Forum: Haus & Smart Home Absicherung vor "überflutung"


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von hans (Gast)


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Hallo,

ich habe mit einem Arduino eine "Automatische" Blumengießanlage 
gebaut...
> das ist gerade noch im "mini-format" soll aber künftig auch mal 10 oder 20 
Blumen gießen können...

das einfache Prinzip, Feuchtigkeitssensoren und Pumpen welche sich an 
einem Tank bedienen...

jetzt brauch ich ne Gute Idee welche den GAU verhindert...
=> mein System läuft extrem Stabil und ist bisher noch nicht abgestützt, 
aber wir alle wissen, JEDES Programm kann mal Abstürzen => und sollte 
dann das Relay, welches die Pumpe ansteuert gerade an sein...

Fakt ist, "selbst" bei 4 Liter die Stunde ist das nicht nur zu viel für 
die Blumen sondern auch für die Umgebung, wenn das erst 10 Stunden 
später bemerkt wird (wenn auch der Behälter gerade nur 10 Liter hat).

meine Ideen:
- 2. System welches bei "zu viel feuchtigkeit" das 1. System lahm legt 
(verbraucht Platz und Energie)
- ein einfacher "schwimmer" <- aber hier brauch ich ne "menge" Wasser um 
den zum schwimmen zu bringen

=> so richtig glücklich machen mich meine Ideen nicht.

was habt ihr für Erfahrungen, was habt ihr für Ideen?

: Verschoben durch Moderator
von Martin (Gast)


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Zeitschaltuhr  die das System  nur  10min  am Tag  mit Strom versorgt

von hans (Gast)


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hm, das verfehlt leider den Sinn vom ständigen Messen und dem präziesen 
gießen...

aber danke.

evtl. noch weitere Tipps

von Thomas R. (r3tr0)


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Wie wäre es mit einem Durchflussmesser?
Somit könntest du feststellen, dass z.B. 1L durchgeflossen sind, das 
ganze kurz Pausieren, warten bis du einen Feuchtigkeitswert ausgelesen 
hast. Ist es noch nicht "feucht" genug, lässt doch noch einmal das Ganze 
durchlaufen, und sobald du dann irgendwann den richtigen Wert misst, 
lässt du das ganze ausgeschaltet und machst erst am nächsten Tag weiter.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Eine Schale mit Ablauf wäre das Sicherste ;-)

Aber ernsthaft: eine Möglichkeit wäre, dass man mehrstufig arbeitet.
Zuerst wird nur ein kleiner Hilfsbehälter mit der maximalen Tagesmenge 
gefüllt. Läuft dieser über, passiert nichts weiter, weil er direkt über 
dem Hauptbehälter platziert ist.

Aus diesem Behälter wird dann das Wasser für die Blumen genommen.

Hängt der Controller nun beim Befüllen des Behälters, passiert nichts 
weiter.

Hängt der Controller beim Gießen, so läuft maximal diese "Tagesmenge" in 
die Blumen und danach ist Ruhe.

P.S.: Einen Watchdog darfst Du dann natürlich nicht aktivieren!

: Bearbeitet durch Moderator
von Cyblord -. (cyblord)


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Wenn es dir nur um Programmabstürze geht, aktiviere den Watchdog. Sollte 
der kommen, alle Ventile zu/ Pumpen aus und Endlosschleife.

Wenn auch die HW ausfallen könnte bleibt nur ein Redundantes System 
übrig.

: Bearbeitet durch User
von Nico .. (nico123)


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Stichwort "Watchdog"!

von H.Joachim S. (crazyhorse)


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Die sicherste Variante: stell den Blumenkram in eine Art Wanne, die im 
Zweifelsfall das gesamte Wasser aufnehmen kann. Wird so z.B. bei Öltanks 
im Haus praktiziert.

Gegen "Programmhänger" und klebende Relais könntest du eine Art watchdog 
bauen. Programmier deinen Arduino so, dass die Pumpen nur max. eine 
bestimmte Zeit durchgehend laufen dürfen, dann eine kurze Pause usw. 
Bleibt dieses Taktintervall aus, kann eine zweite Schaltung den Notaus 
machen. Hilf natürlich nicht z.B. gegen Sensorschaden, der dauerhaft "zu 
trocken" meldet. Das wiederum kann man aber erkennen, wenn trotz 
gepumpter x Liter die Feuchte nicht ansteigt.

von Route_66 H. (route_66)


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Hallo!
Überschwemmungen verhindert man über einen geeigneten Wassersensor. Es 
gibt da ganz einfache Konstruktionen mit Zuckerwürfel und Mikrotaster. 
Das kann man auch zweikanalig bauen, falls ein Mikrotaster mal "hängt".
Diese Feuchtesensoren schalten schon bei wenig Wasser ab.

Wenn du dann aus einem dreiwöchigen Urlaub nach Hause kommst, ist dein 
"Gras" leider vertrocknet.
Das kannst du nur mit einer mindestens zweikanaligen Steuerung 
verhindern, bei der sich die Kanäle gegenseitig kontollieren.
Externer Watchdog, unabhängige Spannungsversorgung möglichst zwei 
verschiedene Prozessorsysteme (AVR, PIC, 8051...) und unterschiedlich 
programmiert (C, ASM, FORTH...)

In Sicherheitssteuerungen, bei denen Menschenleben in Gefahr sind, ist 
sowas schon lange üblich. Musst du mal bei den großen Anbietern suchen, 
was heutzutage möglich und Stand der Technik ist.

von (prx) A. K. (prx)


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hans schrieb:
> - 2. System welches bei "zu viel feuchtigkeit" das 1. System lahm legt
> (verbraucht Platz und Energie)

Geschickt gemacht, verbraucht das keine Energie und keinen Aufwand. Du 
musst nur deine Steuerung dort montieren, wo das überschüssige Wasser 
hinläuft. Damit ist das erste System gleichzeitig das zweite, weil es 
sich per Kurzschluss selber lahm legt. ;-)

von blabla (Gast)


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Vor das Relais einen Tiefpass, der Prozessor erzeugt ein Rechteck wenn 
das Wasser fließen soll
Absturz -> kein Rechteck mehr -> Relais fällt ab

von Manfred (Gast)


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Ich ziehe mal ein Stück Schaltung raus: Das Teil steht neben meiner 
Waschmaschine und lässt das Relais schalten, wenn die 4 Schrauben nasse 
Füße bekommen.

von Mani W. (e-doc)


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Manfred schrieb:
> Ich ziehe mal ein Stück Schaltung raus: Das Teil steht neben meiner
> Waschmaschine und lässt das Relais schalten, wenn die 4 Schrauben nasse
> Füße bekommen.

Schön!

Wozu dienen denn die beiden Dioden an der Basis und was ist das für
eine merkwürdige Schaltung?

BD 679 zum Ansteuern eines Relais?

Wo sind Kondensatoren eingebaut zur Verzögerung bzw. der Entstörung
des Eingangssignales?


Diodenfreak?

: Bearbeitet durch User
von Wolfgang (Gast)


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hans schrieb:
> das einfache Prinzip, Feuchtigkeitssensoren und Pumpen welche sich an
> einem Tank bedienen...

> jetzt brauch ich ne Gute Idee welche den GAU verhindert...

Dann steuere die Pumpe nicht direkt mit dem µC. Falls du deinem Relais 
traust, steuere das Relais über ein nachtriggerbares Monoflop an. Dann 
ist im Fehlerfall die Laufzeit auf eine Monoflop-Zeit (z.B. 1 Sekunde) 
begrenzt. Der µC muss, damit die Pumpe läuft, regelmäßig das Monoflop 
nachtriggern.

Das solltest du dann tunlichst nicht mit einem Hardware-PWM des µC 
machen ;-)

Beitrag #5150522 wurde vom Autor gelöscht.
von Mani W. (e-doc)


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Meine Zustimmung dazu...

von Mani W. (e-doc)


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Wozu braucht man einen µC?

Bewässerung fordert wegen dem Sensor Wasser,
also "Wasser marsch", aber nur eine kurze Zeit...

Dann ist je nach Gegebenheiten eine halbe Stunde zu warten, bis sich die
Erde angesaugt hat, danach und wenn der Sensor immer noch zu wenig
Feuchtigkeit detektiert, wird wieder eine kurze Zeit bewässert...

von MaWin (Gast)


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Nico .. schrieb:
> Stichwort "Watchdog"!

Genau.

Baue zwischen Relais und Arduino ein flankenretriggerbares Monoflop, 
z.b. eingestellt auf 1 Minute. Wenn dann der uC nicht jede Minute erneut 
das Relais zum Ventil einschaltet, geht es eben aus. Nichts wird 
überschwemmt.

von hans (Gast)


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@Manfred, sehr coole Idee...

=> genau so mach ich das

naja, okay, ich mach die schaltung noch etwas einfacher, aber das 
prinzip mit "nasse Füße" find ich geil :P

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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hans schrieb:
> hm, das verfehlt leider den Sinn vom ständigen Messen und dem präzisen
> gießen...

ist aber schon klar dass die meisten Leute hoffnungslos zuviel giessen?

zumindest für Nicht-Urlaubszeiten braucht man keinen Giessomat
und was es alles da so gibt.
mit den richtigem Pflanzen kommt man auch 4 Wochen ohne Giessen aus.

Nein... keine Schwiegermutter-Stühle.

Ich weiss ehrlich nicht,
was man sich da immer so abhampelt mit den Pflanzen

von Fred R. (Firma: www.ramser-elektro.at/shop) (fred_ram)


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Welche Sensoren hast du verwendet?
Am besten löst man das in der Software.
Wenn nach XXX Sekunden sicher der Sensorwert nicht um XX % geändert hat,
schalte auf Störung.
Die Software selbst mit WDT und ä. schützen!

von Manfred (Gast)


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hans schrieb:
> => genau so mach ich das
> naja, okay, ich mach die schaltung noch etwas einfacher,

Da gibt es natürlich Spielraum für andere Bauelemente oder eine 
ordentliche Schaltungsauslegung - Mani W. hat sie ja schon bemeckert.

> aber das prinzip mit "nasse Füße" find ich geil :P

Na denn ...

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Orchideen.

-Die kannst 4 Wochen in der Sonne stehen lassen
und blühen um die Wette. Ohne giessen.

In der 5. Woche ja. Da kannst langsam mal einen Schubser Wasser geben.

Und in diesem Herbst-Sommer hab ich eine Pflanze
versuchsweise das letzte mal im Juli gegossen.

Das Teil blüht. Steht in einem Süd-Fenster.
grad mal ein Blatt ist braun geworden,
aber das passiert bei anderen auch.

dann gibts hier noch (nicht im Fenster)
Bogenhanf, Fensterblatt, Spatiphyllum.

hält alles Wochenlang durch.

von Boris O. (bohnsorg) Benutzerseite


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Martin schrieb:
> Zeitschaltuhr  die das System  nur  10min  am Tag  mit Strom versorgt

hans schrieb:
> hm, das verfehlt leider den Sinn vom ständigen Messen und dem präziesen
> gießen...

Ich wusste gar nicht, dass Pflanzen so eines schnellen Regelkreises 
bedürfen. Dann solltest du die Hardware deutlich aufrüsten und das ganze 
in die Cloud verlagern. Mit einer Web Cam und zehn mechanical turks 
kannst du das dann absichern lassen.

Die Zeitschaltuhr gibts für kleines Geld und die Schaltung ist nicht 
anzupassen. (Muss grad wieder los, Pflanzen kontrollieren.)

von dudley (Gast)


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wie wärs mit einem dead man Switch

eine zweite Einrichtung sperrt alles komplett ab sobald sie keine 
Status-Rückmeldungen mehr von der Bewässerungseinheit erhält.

von Hauptsache einen blöden Kommentar geschrieben (Gast)


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Du könntest das Wasser auch unter den Pflanzen lagern: Die Pflanzen 
stehen auf einem Gitter, dass oberhalb einer Plastikschale angebracht 
ist. Die Schale ist der Wasserspeicher. Beim Gießen wird das Wasser 
hieraus zu den Pflanzen hochgepumpt.

Ansonsten würde ich aber auch eher eine Lösung mit Zeitschaltuhr o.ä. 
umsetzen, einmal täglich prüfen würde völlig reichen. Ich schaue - bis 
auf das Basilikum - auch nur einmal pro Woche nach den Pflanzen. So 
schnell gehen die meisten Zimmerpflanzen nicht ein.

von Fred R. (Firma: www.ramser-elektro.at/shop) (fred_ram)


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Hauptsache einen blöden Kommentar geschrieben schrieb im Beitrag 
#5151019:
> Du könntest das Wasser auch unter den Pflanzen lagern: Die
> Pflanzen
> stehen auf einem Gitter, dass oberhalb einer Plastikschale angebracht
> ist. Die Schale ist der Wasserspeicher. Beim Gießen wird das Wasser
> hieraus zu den Pflanzen hochgepumpt.
>
> Ansonsten würde ich aber auch eher eine Lösung mit Zeitschaltuhr o.ä.
> umsetzen, einmal täglich prüfen würde völlig reichen. Ich schaue - bis
> auf das Basilikum - auch nur einmal pro Woche nach den Pflanzen. So
> schnell gehen die meisten Zimmerpflanzen nicht ein.

Das ist schlecht.
Es werden die Nährstoffe ausgeschwemmt und es bilden sich Algen sich in 
der Tasse.

von Mani W. (e-doc)


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Boris O. schrieb:
> Ich wusste gar nicht, dass Pflanzen so eines schnellen Regelkreises
> bedürfen.

In Zeiten der µC-Steuerungen ist das anscheinend so, dass man seine
Lieblinge nicht täglich besucht...


dudley schrieb:
> wie wärs mit einem dead man Switch
>
> eine zweite Einrichtung sperrt alles komplett ab sobald sie keine
> Status-Rückmeldungen mehr von der Bewässerungseinheit erhält.

Besonders zu empfehlen, wenn der Gärtner einen Schwächeanfall im
Keller hat und der Gartenschlauch rinnt...

von Dirk (Gast)


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hans schrieb:
> das einfache Prinzip, Feuchtigkeitssensoren und Pumpen welche sich an
> einem Tank bedienen...

Erste Idee:
Mach den Tank nicht so groß, dass die darin enthaltene Menge Wasser 
Schaden anrichten könnte.
Doff, weil dann hast du eigentlich nur einen Pufferspeicher :-(

Zweite Idee:
Du trauste deinem System aus Mikrocontroller, Elektronit, Hardware und 
Software nicht.
Daher musst du ein zweites System einführen (und keinen Watchdog).
Eine gute Zeitschaltuhr, die nur die Pumpen mit Strom versorgen kann,
ist eine gute Idee!
Die "Gießzeit" kann ja auch zu einer definierten Uhrzeit sein
und in dieser lässt die ZSU Strom durch die Pumpen fließen.

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