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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik MPU9250 Magnetometer mit Dauermagnet zerstörbar?


Autor: Ingo S. (ets_coder)
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Ist es möglich das ein Dauermagnet die Empfindlichkeit des Magnetometers 
im MPU9250 dauerhaft schädigt? Ich bin bei zwei Breakout Boards kurz mit 
einem magnetischen Schraubenzieher in die Nähe des IC gekommen und seit 
dem sind die Messwerte des Magnetometers beim Messen des Erdmagnetfeldes 
deutlich verändert.

Dann habe ich dies mit einem kleinen Magneten untersucht und jedes mal 
wenn der Magnet mal kurz eingewirkt hat sind die Messwerte des 
Erdmagnetfeld deutlich verändert. Kann doch eigentlich nicht sein das 
ich ein Magnetfeldmesser durch kurzen Kontakt mit einem starken 
Magnetfeld zerstören kann.

Hat einer ähnliche Erfahrung?

Autor: Hauke Haien (Gast)
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Hast du magnetisierbare Teile wie z.b. Schrauben in der Nähe?

Autor: Ingo S. (ets_coder)
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nöö, der sensor liegt auf dem tisch unverändert. jedes mal wenn ich 
einen Magneten kurz dran vorbei bewege und wieder weit weg lege liefert 
er andere werte obwohl er selbst nicht bewegt wurde.

wollte einen Kompass bauen, aber irgendwie geht das nicht wenn der sich 
selber scheinbar umkalibriert.

Autor: Ingo S. (ets_coder)
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Da ist auch kein Metall in der Nähe was ich aufmagnetisieren könnte. Ich 
verstehe das nicht, als ob sich der Sensor selbst magnetisch auflädt...

Autor: Magnus M. (magnetus) Benutzerseite
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Könnten die "Beinchen" evtl. eisenhaltig sein?

Autor: Max D. (max_d)
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Je nach Technologie müssen die sich demagnetisieren. Guck mal in dein 
DB. Passiert u. U. Auch automatisch beim power on.

Autor: Hp M. (nachtmix)
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Ingo S. schrieb:
> nöö, der sensor liegt auf dem tisch unverändert. jedes mal wenn ich
> einen Magneten kurz dran vorbei bewege und wieder weit weg lege liefert
> er andere werte obwohl er selbst nicht bewegt wurde.

Du wirst ihn ja angeschlossen haben, und viele Bauteile enthalten 
magnetisierbare Teile. Z.B. die Gehäuse von Quarzen, die Beinchen on 
Transistoren und ICs, evtl. auch die vernickelten Kontaktflächen von 
Widerständen und Kondensatoren.

Wenn du die magnetischen Teile nicht identifizieren und gegen 
amagnetische austauschen kannst, musst du sie eben entmagnetisieren.
Am besten geht das mit einem mit Wechselstrom gespeisten Elektomagnet, 
den man nahe an die Bauteile heranbringt und langsam entfernt.
Den Strom schaltet man erst ab, wenn der E-Magnet weit von den zu 
entmagnetisierenden Teilen entfernt ist.

Dennoch kann es passieren, dass Stahlteile sogar im schwachen 
Erdmagnetfeld wieder magnetisch werden, wenn sie mechanische Schläge 
erhalten oder über ihre Curietemperatur erhitzt worden sind.

Autor: Ingo S. (ets_coder)
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Vielleicht habe ich einen Denkfehler. Ich bin dabei die Outputs des 
Magnetometer in eine Yaw Winkel umzurechnen. Es gibt einiges dazu im 
Netz zu finden. Da der Sensor aber irgendwie durch meinen Magneten 
versaut ist klappt das nun garnicht mehr.

DMP, Accel und Gyro in diesem Modul habe ich im griff, aber das 
Magnetometer macht nicht wie es soll.

Autor: Hp M. (nachtmix)
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P.S.:
Ingo S. schrieb:
> der sensor liegt auf dem tisch unverändert.

Was ist mit dem Tisch?
Sind da Stahlteile verbaut?

Autor: Ingo S. (ets_coder)
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ja, das mit dem Wechselstrommagneten werde ich morgen mal probieren. Es 
ist nur das breakout board mit Kabel dran. es müsste dann ein Bauteil 
auf diesem Board sein.

Autor: Ingo S. (ets_coder)
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Der Tisch ist nicht schuld, hatte schon woanders probiert. immer 
derselbe Effekt. Nach meiner Untersuchung tut sich was im chip selbst, 
oder auf dem Board.

Autor: Ingo S. (ets_coder)
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...so ich habe mit einer alten Magnetspule, die man früher zum 
Entmagnetisieren von Bildröhren benutzt hat die Breakout Boards 
entmagnetisiert.

Siehe da, beide Boards liefern wieder glaubhafte fast identische Werte. 
Bei einer Vierteldrehung der Module komme ich nach Umrechnung zwar noch 
nicht auf 90°, aber dazu müssen die Module wahrscheinlich noch mit 
Kalibrierwerte rechnen.

Irgendwelche Metallfüßchen auf dem Breakout Board muss sich aufgeladen 
haben.

Also, vielen Dank für alle Eure Gedanken, die Magnetspule hat sie mir 
wieder "repariert".

Autor: Wolfgang (Gast)
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Ingo S. schrieb:
> Hat einer ähnliche Erfahrung?

Ganze Schiffe werden, wenn sie längere Zeit im Dock liegen, durch das 
Erdmagnetfeld deutlich verändert. Zerstört werden sie dabei i.A. nicht 
;-)

Entmagnetisieren ist da schon die richtige Methode.

Autor: Hp M. (nachtmix)
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Wolfgang schrieb:
> Zerstört werden sie dabei i.A. nicht
> ;-)

Aber von den Magnetminen, die diesen Magnetismus ausnutzten.



Um diese Minen zu räumen hat man später einen starken Elektromagnet auf 
einem Floß an einem laaaaaaaaaaangen Kabel hinter einem natürlich 
entmagnetisierten oder aus Holz gefertigten Schiff her gezogen.

Autor: Holm Tiffe (holm)
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Chinesische "Meßleitungen" mit Krokoklemmen bestehen aus Eisendraht der 
verkupfert ist, Pins von Ics, Widerständen und Elkos üblicherweise auch.
Was ist ein Breakout Board? Die Platine zum IC oder so ein Steckbrett?
Bei letztere würde ich Eisen in jedem Kontakt vermuten..

Gruß,
Holm

: Bearbeitet durch User
Autor: Manfred (Gast)
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Ingo S. schrieb:
> ...so ich habe mit einer alten Magnetspule, die man früher zum
> Entmagnetisieren von Bildröhren benutzt hat die Breakout Boards
> entmagnetisiert.

Falls Du aus der Fernsehecke kommst, kennst Du ja noch die 
Entmagnetisierung der Bildröhre - kannst' gleich für Dein Gerät 
implementieren :-)

Autor: Ingo S. (ets_coder)
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Manfred schrieb:
> Falls Du aus der Fernsehecke kommst, kennst Du ja noch die
> Entmagnetisierung der Bildröhre - kannst' gleich für Dein Gerät
> implementieren :-)

Ja, hatte früher mal eine Rundfunkwerkstatt, daher die Spule. Vielleicht 
sind diese Breakout Boards zu billig:

Ebay-Artikel Nr. 172264391710

Davon hatte ich zwei, die kamen schon mit komischen Werten hier an.

Autor: Arduino Fanboy (ufuf)
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Ingo S. schrieb:
> Ebay-Artikel Nr. 172264391710

Die Stiftleiste: Eisen vernickelt.

: Bearbeitet durch User

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