitcoin-Transaktionisten die Steuer ? Ist es dann noch legal ?
Weiter oben hatte das prinzipielle Verfahren ja schon mal jemand erklärt. Was mir aber nicht einleuchtet: Es gibt ne Menge Miner, die Transaktionen bearbeiten, aber nur eine Blockchain. Da muss es doch zwangsläufig dazu kommen, dass die sich aufspaltet, weil 2 Miner Zeitlgleich unterschiedliche Transaktionen ans selbe Endstück anbasteln wollen und dies auch schaffen. wie geht es dann weiter?
Vlad T. schrieb: > Es gibt ne Menge Miner, die Transaktionen bearbeiten, aber nur eine > Blockchain. Da muss es doch zwangsläufig dazu kommen, dass die sich > aufspaltet, weil 2 Miner Zeitlgleich unterschiedliche Transaktionen ans > selbe Endstück anbasteln wollen und dies auch schaffen. > > wie geht es dann weiter? Die Miner versuchen an das aus ihrer Sicht längere Ende weitere Blöcke anzuhängen, sobald eines davon ein paar nachfolgende Blöcke mehr hat und das alle bemerkt haben arbeitet niemand mehr an der kleineren Verzweigung. Dadurch wird diese kleinere Verzweigung ungültig, die Transaktionen darin wurden somit nie durchgeführt und die Miner müssen erneut versuchen diese an die Liste anzuhängen. Deshalb muss man bei Bitcoin Transaktionen warten bis nach dem Block für die Transaktion einige weitere Blöcke hinzugefügt wurden. Diese nachfolgenden Blöcke dienen als Transaktionsbestätigung, je mehr Transaktionsbestätigungen desto sicherer ist die Transaktion. Ich empfehle mindestens 3 Transaktionsbestätigungen für kleine Beträge und Alltagsgebrauch, und mindestens 6 für grössere Transaktionen. Es ist zu beachten, dass mehr Bestätigungen zwar sicherer sind, aber auch länger dauern. Wer nicht auf Transaktionsbestätigungen wartet riskiert folgende Attacken: https://en.bitcoin.it/wiki/Irreversible_Transactions#Attack_vectors H-G S. schrieb: > Sparen sich die Bitcoin-Transaktionisten die Steuer ? Nein, auch wenn noch unklar ist, ob Bitcoin als Zahlungsmittel gillt oder nicht, gibt es Steuern darauf. Es gibt aber je nach Land einige Unterschiede: Schweiz, besteuert wie andere Fremdwährungen: http://dievolkswirtschaft.ch/de/2017/07/gennari-08-09-2017/ Deutschland, einlösung von Gewinn in <1 Jahr besteuert: https://www.nzz.ch/meinung/bitcoin-steuerlicher-umgang-mit-kryptowaehrungen-ld.137834
Dafür gibt es auch ein Forum: bitcointalk.org sogar mit einem Deutschsprachigen Bereich. Bitcoin ist ein Weltweites digitales Zahlungsmittel. Das muß es nicht werden, das ist es bereits. Überweisungsgebühren gibt es, man kann sich diese aber selber setzen, je nach Geschwindigkeit mit der man seine Überweisung getätigt wissen will. Das der Wechselkurs zu "anderen" Währungen schwankt ist klar, in diesem Jahr hat es einen ernormen Wechselkurszuwachs BTC/$ und somit auch EU gegeben. Aber 1 BTC = 1 BTC (seht es mal wie bei dem Geld das ihr für gewöhnlich täglich Nutzt). Vorteil: keine Bank Notwendig, kein Tresor, Ihr habt die Kontrolle und auch die Absicherung in der eigenen Hand. Wer mal den Kurs Anschauen möchte hat da viele möglichkeiten: https://bitcoinaverage.com/en/currency-markets/btc-to-eur oder mal Börsen im Vergleich: https://bitcoinwisdom.com/ Für die Technisch Interessierten die Anzahl der Weltweiten Knoten: https://bitnodes.21.co/ Blockchain live: https://blockchain.info/de/ oder auch https://www.blocktrail.com/BTC Es gibt dazu natürlich mehr zu Schreiben, aber das würde den Rahmen doch sprengen. Eins noch Antpool ist nicht ein Miner, es ist ein Pool wo jeder Minen kann. Dieser wird vom größten Hersteller der Mining Hardware (Bitmain) betrieben.
Es scheint dass Siglent Bitcoins akzeptiert :-)
Daniel A. schrieb: > Die Miner versuchen an das aus ihrer Sicht längere Ende weitere Blöcke > anzuhängen, sobald eines davon ein paar nachfolgende Blöcke mehr hat und > das alle bemerkt haben arbeitet niemand mehr an der kleineren > Verzweigung. Aber das müsste doch ständig passieren. Dh ständig muss eine Transaktion neu angebastelt werden, nur um festzustellen, dass wieder einer schneller war. Das ist doch als wenn ich mit 2Mio Threads auf einer einzigen Liste arbeiten, die noch dazu nicht mit Mutexen geschützt ist, sondern nur durch Kopie, ohne Merge, synchronisiert wird. Mir will nicht in den Kopf, wie das passt. edit: Ok, 2Mio ist etwas hochgegriffen, scheinen so um die 100.000 zu sein
Ist es nicht ein bißchen Spät in dieses Schneeballsystem einzusteigen?
Michael X. schrieb: > Ist es nicht ein bißchen Spät in dieses Schneeballsystem einzusteigen? Es ist vollkommen egal, wann Du in ein exponentiell an Wert steigendes System - egal ob jetzt Schneeball oder nicht - einsteigst. Da hier der Wert nicht linear um einen konstanten Wert, sondern um einen konstanten Faktor steigt, ist der Einstiegspunkt vollkommen egal. Einfache Mathematik.
Frank M. schrieb: > Es ist vollkommen egal, wann Du in ein exponentiell an Wert steigendes > System - egal ob jetzt Schneeball oder nicht - einsteigst. Da hier der > Wert nicht linear um einen konstanten Wert, sondern um einen konstanten > Faktor steigt, ist der Einstiegspunkt vollkommen egal. Einfache > Mathematik. Du gehst aber davon aus, dass das System bestehen bleibt und nicht zusammenbricht oder zerstört wird. vor 3 Jahren, war es deutlich risikoärmer ein paar Bitcoins zu kaufen und auf Wert-Steigerung zu hoffen.
Vlad T. schrieb: > Du gehst aber davon aus, dass das System bestehen bleibt und nicht > zusammenbricht oder zerstört wird. Ja, meine Betrachtung war auch allgemeiner Natur und nicht speziell auf den Bitcoin bezogen. > vor 3 Jahren, war es deutlich risikoärmer ein paar Bitcoins zu kaufen > und auf Wert-Steigerung zu hoffen. Ja, es ist anzunehmen, dass der exponentielle Anstieg speziell bei Bitcoins irgendwann gebrochen wird. Allein das bekannte Schachbrett-Reiskorn-Problem (aufs erste Feld kommt ein Reiskorn, anschließend wird bei jedem Feld die Anzahl der Reiskörner verdoppelt) zeigt, dass irgendwann auch eine exponentielle Wertsteigerung des Bitcoin ein Ende haben muss. Desweiteren sind irgendwann auch Eingriffe von staatlicher Stelle zu erwarten. Zum Beispiel müssen in Kürze die chinesischen Bitcoin-Exchanges auf Weisung der chinesischen Regierung schließen.
Vlad T. schrieb: > Daniel A. schrieb: >> Die Miner versuchen an das aus ihrer Sicht längere Ende weitere Blöcke >> anzuhängen, sobald eines davon ein paar nachfolgende Blöcke mehr hat und >> das alle bemerkt haben arbeitet niemand mehr an der kleineren >> Verzweigung. > > Aber das müsste doch ständig passieren. Dh ständig muss eine Transaktion > neu angebastelt werden, nur um festzustellen, dass wieder einer > schneller war. > > Das ist doch als wenn ich mit 2Mio Threads auf einer einzigen Liste > arbeiten, die noch dazu nicht mit Mutexen geschützt ist, sondern nur > durch Kopie, ohne Merge, synchronisiert wird. Deshalb wird mit der Rechenleistung und Anzahl der Miner der Schwierigkeitsgrad der Berechnung erhöht. Der Miner muss eine Zahl finden damit ein Hash entsteht mit einer vorgegebenen Anzahl führender Nullen. Je mehr Nullen, desto unwahrscheinlicher dass ein Versuch passt, desto länger dauert es eine passende Zahl zu finden. Der Effekt ist, dass jeder Miner eine zufällige Zeit braucht einen Block anzuhängen, und die durchschnittliche Dauer wird mittels des Schwierigkeitsgrads so gewählt, dass immer nur ein paar wenige Blöcke pro Sekunde angehängt werden.
Frank M. schrieb: > Desweiteren sind irgendwann auch Eingriffe von staatlicher Stelle zu > erwarten. Zum Beispiel müssen in Kürze die chinesischen > Bitcoin-Exchanges auf Weisung der chinesischen Regierung schließen. Das war der Hintergrund meiner Frage. Wenn noch zusätzlich Anlagetipps in der Brigitte oder c't erscheinen dann lässt man besser die Finger davon weg.
Die Anzahl der Bitcoins ist endlich und kann auch nicht aus dem nichts um Faktor X erhöht werden. Der Wert wird aus der Nachfrage nach Bitcoins generiert. -- Ob ich heute 10€ in Bitcoin Investiere oder vor sieben Jahren spielt dabei keine Rolle, ich habe dann immer 10€ Riskiert. Das die 10€ von vor z.B. 3 Jahren nun 500€ Wert sind wenn ich diese Umtausche ist genau dem Umstand geschuldet, das die Menge der Bitcoins nicht beliebig Erhöht werden kann und mehr Leute Bitcoins kaufen möchten. Nimmt die Anzahl der Käufer ab, ist er halt wieder weniger Wert. Aber ich halte dann immer noch die gleiche Menge Bitcoins in Händen. Genau so könnte ich auch Dollar oder Kronen kaufen und halten, wenn ich diese dann nach Euro Tauschen wollte habe ich entweder Gewinn oder Verlust gemacht. Ich frage mich ob das auch die Leute verstehen die hier von Schneeball usw. Reden, Bitcoin ist nur eine Währung. Wenn man natürlich irgendwelchen Windeiern sein Geld hinterherwirft in der Annahme man könnte XX% Gewinn machen und dabei mit Schlagwörtern wie Blockchain und Cryptowährung geködert wird ohne sich damit selber befaßt zu haben, dem ist nicht zu Helfen. C't hatte einen Artikel über Etereum und wie man diese Mined, nicht Bitcoin!
Heisst das dass jeder der heute Bitcoins kauft eigentlich nur den Bitcoin-Frühkäufern das Geld reinschiebt ?
Sicher geht das Mining. Ich frage mich nur ob es lohnt. Erstmal ist die Hardware recht teuer. Wir reden hier von über EUR 1000, von der man am besten dann gleich mehrere hat. Das kostet Strom, welchen es ja auch nicht umsonst gibt. Die Stromkosten spielen auf jeden Fall eine Rolle, denn es lohnt sich (angeblich) dort wo Strom billiger ist. Hier mal ein Link zu einer 'Mine' in China wo unter 'Reinstraumkonditionen' Bitcoins geschürft werden: http://www.chinafile.com/multimedia/photo-gallery/inside-world-of-chinese-bitcoin-mining
H-G S. schrieb: > Heisst das dass jeder der heute Bitcoins kauft eigentlich nur den > Bitcoin-Frühkäufern das Geld reinschiebt ? Erfinde dir deine eigene Kryptowährung, dann stehst du ganz am Anfang der Kette.
Vielleicht ist das hier eine bessere Möglichkeit : http://www.ynewsfinancial.com/cnn.com/gatesway.html?sxid=a7bjr3ihnwxy Bernd_Stein
H-G S. schrieb: > Heisst das dass jeder der heute Bitcoins kauft eigentlich nur den > Bitcoin-Frühkäufern das Geld reinschiebt ? Genauso ist es.. und das Geld schwebt als "Anlage".. will es keiner mehr haben hat man dafür dann aber auch nichts mehr wenn man den Gewinn nicht rechtzeitig in Sicherheit gebracht hat. Ist doch schon komisch.. Steigende Währung durch Nachfrage während die Miner aus dem Nichts bezahlt und somit neue Bitcoins verschenkt werden ;)
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