Hallo,
ich bin auf der Suche nach Ersatzteilen für ein älteres HP/Agilent Scope
(54622D).
Im konkreten suche ich Bedienknöpfe mit folgender Agilent Part Number:
54801-47401
54801-47402
Hat jemand eine Ahnung wo ich die noch bekommen kann?
Danke im voraus!
Gerhard
Mach doch Bilder von den Knöpfen. Die kommen doch nicht nur einmal bei
solch einem Gewät vor. Mit der Ersatzteilnummer kann man doch wirklich
wenig anfangen.
Hallo,
Keysight hat auf meine Anfrage prompt geantwortet und mir ein Angebot
zukommen lassen. Da der angebotene Preis vermutlich den Wert des
Oszilloskops überschreitet werde ich wohl keine Original-Ersatzteile
einsetzen.
Hat jemand eine Idee wo ich ähnliche Teile bekommen könnte?
Danke im voraus
Gerhard
Gerhard schrieb:> Da der angebotene Preis vermutlich den Wert des> Oszilloskops überschreitet werde
Was wollen die denn dafür haben?
Ist doch nur eine Kappe für einen Drehgeber...
Gerhard schrieb:> ... Da der angebotene Preis vermutlich den Wert des> Oszilloskops überschreitet ...
Ich habe dieses Oszilloskop auch. Wärst Du so nett mal zu sagen, auf
welche Teile, in welchen Anzahlen sich das Angebot bezieht und wie die
Grössenordnung der Gesamtsumme inkl. MwSt. war?
Ich selbst sehe eigentlich keinen Grund, warum man nicht die genaue
Summe nennen sollte, will aber nicht argumentieren und Deine
Entscheidung soweit respektieren. Vielleicht gibst Du aber auch an, wie
Du gerundet hast, damit man weiß, ob die Endsumme tatsächlich noch 100
Euro höher sein kann oder nur 10.
Das wäre sehr nett.
Gerald B. schrieb:> Drucken? Ist ja nun keine komplizierte Form
In der Yahoogruppe für Lecroy-Oszis gibt es mittlerweile 3D-Modelle zum
Drucken diverser Bedienknöpfe. Kann daher durchaus sein, dass bei
Thingiverse oder einem dieser Githubs für Mechaniker schon was passendes
rumgeistert.
@Theor: das Angebot liegt bei ca. €220,- für die insgesamt 11
Drehknöpfe.
3D-Druck:
Danke für den Hinweis, ist ev. eine Möglichkeit, aber vermutlich von der
Haptik nicht so toll (oder kann man auch weichen Kunststoff drucken?)
und von den Kosten auch nicht viel günstiger, aber ich werden mich mal
schlau machen.
Gruss
Gerhard
Gerhard schrieb:> @Theor: das Angebot liegt bei ca. €220,- für die insgesamt 11> Drehknöpfe.
Ah für 11 Stück, OK. Ist zwar auch nicht ohne, aber immerhin sinds nicht
220 für zwei Stück ;-)
Hallo,
zum Thema 3D-Druck habe ich schon mal einen möglichen Ansatz gefunden:
https://www.thingiverse.com/thing:41274
Dabei handelt es sich um einen mittels OpenSCAD modifizierbaren Knopf.
Das werde ich mal testen.
Gruss
Gerhard
Hi,
Ich hab grad das selbe Problem mit meinem Oszi, habe aber nicht vor die
Teile bei Agilent zu kaufen. Der Preis ist ja ein Witz, gemessen am
Alter des Gerätes.
Gibt es eigentlich einen Fachbegriff für diese abgeflachten Poti-Achsen?
Bzw. für die dazu passenden Knöpfe?
Evtl. findet sich ein einigermaßen ansehnlicher Ersatz, jenseits von
Agilent.
Frohe Weihnachten
loeter
Ein durchaus brauchbarer 3D-Printer ist billiger, und die Haptik bekommt
man auch hin.
Diesen kann ich aus eigenen Erfahrungen durchaus empfehlen, wenn man
bereit ist, sich mit der Technik ein Wenig zu beschäftigen.
https://www.gearbest.com/3d-printers-3d-printer-kits/pp_337314.html
...und der kann nicht nur
Knöpfe drucken ;)
Gerhard schrieb:> Hallo,> Keysight hat auf meine Anfrage prompt geantwortet und mir ein Angebot> zukommen lassen. Da der angebotene Preis vermutlich den Wert des> Oszilloskops überschreitet werde ich wohl keine Original-Ersatzteile> einsetzen.> Hat jemand eine Idee wo ich ähnliche Teile bekommen könnte?>> Danke im voraus> Gerhard
Das wundert mich überhaupt nicht.
Deren Support wird ständig schlechter. Aber es sind ja auch Heuschrecken
an der Macht dort, anders ist es nicht zu erklären, dass sie ständig
verkauft werden.
Haben sie dir nicht noch gleich ein Angebot für ein neues Scope gemacht?
Für die Kalibrierung eines Netzwerkanalyzers braucht man eine bestimmte
Software, welche man früher auf Diskette bestellen konnte. Ich habe mal
angefragt, ob ich eine Kopie haben könnte (natürlich nicht kostenlos).
Als Antwort bekam ich, dass die Software nicht mehr existiert und der
NWA nur in einem speziellen Prüfplatz in Böblingen kalibriert werden
kann, zum Preis von x Euro (plus Versand des 40kg schweren Geräts...).
Aha. Mit Hilfe vom EEVBlog konnte ich die Software selber reverse
engineeren.
Ein ander mal hatte ich in einem anderen NWA einen Schaden. Ich hatte
zwei Baugruppen im Verdacht. Support kontaktiert. Sie konnten mir nicht
sagen, bei welcher der Baugruppen der Fehler weiter einzukreisen ist;
sie hätten ausserdem nur noch 1 Ersatzteil (aha? wie das, wenn sie nicht
wisse, was defekt ist?), und dies würde 4000.- € kosten. Habe dann
aufwendigst den Fehler selber gesucht und ein Funkamateur konnte den YIG
dann reparieren, für 300.-.
Was ich damit sagen will: seit es hp nicht mehr gibt (gibt ja nur noch
die Drucker und Billigstlaptops), hat es keinen Wert mehr, von denen was
zu wollen. Sie wollen keinen Support leisten. Den Preis haben sie extra
so hoch angesetzt, damit du ja nichts kaufst (sonst gäbe es ja noch
Arbeit für sie).
Traurig :-(
für die Knöpfe würde ich im EEVBlog Forum fragen oder in der
Yahoogruppe.
Also ich kann mich nicht beklagen hinsichtlich Keysight. Ich habe zwei
HP54600A Scopes und bekam von einem Support Ing. prompt Hilfe als ich
nach der letzten Firmware fragte. Er hat tatsächlich im ganzen Haus
danach gesucht und noch ein EPROM gefunden, das er mir sofort zugesandt
hat. Ich habe das dann kopiert und Ihm eines davon wieder zurück
gesandt.
Auf Grund des sehr netten Support habe ich dann beide Scopes von
Keysight kalibrieren lassen, als ein Sonderangebot von 50% gegenüber dem
Normalpreis beworben wurde. Auch hier sehr freundliche Abwicklung.
Torsten K. schrieb:> Also ich kann mich nicht beklagen hinsichtlich Keysight. Ich habe> zwei HP54600A Scopes und bekam von einem Support Ing. prompt Hilfe als> ich nach der letzten Firmware fragte. Er hat tatsächlich im ganzen Haus> danach gesucht und noch ein EPROM gefunden, das er mir sofort zugesandt> hat. Ich habe das dann kopiert und Ihm eines davon wieder zurück> gesandt.> Auf Grund des sehr netten Support habe ich dann beide Scopes von> Keysight kalibrieren lassen, als ein Sonderangebot von 50% gegenüber dem> Normalpreis beworben wurde. Auch hier sehr freundliche Abwicklung.
Nicht schlecht! es geschehen noch Zeichen und Wunder. Hattest du einen
direkten Kontakt zu dem Ing.? ich musste halt immer über den offiziellen
Support gehen, weil ich keinen Kontakt sonst habe. Und dieser offizielle
Support ist leider inkompetent :-(
Dass er dir dem EPROM rausgesucht hat, ist aber wirklich cool.
Vermutlich liegt das Problem daran, dass die NWAs und die Scopes von
verschiedenen Abteilungen behandelt wählen...
Was wesentlich zu dem Problem beigetragen hat ist, dass nach dem Verkauf
von HP Test Equipment an Agilent und dann an Keysight alle alten
Unterlagen und Ersatzteile entsorgt wurden. Im EEVblog sind einige
HP-Mitabeiter aktiv, die in ihrem Unternehmen aktiv nach Diagnosetools
für ältere Geräte gesucht hatten und nicht mehr fündig wurden. "Was
keine Miete zahlt flog raus".
Mit Support für Altprodukte verdient man halt nichts. Ausser vielleicht
zufriedenere Kunden, aber die kriegt so ein Finanzcontroller nicht in
seine Exceltabelle.
Ein paar gaaanz alte Unterlagen und Geräte wurden in ein Firmenmuseum
ausgelagert. Das ist allerdings bei einem der letzten Waldbrände mit
draufgegangen :-(
soul e. schrieb:> Ausser vielleicht zufriedenere Kunden, aber die kriegt so ein> Finanzcontroller nicht in seine Exceltabelle.
ja, das ist besonders traurig. Insbesondere wenn man bedenkt, dass die
zufriedeneren Kunden eher wieder etwas neues kaufen.
Aber einen NWA würde ich neu nicht mehr bei Keysight kaufen. Genauso
wenig wie einen Spekki oder Generator. Da würde ich sogleich zu R&S
gehen, denn mit deren Support hatte ich auch schon zu tun, und er war
überaus freundlich und kompetent und hat mir sogar einen Auszug aus dem
relevanten Schema gegeben.
Nein ich hatte keinen direkten Kontakt. Ich hatte eine email Anfrage an
Keysight gesandt und dann hatte sich ein oder zwei Tage später der Ing.
gemeldet. Das EPROM bekam ich übrigens völlig kostenfrei.
Entsprechend fiel dann auch meine Bewertung für den wirklich tollen
Support aus, als ich diesbezüglich angefragt wurde.