Guten Abend,
mein Hifi-Subwoofer (Quadral Quintas 50W Sinus) ist an meinem Pioneer
AVR angeschlossen. Leider besitzt der Subwoofer keine Auto Standby
Funktion, und da die 50hz Netzteilbrummen leider gut zu hören sind, auch
wenn man 5m entfernt auf der Couch sitzt - habe ich mir etwas einfallen
lassen, was leider nicht so ganz optimal funktioniert. (Massebrummen
ausgeschlossen).
Der AVR hat leiner keinen Trigger-Anschluss, aber einen zweiten
HDMI-Ausgang.
Da der Subwoofer idealerweise nur laufen soll, wenn der AVR
eingeschaltet ist, habe ich am zweiten HDMI-Ausgang ein HDMI Kabel
angeschlossen, die Adern abgegriffen und +12VDC und GND genommen, um
damit direkt ein 5V Relais vom Typ (SONGLE 5V SRD-5VDC-SL-C) zu
betreiben, das direkt nach dem Netzschalter in den Außenleiter
eingebunden wurde. Eine Freilautdiode wurde sicherheitshalber mal mit
eingelötet.
Funktioniert soweit, dass aber leider beim Ausschalten des AVRs der
Subwoofer mit einem lauten PLOPP aus geht.
Frage: Wie kann ich das laute PLOPP unterbinden?
Würde ein Netzfilter an der 230V Buchse helfen?
Der Subwoofer ist per Kaltgerätestecker am Netz.
Sigmund schrieb:> Frage: Wie kann ich das laute PLOPP unterbinden?> Würde ein Netzfilter an der 230V Buchse helfen?> Der Subwoofer ist per Kaltgerätestecker am Netz.
Hallo,
ein Netzfilter blockiert nur Störungen aus dem Netz.
Du benötigst ein zweites Relais, das ca. zwei Sekunden
zeitverzögert den Lautsprecher dazuschaltet.
Gruß
NTC schrieb:> das ca. zwei Sekunden> zeitverzögert den Lautsprecher dazuschaltet
Beim Ausschalten?
Sigmund schrieb:> beim Ausschalten des AVRs der> Subwoofer mit einem lauten PLOPP aus geht
Die Lösung muss so aussehen, das man als erstes den Subwoofer vom
Verstärker trennt und dann den Rest abschaltet, denn offensichtlich ist
es mit der Schutzschaltung im Subwoofer nicht so weit her. Man könnte
den AVR mit Nachlauf abschalten - aber ganz einfach ist das nicht.
Sigmund schrieb:> die Adern abgegriffen und +12VDC und GND genommen, um> damit direkt ein 5V Relais vom Typ (SONGLE 5V SRD-5VDC-SL-C) zu> betreiben,
Meinst du wirklich, daß ein 5V Relais an einer 12V Leitung so klug ist ?
Dein Verstärker wird auch ploppen, wenn du ihn am Netzschalter
ausschaltest.
Beim Relais kannst du eins mit mehreen Kontakten nutzen, 1 schalten den
Netztrafo und 1 den Lautsprecher weg von der Endstufe.
Allerdings sollten die Kontakte richtigerweise SELV trennen können, also
kein einfaches 2 x ein Netzrelais, sondern eines mit mehr Abstand der
Kontakte für 2500V Isolationsspannung untereinander.
Auf dem Bild sehe ich einen Transformator der für 50 Watt Sinus viel zu
klein ist.
> die Adern abgegriffen und +12VDC und GND genommen, um> damit direkt ein 5V Relais vom Typ (SONGLE 5V SRD-5VDC-SL-C) zu> betreiben
Meinst du, es tut dem 5V Relais gut, mit 12V betrieben zu werden?
> SONGLE 5V SRD-5VDC-SL-C, das direkt nach dem Netzschalter in den> Außenleiter eingebunden wurde
Laut Datenblatt isoliert das Relais bis zu 1500 Volt. Eine kurze Spitze
(die beim Ausschalten anderer Geräte entstehen kann) und schwupps, ist
dein HDMI Gerät kaputt.
Du brauchst ein Relais mit mindestens 4000V Isolationsspannung.
Hallo,
Du benötigst ein zweites Relais, das den Lautsprecher sofort abschaltet.
Dazu gehört ein zusätzlicher Elko (oder auch zwei je 4.700uF) ins
Netzteil,
um die Spannung für den Sub-Verstärker etwas länger zu halten.
Wäre die einfachste Möglichkeit.
Testen, ob es funktioniert.
Gruß
Ach Mist. Natürlich liefert die HDMI Leitung nur +5VDC und keine 12V...
Mein Fehler...
ok, dann kein Netzfilter.
zweites Relais oder Relais mit doppelter Spule.
Sowas wie ein OMRON LY2NJ?
Sagenhaft günstig in der Anschaffung aber mir gefallen die 150mA Rated
current nicht. Gibts welche mit deutlich weniger Stromverbrauch?
Norbert schrieb:> Sagenhaft günstig in der Anschaffung aber mir gefallen die 150mA Rated> current nicht. Gibts welche mit deutlich weniger Stromverbrauch?
Es könnte gut sein, daß der verwendete Verstärker-IC einen MUTE-Eingang
hat, der braucht dann viel weniger als das zweite Relais und schaltet
auch den Lautsprecher stumm.
Musst halt mal den IC freilegen, dann weisst du nach Messen der
plus/minus Versorgungsspannung gleich, um wie viel Watt dich Quadral
belogen hat.
Sigmund schrieb:> und da die 50hz Netzteilbrummen leider gut zu hören sind, auch> wenn man 5m entfernt auf der Couch sitzt
So ein Gerät würde ich als mangelhaft sofort zurückgeben. Hast Du mal ne
Bezeichnung für diesen Schrott. Bei Quadral finde ich nichts.
Hast Du mal ermittelt, was da überhaupt brummt. Ist es der Trafo,
ungenügende Siebung, schlechte Leitungsführung, schlechte Schirmung oder
ne Erdschleife.
Ich würde lieber den Mangel beheben, anstatt einen Würg-Around zu
basteln.
Stefan U. schrieb:> Manchmal gibt es für dein problem eine viel simplere Lösung:>> Zwei 1000 Ohm Widerstände parallel zum Ausgang der Signalquelle.
Wie genau???
Das hier ist das Set:
http://www.ebay.de/itm/Quadral-Status-5-1-Surroundsystem-mit-aktivem-Subwoofer/263224661285
Gibt es im Quadral Produktarchiv nicht mehr.
Ist von 2003.
Ansonsten bin ich mit dem Subwoofer zufrieden.
Die Kondensatoren haben alle noch genug Kapazität, obwohl es seit 2004
durchgehend am Netz ist.
Wenn man was gegen das 50 hz Brummen tun könnte, wäre das natürlich auch
klasse. nichtsdestotrotz schalte ich ihn nun zukünftig per Omron
G2R-2-5V Relais aus.
Wenn das Brummen nur bei ausgeschalteter Quelle auftritt, kommt es durch
kapazitive Einkoppelung wegen dem hohen Eingangswiderstand.
Durch Parallel-Schaltung von zusätzlichen Widerständen am Ausgang der
Signalquelle wird das Brummen reduziert.
Norbert schrieb:> Das Brummen ist dauerhaft zu hören, sobald der Subwoofer eingeschaltet> ist und Netzspannung anliegt.
Trafonetzteil in Verbindung mit 105°C LowESR-Ladeelko(s)?
Die sind nun wahrscheinlich trocken gekocht. Auslöten, Kapazität messen
und durch 85°C Normalelko(s) ersetzen.
Könnte auch sein dass sich das Brummen des Trafos mechanisch auf das
Gehäuse überträgt, da hilft dann nur den Trafo entkoppelt zu montieren.
Das lässt sich feststellen wenn du mal die Verbindung vom Verstärker zum
Lautstprecherchasis unterbrichst, wenns dann immer noch brummt ist es
der Trafo.
> Das Brummen ist dauerhaft zu hören, sobald der Subwoofer eingeschaltet> ist und Netzspannung anliegt.
Der spannende Punkt ist: Hört das Brummen auf, sobald die Signalquelle
aktiv ist? Also wenn du z.B. ein Smartphone ansteckst und ein MP3 File
ganz leise abspielst, brummt es dann auch?
Wenn es am Smartphone bei Musikwiedergabe nicht mehr brummt, wiederhole
den gleichen Test mit deiner normalen Signalquelle (Fernseher?). Hört
dort das Brummen auch auf, wenn du ein Geräusch abspielst?
Brummt die Kiste auch, wenn du den Verstärker von Tafo abklemmst?
Davon hängt ab, welche Maßnahme die sinnvollste ist:
a) Unterbrechung der Masseschleife
b) Verringerung des Eingangswiderstandes
c) Der Trafo selbst brummt -> anders befestigen
d) Verbesserung des Netzteils bzw. Endstufe
Man kann auch einfach alle drei Varianten umsetzen, aber zumindest der
Puinkt d ist teuer. Also besser erstmal die Ursache ermitteln.
Deine Lösung mit dem Relais wird wohl nur im ausgeschalteten Zustand
helfen, ist also eine halbe Lösung. Damit wäre ich nicht lange
zufrieden. Es sei denn, das Brummen ist nur ganz leise.
Wegen dem Ploppen beim aus- und/oder Einschalten: Das ist ein Zeichen
für ein schlechtes Schaltungsdesign. Es muss aber nicht unbedingt
schädlich für den Lautsprecher sein. Normalerweise sind die Lautsprecher
für den Home Bereich mechanisch so belastbar ausgelegt, daß der
Verstärker sie nicht killen kann.
Falls du in Zukunft nochmal eine Box kaufts, die Ploppt: lege es einfach
drauf an. Schalte sie immer wieder an und aus, bis sie kaputt ist oder
du einen wunden Finger hast. Wenn sie kaputt geht, kannst du sie
umtauschen. Im Einzelhandel wird man sicher bereit sein, Dir eine andere
bessere zu verkaufen.
MM schrieb:> Norbert schrieb:>> Das Brummen ist dauerhaft zu hören, sobald der Subwoofer eingeschaltet>> ist und Netzspannung anliegt.>> Trafonetzteil in Verbindung mit 105°C LowESR-Ladeelko(s)?> Die sind nun wahrscheinlich trocken gekocht. Auslöten, Kapazität messen> und durch 85°C Normalelko(s) ersetzen.
Ich schrieb bereits, dass die Elkos alle noch ihre originale Kapazität
haben, obwohl das Teil seit 2004 durchgehend am Netz war.
Ich danke euch soweit.
Habe ja nun ein paar Omron 2R-2-5V Relais bestellt.
Testweise habe ich mal ein zweites Relais mit dran gebastelt, der die
Zufuhr zum Lautsprecher kappt.
das Ploppen bleibt. Das Relais zum Abschalten der Endstufe sollte also
am Besten erst 2 Sekunden später als das Kappen der Lautsprecherzufuhr
erfolgen.
Wie löse ich das am besten?
Ärgerlich, dass ich nun ein Relais mit doppelten isolierten Kontakten
bestellt habe, ich fürchte, damit kann ich das zeitlich getrennte
abschalten nicht realisieren.
> Wie löse ich das am besten?
Wir hatten gerade mehrere Threads zu diversen ein- und ausschalt-
Verzögerungen mit Relais. Benutze mal die Suchfunktion.
Was mich erstaunt ist, daß du mit "parallelschalten von Widerständen"
nicht anfangen kannst und deine Relais nicht ohne Hilfe verzögern
kannst. Aber du kannst Kondensatoren ausmessen?
Und warum beantwortest du meine Fragen nicht? Du möchtest doch Hilfe
bekommen, oder doch nicht mehr?
Sigmund schrieb:> Testweise habe ich mal ein zweites Relais mit dran gebastelt, der die> Zufuhr zum Lautsprecher kappt.> das Ploppen bleibt.
Das ist aber merkwürdig, denn demnach käme das Ploppen nicht vom
Ausschalten des Verstärkers.
Kann es der Abreissfunke im Schalter bzw. Relaiskontakt sein ? Klemme
mal 100 OHm/1 Watt in Reihe mit 220nF/X2 Kondensator parallel zum
Relaisschaltkontakt.
Es gäbe sonst nur die Erklärung, daß GND vom Verstärker nicht mit
Schutzleiter sondern per Y-Kondensator mit der geschalteten Phase
verbunden wäre, aber das ist bei deinem Subwoofer definitiv nicht der
Fall, der hat einen Schutzleiter.
Kläre mal, welcher Verstärker-IC verwendet wird, durch Abnehmen der
Halteklammer, dann kann man im Datenblatt nach MUTE Eingängen gucken.
Hallo Stefan, wie gesagt, das Brummen ist immer zu hören, egal ob ein
Smartphone per Kline-Kabel dran hängt, oder der AVR, oder ein anderer
AVR, oder auch nichts.... Es brummt auch wenn der Lautsprecher im
Subwoofer abgesteckt ist und nur der Trafo und die Endstufe dran hängt.
Und ja, Kondensator kann ich ausmessen, da ich seit 2 Wochen ein neues
Multimeter habe und seitdem ich mich wieder mehr mit Elektronik
beschäftige.
Wegen der Beschaltung, ich will sichergehen dass ich es richtig mache,
schließlich sind im Gehäuse nicht nur 3,3VDC zu finden sondern "ein
bisschen mehr"....
Und ich habe nie geschrieben, dass ich ein Relais nicht zeitverzögert
schalten lassen kann, sondern dass ich ein Relais mit doppelten
Kontakten aber nur einer Spule nach meinem Verständnis NICHT zeitlich
getrennt schalten lassen kann. Du musst es nicht verstehen, aber so ist
es nun mal. Wenn du mich nun steinigen möchtest, bitte ...
Sigmund schrieb:> Es brummt auch wenn der Lautsprecher im Subwoofer abgesteckt ist und> nur der Trafo und die Endstufe dran hängt.
Dann den Trafo machanisch entkoppeln und fertig.
> dass ich ein Relais mit doppelten Kontakten aber nur einer Spule nach> meinem Verständnis NICHT zeitlich getrennt schalten lassen kann
Das geht natürlich nicht.
Also wenn deine Boxen immer brummen, kannst du das Brummen im Betrieb
nicht abstellen. Jedenfalls nicht, ohne die Verstärkerplatine oder das
Netzteil zu verbessern.
Aber du kannst die Boxen aus schalten, wenn sie nicht benutzt werden.
Dafür halte ich deinen Ansatz mit Relais für angemessen.
Du wirst aber wohl zwei Relais verwenden müssen. Eine
Abschaltverzögerung erreichst du relativ einfach mit einem Kondensator:
Ich würde mal 2200µF versuchen.
Oder ignoriere das Ploppen einfach. Die Box sollte das aushalten,
schließlich wurde sie so verkauft.
Denke bitte daran, ein Relais zu verwenden, daß ausreichend isoliert.
Diese kleinen blauen Würfel aus China sind dazu nicht geeignet.
ich würde ein Relais für den LS direkt aus der Wechselspannung speisen
mit Verzögerung. Dann fällt es beim Ausschalten sofort ab aber die Spg
der Endstufe bleibt noch einen Moment. Ist ein altes und bewährtes
Prinzip.
Sigmund schrieb:> Wie löse ich das am besten?
Ließt du die Antworten nicht ?
Hab ich dir schon einmal geschrieben :
Du benötigst ein zweites Relais, das den Lautsprecher sofort abschaltet.
Dazu gehört ein zusätzlicher Elko (oder auch zwei je 4.700uF) ins
Netzteil,um die Spannung für den Sub-Verstärker etwas länger zu halten.
Wäre die einfachste Möglichkeit.
Teste doch mal, ob es funktioniert.
Sigmund schrieb:
> Testweise habe ich mal ein zweites Relais mit dran gebastelt, der die> Zufuhr zum Lautsprecher kappt.> das Ploppen bleibt.
Wie kann der Lautsprecher noch ploppen, wen er über das Relais
abgeklemmt
ist ?
Alles etwas seltsam, was du hier schreibst !
Ich glaube, der Sigmund hat keine Ahnung von Schaltungsentwicklung. Aber
er kann Kondensatoren ausmessen, glaubt er juedenfalls. :-)
Für diesen speziellen Fall wird man wohl kaum sinnvoll passende
Zeitrelais im Baumarkt oder bei Conrad kaufen können. Selbst zwei
einfache konfigurierbare Zeitrelais wären bereits unverhältnismäßig
teuer.
Deswegen wiederhole ich meinen Ratschlag: Ignoriere das Ploppen.
Oder kaufe Dir eine neues Lautsprecherset, dann bist du auch das Brummen
los.
Dieses hier gefällt mir so gut, daß ich es bereits drei mal gekauft
habe:
http://www.saturn.de/de/product/_creative-51mf0410aa002-a120-1335371.html
Wenn wir die Zeit, die hier zum Schreiben aufgewendet wurde, mit 5€/Std
berechnen würden, hättest du dieses Set bereits mehrfach kaufen können.
Siegmund, was ist mit dir los?
Ist diese Beleidigung ernsthaft dein Dank für meine gut gemeinte Hilfe
und dazu geopferter Zeit?
Um zurück zum Thema zu kommen, wie kann man Dir denn jetzt weiter
helfen?