Toxic schrieb:> "Das BSI betont, dass die Schwachstellen insbesondere Geräte mit> Android- und Linux-Betriebssystemen betreffen, Windows- und> Apple-Betriebssysteme dagegen nur "eingeschränkt".
Auch der Branchenverband Bitkom relativierte die BSI-Warnmeldung: "Man
kann das Internet (über WLAN) schon noch nutzen, auch für sensible
Transaktionen", sagte Marc Bachmann, IT-Sicherheitsexperte beim Bitkom.
Man müsse allerdings darauf achten, dass die Verbindung dabei durch eine
zusätzliche Verschlüsselungsschicht geschützt sei. Es gebe keinen Anlass
für eine "Hysterie".
Quelle:
http://www.zeit.de/news/2017-10/16/telekommunikation-forscher-entdecken-sicherheitsluecken-in-wlan-verschluesslung-16122002
Da weiß man wieder nicht, wem man glauben kann.....
Wenn man zu Hause ein WLAN betreibt, das nur aus ein paar Clients und
einem Access Point besteht, kann man aus KRACK viel Luft rauslassen.
Dann sind fast alle Verbindungen der Clients ins Internet und das ist
sowieso keine sonderlich sichere Umgebung.
Anders sieht es aus, wenn man einen eigenen Server betreibt und
innerhalb des Netzes wie so oft keine verschlüsselten Protokolle
verwendet. Dann ist man Kandidat für KRACK, wobei man aber immer noch
einen Feind haben muss, der nah genug am Netz dran ist und sich dafür
interessiert. In der Studentenkaserne ist das sicherlich etwas anders zu
bewerten als im Altersheim.
Das Problem betrifft keine normalen Allerwelts-Access-Points wie die
Fritzboxen, sondern nur die daran angeschlossenen Clients. APs ohne
802.11r aka Fast Transition (wichtig für Voice Roaming) sind nur als
Repeater betroffen. Ein Firmware-Update im 08/15 AP löst das Problem
also nicht, da muss schon das Android aufgefrischt werden.
Jörg W. schrieb:> Man könnte auf jeden Fall etwas „technisch angehauchtere“ Quellen> zitieren, bspw. Heise:
Mein Posting sollte ja nur als Hinweis dienen - Wer genaueres darueber
erfahren will kann ja von sich aus weiterrecherchieren.
fp am Morgen schrieb:> Muss man hier im Forum jeden Scheiss von Spiegel Online posten?> Außerdem sind die "News" schon 3 Tage alt.
Hatte mir ueberlegt ob ich diesen Beitrag kommentieren soll und es mir
noch im letzten Moment verkniffen....
Der Punkt ist doch der:
KRACK beschreibt nur, wie man übertragene Daten mitlesen kann.
Ernstzunehmende Dienste verschlüsseln die Daten aber nochmal auf einer
höheren Ebene.
Surfst Du im internet, solltest Du (sowieso immer und jederzeit) auf
https achten. Dann sieht der Angreifer nur noch nutzlose, verschlüsselte
Daten und kanm dir nichts anhaben.
Der Angeifer kann nur das mitlesen, was Du über WLAN sendest - er hat
keinen Zugriff auf dein heimisches LAN und kommt auch nicht auf die NAS.
Solltest Du Dich also nach dem derzeitigen "Stand der Technik" im
internet begewegen, ist KRACK für Dich vermutlich kein wichtiges Thema.
Stand der Technik bedeutet: Onlinebanking und -shopping immer über
https
Mails nur über SSL, TLS oder algm. verschlüsselt abrufen
...gibt es denn noch Mailprovider die Port 25 unterstützen!?
Achtung: um KRACK wirklich keine Chance zu zu geben, sollte man sich
aber vorsorglich bei Facebook, instagramm und Twitter abmelden...
Jeffrey L. schrieb:> gibt es denn noch Mailprovider die Port 25 unterstützen!?
Selbstverfreilich. Das komplette SMTP-Protokoll basiert darauf …
allerdings verhandeln mittlerweile viele Server anschließend eine
TLS-Sicherung via STARTTLS untereinander.
Jeffrey L. schrieb:> Ich dachte zwischenzeitlich geht "alles" über 587...> Hat nicht die t-kom den P25 sogar mal komplett geschlossen!?
Im Mailverkehr zwischen den Firmen und den Mailerprovidern wird
weiterhin Port 25 verwendet, ad libitum mit und ohne Verschlüsselung mit
und ohne offiziell signiertem Zertifikat. Restriktionen bestehen beim
Mailverkehr zwischen Mailclients und den zuständigen Mailservern, also
z.B. zwischen einem Kunden von GMX und dem für ausgehende Mails
zuständigen Mailserver von GMX.
Jeffrey L. schrieb:> Ich dachte zwischenzeitlich geht "alles" über 587...
Du musst unterscheiden zwischen dem SMTP-Port, über den Mails im
Internet zwischen zwei MTAs ausgetauscht werden (25) und dem, der zum
Einliefern von Mails deines MUAs beim MTA benutzt wird. Letzterer
nennt sich offiziell "submission" und hat die Nummer 587. Übrigens
ist der submission-Port keineswegs automatisch TLS; auch dort muss
die Sicherungsschicht mit STARTTLS ausgehandelt werden (die meisten
Server bestehen allerdings darauf, bevor sie eine Authentisierung
überhaupt zulassen).
Grundsätzlich kann natürlich ein SMTP-Server auf Port 25 erstmal nicht
unterscheiden, ob der ankommende (TCP-)Client bei ihm ein MUA oder ein
MTA ist. Viele Betreiber großer SMTP-Server versuchen jedoch,
Verbindungen von Dialup-IP-Blöcken auf Port 25 nicht zuzulassen, um
sich so vor spammenden Bots zu schützen.
Jörg W. schrieb:> ist der submission-Port keineswegs automatisch TLS; auch dort muss> die Sicherungsschicht mit STARTTLS ausgehandelt werden
Für implizites SMTPS war früher mal Port 465 vorgesehen. Den kann man
bei GMX auch weiterhin alternativ zu 587+STARTTLS verwenden. Das scheint
auch die Standardeinstellung von einigen Mailclients zu sein, etwa von
Thunderbird und einigen Android-Mailclients.
Jörg W. schrieb:> Viele Betreiber großer SMTP-Server versuchen jedoch,> Verbindungen von Dialup-IP-Blöcken auf Port 25 nicht zuzulassen, um> sich so vor spammenden Bots zu schützen.
Und wenn man dennoch durchkommt, dann wird man mit einer solchen Adresse
vom nächsten Spamfilter als nicht satisfaktionsfähig betrachtet.
Jeffrey L. schrieb:> Achtung: um KRACK wirklich keine Chance zu zu geben, sollte man sich> aber vorsorglich bei Facebook, instagramm und Twitter abmelden...
Was haben die drei mit dem heimischen WLAN Key zu tun?
Eine verständliche Beschreibung der KRACK Attacke findet sich aktuell
auf heise
https://www.heise.de/security/artikel/KRACK-so-funktioniert-der-Angriff-auf-WPA2-3865019.html
Krack basiert darauf, dass eine Art Man-in-the-Middle Attack
durchgeführt wird. Durch Störung des Funkverkehrs durch den Angreifer
wird eine Key Reinstallation zwischen AP und Client erzwungen, wodurch
der Angreifer zu einem beliebigen Zeitpunkt in den Besitz der Nonce (und
damit der Verschlüsselung) gelangen kann.
Dazu muss der Angreifer sich aber im Nahbereich des Clients und AP
befinden.
Besonders unwirksam ist die Implementierung des Linux Drivers
wpa_supplicant, der auch für Android verwendet wird. Dort ist die Nonce
beim Start immer = 0, dort reicht ein RESET der Verbindung und die Nonce
muss nicht einmal ermittelt werden.
A. K. schrieb:> Wenn man zu Hause ein WLAN betreibt, das nur aus ein paar Clients und> einem Access Point besteht, kann man aus KRACK viel Luft rauslassen.> Dann sind fast alle Verbindungen der Clients ins Internet und das ist> sowieso keine sonderlich sichere Umgebung.Jeffrey L. schrieb:> Der Punkt ist doch der:> KRACK beschreibt nur, wie man übertragene Daten mitlesen kann.> Solltest Du Dich also nach dem derzeitigen "Stand der Technik" im> internet begewegen, ist KRACK für Dich vermutlich kein wichtiges Thema.
Dann schaltet die WLAN-Verschlüsselung doch gleich ganz ab. Eure
Netzwerkstacks sind auch immer absolut sicher und fehlerfrei (openssh)?
Bekannte und unbekannte Pannen bei Zertifikaten sind ein Fremdwort?
Manche Teilnehmer des Forum betreiben Teile ihres Smart Homes über WLAN.
Es gibt immer mehr Haushaltgeräte mit WLAN, Videokameras und co.
Jahrelang hat man sich über sicheres WLAN den Kopf zerbrochen.
Plötzlich, wie bei fast jedem anderen Schock auch, heißt es, "was
soll's, egal"
Die Einstellung/Bewertung von Euch beiden ist IMHO fahrlässig.
Ich hätte da mal eine Frage an die Experten. Auf meinem WLAN habe ich am
Router zusätzlich zur WPA2 auch ein MAC Filter aufgesetzt, das nur die
Clienten einlässt, die es per MAC kennt.
Kommt es bei einem Clienten, der nicht in der MAC Tabelle steht, dann
überhaupt zu einem Austausch der 'angreifbaren' Schlüssel? Oder ist es
umgekehrt, erst kommt WPA2 und dann die Kenntnisnahme des MAC?
Retro N. schrieb:>Jeffrey L. schrieb:>> Achtung: um KRACK wirklich keine Chance zu zu geben, sollte man sich>> aber vorsorglich bei Facebook, instagramm und Twitter abmelden...> Was haben die drei mit dem heimischen WLAN Key zu tun?
Das war von mir vielleicht nicht ganz ernst gemeint ;)
Matthias S. schrieb:> Ich hätte da mal eine Frage an die Experten. Auf meinem WLAN habe> ich am> Router zusätzlich zur WPA2 auch ein MAC Filter aufgesetzt, das nur die> Clienten einlässt, die es per MAC kennt.> Kommt es bei einem Clienten, der nicht in der MAC Tabelle steht, dann> überhaupt zu einem Austausch der 'angreifbaren' Schlüssel? Oder ist es> umgekehrt, erst kommt WPA2 und dann die Kenntnisnahme des MAC?
Siehe oben: Beitrag "Re: Schwere Sicherheitsluecke im WPA2 Protokoll"
Ein Filter am AP auf bekannte MAC Adressen verhindert das nicht.
Der Angreifer kann nachdem er in den Besitz des Keys gelangt ist die
Verbindung zwischen AP und Client mitlesen.
Außerdem - schon mal was von Spoofing gehört?
Lars R. schrieb:> Die Einstellung/Bewertung von Euch beiden ist IMHO fahrlässig.
"Luft rauslassen" = kein Grund in Panik zu verfallen und sämtliche
Handys nur noch per LAN-Kabel zu betreiben.
> Dann schaltet die WLAN-Verschlüsselung doch gleich ganz ab. Eure> Netzwerkstacks sind auch immer absolut sicher und fehlerfrei (openssh)?> Bekannte und unbekannte Pannen bei Zertifikaten sind ein Fremdwort?
Und was ändert sich daran durch KRACK, was Verbindungen ins Internet
angeht?
Retro N. schrieb:> schon mal was von Spoofing gehört?
Och, das kann hier mit Sicherheit niemand im Umkreis. Ich wiil ja nur
wissen, wann die MAC übertragen wird.
A. K. schrieb:> Lars R. schrieb:>> Die Einstellung/Bewertung von Euch beiden ist IMHO fahrlässig.>> "Luft rauslassen" = kein Grund in Panik zu verfallen und sämtliche> Handys nur noch per LAN-Kabel zu betreiben.
Kommt Deine Aussage mit einer Zusicherung der Übernahme im Schadensfall,
oder ist Deine Aussage nur heiße Luft, die es rauszulassen gilt?
Wie gesagt, schalte doch gleich jegliche Verschlüsselung ab.
>> Dann schaltet die WLAN-Verschlüsselung doch gleich ganz ab. Eure>> Netzwerkstacks sind auch immer absolut sicher und fehlerfrei (openssh)?>> Bekannte und unbekannte Pannen bei Zertifikaten sind ein Fremdwort?>> Und was ändert sich daran durch KRACK, was Verbindungen ins Internet> angeht?
Man ist näher an Deinen Geräten, die vorher hinter dem NAT hingen. Und
das weißt Du ganz genau selbst. Du möchtest nur einen weiteren Strang
aufmachen und ablenken.
Die Verschlüsselung ist kompromittiert und für die Tonne. Jeder der
meinte, die bisher lieber zu aktivieren, der hat nun ein Problem. Daran
gibt es nichts zu relativieren. Jede Aussage aus der Ferne "brauchst Du
wahrscheinlich nicht", "halb so schlimm" ist fahrlässig.
Willst Du es selbst nicht wahr haben und hast betroffene, schwer
updatebare Geräte in Betrieb oder warum lässt Du Dich zu solchen
Aussagen hinreisen?
Jeffrey L. schrieb:> keinen Zugriff auf dein heimisches LAN und kommt auch nicht auf die NAS.
Da wär ich mir bei einem Zugriff durch Android nicht so sicher.
Lars R. schrieb:> Willst Du es selbst nicht wahr haben und hast betroffene, schwer> updatebare Geräte in Betrieb oder warum lässt Du Dich zu solchen> Aussagen hinreisen?
Ich orientiere mich an dem, was die Autoren des Artikels schreiben.
Unverständlich ist mir beispielsweise, dass du das Internet als sicher
zu betrachten scheinst.
A. K. schrieb:> Lars R. schrieb:> Unverständlich ist mir beispielsweise, dass du das Internet als sicher> zu betrachten scheinst.
Das tue ich nicht. Ich nutze zum Surfen sogar möglichst http (ohne s),
soweit das noch möglich ist.
Lars R. schrieb:> Das tue ich nicht. Ich nutze zum Surfen sogar möglichst http (ohne s),> soweit das noch möglich ist.
Na das ist ja mal ein richtiger Zugewinn an Sicherheit!
Das Hauptproblem sind doch die internen Verbindungen. Zu hause aufs NAS
zugreifen, oder Fotos vom Laptop auf dem Fernseher anschauen (per
Netzwerk). All das ist jetzt öffentlich.
Ein weiteres Beispiel ist ein Warenlager oder Betriebshof mit WLAN. Das
können die Firmen jetzt abschalten bis Updates da sind.
Mir ist noch nicht so ganz klar, wann man angreifbar ist: Müssen beide
WPA2-Kommunikationsteilnehmer gepatcht sein, damit man nicht angreifbar
ist?
Was ist im Falle eines gepatchten Notebooks und eines nicht gepatchten
WLAN-Routers? Ist man dann angreifbar?
Klaus schrieb:> Das Hauptproblem sind doch die internen Verbindungen. Zu hause aufs NAS> zugreifen, oder Fotos vom Laptop auf dem Fernseher anschauen (per> Netzwerk). All das ist jetzt öffentlich.
NEIN!
es können lediglich die Daten, die übertragen werden, mitgelesen werden.
Der Angreifer hat keinen Zugriff auf das interne Netz und kann sich dort
auch nicht frei und losgelöst bewegen!
Er sieht nur das, was per WLAN übertragen wird, überträgst Du per WLAN
ein Foto, dann kann der Angeifer das auch sehen, er kann aber nicht
eigenständig auf die NAS zugreifen und dort "herumstöbern".
Das ist ein Unterschied! - im übrigen sollte man hier natürlich genaus
so gesicherte Protokolle verwenden - z.B. SMB 3.0 oder NFSv4 - dann
sieht der Angreifer auch hier nichts.
In Android ab Version 6 ist leider auch eine Manipulation von Inhalten
möglich. Ebenso Linux mit nicht zu altem wpa_supplicant, aber da hat man
deutlich bessere Aussichten auf einen Patch.
Toxic schrieb:> "Der Sicherheitsforscher Mathy Vanhoef von der Katholischen> Universität> Löwen hat schwere Sicherheitslücken im Verschlüsselungsprotokoll WPA2> entdeckt, mit dem WLAN-Hotspots abgesichert werden. Es ist ein> aufsehenerregender Fund, weil es um einen grundlegenden Fehler im System> geht. Deshalb sind nicht nur einzelne Hersteller oder Nutzer gefährdet,> sondern sehr viele WLAN-Netze."
oh man wirklich Fatal.
Erinnere mich an Zeiten da war jeder Router offen und es hat geklappt.
Heult nicht rum. Wenn ich das alles lese frage ich mich wie es mit
unserer Gesellschaft weitergehen soll.
Keiner steht vor Eurer Haustür schneidet den Wlandaten mit oder
modifiziert diese. Um klar auszurücken niemand hat interesse an Euch.
Ja wirklich traurig.
Das BSi emphielt man solle das WLan Netzwerk so nutzen als wäre man in
einem öffentlichen Netzwerk. Da stehen mir Tränen in den Augen lange
nicht mehr so herzlich gelacht. Geht doch mal in ein Cafe da macht heute
jeder Bankgeschäfte oder shop online....usw... 95% der User
unterscheiden nicht zwische Privat und öffentliche Netzwetzwerken....
So jetz höre ich auf sonst rege ich mich noch mehr auf....
klaro schrieb:> Geht doch mal in ein Cafe da macht heute jeder Bankgeschäfte oder shop> online
Das ist ja auch nicht tragisch, denn da bist du sowieso mit TLS
unterwegs.
Kritisch sind nur die Netze, in denen man sich privat fühlt und daher
weniger Sicherheitsvorkehrungen nutzt als im Internet. – Das steht
aber oben alles schon geschrieben. Hast du den Thread gelesen?
Jörg W. schrieb:> klaro schrieb:>> Geht doch mal in ein Cafe da macht heute jeder Bankgeschäfte oder shop>> online>> Das ist ja auch nicht tragisch, denn da bist du sowieso mit TLS> unterwegs.>> Kritisch sind nur die Netze, in denen man sich privat fühlt und daher> weniger Sicherheitsvorkehrungen nutzt als im Internet. – Das steht> aber oben alles schon geschrieben. Hast du den Thread gelesen?
ja. Ich habe auf die Nachricht des BSI referenziert. Die ist bekannt?
klaro schrieb:> Ich habe auf die Nachricht des BSI referenziert.
Da hat A. K. vor dir deutlich exakter beschrieben, worin das da
genannte "kritische Problem" liegt.
Man sollte daher vielleicht drauf verzichten, mit einem ungepatchten
hinreichend neuen Linux oder Android 6 im Cafe seine Bankgeschäfte
abzuwickeln.
A. K. schrieb:> In Android ab Version 6 ist leider auch eine Manipulation von Inhalten> möglich. Ebenso Linux mit nicht zu altem wpa_supplicant, aber da hat man> deutlich bessere Aussichten auf einen Patch.
Wenn ich das richtig sehe, ist der Patch bereits seit 4 Tagen raus
(CVE-2017-13088). Man muss also nur noch updaten. ;-)
Jörg W. schrieb:> Man sollte daher vielleicht drauf verzichten, mit einem ungepatchten> hinreichend neuen Linux oder Android 6 im Cafe seine Bankgeschäfte> abzuwickeln.
Der Entdecker der Sicherheitslücke sagt selber das ihm nicht bekannt ist
das es tools gibt mit dem Hacker die Lücke ausnutzen können.
Mit anderen Worten wenn Hacker die Lücke bereits kannten besteht die
Gefahr nicht erst seit wenigen Tagen. Daher ist nun ein Aktionismus, is
dieser Form, jetzt sicher nicht angebracht.
p.s. Bankgeschäfte würde ich nie mit Andorid abwicklen.
Jörg W. schrieb:> Wenn ich das richtig sehe, ist der Patch bereits seit 4 Tagen raus> (CVE-2017-13088). Man muss also nur noch updaten. ;-)
Dazu wiederhole ich meine schon vorher gestellte Frage: Was ist, wenn
ein Linux-Endgerät gepatcht ist, der Router aber nicht gepatcht ist?
klaro schrieb:> Mit anderen Worten wenn Hacker die Lücke bereits kannten besteht die> Gefahr nicht erst seit wenigen Tagen.
Das ist korrekt. Unbestritten dürfte jedoch auch sein, dass das
Publizieren der Lücke gewiss auch Leute auf den Plan rufen könnte,
die aufgrund der nun vorhandenen Informationen versuchen könnten,
sich ebendieses Tool zu bauen.
> Bankgeschäfte würde ich nie mit Andorid abwicklen.
smsTAN lässt grüßen … Die Banken erachten sie ja als sicher.
Rolf R. schrieb:> Was ist, wenn ein Linux-Endgerät gepatcht ist, der Router aber nicht> gepatcht ist?
Um diese Frage schlüssig zu beantworten, müsstest du dich wohl selbst
da durchwühlen.
Meine Vermutung: da nur der wpa_supplicant neueren Datums von dem
Problem betroffen ist/war, dass man dort auch Daten manipulieren kann,
sollte der Linux-Patch das verhindern können. Mit einem ungepatchten
Router bist du danach dann im gleichen Boot wie alle anderen Nutzer
(also ältere Androids, Windows oder Linuxe mit einer zu alten Version
von wpa_supplicant), dass zwar jemand die Daten mitschnüffeln kann,
aber zumindest nicht manipulieren.
Jörg W. schrieb:> klaro schrieb:>> Mit anderen Worten wenn Hacker die Lücke bereits kannten besteht die>> Gefahr nicht erst seit wenigen Tagen.>> Das ist korrekt. Unbestritten dürfte jedoch auch sein, dass das> Publizieren der Lücke gewiss auch Leute auf den Plan rufen könnte,> die aufgrund der nun vorhandenen Informationen versuchen könnten,> sich ebendieses Tool zu bauen.
Keine Frage. Das wird mit sicherheit sogar so sein.
Allerdings wird dies dauern und selbst dann bietet dies keinen Grund
für den derzeitigen Hype um die Lücke...
Rolf R. schrieb:> Dazu wiederhole ich meine schon vorher gestellte Frage: Was ist, wenn> ein Linux-Endgerät gepatcht ist, der Router aber nicht gepatcht ist?
Wird durch mehrfaches Fragen nicht schlimmer. Ein normaler
Heim-Router/AP ist nicht Teil des Problems. Nur das Endgerät ist es. Mit
einem gepatchten Endgerät ist die Sache somit nach aktuellem Stand
gegessen.
Bei Business-APs sieht das etwas anders aus, sofern die für
beschleunigtes WLAN-Roaming eingerichtet sind. Ebenfalls sind Repeater
betroffen.
"What if there are no security updates for my router?
Our main attack is against the 4-way handshake, and does not exploit
access points, but instead targets clients. So it might be that your
router does not require security updates. We strongly advise you to
contact your vendor for more details. In general though, you can try to
mitigate attacks against routers and access points by disabling client
functionality (which is for example used in repeater modes) and
disabling 802.11r (fast roaming). For ordinary home users, your priority
should be updating clients such as laptops and smartphones."
https://www.krackattacks.com/
AVM sieht die Fritzboxen in der Rolle als APs nicht als betroffen an.
Jörg W. schrieb:>> Bankgeschäfte würde ich nie mit Andorid abwicklen.>> smsTAN lässt grüßen
Sorry, ich meinte natürlich nicht SMS, sondern die speziellen Apps,
die Banken ihren Kunden anbieten. Die nehmen aber schätzungsweise
auch TLS am Ende.
Jörg W. schrieb:> Wenn ich das richtig sehe, ist der Patch bereits seit 4 Tagen raus> (CVE-2017-13088). Man muss also nur noch updaten. ;-)
Tablet und Handy haben grad die 2 Jahre durch, innerhalb der man mit
gelegentlichen Updates rechnen kann. Mal sehen ob Samsung die
Gelegenheit nutzt, den Kunden Neugeräte zu empfehlen, oder ob sie gegen
das Umsatzinteresse verstossen und doch noch patchen.
Andererseits sehe ich solche Geräte seit jeher als inhärent unsicher an.
Insofern spielt es für mich keine wirklich entscheidende Rolle. Wer aus
KRACK den Schluss zieht, statt WLAN lieber den Mobilfunk zu verwenden,
der sollte sich mal umsehen, wie es um die Sicherheit von GSM und UMTS
bestellt ist.
A. K. schrieb:> Tablet und Handy haben grad die 2 Jahre durch
Hier ist das "beste" Linux-Telefon, das mir aktuell bekannt ist:
https://hackaday.io/project/19035-zerophone-a-raspberry-pi-smartphone
Bedauerlicherweise ist es bewusst nicht mit einen (einfachen)
Touchscreen ausgestattet und der Zusammenbau ist
grobmotorisch/ungeschickt.
Kennt jemand alternative Projekte oder Geräte, die mit einem nativen
Linux laufen?
...für meinen 10+ Jahre alten Router habe ich noch ein dd-wrt-Update
bekommen. Dieser kann also weiter als Client-Bridge genutzt werden.
Aber für mein Telefon, das noch keine 10 Jahre alt ist, gibt es nichts.
Unter anderem aus diesem Grund würde ich schon lang ein Telefon
bevorzugen, das mit native Linux läuft. Auch wenn es ein wenig dicker
ist, nicht den neuesten Standard unterstützt und der Akku dennoch
schneller leer ist.
Nur sollte es nicht zu absurd sein
(https://hackaday.io/project/19035/gallery#cac5d8cb312934b9040dfad4079267d4)
Diesbezüglich bin mit meinem Wunsch scheinbar allein...
A. K. schrieb:> Lars R. schrieb:>> Aber für mein Telefon, das noch keine 10 Jahre alt ist, gibt es nichts.>> Reines Telefon, kein Smartphone?
Android 2.3
Lars R. schrieb:>> Sieh es mal positiv: Das zeroing-Problem von KRACK hast du nicht. ;-)>> Woher kommt die Erkenntnis?
Wie üblich aus dem Original-Artikel. Dieses Problem steckt nur in
neueren wpa_supplicant Versionen drin. Ab Android 6. Ältere sind
demgemäss nur vom normalen KRACK Problem betroffen.
Erst hieß es, die Fritz!Boxen benötigen kein Update, nur die Repeater.
Nunmehr hat AVM das Update für die Fritz!Boxen still und leise
nachgereicht:
"
Weitere Verbesserungen im FRITZ!OS 6.92
[...]
WLAN:
Behoben - Schwäche in der WPA2-Schlüsselaushandlung bei Nutzung eines
WLAN-Uplinks zu einem anderen Router
"
Das ist prinzipiell unschön. Wenigstens waren sie so ehrlich und haben
es noch dazu geschrieben.
Die WPA2-Lücke betrifft aus Prinzip nur Clients. Solange du die Box
nicht als Client konfigurierst (und das brauchen nur die wenigsten), ist
die dafür im Update enthaltene Änderung irrelevant.
Schau halt in die Release-Notes des Updates für deine Box, was da noch
so alles enthalten ist. Danach kannst du entschieden, ob dir das Update
was bringt.
Oliver
Bin ich schon senil?
Es hieß: Repeater betroffen, Fritz!Boxen nicht. Fritz!Boxen waren
nirgends aufgeführt.
https://avm.de/aktuelles/kurz-notiert/2017/wpa2-schwaeche-erste-updates-fuer-wlan-repeater-und-wlanpowerline-produkte-von-avm/https://avm.de/service/aktuelle-sicherheitshinweise/
<- Sicherheitshinweis vom 16.10. wurde am 10.11 aktuallisiert.
Oliver S. schrieb:> Die WPA2-Lücke betrifft aus Prinzip nur Clients. Solange du die Box> nicht als Client konfigurierst (und das brauchen nur die wenigsten), ist> die dafür im Update enthaltene Änderung irrelevant.
Ja danke auch. Die Repeater-Funktion gehört aber zur Fritz!Box.
Vielleicht will ich auch gerade eine Fritzbox benutzen, um einen von AVM
nicht mehr mit Updates versorgten Repeater zu ersetzen?
> nicht als Client konfigurierst (und das brauchen nur die wenigsten),
"Wenn ich dies und jenes nicht mache" ist dafür keine Entschuldigung.
Wenn ich den Repeater aus lasse und nicht benutze, dann braucht der auch
kein Update.
Edit:
Und die 7390 bekommt das Update scheinbar gar nicht mehr...
Das empfinde ich dann schon als sehr schlecht. Sowohl die Tatsache, als
auch die Informationspolitik dazu.
Lars R. schrieb:> Kennt jemand alternative Projekte oder Geräte, die mit einem nativen> Linux laufen?
Es gab mal Ubuntu Phones. Diese gefielen mir besser als die Androids,
man hatte ein Terminal Emulator usw. Dennoch war ich von Ubuntu Phones
etwas enttäuscht, statt apt zu verwenden gab es OTA Updates, wo tar
archive heruntergeladen & entpackt wurden. Der Treiber waren die selben
wie bei Android; Gralloc ging nur mit Ubuntu Mir, und eigene Programme
konnte man nicht direckt mit apt installieren, wenn man das Phone beim
nächstem OTA Update nicht beschädigen wollte, sondern musste sie in LXC
container packen. Mitlerweile ist mir meins leider kaputt gegangen
(Bildschirm zerbrochen). Und man konnte keine native Linux Konsole
bekommen.
Ich habe grosse Hoffnungen in das librem 5, 2018 sollte das Devkit
ankommen, und 2019 das Phone. Vieleicht ist das endlich worauf ich
gewartet habe. https://puri.sm/shop/librem-5/
Daniel A. schrieb:> Lars R. schrieb:>> Kennt jemand alternative Projekte oder Geräte, die mit einem nativen>> Linux laufen?>> Es gab mal Ubuntu Phones.
Für mich auch ungeeignet. Ich möchte tatsächlich eine ganz normales
Lubuntu laufen lassen, wie es auch auf meinen PCs läuft. Dazu eine
QT-Anwendung für SMS und Telefonieren. Den Rest gibt es schon. Das kann
so schwer nicht sein. Und dann ist das Thema erledigt. So wie man heute
einen 5 Jahre altes Notebook auch nicht wegen einer Sicherheitslücke
wegwerfen muss (obgleich viele davon weniger kosten als so manches
Telefon)
> Ich habe grosse Hoffnungen in das librem 5, 2018 sollte das Devkit> ankommen, und 2019 das Phone. Vieleicht ist das endlich worauf ich> gewartet habe. https://puri.sm/shop/librem-5/
Danke für den Hinweis. Mal schauen. Bis 19 kann ich vielleicht nicht
mehr warten... Auf jeden Fall interessant.
Lars R. schrieb:> Es hieß: Repeater betroffen, Fritz!Boxen nicht. Fritz!Boxen waren> nirgends aufgeführt.
Ich hatte das nicht ohne Grund schon anfangs explizit auf die Rolle als
Access Point eingeschränkt. Das ist also auch seitens AVM kein Schwenk:
A. K. schrieb:> AVM sieht die Fritzboxen in der Rolle als APs nicht als betroffen an.
A. K. schrieb:> Lars R. schrieb:>> Es hieß: Repeater betroffen, Fritz!Boxen nicht. Fritz!Boxen waren>> nirgends aufgeführt.>> Ich hatte das nicht ohne Grund schon anfangs explizit auf die Rolle als> Access Point eingeschränkt.
Dich meinte ich damit nicht. Und selbst wenn Du Dich nicht exakt
ausgedrückt hättest, so wäre das nicht relevant. Ich beziehe meine
Kritik auf die typischen news-Seiten (zB heise) und die offizielle
Informationspolitik von AVM.
https://www.golem.de/news/krack-angriff-avm-liefert-erste-updates-fuer-repeater-und-powerline-1710-130747.html
"
Nach dem Bekanntwerden der WPA2-Schwäche Krack hat AVM nun erste Geräte
gepatcht. Weitere Patches sollen folgen, jedoch nicht für Fritzboxen
[...]
Keine Updates für Fritzboxen
AVM wies in seiner Mitteilung erneut darauf hin, dass die Fritzbox am
Breitbandanschluss nicht von der WPA2-Schwäche betroffen sei. Das
Unternehmen empfiehlt jedoch "ausdrücklich für alle WLAN-Klienten, die
von den Herstellern angebotenen Updates durchzuführen""
Lars R. schrieb:> die Fritzbox am Breitbandanschluss nicht von der WPA2-Schwäche betroffen> sei
Ist sie doch auch nicht.
Was willst du? Nur rummotzen?
Eine Fritzbox ist nur dann davon betroffen, wenn sie Repeater ist.
Wenn sie an einem Breitbandanschluss hängt (was für die meisten
dieser Geräte der Fall sein dürfte), dann ist sie eben kein
Repeater, sondern reiner Access Point.
Jörg W. schrieb:> Lars R. schrieb:> Eine Fritzbox ist nur dann davon betroffen, wenn sie Repeater ist.
Diese Aussage gab es nicht. Diese Aussage gibt es auch heute nicht.
Wo steht denn nun auf der AVM-Seite, dass ich eine 7390 nicht in einem
Client-Modus betreiben sollte? Zeig mir bitte die Stelle.
. AVM hatte keine updates für fritz!boxen angekündigt. Trotz vielfacher
Nachfragen.
. Deshalb gab es in Foren diverse Spekulation, ob AVM den Client-Modus
bei der Fritzbox irgendwie anders realisiert hat oder ob er eine
Implementierung nutzt, die einfach nicht betroffen ist.
. AVM hat sich nicht geäußert, inwiefern/ob die Fritz!boxen betroffen
sind
. Auch eine repeater-Fritzbox kann (zufällig) an einem
Breitbandanschluss hängen (was nun?)
> Wenn sie an einem Breitbandanschluss hängt (was für die meisten> dieser Geräte der Fall sein dürfte), dann ist sie eben /kein/> Repeater,
Und an einem Schmalband-Anschluss ist sie betroffen?
Und ohne Internet-Anschluss ist im AP mode ist sie auch betroffen?
Bemerkst Du, dass das Formulieren der Art "Wenn sie an einem
Breitbandanschluss hängt", die gezielt in die Irre führen, nicht in
Ordnung sind?
> sondern reiner Access Point.
Nicht einmal "reiner access point modus" hatte AVM geschrieben
> Was willst du? Nur rummotzen?
Verrat mir bitte vorher, was Du willst. Die Trickserei von AVM in Schutz
nehmen?
Edit: So wurde das ganze u.a. interpretiert:
https://www.heise.de/forum/heise-Security/Kommentare/KRACK-so-funktioniert-der-Angriff-auf-WPA2/Re-immer-noch-nix-von-AVM-FRITZ-Box/posting-31233197/show/
Lars R. schrieb:> So wurde das ganze u.a. interpretiert:
Es war von vornherein und überall geschrieben worden, dass der Angriff
sich auf Clients richtet, mithin Router etc. nur betroffen sind, wenn
sie als Repeater arbeiten.
Da brauch' ich mir doch kein Marketinggeblubber durchlesen: wenn meine
Kiste ein Repeater ist, brauch' ich einen Patch, wenn nicht, ist alles
OK – AVM hin, Edimax (oder wer auch immer) her.
Lars R. schrieb:> Kritik auf die typischen news-Seiten (zB heise) und die offizielle> Informationspolitik von AVM.>> https://www.golem.de/news/krack-angriff-avm-liefer...
Nun ja, das die Infos aus zweiter Hand nicht das wiedergeben, was AVM
tatsächlich geschrieben hat, ist kein Problem von AVM.
Und ansonsten mach, was du willst.
Lars R. schrieb:> Vielleicht will ich auch gerade eine Fritzbox benutzen, um einen von AVM> nicht mehr mit Updates versorgten Repeater zu ersetzen?
Willst aber nicht. Da wette ich drauf.
Oliver
Jörg W. schrieb:> Lars R. schrieb:> Da brauch' ich mir doch kein Marketinggeblubber durchlesen: wenn meine> Kiste ein Repeater ist, brauch' ich einen Patch, wenn nicht, ist alles> OK – AVM hin, Edimax (oder wer auch immer) her.
Und auf welche Meldung von AVM darf ich mich beziehen?
Sind für Sicherheitslücken und Updates nicht die Aussagen des jeweiligen
Herstellers relevant? Wollen wir dieses grundsätzliche Prinzip
entsprechend Deiner Argumentation nun aufgeben? Zum Beispiel auch für
Microsoft?
> Was willst du? Nur rummotzen?
Ich stelle fest: AVM betreibt hinsichtlich KRACK eine
Informationspolitik, die die Kunden gezielt verwirrt. Das darf man
kritisieren und dazu habe ich hier Argumente vorgetragen.
Es ist auch nicht angemessen, dass von Dir vorgeschlagene Verhalten zu
erwarten: Als Kunde erwarte ich vom Hersteller die Information. Streng
genommen habe ich darauf im Rahmen der Gewährleistung sogar ein Anrecht.
Unangemessen ist es hingegen, vom Kunden zu erwarten, sich Information
bei xy zu beschaffen und dann für jedes Gerät und jede Software zu
rätseln, wie es der Hersteller wohl implementiert hat und ob das Gerät
nun betroffen ist oder nicht.
Letztlich ist es IMHO auch absurd, dass Du diese Haltung einnimmst.
Daher die Frage: Warum nimmst Du AVM in Schutz?
Grüße,
Lars
Oliver S. schrieb:> Lars R. schrieb:>> Vielleicht will ich auch gerade eine Fritzbox benutzen, um einen von AVM>> nicht mehr mit Updates versorgten Repeater zu ersetzen?>> Willst aber nicht. Da wette ich drauf.
Doch, das plane ich tatsächlich.
Lars R. schrieb:> Und auf welche Meldung von AVM darf ich mich beziehen?
AVM am 19.10.2017:
"Nicht betroffen sind alle AVM-Produkte, die ausschließlich als WLAN
Access Point betrieben werden, beispielsweise die FRITZ!Box am
Breitbandanschluss (DSL, Kabel, WAN, etc.). AVM-Produkte, die als
WLAN-Klient betrieben werden, sind von einigen der beschriebenen
Möglichkeiten betroffen."
"FRITZ!WLAN Repeater als WLAN-Brücke (voreingestellte und übliche
Betriebsart): kommendes Update empfohlen"
https://avm.de/service/aktuelle-sicherheitshinweise/
Da fehlt eigentlich nur die Information, dass eine als Repeater
betriebene Fritzbox ein Repeater ist. ;-)
A. K. schrieb:> Lars R. schrieb:>> Und auf welche Meldung von AVM darf ich mich beziehen?>> AVM am 19.10.2017:>> "Nicht betroffen sind alle AVM-Produkte [...]"
...wobei zukünftige Updates für die Fritz!Boxen zunächst ausgeschlossen
wurden.
...woraufhin der Kunde anhand von Informationen von dritter Stelle
gefälligst rätseln soll, welche Geräte beim Betrieb in welchem Modus
betroffen sind?
Und wir sind uns tatsächlich uneins darüber, dass dies keine ansatzweise
akzeptable Informationspolitik ist?
A. K. schrieb:> "FRITZ!WLAN Repeater als WLAN-Brücke (voreingestellte und übliche> Betriebsart): kommendes Update empfohlen"
Diese Information gibt es eben erst seit 10.11.2017 oder liege ich da
falsch.
"Aktualisierung vom 10.11.2017
In seltenen Fällen wird ein Router so konfiguriert, dass er per
WLAN-Uplink das Internet eines anderen Routers nutzt. Dazu hat AVM für
die FRITZ!Box 7590, 7580, 7560 und 7490 ebenfalls ein Update
bereitgestellt:"
Mal ehrlich, was soll das? Wie kann man das akzeptabel finden? Für die
Repeater kommt es sofort. Für die Fritz!boxen, so heißt es, wird es kein
Update geben. Schließlich, einen Monat später "In seltenen Fällen wird
ein Router so konfiguriert"...
Lars R. schrieb:> Diese Information gibt es eben erst seit 10.11.2017 oder liege ich da> falsch.
Du liegst falsch. AVMs vorhin zitierte Aussage vom 19.10. war die
Grundlage meiner Aussage vom 20.10:
A. K. schrieb:> AVM sieht die Fritzboxen in der Rolle als APs nicht als betroffen an.
Dass eine nicht nicht ausschliesslich als Access Point konfigurierte
Fritzbox nicht ausschliesslich als Access Point betrieben wird, und
daher betroffen sein kann, hatte ich dabei angenommen. Das stand zu
diesem Zeitpunkt tatsächlich nicht da. Es stand nur da, dass als
WLAN-Client betriebene Produkte davon betroffen sein können.
Für jene, die dem nicht entnehmen können, dass eine als WLAN-Client
betriebene Fritzbox damit gemeint sein könnte, hatte AVR dann am 10.11.
hinzu gefügt:
"In seltenen Fällen wird ein Router so konfiguriert, dass er per
WLAN-Uplink das Internet eines anderen Routers nutzt. Dazu hat AVM für
die FRITZ!Box 7590, 7580, 7560 und 7490 ebenfalls ein Update
bereitgestellt:"
> Und wir sind uns tatsächlich uneins darüber, dass dies keine ansatzweise> akzeptable Informationspolitik ist?
Ja. Aber sowas von ja. Mich in DAUs reinzudenken ist mir nach langer
Praxis mit Netzwerken allerdings nicht immer möglich. Dafür braucht man
spezielles Personal, das von der Sache absolut nichts versteht.
A. K. schrieb:> Ja. Aber sowas von ja. Mich in DAUs reinzudenken ist mir nach langer> Praxis mit Netzwerken allerdings nicht immer möglich. Dafür braucht man> spezielles Personal, das von der Sache absolut nichts versteht.
So jemand: http://theitcrowd.wikia.com/wiki/Jen_Barber
A. K. schrieb:> Lars R. schrieb:>> Und wir sind uns tatsächlich uneins darüber, dass dies keine ansatzweise>> akzeptable Informationspolitik ist?>> Ja. Aber sowas von ja. Mich in DAUs reinzudenken ist mir nach langer> Praxis mit Netzwerken allerdings nicht immer möglich. Dafür braucht man> spezielles Personal, das von der Sache absolut nichts versteht.
Das ist wenigstens eine Ansage. Mit in DAUs reinzudenken hat es übrigens
nichts zu tun. Ich will dazu überhaupt nicht denken und im Internet
recherchieren müssen, dafür habe ich AVM bezahlt. Und ich lege durchaus
an AVM mindestens den selben Maßstab an, wie zB an Microsoft oder auch
den Hersteller meines KFZ.
Darüber hinaus kannst auch Du mir nicht sagen, ob für die 7390 noch ein
Update kommt. Ein Beta-Update scheint es zu geben, aber offiziell nicht
wegen KRACK. Darüber hinaus gibt es keine weiteren Infos. Für Dich/Euch
ist wohl auch dieses Verhalten ok, für mich halt bei einem Router
wirklich nicht. Danke für die Antworten, auch bereits die
Ursprünglichen.
Lars R. schrieb:> Mal ehrlich, was soll das?
Mal ehrlich, was willst du eigentlich? Was soll das rumgeplärre?
Keinerlei Informationsgehalt, keinerlei Erkenntnisgewinn. So what?
Anscheinend hast du ja eine 7390. Die wurde ganz offiziell von AVM
abgekündigt, lange vor Bekanntwerden des WPA-Problems. Updates wirdes
für die Box und die unzähligen noch älteren, die noch in Betrieb sind,
daher sowieso nicht geben.
That‘s life.
Oliver
Oliver S. schrieb:> Updates wirdes für die Box und die unzähligen noch älteren, die noch in> Betrieb sind, daher sowieso nicht geben.
… genauso wenig wie für alle billigen Android-Telefone, die als Client
nun wirklich auf jeden Fall davon betroffen sind. Auch hier: sellerie,
wie der Franzose sagt.
Oliver S. schrieb:> Lars R. schrieb:> Anscheinend hast du ja eine 7390. Die wurde ganz offiziell von AVM> abgekündigt, lange vor Bekanntwerden des WPA-Problems. Updates wirdes> für die Box und die unzähligen noch älteren, die noch in Betrieb sind,> daher sowieso nicht geben.
Habe diverse Boxen, u.a. 7390 und 7490. Wenn ich für jedes heutzutage in
einem Haushalt betriebene Gerät bei jedem Problem so viel Zeit für die
Recherche aufwenden müsste, nur um zu wissen ob der Betrieb noch sicher
ist...
> That‘s life.
Is ok, ich kauf dann eben zukünftig weniger oder kein AVM.
Lars R. schrieb:> Is ok, ich kauf dann eben zukünftig weniger oder kein AVM.
Damit bessert sich genau was?
Die einzige Alternative dazu dürfte es sein, dass du dir alles aus
Opensource-Komponenten selbst zimmerst. Dann kannst du dich halt
selbst um Updates kümmern, ggf. mit entsprechendem Aufwand auch noch
nach Jahren.
Ich habe hier beispielsweise einen kürzlich gekauften Edimax-Router,
den ich mir einzig zu dem Zweck gekauft habe, ihn bei Bedarf als
Repeater auf den Balkon zu hängen. Damit ist er natürlich von KRACK
betroffen. Ja, Edimax schreibt das auch so, aber ein Firmwareupdate
für genau dieses Teil gibt's bis heute noch nicht. Insgesamt haben
sie es bislang gerade mal für vier Geräte geschafft, Updates
rauszubringen.
Jörg W. schrieb:> Lars R. schrieb:>> Is ok, ich kauf dann eben zukünftig weniger oder kein AVM.>> Damit bessert sich genau was?>> Die einzige Alternative dazu dürfte es sein, dass du dir alles aus> Opensource-Komponenten selbst zimmerst.
IMHO, aus der Perspektive des Kunden heraus, sollte ein Hersteller
heutzutage durchaus auch das bieten, was der Kunde von der
Internet-Community bietet. Wie ich oben schrieb: Auf meinen 10+ jahre
alten Linksys habe ich ein Update aufgespielt und gut. Der arbeitet im
Moment als Client.
Auch wenn es keine Updates mehr zu einer Fritz!box gibt, so hätte ich
von AVM wenigstens konkretere Ansagen und eine Liste der Geräte mit dem
Status dazu erwartet; mit kontinuierlicher Aktualisierung.
So wird zukünftig eben kein AVM-Repeater mehr gekauft, sondern Geräte,
auf denen dd-wrt lauffähig ist.
Beim Telefon lasse ich dieses Theater auch nicht mit mir veranstalten.
Ich denke, in den nächsten paar Jahren ist das Thema durch. Zumindest
für diejenigen, die es unbedingt wollen, weil die Einzelkomponenten
kleiner und billiger werden. Dh, Geräte werden größer und schwerer sein
und kürzere Laufzeit und weniger Apps haben. Dafür wird native Linux
laufen...
Lars R. schrieb:> So wird zukünftig eben kein AVM-Repeater mehr gekauft, sondern Geräte,> auf denen dd-wrt lauffähig ist.
Ja, ist doch prima. In China fällt ein Sack Reis um, und alle sind
zufrieden und glücklich.
Oliver