Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik PTC/NTC/Blindwiderstand in Computer Netzteilen


Announcement: there is an English version of this forum on EmbDev.net. Posts you create there will be displayed on Mikrocontroller.net and EmbDev.net.
von Monti A. (monit)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Liebe Community,
vor kurzem habe ich mit Überspannung auseinander gesetzt welche in
Computer Netzteilen auftreten.
Dabei hat der Kondensator, welcher zum "smoothing" der Ausgangsspannung
in Computer Netzteilen genutzt wird, zu Beginn einen geringen
Widerstand. Sobald also das Netzteil angeschlossen wird, tritt eine
Überspannung auf.

Also habe ich mich gefragt wie denn verhindert wird, dass die Sicherung
immer rausfliegt, aber soviel Strom durchgelassen wird dass auch noch
300W Netzteile arbeiten können. Ein Widerstand würde nicht in Erwägung
gezogen werden, da er zu gross wäre.

Beim "surfen" bin ich nach einer Zeit auf die Impedanz-theorie
gestossen, wobei Spulen verwendet werden, als Blindwiderstand. Als ich
jedoch überlegt habe wie gross eine Spule sein müsste um einen
ausreichend grossen Blindwiderstand zu erhalten, kamen mir die Spulen
sehr gross vor.

Als zweites bin ich auf NTC/PTCs gestossen, welche die Überspannung zu
Beginn der Inbetriebnahme limitieren. Jedoch hat mich das etwas
verwirrt, da jedoch nach der Überspannungslimitierung der NTC/PTC einen
so grossen Widerstand haben muss, dass das Netzteil keine 300W liefern
kann.

Also frage ich mich jetzt wie denn die Stromlimitierung in einem
Computer Netzteil stattfindet, da jene bis zu 700W liefern können und
dabei sehr klein sind.

Vielen Dank im Vorraus

von Mark S. (voltwide)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ein NTC-Widerstand mit den Abmessungen einer 20cent-Münze reicht dafür 
aus.
Den Unterschied zwischen Spannung und Strom mußt Du wohl noch lernen.

: Bearbeitet durch User
von Hp M. (nachtmix)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Monti A. schrieb:
> Sobald also das Netzteil angeschlossen wird, tritt eine
> Überspannung auf.

Das ist neu.

Monti A. schrieb:
> wie denn verhindert wird, dass die Sicherung
> immer rausfliegt, aber soviel Strom durchgelassen wird dass auch noch
> 300W Netzteile arbeiten können. Ein Widerstand würde nicht in Erwägung
> gezogen werden, da er zu gross wäre.

Doch.
In den alte Netzteilen war ein NTC drin, der durch den Betriebsstrom 
heiß und dadurch niederohmig wird, die neueren Netzteile mit PFC machen 
das mit einer Softstartschaltung.

Monti A. schrieb:
> ls zweites bin ich auf NTC/PTCs gestossen, welche die Überspannung zu
> Beginn der Inbetriebnahme limitieren.

Es gibt da keine Überspannung.

Mark S. schrieb:
> Den Unterschied zwischen Spannung und Strom mußt Du wohl noch lernen.

Sehe ich auch so.

von Horst (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ganz davon abgesehen, was schon geschrieben wurde,

Monti A. schrieb:
> Dabei hat der Kondensator, welcher zum "smoothing" der Ausgangsspannung
> in Computer Netzteilen genutzt wird, zu Beginn einen geringen
> Widerstand.

die Glättungskondensatoren am Ausgang haben damit wenig zu tun, wenn die 
geladen werden läuft das Netzteil schon.
Die Stromspitze bei Einschalten verursacht der Glättungskondensator nach 
dem Gleichrichter im Eingang des Netzteils.

Beschäftige Dich weiter mit den Grundlagen, dann wird das schon.

von MaWin (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Monti A. schrieb:
> Also frage ich mich jetzt

Na ja, Grundlagen der Elekrronik.

Du verstehst vieles (noch) nicht und bringst einiges durcheinander.

Der NTC im Computernetzteil begrenzt des Stromstoss beim Einschalten, 
der VDR begrent Überspannungsspitzen aus dem Stromnetz um die Elektronik 
zu schützen, der kleine Kondensator unterdrückt Störungen die den 
Funkverkehr stören würden und die Elkos am Ausgang glätten die 
Ausgangsspannung. Jedes Teil hat also seine Funktion, und daneben gibt 
es noch Gleichtaktdrosseln, Siebelkos und PFC Schaltungen.

Es gibt also noch viele Grundlagen zu lernen. Dein bisheriges Wissen ist 
eher falsch zusammengereimt.

von Frank (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Monti A. schrieb:
> Als zweites bin ich auf NTC/PTCs gestossen, welche die Überspannung zu
> Beginn der Inbetriebnahme limitieren. Jedoch hat mich das etwas
> verwirrt, da jedoch nach der Überspannungslimitierung der NTC/PTC einen
> so grossen Widerstand haben muss, dass das Netzteil keine 300W liefern
> kann.
Hier ist das Problem. Der z.B. verwendete Heißleiter ist erst hochohmig 
und wird dann über die Eigenerwärmung niederohmig. Du hast es umgekehrt 
für einen Kaltleiter beschrieben.

Dann erkennst Du auch gleich, daß man nach einem gebremsten Start mit 
voller Leistung arbeiten kann.

von Monti A. (monit)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Vielen Dank für die Antworten schonmal.
Was vermutlich zur Verwirrung geführt hat, ist dass ich mit Überspannung 
den hohen Stromkonsum meine und beim Anschalten der Netzteile die 
Kondensatoren erst geladen werden müssen. Dabei tretten hohe Ströme auf 
welche durch NTC oder PTCs verhindert werden oder limitiert.
Dabei gehören sie zu den ICLs also Inrush Current Limiter.

Also wenn ich es jetzt relativ richtig verstanden habe, schützen die 
Heissleiter vor einem zu hohen Strom der durch die ungeladenen 
Kondensatoren hervorgerufen wird. und im Laufe der Inbetriebnahme ist er 
so warm geworden, dass er so niederohmig ist, dass er keinen zu hohen 
Widerstand hat und die Leistung beeinträchtigt?

Jedoch habe ich mich auch gefragt wie denn ein Netzteil 700W liefern 
kann. Das wäre dann ja ca. ein Strom von 2 Ampere wenn man die 
Glättungsspannung nimmt also ca. 325V.
Jedoch wo im Netzteil ist der "Widerstand" zu finden der diese 
Auswirkungen hat? Ein 700W Widerstand mit 160ohm ist vermutlich nicht 
eingebaut.

Übrigens ich bin noch ein Schüler im Gymnasium, der interessiert and 
Elektronik ist.

Vielen Dank schonmal für die Antworten

von michael_ (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Monti A. schrieb:
> Jedoch habe ich mich auch gefragt wie denn ein Netzteil 700W liefern
> kann. Das wäre dann ja ca. ein Strom von 2 Ampere wenn man die
> Glättungsspannung nimmt also ca. 325V.
> Jedoch wo im Netzteil ist der "Widerstand" zu finden der diese
> Auswirkungen hat? Ein 700W Widerstand mit 160ohm ist vermutlich nicht
> eingebaut.

Die Rechnung ist total falsch.

Schlachte doch mal so ein NT.
In der Nähe der Eingangssicherung findest du so einen Widerstand.
So 1cm Durchmesser und meist schwarz.
Kaltwiderstand bei einem 400W NT so 12Ohm.
Er liegt in Reihe in der Netzzuleitung.

von Mark S. (voltwide)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Der zeitliche Ablauf ist der:
Der kalte NTC fängt den Stromstoß ab zum Aufladen der Elkos im 
Primärkreis.
Erst danach startet des eigentliche Netzteil, und danach können die 700W 
geliefert werden. Je nach Höhe des Primärstromes heizt sich der NTC auf.
Das heißt wenn der Strom anwächst wird der NTC automatisch seinen 
Widerstand entsprechend verringern. Bei voller Last werden darin dann 
schätzungsweise 1-2W verheizt.

: Bearbeitet durch User

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.
Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt.
Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten,
für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.