Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik potentiometer mit grob-und feineinstellung


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von Peter F. (astropfr)


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Ich brauche für mein Netzgerät jeweils eine Grob- und Feineinstellung 
mit zwei Potentiometern. Ich habe mir dafür folgende Verschaltung der 
beiden Potis ausgedacht und das Verhalten der Schaltung mit Excel 
simuliert.
Es scheint gut zu funktionieren. In der Beispielschaltung hat P1 einen 
Wert von 100K, P2 einen Wert von 10K. Wad meint Ihre dazu?

lg Peter

von against (Gast)


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Peter F. schrieb:
> Wad meint Ihre dazu?

Wad meind Deine Schaldung drumhehrum dazu, wenn der Schleifer des oberen 
Poti kurz mal den Kontakt verliert, und UA "floatet"? Das untere Poti 
ist so angeschlossen, daß der Schleifer auf GND geht, wenn dasselbe dort 
passierte.

Ob was passiert, und was, gööne mer ned wisse. Mer sähä dess Drumhehrum 
jo näd.

von Mark W. (kram) Benutzerseite


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Mach mal Folgendes:
Zwei Potis parallel zwischen Vcc und Gnd. Vielleicht 500 Ohm, jenach 
Belastbarkeit von Vcc. An die Schleifer dann jeweils die 
Festwiderstaende und die dann auf der anderen Seite zusammengefuehrt zum 
Ausgang.

von W.S. (Gast)


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Peter F. schrieb:
> Ich brauche für mein Netzgerät jeweils eine Grob- und Feineinstellung
> mit zwei Potentiometern.

So? Aha. Normalerweise braucht man so etwas nicht - und bei einem 
Netzgerät ist sowas ausgesprochen schädlich. Man braucht bloß 
versehentlich mal an den Grob-Knopf zu kommen und schon hat man seine 
Versuchsschaltung geräuchert.

Leg dir lieber für den Spannungsregler ein 10-Gang Poti zu. Das ist viel 
vernünftiger als diese alberne Grob/Fein-Version - die man leider auch 
bei vielen eher billig gemachten kommerziellen Netzteilen sieht.

Und für den Strom-Regler brauchst du nur ein einfaches Poti.

Also überdenke deine Konstruktion lieber nochmal.

W.S.

von Dirk J. (dirk-cebu)


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W.S. schrieb:
> Leg dir lieber für den Spannungsregler ein 10-Gang Poti zu.

Und dann kurbelst Du eine halbe Stunde um die Spannung von z. B. 5V auf 
24V zu verändern.

von Luca E. (derlucae98)


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Dirk J. schrieb:
> Und dann kurbelst Du eine halbe Stunde um die Spannung von z. B. 5V auf
> 24V zu verändern.

Mit der richtigen Kurbeltechnik geht das recht schnell.

von VOA (Gast)


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Ich bin auch immer eher dem 10-Gang Poti zugeneigt, aber das ist 
Ansichtssache, beides hat Vor- und Nachteile. Aber das war ja hier nicht 
die Frage...

Peter F. schrieb:
> Es scheint gut zu funktionieren. In der Beispielschaltung hat P1 einen
> Wert von 100K, P2 einen Wert von 10K. Wad meint Ihre dazu?

Ich meine dazu, es ist sehr erstaunlich daß das gut zu funktionieren 
scheint!
Wenn P1 am oberen Anschlag steht ist P2 vollkommen wirkungslos. Es sie 
denn der Quellwiderstand bei Vcc ist sehr groß. Man müsste also das 
drumherum sehen...

von VOA (Gast)


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Eigentlich geht das so: das erste Poti(grob) eher niederohmig, 
beispielsweise  deine 10k, als zweite dann 100k mit Serienwiderstand 
900k zur Feineinstellung.

von Robert M. (r0bm)


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Eine weitere Möglichkeit wäre z.B. ein Stereo-Poti für grob und ein 
einfaches Poti für fein. Die Feineinstellung überstreicht einen 
konstanten Spannungsbereich, egal wo die Grobeinstellung steht.

von Peter D. (peda)


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W.S. schrieb:
> Man braucht bloß
> versehentlich mal an den Grob-Knopf zu kommen und schon hat man seine
> Versuchsschaltung geräuchert.

Insbesondere bei den Doppelpotis kann es leicht passieren, daß sich die 
äußere Achse mitdreht.
Ich habe Labornetzteile in beiden Varianten, daß mit dem 10-gang Poti 
benutze ich lieber.

von Mark W. (kram) Benutzerseite


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Hier nochmal eine Zeichnung fuer meine obige Beschreibung.

von Achim B. (bobdylan)


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Peter F. schrieb:
> Es scheint gut zu funktionieren.

Das funktioniert einwandfrei. Lass dich nicht beirren. Ich selber würde 
aber auch 10Gang Potis verwenden, wenn eine Grob/Fein-Reglung 
tatsächlich notwendig ist. Die kosten heutzutage kaum noch Geld. 
Jedenfalls nicht viel mehr, als anständige Normal-Potis.

von Hermann (Gast)


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Was haltet ihr denn von folgender Idee:
Ein selbstgebauter "Getriebeknopf" für 10-Gangpoti.
Im Bild ist ein Demo-Beispiel um das Prinzip zu verdeutlichen. Der Knopf 
hat einen großen Umfang für die Feineinstellung und einen kleinen für 
die Grobeinstellung.
Im einfachsten Fall läßt man die Welle vorne herausragen. Das kann man 
nätürlich auch beliebig schön machen.

von Joachim B. (jar)


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ich habe in der Werkstatt alle Labornetzgeräte auf 10-gang Potis 
umgerüstet.
War für mich am sinnvollsten.

von Achim B. (bobdylan)


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Hermann schrieb:
> Das kann man
> nätürlich auch beliebig schön machen...

oder feritg kaufen. Gibts u.a. von Mentor bei u.a. Reichelt. Kostet 
allerdings nicht unbillig.

von Hermann (Gast)


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Achim B. schrieb:
> Gibts u.a. bei Reichelt

Musst du mir mal zeigen. Im Katalog finde ich nur das Gegenteil. Mit 
Untersetzung und echtem Getriebe. D.h. für 1-gängige Potis, die auch 
damit keine Feineinstellung möglich machen, da die letzten Grad im Spiel 
untergehen.

von HW (Gast)


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Peter F. schrieb:
> Ich habe mir dafür folgende Verschaltung der
> beiden Potis ausgedacht und das Verhalten der Schaltung mit Excel
> simuliert.

Hallo,
wie kann man das Verhalten der Schaltung mit Excel simulieren ?

Gruß

von Achim B. (bobdylan)


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Hermann schrieb:
> für 1-gängige Potis

Hast recht. Habe überlesen, dass du sowas für 10gang-Potis vorgeschlagen 
hast.

von Peter F. (astropfr)


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In Excel kann man das simulieren, indem man die Werte der Potis eingibt, 
auch die Drehposition in Prozent und dann mit Hilfe der Ohm'schen 
Gesetze die Ströme und Spannungen ausrechnet. Excel kann ja auch Formeln 
verarbeiten-;)
Wer mag, kann von mir die Excel-Datei bekommen.

von gnom (Gast)


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Wie wärs stattdessen mit einem selbstgebautenFader auf Widerstandsdraht? 
Den kann man problemlos zwei Meter lang machen, damit man einen großen 
Regelbereich hat, trotzdem ist er im Vergleich zu einem Drehpoti sehr 
schnell eingestellt. Außerdem ist der Widerstandsdraht im Gegensatz zu 
Kohlebahnen sehr viel robuster und das Poti ist belastbarer als 
Kohlebahndrehpotis.

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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>> Leg dir lieber für den Spannungsregler ein 10-Gang Poti zu.

> Und dann kurbelst Du eine halbe Stunde um die Spannung von z. B. 5V auf
> 24V zu verändern.

Eben, das ist der Sinn der Sache. Durch eine versehentliche Berührung 
wird dann die Schaltung NICHT gegrillt. Ich kann das nur dringend 
empfehlen. Ich keinem Labornetzteil hatte ich verschlissene normale 
Potis zur 10-Gang Potis ersetzt und ich würde es jederzeit wieder so 
tun.

Wer das zu doof findet, kann ja noch einen Drehschalter mit ein paar 
fest definierten Spannungen hinzufügen (3.3V, 5V und 12V).

: Bearbeitet durch User
von Walter T. (nicolas)


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Eine Getriebeknopf ist für eine Schnellverstellung gar nicht nötig. 
Einfach ein Knopf wie auf dem Bild oben mit zwei sehr unterschiedlichen 
Durchmessern. Optimal ist 5-6mm für den kleinen und 20-40mm für den 
großen Durchmesser.

Schnelleinstellung macht man mit Daumen und Zeigefinger am dünnen Teil 
und kriegt so ein Zehngang-Poti mit ungefähr vier Handbewegungen 
komplett durchgedreht.

Feineinstellung macht man dann mit dem Zeigefinger am Außenrand des 
großen Durchmessers.

von Brummbär (Gast)


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Dirk J. schrieb:
> Und dann kurbelst Du eine halbe Stunde um die Spannung von z. B. 5V auf
> 24V zu verändern.

Habe es gerade ausprobiert. 5 Sekunden für 10 Umdrehungen. Dann nochmal 
1-2 Sekunden für die Feineinstellung. Mein Drechknopf hat einen 
Durchmesser von 32mm und eine 10mm durchmessende runde Vertiefung. Da 
stecke ich meine Zeigefingerspitze rein und kann richtig schnell drehen.

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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> Schnelleinstellung macht man mit Daumen und Zeigefinger am dünnen Teil

Oder einfach gar keinen Griff montieren. Sieht billig aus und ist auch 
billig.

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