Ich vergleiche gerade die Beschreibungen der STM32F Serien und finde keinen Grund, warum man sich mit der F0 Serie beschäftigen sollte. Offensichtlich hat die F1 Serie bei gleichem Preis mehr Leistung und mehr Funktionen. Was habe ich übersehen?
Die F0 haben einen M0/M0+-Kern mit HW-Multiplizierer. Die F1 einen M3-Kern. Wenn "One Size fits it all" dein Auswahlkriterium ist, nimm halt den F1. Ansonsten hat ST die groebsten "Fehl"-Designs in den F0 bereinigt und fuer vieles reichen die 32k Flash und 4k RAM zusammen mit der implementierten Peripherie der kleinsten F0 ja. Vom reduzierten Befehlssatz sieht Mann in der C-Quelle ja nichts. Aber zur Abloesung von den "grossen" 8-Bittern sind sie vorzueglich geeignet.
(º°)·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.· schrieb im Beitrag #5160953: > Ansonsten hat ST die groebsten "Fehl"-Designs in den F0 > bereinigt Sehe ich auch so. Bei den neueren Reihen wie F0, F3, L0 und L4 sind einige Dinge in der Peripherie deutlich besser als bei F1 oder L1. Gerade bei den M3-Modellen haben sie schon den ein oder anderen Bock geschossen und insgesamt würde ich sagen ist die Peripherie bei den STM32 eher so lala. Stefan U. schrieb: > Offensichtlich hat die F1 Serie bei gleichem Preis mehr Leistung und > mehr Funktionen. Das kommt natürlich immer darauf an. Wenn du z.B. auf der Suche nach einem STM32 bist, der USB- und CAN-Peripherie gleichzeitig betreiben kann, dann bekommst du bei Stückzahl 1k den F072RBT6 z.B. bei Mouser für etwas mehr als die Hälfte (2€) eines F105RBT6 (3,45€). Letzterer hat zwar deutlich mehr RAM aber wenn man es nicht braucht, dann hat man halt auch nichts davon.
Christopher J. schrieb: > Sehe ich auch so. Bei den neueren Reihen wie F0, F3, L0 und L4 sind > einige Dinge in der Peripherie deutlich besser als bei F1 oder L1 hmm, imho ist der L1 schon sehr verschieden zum F1, wenn es um die Peripherie geht. Hab eine bestehende Applikation von einen F103 auf einen L162 migriert und war überrascht, wo die überall rumgerührt hatten.
Hm, was mich nun irritiert ist, daß STM an gefühlt tausend Stellen die Einheitlichkeit der Peripherie als Vorteil gegenüber anderen Marken hervor hebt. Scheint wohl eine Marketing Lüge zu sein.
Stefan U. schrieb: > Hm, was mich nun irritiert ist, daß STM an gefühlt tausend Stellen die > Einheitlichkeit der Peripherie als Vorteil gegenüber anderen Marken > hervor hebt. Scheint wohl eine Marketing Lüge zu sein. Das ist auch meiner Meinung nach dummes Marketinggeblubber. Selbst innerhalb einer Unterfamilie gibt es Unterschiede, z.B. haben F401 und F411 unterschiedliche GPIO-Register.
Stefan U. schrieb: > Hm, was mich nun irritiert ist, daß STM an gefühlt tausend Stellen die > Einheitlichkeit der Peripherie als Vorteil gegenüber anderen Marken > hervor hebt. Scheint wohl eine Marketing Lüge zu sein. Naja, die Peripherie ist halt ähnlich. Wenn man das Prinzip und die Register einmal verstanden hat, ist es meist ein überschaubarer Aufwand das auf einen anderen Typ umzustellen. ST meint natürlich man müsste dafür nur im Cube den anderen µC anklicken und der Rest ginge von allein, aber das ist natürlich Quark. Was ich bei den STM32ern gut gelöst finde ist die Kompatibilität der Footprints über die Serien hinweg. Wenn ich ein Layout für einen STM32 z.B. in TQFP64 mache, kann ich da einen F0, F1, F2, F3 und F4 draufsetzen und der läuft dort. Damit das geht muss man beim Schaltplan ein paar Punkte beachten, aber die werden jeweils extra im Datasheet oder einer AN aufgeführt. Ist sehr praktisch wenn es z.B. Lieferschwierigkeiten bei einem Modell gibt oder ich bei Weiterentwicklungen der Firmware irgendwo an die Grenzen eines Modells stoße und so mit dem bestehenden Layout auf die nächste Serie hoch upgraden kann.
Stefan U. schrieb: > Ich vergleiche gerade die Beschreibungen der STM32F Serien und finde > keinen Grund, warum man sich mit der F0 Serie beschäftigen sollte. > Offensichtlich hat die F1 Serie bei gleichem Preis mehr Leistung und > mehr Funktionen. Das stimmt doch gar nicht! Der günstigste F1 kostet bei Digikey ungefähr das zweieinhalb-fache des günstigsten F0. Außerdem gibt es die F1 in keinem kleineren Gehäuse, als 32 Pins (6x6 mm). Stromverbrauch wurde ja auch schon genannt. Mehr Leistung und mehr Funktionen bringt auch nur dann etwas, wenn die Anwendung diese nutzen kann.
(º°)·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.· schrieb im Beitrag #5160953: > Die F0 haben einen M0/M0+-Kern mit HW-Multiplizierer. > Die F1 einen M3-Kern. > > Wenn "One Size fits it all" dein Auswahlkriterium ist, > nimm halt den F1. > > Ansonsten hat ST die groebsten "Fehl"-Designs in den F0 > bereinigt und fuer vieles reichen die 32k Flash und 4k RAM > zusammen mit der implementierten Peripherie der kleinsten F0 ja. > Vom reduzierten Befehlssatz sieht Mann in der C-Quelle ja nichts. Aha. Klein. Wenig Peripherie. Gegenbeweis: STM32F072.
> Wenig Peripherie. Steht bei mir genau wo? Ich benutze von den M0/M0+-Serien nur die F030 und die L053. Da ist die Ausstattung nicht unbedingt ueppig zu nennen. Das koennte Mann schon mit wenig umschreiben. > der USB- und CAN-Peripherie Kommen bei meinen Themen nicht vor. Das der > F072RBT6 das anbietet ist ja schoen (fuer Dich). Jeder der nicht betriebsblind ist, und USB/CAN bedienen muss, wird den dann sicher auch finden. Ich finde eher den sehr sparsamen Multiplizierer als hinderlich. Aber schoen das es ihn ueberhaupt gibt. Mein Fazit zur F0-Serie war ja auch: Es lohnt sich da mal hinzuschauen.
Dankeschön, ihr habt mir ein paar Punkte genannt, auf die ich achten kann.
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