Michi schrieb:
> Gerd E. schrieb:
>> zusätzlich auch noch an das Tachosignal von dem anderen Lüfter eine
>> kleine Schaltung mit RC-Glied und Schmitt-Trigger-Inverter, die erkennt
>> ob der Lüfter ganz steht und dann das durchgeschleifte Tachosignal
>> unterbricht. So kann ich den Ausfall jedes der Lüfter per Software
>> erkennen.
> Hat dein Schmitt-Trigger einen Push-Pull oder einen OC-Ausgang? Hast du
> das Tachosignal direkt angeschlossen oder über einen Widerstand?
Ist schon 2-3 Jahre her daß ich die Schaltung gebaut habe und seit dem
im 24/7-Einsatz. Hab ich damals glaube ich kurz auf Lochraster
zusammengebaut. Schema & Layout vermutlich auf Schmierpapier, hab ich
nicht mehr.
Ist aber auch nicht schwer:
Das Tachosignal funktioniert bei 3-Pin-Fans genauso wie bei 4-Pin
PWM-Fans:
http://www.formfactors.org/developer/specs/4_wire_pwm_spec.pdf
Im Lüfter ist ein Open-Collector, das Mainboard (oder Deine Schaltung)
hat einen Pullup.
Wenn die Schaltung also einen Fehler Deines 2. Lüfters erkennt, kann sie
problemlos dauerhaft das ansonsten durchgeschleifte Tachosignal mit
einem Transistor oder FET auf low ziehen. Du musst einen externen
Transistor nehmen und kannst nicht den Ausgang des Gatters nehmen, da
das Signal auf bis zu 12V liegen kann. Ich habe vermutlich einen BSS138
verwendet.
Wenn ich nochmal drüber nachdenke ist der Schmitttrigger-Inverter nur
der 2. Teil der Schaltung. An dessen Eingang ist ein Kondensator und ein
Pullup-R, sobald der Kondensator eine gewisse Spannung erreicht,
aktiviert er das Blockieren des Tachosignals.
Für das Erkennen des blockierten Tachosignals brauchst Du aber einen
Flankendetektor. Denn wenn der Lüfter stehen bleibt, weißt Du nicht ob
in dem Moment das Signal high oder low ist, beidesmal willst Du den
Ausfall erkennen können. Das geht nur wenn Du die Flanken auswertest.
Das kannst Du z.B. mit einem XOR und RC-Glied machen:
https://electronics.stackexchange.com/questions/270894/dual-edge-detector/270903
Bei jeder Flanke leerst Du den Kondensator vor dem
Schmitttrigger-Inverter. Wenn der Lüfter stehen sollt, kommen keine
Flanken mehr, der Kondensator lädt sich immer weiter auf, ab dem
Schwellwert wird das ansonsten durchgeschleifte Tachosignal blockiert.
> MM schrieb:
>> Die Belastbarkeit des Anschlusses liegt i.d.R. bei 0,5 A. Das sollte man
>> für die Lüfterauswahl im Hinterkopf haben.
> Ich werde die beiden Lüfter mal ans Labornetzteil anschließen, von 0-12V
> hochdrehen und den Strom beobachten.
Ich glaube kaum daß das zum Problem wird. 12V und 0,5A wären 6W. Ein
Lüfter der das dauerhaft aushält ist schon ein ganz schöner Brummer.