Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Bezeichnung von Eproms


von Mario W. (ascom)


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Hallo zusammen in die Runde.
Ich bin neu hier und habe eine Frage zu den Bezeichnungen von Eprom`s.

Da es für mich absolutes Neuland ist könnte es sein, das nochmal die ein 
oder andere Frage von mir kommt.

Für eine Brandmeldeanlage möchte ich neue Eproms brennen zwecks Änderung 
der Kundendaten.

Verbaut sind für Zusatztexte  AM 27C64 und für Kundendaten NMC 27C64

Nun zu meiner Frage: Gibt es bist auf den Hersteller AM und NMC weitere 
Unterschiede? Es sind beides 12,5V Eproms. Ich hätte noch einige NMC 
27C64BQ. Könnte ich diese auch nehmen.

Irgendwie ist das mit den Bezeichnungen am Ende  ( A , B , BQ , usw. ) 
sehr verwirrend

Besten Dank  Mario

von Olaf (Gast)


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> Nun zu meiner Frage: Gibt es bist auf den Hersteller AM und NMC weitere
> Unterschiede?

Beim auslesen im Geraet werden sie kompatibel sein wenn die Zugriffzeit 
stimmt. Beim programmieren waere es denkbar das jeder Hersteller seinen 
eigenen speziellen Brennalgorythmus verwendet und im schlimmsten Fall 
vergisst dann ein Eprom nach ein paar Monaten den Inhalt. In aller Regel 
sollte es aber funktionieren.

Olaf

von Jim M. (turboj)


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Mario W. schrieb:
> Verbaut sind für Zusatztexte  AM 27C64 und für Kundendaten NMC 27C64

Da sind bestimmt noch mehr Zahlen drauf, denn die 27CXX gibt es mit 
verschiedenen Zugriffszeiten (120ns, 150ns und höher).

Ich würde die NMC Chips einfach mal ausprobieren.

von Mario W. (ascom)


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Hallo Olaf

Vergessen wäre aber schlecht. Ich werde es aber mal ausprobieren.

Der Brenner kommet aber erst nächste Woche.



Hallo Jim

Ja die genau Bezeichnung Eprom für die Zusatztexte die lautet 
AM27C64-150DC 12,5V PGM 120297R

von Wolfgang R. (Firma: www.wolfgangrobel.de) (mikemcbike)


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Wie schon geschrieben: funktionell sind die Hersteller egal, das Pinning 
und das elektrische Verhalten sind gleich, wenn die Zugriffszeiten 
stimmen.

Den richtigen Programmieralgorithmus muss sich dein Programmer anhand 
der richtigen Typenbezeichnung raussuchen.

Wobei die meisten 27C64 auch mit einem Standard Generic 27C64-Typen 
gehen sollten.

von Mario W. (ascom)


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Hallo Wolfgang

Das hört sich doch schon einmal gut an. Ich werde dann nächste Woche von 
meinem Erfolg oder Misserfolg berichten.

Danke euch allen und schönes Wochenende

von H.Joachim S. (crazyhorse)


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Das war irgendwann ein übles Wirrwarr mit den Programmieralgorithmen. 
Und man war/ist gut beraten, sich an die Herstellervorgaben zu halten. 
Man kann auch bei Programmiergeräten nicht unbedingt davon ausgehen, 
dass, wenn man die richtige Bausteinauswahl trifft, auch tatsächlich der 
richtige Algorithmus gewählt wird (wenn ich mich recht erinnere, hatte 
der erste Galep einen üblen Fehler bei Intel 27128). Und da kaum noch 
jemand Eproms benutzt, kann es auch durchaus länger dauern, bis ein 
solcher Fehler beim Programmiergerätehersteller ankommt.

Auf den Hersteller selbst kommt es für deine Zielhardware nicht an, wenn 
die Zugriffszeit stimmt oder kleiner ist, funktionieren die alle.

von Pandur S. (jetztnicht)


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Ich glaube mich an einen fast-brenn-algorithmus zu erinnern. Die Daten 
und Adressen repetitiv fuer eine Zeit (? 1ms .. 1us) anlegen und 
auslesen, ob's schon drin ist. Wenn man die Anzahl Schreib Zyklen 
ueberwacht, hat man eine Aussage ueber die Lebensdauer, Verbrauchtheit 
des Bausteins. Aeltere EEPROMs haben dann laenger gebraucht.

von Mario W. (ascom)


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Hallo


Auch euch beiden vielen Dank für die Antworten.


Wie gesagt, ich werde Berichten wenn der Brenner da ist. Kommt aber erst 
nächste Woche.

schönes Wochenende

von H.Joachim S. (crazyhorse)


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Und genau in der Impulslänge lag das Problem, da haben viele was eigenes 
gekocht.
Meist ging es dann so:
-Zelle mit der vorgeschriebenen Impulszeit beschiessen
-zählen, wieviele Schuss man dafür gebraucht hat, bis das erste Mal das 
korrekte Bitmuster gelesen werden konnte
-dann nochmal nachbrennen, die einen mit der selben Anzahl der 
bishergebrauchten Programmierimpulse, andere mit der doppelten Anzahl, 
wahrscheinlich gabs auch welche mit 1,5facher Anzahl :-)

Verschiedene fast/inteligent-Modes wurden eingeführt, um die 
Programmierzeiten im akzeptablen Rahmen zu halten. Irgendeiner kam auch 
mal auf die Idee, nicht einzelne Bytes zu fertig zu brennen, sondern den 
gesamten Speicher Zelle für Zelle mit kleinen Portionen zu befeuern und 
durch das Verteilen lokale Überhitzungen zu vermeiden. Stellte erheblich 
Anforderungen an das Programmiergerät und hat sich deshalb nie 
durchgesetzt. Ich glaube das war Hitachi.

Die erste mehr oder weniger "Norm" waren knallharte 20ms pro Zelle, das 
war aber spätestens beim 64er kaum noch anzutreffen (8192*20ms=164s!), 
gut warm waren die dann auch, vielleicht kommt daher der Ausdruck 
"brennen" :-)

von Jobst M. (jobstens-de)


Angehängte Dateien:

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... eine kurze Leseprobe aus dem Franzis Elektroniktaschenbuch RPB 210 
von Blank: Universeller EPROM-Programmer selbstgebaut

Brennzeiten, Zugriffszeiten und Brennspannungen sind aber leider nicht 
immer gleich. Auf vielen EPROMs steht die Brennspannung aber hin und 
wieder drauf.

Gruß
Jobst

von H.Joachim S. (crazyhorse)


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Tatsächlich, es waren 50ms. So kann die Erinnerung täuschen....
Das waren dann ja selbst für einen läppischen 2716 100s Programmierzeit, 
wie lästig.

von Gerald B. (gerald_b)


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H.Joachim S. schrieb:
> Irgendeiner kam auch
> mal auf die Idee, nicht einzelne Bytes zu fertig zu brennen, sondern den
> gesamten Speicher Zelle für Zelle mit kleinen Portionen zu befeuern und
> durch das Verteilen lokale Überhitzungen zu vermeiden.

Das rührt noch aus Zeiten des greisen 2702 und 2708 mit 3 
Betriebsspannungen und 26V Programmierspannung.
Ab dem 2716 konnte man theoretisch mit einem einzigen 2 ms Impuls das 
Byte brennen. Da aus Kompartibilitätsgründen zu den alten Chips die 
Programmiergeräte die häppchenweise Programmierung mit mehreren Runden 
beherrschen mußten, bot sich dieses Verfahren auch bei den moderneren 
Typen an. Dazu kam dann noch die mögliche Zeitersparnis, wenn man nicht 
stumpf volle 2 ms programmierte, sondern in kleinen Häppchen 
programmierte und nachschaute, wann die Zelle ihren Inhalt hatte und 
noch eine Sicherheitsreserve nachschob.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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H.Joachim S. schrieb:
> Das waren dann ja selbst für einen läppischen 2716 100s Programmierzeit,
> wie lästig.

Ist aber, wie sich jetzt so langsam rausstellt, die haltbarste Methode. 
Ich hatte hier schon einige Probleme mit 27C256/27C512, die 
'intelligent' gebrannt wurden und nach 20 Jahren vergesslich wurden, was 
bei den alten EPROMs in z.B. meinen 20-25 Jahre alten Boards mit 27C64 
und 8031, die ich damals mit 50ms gebrannt habe, bis heute nicht 
passiert.
Die o.a. EPROMs, die in den ersten Carcontrollern für E-Autos verbaut 
wurden, ersetze ich nun auch durch frisch mit 50ms gebrannte, denn wer 
will im Auto schon defekte Controller.
Dauert zwar, aber ich muss ja nicht dabei sitzen.

von H.Joachim S. (crazyhorse)


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Dürfte eher ein Problem der Strukturgrössen/Leckströme/Ladungsmengen 
sein als der eins der Brennmethode.

von Soul E. (Gast)


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H.Joachim S. schrieb:

> Dürfte eher ein Problem der Strukturgrössen/Leckströme/Ladungsmengen
> sein als der eins der Brennmethode.

Deswegen mögen es spätere CMOS-Typen auch nicht, mit 50 ms-Impulsen 
traktiert zu werden.


Wer in Bezug auf Quickburn-Algorithmen zuviel Paranoia hat, der brennt 
halt zweimal. Das ist zwar nach Datenblatt nicht erlaubt, schadet aber 
in der Praxis nicht. Der eigentliche Programmiervorgang ist nach einer 
Runde beendet, da ja die Daten bereits beim ersten Versuch stimmen, das 
"Überbrennen" erfolgt aber trotzdem und erhöht so die Ladungsmenge im 
Gate.

Aber nicht vergessen: heutige Flash-Speicher werden ebenfalls mit 
Quickburn-Algorithmen gebrannt! Das macht eine interne Statemachine, 
aber der Ablauf ist der gleiche.

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