Transistor im Widerstandsbereich betreiben

Gast #5180625
Lesenswert?

Hallo zusammen,
folgender Fall:
Ich möchte eine 1-10V Schnittstelle eines LED-Treibers ansteuern.
Dazu gebe ich mit einem Drehschalter (hex-Codierung) ein Signal an einen 
PIC (12F675) und der PIC gibt mir dann eine entsprechende PWM aus.
Diese PWM wird dann mit einem Tiefpass 2.Ordnung geglättet und so 
bekomme ich eine wunderbare Spannung zwischen fast 0V und 5V. Soweit so 
gut!

Diese Spannung muss ich nun so verändern, dass ich einen Transistor 
ansteuern kann und zwar so, dass der Transistor quasi den Widerstand 
darstellt den die 1-10V Schnittstelle "sieht".
Die Ube muss also von 0V bis 5V auf ca. 0,6V bis 0,8V verändert werden.


Ich hab schon einiges in Richtung OP ausprobiert aber ein richtig 
zufriedenstellendes Ergebnis kam noch nicht dabei heraus.

Hat dazu jemand eine Idee?

Danke schonmal!

gruß sebi
Gast #5180646
Lesenswert?

Lothar M. schrieb:
> Sebi schrieb:
>> Hat dazu jemand eine Idee?
> Vergiss es das ist nicht stabil. Du hast z.B. eine deutliche
> Temperaturabhängigkeit...
>
> Aber wenn du eine "1-10V Schnittstelle" hast, warum gibst du da nicht
> einfach 1..10V rein?

Die Schnittstelle am Treiber gibt 1-10V aus. Daran kann man auch einfach 
ein Poti hängen und so die LEDs am Treiber dimmen.
Eben das möchte ich mit der beschriebenen Schaltung machen.
#5180651
Lesenswert?

Sebi schrieb:
> Diese Spannung muss ich nun so verändern, dass ich einen Transistor
> ansteuern kann und zwar so, dass der Transistor quasi den Widerstand
> darstellt den die 1-10V Schnittstelle "sieht".

Eine 0-10V Schnittstelle ist offensichtlich für eine Spannung gut.

Also nimmt man einen OpAmp, der die 0-5V auf 0-10V verstärkt
1
          +12V
2
           |
3
0-5V -----|+\ LM358
4
          |  >--+-- 0-10V
5
       +--|-/   |
6
       |        |
7
       +--10k---+
8
       |
9
      10k
10
       |
11
      GND
Man braucht halt bloss eine versorgungspannung über 10V.

MANCHE 0-10V Schnittstellen haben intern eine Versorgung und einen 
Widerstand, sehen also intern so aus:
1
                +--10k--- +10V
2
                |
3
0-10V Eingang --+--
Dann kann man versuchen, ohne 12V auzukommen, in dem man tatsächlich 
einen Widerstand mit einem Transistor simuliert
1
          +5V
2
     TS912 |     +---+--
3
       +--|+\    |   |
4
       |  |  >--|<   |
5
0-5V --(--|-/    |E  |
6
       |         |   |
7
       +--100k---(---+
8
       |         |
9
      100k       |
10
       |         |
11
      GND       GND
Ein BC547 kommt nicht ganz auf 0V, ein 2N7002 MOSFET macht das besser.

Eventuell muss man etwas dagegen unternehmen, wenn die Schaltung 
schwingt.


Warum man aus einen hex-Drehschalter mit 16 Stellungen erst eine PWM 
macht die man dann wider zu einem Analogsignal macht, ist schleierhaft. 
Der Drehschalter kann doch selbst über Widerstände gleich die richtige 
Analogspannung erzeugen.
1
               +10V
2
                 |
3
  +--o o--+--1k--+
4
  |       |      |
5
  |       +-10k--(--+-- 0-10V
6
  |              |  |
7
  +--o o--+--1k--+  |
8
  |       |      |  |
9
  |       +-20k--(--+
10
  |              |  |
11
  +--o o--+--1k--+  |
12
  |       |      |  |
13
  |       +-40k--(--+
14
  |              |  |
15
  +--o o--+--1k--+  |
16
  |       |         |
17
  |       +-80k-----+
18
  |
19
 GND
Gast #5180677
Lesenswert?

Michael B. schrieb:

> Also nimmt man einen OpAmp, der die 0-5V auf 0-10V verstärkt
>
1
>           +12V
2
>            |
3
> 0-5V -----|+\ LM358
4
>           |  >--+-- 0-10V
5
>        +--|-/   |
6
>        |        |
7
>        +--10k---+
8
>        |
9
>       10k
10
>        |
11
>       GND
12
>
> Man braucht halt bloss eine versorgungspannung über 10V.
>


Vielen Dank.
Die erste Schaltung funktioniert schon ganz gut. Nur das Eingangssignal 
muss statt 0-5V jetzt 0-10V betragen damit LED im kompletten Bereich 
gedimmt werden.

Das direkte Beschalten der Schnittstelle mit dem Drehschalter geht in 
diesem Fall nicht da der PIC auch noch andere Aufgaben erledigt.
Gast #5180684
Lesenswert?

Sebi schrieb:
> Die Schnittstelle am Treiber gibt 1-10V aus.

Zeige mal einen Link auf das Datenblatt.
Die "Schnittstelle" wird eher 10V ausgeben und der Poti dient als 
Spannungsteiler.
Die beste Lösung

Michael B. schrieb:
> Warum man aus einen hex-Drehschalter mit 16 Stellungen erst eine PWM
> macht die man dann wider zu einem Analogsignal macht, ist schleierhaft.
> Der Drehschalter kann doch selbst über Widerstände gleich die richtige
> Analogspannung erzeugen.

Das ist wohl wahr. Der einzige Grund einen µC zu benutzen wäre wohl um 
via Software die Helligkeiten der einzelnen Stufen konfigurierbar zu 
machen, da das Auge Helligkeit eher logarithmisch als linear zur 
Leistung wahrnimmt.
Gast #5180696
Lesenswert?

Sebi schrieb:
> Ich hab schon einiges in Richtung OP ausprobiert

Welchen Sinn ergibt ein Transistor? Du probierst doch schon mit einem 
OP. Diesen auf eine Verstärkung von 2 zu setzen, ist kein Problem. Dein 
1..10V Steuereingang wird kaum Leistungbenötigen, also direkt mit dem OP 
drauf da.
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #5180715
Lesenswert?

excurso schrieb:
> Spricht was gegen eine Stromgegenkopplung?
Ohne Regelung (also Messung der tatsächlichen Spannung) wird das auch 
mit Stromgegenkopplung nichts.

Ich würde wie Typ(Gast) eine PWM ausgeben. Und mit einem Transistor, 
einem Widerstand und einem Kondensator die Spannung so hinbiegen, dass 
sich damit die Helligkeit einstellen lässt.
Aber vorher wäre es gut, mehr zu dieser geheimen Schnittstelle zu 
wissen, die zwar 10V ausgibt, aber mit einem Poti auf "1V" 
heruntergezogen werden kann (was passiert denn da, wenn das Poti auf 0 
Ohm gedreht wird?)...

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren