Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Wasserbeständige Litzen - Welches Material?


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von Bernd (Gast)


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Hallo,

ich benutze zwei einfache Litzen als Füllstandssensor für Wasser. Zur 
Vermeidung von Elektrolyse sind sie die meiste Zeit spannungsfrei und 
nur zur Messung wird kurzzeitig Spannung angelegt und der Leitwert 
gemessen. Funktioniert einwandfrei. Aber die Litzen sollen nun dauerhaft 
unter Wasser sein und sich dabei nicht nach einem Jahr auflösen. Welches 
Material sollte ich dafür am besten wählen? In Chemie habe ich leider 
nicht aufgepasst...

von Flip B. (frickelfreak)


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Platin.

Besser würdest du dein messprinzip so umbauen, dass es keine 
Elektrischen kontakte im wasser braucht.

von Schreiber (Gast)


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Bernd schrieb:
> Welches
> Material sollte ich dafür am besten wählen? In Chemie habe ich leider
> nicht aufgepasst...

Mittel der Wahl ist hier Platindraht.

...oder halt ein anderes Messverfahren, Füllstandsmessung bei Waser keht 
kapazitiv oder mit Druckluft viel besser.

von 6a66 (Gast)


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Bernd schrieb:
> Aber die Litzen sollen nun dauerhaft
> unter Wasser sein und sich dabei nicht nach einem Jahr auflösen.

Edelstahl? Aber guten, nicht einfach irgendeinen. WNr. 1.4401 
(X5CrNiMo17-12-2), AISI 316, (V4A)

rgds

von Bernd (Gast)


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Danke für eure Antworten. In meinem Fall ist das gewählte Messverfahren 
leider gesetzt.
Da sich die Litzen stellenweise berühren müssen, ist eine Isolierung 
nötig. Ich würde also liebr Litzen statt Draht verwenden.
Platinlitzen sind aber leider extrem speziell. Auf die Schnelle habe ich 
dazu gar nichts gefunden.
Hat jemand Erfahrungen mit üblicheren Litzen, die lange Zeit Wasser 
ausgesetzt waren? Ist Kupfer so ungeeignet? Immerhin wird es ja auch für 
Wasserleitungen verwendet.

von Bernd (Gast)


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6a66 schrieb:
> Edelstahl? Aber guten, nicht einfach irgendeinen. WNr. 1.4401
> (X5CrNiMo17-12-2), AISI 316, (V4A)
Aus Edelstahl findet man zumindest mal Litzen. Aber dann meistens ohne 
genauere Angaben...

von 6a66 (Gast)


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Bernd schrieb:
> Aus Edelstahl findet man zumindest mal Litzen. Aber dann meistens ohne
> genauere Angaben...

Dann nimm Edelstahlstäbe und zieh da Isolierung drüber wenn das nötig 
ist.
Oder gib etwas mehr Erklärungen sonst wird das eine heillose Raterei.

rgds

von Route_66 H. (route_66)


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Bei starren oder flexiblen Leitern in Wasser ist auch die 
Längswasserfestigkeit wichtig. Sonst zieht der Kapillareffekt das Wasser 
zwischen Leiter und Isolierung entlang.

von Bernd (Gast)


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Die Frage ist erstmal nur: Was passiert mit einer ordinären Kupferlitzer 
nach längerer Zeit unter Wasser. Etwas Korrosion wäre ja für das 
Messverfahren nicht das Problem. Wenn sie sich aber auflöst, wäre es 
schlecht.

von GHH (Gast)


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Was mit dem Inneren von Kupferrohren in der Trinwasser-Installation 
passiert, ist hier dargestellt:

https://www.kupferinstitut.de/de/werkstoffe/anwendung/bauwesen/rohrinstallation/einsatzbereiche/trinkwasser-installation.html

Nach meiner Einschätzung wird die elektrische Leitfähigkeit "zur 
Wasserseite hin" kleiner werden. Für die Funktion Wasserleitung ist das 
ohne Bedeutung - für die Funktion als Elektrode schon.

von Der Andere (Gast)


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Bernd schrieb:
> sind sie die meiste Zeit spannungsfrei und
> nur zur Messung wird kurzzeitig Spannung angelegt und der Leitwert
> gemessen.

Reines AC Signal verhindert Elektrolyse

6a66 schrieb:
> Dann nimm Edelstahlstäbe und zieh da Isolierung drüber wenn das nötig
> ist.
> Oder gib etwas mehr Erklärungen sonst wird das eine heillose Raterei.

Seh ich genauso.

Litze ist Mist, ds führt unvermeidbar zu einem Kapillareffekt. Auch 
Drähte kann man ein paar Mal zur Montage biegen.

von Gerd E. (robberknight)


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Bernd schrieb:
> Da sich die Litzen stellenweise berühren müssen, ist eine Isolierung
> nötig. Ich würde also liebr Litzen statt Draht verwenden.

was hilft Dir dann die stabilste Platinlitze, wenn die Isolierung unter 
Wasser weggammelt?

Du brauchst also auch dauerhaft wasserbeständige Isolierung. Ich würde 
da PTFE/Teflon vorschlagen.

Was Du machen könntest wäre wie vorgeschlagen Edelstahldraht verwenden 
und dort wo nötig dann eine Isolierung aus PTFE-Schrumpfschlauch 
drüberziehen. PTFE-Schrumpfschlauch gibt es, ist aber recht teuer.

Mein Vorschlag wäre eher Wasserstandsmessung per Luftdruck in einem 
Röhrchen.

von Petra (Gast)


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Gibt aber auch noch andere Alternativen:
https://www.vega.com/de-DE/home_at/Anwendungen/Wasser-Abwasser/Abwasseraufbereitung

Denke auch an die Verbindung zwischen den Messstäben (z.B.: Niro) und 
der (vermutlichen) Kupferleitung. Wenn Dir die weggammelt, funktioniert 
auch nichts mehr.

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