Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Hobby Oszilliskop/Logic Analyzer für Bus-Systeme im Fahrzeug und sonst wo


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von Thomas °. (de_vmni)


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Moin,

ich habe ausgiebig recherchiert und kann mich nicht recht festlegen.
Ich weiß (auch aus eigener Erfahrung ;) das es hier im Forum schon eine 
Million Threads mit Oszilloskop Fragen gibt.
Habt Gnade mit mir.

Ich möchte mir fürs Hobby mein erstes Oszilloskop anschaffen und hab 
auch schon recht genaue Vorstellungen:

Ich möchte niederfrequente Signale (Bus-Kommunikationen <= 1 Mbit/s) 
beobachten. Insbesondere den CAN-Bus im Auto (im Stand versteht sich), 
manche Sensorik aber auch andere Bus-Systene (z.B. I²C oder SPI).

Jetzt hab ich folgendes entdeckt:
Ebay-Artikel Nr. 361518246181

Erst war ich ganz angetan davon, allerdings muss ich sagen das ich mir 
schwer dran tue. Mich lässt dieses "Nichtmal für den Schrott gut genug" 
Gefühl nicht los, wegen der 48M/s Sample Rate. Gemäß eurem Oszilloskop 
Artikel sollte die Sample Rate 4-6 mal so hoch wie die Bandbreite sein. 
Die Bandbreite wäre mit 10 MHz wohl für Messungen <= 1 MHz akzeptabel. 
Allerdings entnehme ich damit das die Sample Rate etwas gering ist.
Vorteil für mich wäre der integrierte Logic Analyzer, der insbesondere 
für meinen oben genannten Nutzungswunsch (Bus Analyse) gut ist. 
Allerdings muss ich sagen das ich mit Logic Analyzern noch nicht 
großartig in Kontakt gekommen bin, weshalb ich nicht sagen kann ob die 
angegebenen Werte für meinen Einsatzzweck geeignet sind.
Gut wiederum ist die "Mobilität" die mir das USB Oszilloskop bietet. Ich 
kann mir einfach den Laptop und das Oszilloskop nehmen und zum Auto 
verschwinden.

Gut, ich könnte aber auch ein "Build like a tank" Oszilloskop mit zum 
Auto nehmen, einstecken und auf einen roll baren Tisch oder auf den 
Beifarersitz stellen. Stromversorgung notfalls mit einem 
Verlängerungskabel.
Und genau das bewegt mich nicht zu der Frage ob ich lieber ein 
(ur-)altes gebrauchtes, analoges Oszilloskop kaufe und ggf. zusätzlich 
einen Logic Analyzer. Denn dann hab ich zwei Geräte die ihre Aufgaben 
gut können statt nur eins das beides mittelmäßig kann.

Einen Blick hätte ich hier vorallem auf ältere Philipps Oszilloskope 
geworfen da diese noch relativ "jung" sind. Die gängigen gebrauchten 
Hamegs sind fast 2 bis 2-einhalb mal so alt wie ich selbst.


Ein digitales Oszilloskop ist momentan für mich leider nicht drin.
Daher meine Überlegung ob:

Jetzt billiger USB Allrounder und später besseres Digital Oszilloskop 
und seperaten (oder integrierten) Logic Analyzer? Und den USB Allrounder 
dann mit seinen bekannten Schwächen "mobil" nutzen?

oder

Jetzt funktionstüchtiges altes Analog Oszilloskop und ggf. Logic 
Analyzer und dafür in der nächsten Zukunft nichts neueres.

Es ist mein aller erstes Oszilloskop bzw. mein erster Logic Analyzer und 
ich kann mich in der Beziehung nicht festlegen. Vielleicht könnt ihr mir 
mit eurer Meinung weiterhelfen.

Vielen Dank für eure Mühe im Vorraus!

Grüße
Alexander

von Dieter F. (Gast)


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Alexander ʕ. schrieb:
> Ich möchte niederfrequente Signale (Bus-Kommunikationen <= 1 Mbit/s)

Das ist für Dich "niederfrequent" ? Interessant ...

Alexander ʕ. schrieb:
> Es ist mein aller erstes Oszilloskop bzw. mein erster Logic Analyzer und
> ich kann mich in der Beziehung nicht festlegen. Vielleicht könnt ihr mir
> mit eurer Meinung weiterhelfen

Irgendwie scheint mir das nicht korrekt ...

Wer nicht ganz "neben der Spur" ist holt sich einen  < 10 € Saleae-Clon 
und spielt erstmal damit rum. Jeder der so ausschweifend schreibt sollte 
damit vertraut sein.

von Thomas °. (de_vmni)


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Dieter F. schrieb:
> Alexander ʕ. schrieb:
>> Ich möchte niederfrequente Signale (Bus-Kommunikationen <= 1 Mbit/s)
>
> Das ist für Dich "niederfrequent" ? Interessant ...

Vielleicht mag ich da falsch liegen, aber:

1 Mbit/s = 1.000.000 Bits pro Sekunde
1.000.000 Bits/s = 1.000.000 Hz = 1 MHz.
In Anbetracht das viele neues Oszilloskope 60, 80, 100 MHz oder noch 
höher haben erscheint mir das relativ "niederfrequent" im Vergleich zur 
Angabe der Bandbreite der Oszilloskope. (Selbstredend unter Achtung das 
mindestens eine zehnmal höhere Bandbreite als das Signal benötigt wird 
um das Signal ordentlich erfassen zu können.

>
> Alexander ʕ. schrieb:
>> Es ist mein aller erstes Oszilloskop bzw. mein erster Logic Analyzer und
>> ich kann mich in der Beziehung nicht festlegen. Vielleicht könnt ihr mir
>> mit eurer Meinung weiterhelfen
>
> Irgendwie scheint mir das nicht korrekt ...

Ich weiß nicht was du mir damit sagen magst.

Edit:

> Jeder der so ausschweifend schreibt sollte damit vertraut sein.
Ich habe mich vielseitig mit der Theorie von Oszilloskopen beschäftigt 
um das richtige für mich zu finden, um nicht wie der typische 08/15 
Oszilloskop Fragesteller hier aufzutreten (a la: Ich brauche ein 
Oszilloskop? Was kann ich damit machen? Mit welchen kann ich zum Mond 
fliegen?). Sei gewiss das ich wirklich noch nie vorher ein Oszilloskop 
in der Hand hatte :)
Grüße
Alexander

: Bearbeitet durch User
von Wolfgang (Gast)


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Alexander ʕ. schrieb:
> Jetzt funktionstüchtiges altes Analog Oszilloskop und ggf. Logic
> Analyzer und dafür in der nächsten Zukunft nichts neueres.

Für die Logikanalyse bist du doch mit einem Cypress Chip und einem 
CAN-Treiber mit ein paar Euro im Rennen. 
Ebay-Artikel Nr. 201541710029

Ein vernünftiger CAN-Analyser wäre natürlich eine andere Geschichte.

von C. A. Rotwang (Gast)


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Alexander ʕ. schrieb:
> Dieter F. schrieb:
>> Alexander ʕ. schrieb:
>>> Ich möchte niederfrequente Signale (Bus-Kommunikationen <= 1 Mbit/s)
>>
>> Das ist für Dich "niederfrequent" ? Interessant ...
>
> Vielleicht mag ich da falsch liegen, aber:

Du liegts falsch, Niederfrequent (NF) endet bei 30 kHz, 
https://de.wikipedia.org/wiki/Frequenzband

Nach deiner Schilderung, brauchst du kein scope, sondern den bereits 
erwähnten Logicanalyzer für ein paar Euro. Falls du wirklich das signal 
selbst sehen willst, dann reicht ein NF-Selbstbau-Kit scope wie 
https://www.amazon.de/Kuman-DSO138-Oszilloskop-Digital-Source/dp/B0196H3BSA/ref=pd_yo_rr_bia_t_1?_encoding=UTF8&psc=1&refRID=G5659ZCH7EWRD42NKNEE 
nicht, dann wirste schon ~100€ für ein kommerzielles 10+MHz hinlegen 
müssen.

von Thomas O. (kosmos)


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ich würde auch zu so nem LA-Clone raten, damit man erstmal überhaupt 
etwas mitloggen kann. Spätestens wenn man dann seinen Eigenbau auf den 
Bus los läßt sollte man sich auch die Signalqualität anschauen können.

Ich kann das Rigol DS1054Z empfehlen, es hat zwar keinen CAN-Decoder 
aber sehr gute Triggermöglichkeiten und durch die Math Funktionien kann 
man sich auch die Differenz der beiden Kanäle ansehen.

von egonotto (Gast)


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Hi,


in EEVblog ist ein langer Faden über das Hantek 6022BE.

"http://www.eevblog.com/forum/testgear/hantek-6022be-20mhz-usb-dso/";

Vielleicht hilft Dir das für Deine Entscheidung weiter.



MfG
egonotto

von Diodenes (Gast)


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Wolfgang schrieb:
> Alexander ʕ. schrieb:
>> Jetzt funktionstüchtiges altes Analog Oszilloskop und ggf. Logic
>> Analyzer und dafür in der nächsten Zukunft nichts neueres.
>
> Für die Logikanalyse bist du doch mit einem Cypress Chip und einem
> CAN-Treiber mit ein paar Euro im Rennen.
> Ebay-Artikel Nr. 201541710029
>
> Ein vernünftiger CAN-Analyser wäre natürlich eine andere Geschichte.

Für nur wenig Geld mehr gibt es das auch von einem Anbieter mit 
deutscher Adresse und mit hierzulande üblichen Bezahlmöglichkeiten - 
manchem ist das vielleicht lieber:
Ebay-Artikel Nr. 292062879646

Die dürftigen Messstrippen gibt's bei dem Kameraden allerdings wohl 
nicht dazu, gehen also extra (und das außerdem nötige USB-Zeug dürfte 
sowieso eh jeder haben...):
Ebay-Artikel Nr. 291949308808

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