AC Bürstenmotor läuft nicht

OP #5159526
Hallo Allerseits,

Eine kleine Off-Topic Frage, die aber hier sicherlich beantwortet werden 
kann: Ich habe eine alte elektrische Kaffeemühle erstanden. Leider ist 
sie defekt, sprich, der Motor drehte nur einige Runden und dann nach 
kurzer Zeit steht er still und brummt.

Habe die Mühle aufgemacht und mal auf Leichtgängigkeit geprüft. Der 
Motor dreht so leicht, dass ich mit Pressluft aufs Mühlenrad gerichtet 
den Motor problemlos hochdrehen kann. Es liegt also nicht an den Lagern 
oder so. Die Kohlen sehen noch gut aus, den Kommutator (heisst das so? 
die Kupferlamellen, wo die Kohlen den Strom an die inneren Wicklungen 
übertragen) habe ich schon mal leicht gereinigt - trotzdem steht der 
Motor beim Einstecken still, brummt nur und lässt sich unter Strom auch 
nicht bewegen (blockiert irgendwie magnetisch). Wenn ich dann Ausziehe 
dreht er wieder ganz leicht.
Die Wicklungen (die aussen durch den Eisenkäfig gehen) werden sehr 
schnell warm dabei, weshalb ich dann das Experiment abgebrochen habe...

Meine Frage:
Was könnte bei diesem Verhalten das Problem sein bzw. wie kann ich 
allenfalls herausfinden wo der Fehler liegt?

Besten Dank für eure Hinweise...
OP
Wenn ich ihn versuche aus der Position rauszudrehen, macht er eine 
Bewegung und Blockiert wieder - ich kann aber nicht sicher sagen ob in 
der gleichen Stellung - das müsste ich testen. Komisch ist, dass er am 
Anfang für einen Moment lief (sehr Unrund zwar...), dann langsamer wurde 
und nach einer weile das genannte Verhalten zeigte.
(Firma: matzetronics)
Klemme doch mal an die Bürsten ein Ohmmeter im niedrigen Bereich und 
drehe den Rotor langsam mit der Hand (natürlich ohne Spannung :-P). Der 
angezeigte Wert darf zwar etwas schwanken, sollte aber im Mittel immer 
die gleiche Grössenordnung haben. Wenn sich da deutliche Abweichungen 
ergeben, hat der Rotor einen Windungsschluss - wäre leider nicht der 
erste Universalmotor, der so stirbt.
(Firma: Funkenflug Industries)
> Komisch ist, dass er am Anfang für einen Moment lief, dann langsamer
> wurde und nach einer weile das genannte Verhalten zeigte.
Wicklungsschluß im Rotor. Motor ist tot. Durch den Schluß entsteht im 
Rotor kein vorlaufendes Magnetfeld mehr, sondern ein eines in gleicher 
Ausrichtung zu den Statorwicklungen und das hält den Motor natürlich 
fest - durch den hohen Strom bei stehendem Motor auch richtig fest.

Aber beim Auto macht man das schließlich genauso. Wenn der unter großer 
Rauchentwicklung zu knallen und zu rattern anfängt, gibt man natürlich 
auch erst so richtig Gas, damit das Ding wieder ordentlich läuft.
Lothar M. schrieb:

>> Die Wicklungen (die aussen durch den Eisenkäfig gehen) werden sehr
>> schnell warm dabei

> Wicklungsschluss im Rotor?

Das halte auch ich für die mit Abstand wahrscheinlichste Ursache.
M.E. lohnen sich da auch keine weiteren Messungen, sondern das ist
eindeutig ein Fall für die Tonne (in der Elektrogerätesammelstelle).

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