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Forum: HF, Funk und Felder HP Signalgenerator reparierbar?


Autor: Tobias Plüss (hubertus)
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Hallo Hochfrequenzfreunde

ich habe beim AG einen HP 8341A vor der Verschrottung retten können :-)
Es handelt sich hierbei um einen 20 GHz Signalgenerator.
Er wurde im 2010 zuletzt kalibriert.
Leider ist er momentan nicht mehr funktionsfähig, da er als 
Ersatzteilspender für einen Netzwerkanalyser verwendet wurde :-( der 
Netzwerkanalyser verwendet dieselben Baugruppen, weshalb das 
funktioniert.
Ich habe die defekten Baugruppen auch hier; konkret handelt es sich um 
den A55 YO Driver und den YTO. Alles andere funktioniert.
Ich frage mich, ob es wohl möglich ist, die beiden Teile zu reparieren? 
Mit etwas Glück könnte man sicher einen YTO auf eBay finden. Wie sieht 
es wohl mit der A55 Baugruppe aus?

Ich hab im Netz kein Schema gefunden, nur ein unvollständiges Service 
Manual.

Kennt den 8341A jemand?

Ich habe übrigens die Frage auch in der Yahoo Gruppe gestellt. Ich 
erreiche hier aber vielleicht noch ein paar Leute mehr, die etwas wissen 
könnten ;-)

Grüsse
Tobias

Autor: Petra (Gast)
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Macht meiner Meinung nur Sinn, wenn Du einen entsprechenden 
Spektrumanalyzer hast. Dann kannst auch feststellen ob nur ein 
Stromtreiber der Baugruppe defekt ist, oder was ich vermute der YIG. 
Abgleichen musst Du die Baugruppe wenn Du etwas tauscht.
Schaut nach Servicemanual aus: 
http://userequip.com/files/specs/1627/HP%208340B,%...

Autor: Tobias Plüss (hubertus)
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Spekki usw. habe ich, ich kann den Generator also kalibrieren. Nur habe 
ich bis jetzt noch kein Schema gefunden :-(
Genau, der YIG und dessen Treiber sind defekt. Der Treiber dürfte zu 
reparieren sein, aber kann man einen YIG reparieren? und: wieso geht 
sowas überhaupt kaputt? sind doch nur paar Spulen ;-)

Autor: Gerd E. (robberknight)
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Tobias P. schrieb:
> Genau, der YIG und dessen Treiber sind defekt.

Woher weißt Du daß der YIG kaputt ist, wenn der Treiber nicht 
funktioniert?

> aber kann man einen YIG reparieren?

Ich würde sagen nein

Autor: Tobias Plüss (hubertus)
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Gerd E. schrieb:
> Tobias P. schrieb:
>> Genau, der YIG und dessen Treiber sind defekt.
>
> Woher weißt Du daß der YIG kaputt ist, wenn der Treiber nicht
> funktioniert?
>
>> aber kann man einen YIG reparieren?
>
> Ich würde sagen nein

ich weiss das weil der Generator als Ersatzteilspender für einen 8340A 
gebraucht wurde, dessen YIG und Treiber abgeraucht waren. Ein ext. 
Kalibrierlabor hatte die Teile geprüft. Leider :-(

Autor: Robert M. (r0bm)
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Hallo Tobias,

zumindest der YTO (Abstimmspule, FM-Spule, Heizer, Oszillator) kann 
schnell überprüft werden. Ist eine der Spulen durchgebrannt wird es 
schwer den Defekt zu beheben. Mal das Teil durchmessen, danach 
vielleicht aufschrauben um sich einen Überblick zu schaffen.

Autor: Tobias Plüss (hubertus)
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Hallo,
ok, ich werde mal schauen ob man da was messen kann. Zwar habe ich 
mittlerweile das komplette Servicehandbuch mit Schema auftreiben können, 
aber gerade vom YIG gibt es wiederum kein Schema :-(
Ich habe herausgefunden, dass der YIG ein 5086-7323 ist, der geht von 2 
- 7.2 GHz.
Die A55 YO Driver Karte habe ich mir auch mal angeschaut, sieht recht 
unverdächtig aus, nur paar Kondensatoren und Transistoren:

https://hb9fsx.ch/wordpress/wp-content/uploads/201...

das müsste eigentlich reparierbar sein. Habe allerdings eine Ersatzkarte 
gefunden in der Bucht, für 30$, angeblich geprüft, das wär auch ein 
Versuch wert :-)

So sieht es übrigens im Inneren des Generators aus:

https://hb9fsx.ch/wordpress/wp-content/uploads/201...

Der YTO ist in der Mitte, unter der Blechabdeckung bei dieser kleinen, 
freitragend montierten Leiterplatte.

Habe den Generator heute mal ans Netz angeschlossen und gestartet, 
Selbsttests sind alle OK ausser dass eben kein Ausgangssignal raus kommt 
:-/ aber wie Gerd schon bemerkt hat, wenn natürlich der YO Driver defekt 
ist, könnte es ja immer noch sein, dass der YO dann nachher wieder 
läuft.

In der Bucht habe ich bisher keinen YO gefunden mit dieser Nummer. 
Anscheinend ist 08340-60338 ein Ersatzteil, auch hier kein Glück. Könnte 
man wohl versuchsweise mal irgend einen YIG nehmen, der einigermassen 
passt, nur um zu schauen ob der ganze Apparat dann nachher wieder 
funktioniert?

Hat jemand noch solche YIGs zu Hause? :-)

Autor: Petra (Gast)
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Solche YIG sind meist für eine Geräteserie gebaut.
Ist aber nicht so kompliziert das Ding in Betrieb zu nehmen.
Du brauchst eien Betriebsspannung, steht meist af dem YIG, aufpassen 
wenn es zwei gibt, dann musst Du die Reihefolge beim Einschalten 
einhalten. Es gibt meist auch einen Heater (HTR) zum heizen der YIG 
Kugel, und die beiden Stromspulen.
Main ist die für die grobe Verstellung meist 1 bis 2A pro GHz, FM für 
die Feinjustage.
Am Ausgang schliesst Du den Spektrum an, vorsicht, da sind meist mehr 
als 13 dBm, dann die Betriebsspannung, und dann Strom auf die Main 
Spule.
Der Heater ist im ersten Moment nicht wichtig. Dann solltest Du die 
Frequenz am Spektrum sehen.

Poste mal das Typenschild vom YIG.
Zerlegen würde ich ihn nicht, er ist sehr leicht zerstörbar.

Autor: Petra (Gast)
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PS:
Da gibt es ihn:
https://www.bmisurplus.com/products/22570-hewlett-...

Bei Deiner geposteten Leiterplatte fehlen die Treiber Transistoren. Sind 
meist auf einen Kühlblech (war zumindest bei R&S und Advantest so).

Autor: Tobias Plüss (hubertus)
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Hi Petra

ich habe von meinem YIG kein Bild gemacht, aber er sieht ganz genauso 
aus wie der auf deinem Link. Das ist er definitiv. Die Seite habe ich 
auch schon gefunden, aber die Bezahlung ist maximal mühsam. Leider 
wollen sie keine Kreditkarten und kein Paypal ausserhalb der USA.... :-(

Was meinst du mit "es fehlen die Treibertransistoren" ?

Ich frage mich ob tatsächlich der ganze Generator Schrott ist, wenn man 
diesen YIG nicht ersetzt bekommt. Ob man wohl irgend einen anderen VCO 
einbauen kann? oder ob es zumindest mit irgend einem Ersatz-YIG gehen 
würde, sodass man wenigstens mal schauen könnte ob der Rest wirklich 
noch funktioniert.

Autor: Hp M. (nachtmix)
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Tobias P. schrieb:
> Es handelt sich hierbei um einen 20 GHz Signalgenerator.

Ab 10 MHz , wenn  ich das richtig sehe.
Da dürften 3 YIG-Oszillatoren drin sein, ab 2 GHz, und zusätzlich noch 
ein Festfrequenzoszillator in der Gegend von 4..6GHz, der den ersten YIG 
auf 10MHz runtermischt.
Die werden nicht alle gleichzeitig kaputt sein.

Autor: Hp M. (nachtmix)
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Petra schrieb:
> Ist aber nicht so kompliziert das Ding in Betrieb zu nehmen.

Eben.
Evtl. sollte man den Oszillator aber auf einem Kühlkörper montieren, da 
die Magnetspule recht viel Wärme entwickeln kann.

Petra schrieb:
> Main ist die für die grobe Verstellung meist 1 bis 2A pro GHz, FM für
> die Feinjustage.

Üblich sind 20MHz/mA iirc. Das wären dann 50mA/GHz.
Wegen der großen Induktivität können beim Wobbeln und beim Rücksprung 
des Sweep ziemlich hohe Spannungen auftreten. Deshalb nicht einfach die 
Leitung zur Feldspule lösen, sonst passiert da evtl. ein Überschlag.

Petra schrieb:
> FM für
> die Feinjustage.

Das ist ein kleines Spülchen, das nicht viel Strom aushält. Für einen 
Test braucht man es nicht anzuschliessen.

: Bearbeitet durch User
Autor: Rote Tomate (tomate)
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Such dir jemanden mit Wirebonder, der kann dir den YIG eventuell 
reparieren, indem er neue Transistor-Dies reintransplantiert.

Die YIG-Elektronik hat HP in diversen 
RF-Generatoren/Spektrumsalanlysatoren verwendet. Ist so, oder so ähnlich 
auch z.B. im HP-8672, HP-8673 und im HP-8566 verbaut. YIG-Oszi, dann 
Oberwellen erzeugen und die dann mit YTF oder harmonischem Mixer 
weiterbenutzen.

Kannst z.B. den hier mal fragen:
http://www.qsl.net/ct1dmk/wbond_ex.html

: Bearbeitet durch User
Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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https://www.bmisurplus.com/uploads/product_images/22570.jpg
da bietet jemand den Yig-Oszillator an. Gleich die zweite Fundstelle 
nachdem mir Google noch ausgerechnet hat, dass 5086-7323=-2237 ist.
Allerdings sind 250$ noch ziemlich happig.

die dritte Fundstelle, allerdings Null auf Lager, ein paar bessere Fotos
http://www.surplustechmart.com/lab-test-equipment/...

2.3 - 7.0 GHz sind mehr als eine Oktave, oktavbreite YIG sind heute 
sonst deutlich billiger, um 50€ oder darunter

Autor: Tobias Plüss (hubertus)
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Hi Christoph,
ja die beiden Fundstellen kenne ich. 250$ würde ich jetzt für den YIG 
noch bezahlen, wenn ich wüsste, dass er getestet ist und funktioniert. 
Leider kann oder will der Anbieter den YIG nicht testen.
Wie hast du herausgefunden, das 7323 = 2237 ist?

ich häte noch einen YIG 2.0-8.0 GHz, der von den Pins und Abmessungen 
her gleich aussieht. Ich habe mir auch schon überlegt, ob ich 
probehalber diesen einbauen soll, theoretisch müsste der Generator damit 
ja auch laufen, da die YIG-Frequenz mit einer PLL gelockt wird auf den 
internen 10 MHz Quarzofen...

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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neulich habe ich nach der Firma "Donext image..." gesucht, nach der 
Eingabe  "Donext im" sah Google schon genau meine Frage vorher: "I'm 
pregnant, what do I do next"

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Wird der wirklich durch Mischung auf 20 GHz gebracht? Die älteren 
Messender hatte eher eine umschaltbare Frequenzvervielfachung, einen 
"YIG multiplier". Das wäre bei 7,3 GHz dann bis zur dreifachen Frequenz.

Ich würde mal die alten hp-Journale durchsuchen, mit deren Suchfunktion 
ist schnell etwas gefunden. Da gibt es genauere Beschreibungen zum 
Funktionsprinzip.

: Bearbeitet durch User
Autor: Tobias Plüss (hubertus)
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Hi Christoph

habe nicht realisiert dass das mit 7323 ein Witz war :-)

Zu deiner anderen Frage: der Generator funktioniert so, dass mittels 
einer Step Recovery Diode viele harmonische erzeugt werden. Über 
Mitlauffilter und eine komplizierte Bandumschaltung werden so die 20 GHz 
erzeugt. Im Netz findet man leider kein Service Manual in brauchbarer 
Qualität, wo auch die Blockschaltbilder und Schema drin sind; bei meinem 
AG habe ich aber die kompletten Manuals gefunden. Es sind 4 Ordner mit 
über 1000 Seiten :-) der Generator ist unheimlich komplex.

Von 10 MHz bis 2.3 GHz wird der YIG mit einem festen Oszillator 
gemischt. Für 2.3 bis 7 GHz gelangt das YIG Signal mehr oder weniger 
direkt zum Ausgang; bis 14 GHz IMO wird das erste Mitlauffilter 
aktiviert und bis 20 GHz wird auf das 2. Mitlauffilter umgeschaltet. Für 
den 8340A, der im Prinzip baugleich ist, wird ein weiteres Mitlauffilter 
bis 26.5 GHz zugeschaltet. Während eines Sweeps werden also 5 mal 
irgendwelche Bänder umgeschaltet, ganz verrückt! Da alles mit einer PLL 
auf den 10 MHz Quarzofen gelockt wird, versuche ich nun raus zu finden, 
ob es mit einem 2.0-8.0 GHz YIG nicht auch funktionieren könnte. Ein 
solcher wäre vorhanden, jedoch bin ich unsicher, ob so nicht etwas 
beschädigt werden könnte. Daher studiere ich im Moment noch immer die 
Blockschaltbilder.

Autor: BastelIng (Gast)
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Bezüglich der Handbücher epfehle ich Dir mal bei Artekmedia in den USA 
vorbeizuschauen, falls beim aktuellen HP Nachfolger nichts zum Download 
da ist. Habe dort schon mehrfach Messgeräte Servicehandbuchscans für 
HP-Geräte bestellt. Ob nun für HP8510 oder letztens die 
Bildschirmbaugruppe zu einem HP8753A. Immer fix und in brauchbaer 
Qualität. Mit i.d.R. um die 20 Dollar auch nervenschonender - als sich 
Stunden mit einem irgendwoher erbetteltem Originalordner an den Scanner 
zu stellen und die Großformatpäne irgendwie zu stückeln...

Das YIG Proble habe ich leider hier auch mit einem Wobblereinschub für 
einen HP8350. Vermutlich auch der Ozillatortransistor tot.Soll 
eigentlich diesen Winter heilegemacht werden. Mal sehen ;).

P.S. lief Dein Generator vie im Dauerbetrieb - kann das eine 
Degradationsursache sein?

Falls Du rausbekommst - was für ein Transistor verbaut ist - würe mich 
das sehr interessieren. Vielleicht steht auch im Yahoo Forum für HP 
Messgeräte was drin. Dort kannst Du ggfs. auch preiswerter Ersatz von 
anderen GHz Bastlern anfragen.


Wobei ich beim YIG meines R&S ESMI Trackinggenerators mal eine defekte 
Bondverbindung des darin befindlichen "bare die" LM117 hatte. War dann 
bei einem der ErsatzYigs vom Funkflohmarkt auch der Fall. Wohl ein 
verbreiteter Fehler, habe ich dann mit eiem LM117 im TO92 ersetzt...

vg

Maik

Autor: Tobias Plüss (hubertus)
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Hi Maik

ja, bei Artek habe ich bereits geschaut. Habe die Servicemanuals all 
meiner Instrumente von da, aber beim 8341A hat auch Artek keine 
Schemata. Aber macht nichts, ich hab die Originale und werde die 
einscannen und der Nachwelt zur Verfügung stellen :-)

Bezüglich YIG habe ich im Service Manual gelesen, dass man mit 2 
Trimmpotis den Strom für die Main Coil in Gain und Offset einstellen 
kann. D.h. meiner Meinung nach müsste es möglich sein, einen Ersatzyig 
mit grösserem Frequenzbereich einzubauen, da dies dann mit einer entspr. 
Kalibrierung wieder korrigiert werden kann.

Ein DAC gibt den Strom für den YIG vor und damit die Frequenz. Mit dem 
ersten Poti wird bei minimaler DAC-Spannung der YIG auf 2.3 GHz 
abgestimmt; mit dem 2. Poti wird dann bei maximaler DAC-Spannung der YIG 
auf 7 GHz abgestimmt. Der Ersatz, den ich im Auge habe, geht von 2 bis 8 
GHz, d.h. ich bin auf beiden Seiten ca. 10% daneben. Das könnte grade so 
gehen....
Würde mich interessieren was ihr so denkt über diese Idee? einen 
Originalyig zu finden dürfte sehr sehr schwer sein.

Ob mein 8341A früher im Dauerbetrieb war, weiss ich nicht. Aber ich habe 
mich auch schon gefragt, wieso so ein YIG überhaupt kaputt gehen kann 
:-(

Autor: soul eye (souleye)
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Tobias P. schrieb:

> ja, bei Artek habe ich bereits geschaut. Habe die Servicemanuals all
> meiner Instrumente von da, aber beim 8341A hat auch Artek keine
> Schemata. Aber macht nichts, ich hab die Originale und werde die
> einscannen und der Nachwelt zur Verfügung stellen :-)

Didier von http://www.ko4bb.com wird sich über einen Scan freuen. Da ist 
schon ein ordentliches Archiv zusammengekommen.


> Würde mich interessieren was ihr so denkt über diese Idee? einen
> Originalyig zu finden dürfte sehr sehr schwer sein.

Das sollte funktionieren. Wo YIGs gerade oszillieren hängt von der 
Tagesform ab, daher stecken die eigentlich immer in Regelkreisen wo die 
Frequenz nachgeführt wird. Ausgangsleistung und Pegel der Steuereingänge 
müssen natürlich ungefähr passen.

Für den ersten Test des Generators kannst Du die Frequenz auch extern 
einspeisen. Dann liegt das Ausgangssignal natürlich komplett daneben, 
aber ob Amplitudenregelung, Mischer und Ablaufsteuerung noch sinnvolle 
Dinge tun kann man schon beurteilen.

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Das oben verlinkte Manual ist von 1986. Im HP-Jounal aus der Zeit gibt 
es nur einen Artikel von 1983
http://www.hpl.hp.com/hpjournal/pdfs/IssuePDFs/1983-05.pdf
ab Seite 10: "A Wideband YIG-Tuned Multiplier and
Pulsed Signal Generation System"
der ist allerdings im HP 8673A eingesetzt und hat auch eine Step 
recovery Diode zur Vervielfachung, hier aber bis 26 GHz.

Hier die Übersicht der HP-Journale
http://www.hpl.hp.com/hpjournal/pdfs/IssuePDFs/hpjindex.html

Autor: Petra (Gast)
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@Tobias
Grundsätzlich kannst Du einen anderen YIG hineingeben. Wie bereits 
beschrieben sind die Geräte auf den YIG abgeglichen.
Wenn ein entsprechender Generator vorhanden ist, würde ich die Frequenz 
mit dem externen Generator einspeisen und die YIG Main und FM Coil durch 
einen Widerstand ersetzen. Den Strom von den Ersatzspulen mitmessen.
Falls der defekte Generator eine unsychronisierte Festfrequenz ausgeben 
kann, eine Ausgangsfrequenz im unteren YIG Bereich wählen und den Strom 
der Ersatzspulen mitmessen. Mit dem externen Generator die Frequenz 
einspeisen und die Ausgangsfrequenz deines def. Generator kontrollieren. 
Den Strom der Ersatzspulen messen und notieren. Dann ein bischen hinauf 
mit der Frequenz und wieder den Strom messen. Wen Du Änderungen siehst, 
ist der Stromtreiber ok. Wenn nicht, hast Du die erste Baustelle.
Ich weiß nicht welche Fehlermechanismen es im Gerät gibt. Theoretisch 
müsste sich der Strom auch im unsychronisierten Zustand proportional zur 
eingegeben Frequenz ändern. Dann brauchst Du keine Frequenz einspeisen.
Im unsychronisierten Sweep Mode siehst Du dann einen Sägezahn auf der 
Main Coil.
Kenne den SWP, der ist auch aus der Zeit, nur etwas niederfrequenter.

Autor: Tobias Plüss (hubertus)
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Hi Petra

also mit hineingeben meinst du einfach von aussen einspeisen? oder 
tatsächlich einbauen?
Der YIG, den ich im Auge habe, ist ein 5068-7250. Leider auch hier keine 
Angaben dazu, aber die Elektronik und der Stecker sieht schon mal gleich 
aus.

Eine Ersatzbaugruppe für den YO Driver habe ich auch in Aussicht. Ich 
werde morgen mal bei der angeblich defekten Baugruppe alle Dioden und 
Transistoren testen, sowie die Caps auf Kurzschlüsse prüfen. Aussehen 
tut die BG jedenfalls gut, ich glaube nicht dass sie wirklich defekt ist 
:-/
Den existierenden YIG getrau ich mich nun doch nicht auszubauen und am 
Labornetzteil+Spekki zu testen. Der kleinste Fehler, und der eventuell 
gute YIG raucht ab, so jedenfalls meine Befürchtung ;-)
Leider bekommt man nirgends Datenblätter von den Dingern.

Wie genau ist der Zusammenhang zwischen Strom und Frequenz eines solchen 
YIG? aus dem hohlen Bauch heraus hätte ich das Gefühl, dass ca. 10..15% 
Abweichung tolerierbar sein sollten (fmin = 2 statt 2.3 GHz).

Welche Fehlermechanismen es im Gerät gibt:
- die Speisungen werden mit einem ADC gemessen. Sind sie ausser 
Toleranz, dann leuchtet eine Errorlampe.
- der Mikroprozessor macht einen Selbsttest vom ROM. Bei Fehler leuchtet 
eine andere Fehlerlampe.
- wenn die PLL für den festen Oszillator nicht einrastet gibts auch da 
eine Errorlampe.
- usw., es hat ca. 20 Fehlerlampen im innern des Geräts auf dem 
Mainboard. Keine leuchtet, das ist m.E. schon mal gut. Das Frontpanel 
ist auch bedienbar, d.h. Knöpfe und Lampen reagieren richtig.

Einzig die Anzeige der Ausgangsleistung funktioniert nicht. Das dürfte 
tatsächlich daran liegen, weil nichts raus kommt :-)
lustigerweise blinkt die Sweep-Lampe aber lustig, was eigentlich normal 
ist.

Komisch das ganze. Aber ich werde morgen mal weiter im Servicemanual 
lesen.

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Ich würde den YIG unabhängig "nackt" aussen am Tisch betreiben. Die 
meisten HP YIG Oszillatoren die mir bekannt sind brauchen zum Betrieb 
nur die Split Versorgung von typisch +20/-10V (messen). Aufpassen, dass 
er bei hohen Abstimmströmen nicht zu warm wird.

Beim Spulenstrom mit externen Lab PS und Stromreglung aufpassen, daß der 
Strom wegen Induktivitätsspitzen nicht schlagartig drastisch geändert 
wird. Notfalls eine gegengepolte Diode anschliessen.

Die YIG Sphäre hat nur bei genügend Haupt Spulenstrom (>100mA) 
Resonatorwirkung. Ohne Strom schwingt er nicht. Die FM Spule ist aber 
nicht zur Grundfunktion wichtig.

Normalerweise läßt sich zwischen 5 bis 10dBm an Leistung messen. Über 
einen Richtkoppler könnte man noch einen Zähler anschließen u, die 
Frequenz beobachten zu können.

Ich hatte bis jetzt noch keine Ausfälle bei meinen YIG Oszis. Meine 40 
Jahre alten HP Baugruppen funktionieren immer noch einwandfrei.

Vielleicht lohnt sich so ein Test.

Grüße,
Gerhard

P.S. Deinen Link habe ich mir angesehen - Danke!

Autor: Hp M. (nachtmix)
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Tobias P. schrieb:
> Wie genau ist der Zusammenhang zwischen Strom und Frequenz eines solchen
> YIG? aus dem hohlen Bauch heraus hätte ich das Gefühl, dass ca. 10..15%
> Abweichung tolerierbar sein sollten

Viel besser!

Ich hatte bei meinem Marconi im Servicemode die DACs mal ohne 
Software-Korrektur angesteuert und gestaunt wie linear die YTOs sind.
Ich fürchte, dass ich die damaligen Meßdaten nicht mehr habe, aber ich 
schätze, dass der Frequenzfehler deutlich unter 5% eher 2%, ist, sofern 
der DC-Abgleich für den Betriebsstrom vorher gemacht wurde.
Wichtig ist, dass man immer von der gleichen Seite kommt, denn der 
Eisenkern hat natürlich Hysterese.

Irgendwo hier versteckt sich noch ein YIG-Oszillator WJ6703-21F, der 
angeblich für R&S gemacht wurde.
Ausgangsleistung zw. 3,7 und 8 GHz ist min. 15dBm.
Die Frequenzabweichung  von der geraden Linie in warmgelaufenen Zustand, 
jedoch ohne Hysterese ist mit +/-8MHz angegeben!

Weitere Daten aus dem DB dieses YTO:
Betriebsspannung +15V, max 200mA und -5V, max 100mA.
Der Heizer ist mit 20..30V ca. 100mA kontinuierlich und max 400mA 
Einschaltstoss angegeben. Gemessen habe ich ca 30mA bei Zimmertemperatur 
und 24V.
Nach meiner Einschätzung ist das ein PTC, denn es gibt nur zwei 
Anschlüsse - ohne Polaritätsangabe. Bei einem anderen YIG konnte ich 
beobachten, wie die Stromaufnahme mit sinkender Spannung steigt. Ist ja 
logisch, wenn die Heizleistung konstant bleibt.
Tuning Coil:
Sensitivity  18 MHz/mA  +/- 10%
Resistance 12 Ohms max.
Inductance 95mH.
Hysteresis 8MHz max.

Die Arbeitstemperatur darf, an der Montagefläche gemessen, 70°C nicht 
überschreiten.

Im Internet gibt es einen Artikel zum Thema , der -auf deutsch- auch in 
den UKW-Berichten erschienen ist: 
http://www.vhfcomm.co.uk/A%20Simple%20Approach%20t...


P.S.:
Die meisten YTOs scheinen ab Werk mit zwei extern angebrachten 
Zenerdioden nach Masse für die positive und die negative Versorgung 
ausgestattet zu sein, um Überspannung und Falschpolung des Oszillators 
zu verhindern.
Wenn du diese ZD findest, weisst du schonmal wo die Versorgung 
abngeschlossen wird, und wie hoch sie in etwa sein soll.

: Bearbeitet durch User
Autor: Tobias Plüss (hubertus)
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Hallo Hochfrequenzfreunde

ich habe gestern den Generator in Betrieb gesetzt. Dabei habe ich das 
Semirigid-Kabel, welches vom YIG zum 1. Mischer führt, abgehängt. Den 
Mischer habe ich an seinem Eingang mit 50 Ohm abgeschlossen. An den 
Ausgang des YIG habe ich ein SMA-Kabel angeschlossen und an einem HP 
8563 26GHz Spekki angeschlossen über ein 10dB Dämpfungsglied. Beim 
Einschalten des Generators hat man ein ganz leichtes Zappeln auf dem 
Spekki gesehen, aber nicht wirklich ein brauchbares Signal.

Dummerweise habe ich die SMA Überwurfmutter beim YIG nicht fest genug 
angezogen, sodass sich das Kabel gelöst hat. Kann ein YIG beschädigt 
werden, wenn er in Betrieb ist und das Ausgangskabel nicht richtig dran 
ist? denke nicht, aber eben, ich weiss halt nichts über YIGs :-(
Dieser Test war jetzt mit der angeblich defekten Treiberkarte A55. Am 
Montag bekomme ich eine neue Ersatzkarte, mit der ich das nochmals 
testen will.
Ausserdem überlege ich grade, ob ich an der Buchse, wo der YIG 
angeschlossen ist, mal mit einem 2. Signalgenerator etwas einspeisen 
soll. Habe einen HP 8663A oder 8660C, welche beide bis ca. 2.5GHz gehen. 
Damit könnte man mal testen, ob die Pegelregelung und die ganzen Mischer 
noch in Ordnung sind. Was denkt ihr?

Ach ja: auf dem Mainboard war ein Relais defekt. Dieses habe ich 
ausgelötet, und tatsächlich hat die Spule keinen Durchgang. Natürlich 
gibt es das Originalrelais nicht mehr. Es war für 24VDC, mit 
Schaltvermögen 115VAC/5A. Ich habe es ersetzt durch ein Finder-Relais 
für 250VAC/6A, hat etwa dieselben Abmessungen. Natürlich andere 
Pin-Anordnung, deshalb musste ich da mit Drähten nachhelfen :-) Aber 
zumindest funktioniert jetzt die Lüftung und Temperaturüberwachung 
wieder richtig.

Des Weiteren habe ich den Selbsttest des Generators laufen lassen. 
Dieser zeigt an, ob die Oszillatoren laufen und ob die PLLs einrasten. 
Alles scheint gut zu sein, nur beim YO wird 'unlock' gemeldet, soweit 
also alles gut, es scheint wirklich nur dieser defekt zu sein :-) Bin 
immer noch auf der Suche nach Ersatz.

Autor: Tobias Plüss (hubertus)
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Hallo allerseits

so, das defekte Relais im Netzteil habe ich schon mal repariert. Die 
Spule hatte einen Unterbruch, was dazu führte, dass der Lüfter immer 
lief.
Das Originalrelais mit dieser Pinbelegung gibt es nicht mehr, also habe 
ich es ersetzt durch ein ähnliches. Da die Pins anders angeordnet sind, 
musste ich das Relais über kleine Drähte anschliessen. Da es keinen 
Platz gab, um es irgendwo sauber anzuschrauben, habe ich es mittels 
eines Kabelbinders an der Netzbuchse festgebunden. Da alles mit 
Schrumpfschläuchen isoliert ist, sollte das prima sein.

https://hb9fsx.ch/wordpress/wp-content/uploads/201...

https://hb9fsx.ch/wordpress/wp-content/uploads/201...

Das behebt natürlich immer noch nicht das YIG-Problem. Hier der 
Selbsttest:

https://hb9fsx.ch/wordpress/wp-content/uploads/201...

Eigentlich sollte das so aussehen:

https://hb9fsx.ch/wordpress/wp-content/uploads/201...

Aber das war ja nichts neues. Übrigens: wenn ich den kalten Generator 
einschalte, dann ist beim Selbsttest auch die REF-Gruppe ausgeblendet. 
Ob das normal ist, konnte ich noch nicht herausfinden.

Grüsse
Tobias

Autor: Hp M. (nachtmix)
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Tobias P. schrieb:
> Kann ein YIG beschädigt
> werden, wenn er in Betrieb ist und das Ausgangskabel nicht richtig dran
> ist?

Meines Wissens nicht, dafür ist die Leistung zu gering.
Bei einigen HF-Generatoren geht der YTO nahezu direkt auf den Ausgang.
Da ist dann vielleicht noch ein Richtkoppler zur Leistungsregelung und 
ein PIN-Abschwächer zwischen, die zusammen kaum 1dB-Dämpfung bringen 
werden.
Der YIG muss dann auch mit wildesten Reflexionen zurecht kommen

Tobias P. schrieb:
> Ach ja: auf dem Mainboard war ein Relais defekt.

Ich finde diesen Doppelfehler, oder ist es sogar ein Dreifachfehler 
(Treiberplatine), verdächtig.
Klar geht mal ein Relais kaputt, und auch ein YIG kann mal verrecken. 
Aber beides gleichzeitig?
Vielleicht  sucht ihr am falschen Ende.

Hast du schonmal die Betriebsspannungen direkt am Oszillator 
kontrolliert und auch den Magnetstrom direkt gemessen?
Wenn da z.B. ein Strommesswiderstand hochohmig geworden ist (kalte 
Lötstelle), bekommt die Magnetspule keinen Strom mehr, und dann läuft 
der YTO eben nicht mehr, obwohl sich die Stromüberwachung einbildet, 
dass alles i.O. sei.

Autor: Christian Kück (chris111)
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Den YIG mit den paar Signalen kannst Du auch separat testen. 
Versorgungsspannung und Magnetisierungsstrom (<100mA) anlegen. Mit dem 
Magnetisierungstrom kannst du den YIG durchstimmen. Besorg dir die 
Anschlußbelegung und mit zwei Power Supplies und einem Serienwiderstand 
für den Magnetisierungsstrom bis Du im Geschäft. Das Ausgangssignal ist 
meist recht kräftig, würde eher noch mehr Dämpfungsglieder (20dB oder 
mehr) vor den Speki schalten.

Autor: Tobias Plüss (hubertus)
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Hp M. schrieb:
> Ich finde diesen Doppelfehler, oder ist es sogar ein Dreifachfehler
> (Treiberplatine), verdächtig.
> Klar geht mal ein Relais kaputt, und auch ein YIG kann mal verrecken.
> Aber beides gleichzeitig?
> Vielleicht  sucht ihr am falschen Ende.

Das Relais war definitiv defekt.
Ich hab mal die Speisespannungen gemessen. Die sehen alle einigermasseb 
O.K. aus, habe aber jetzt noch nicht mit dem Servicemanual geprüft, ob 
sie innerhalb der Toleranz sind.

Die 24V fürs Relais waren nur 22V, das fand ich auch verdächtig  🤔 Aber 
wenn wirklich was gröberes defekt wäre, würden doch die Selbsttests 
nicht durch laufen?

@Cristian
Ja, das würde ich gerne machen. Das Problem ist, dass man von diesen HP 
YTOs kaum ein Datenblatt findet. Und bei Keysight werde ich nicht 
anrufen, habe da bereits einmal die Erfahrung gemacht, dass sie keine 
Auskunft geben wollen, was sehr schade ist. Früher war das wohl anders.
Mein Spekki hat noch 10dB internen Attenuator, so habe ich keine Angst, 
den Spekki zu zerlegen. Wegen des YIG bin ich nervöser.

Gut, morgen messe ich mal alle Betriebsspannungen. auch werde ich die 
Boards herausnehmen und die Card Edge Connectors reinigen sowie 
verdächtige Caps suchen...

Autor: Christian Kück (chris111)
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Die Jungs scheinen alle Servicemanuals zu haben:

http://www.siliconinvestigations.com/HPREP/HP8341/HP8341.htm

Damit sollte auch die YIG Beschaltung herauszubekommen sein.

Autor: Tobias Plüss (hubertus)
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Ich hab die auch :-)
Mein AG hat vor 25 Jahren 5 solche Generatoren gekauft. Incl. Manuals. 
Sind etwa 6 Ordner :D

Autor: Christian Kück (chris111)
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Dann wälz doch mal darin. Die HP service manuals sind normalerweise 
recht gut was Schaltpläne angeht.

Autor: Tobias Plüss (hubertus)
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ja klar, aber die YTOs sind wohl ein Betriebsgeheimnis, die sind nämlich 
allesamt undokumentiert :-(

Autor: soul eye (souleye)
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Tobias P. schrieb:

> ja klar, aber die YTOs sind wohl ein Betriebsgeheimnis, die sind nämlich
> allesamt undokumentiert :-(

http://www.microlambdawireless.com/uploads/files//...
http://www.rollanet.org/~joeh/projects/Connecting_...

Autor: Tobias Plüss (hubertus)
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danke soul eye.
Das erste Dokument kannte ich, das zweite allerdings nicht. Danke dir!

Ich werd heute mal gemäss Power Supply Troubleshooting alle Spannungen 
prüfen und ggf. abgleichen. Dann den YIG ausbauen und gemäss dem 2. PDF 
versuchen in Betrieb zu setzen. Es war ja schon irgendwie sehr 
verdächtig, dass ich auf dem Spekki was ganz kleines gesehen habe, als 
ich ihn am YIG angeschlossen habe. Zwar kein sauberes Signal, sondern es 
sah eher aus, als ob der Rauschteppich an einer Stelle etwas angehoben 
würde. Also kommt doch irgendwas aus dem YIG raus. Vielleicht ist es ja 
doch nur so ein dummer Fehler wie irgend ein Cap, der Unterbruch macht.

Autor: Tobias Plüss (hubertus)
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Hallo nochmal

so, habe den ganzen YO Loop ausgebaut. Siehe Anhang. Der YTO gehört auch 
zu dieser Baugruppe. Den habe ich dann entfernt. Auf dem 3. Bild sieht 
man die Leiterplatte des YTO. Der türkisfarbene IC-Sockel ist für den 
Anschluss eines Flachbandkabels, welches offenbar die Speisespannungen 
und Steuerströme liefert. Wofür der Anschluss J2 ist, weiss ich 
allerdings nicht genau; auch ist mir die Belegung des Sockels nicht 
klar. Werde dann heute schauen, ob im Service manual wenigstens die 
Pinbelegung angegeben ist! Dann mit dem Spekki testen. Ausserdem werde 
ich noch in der Yahoo Agilent Gruppe fragen, ob jemand die Pinbelegung 
des YTOs kennt :-)

Autor: EMU (Gast)
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Wie man Yigs testet und auch einige Anschlussschemata findest Du hier.
Soooo kompliziert ist das alles mit den YIGs nicht
http://www.vhfcomm.co.uk/A%20Simple%20Approach%20t...

EMU

Autor: Jochen Fe. (jamesy)
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Bei Hameg haben wir die YIG-Oszillatoren selbst mit einigermaßen 
einfachen Mitteln gebaut, die waren für den HM 5530.
Mit den Teilen, die in der Serie nicht verwendbar waren oder leichte 
Defekte hatten, habe ich danach einige aufbauen können, das ist sehr 
interessant gewesen. Falls spezielle Fragen zu den Innereien existieren, 
kann ich eventuell helfen.

Autor: Basteling (Gast)
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Meine allgemeine Warnung zu alten HP Messgeräten:

Wenn im Netzteil X oder Y Kondensatoren von RIFA dri sind - sofort 
tauschen.
Sonst stinkt und qualmt es bald in der Werkstatt.

Hatte ich hier vor einigen Wochen, als ich meinen Ersatz - HP8753 für 
eine Ausleihaktion nochmal im Dauertest laufen lassen hatte.

Die Dinger gehen vor allem nach Lagerung und bei Betrieb bei schwülem 
Sommerwetter fix kaputt, da der Gehäusekunststoff versprödet und der 
Wickel Wasser zieht. Gefährlich ist das natürlich auch noch.

Sind aber nicht in allen HP Geräten drin. Aber in vielen - in den 80gern 
über Jahre verbaut- Auch ein Plotter hat sich hier schon in eine 
Stinkbombe verwandelt.

vg

Maik

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Jochen F. schrieb:
> Bei Hameg haben wir die YIG-Oszillatoren selbst mit einigermaßen
> einfachen Mitteln gebaut, die waren für den HM 5530.
> Mit den Teilen, die in der Serie nicht verwendbar waren oder leichte
> Defekte hatten, habe ich danach einige aufbauen können, das ist sehr
> interessant gewesen. Falls spezielle Fragen zu den Innereien existieren,
> kann ich eventuell helfen.

Mal eine ganz unverschämte Frage von mir: wie schwierig wäre es Dir mir 
eine 2-4 Ghz YIG Sphäre (nach Möglichkeit mit Haltestab ) zukommen zu 
lassen? Lohnt sich eine PM mit Dir darüber auszutauschen oder mußt Du 
mir mit ein kategorisch "nicht möglich" antworten? Mir sind die 
theoretischen YIG Oszillator Grundlagen durchaus gut bekannt. Das wäre 
ein schönes Winterprojekt. Mechanisch habe ich alle Möglichkeiten die 
notwendigen Fräs und Dreharbeiten zu bewerkstelligen und die notwendigen 
Mikrowellen Teile.


Gruß,
Gerhard

: Bearbeitet durch User
Autor: Tobias Plüss (hubertus)
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Jochen F. schrieb:
> Bei Hameg haben wir die YIG-Oszillatoren selbst mit einigermaßen
> einfachen Mitteln gebaut, die waren für den HM 5530.
> Mit den Teilen, die in der Serie nicht verwendbar waren oder leichte
> Defekte hatten, habe ich danach einige aufbauen können, das ist sehr
> interessant gewesen. Falls spezielle Fragen zu den Innereien existieren,
> kann ich eventuell helfen.

Hi Jochen

das ist ausserordentlich interessant. Wenn ihr die selber bauen konntet, 
könnte man so einen YIG denn nicht reparieren?

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Tobias P. schrieb:
> Jochen F. schrieb:
>> Bei Hameg haben wir die YIG-Oszillatoren selbst mit einigermaßen
>> einfachen Mitteln gebaut, die waren für den HM 5530.
>> Mit den Teilen, die in der Serie nicht verwendbar waren oder leichte
>> Defekte hatten, habe ich danach einige aufbauen können, das ist sehr
>> interessant gewesen. Falls spezielle Fragen zu den Innereien existieren,
>> kann ich eventuell helfen.
>
> Hi Jochen
>
> das ist ausserordentlich interessant. Wenn ihr die selber bauen konntet,
> könnte man so einen YIG denn nicht reparieren?

Wie ich mal in früheren HP Journal berichten gesehen hatte, errinnere 
ich mich, sind die Halbleiter und einige andere Komponenten mit einem 
Wirebonder am Substrat angeschlossen. Allerdings waren das die ersten 
Modelle von HP. Vielleicht hat sich das geändert und man arbeitet 
heutzutage anders.

http://www.hpl.hp.com/hpjournal/pdfs/IssuePDFs/1975-03.pdf

http://www.hpl.hp.com/hpjournal/pdfs/IssuePDFs/1970-11.pdf

http://archives.njit.edu/vol01/etd/1970s/1975/njit...

Die YIG Sphäre ist mit einer flachen U Loop mit der Schaltung gekoppelt.

: Bearbeitet durch User
Autor: Tobias Plüss (hubertus)
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Gerhard O. schrieb:
> Die YIG Sphäre ist mit einer flachen U Loop mit der Schaltung gekoppelt.

Jo, ich glaub das ist noch heute so, ich habe da irgendwo ein Bild 
gesehen.
Allerdings sollte es mit den heutigen Halbleitern auch ohne dieses 
Bonden mit einer normalen Schaltung funktionieren, denke ich...

Autor: Jochen Fe. (jamesy)
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Gerhard O. schrieb:
> Mal eine ganz unverschämte Frage von mir: wie schwierig wäre es Dir mir
> eine 2-4 Ghz YIG Sphäre (nach Möglichkeit mit Haltestab ) zukommen zu
> lassen? Lohnt sich eine PM mit Dir darüber auszutauschen oder mußt Du
> mir mit ein kategorisch "nicht möglich" antworten?

Hallo Gerhard,
nein, ich habe keinen "Maulkorb". Ich darf lediglich über ein paar 
Interna nicht ganz so frei reden......
Der im Hameg verwendete YIG ging von 3,5 bis 6,5 GHz, ich habe von 2,8 
bis 8,1 so lala hinbekommen. Von 2 bis 4 geht mit diesen Kugeln wohl 
eher gar nicht, dafür waren sie nicht vorgesehen. Und ja, die Haltestäbe 
sind nicht mehr in Ordnung, was aber nur die Konstruktion von Hameg 
betrifft.

Autor: Jochen Fe. (jamesy)
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Tobias P. schrieb:
> könnte man so einen YIG denn nicht reparieren?

Hallo Tobias,
der YIG von Hameg war komplett "konventionell" aufgebaut. Kein Bonding, 
dünne Teflonleiterplatte, Drahtschleife konnte von Hand gelötet werden. 
Allerdings unterscheidet sich diese Herstellung ERHEBLICH von derjenigen 
bei R&S, der Mutterfirma. Die Hameg-YIGs konnte man in gewissen Grenzen 
reparieren. Allerdings habe ich auch schon andere, kommerzielle YIGs 
geöffnet- und die sahen wesentlich anders aus. Da auch HP eigene 
hergestellt hat, gehe ich davon aus, daß die auch sehr viel kompakter 
und komplexer aufgebaut sind.

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Jochen F. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Mal eine ganz unverschämte Frage von mir: wie schwierig wäre es Dir mir
>> eine 2-4 Ghz YIG Sphäre (nach Möglichkeit mit Haltestab ) zukommen zu
>> lassen? Lohnt sich eine PM mit Dir darüber auszutauschen oder mußt Du
>> mir mit ein kategorisch "nicht möglich" antworten?
>
> Hallo Gerhard,
> nein, ich habe keinen "Maulkorb". Ich darf lediglich über ein paar
> Interna nicht ganz so frei reden......
> Der im Hameg verwendete YIG ging von 3,5 bis 6,5 GHz, ich habe von 2,8
> bis 8,1 so lala hinbekommen. Von 2 bis 4 geht mit diesen Kugeln wohl
> eher gar nicht, dafür waren sie nicht vorgesehen. Und ja, die Haltestäbe
> sind nicht mehr in Ordnung, was aber nur die Konstruktion von Hameg
> betrifft.

Hallo Jochen,

Danke für die weiteren Erklärungen. Naja, 2-4 Ghz war nur bemerkt um den 
ungefähren Frequenzbereich festzunageln. Interessant wäre es schon sich 
mit der Technik von YIG Oszillatoren zu befassen. Halbleitermäßig hat 
man ja heutzutage sehr viel Auswahl.

Bin eigentlich überrascht, daß Hameg sie selber herstellte. Es gab 
(gibt) ja einige Hersteller.

Grüße,
Gerhard

: Bearbeitet durch User
Autor: Jochen Fe. (jamesy)
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Hameg hatte seit 1990 versucht, einen Spektrumanalyzer zu bauen. Ein 
guter Bekannter hatte den ersten Prototyp entwickelt, extern. Das wurde 
verworfen. Dann machte man mit den 500 MHz-Modulen für das Modularsystem 
weiter. In den Neunzigern gab es 2 neue Versuche, solch einen Analysator 
zu entwickeln, auch wurde ein Fachmann von W&G eingekauft, nachdem dort 
diese Sparte abgewickelt wurde. Da brachte man einen Proto für den 
SNA-23 mit...kein Erfolg.
Dann, im Rahmen des Verkaufs von Hamegb an R&S, wurde das Projekt unter 
erheblichem Zeitdruck erneut aufgenommen, und der HM 5530 wurde aus der 
Taufe gehoben. Die Tradition bei Hameg war wohl der entscheidende 
Faktor, dies alles selber herstellen zu wollen und eben keine externen 
Komponenten zu kaufen.

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Jochen F. schrieb:
> Hameg hatte seit 1990 versucht

Interessanter Werdegang. Ja, wenn man sich mit solcher Technik befaßt 
muß viel Lehrgeld bezahlt werden. HP mußte das sicherlich auch.

In den 90er Jahren wollte ich mir meinen eigen SA nach dem Vorbild des 
HP8554/8552 bauen. Ist aber nichts daraus geworden weil ich damals 
beruflich zu ausgelastet war und mir das als Hobby zu viel wurde. Den 
YIG hatte ich schon. (avantec, 2-8Ghz).

Einige Baugruppen baute ich auch wie die 2.05Ghz Cavity Filter und 
Mischerbaugruppe mit integralen 1500 MHz Cavity Oszi. Funktionierte auch 
so weit einwandfrei. Der Gegentakt 500Mhz Oszillator lief auch sehr 
stabil. Letztlich war es mir zu viel Arbeit. Und dann, um das Maß fertig 
zu machen, fiel mir ein kompletter HP141T mit allen Einschüben 
unerwartet in meinen Schoß. Danach hatte der Selbstbau eigentlich kaum 
noch Sinn.

Ich könnte mir allerdings vorstellen, den HP8554 mit moderneren Mischern 
umzubauen um den intermodulationsfreien Dynamikbereich etwas zu 
verbessern. In der Beziehung ist der HP8554 nach modernen 
Gesichtspunkten im Vergleich zu modernen SA als recht schlecht zu 
betrachten.

Nachtrag: sicherlich könnte man heutzutage was Moderneres als den 141T 
finden. Aber das System ist halt service freundlicher und voll 
dokumentiert. Bei den meisten moderneren SA kriegt man ja kaum noch 
komplette Service Unterlagen.

: Bearbeitet durch User
Autor: Tobias Plüss (hubertus)
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Gerhard O. schrieb:
> Und dann, um das Maß fertig zu machen, fiel mir ein kompletter HP141T
> mit allen Einschüben unerwartet in meinen Schoß

Klingt schmerzhaft. Ich denke die sind doch sauschwer ;-) ist man da mit 
40kg schon dabei?
Ich habe übrigens aus der selben Quelle, wo ich auch meinen 8341A 
abstauben konnte, einen 8568 bekommen, und das in tadellosem Zustand. 
Nur den Focus musste ich abgleichen und Staub weg wischen.

Zu meinem 8341er: habe heute in der Bucht einen YIG gefunden, zwar nicht 
den 5068-7323, sondern irgend ein anderer, aber selbes Gehäuse und 
Frequenz 2-7GHz. Der wäre evtl noch besser als Ersatz.

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Tobias P. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Und dann, um das Maß fertig zu machen, fiel mir ein kompletter HP141T
>> mit allen Einschüben unerwartet in meinen Schoß
>
> Klingt schmerzhaft. Ich denke die sind doch sauschwer ;-) ist man da mit
> 40kg schon dabei?

Eigentlich noch nicht;-)
> Ich habe übrigens aus der selben Quelle, wo ich auch meinen 8341A
> abstauben konnte, einen 8568 bekommen, und das in tadellosem Zustand.
> Nur den Focus musste ich abgleichen und Staub weg wischen.
>
> Zu meinem 8341er: habe heute in der Bucht einen YIG gefunden, zwar nicht
> den 5068-7323, sondern irgend ein anderer, aber selbes Gehäuse und
> Frequenz 2-7GHz. Der wäre evtl noch besser als Ersatz.
Einen Versuch wär's auf alle Fälle wert. Der YIG Abstimmstrom wird sich 
bestimmt anpassen lassen. Das Gleiche gilt für die Versorgung.
Die FM Spule dient wahrscheinlich nur für die Feinabstimmung und PLL 
Zwecke.

Viel Glück wünsche ich Dir zu Deinem Vorhaben!

Autor: Ralph Berres (rberres)
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Gerhard O. schrieb:
> Ich könnte mir allerdings vorstellen, den HP8554 mit moderneren Mischern
> umzubauen um den intermodulationsfreien Dynamikbereich etwas zu
> verbessern. In der Beziehung ist der HP8554 nach modernen
> Gesichtspunkten im Vergleich zu modernen SA als recht schlecht zu
> betrachten.

Den HP8554 kannte ich nicht, aber den HP8555A. Der hatte kein 
Gegentaktmischer, sondern eine einfache Mischerdiode, welche zu dem nur 
mit 3dbm Oszillatorpegel angeblasen wurde. ( Intern im Mischerblock war 
ein 10db Richtkoppler, durch die der +13dbm Oszilatorpegel geführt 
wurde. Die Mischerdiode bekam das Signal aus dem -10db Koppelzweig ).

Der IM3 Bereich war eigentlich noch akzeptabel. bei -30dbm Signalpegel 
am Mischer waren das etwa 75db IM3 Abstand. Aber der Oberwellenabstand 
betrug bei dem Pegel nur etwa 50db.

Nach dem ich tagelang in meinen UKW Transceiver die Ursache für den 
schlechten Oberwellenabstand gesucht habe, bin ich irgendwann auf das 
Problem mit dem SA gestoßen.

Ich habe dann einen komplett neuen Mischerzweig für den Bereich 0-2GHz 
entwickelt, und in den UKW Berichten veröffentlicht.

Mittlerweile habe ich den HP141T System verkauft ( für 300Euro inklusive 
zugehörigen Mitlauffilter und den ganzen gedruckten 
Originalserviceunterlagen ).

Als Ersatz dient jetzt ein Tek492 der erheblich bessere Daten bezüglich 
IM3 und Oberwellenabstand hat.

Ansonsten habe ich noch den Taketa Riken TR4113 und einen Tek 3026 
Analyzer

Der HP141 hat übrigens etwas über 30 Kg gewogen.

Ralph Berres

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Hallo Ralph,

Danke für Deine Ausführungen.

An dem HP141T hänge ich ein bischen. Die Teile sind recht 
bedienungsfreundlich und man kommt gut damit zurecht. Auch das Speicher 
CRT System gefällt mir weil man in Single Shot viele Kurven gleichzeitig 
darstellen kann. Dazu kommt noch die vollständige Doku. Ich mußte schon 
ein paar Mal das Mainframe reparieren (Das verrückte delaminierte 
Gedruckte Hochspannungskabel zur CRT und ein JFET im HV Generator FB 
Zweig. ) dann hatte ich mal Schwierigkeiten mit der CRT Storage Logik 
Steuerung. Da biß ich mir fast die Zähne aus. Von wegen 
Kunstschaltungen;-)

Deine UKW Berichte Artikel kenne ich da ich eine fast vollständige 
Sammlung habe. Leider sind die UKW Berichte heutzutage auch nicht das 
was sie früher waren, obwohl das nur meine persönliche Meinung darstellt 
und kein Werturteil sein soll. Damals gab es noch mehr (mir) 
interessante Beiträge. Auch die Qualität der Schaltbild- und 
Konstruktionszeichnungen war viel besser.

Dein Problem mit Sender Oberwellen hatte ich natürlich auch. Ich prüfe 
da immer nach ob sich die angezeigten Signale beim Ändern des RF 
Attenuator auch tatsächlich um 10dB ändern. Kompression wird durch 
ungleiche Pegel Werte im Vergleich zum Hauptsignal ersichtlich. Mehr als 
40DB schafft meiner nicht. Manchmal helfe ich mir mit einem 
Hochpassfilter/Notchfilter um die Trägerwelle abzuschwächen. Es gibt 
immer Work Arounds.

Den TEK492 haben wir in der Firma - Ist ein gutes Teil. Ich habe nicht 
vor meinen 141T wegzugeben da ich neben allen Plug-Ins auch den Tracking 
Generator und das Mitlauffilter habe. Die 10 Hz Auflösung ist auch sehr 
nützlich. Wie gesagt, den 8554 Habe ich vor zu verbessern. Allerdings 
möchte ich mir einen gebraucht besorgen so daß ich nicht meinen guten 
"Verdoktern"muß. Vielleicht hätte ich das schon früher tun sollen. Weiß 
gar nicht im Augenblick ob es die auf eBay noch gibt.

Schwer ist die Anlage schon. Aber normalerweise bleibt der Meßturm immer 
auf einer Stelle.

Ich habe übrigens mal ein DSO als Anzeige benützt. Mit digitalem 
Averaging kann man den Noise Floor um mindestens 10dB verringern.

Seit kurzer Zeit nenne ich auch einen HP8970B mit 346B Meßkopf mein 
Eigen. Ziemlich aufschlußreich wie gut oder schlecht die Eigenbaugeräte 
diesbezüglich sind. Interessanterweise erreichte mein 222Mhz Konverter 
ohne Optimierung der U310 Eingangsschaltung 2.1dB Werte. Dann versuchte 
ich zu "Optimieren" und konnte es nur noch verschlechtern. Toll wie man 
das manchmal zufällig ohne Meßgeräte richtig hinkriegt. Aber Wissen ist 
natürlich besser.

Das UKW Gerät von Dir - Ist das ein Eigenbau?

Schönen Abend noch,
Gerhard

: Bearbeitet durch User
Autor: Ralph Berres (rberres)
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Gerhard O. schrieb:
> Das UKW Gerät von Dir - Ist das ein Eigenbau?

Hallo Gerhard

Das UKW Gerät ist ein uralter TS700, bei welcher im wesentlichen noch 
der VFO original ist, und das Schaltnetzteil.

Mit dem Gerät hatte ich auch so mein Vergügen. Wie ich es bekam hatte 
man vor allem eines gehört nämlich Autotelefon damals Bnetz. Das 
zwischen 144,2 und 144,8MHz mit S9+20db. Wenig später bekam  ich dann 
noch einen Anruf von der FTZ in Darmstatt. Ich hatte mit einer 
Nebenwelle 10,7MHz über meiner Sendefrequenz die Justizvollzugsanstallt 
lahm gelegt.

Spektrumanalyzer hatte ich noch keines und kaum Messtechnik.

Aber der TS700 wurde von Gleichstromingenieure konstruiert. Keine 
ausreichende Massefläche, keine abgeschirmten Leitungen zwischen den 
Baugruppen, kaum Selektion . Ich hatte damals Sender und Empfänger fast 
vollständig neu konstruiert.

Mein jetziger TS770 ist auch nicht besser konstruiert. Lediglich der 
Funkdienst den ich lahm gelegt habe war ein anderer. Diesmal den 
Flugfunk 21,6MHz tiefer als die Sendefrequenz. Das habe ich durch 
verschiedene Änderungen in den Griff bekommen.

Den HP5554 kenne ich leider nicht. Der hat aber meines Wissens immerhin 
schon ein Gegentaktmischer mit 13dbm Oszillatorpegel. Das sind schon 
viel bessere Vorraussetzungen als die HP8555 Gurke. Der wurde qualitativ 
nur noch durch den Tek491 unterboten. Immerhin hatte der schon eine FFL 
bei kleineren Bandbreiten, so das er einigermasen stabil war. Der HP8558 
hatte das z.B. nicht. Das war ein freilaufender Yigoszillator.

Der ZF Teil HP8552B ( nicht der A der hatte nur drei Quarze im Filter ) 
war realitiv brauchbar. Die Speicherröhre war sehr gewöhnungsbedürftig. 
Ich hatte mir den digitalen Bildpeicher von Jochen Jirmann der von Bernd 
Kaa weiter entwickelt wurde nachgebaut. Der geht ganz brauchbar und den 
nutzue ich auch für den Tek492 und mein Taketa Riken wenn ich was 
abspeichern und ausdrucken will.

Ralph Berres

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Hallo Ralph,

Interessant sachen die Du mir erzählst. Wußte gar nicht, daß der TS7xx 
seine Probleme hatte. Ich habe einen alten Semco Terzo Analog. Der hat 
auch allerhand Probleme und könnte verbessert werden. Nur liegt mir 
nicht ein so seltenes Gerät möglicherweise zu verschlimmbessern. DC0DA 
brachte ein neue Eingangsteilbaugruppe heraus mit Ringmischer um hier 
eine Verbesserung zu bewirken.

Ja, der 491 war wirklich eine Mißgeburt. Den hatten wir früher Mal in 
der Firma.

Mein SA hat den HP8552B ZF-Teil. Interessant, daß Du nicht viel vom CRT 
Speicherteil hältst. Meine CRT funktioniert echt gut. Sehr scharfe und 
dauerhafte Speicherbilder ohne Bluming. Auch nach einigen Wochen ist das 
letzte Speicherbild noch sauber zu sehen.

Die UKW Berichte Speichereinheit Platine und das EEPROM hatte ich mir 
damals bestellt, aber nie gebaut. Das wäre vielleicht zu erwägen. Hoffe 
nur, daß es nicht an nicht mehr erhältlichen Spezialbauteilen mangelt 
die man ohne Anpassung der Firmware nicht in den Griff bekommen könnte.

Ein Umbau des 8554L könnte relativ leicht machbar sein indem man im 
ersten Cavity Filter eine SMA Koppelschleife einbaut und dann den ersten 
Mischer still legt und mit neuer HW ersetzt.

Ich bin allerdings der Ansicht, daß der zweite einfache Diodenmischer 
von der ersten 2.05GHz ZF auf 500 Mhz die wirkliche Schwachstelle ist. 
Inwieweit der erste Mischer verbessert werden sollte, müßte erst 
erkundet werden.

Ich würde eigentlich zuerst hier ansetzen und festzustellen versuchen 
inwieweit dieser Mischer brauchbar ist. Hier könnte man wahrscheinlich 
eine wirkliche Verbesserung relativ leicht erzielen. Auch sollte man den 
1500 Mhz CAVITZY oszi mit PLL stabilisieren oder durch eine SAW 
Oszillator ersetzen. Das alles ist machbar.

Aber an solche Sachen habe ich zwanzig Jahre nicht mehr gedacht...

Gerhard

: Bearbeitet durch User
Autor: Ralph Berres (rberres)
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Gerhard O. schrieb:
> Sehr scharfe und
> dauerhafte Speicherbilder ohne Bluming.

Das war bei mir absolut nicht in den griff zu bekommen. Nach 30 sek 
hatte ich schon das Bluming.

Gerhard O. schrieb:
> Die UKW Berichte Speichereinheit Platine und das EEPROM hatte ich mir
> damals bestellt, aber nie gebaut. Das wäre vielleicht zu erwägen. Hoffe
> nur, daß es nicht an nicht mehr erhältlichen Spezialbauteilen mangelt
> die man ohne Anpassung der Firmeare nicht in den Griff bekommen könnte.

Die AD-und DA Wandler sind nur noch schwer zu bekommen. Ich hatte einen 
anderen Mikroprozessor benutzt, der doppelte Taktfrequenz konnte, weil 
die 20Hz Wiederholfrequenz echt nervig flimmerte. Bernd hat mir die PC 
Software dahingehend umgeschrieben, das ich nun 19,6 und 38K2 
Transferrate zum PC hatte. Er hatte mir auch den Quellcode überlassen, 
weil ich noch ein paar andere Probleme hatte. Er hatte Peaks nicht 
erfasst.

Aber heute würde man das ganze wohl mit moderneren Prozessoren machen.

Der zweite Diodenmischer war nicht das Hauptproblem sondern der erste 
Mischer. Die Oberwellenprobleme bekommt der zweite Mischer garnicht mehr 
mit.

Ralph Berres

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Ralph B. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Sehr scharfe und
>> dauerhafte Speicherbilder ohne Bluming.
>
> Das war bei mir absolut nicht in den griff zu bekommen. Nach 30 sek
> hatte ich schon das Bluming.

Jede 141T CRT ist ein Unikum. MaNche funktionieren nicht so gut. Ich 
habe eine zweites Mainframe und die CRt funktioniert trotz Abgleich 
Versuche bei weitem nicht so gut.
>
> Gerhard O. schrieb:
>> Die UKW Berichte Speichereinheit Platine und das EEPROM hatte ich mir
>> damals bestellt, aber nie gebaut. Das wäre vielleicht zu erwägen. Hoffe
>> nur, daß es nicht an nicht mehr erhältlichen Spezialbauteilen mangelt
>> die man ohne Anpassung der Firmeare nicht in den Griff bekommen könnte.
>
> Die AD-und DA Wandler sind nur noch schwer zu bekommen. Ich hatte einen
> anderen Mikroprozessor benutzt, der doppelte Taktfrequenz konnte, weil
> die 20Hz Wiederholfrequenz echt nervig flimmerte. Bernd hat mir die PC
> Software dahingehend umgeschrieben, das ich nun 19,6 und 38K2
> Transferrate zum PC hatte. Er hatte mir auch den Quellcode überlassen,
> weil ich noch ein paar andere Probleme hatte. Er hatte Peaks nicht
> erfasst.
>
> Aber heute würde man das ganze wohl mit moderneren Prozessoren machen.

Ja, da gebe ich Dir recht. Ein STM32F429 Wäre meine heutige Wahl. Gleich 
mit Farb TFT Display und digitalen Annunciators und USB Memory oder 
TCP/IP Schnittstelle. Hier setzen nur Fähigkeiten und Fantasie Grenzen.
>
> Der zweite Diodenmischer war nicht das Hauptproblem sondern der erste
> Mischer. Die Oberwellenprobleme bekommt der zweite Mischer garnicht mehr
> mit.
Ja, das stimmt. Aber innerhalb der Durchlaßkurve der ersten ZF muß der 
auch damit fertig werden. Bei SSB IM3 Untersuchungen würde man damit 
schon besser fahren. Naja, vielleicht mache ich Mal einen Versuch mit 
einem besser geeigneten Mischer. Aber dazu müßte ich mich erst einmal 
wieder in die Materie hineinkniehen.

Gerhard



>
> Ralph Berres

P.S. Bin gespannt wann uns der Tobias hier rauschmeißt, nachdem wir 
jetzt den Thread gekapert haben;-)

: Bearbeitet durch User
Autor: Tobias Plüss (hubertus)
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Ich schmeiss niemand raus ;-)
Bei meinem 8341A Generator bin ich immer noch nicht weiter. Habe aber 
immerhin schon das Schema das YTO gefunden, mit Pinbelegung. Werde 
morgen mal die Öhmer messen. Laut Plan braucht der YTO +5, +20 und -40 
Volt?! das ist sehr mysteriös. Warum so viele Spannungen?


Den 8568B Spekki habe ich übrigens noch genauer unter die Lupe genommen. 
Dabei ist mir aufgefallen, dass die Schrift scharf ist, die Trace ist 
mässig scharf und das Gitter verschwommen. Ganz anders als beu euren 
viel älteren 141er 'Gurken' ;-)))))) Kann das am CRT liegen oder kann 
man das Gitter separat abgleichen irgendwie? ich hab mal am Focus herum 
gepröbelt, aber das Gitter nicht scharf hinbekommen.

Autor: Jochen Fe. (jamesy)
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Bei den Versorgungen für einen YIG gibt es ab und zu Überraschungen, 
denn manche haben eine interne Heizung, die zusammen mit der in der 
Spule eingebrachten Leistung auf eine möglichst konstante Temperatur im 
Inneren regelt.

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Tobias P. schrieb:
> Ich schmeiss niemand raus ;-)
> Bei meinem 8341A Generator bin ich immer noch nicht weiter. Habe aber
> immerhin schon das Schema das YTO gefunden, mit Pinbelegung. Werde
> morgen mal die Öhmer messen. Laut Plan braucht der YTO +5, +20 und -40
> Volt?! das ist sehr mysteriös. Warum so viele Spannungen?
>
> Den 8568B Spekki habe ich übrigens noch genauer unter die Lupe genommen.
> Dabei ist mir aufgefallen, dass die Schrift scharf ist, die Trace ist
> mässig scharf und das Gitter verschwommen. Ganz anders als beu euren
> viel älteren 141er 'Gurken' ;-)))))) Kann das am CRT liegen oder kann
> man das Gitter separat abgleichen irgendwie? ich hab mal am Focus herum
> gepröbelt, aber das Gitter nicht scharf hinbekommen.

Hallo Tobias,

Hast Du die -40V gemessen? Ist es möglich, daß es -10V sein sollten?

Ich habe zwar jetzt keine Unterlagen parat, aber ich kann mich von 
früher nur an +20 und -10V erinnern. Naja, das sind vielleicht viel 
neuere Designs bei Dir.

Gibt das Blockschaltbild irgendwelche weitere Hinweise in Bezug auf die 
Verwendung dieser Versorgungsspannungen? Theory of Operation ist 
vorhanden? Es könnte dort einen Hinweis geben.

Für die Schärfe Fragen habe ich keine Erfahrung weil keines meiner 
Instrumente so ein CRT Readout hat. Ich kann mir nicht vorstellen, daß 
Strahl und Schriftsatz unterschiedliche Fokuseinstellung haben könnten.
Bei Planschirmen müßte der Fokus ja wegen der Strahlgeometrie dynamisch 
beeinflußt werden, genau wie früher bei den flachen Farbfensehröhren. 
Sieh Dir mal das Schaltbild an. Vielleicht gibt es diese mysteriöse 
dynamische Fokussteuerung und es ist ein Fehler aufgetreten.

Gerhard

: Bearbeitet durch User
Autor: Jochen Fe. (jamesy)
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Wenn der Fokus mehrerer verschieder Bildschirminhalte unterschiedlich 
ist, kann es auch sein, daß sich die mittlere Plattenspannung je nach 
geschaltetem Signal verändert. Dies wäre natürlich ein Fehler, aber das 
wäre eine mögliche Erklärung für den Effekt.

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Jochen F. schrieb:
> Wenn der Fokus mehrerer verschieder Bildschirminhalte
> unterschiedlich
> ist, kann es auch sein, daß sich die mittlere Plattenspannung je nach
> geschaltetem Signal verändert. Dies wäre natürlich ein Fehler, aber das
> wäre eine mögliche Erklärung für den Effekt.

Das wäre eine Erklärung.

Ist es möglich, daß durch das Multiplexen zwischen Analogstrahl und 
digitalem Vektorschriftmodus die negative HV (-2...3KV) schwankt und 
dadurch der Fokus unterschiedlich ausfällt? Die Helligkeit zwischen 
Analogstrahl und Schriftsatz ist normalerweise getrennt einstellbar.

Vielleicht ist die HV Spannungs Reglung nicht mehr total in Ordnung. Die 
Gitterspannungen sind ja alle von derselben Spannung durch Teiler 
gespeist. Da könnte es dynamisch diese Shift geben.

Versuch mal die Helligkeitseinstellungen durchzufahren und beobachte die 
Reaktion. Gibt es eine Helligkeitseinstellung Kombination wo alles 
gleichzeitig scharf ist?

: Bearbeitet durch User
Autor: Tobias Plüss (hubertus)
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Hi,

Im Servicemanual zum 8341 habe ich doch noch das Schema vom YIG 
gefunden, zumindest Teilweise.

Habe die Main Coil mal gemessen, die hat ca. 50 Ohm. Das scheint mir 
etwas viel, andererseits liegen da ja auch -40V an...

Autor: Tobias Plüss (hubertus)
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Gerhard O. schrieb:
> Gibt es eine Helligkeitseinstellung Kombination wo alles
> gleichzeitig scharf ist?

Ja, gibt es, wenn ich die Helligkeit runter drehe, dann wird das Gitter 
plötzlich scharf. Leider ist auf dieser Helligkeitsstufe der Spekki 
nutzlos, weil man kaum was sieht :o

Autor: Rote Tomate (tomate)
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Mach mal das HP-85662 Display auf. Da hat es auf der linken Seite neben 
der Röhre einen ganzen Haufen Potis. Damit kann man Helligkeit, Schärfe 
etc. einstellen. Irgendwo im Servicemanual ist beschrieben, was was ist.

Autor: Tobias Plüss (hubertus)
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Rote T. schrieb:
> Mach mal das HP-85662 Display auf. Da hat es auf der linken Seite neben
> der Röhre einen ganzen Haufen Potis.

Hab ich alles gemacht und wie oben beschrieben an den Potis mal 
versuchsweise herum gedreht. Gemäss Manual braucht man zum richtigen 
Abgleich ein spezielles Display-Testboard, welches ich nicht habe.
Gleichwohl war ich bis jetzt nicht in der Lage, mit dem ganzen Haufen 
Potis das Gitter gleichermassen scharf hin zu bekommen wie die Schrift.

Autor: Tobias Plüss (hubertus)
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Hallo Hochfrequenzfreunde

da ich nun endlich das Schema des YTO gefunden habe, und es 
einigermassen gut beschrieben ist, dachte ich mir, dass ich den YTO 
jetzt mal an den Spekki anschliesse, da ich ihn sowieso schon als defekt 
abgeschrieben hatte.
Also habe ich die 4 benötigten Netzteile besorgt und konservative 
Strombegrenzungen eingestellt. Ein abenteuerlicher Aufbau mit diversen 
Ameisenbären erlaubt die Zuführung der Spannungen. Ein 10 dB 
Dämpfungsglied schützt den Spekki; dieser hat nochmal 10 dB intern.

So, zuerst habe ich die +5V, +20V, -10V zugeführt. Keine Schwingungen 
auf dem Spekki, kein Wunder, der YTO ist ja defekt, oder? ;-)
Dann ist mir eingefallen dass ich die -40V ja nicht eingeschaltet habe. 
Da es schon eine recht hohe Spannung ist, habe ich das Netzteil zuerst 
auf 0V eingestellt und beschlossen, langsam hochzufahren. Bei -1V 
flossen bereits 25mA, was ich recht viel fand; aber gut, es sollten ja 
-40V sein... Also habe ich die Spannung weiter erhöht. Und plötzlich, 
ZACK bei -2V und ca. 50mA, zappelt es auf dem Spekki! siehe Anhang. 
Ich habe an der Spannung noch ein wenig weiter herum gedreht. Die -40V 
gehen offenbar auf die Main Coil, sodass man damit den YTO durchstimmen 
kann. Wie man auf dem Spekkibild unschwer sieht, kann man ihn mit 
einigen 10mA locker bei Pi Gigahertz oszillieren lassen. Der Pegel ist 
mit 13.7 dBm auch ganz ordentlich. Ohne Strom in der Main Coil sind 
keine Oszillationen erkenntlich; bei ca. 25mA beginnt er mit 2.0 GHz, 
bei 174mA hat man 7.4 GHz und der Pegel am Spekki sinkt auf ca. 0 dBm, 
was allerdings vermutlich dem Koaxkabel geschuldet ist, welches ich zum 
Verbinden verwendet habe.

Offenbar funktioniert der YTO also tadellos! YAY! damit wäre erwiesen, 
dass die BG A55 defekt sein muss, da diese den YTO Driver beinhaltet.

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Glückwunsch, Tobias!

Ich hatte schon mal früher erwähnt, daß die YIG Sphären erst dann zum 
Resonator werden, wenn ein genügend großes Magnetfeld die Spähre 
durchfließt. Dies Verhaltungsweise ist total normal.

Jedenfalls müßtest Du jetzt sehr erleichtert sein.

Grüße,
Gerhard

Autor: Tobias Plüss (hubertus)
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Nachtrag:
Ein Test mit einem anderen Kabel bestätigt meine Vermutung; mit dem 
Besseren Kabel bricht der Pegel weniger ein. Ausserdem hatte ich den YTO 
ja auch bereits mal an den Spekki angeschlossen, als er noch im 8341er 
drin war, und konnte ausser ein bisschen Rauschen kein Ausgangssignal 
feststellen. Der Fehler ist also in der Tat in der BG A55 zu suchen, 
denke ich mal. Was sagt ihr?


@Gerhard
ja, das war mir klar. Wollte nur sicher sein, dass ich nichts beschädige 
:-)
JA, ich bin sehr erleichtert! Wobei, im HP 8341A gibt es noch eine 
weitere Baugruppe, welche fast noch doofer ist als der YTO: Die BG A13 
ist ein "Switchable YIG Tuned Multiplier". Dieser vervielfacht die YTO 
Frequenz, um die gewünschten bis zu 20 GHz zu erhalten.

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Tobias P. schrieb:
> Nachtrag:
> Ein Test mit einem anderen Kabel bestätigt meine Vermutung; mit dem
> Besseren Kabel bricht der Pegel weniger ein. Ausserdem hatte ich den YTO
> ja auch bereits mal an den Spekki angeschlossen, als er noch im 8341er
> drin war, und konnte ausser ein bisschen Rauschen kein Ausgangssignal
> feststellen. Der Fehler ist also in der Tat in der BG A55 zu suchen,
> denke ich mal. Was sagt ihr?
Oder ein Verbindungsproblem. Eigentlich brauchst beim Anschluß an die 
Baugruppe nur nachprüfen ob Strom durch die Main Coil fließt und alle 
Spannungen beim YTO ordnungsgemäß anliegen. Das müßte sich zeigen. Wenn 
kein Strom fließt kann das auch eine falsche Ansteuerung der Karte 
bedeuten (DAC?). Vielleicht ist das Problem extern zur Treiberkarte.
>
> @Gerhard
> ja, das war mir klar. Wollte nur sicher sein, dass ich nichts beschädige
> :-)
> JA, ich bin sehr erleichtert! Wobei, im HP 8341A gibt es noch eine
> weitere Baugruppe, welche fast noch doofer ist als der YTO: Die BG A13
> ist ein "Switchable YIG Tuned Multiplier". Dieser vervielfacht die YTO
> Frequenz, um die gewünschten bis zu 20 GHz zu erhalten.

Der Multiplier muß natürlich auch genau abgestimmt werden.

Autor: soul eye (souleye)
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Tobias P. schrieb:

> Dann ist mir eingefallen dass ich die -40V ja nicht eingeschaltet habe.
> Da es schon eine recht hohe Spannung ist, habe ich das Netzteil zuerst
> auf 0V eingestellt und beschlossen, langsam hochzufahren. Bei -1V
> flossen bereits 25mA, was ich recht viel fand; aber gut, es sollten ja
> -40V sein...

Die Spule bekommt nicht 40 V. Die Spule bekommt eine Spannung, die der 
Differenz zwischen dem Potential am Punkt "M" und -40 V entspricht. In 
dem von Dir geprüften Arbeitspunkt wird die PLL den Punkt "M" auf -38 V 
legen.

Autor: BastelIng (Gast)
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Bezüglich des YIG-Tuned Multipliers.
Ich habe hier noch irgendwo einen von HP in der Bastelkiste herumliegen. 
In babyblau und ohne Ahnung wo er wirklich reigehörte. Vor Jahren mal 
neugierigerweise aufgeschraubt- und ungetestet vom AFU Flohmarkt 
angeschleppt. Wenn der nicht in meinen 2-18Ghz Generator passt - und 
Deiner wirklich defekt ist, könnte ich ja mit mir reden lassen ;)

Somit aber erstmal herzlichen Glückwunsch zum heilen YIG. Und vielen 
Dank für die Einblicke und die guten Tips der anderen Beteiligten.

vg

Maik

Autor: Tobias Plüss (hubertus)
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Hallo hallo

so ich habe den YTO wieder in den Signalgenerator eingebaut und mal die 
Betriebsspannungen gemessen. Sieht auf den ersten Blick alles gut aus, 
ABER an der YTO Spule liegen tatsächlich 40 Volt an?! Das ist ziemlich 
verrückt, denn das wäre ja fast 1A, das da durch die main coil rauscht.

Und das lustige ist, dass diese Spannung konstant ist! Nach einigen 
Minuten ergebnislosen herummessens am laufenden Gerät habe ich den 
Generator wieder ausgeschaltet und den YTO wieder raus genommen. Er war 
ziemlich ziemlich heiss! Gemäss dem Schema hat er aber keine Heizung. 
Aber wenn da 1Ampere durch rauscht, dann muss der ja warm werden, oder?

Im Anhang mal 2 Bilder, eines mit dem Schema und ein Photo vom YO 
Interconnect Board. Ich habe mein Multimeter zwischen die beiden 
Testpunkte 8 und 9, 'coil' und '-40' angehängt. Ich habe rund 39V dort 
drüber. Nur um sicher zu gehen: nach meinem Verständnis ist das die 
Spannung, die über der main coil angelegt wird, also das, was ich bei 
meinen Versuchen so um 2..3 Volt herum hatte. Richtig? Wenn das so wäre, 
dann wär bei mir der YTO ja hoffnungslos übersteuert. Das würde erklären 
warum er nicht oszilliert, oder?
Die Pretune-Spannung hat irgend eine komische Wellenform, während die 
FM-Coil offenbar angesteuert wird, was zu einem leichten zappeln auf dem 
Spekki führt. Der Generator will eigentlich sweepen, aber er lockt halt 
nicht, weil die main coil auf 40V fest sitzt. Seht ihr das auch so? dann 
wäre es wirklich nur das YTO driver board, welches anscheinend defekt 
ist.

Autor: Ralph Berres (rberres)
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nein da sollte was sägezahnähnliches zu messen sein.

Ralph Berres

Autor: Tobias Plüss (hubertus)
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und der YTO, ist es normal dass der warm wird? (heiss eigentlich). 
Siehst du das auch so, dass die Spannung da viiiiel zu hoch ist?

Autor: Hp M. (nachtmix)
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Tobias P. schrieb:
> ABER an der YTO Spule liegen tatsächlich 40 Volt an?! Das ist ziemlich
> verrückt, denn das wäre ja fast 1A, das da durch die main coil rauscht.

Über der Spule, oder nur an einem Ende gemessen?

Ich sagte ja, dass du den Strom  mal messen sollst.

Wenn die Spulenspannung im statischen Fall so hoch ist, wird die 
Treiberschaltung defekt sein.

Die Betriebsspannungen der YIG-Spulen sind aber allgemein recht hoch, 
damit man sie trotz der großen Induktivität der Magnetspule schnell, 
innerhalb einiger Millisekunden, durchstimmen kann.
Sobald dI/dt kleiner wird oder sogar 0, sinkt die von der Spule 
benötigte Spannung, und der Treibertransistor muß den 
Spannungsüberschuss in Wärme verwandeln.

: Bearbeitet durch User
Autor: soul eye (souleye)
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Tobias P. schrieb:

> Im Anhang mal 2 Bilder, eines mit dem Schema und ein Photo vom YO
> Interconnect Board. Ich habe mein Multimeter zwischen die beiden
> Testpunkte 8 und 9, 'coil' und '-40' angehängt. Ich habe rund 39V dort
> drüber. Nur um sicher zu gehen: nach meinem Verständnis ist das die
> Spannung, die über der main coil angelegt wird, also das, was ich bei
> meinen Versuchen so um 2..3 Volt herum hatte. Richtig?

Richtig. Da würde ich gaaanz schnell wieder ausschalten und mich freuen 
dass die Spule noch nicht abgebrannt ist.

Autor: Hp M. (nachtmix)
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Tobias P. schrieb:
> und der YTO, ist es normal dass der warm wird? (heiss eigentlich

Heiss bei normaler Montage nicht, aber ich erwähnte bereits, dass die 
Dinger für Dauerbetrieb auf einem Kühlkörper angebracht werden.

Autor: Tobias Plüss (hubertus)
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Den Strom kann man nicht gut messen, der geht durch ein Flachbandkabel 
was recht doof zum messen ist. Die 40V sind definitiv über der Spule. 
Also muss es der Treiber sein oder der DAC, welcher den Treiber 
ansteuert. Werde morgen mal schauen, ob es eine Servicefunktion gibt, um 
den DAC zu prüfen.

Autor: Hp M. (nachtmix)
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P.S.:
Der Leistungstransistor für die Magnetspule wird sich nicht auf dem 
Platinchen befinden, sondern gut gekühlt auf dem Chassis des Geräts 
montiert sein!

Autor: Tobias Plüss (hubertus)
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Hp M. schrieb:
> P.S.:
> Der Leistungstransistor für die Magnetspule wird sich nicht auf dem
> Platinchen befinden, sondern gut gekühlt auf dem Chassis des Geräts
> montiert sein!

Gemäss dem Servicemanual sollte dies der Treiber sein.

https://hb9fsx.ch/wordpress/wp-content/uploads/201...

Autor: Christian Kück (chris111)
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Es muß noch einen Treibertransisitor für die 40V irgendwo auf dem 
Chassis geben, die TO5 auf dem Board halten die mehrere Watt 
Verlustleistung zur Ansteuerung der 40V Magnetspule nicht aus.

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Hallo Tobias,

Ich würde es selber so machen:

1) Schließ noch mal alles an ohne einzuschalten und miß den Widerstand 
am Spuleneingang gegen Masse. Sollten da einige KOhm-MOhm sein, dann 
würde ich die Spule abklemmen und durch einen Widerstand entsprechender 
Belastung ersetzen um den YTO nicht weiter zu gefärden.

2)Ansonsten alle Transistoren die mit der Spule zu tun haben ohmisch 
durchmessen ob irgendwo ein schadhafter Transistor vorliegt. Wenn bis 
jetzt alles in Ordnung ist, dann den DAC Ausgang untersuchen.

Wie Du bei Deinem getrennten Testaufbau festgestellt hattest darf sich 
der Strom nur innerhalb von 25mA bis 700mA bewegen.

3) Schleife einen Strommesser ein wo es physisch günstig ist und miß den 
Strom durch den Spulenersatzwiderstand.

Tja, von hier an mußt Du alles in normaler Fehlersuchmanier untersuchen. 
Auf keinen Fall sollte die YTO Spule weiterhin während der Fehlersuche 
überlastet werden. ich hoffe, daß vorher nichts passiert ist und die -40 
V Schaltung den Strom in sicheren Bereichen begrenzt hatte.

In typischer, historischer Erfahrung von mir und HP Manier vermute  ich 
eigentlich einen schadhaften OPV . Speziell wenn der 
Ausgangstreibertransistor noch OK ist. Auch der Präzisions 
Stromsvergleichwiderstand dürfte eine Überprüfung wert sein.

Also, dann viel Erfolg bei der weiteren Fehlersuche.

Gerhard

Autor: soul eye (souleye)
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Christian K. schrieb:
> Es muß noch einen Treibertransisitor für die 40V irgendwo auf dem
> Chassis geben, die TO5 auf dem Board halten die mehrere Watt
> Verlustleistung zur Ansteuerung der 40V Magnetspule nicht aus.

Guck auf den Plan weiter oben 
https://www.mikrocontroller.net/attachment/343884/... , 
da sieht man ihn. Zusammen mit dem 97,5 Ohm-Widerstand, der 
wahrscheinlich der Spule den Arsch gerettet hat. Wenn der Transistor auf 
A47 nicht durch ist wird der Fehler schon irgendwo auf dem A55 YO DRIVER 
board liegen.

An dessen Eingang müsste sich die PLL abmühen, da sollte der Sägezahn 
von der Grobsuche zu sehen sein.

Autor: Tobias Plüss (hubertus)
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Hallo hallo

die Shunts zur Strommessung sollen angeblich im Sense Resistor Assy zu 
finden sein, A47. Im Anhang ein Bild. Ich kann allerdings kaum glauben, 
dass man das Sweep-Signal mit diesen Prügelwiderständen misst?!

Autor: Christian Kück (chris111)
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Der erste Widerstand links ist es doch schon. Der Transistor liegt 
gleich daneben.
Die Magnetspule kann wegen ihrer Induktivität eh nicht sehr breitbandig 
angesteuert werden, dafür gibts die FM Spule. Das ist NF und auch so 
aufgebaut.

Autor: Hp M. (nachtmix)
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Tobias P. schrieb:
> Ich kann allerdings kaum glauben,
> dass man das Sweep-Signal mit diesen Prügelwiderständen misst?!

Doch.
Drahtwiderstände können einen sehr kleinen Temperaturkoeffizienten 
haben, und wenn man die Leistung auf mehrere verteilt, werden sie auch 
weniger warm.
Die HP-leute wussten schon, was sie machen.

Autor: Tobias Plüss (hubertus)
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Hmm ja stimmt. Ich werd morgen den Spannungsabfall an dem Widerstand 
messen, dann wissen wir mal den Strom. Und dann den Transistor mit dem 
Diodenprüfer testen, evtl. ist er ja durchlegiert, das wär ein schöner 
Fehler weil leicht zu beheben ;-)

Autor: Tobias Plüss (hubertus)
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Hi,
so habe mal den 97 Ohm Shunt gemessen. Der sieht gut aus.
Den Leistungstransistor habe ich mit dem Diodentester geprüft, also B-E 
und B-C und C-E. Das sah eigentlich ganz gut aus; BE und BC jeweils ca. 
0.5 Volt, und CE kein Durchgang.
Somit wäre der Fehler bei A55 zu suchen. Hab dort die wichtigsten paar 
Transistoren mal ausgeklingelt, aber die waren in Ordnung. Dummerweise 
kann man halt nicht so viel messen am laufenden Gerät, weil ich keine 
Extenderkarten habe und wir ja jetzt rausgefunden haben, dass der YTO 
nur unnötig gestresst wird wegen der 40 Volt, die dauernd anliegen.
Der Fehler könnte natürlich auch im Phasendetektor sein, da weiss ich 
aber noch nicht, wie man das prüfen könnte.

: Bearbeitet durch User
Autor: Ralph Berres (rberres)
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Tobias P. schrieb:
> so habe mal den 97 Ohm Shunt gemessen. Der sieht gut aus.

Für einen Strommesswiderstand durch welche bis zu 700mA fließen soll, 
kommt mir das reichlich hoch vor. Ich hätte da eher was im 1 Ohm Bereich 
vermutet.

Zeige doch mal die Treiberschaltung der Haupspule.

Ralph Berres

Autor: Tobias Plüss (hubertus)
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Hallo Ralph

ich habe keinen Scanner für solche übergrossen Papiere, deshalb habe ich 
ein Photo gemacht :D
habe es hier hochgeladen:

https://hb9fsx.ch/wordpress/wp-content/uploads/201...

Das ist der YO Driverund rechts oben sieht man den 97 Ohm Widerstand mit 
dem Treibertransistor. Der YTO ist unten rechts.

Autor: Ralph Berres (rberres)
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demnach könnten maximal 400mA fließen.

Links im diskrete Operationsverstärker würde ich mal die Spannung von 
Testpunkt 4 mit der Spannung von Testpunkt 5 vergleichen.

Diese Schaltung ist bestrebt die Differenz der beiden Spannungen auf 
Null zu regeln. Da würde ich mal angreifen.

Aber schalte statt einen Yig Oszillator einen 50 Ohm Widerstand in den 
Zwig. Der Widerstand muss allerdings richtig Leistung abkönnen. so 50 
Watt würde ich mal sagen.

Ralph Berres

: Bearbeitet durch User
Autor: Tobias Plüss (hubertus)
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Hmm ich frage mich grade, wie es denn gestern möglich war, dass ich fast 
40 Volt über dem YTO hatte?! mit dem 97 Ohm dürften selbst bei 
durchlegiertem Transistor nur ca. 13 Volt anliegen...
Die Spannung hatte ich ja gestern zwischen TP8 und TP9 gemessen.

Autor: eProfi (Gast)
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Falsch angeschlossen?
Kurzschluss im Flachbandkabel oder nonstwo nach Gnd?
Die Spulenspannung kannst du auch auf dem Bias Board zwischen TP1 und 
TP2 messen.

Gib mal ein paar Spannungen von den beteiligten Qs an!

Autor: Ralph Berres (rberres)
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Ich würde generell statt der Spule erst mal einen Leistungswiderstand 
als Last anschließen. Man muss den Yig Oszillator ja nicht unnötig 
gefährden.

Kann es sein das der 97 Ohm Widerstand einen Kurzschluss hat?

Ralph Berres

: Bearbeitet durch User
Autor: Tobias Plüss (hubertus)
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Hallo allerseits

so, ich hab den YTO mal ausgebaut und den Stecker mit Iso-Band 
abgedeckt, sodass ich bei laufendem Gerät herum messen kann, ohne den YO 
zu stressen. Das ist schon mal gut :-)
Nun habe ich aber noch das Problem, dass der YO ja in einer PLL drin 
ist, d.h. die Tune-Spannung (respektive der Strom) kommt von einem 
Phasendetektor. So lange die PLL nicht einrasten kann, wird der 
Phasendetektor natürlich immer dafür sorgen wollen, dass maximaler Strom 
fliesst, und somit kann man nicht wirklich messen, ob die Spannungen im 
richtigen Bereich sind! :-(

Autor: soul eye (souleye)
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Dann aktivier wieder deinen Versuchsaufbau und stell den YTO manuell auf 
die richtige Frequenz. Oder leih dir einen Signalgenerator und klemm den 
an. Dann lockt die PLL sofort, so sie denn funktioniert.

Du kannst auch einen kleinen Sweep draufgeben, dann siehst Du wie sie 
gegenregelt.

: Bearbeitet durch User
Autor: Tobias Plüss (hubertus)
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Hi
Mit einem Signalgenerator das YTO-Signal zu faken werde ich morgen 
versuchen.
Vorhin habe ich das PRETUNE Signal gemessen. Dieses kommt an den Eingang 
des YO Drivers und soll eine Grobe Abstimmung des YTO vornehmen; eine 
PLL lockt dann mit der FM-Spule den YTO auf der richtigen Frequenz.
Das coole ist jetzt, dass ich im CW-Mode am Handrad drehen konnte, und 
die PRETUNE-Spannung sich mit den im Manual versprochenen, -2.5V/GHz 
verändert! bei 4GHz sollen es -10V sein, bei 5GHz sollen es -12.5V sein. 
Genau diese Werte habe ich gemessen! yeah. Die Spannung ist das 
Eingangssignal für den YO Driver, der es in einen Strom umwandelt. Da 
PRETUNE offenbar korrekt ist, an der Main Coil aber 40V anliegen, 
bedeutet dies: Der Fehler kann nur auf dem YO Driver sein.
Morgen bekomme ich Ersatz, dann wird sich zeigen ob es damit läuft.
Des Weiteren habe ich den Stecker, wo die Sense-Widerstände und der 
Treibertransistor dran sind, mal ausgesteckt und mittels Diodenprüfer 
den Treibertransistor getestet. Da habe ich nichts verdächtiges 
festgestellt, aber ich frage mich, könnte der Treibertransistor defekt 
sein und im Diodentester trotzdem gut aussehen?

Autor: Tobias Plüss (hubertus)
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Hi,

ich verstehe immer weniger :-(
habe mal mittels Krokoklemmen und Laborkabel einen externen 
Leistungswiderstand an die beiden Testpunkte COIL und -40V geklemmt 
(hier: 
https://www.mikrocontroller.net/attachment/343940/...). 
In Serie zum Widerstand ein Amperemeter. Dann bin ich in den CW-Mode 
gegangen und habe 4 GHz eingestellt, was einen Strom von 92mA zur Folge 
hatte. Bei 5 GHz waren es dann 116mA. Das entspricht haargenau der im 
Servicehandbuch angegebenen Sensitivität von 24mA/GHz! Das ist soo 
komisch. Eigentlich müsste es dann doch funktionieren. Aber kaum hatte 
ich den YTO wieder drin, waren es wieder 40V, die anlagen, auch im 
CW-Mode. Das kann doch gar nicht sein?!

Autor: Tobias Plüss (hubertus)
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Habs herausgefunden. Pin 9 von der Main Coil hat eine Verbindung zum 
Gehäuse. Wenn man ein bisschen am YTO wackelt, kann man die Verbindung 
unterbrechen.
Leider ist das Gehäuse irgendwie verklebt, sodass man es nicht öffnen 
kann, aber wenn man das könnte, dann wäre es vmtl. möglich, etwas 
Iso-Band anzubringen.

Autor: Tobias Plüss (hubertus)
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Ahoi zusammen

falls noch einer mitliest: ich bin einen kleinen Schritt weiter. Denn 
ich habe mir gedacht: O.K. wenn der YTO einen Kurzschluss aufs Gehäuse 
hat, dann ist er eh nicht brauchbar so. Ich habe mir gedacht, es könnten 
irgendwelche intetrnen Whisker sein oder so etwas.
Also habe ich ein kräftiges Laborbetzteil angeschlossen (pin 9 und 
Gehäuse) und habe mal ordentlich Strom fliessen lassen. Kurzzeitig, ca. 
1sec, flossen 1.5A, danach war Ruhe und das Ohmmeter zeigte ca. 40kOhm 
an zwischen dem Pin und dem Gehäuse. Die YTO-Spule ist noch ganz :-)
Als nächstes habe ich den YTO dann wieder eingebaut und den Generator 
angeworfen. Und siehe da: die PLL lockt teilweise. Nicht immer, aber 
ziemlich oft. Man muss u.U. die Pretune-Spannung noch abgleichen.
Im CW-Mode funktioniert der Generator nun mehr oder weniger; bei 
gewissen Frequenzen rastet die PLL nicht ein. Ich denke, dass das an den 
40kOhm liegt, die der Pin immer noch hat gegenüber dem Gehäuse. Dadurch 
fliesst natürlich ein Fehlerstrom weg, der im PLL-Kreis eine Abweichung 
verursacht.
Leider habe ich noch nicht herausgefunden, ob und wie ich die 
Pretune-Spannung abgleichen kann, aber ich befürchte, dass diese fest 
ist (-2.5V/GHz).

Autor: Tobias Plüss (hubertus)
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Hallo Hochfrequenzfreunde

auf die Gefahr hin, dass es eh keiner mehr liest, weil ich hier 
mittlerweile einen Monolog führe :-) aber ich wollte euch die Freude an 
meinem neuen Hochfrequenzgenerator, den ich meinem Fundus hinzufügen 
kann, nicht vorenthalten.

Da der YTO offensichtlich einen Kurzschluss zum Gehäuse hatte, den ich 
nicht beheben konnte, habe ich mich entschlossen, ihn zu öffnen. Halt 
mit der Gefahr, dass er nachher nicht mehr funktioniert, aber er war ja 
im Prinzip bereits unbrauchbar aufgrund des Masseschlusses. Die Hoffnung 
war, dass man die Spulen irgendwie entnehmen und mit Epoxy beschmieren 
kann zur Isolation oder etwas ähnliches.

Im Anhang ein paar Bilder. Nach dem Öffnen des YTO kam mir ein lustiger 
Geruch entgegen :-) Ein Ausklingeln der Spulen hat ergeben, dass beide 
Spulen vollkommen in Ordnung sind und nicht mit dem Gehäuse verbunden 
sind. Allerdings hat einer der Durchführungskondensatoren, welche die 
Spulenanschlüsse nach aussen zugänglich machen, offenbar einen 
kurzschluss, denn in dem einen Loch, wo der Anschlusspin rein geht, sehr 
ihr, dass es ein wenig verkohlt ist. Dort muss es ordentlich vor sich 
hin gekokelt haben, als ich mit meinem Laborbetzteil Dmapf drauf gegeben 
habe ;-)

Die Elektronik im Inneren des YTO ist mit Bonddrähten mit den Pins 
verbunden. Ich habe so etwas noch nie live gesehen. Echt interessant. 
Ich habe dann auch gleich bemerkt, dass einer der Pins nicht verwendet 
und unbelegt ist, offenbar verwendete HP damals irgend ein 
Standardgehäuse. Ich habe mich dann entschlossen, die beiden Bonddrähte, 
die am Kurzgeschlossenen Durchführungskondensator angeschlossen sind, zu 
entfernen und einen kleinen Draht zu installieren, um die Spulen mit dem 
bislang unbelegten Pin zu verbinden. Das habe ich dann gemacht. Der 
Draht wurde angelötet. Früher konnte man in unserer Firma noch bonden, 
das ist aber heute nicht mehr möglich. Auf jeden Fall habe ich das 
'defekte' Ende der Spule an den freien Pin umgelötet. Anschliessend habe 
ich den YTO wieder zusammengesetzt und auf der kleinen Leiterplatte, 
welche extern bestückt wird, den zugehörigen Anschlusspin entfernt. 
Mittels eines auf dem Bild nicht sichtbaren Wrapdrahts auf der 
Unterseite habe ich den neuen Anschluss für die Spule mit der Elektronik 
wieder verbunden.

Nach dem Einbau des so modifizierten YTO in den Generator konnte ich im 
CW-Mode den Treiber abgleichen, sodass die PLL einrasten konnte. Der 
YTO-Treiber war auch nicht defekt, es war wirklich nur dieser 
Durchführungskondensator :-) wie so etwas passieren kann ist mir 
unerklärlich. Jedenfalls konnte ich Offset und Gain kalibrieren und die 
PLL konnte einrasten. Der Generator ist nun wieder betriebsbereit und 
sweept korrekt über den gesamten Frequenzbereich von 10M bis 20G. Auch 
im CW-BEtrieb funktioniert er astrein. Die Selbsttest-Funktionen, welche 
die einzelnen PLLs testen, melden keinen Fehler mehr, offenbar 
funktioniert die YTO-PLL mit meiner Modifikation wie vorgesehen! Juhu 
:-)

Nun werde ich als nächstes Projekt noch versuchen, den RF output, 
welcher momentan auf der Rückseite ist (echt doof) auf die Vorderseite 
umzubauen.

Grüsse
Tobias

Autor: Jochen Fe. (jamesy)
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Hallo Tobias,
bitte den Monolog nicht stoppen - ich lese sehr gerne mit, es ist 
lehrreich und spannend (wenn man so ein HF-Fan ist wie ich einer bin)
Gruß, Jochen DH6FAZ

Autor: Dirk S. (Firma: Messtechnik Mittelstand) (schabadu)
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Tobias P. schrieb:
> auf die Gefahr hin, dass es eh keiner mehr liest, weil ich hie
> mittlerweile einen Monolog führe :-)

Schreibe ruhig weiter. Interessante Beiträge mit Niveau oberhalb des 
hier meist herrschenden Grundschulniveaus werden durchaus gerne 
mitgelesen, aber eben nicht dämlich zerlabert.
schönen Abend

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Hallo Tobias,

Glückwunsch! Den Erfolg hast Du Dir redlich verdient. Ich finde das auch 
sehr interessant und weiter so. Speziell die Innenleben Bilder des YTOs 
sind informativ. Nicht gerade Hobbyist Land...

Grüsse,
Gerhard

Autor: Hp M. (nachtmix)
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Glückwunsch!
Mut hast du ja, ging das Teil denn so einfach auf?

Es ist gut, dass du das YIG-Kügelchen nicht angerührt hast, denn das ist 
ja eigentlich ein Kristall, der zur Kugel geschliffen wurde und dessen 
Orientierung zum Magnetfeld sorgfältig justiert wurde; zum Schluß durch 
das seitliche Loch im Gehäuse.

Autor: Ralph Berres (rberres)
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Tobias P. schrieb:
> Nun werde ich als nächstes Projekt noch versuchen, den RF output,
> welcher momentan auf der Rückseite ist (echt doof) auf die Vorderseite
> umzubauen.

Kleinen Tip.
Wenn du die HF Buchse nach vorne setzen willst, kürze nicht das 
Koaxkabel zur Buchse, sondern versuche die zuviellänge irgendwie im 
Gehäuse unterzubringen ohne scharfe Knicke.

Ich möchte wetten das das Ausgangskoaxkabel in die Pegelkalibrierung mit 
einbezogen ist, wie bei den Rohde&Schwarz Geräte auch.

Ansonsten herzlichen Glückwunsch zu deinen neuen Gerät.

Ralph Berres

Autor: Tobias Plüss (hubertus)
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Hallo allerseits

@HP.M.:
Nein, das Ding ging leider nicht so leicht auf. Aussen herum ist eine 
Blechhütte (mu-Metall?), um das ganze abzuschirmen. Diese ist verklebt, 
ich habe sie mit einem kleinen Schraubenzieher durch vorsichtiges 
stochern öffnen können. Innen drin sind dann die beiden runden Töpfe, wo 
die Spulen drin sitzen. Diese sind mit 8 M4 Schrauben zusammengepresst. 
Nachdem ich diese gelöst hatte, konnte ich die Spulen heraus hebeln. Sie 
waren mit dem goldenen Mittelteil verklebt.

Die Spulen sitzen in den beiden silbernen Töpfen die man hier sieht:

https://hb9fsx.ch/wordpress/wp-content/uploads/201...

Habe das heute gegen Abend am Arbeitsplatz gemacht; glücklicherweise war 
ein Kollege da, welcher früher Hybridschaltungen zusammengebondet hatte, 
und der ein paar Tipps geben konnte. Ich habe mit den Mikroskop ein paar 
Bilder gemacht, kann ich euch morgen zeigen :-)

@Ralph
Das Koaxialkabel, welches den Step Attenuator mit der Ausgangsbuchse 
verbindet, ist ein Semirigid. Über dies ist es etwa einen halben Meter 
lang, weil es fast quer durch das ganze Gerät führt und viele Biegungen 
hat. HP hat als Option vorgesehen, die Ausgangsbuchse vorne oder hinten 
anzubringen. Das Semirigid 'aufzurollen' und als ganzes im Gerät zu 
verstauen, wird nicht funktionieren. Aber es gibt natürlich eine 
Kalibrierkonstante, womit man die Kabellänge korrigieren kann :-) werde 
morgen dann ein Stück Semirigidkabel konfektionieren und einbauen.
Leider ist die N-Buchse, welche hinten montiert war, zu klein, und das 
original HP Umrüstkit mit modifizierter Buchse natürlich nicht mehr 
erhältlich, weswegen ich morgen wohl einen kleinen Adapter werde drehen 
müssen.

Grüsse,
Tobias

Autor: Tobias Plüss (hubertus)
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P.S., übrigens kann ich mich jetzt gleich als nächstes des Spekkis 
annehmen, der ein unscharfes Bild hat. 'Leider' ist es 'nur' ein 8568B, 
welcher bis 1.5 GHz geht, aber immerhin, für mein eigenes Labor ist das 
schon toll, das ist nicht zu vergleichen mit dem 4195A (welcher dafür 
andere Vorteile hat).

Autor: eProfi (Gast)
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Tobias, Gratulation auch von meiner Seite. Sehr schöne Fotos!
Da lag ich mit meiner vorgestrigen Diagnose nicht weit daneben.

> falls noch einer mitliest:
Du kannst sicher sein, dass hier dutzende Leser mitgefiebert haben.

Autor: Ralph Berres (rberres)
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Tobias P. schrieb:
> Das Koaxialkabel, welches den Step Attenuator mit der Ausgangsbuchse
> verbindet, ist ein Semirigid.

Das war mir schon klar.

Tobias P. schrieb:
> Über dies ist es etwa einen halben Meter
> lang, weil es fast quer durch das ganze Gerät führt und viele Biegungen
> hat.

Auch das war mir klar.

Tobias P. schrieb:
> Das Semirigid 'aufzurollen' und als ganzes im Gerät zu
> verstauen, wird nicht funktionieren.

Ich hatte das bei meinen SMHU genauso gemacht.

Tobias P. schrieb:
> Aber es gibt natürlich eine
> Kalibrierkonstante, womit man die Kabellänge korrigieren kann :-)

Normalerweise benötigt man um diese Konstante zu ermitteln mindestens 
einen HF-Voltmeter mit einen thermischen Messkopf, welches den 
kompletten Frequenzbereich abdeckt, und ein Kalibrierprogramm. Es könnte 
sein das das
letztere vom deinem Generator selbst zur Verfügung gestllt wird. Dann 
muss dein Generator aber auch als IEC-Bus Kontroller arbeiten können und 
das HF Voltmeter steuern können. Wenn dein Generator das überhaupt kann, 
geht es vermutlich nur mit einen ganz bestimmten HF-Voltmetertyp von HP. 
Ich glaube aber eher das es dafür ein Dienstprogramm für den PC gibt.

Dein Servicemanual sollte darüber genauer Aufschluss geben.

Ich kenne das von den Rohde&Schwarz Generatoren. Beim SML03 wird 
beispielsweise zwingend ein NRVD mit dem thermischen Messkopf Z52 
benötigt.
Schon der einkanalige SRVS geht hier schon nicht.

Tobias P. schrieb:
> werde
> morgen dann ein Stück Semirigidkabel konfektionieren und einbauen.
> Leider ist die N-Buchse, welche hinten montiert war, zu klein, und das
> original HP Umrüstkit mit modifizierter Buchse natürlich nicht mehr
> erhältlich, weswegen ich morgen wohl einen kleinen Adapter werde drehen
> müssen.

Ob das was wird? Bedenke 20GHz ist kein Gleichstrom mehr.

Ich wünsche dir bei deinen Vorhaben viel Glück.

Für dich zielführender Ohne die Kalibrierung zu versaubeuteln wird wohl 
nach wie vor sein, das zu lange Koaxkabel irgendwie im Gerät 
unterzubringen. Bitte nur nicht an den Knicken zurückbiegen wollen, da 
wird die Abschirmung brechen.

Ralph Berres

Autor: Marc Michalzik (Gast)
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Meinen Glückwunsch zur Reparatur. Die „Freibrenn-Methode“ wende ich 
manchmal bei alten Hammondorgeln an, die nach Jahrzehnten auch zur 
Whiskerbildung neigen. Bei einigen Fällen setze ich sogar einen 1kV 
Isolationstester zum „Wegtoasten“ ein.

Kalibrierung; stimmt, HF-Leistungsmesser und Messkopf bilden mit dem 
Signalgenerator eine Messkette. Die sprechen aber oft SCPI, also eine 
standardisierte Befehlssprache, die unter den Geräten verschiedener 
Hersteller genormt ist. Deshalb kann man manchmal(!) etwas tricksen und 
die Leistungsmesser austauschen, ohne dass das Steuerprogramm was merkt.

HF-Kabel verlegen: ja, bittebitte Kabellänge nicht kürzen, sondern das 
Ding aufrollen und keine scharfen Knicke. Ansonsten vorher mittels 
TDR—Messung am Netzwerkanalyzer ausmessen und das 
Ersatzteil/Austauschteil dann anhand der so ermittelten Werte in der 
Länge korrekt „trimmen“.

Trotzdem eine tolle Reparatur und gut gelöst! :-)
Gruß
Marc

Autor: Ralph Berres (rberres)
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Hallo Marc

Marc Michalzik schrieb:
> Die sprechen aber oft SCPI, also eine
> standardisierte Befehlssprache, die unter den Geräten verschiedener
> Hersteller genormt ist.

Prinziepiell sollte das so sein.

Aber der NRVD und NRVS unterscheiden sich in den Befehlen doch etwas, so 
das z.B. das Rohde%Schwarz Pegelkalibrierprogramm für den SML mit dem 
NRVS nicht zusammenspielen will. Kann sein das er beim Start mit IDN? 
rausfindet, das es kein NRVD ist und deswegen die Zusammenarbeit 
verweigert. Aber ich habe von beiden Geräten (NRVD und NRVS ) die 
Befehle miteinander mal verglichen. Sie sind tatsächlich nicht 
identisch.

Was den Tobias betrifft. Das Gerät ist so alt, das es vermutlich noch 
keine SCPI Befehle kennt.

PS ich habe deine vielen Reperaturberichte gelesen. Meine Hochachtung 
dazu.
Und ein bischen neidisch bin ich schon, was dein Messplatz angeht.

Ralph Berres
DF6WU

Autor: Tobias Plüss (hubertus)
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Hallo zusammen

die Kalibrierung wollte ich sowieso neu machen, da die Ausgangsleistung 
bis 20 GHz schon vor der Modifikation etwas wellig war. Glücklicherweise 
habe ich Zugang zu 26 GHz Leistungsmessköpfen und man kann, so ich es 
denn richtig verstanden habe im Handbuch, eine manuelle Kalibrierung 
vornehmen, wo man die Kalibrierwerte händisch über die Frontplatte 
eintippt. Allerdings werde ich mir vorher einen Eprommer besorgen und 
das Cal-EEPROM und die UVEPROMS extrahieren und sichern.

@Ralph
beim HP 8753C Netzwerkanalysator ist es tatsächlich so, dass man zur 
Kalibrierung ein 436A Powermeter an den Ausgang und den HPIB 
anschliesst. Der Netzwerkanalysator kalibriert sich dann selbst, was 
echt cool ist :-) bei dem Generator hier geht das allerdings nicht, 
sondern man macht es manuell oder mit Hilfe eines Rechners mit 
HPIB-Anschluss.

Meinst du übrigens meine Reparaturberichte? :-)
Ja, ich sammle gern alte HP Geräte und setze sie in Stand, sofern 
möglich. An meinem Messplatz habe ich auch sehr Freude, allerdings 
glaube ich, verglichen mit deinem kann ich immer noch einpacken ;-) Der 
26 GHz Spekki HP 8563E gehört leider nicht mir. Ein 8566 wäre toll, aber 
ich9 möchte nicht so viel bezahlen, sind zum Teil überrissene Preise in 
der Bucht. Ein 8662 oder 8663 wären auch toll, leider sehr selten zu 
finden.
Momentan setzt sich mein Messplatz aus den Komponenten zusammen:
8753C NWA mit 6 GHz Testset
4195A Impedanz-/Spektrumanalyser 500MHz
5316A Counter 1.3GHz
54832B Scope 1.2GHz
sowie dem neuen Generator und etwas Kleinkram wie Funktionsgeneratoren 
und Netzteilen. Ein 8568B Spekki ist in Reparatur befindlich. Die 
restlichen Geräte gehören meinem AG. Da wir genug Platz haben, durfte 
ich mich in einer Ecke einrichten und betreibe dort mein eigenes Labor 
:-)  Das tolle ist dann, dass ich all die schönen kalibrierten Geräte 
benutzen darf, um mein eigenes Zeug zu reparieren. Und manchmal, so wie 
jetzt, fällt etwas defektes an, was von den Herstellern als nicht 
reparierbar gilt (dieser Generator hier war sogar mal bei Agilent in 
Böblingen, aber es hiess er sei nicht reparabel.). Übrigens habe ich 
noch ein Auge geworfen auf einen R&S SMS, welcher auch schon einige 
Jahre im Keller herum steht. Aber ich glaube die R&S Geräte sind nicht 
so reparaturfreundlich, da Schemata usw. oft nicht vorhanden sind.

Autor: Ralph Berres (rberres)
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Tobias P. schrieb:
> Meinst du übrigens meine Reparaturberichte? :-)

Ich meinte die von  Marc Michalzik

Die sind echt lesenswert. Auch ihm sein Messgerätebestand ist 
beeindruckend, und würde ich im Normalfall eher einer Universität oder 
einen namhaften Entwicklungslaabor zuordnen. Da können wir beileibe 
nicht mithalten mit unseren ollen Kamellen.

Bei mir zu Hause hört die HF Messtechnik momentan bei etwa 4GHz auf.

siehe 
http://public.hochschule-trier.de/~berres/meine%20...

Darüber fehlt mir einfach der Generator.

Tobias P. schrieb:
> Übrigens habe ich
> noch ein Auge geworfen auf einen R&S SMS, welcher auch schon einige
> Jahre im Keller herum steht. Aber ich glaube die R&S Geräte sind nicht
> so reparaturfreundlich, da Schemata usw. oft nicht vorhanden sind.

Die Geräte aus dieser Zeit sind in der Regel sehr gut reparierbar und 
vollständige Serviceunterlagen sogar in Deutsch findet man zu genüge im 
Internet. Darunter zählt auch der SMS.

Wer allerdings keine Lust hat die PDF Files auf einen Din-A3 Drucker 
auszudrucken  und hinterher die meterlangen Schaltbilder 
zusammenzukleben, dem kann ich empfehlen entweder in Ebay die Original 
Handbücher zu suchen, Helmut Singer in Aachen hat die oft auch, oder bei 
rainer Förtig die qualilativ sehr guten Nachdrucke zu kaufen. Der hat 
nämlich einen Drucker, welches Endlospapier drucken kann.

Original Handbücher würde ich aber immer vorziehen.

Tobias P. schrieb:
> 54832B Scope 1.2GHz

sowas fehlt mir auch noch. Mein HP54602 hört bei 150MHz auf.

Tobias P. schrieb:
> aber
> ich9 möchte nicht so viel bezahlen, sind zum Teil überrissene Preise in
> der Bucht.

Die Preise für teilweise 40 Jahre alte Geräte sind allgemein masslos 
überteuert, wenn man bedenkt das diese in  einer Fa. spätestens nach 10 
Jahren durch die Abschreibung 1 Euro Buchwert haben. Aber die Nachfrage 
nach solchen Geräten ist nach wie vor ungebrochen, obwohl aktuelle 
Geräte zwischenzeitlich viel preiswerter geworden sind und viel genauer 
sind.

Wo man vor 30 jahren für einen 3 GHz Generator noch 40000 DM bezahlt hat 
bezahlt man heute eher 5000 Euro also weniger als ein Drittel. Dabei 
habe ich die Chinesen noch nicht mal mitbetrachtet.

Ralph Berres

: Bearbeitet durch User
Autor: soul eye (souleye)
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Ralph B. schrieb:

> Aber der NRVD und NRVS unterscheiden sich in den Befehlen doch etwas, so
> das z.B. das Rohde%Schwarz Pegelkalibrierprogramm für den SML mit dem
> NRVS nicht zusammenspielen will. Kann sein das er beim Start mit IDN?
> rausfindet, das es kein NRVD ist und deswegen die Zusammenarbeit
> verweigert. Aber ich habe von beiden Geräten (NRVD und NRVS ) die
> Befehle miteinander mal verglichen. Sie sind tatsächlich nicht
> identisch.

Da könnte man ja ein Gerät dazwischenhängen, dass den NRVD emuliert. 
Also die Befehle entgegennimmt, für den NRVS passend umformuliert, dann 
dessen Antwort abholt und im NRVD-Format weitergibt.

Da an jeder Seite nur ein Gerät hängt und das Ganze nicht 
multimasterfähig sein muss, würde ein Mikrocontroller mit 74LS245 als 
Ausgangstreibern völlig ausreichen.

Autor: Ralph Berres (rberres)
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soul e. schrieb:
> Da könnte man ja ein Gerät dazwischenhängen, dass den NRVD emuliert.
> Also die Befehle entgegennimmt, für den NRVS passend umformuliert, dann
> dessen Antwort abholt und im NRVD-Format weitergibt.

Das wäre sicherlich möglich. Dazu müsste man sich aber erst in 
mühevoller Arbeit eine Art Converterblackbox bauen und dafür natürlich 
auch das Programm schreiben.

Ich wäre warscheinlich nicht in der Lage diese Aufgabe zu stemmen. Mal 
abgesehen das der Preisunterschied zwischen einen gebrauchten NRVS und 
NRVD etwa 400-500 Euro beträgt. Den NRVS bkommt man für etwa 600 Euro 
gebraucht, den NRVD so um 1000 Euro. Aber man benötigt dann ja noch den 
NRV-Z52 Messkopf der mit mindestens 1000 Euro gehandelt wird.

Nur um 2 SML03 zu kalibrieren wäre mir der Kostenaufwand entschieden zu 
hoch. Aber gejuckt hat es mich trotzdem schon mal in den Fingern.

Der URV5 würde ja dann arbeitslos werden. Aber der bringt auf dem Markt 
auch nicht mehr als 250 Euro.

Ralph Berres

Autor: Marc Michalzik (Gast)
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Danke für die Blumen, aber es kommt nicht darauf an, was man alles hat, 
sondern was man daraus macht 👍 Mit einem Budget von 1Million Euro ist es 
sicher keine Kunst, sich was an tollen Messgeräten zusammenzuhäufen. 
Aber das alleine macht einen noch keinen Deut schlauer :-)

Daher beeindruckt mich das Durchhaltevermögen beim Finden des 
Kurzschlussses am YIG mehr als eine bloße Anhäufung von teuren 
HF-Statussymbolen.

Achja- und nicht selten haben ältere Geräte bessere 
HF-Grund-Eigenschaften als neue. Ich orientiere mich dahher nämlich 
schon wieder zurück in Richtung R&S SMGU/SMHU usw.

Den R&S SMS sollteste Dir reparieren, kein schlechtes Gerät. Und wenn 
Dich deswegen jemand auslacht, lass ihn lachen und schick ihn zu mir. 
Wir machen dann zusammen mal ein paar Phasenrauschmessungen ha ha ha ;-)

Grüße aus Palma, morgen starten wir bei sonnigen 26 Grad zum Mallorca 
Marathon...

Autor: Ralph Berres (rberres)
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Marc Michalzik schrieb:
> Achja- und nicht selten haben ältere Geräte bessere
> HF-Grund-Eigenschaften als neue. Ich orientiere mich dahher nämlich
> schon wieder zurück in Richtung R&S SMGU/SMHU usw.

Ja die Feststellung habe ich mittlerweile auch gemacht.

Den SMHU58 habe ich ja auch, und bin mir am überlegen, ob ich den SMY02 
abgebe und mir ein zweiten SMHU zulege.

Der SML ist zwar was die Bedienung betrifft und was die Pegelauflösung 
betrifft besser als der SMHU. Der SMHU hat aber ein geringeres 
Phasenrauschen und weniger Klirrfaktor bei AM.

Übrigens bietet der Uwe Sander zur Zeit einen SMHU58 für 1500 Euro an.

Den SMS hatte ich auch mal ( war mein erster Synthesizergenerator ), 
allerdings den SMS2 mit Verdopplerfilter. Der hatte den Nachteil, das er 
bis 512MHz nur 100Hz Auflösung hatte und darüber nur 200Hz Auflösung. 
Auserdem war bei FM der Drift des unmodulierten Trägers schon merklich.
Aber sonst hatte der eine gute Figur gemacht und war sogar 
bedienerfreundlich.

Zur Zeit steht der glaube ich im Ebay für unter 100 Euro.

schönen Urlaub wünsche ich dir. ( meiner ist leider vorbei ).

Ralph Berres

Die meisten Geräte die ich habe , hatte ich als defekte Geräte gekauft, 
weil funktionsfähig für mich nicht erschwinglich. Ich hatte sie dann in 
mühevoller Kleinarbeit selbst repariert ( und gelegentlich modifiziert, 
wie mein Swob5 ).

Autor: Marc Michalzik (Gast)
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Genauso mache ich es bekanntlich ja auch- anders könnte ich mir so ein 
teures Hobby auch nicht leisten 😊

Autor: Jochen Fe. (jamesy)
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Ich habe über dreißig Jahre auf Flohmärkten gesucht, und in den letzten 
12 Jahren auch im Netz, um den Meßgerätepark hier stehen zu haben, den 
ich heute habe. Da kann generatorseitig bis 18 GHz gemessen werden, 
analysatorseitig bis 22 GHz, theoretisch bis 110 GHz. Allerdings hat 
dabei geholfen, 15 Jahre bei einem Meßgerätehersteller als Entwickler zu 
arbeiten. Das "schönste" Gerät in dem Park finde ich, ist der Tek 7104, 
ausgestettet mit 2*7A29 (opt04), 7B10, 7B15. Erhalten für 220 Euro.
Und ja: Was nützt die ganze Hardware, wenn sie nur rumsteht. Die 
regelmäßige Benutzung macht für mich den Reiz bei der Sache aus!
Gruß, Jochen DH6FAZ

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Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Das kenne ich. Vor Jahren erstand ich mir einen defekten SMFP2 Mobile 
Tester für $40 im Flohmarkt. Da fehlte der AC Netzteil, der Wandler war 
zerschossen und viele Wima Elkos waren defekt. Das Netzteil baute ich 
neu(Trafo, Gleichrichter, Siebung, 24V), den Rest reparierte ich. 
Seitdem läuft das Gerät super und möcht es nicht mehr vermissen. R&S 
Canada war übrigens so freundlich und großzügig mir die ganzen Service 
Unterlagen zu schenken.

Autor: Tobias Plüss (hubertus)
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Ahoi allerseits

ja, mit meinen Geräten ist es zum Teil auch so; defekt erstanden und in 
Stand gesetzt, oder ich hatte das Glück bei Firmen, wo ich jemanden 
kenne (oder bei meinem AG :-)) Geräte haben zu dürfen, die nicht mehr 
gebraucht wurden.

Meinen Generator konnte ich jetzt erfolgreich auf frontseitigen RF 
output umrüsten. Dazu habe ich, wie es eigentlich von HP auch vorgesehen 
war, aus Alublech ein solches 'Bracket' hergestellt und am Frontrahmen 
festgeschraubt. Danach habe ich eine kleine Semirigidleitung angefertigt 
und eingebaut. Jetzt kann ich die HF frontseitig abgreifen :-) Das 
Originalkabel zu verwenden, wäre mit Sicherheit nicht möglich gewesen, 
siehe Bild. Es sit nicht möglich, es aufzurollen, ohne dass es 
beschädigt wird.

Nach dem Umbau habe ich dann mit dem Spekki verifiziert, ob die Flatness 
ausreichend ist. Bis ca. 10 GHz stimmen die 0 dBm auf der Power-Anzeige 
recht gut, danach fällt die Leistung um ca. 2 dB ab, sodass man bei 20 
GHz ca. -2 dBm hat. Finde ich eigentlich ganz brauchbar :-)

Nach dem Zusammensetzen des Gehäuses und Reinigen der Frontplatte sieht 
der Generator nun wie neu aus und meine Modifikation sieht wie Original 
aus ;-)

Autor: Tobias Plüss (hubertus)
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Gerhard O. schrieb:
> viele Wima Elkos waren defekt

Gerhard, deshalb heisst Wima ja auch: Wechsle immer mich aus :-)

Autor: Ralph Berres (rberres)
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Tobias P. schrieb:
> Nach dem Umbau habe ich dann mit dem Spekki verifiziert, ob die Flatness
> ausreichend ist. Bis ca. 10 GHz stimmen die 0 dBm auf der Power-Anzeige
> recht gut, danach fällt die Leistung um ca. 2 dB ab, sodass man bei 20
> GHz ca. -2 dBm hat. Finde ich eigentlich ganz brauchbar :-)

Das wäre jetzt mal zu verifizieren, in dem du direkt auf den Ausgang 
einen thermischen Messkopf drauf schraubst. Alles andere ist Kaffeesatz 
lesen.

Solltest du mit dem thermischen Messkopf direkt am Ausgang einen glatten 
Frequenzgang bis 20 GHz bekommen, würde ich mal von ausgehen, das der 
Ausgang des Generators nachträglich auf die rückwertige Buchse verlegt 
wurde ohne hinterher das Gerät neu zu kalibrieren. In diesem Fall 
hättest du einfach Glück gehabt. Du hättest den unsachgemäßen Umbau 
einfach rückgängig gemacht.

Mit dem Spektrumanalyzer kann auch eine krasse Fehlmessung sein, weil 
der bei 20GHz ganz sicher keinen SWR von 1 hat.Hier würde es Sinn machen
vor dem Spektrumanalyzer ein 10db oder besser 20db Dämpfungsglied zu 
schalten ( nicht der interne vom Spektrumanalyzer ) um die Welligkeit 
auf dem Kabel auf Grund von Fehlanpassung am Ende des Kabels zu 
minimieren.

Normalerweise müsste jetzt bei dem zu kurzen Kabel bei 20GHz der Pegel 
direkt am Ausgang zu hoch sein, weil die Kabeldeämpfung des ausgebauten 
Kabels fehlt, oder dein selbstgefertigtes Kabel ist in der Anpassung 
miserabel.

Das würde ich dringend verifizieren.

Auserdem müsstest du bei 20 GHz schon bei 1m Kabel eine merkliche 
Dämpfung haben, die der Spektrumanalyzer einfach zu wenig bekommt.

Ralph Berres

: Bearbeitet durch User
Autor: Tobias Plüss (hubertus)
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Hi Ralph

ja ich weiss, das Kabel kann u.U. sehr dämpfen. Ich habe ein kurzes 
Mikrowellenkabel verwendet, Typ weiss ich nicht mehr aber es ist so ein 
NWA Messkabel, welches bis 40G gehen soll. Es ist eta 1cm dick, 
Bezeichnung weiss ich aber nicht mehr.
Mir ist schon klar, dass der Umbau die Dämpfung verändert! es gibt extra 
eine Service Note von HP, welche den Umbau von rückwärtigem Ausgang auf 
die Front beschreibt. Dort wird dann auch gesagt, welche 
Kalibrierkonstanten man anpassen soll, um maximale Flachheit des 
Frequenzgangs zu erhalten. Das habe ich noch nicht gemacht, weil ich den 
EEPROM zuerst auslöten und kopieren will ;-)
Werde evtl. mal morgen mit dem HP 436A und dem passenden Messkopf 8484A 
(habe grad keinen anderen da) eine Messung durchführen. Den Messungen 
des Spekkis traue ich allerdings schon, weil er erst neu kalibriert 
wurde.

Grüsse
Tobias

Autor: Petra (Gast)
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Vergiss bitte nicht die HF Stecker mit dem geeigneten 
Drehmomentschlüssel anzuziehen. Wegen der Rproduzierbarkeit. Mir 
erscheinen die 2dB bei 20 GHz sehr optimistisch. N ist bis 18GHz 
spezifizert. Und der Stecker ist sicherlich nicht neu...
Der Generator sollte mehr als 20dB Obrwellenabstand haben, um die 
Grundwelle mit einem breitbandigen Tastkopf genau zu messen. Speziell 
die Mischprodukte unter 20 GHz sind die, die die Messung verfälschen.

Autor: Ralph Berres (rberres)
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Petra schrieb:
> Mir
> erscheinen die 2dB bei 20 GHz sehr optimistisch.

Hallo Petra

Ich vermute mal das die ALC tatsächlich in der Lage ist den Frequenzgang 
direkt an der Ausgangsbuchse glatt zu bügeln, so das ein Fehler von 
maximal 1db übrig bleiben. ( Allerdings habe ich noch nie einen 
Generator bis 20GHz auf dem Tisch gehabt. Ich wünschte mir ich hätte 
sowas ).

Petra schrieb:
> Vergiss bitte nicht die HF Stecker mit dem geeigneten
> Drehmomentschlüssel anzuziehen.

Da gebe ich dir voll recht. Nur wer von den Hobbyisten ist im Besitz 
eines SMA Drehmomentschlüssels. Die kosten ja direkt über 100 Euro.

Petra schrieb:
> N ist bis 18GHz
> spezifizert.

Nicht mal das. Oft sogar nur bis 12 GHz. 18GHz Stecker sind schon 
Präzisionsteile. Insofern wundert es mich das der Ausgang kein SMA bzw 
2,9mm Stecker ist. Das wäre hier nämlich angesagt.

Petra schrieb:
> Der Generator sollte mehr als 20dB Obrwellenabstand haben, um die
> Grundwelle mit einem breitbandigen Tastkopf genau zu messen.

Auch da gebe ich dir recht. Das ist eine gemeine Falle. Beim Durchmessen 
des SML bin ich auch in diese Falle gestoßen. Wobei ich mit dem 
Diodenmesskopf NRV-Z1 gemessen habe. Da tritt eine Verfälschung durch 
Oberwellen und Nebenwellen noch krasser auf.

Beim Diodenmesskopf sieht man es wenn man mit verschiedenen Pegeln die 
Messung durchführt. Obwohl der SML locker 30db Ober und 
Nebenwellenabstand hat. Mit kleinen Pegeln so -30dbm werden die Fehler 
kleiner.

Ich wollte eigentlich irgendwann mal meine Signalgeneratoren im 
Frequenzgang und Pegel kalibrieren. Da ich aber kein NRVD mit einen 
NRVZ51 Messkopf mein eigen nenne, habe ich das bisher sein gelassen. 
Ohne diese Hilfsmitteln kann man die Kalibrierung nur verschlimmbessern.

Ralph Berres

Autor: Tobias Plüss (hubertus)
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Ralph B. schrieb:
> Ich vermute mal das die ALC tatsächlich in der Lage ist den Frequenzgang
> direkt an der Ausgangsbuchse glatt zu bügeln, so das ein Fehler von
> maximal 1db übrig bleiben. ( Allerdings habe ich noch nie einen
> Generator bis 20GHz auf dem Tisch gehabt. Ich wünschte mir ich hätte
> sowas ).

Hi Ralph
genau das ist die Idee. Im Datasheet wird eine Welligkeit von +/-0.5 dB 
versprochen bis 2.4 GHz, darüber sollen es 0.6 dB sein. Ziemlich extrem!

Ralph B. schrieb:
> Nicht mal das. Oft sogar nur bis 12 GHz. 18GHz Stecker sind schon
> Präzisionsteile. Insofern wundert es mich das der Ausgang kein SMA bzw
> 2,9mm Stecker ist. Das wäre hier nämlich angesagt.

Da bin ich nicht sicher. Auch bei Huber+Suhner kannst du N Stecker für 
>18 GHz kaufen.
Und der HP 8563E Spekki, den man auf meinen Photos zum Teil sieht 
(welcher mir leider nicht gehört) geht bis 26.5 GHz und wurde von HP mit 
einer N Buchse ausgerüstet.
Es gibt aber tatsächlich verschiedene Arten von N Buchsen. Die meisten 
haben innen 4 Kontaktzungen. Diejenigen von HP, wo ich vermute dass es 
Spezialanfertigungen von Amp für HP sind, haben 8 Kontaktzungen. Des 
Weiteren haben die üblichen N Buchsen ein Dielektrikum, was vmtl. Teflon 
ist, aber wenn man bei den 'Hochfrequenz N Buchsen' von HP schaut, sieht 
man, dass da kein massives Dielektrikum verwendet wird, sondern das 
Dielektrikum ist Luft. Der Mittelkontakt wird nur mit Hilfe eines sehr 
dünnen Lochscheibchens aus einem transparenten Kunstoff an seinem Platz 
gehalten. Es sind also definitiv keine normalen Buchsen. Ich werde 
schauen, ob ich ein paar Bilder machen kann.

Ralph B. schrieb:
> Da gebe ich dir voll recht. Nur wer von den Hobbyisten ist im Besitz
> eines SMA Drehmomentschlüssels. Die kosten ja direkt über 100 Euro.

Ich habe einen :-) mit dem habe ich die Coaxverbindungen montiert.


Grüsse
Tobias

Autor: apollo2mond (Gast)
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Dirk S. schrieb:
> Tobias P. schrieb:
>> auf die Gefahr hin, dass es eh keiner mehr liest, weil ich hie
>> mittlerweile einen Monolog führe :-)
>
> Schreibe ruhig weiter. Interessante Beiträge mit Niveau oberhalb des
> hier meist herrschenden Grundschulniveaus werden durchaus gerne
> mitgelesen, aber eben nicht dämlich zerlabert.
> schönen Abend


das möchte ich jetzt mal FETT unterstreichen, weil das niveau sinkt 
leider stetig!

leider auch ausserhalb dieses forums z.b. die projekte im funkamateur


cyberhermit

Autor: nachtmix (Gast)
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Ralph B. schrieb:
> Bis ca. 10 GHz stimmen die 0 dBm auf der Power-Anzeige
>> recht gut, danach fällt die Leistung um ca. 2 dB ab, sodass man bei 20
>> GHz ca. -2 dBm hat.

Das wird die Dämpfung des Verbindungsakabels sein.
Der Generator kann natürlich nur für die Leistung an seiner 
Ausgangsabuchse garantieren.

Petra schrieb:
> Vergiss bitte nicht die HF Stecker mit dem geeigneten
> Drehmomentschlüssel anzuziehen. Wegen der Rproduzierbarkeit. Mir
> erscheinen die 2dB bei 20 GHz sehr optimistisch.

Na ja, das muß man machen, wenn es um hunderstel dB geht. Im Normalfall 
ist bei einem intakten Stecker kein Unterschied zu sehen.
Man kann ja auch beobachten, ob sich die Dämpfung oder die Welligkeit 
beim Sweep beim gefühlvollen Festziehen noch verändet.

Tobias P. schrieb:
> s gibt aber tatsächlich verschiedene Arten von N Buchsen. Die meisten
> haben innen 4 Kontaktzungen. Diejenigen von HP, wo ich vermute dass es
> Spezialanfertigungen von Amp für HP sind, haben 8 Kontaktzungen.

...oder sind es nicht doch bloß 6, wie bei meinem Marconi?
Der geht mit seine "Precision Connector !" auch bis etwas über 20GHz, 
und erst der nächst teurere, der bis 26,5 geht, verwendet 3,5mm.

Tobias P. schrieb:
> Im Datasheet wird eine Welligkeit von +/-0.5 dB
> versprochen bis 2.4 GHz, darüber sollen es 0.6 dB sein. Ziemlich extrem!

Nö, die schaffen das und sogar deutlich bessere Werte.
Das Geheimnis ist die geschlossene Regelschleife mit einem Richtkoppler 
am Ausgang. Breitbandige Richtkoppler kann mit einer Welligkeit der 
Koppeldämpfung von 0,5dB von der Stange kaufen. Wenn man dann noch eine 
extern gemessene Kalibriertabelle im Generator hinterlegt, kommt man 
auch auf 0,05dB.
Das Problem sind Lasten mir einem schlechten VSWR, denn dann kommt die 
Richtschärfe des Kopplers ins Spiel.
Schau mal nach, für welches VSWR die 0,6dB angegeben sind!

Autor: nachtmix (Gast)
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P.S.:
Ralph B. schrieb:
> Oft sogar nur bis 12 GHz. 18GHz Stecker sind schon
> Präzisionsteile.

Versteht sich.
Ich habe allerdings kürzlich sehr anständige Teile (N-Doppelweibchen) 
vom Chinesen bekommen.
Die Teile, die ich hingegen vor einigen Jahren von einem bekannten 
Versender in Norddeutsschland bekam, konnte man beruhigt in die Tonne 
treten.

Autor: Ralph Berres (rberres)
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nachtmix schrieb:
> Das Geheimnis ist die geschlossene Regelschleife mit einem Richtkoppler
> am Ausgang.

Richtkoppler am Ausgang ist sowieso die bessere Lösung als einfach das 
Signal abgreifen.
Ein reflektiertes Signal an einen Fehlabschluss beeinflusst dann nicht 
die Regelung der ALC. Das geht aber nicht beliebig tief in der Frequenz.

Beim SML wurde das ab 1,1GHz realisiert.

Ralph Berres

Autor: Tobias Plüss (hubertus)
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Hallo allerseits

um sämtliche Zweifel auszuräumen, habe ich heute mal mit einem 
Powermeter den Frequenzgang bestimmen wollen. Die Idee war, den 
Powersensor direkt an die Ausgangsbuchse anzuschliessen und das 
Powermeter so gleich zu nullen (RF off beim HP 8341, dann Powersensor 
zero, dann RF on).
Leider habe ich keinen passenden Powersensor, wie ich feststellen 
musste. Mein 8481A geht nur bis 18 GHz, ebenso wie mein 8484A. Ich 
müsste einen 8485A haben, was leider nicht der Fall ist.
Des Weiteren hat sich herausgestellt, dass das Messen der Leistung gar 
nicht so einfach ist, denn ich müsste ja für jede Frequenz das Meter neu 
kalibrieren.
Ich werde mir bei Gelegenheit mal ein kleines GPIB Programm zurecht 
machen, welches einen manuellen Sweep macht und für jeden Frequenzpunkt 
die Leistung mittels Powermeter misst. Wenn man den Sensor direkt auf 
die N-Buchse schraubt, dann hat man auch keine Welligkeit aufgrund des 
Kabels. Wenn man das SWR noch verbessern möchte, kann man ja, wie von 
Ralph bereits einmal vorgeschlagen, z.B. ein 10 dB Dämpfungsglied 
dazwischen schalten.
Das habe ich heute allerdings alles noch nicht gemacht.
Ich habe mich mal in die Kalibrierung eingelesen und mittels 
Frequenzzähler und Rubidiumoszillator den Quarzofen abgeglichen sowie 
den YO Driver kalibriert. Vor der kompletten Flatness Kalibration habe 
ich mich noch ein wenig gefürchtet, weil der Messaufbau im 
Servicehandbuch furchtbar aussieht :-)

Autor: Tobias Plüss (hubertus)
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Übrigens habe ich im Keysight Forum noch zufällig einen Thread gefunden 
über die Verwendung von N-Verbindern >18 GHz. Hier wurde gesagt, dass 
Präzisions-N-Stecker einen massiven Metallring innen haben, während die 
'billigen', gewöhnlichen N-Stecker einen geschlitzten Metallring haben.
Diejenigen mit dem geschlitzten Metallring gehen nicht >18 GHz, weil die 
Schlitze offenbar in Resonanz geraten können.
Des Weiteren haben die Präzisions N-Stecker kein durchgehendes 
Dielektrikum, sondern Luft. Der Mittelleiter wird nur über ein paar 
Plastikfinger in seiner Position gehalten. In den beiden angehängten 
Photos sieht man einerseits die Schlitze und andererseits sieht man das 
Kunstoffteil mit den Fingern, welche den Innenleiter in Position halten.

Autor: nachtmix (Gast)
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Tobias P. schrieb:
> Leider habe ich keinen passenden Powersensor, wie ich feststellen
> musste.

Dann würde ich dir empfehlen die Finger von der Kalibrierung zu lassen, 
bis dir evtl. mal Meßgeräte unter die Finger kommen, die über jeden 
Zweifel erhaben sind.

Allenfalls könntest du mal einen Sweep mit der alten Leitung und der 
neuen Anordnung machen um zu sehen, ob sich dadurch viel geändert hat.

Eine etwaige Welligkeit bei der originalen Leitung würde ich aber bis 
zum Nachweis des Gegenteils dem nicht vorschriftsmäßigen Meßaufbau in 
die Schuhe schieben.

Autor: nachtmix (Gast)
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Tobias P. schrieb:
> Wenn man das SWR noch verbessern möchte, kann man ja, wie von
> Ralph bereits einmal vorgeschlagen, z.B. ein 10 dB Dämpfungsglied
> dazwischen schalten.

Ob man damit etwas verbessert, ist zumindest fraglich.
Auch Dämpfungsglieder sind nicht perfekt und die vergrösserte Zahl von 
Trennstellen ist der Genauigkeit auch nicht förderlich.
Auf der anderen Seite gibt es auch Meßköpfe mit einem äusserst guten 
VSWR.

Autor: Ralph Berres (rberres)
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nachtmix schrieb:
>> Wenn man das SWR noch verbessern möchte, kann man ja, wie von
>> Ralph bereits einmal vorgeschlagen, z.B. ein 10 dB Dämpfungsglied
>> dazwischen schalten.

das bezog sich darauf wenn man als Messgerät einen Spektrumanalyzer 
verwendet. Das Eingangsswr ist meist nicht so besonders gut.

Thermische Messköpfe hingegen haben in der Regel eine hervorragende 
Rückflussdämpfung. Hier würde ich in der Tat kein Dämpfungsglied 
vorschalten. Es sei denn der Pegel ist für den Messkopf zu hoch.

Bei Diodenmessköpfe gilt zu beachten das bei Pegel über 200mV in 
Wirklichkeit eine Spitzenwertmessung erfolgt und erst unterhalb 20mV 
eine echte Effektivwertmessung erfolgt, weil man sich dann im 
quadratischen Bereich der Diodenkennlinie befindet. Der Messfehler 
überhalb der 20mV wird dann mit Korrekturfaktoren welche der Diode 
zugeordnet sind korrigiert, um in der Anzeige den Effektivwert zu 
erhalten. Es ist aber nach wie vor Spitzenwertmessung.

Also wird man normalerweise schauen das man sich im Pegelbereich unter 
20mV befindet, wenn man den Effektivwert wissen will..

Ralph Berres

Autor: Tobias Plüss (hubertus)
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nachtmix schrieb:
> Dann würde ich dir empfehlen die Finger von der Kalibrierung zu lassen,
> bis dir evtl. mal Meßgeräte unter die Finger kommen, die über jeden
> Zweifel erhaben sind.
>
> Allenfalls könntest du mal einen Sweep mit der alten Leitung und der
> neuen Anordnung machen um zu sehen, ob sich dadurch viel geändert hat.
>
> Eine etwaige Welligkeit bei der originalen Leitung würde ich aber bis
> zum Nachweis des Gegenteils dem nicht vorschriftsmäßigen Meßaufbau in
> die Schuhe schieben.

Der Messaufbau ist korrekt, aber ich habe im Moment keinen 20GHz 
Powersensor. Die Kalibrierung könnte ich immerhin bis 18GHz durchführen 
;-) zumal ich einen ausgedruckten Zettel mit den original 
Kalibrierkonstanten habe. Der ALC Loop wird nämlich digital kalibriert, 
die Sollwerte kommen von einem DAC.

Autor: Tobias Plüss (hubertus)
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So, jetzt hatte ich mal Zeit ein kleines Python-Progrämmchen zu 
schreiben, welches den Generator testet.
Ich habe das 436A power meter genommen, mit dem Sensor 8481A, welcher 
halt nur bis 18 GHz geht. Daher sind die Messwerte über 18 GHz nicht so 
akkurat.
Den Sensor habe ich direkt an den Ausgang des Generators angeschraubt, 
sodass kein Kabel zusätzliche Verluste einfügt.

Hier

https://hb9fsx.ch/wordpress/index.php/2017/10/13/h...

habe ich alles unter 'Update' (ziemlich weit unten) aufgeschrieben.
Offenbar ist der Frequenzgang schön flach bis 20 GHz (18 GHz....), aber 
der ALC hat einen Rippel von ca. 1 dB. Spezifiziert sind, soweit ich 
mich richtig erinnere, +/- 0.6dB.

Autor: Hp M. (nachtmix)
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Tobias P. schrieb:
> aber
> der ALC hat einen Rippel von ca. 1 dB.

Ripple entsteht vorwiegend durch Reflexionen im Kabel bzw. an den 
Übergängen.
Hast du die alte, im Generator hinterlegte Tabelle, abgeschaltet?
Andernfalls könnte es passieren, dass der dort gespeicherte Ripple genau 
gegenphasig zu der neuen Installation verläuft, und die Welligkeit sich 
so verdoppelt.

Hast du das neue Semi-Rigid-Kabel selbst gebaut?
Dann ist es evtl nicht mit der gleichen Präzision gelungen, wie es 
Profis machen.

Da ich den Eindruck habe, dass dir in der Firma ein VNA zur Verfügung 
steht, könntest du damit ja mal die Qualität des alten und des neuen 
Kabels vergleichen.
Auch den Meßkopf selbst sollte man nicht vorzeitig von der Liste der 
Verdächtigen streichen.

Autor: Ralph Berres (rberres)
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Tobias P. schrieb:
> Offenbar ist der Frequenzgang schön flach bis 20 GHz (18 GHz....), aber
> der ALC hat einen Rippel von ca. 1 dB. Spezifiziert sind, soweit ich
> mich richtig erinnere, +/- 0.6dB.

Ich würde an der Kalbrierung nichts ändern, und mich mit dem Ergebnis 
zufrieden geben. +-1db ist doch ein recht brauchbarer Wert für einen 
Hobbyisten.

Dieses Ripple wirst du mit Homemade Möglichkeiten nur schwer weg 
bekommen.

Vermutlich hast du eine Stoßstelle in deinem selbstgefertigtes Kabel.

Ralph Berres

Autor: Hp M. (nachtmix)
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Ralph B. schrieb:
> Ich würde an der Kalbrierung nichts ändern, und mich mit dem Ergebnis
> zufrieden geben. +-1db ist doch ein recht brauchbarer Wert für einen
> Hobbyisten.

Sehe ich auch so. Zumal ich Zweifel habe, ob bei der Messung alle 
möglichen Fehler vermieden wurden bzw. korrigiert wurden.

Jedenfalls bis zu dem Zeitpunkt, an dem feststeht, dass das Kabel, 
dessen Verbinder sowie deren Verarbeitung den höchsten Ansprüchen 
genügen.
Solche Geräte und die darin verbauten Teile sind nicht ohne Grund so 
teuer.

Ein Netzwerkanalysator, egal ob vektoriell oder skalar, hat die 
Möglichkeit solche Schwankungen in einer Referenzmessung zu eliminieren.

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