Energieerhaltung bei CPU Berechnungen

OP #5168470
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Heute mal eine Off Topic Frage, da ich nicht genau weiß wo ich sie 
einordnen soll

Die Aussage auf Heise "die Bitcoin Generierung verschlingt inzwischen 
riesige Energiemengen" brachte mich zum Nachdenken, ob eine CPU die 
komplett zugeführte Energie in Wärmeenergie umwandelt oder ob nicht ein 
Bruchteil davon in "Rechenenergie" umgewandelt wird.

Jede Energieform kann ja bekanntlich in jede andere Energieform 
umgewandelt werden und man spricht ja auch von Rechenleistung, also 
müsste es auch "Rechenenergie" geben.

Stecken also in den Bits einr Bitcoinberechnung, bzw in der Information 
ein Teil der zur Produktion benötigten Energie?

Pro Bit würde man ja mindestens 1 Elektron zum Speichern benötigen, also 
1 eV. Aber enthält dann ein "Bithaufen" aus einem Zufallsgenerator 
weniger Energie, als ein Bithaufen, der das Ergebnis einer 
(komplizierten) Berechnung enthält?

VG Roland
#5168490
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@ Roland Praml (pram)

>Die Aussage auf Heise "die Bitcoin Generierung verschlingt inzwischen
>riesige Energiemengen"

Yup, der Hirnriß kennt keine Grenzen.

> brachte mich zum Nachdenken, ob eine CPU die
>komplett zugeführte Energie in Wärmeenergie umwandelt oder ob nicht ein
>Bruchteil davon in "Rechenenergie" umgewandelt wird.

Sicher, Entropie.

>Stecken also in den Bits einr Bitcoinberechnung, bzw in der Information
>ein Teil der zur Produktion benötigten Energie?

Ja, aber das ppm von ppm.
#5168525
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Hi

https://www.psiram.com/de/index.php/Fostac_Maximus

Damit bekommst Du sogar noch Energie raus!

Zu Deiner grundlegenden Frage hätte ich eine Gegenfrage:
Wenn sich der Energiegehalt der Daten beim Bearbeiten erhöht, wann 
platzt meine Festplatte?
Oder gibt es auch hier wieder negative Energie, daß sich Das ausgleicht?

Fragen über Fragen - mit der ganzen Energie hätte man jetzt auch was 
Anständiges machen können ;)

MfG
Persönliche Seite #5168578
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Roland P. schrieb:

> Jede Energieform kann ja bekanntlich in jede andere Energieform
> umgewandelt werden und man spricht ja auch von Rechenleistung, also
> müsste es auch "Rechenenergie" geben.

Wenn du beweisen kannst, dass ein Teil der elektrischen Energie im 
Prozessor nicht in thermische Energie sondern in eine Art (Infomation 
enthaltende) Rechenenergie umgewandelt wurde, also dass die bei der 
Berechnung gewonnene Information (sog. "Daten") Energie enthält, welche 
man wieder zurück in andere Energieformen umwandeln könnte, darfst du 
dich gern in Oslo beim Nobelpreiskomittee melden...

Ein Programmierer, der entsprechend dem klassischen Bild, tagelang vor 
dem Rechner sitzt und coded, wandelt den Energieinput in Form von Pizza 
und Cola auch nicht in, im Code enthaltene, Rechenenergie sondern in 
Wärme und massiv Bauchspeck um. :-D
OP #5168666
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Ich habe hier noch was interessantes gefunden, was in eine ähnliche 
Richtung geht.

https://hbfs.wordpress.com/2009/02/10/to-boil-the-oceans/

Also wenn Information aus Energie besteht, dann wird das wohl wirklich 
im ppm von ppm Bereich sein wie Falk sagt.

Somit platzt Patricks Festplatte nicht so schnell, da jeder SMD Elko 
mehr Energie speichern kann als alle Festplatten die es gibt
(Firma: dm2sh) #5168674
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Informationstheorie ist Thermodynamik.

Angenommen du hast ein heißes und ein kaltes Reservoir, die mit einem 
thermischen Leiter mit einem bestimmten Wärmewiderstand verbunden sind. 
verbraucht dann der Wärmewiderstand Wärmeenergie? - Nein, denn wenn es 
so wäre, würde sie ja auch in Wärme umgewandelt.
#5169246
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Roland P. schrieb:
> Pro Bit würde man ja mindestens 1 Elektron zum Speichern benötigen

Ja.

> also 1 eV.

Nein.

Es gibt von Stanislaw Lem eine nette Kurzgeschichte dazu: "Professor A. 
Donda". Der Protagonist entdeckt darin die Äquivalenz von Masse und 
Information (analog zu Einsteins Äquivalenz von Masse und Energie). Er 
wird aber nicht ernst genommen und das Ganze endet mit ...

(Nein, ich spoilere das lieber nicht. Lies es selber.)
(Firma: Funkenflug Industries) #5169484
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Ganz einfach zu erklären: Die errechneten Daten sind ja nicht 
"vorhanden" und "nicht vorhanden". Auf der Oberfläche der Festplatte 
z.B. ändert sich der Stoff oder dessen Anzahl Atome/Elektronen nicht, 
sonden nur die magnetische Ausrichtung der vielen einzelnen Bits, wobei 
Bits nicht als 0 und 1, sondern als Codefolge gespeichert werden. Ich 
denke, die Summe aller Bits, wenn man die Ausrichtung A mit 1 und B mit 
-1 gleichsetzt, dürfte man als Null betrachten.

Daten im RAM verbrauchen sogar konstant ihre Leckströme. Bei statischem 
RAM ist das der Haltestrom der Flipflops und bei dynamischem RAM der 
Leckstrom der zur Zustandsspeicherung verwendeten Kondensatoren.

Zusätzlich bewirkt jede Zustandsänderung einen Energieverlust durch das 
Umladen der benötigten und/oder unerwünschten parasitären Kapazitäten. 
Durch das nicht unendliche schnelle Schalten der Transistoren entstehen 
ohmische Verluste, die die gespeicherte elektrische Energie in Wärme 
umwandeln.

Edit:
Theoretisch könnte man einen Teil der Energie zurückgewinnen, aber nur 
über den Umweg einer Wärmekraftmaschine. Also entweder den 
thermodynamischen Effekt ausnutzen und beispielsweise in einem 
Peltier-Element zwischen CPU und Kühler Strom erzeugen oder mit der 
CPU-Wärme ein Arbeitsmedium verdampfen, den Dampf über eine Turbine oder 
Kolbenmaschine leiten und hinterher kondensieren. Also wie bei einem 
Atomkraftwerk, mit dem Unterschied, daß eine Kernschmelze wegen 
Kühlmittelverluststörfall nur Dich alleine ärgert.

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