Herd Phase geht nicht nach Einschalten

OP #5161961
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Habe gerade mein Herd angeschlossen. Ich habe Drei Phasen die über drei 
Sicherungen gesichert sind. Alle Phasen scheinen zu funktionieren. 
Zumindest zeigt mir das der Phasenprüfer an.
An Phase 1 hängt der Backofen der funktioniert, an Phase 2 die beiden 
linken Herdplatte die auch funktionieren und an Phase drei sind die 
beiden rechten Herdplatten, die funktionieren nicht. Schalte ich die ein 
geht zwar die Leuchte am Herd an aber die Platten funktionieren nicht. 
Halte ich den Phasenprüfer an die dritte Phase leuchtet der nicht. Erst 
wieder wenn ich die Platte(n) ausschalte.
Gast #5162102
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Die 3. Phase ist irgendwo unterbrochen. Der Lügenstift ist aber so 
hochohmig, daß alleine die kapazitive Einkopplung der anderen Phasen im 
Kabel oder Leckströme im Herd ausreichen um ihn leuchten zu lassen. 
Sobald du aber die Platten einschaltest wird die Phase belastet und die 
Spannung geht auf 0.

Also suchen wo die Phase 3 unterbrochen ist und wie die Vorredner schon 
sagten, dem Lügenstift nicht vertrauen sondern besser einen 2pol. 
Spannungsprüfer (Duspol) nutzen.
Gast #5162288
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Dieter K. schrieb:
> Erst mal 'Lügenstift' entsorgen
> und einen zweipoligen Spannungsprüfer benutzen.

Wer immer das Unwort 'Lügenstift' aufgebracht hat, ich habe mehrere 
davon herumliegen und benutze diese. Da ich weiß, wie diese 
funktionieren, sehe ich dabei erstmal kein Problem.

Und ja, manchmal macht es Sinn, zweipolig mit etwas Strom zu messen, 
habe ich auch greifbar, wenn es mir sinnvoll scheint!

Paul B. schrieb:
> Deshalb hat man das Ceranfeld erfunden, um durch die Isolationswirkung
> des Glases den Koch zu schützen, der auch einmal Elektriker sein wollte.
> ;-)

Bei meinem Herd hat das Glaskochfeld einen Metallrahmen, der auf dem 
Schutzleiter liegt, ebenso die Bedienfront des Herdes. Hilft also nicht 
wirklich.

Bei manchen Köchen wäre es besser, sie wären Elektriker geworden - oder 
wollte ich das umgekehrt schreiben?
#5162327
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Manfred schrieb:
> Wer immer das Unwort 'Lügenstift' aufgebracht hat, ich habe mehrere
> davon herumliegen und benutze diese. Da ich weiß, wie diese
> funktionieren, sehe ich dabei erstmal kein Problem.
>
> Und ja, manchmal macht es Sinn, zweipolig mit etwas Strom zu messen,
> habe ich auch greifbar, wenn es mir sinnvoll scheint!

Richtig. Ein reiner zweipoliger Spannungsprüfer ist auch keine Lösung. 
Was macht man wenn man zweimal an der (selben) Phase misst? Darauf darf 
man sich genau so wenig verlassen...

Beide Spannungsprüferarten nacheinander angewandt sind schon ein 
deutliches Indiz - finde ich jedenfalls.
Gast #5162330
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Patrick J. schrieb:
> Hi
>
> hinz schrieb:
>> Meisterlicher Pfusch: L1 und N vertauscht.
>
> Hat Er dadurch nicht zwei Schnellkoch-Platten und einen Turbo-Ofen
> bekommen?
> Vll. wiegt Das den Umstand, zwei Platten gar nicht benutzen zu können,
> ja wieder etwas auf?

Auf L1 hing der Backofen, die Beleuchtung und die Kontrolllampen. Und 
funktioniert hat alles, zumindest kurze Zeit...
#5162356
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Lars R. schrieb:
> Manfred schrieb:
>> Wer immer das Unwort 'Lügenstift' aufgebracht hat, ich habe mehrere
>> davon herumliegen und benutze diese. Da ich weiß, wie diese
>> funktionieren, sehe ich dabei erstmal kein Problem.
>>
>> Und ja, manchmal macht es Sinn, zweipolig mit etwas Strom zu messen,
>> habe ich auch greifbar, wenn es mir sinnvoll scheint!
>
> Richtig. Ein reiner zweipoliger Spannungsprüfer ist auch keine Lösung.
> Was macht man wenn man zweimal an der (selben) Phase misst? Darauf darf
> man sich genau so wenig verlassen...
>
> Beide Spannungsprüferarten nacheinander angewandt sind schon ein
> deutliches Indiz - finde ich jedenfalls.

Wenn wie beim TO (vermutlich) eine Phase gebrochen ist, dann zeigt das 
Profigerät "alles frei" an, der "Lügenstift" die kapazitive Einkopplung 
von den anderen Phasen im Kabel. Und das bitzelt auch schon genug, wenn 
man drankommt.
Welches Teil hat also gelogen?

Wenn dann ein Herd angeschlossen wird und nun kein Glimmen mehr zu sehen 
ist, dann kann auch ein Informatiker erkennen, daß das an dem ungünstig 
dimensionierten Kondensatornetzteil liegt, das sich da gebildet hat: 
Wenig Ω (24) gegen N und ganz wenig Farad (1n) gegen L -> wenig U am 
Herd-L.
Einen "Master in Kabellegen" braucht man dazu nicht.
#5163420
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Carl D. schrieb:
> Welches Teil hat also gelogen?

der 'Lügenstift' natürlich...

Denn Zitat TO: 'Alle Phasen scheinen zu funktionieren.
Zumindest zeigt mir das der Phasenprüfer an.'

.. und wer mit einem zweipoligen Spannungsprüfer nicht umgehen kann 
(sprich: nicht weiss was er misst) soll gefälligst einen Fachmann holen.

p.s.: Der gute Fachmann weiss normal auch die Aussagen des 
'Lügenstiftes' richtig zu interpretieren.

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