Bei bestimmten Frequenzen Relais schalten

Gast #5179933
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Hallo,

ich habe folgende Frage:
von einem PC bekomme ich per Soundkarte einen Sinuston mit 200Hz oder 
mit 400Hz ausgegeben. Je nach Frequenz soll ein Relais angesteuert 
werden.
Die Lösung soll ohne µC aufgebaut werden...

Mein Vorhaben:

Das Audiosignal kopple ich über Kondensatoren an einen OP, mit welchem 
ich das Signal etwas verstärke und "Lastfreiheit" auf der NF-Seite 
herstelle.
Diese Signal gebe ich dann über ein Kondensator an einen LM2907 
(F/U-Wandler).
Wenn ich das Datenblatt richtig gelesen haben, benötigt der LM für die 
Detektion lediglich einen Spannungsanstieg von 0 auf 40mV..? daher die 
Abkopplung per C.

Der LM sollte mir dann eine frequenzabhängige Spannung erzeugen, welche 
ich mittels 2 Komparator-IC auswerte und mit entsprechender Hysterese 
steuere ich dann meine Relais an. (die Genauigkeit geht etwa auf 
+/-20Hz)

Meine Frage:
1. Kann der LM mein Sinussignal direkt verarbeiten, oder soll ich daraus 
zuvor eine Rechteckspannung machen?

2. Funktioniert mein vorhaben so? oder gibt es noch andere Lösungen ohne 
µC

Vielen Dank für eure Anregungen und Antworten
#5179962
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Peter II schrieb:
> ein Bandpass.  Spule und Kondensator in Reihe, bei Resonanzfrequenz
> fließt ein Strom ...

Ja. Und wie nutzen wird den?

> ... und schaltet das Relais.

Das Relais benötigt in der Regel Gleichstrom.

Peter II hat das etwas idealisiert erklärt. Nimm zwei OPV. Mit dem 
ersten wir der Bandpass realisiert, in der Regel ohne Spule. Dafür gibt 
es genug Beispiele, sogar mit Rechner, im Internet. Mit dem 2. OPV wird 
der Wechselstrom gleichgerichtet. Die Entkopplung zu Bandpass ist 
sinnvoll, da sonst die Güte des Bandpasses durch den relativ hohen 
Output für das Relais leiden könnte.
mfg klaus
#5179981
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Wenn es nur die beiden Frequenzen sind, reicht auch ein einfacher Hoch- 
oder Tiefpaß. Dessen gleichgerichteter Ausgang kann dann mit dem 
gleichgerichteten Ursprungssignal verglichen werden. Beide da: Frequenz 
1, nur Ursprungssignal: Frequenz 2. Und da 200 und 400 Herz immerhin 
eine ganze Oktave auseinander sind, braucht das Filter nicht einmal 
besonders steil sein.
#5180029
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Peter II schrieb:
> Nachtrag:
>
> Das ein Relais ja selber eine Induktivität ist, bräuchte man doch nur
> einen Kondensator in Reihe.

Diese Induktivitäten sind viel zu groß. Bei diesen Spulenkörpern stößt 
man zudem sehr bald auf die Eigenresonanz der Spule. Ferner würde sich 
mit dem Anziehen des Relais dessen Induktivität ändern.

https://de.wikipedia.org/wiki/Relais#Wechselstromrelais

Die herkömmlichen Relais für diesen Aufgabenbereich sind 
Gleichstromrelais.
mfg klaus
#5180068
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Stefan schrieb:
> Mein Vorhaben:
>
> Das Audiosignal kopple ich über Kondensatoren an einen OP, mit welchem
> ich das Signal etwas verstärke und "Lastfreiheit" auf der NF-Seite
> herstelle.

OK, sinnvoll.

> Diese Signal gebe ich dann über ein Kondensator an einen LM2907
> (F/U-Wandler).

Das ist einmal ein ganz anderer Ansatz. Habe ich zuerst ganz überlesen.
Es würde vermutlich auch funktionieren. Im Datenblatt habe ich Beispiele 
von Bandbreiten von 0 Hz bis 7 KHz sehen können. Ob da die Auslösung 200 
Hz zu 400 Hz so praktikabel ist weiss ich nicht.

> Wenn ich das Datenblatt richtig gelesen haben, benötigt der LM für die
> Detektion lediglich einen Spannungsanstieg von 0 auf 40mV..? daher die
> Abkopplung per C.


>
> Der LM sollte mir dann eine frequenzabhängige Spannung erzeugen, welche
> ich mittels 2 Komparator-IC auswerte und mit entsprechender Hysterese
> steuere ich dann meine Relais an. (die Genauigkeit geht etwa auf
> +/-20Hz)

Soll die Genauigkeit +/- 20 Hz betragen?

Bei der Bandpassmethode müsste dann die Bandbreite entsprechend 
angepasst werden. Ausserdem sollte das Eingangssignal eine relativ 
konstante Amplitude haben. Letztlich reagiert die Schaltung auch auf 
einen gewissen Spannungspegel. Wenn die 200 Hz oder 400 Hz exakt 
anliegen und deren Amplitude zu klein ist passiert nichts. Wenn die 
Verstärkung höher ist, zu hoch ist, dann könnten schon tiefere oder 
höhere Frequenzen den Schaltpegel erreichen.

Die Bandbeite oder Grenzfrequenz gibt an, der Pegel liegt dort bei -3 
dB, sprich beim 0,707 fachen. Erst bei -6 dB hast Du einen 
Spannungsunterschied von zwei.

Der LM2907 ist anscheinend nicht so empfindlich gegenüber 
Pegelschwankungen. Ob das für Dich eine Rolle spielt hast Du noch nicht 
gesagt.
mfg Klaus
Gast #5180243
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Die Bandpass-Methode scheidet vorerst mal aus. Für den Verstärker und 
die Bandpass-OP's benötige ich eine symmetrische Spannung, die Erzeugung 
dieser ist zwar nicht das Problem, war jedoch nicht vorgesehen.

Ich habe aktuell einen LM 2907 und einen NE567 bestellt, damit werde ich 
einen Versuchsaufbau machen.

Mein geplanter Ansatz aktuell wenn es der LM wird:

von der Sinus-Schwingung verstärke ich nur die pos. Halbwelle und 
erzeuge damit ein Rechtecksignal; dieses verarbeite ich weiter.


Der Zungenfrequenzmesser scheidet leider auch aus :-)!
#5180396
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Volker S. schrieb:
> Tonfrequenz-Schaltstufen, wie früher in Modell-Fernsteuerungen üblich,
> haben das mit 1-2 Transistoren pro Frequenz gelöst.

Ja, das sind sog. Schumacher-Schaltstufen.

m.n. schrieb:
> Das will man sich heute doch nicht mehr antun!

Das willst DU Dir nicht antun. Heißt aber nicht, daß es für Andere keine 
alte Naive, äh Alternative wäre.

MfG Paul
Gast #5180438
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Paul B. schrieb:
> Volker S. schrieb:
>> Tonfrequenz-Schaltstufen, wie früher in Modell-Fernsteuerungen üblich,
>> haben das mit 1-2 Transistoren pro Frequenz gelöst.
>
> Ja, das sind sog. Schumacher-Schaltstufen.

Dann zeig Du UNS doch den Schaltplan, auch wenn dabei noch 
Germanium-Transistoren verwendet werden.

oszi40 schrieb:
> Frequenzbiegezange bei Etel-tuning.eu gesehen?

Die gehen aber nur bis 100 Hz.
(Firma: matzetronics) #5180441
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oszi40 schrieb:
> Frequenzbiegezange bei Etel-tuning.eu gesehen?

Weisser Mann sprechen in Rätseln :-)
Ich weiss nur, das ich mal ein Projekt 'DVD Film mit Schalttönen, damit 
LED Matrix an Wand weiterschaltet für Museum' gemacht habe, und damals 
extra DTMF Töne benutzt habe.
1. Waren die in iTunes schon drin
2. sind die Dekoder (damals MT8870 Hardware am 8051) robust in der 
Erkennung.
3. Läufts m.W. heute noch. Genau wie der DVD Player, der sich beim 
Einstecken des Museumshörers aktivierte.
#5180711
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Volker S. schrieb:
> Tonfrequenz-Schaltstufen, wie früher in Modell-Fernsteuerungen üblich,
> haben das mit 1-2 Transistoren pro Frequenz gelöst.

Hi,
sogar bei den EVUs waren (oder sind noch) derartige Baugruppen wegen 
ihrer  Zuverlässigkeit trotz relativ einfachen Aufbaus sehr beliebt.
Jedenfalls konnte ich einen ursprünglich für 198 Hz ausgelegten 
Rundsteuerempfänger auf 1350 Hz umbauen, einfach durch Ausprobieren der 
Kapazitäten (C1 und C2).

Im Bild das "Geheimnis".

ciao
gustav
Angehängte Dateien:
#5180846
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Es gibt eine Lösung die genau bei 300 Hz umschaltet. Einen CD4060 mit 
einem 2,4576 MHz Quarz für 52 Cent von Reichelt betreiben und an Pin 2 
(Q13) ein 300 Hz Signal abgreifen.

Die 300 Hz an Pin 14 von einem CD4046 (Frequenzvergleicher) anschließen 
und die Sinusfrequenz in einen NPN-Transistor (BC337) in 
Emitterschaltung mit 47k Basiswiderstand einspeisen (10k 
Pull-Up-Widerstand am Kollektor), damit das Sinussignal etwas 
rechteckiger wird. Am Kollektor abgreifen und in Pin 3 vom CD4046 
einspeisen. Beide Frequenzen werden ständig verglichen. Das Schaltsignal 
kann dann an Pin 13 abgenommen werden.
#5180965
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Günter Lenz schrieb:
> Im CD4046 werden keine Frequenzen verglichen,
> da wird eine Phasenverschiebung detektiert.

Genau das ist die korrekte Ausdrucksweise, :) führt aber zum gleichen 
Ergebnis, theoretisch sogar bis auf eine Genauigkeit von plus / minus 1 
Hz. Das ist zwar vom TO nicht gefordert, aber immerhin ohne µC.

Stefan schrieb:
> Die Lösung soll ohne µC aufgebaut werden...

Der CD4060 könnte sogar entfallen, weil der 4046 bereits einen internen 
Oszillator besitzt.
#5180980
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Stefan schrieb:

> von einem PC bekomme ich per Soundkarte einen Sinuston mit 200Hz oder
> mit 400Hz ausgegeben. Je nach Frequenz soll ein Relais angesteuert
> werden.

Es ist nicht sinnvoll, so etwas mit zwei Frequenzen mit
einem gradzahligen Verhältnis zu machen. So wird bei
leichten Verzerrungen der 200Hz auch gleich der 400 Hz-
Kreis mit angesprochen. Schau Dir mal die Frequenzen
des DTMF-Verfahrens an. Vielleicht wären DTMF-ICs
sowieso die beste Lösung für Dein Problem.
#5181335
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Mani W. schrieb:

>> Auch noch TF?
>
> Könntest Du bitte genauere Angaben machen?

Ich hab noch einen TF65 von Siemens hier liegen. Die sind schon
ein paar Jahre früher rausgekommen. Der dürfte in obiger Schal-
tung auch funktionieren. :-)
Aber auch damals wusste man schon, das man kein ganzzahliges
Verhältnis von zwei Steuerfrequenzen nimmt.
#5181379
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