Hallo Leute,
nach bald 5 Jahren im Beruf möchte ich einen Master im Bereich
Management anschliessen. Ursprünglich habe ich ein Diplom in
Softwareengineering.
Die Firma hat immer so herumgemacht und sich gedrückt ob sie mich in
irgendeiner Form unterstützt. Mein Teamleiter hat gesagt, er schaut
schon.
Aktuell wird doch nicht bezahlt, weder Geld noch Zeit.
Ich weiss, dass in der Firma IT leider als Kostenfaktor gesehen wird...
:-( Dies zu den Nachteilen.
Vorteile:
Müsste 2 Tage pro Woche auf der Uni sein, die Uni hat sehr gute
Kontakte.
Laut Teamleiter darf ich wenigstens flexibel (und remote) arbeiten, zB
am Wochenende oder zuhause.
Dafür habe ich auch keine Verpflichtung dh. Bindung an der Firma nach
Abschluss.
Es ist aber anspruchsvoll, war dort auf einer " Master-Messe." Neben dem
Beruf, bedeutet das, inkl. auch vielen Gruppenarbeiten und Prüfungen,
Präsentationen, fast Null Freizeit.
Jemand mit Familie könnte das wohl nicht machen. Hab momentan nur eine
Freundin, dürfte gehen.
Will mich jetzt trotzdem anmelden, was sind eure Erfahrungen?
Frechheit finde ich nur, dass ich viel Zeit investiere und Geld, und
meine Ausbildung der Firma auch zugute kommt und ich das dann auch noch
selbst bezahlen darf...
Denke ich mach mich jetzt mal schlau, suche nach Firmen,die mir das
bezahlen wollen...!
Markus
Markus M. schrieb:> Hallo Leute,>> nach bald 5 Jahren im Beruf möchte ich einen Master im Bereich> Management anschliessen. Ursprünglich habe ich ein Diplom in> Softwareengineering.>> Die Firma hat immer so herumgemacht und sich gedrückt ob sie mich in> irgendeiner Form unterstützt. Mein Teamleiter hat gesagt, er schaut> schon.>> Aktuell wird doch nicht bezahlt, weder Geld noch Zeit.> Ich weiss, dass in der Firma IT leider als Kostenfaktor gesehen wird...> :-( Dies zu den Nachteilen.>> Vorteile:> Müsste 2 Tage pro Woche auf der Uni sein, die Uni hat sehr gute> Kontakte.> Laut Teamleiter darf ich wenigstens flexibel (und remote) arbeiten, zB> am Wochenende oder zuhause.> Dafür habe ich auch keine Verpflichtung dh. Bindung an der Firma nach> Abschluss.> Es ist aber anspruchsvoll, war dort auf einer " Master-Messe." Neben dem> Beruf, bedeutet das, inkl. auch vielen Gruppenarbeiten und Prüfungen,> Präsentationen, fast Null Freizeit.>> Jemand mit Familie könnte das wohl nicht machen. Hab momentan nur eine> Freundin, dürfte gehen.>> Will mich jetzt trotzdem anmelden, was sind eure Erfahrungen?>> Frechheit finde ich nur, dass ich viel Zeit investiere und Geld, und> meine Ausbildung der Firma auch zugute kommt und ich das dann auch noch> selbst bezahlen darf...>> Denke ich mach mich jetzt mal schlau, suche nach Firmen,die mir das> bezahlen wollen...!>> Markus
Es gibt kein Grundrecht, dass irgendjemand Dir einen Master und vor
allem einen fachfremden (MBA != MSc) bezahlt.
Aus- und Weiterbildung ist zunächst Privatsache, denn Du investierst
selbst in Dein Know-How. Nur die öffenliche Schule und teilweise Uni war
von uns allen (=Steuerzahler) finanziert.
Manche Firmen sehen eine Weiterbildung als Vorteil (wenn Du hinterher
mehr weisst).
Manche sehen es nur als Nachteil: Du willst dann nur mehr Geld für die
gleiche Arbeit. Oder eine höherwertige Arbeit, die sie Dir nicht bieten
können. Und bist nach 1 Jahr bei der Konkurrenz. Und dann sollen sie
noch die Weiterbildung bezahlen?
Und: sie überlegen vielleicht auch ob Du grundsätzlich fürs Managemement
geeignet bist. Wenn sie da Zweifel (oder keinen Bedarf) haben, dann gibt
es erst Recht keinen Grund Dir dafür etwas zu bezahlen.
Wenn sie einfach kein Geld übrig haben: kündigen, und Vollzeit-Master
machen statt nebenberuflich. Mit dem Gehalt hinterher kannst Du jeden
Kredit schnell abbezahlen.
"Darfst" du denn auch das Arbeitszeitgesetz einhalten?
§ 2 Begriffsbestimmungen
(3) Nachtzeit im Sinne dieses Gesetzes ist die Zeit von 23 bis 6 Uhr
§ 5 Ruhezeit
(1) Die Arbeitnehmer müssen nach Beendigung der täglichen Arbeitszeit
eine ununterbrochene Ruhezeit von mindestens elf Stunden haben.
§ 9 Sonn- und Feiertagsruhe
(1) Arbeitnehmer dürfen an Sonn- und gesetzlichen Feiertagen von 0 bis
24 Uhr nicht beschäftigt werden.
Gleiche Frage gilt natürlich für deinen Tarifvertrag.
Natürlich, wo kein Kläger, da kein Richter. Die BG allerding kennt da
keinen Spaß.
Wenn du das nebenbei zum Vollzeitjob machen willst, kannst du dich von
deiner Freundin schon mal verabschieden. Ich spreche da aus Erfahrung...
(Techniker Abendschule)
Markus M. schrieb:> Frechheit finde ich nur, dass ich viel Zeit investiere und Geld, und> meine Ausbildung der Firma auch zugute kommt und ich das dann auch noch> selbst bezahlen darf...
Dann mach halt keine Ausbildung und lerne nur was unbedingt nötig ist um
zu überleben ohne das jemand anders einen Nutzen davon hat. Lern einen
H4-Antrag auszufüllen!
Markus M. schrieb:> Frechheit finde ich nur, dass ich viel Zeit investiere und Geld, und> meine Ausbildung der Firma auch zugute kommt und ich das dann auch noch> selbst bezahlen darf...
Ich finde das auch frech. Zu meinem Motorsägenschein hat die Firma auch
nix dazugegeben. Arbeite in der SW Entwicklung.
Markus M. schrieb:> Denke ich mach mich jetzt mal schlau, suche nach Firmen,die mir das> bezahlen wollen...!
Da wirste lange suchen biste da eine findest!
Es gibt einen Plan wie man im Fernstudium mittels ALGI und ab und an
Jobben was machen kann.
Aber das ist jetzt was ganz spezielles!
Nikolaus S. schrieb:> Wenn sie einfach kein Geld übrig haben: kündigen, und Vollzeit-Master> machen statt nebenberuflich. Mit dem Gehalt hinterher kannst Du jeden> Kredit schnell abbezahlen.
Gibt bessere Sachen!
Du wirst mit einem Master nicht mehr für die Firma leisten als ohne.
Dazu kommen dann stressige Jahre für dich, die sich auch auf deine
Arbeit in der Firma auswirken -> schlechtere Performance.
Danach "nur" wegen dem willst du plötzlich mehr Kohle (in einem Bereicht
wo du Anfänger bist falls Management, oder für etwas was du ohne auch
konntest, in Software).
Wenn du nach dem Master Manager wirst, hat die Firma ein Management
Anfänger (den sie sich auch gleich ausgebildet von der Stange holen
kann) und kein Codemonkey mehr.D.h. du und der neue Codemonkey müssen
wieder von vorne ein gelernt werden.
Cha-woma M. schrieb:> Markus M. schrieb:>> Denke ich mach mich jetzt mal schlau, suche nach Firmen,die mir das>> bezahlen wollen...!>> Da wirste lange suchen biste da eine findest!>> Es gibt einen Plan wie man im Fernstudium mittels ALGI und ab und an> Jobben was machen kann.> Aber das ist jetzt was ganz spezielles!
dann erzähl mal deine Vorgehensweise
und hier auch
Cha-woma M. schrieb:
Nikolaus S. schrieb:
> Wenn sie einfach kein Geld übrig haben: kündigen, und Vollzeit-Master> machen statt nebenberuflich. Mit dem Gehalt hinterher kannst Du jeden> Kredit schnell abbezahlen.
Gibt bessere Sachen!
Herbert B. schrieb:> Gähn schrieb:>> Zu meinem Motorsägenschein hat die Firma auch>> nix dazugegeben.>> Da hatte der Chef Angst um seinen Stuhl.
Oder um seinen Kopf.
schon fast as wort zum sonntag?!
Hi,
wenn mich (1xdirekt de, 2xfuni uk) -
informationstechnik/mba/finance)jemand fragen würde ...
i) fernuni/paralell zum job unbedingt vermeiden, gründe dafür sind
zahllos
ii) wenn budget passt, job aufgeben und definitive direkt studium!
warum ii)?
weil entscheident ist ausschliesslich DEIN commitment und exposure!
wobei der letzte punkt am wichtigsten ist.
was bedeutet ...?
commitment:
steht für motivation, innere gründe, durchhalte-/leidensvermögen ...
exposure: steht für sich der situation aussetzen!
weil nur so die vielen fragen beantwortet werden können, z.b wenn du
heute aus sicherer lage eine risikoabschätzung machst im sinne von soll
ich/soll ich nicht ist die antwort rational immer NO, die antworten zu
den schwiereigen fragen auf diesen weg findest du nur, wenn der druck
der realen situation auf dich wirkt.
deshalb ist deine fragestellung die "falsche" und hilft nicht, weil
entweder findest du nur gründe dagegen oder dein commitment steht
bereits und du suchst nur nochmals externe bestätigung oder
scheinsicherheit.
was ist mein punkt hier?
zuerst intrinsic commitment! und dann findest zu jeder frage/problem zu
deinem ziel eine lösung, die du dir heute nie vorstellen kannst - weil
nur "simulation" was/wäre wenn und blabla.
für die erste frage braucht mann/frau in der regel mehrere monate/jahre
bewusst oder unbewusst. bedeutet, wenn du dich in drei tagen schon
entschieden hast, dann hast du eigentlich schon monate/jahre zuvor mit
dieser frage im kopf gespielt und definitive nicht 3 tage.
ich hatte eine partielle unterstützung finanziel von der firma, aber
rückblickend war das unbedeutent (6k/30k).
weil richtig teuer ist die lebenszeit die du und nur du investieren
musst, und das geht nur über commitment.
gefüllt habe ich x-mal unterwegs hingeschmissen, aber am ende doch
irgendwie 2 masterabschlüsse parallel in einer fremdsprache erreicht.
ABER die qualität meines direktstudiums war definitive im vergleich dazu
unerreichbar besser und genossen habe ich es nie!
oder wie hier irgendwo jemand schrieb, nie wieder - ich werf mich lieber
vor den zug!
unterstützung von deiner firma im sinne neuer job/aufgabe kannst du
vergessen. wenn du das hinter dir hast sind deine ansprüche/einsichten
ganz andere.
keiner in deiner firma/umfeld wird vertehen können warum jemand sich so
quällt über x-jahre und darum wird es am ende auch keine firma
anerkennen, die dich bereits kennt.
die wirtschaftliche anerkennung erfordert definitive einen
reset/neustart in einer anderen firma mit völlig neuen aufgaben, weil
danach kann dich auch nichts anderes mehr motivieren.
dk4ug
Markus M. schrieb:> Jemand mit Familie könnte das wohl nicht machen. Hab momentan nur eine> Freundin, dürfte gehen.
Die ist danach weg, da kannst du 100% sicher sein.
Leroy M. schrieb:>> Wenn du das nebenbei zum Vollzeitjob machen willst, kannst du dich von> deiner Freundin schon mal verabschieden. Ich spreche da aus Erfahrung...> (Techniker Abendschule)
KANN muss aber nicht, habe das (verheiratet) mit ungeplanten 2x Arbeits-
+ 1x Wohnungswechsel geschafft. Sicher nicht lustig und doch möglich.
Markus M. schrieb:> Frechheit finde ich nur, dass ich viel Zeit investiere und Geld, und> meine Ausbildung der Firma auch zugute kommt und ich das dann auch noch> selbst bezahlen darf...
Die Frechheit besteht darin, dass Dir der Arbeitgeber die zeitliche
Flexibilität bietet, solch ein Studium zu absolvieren, und Du ihn dafür
beschimpfst. Während dieser Zeit wäre vermutlich sogar Deine
Produktivität während Deiner Arbeitszeit vermindert.
Warum Du trotz all dieser Punkte auch noch meinst, ein höheres Gehalt
beziehen zu können, erschließt sich mir nicht im geringsten. Anders
sieht es jedoch aus, sobald Du das Studium erfolgreich absolviert hast.
Dann kannst Du Dich vielleicht intern für eine andere, höher bezahlte
Tätigkeit bewerben. Aber zunächst musst Du da in Vorleistung treten.
Markus M. schrieb:> Aktuell wird doch nicht bezahlt, weder Geld noch Zeit.
Das war bei meinem Studium auch so. Ich musste das glatt selber
finanzieren.
> Hab momentan nur eine Freundin, dürfte gehen.
Ich glaube auch fast, dass die gehen dürfte. Spätestens, wenn sie
herausfindet, dass du sie "nur" hast... ;-)
Lothar M. schrieb:>> Hab momentan nur eine Freundin, dürfte gehen.> Ich glaube auch fast, dass die gehen dürfte... ;-)
Aber nur wenn sie einen Puls hat...
Hallo, danke für eure Comments!
Einige kann ich verstehen, andere nicht.
Danke, für die die es gut gemeint haben ;-)
Andreas S. schrieb:> Warum Du trotz all dieser Punkte auch noch meinst, ein höheres Gehalt> beziehen zu können, erschließt sich mir nicht im geringsten. Anders> sieht es jedoch aus, sobald Du das Studium erfolgreich absolviert hast.
Klar, erst dann wenn ich es auch erfolgreich absolviert habe, klar.
> Dann kannst Du Dich vielleicht intern für eine andere, höher bezahlte> Tätigkeit bewerben. Aber zunächst musst Du da in Vorleistung treten.
Wer sagt denn, dass ich mich intern bewerben will?
Wenn schon die Firma nichts investieren will, warum sollte ich in so
einer Firma bleiben? Die wird wohl auch nix nachher investieren.
Da bieten sich extern interessantere Möglichkeiten.
Die Firma schafft sich selbst ab und erzeugt einfach nur einen
Brain-Drain.
That's it.
Markus M. schrieb:> Wenn schon die Firma nichts investieren will, warum sollte ich in so> einer Firma bleiben? Die wird wohl auch nix nachher investieren.
Offenbar ist es wirklich nicht ganz verkehrt, Dir ein paar
betriebswirtschftliche Grundlagen beizubringen, z.B. die korrekte
Verwendung von solchen Begriffen wie "investieren". Laufende
Personalkosten sind keine Investitionen.
> Da bieten sich extern interessantere Möglichkeiten.
Möglicherweise.
> Die Firma schafft sich selbst ab und erzeugt einfach nur einen> Brain-Drain.> That's it.
Du leidest unter einer ziemlichen Selbstüberschätzung.
Markus M. schrieb:> Wer sagt denn, dass ich mich intern bewerben will?> Wenn schon die Firma nichts investieren will, warum sollte ich in so> einer Firma bleiben?
Weil du nichts besseres findest? Weil du aus anderen Gründen in deiner
Arbeitgeberwahl eingeschränkt bist?
> Die wird wohl auch nix nachher investieren.
Na ja. Es ist so: Firmen suchen sich ihre "High Potentials", in deren
Karriere sie mittelfristig investieren, lieber selber aus. Warum sie
dich nicht ausgesucht haben? Hmmm...
> Die Firma schafft sich selbst ab und erzeugt einfach nur einen> Brain-Drain.> That's it.
Vielleicht überschätzt du dich. Du arbeitest in der Firmen-IT, richtig?
Da ist Selbstüberschätzung häufig, obwohl gerade dort die Leute dank der
Konzentration auf wenige große Marken (Windows, Cisco, SAP, Oracle) fast
beliebig austauschbar sind. Fachkräftemangel gibt es nicht. Wenn eine
Firma in der IT Einschränkungen hinnehmen will, kann sie die Arbeit
notfalls outsourcen.
Markus M. schrieb:> Frechheit finde ich nur, dass ich viel Zeit investiere und Geld, und> meine Ausbildung der Firma auch zugute kommt und ich das dann auch noch> selbst bezahlen darf...
Es hat dich keiner dazu aufgefordert.
genervt schrieb:> Markus M. schrieb:>> Frechheit finde ich nur, dass ich viel Zeit investiere und Geld, und>> meine Ausbildung der Firma auch zugute kommt und ich das dann auch noch>> selbst bezahlen darf...>> Es hat dich keiner dazu aufgefordert.
Genau!
Stefan D. schrieb:> Wenn du nach dem Master Manager wirst, hat die Firma ein Management> Anfänger (den sie sich auch gleich ausgebildet von der Stange holen> kann) und kein Codemonkey mehr.D.h. du und der neue Codemonkey müssen> wieder von vorne ein gelernt werden.
Ok. Ist auch eine Ansicht. Deine Ansicht:
Übersetzt heisst das: das Entwicklerwissen ist nichts wert. Management:
egal. Holen wir uns billig von extern. Falsch!
Du glaubst etwas von Mgmt. zu verstehen? Nein!
Dein Ziel ist es wohl, die Fluktuation so niedrig wie möglich zu halten.
Ein ehemaliger Entwickler als Manager? Ja! Dir kann nichts besseres
passieren, denn der weiss mit welchen Problemen die Leute kämpfen und
kennt auch noch die Firmenstruktur!
Das ist ja auch das Problem das hier im Forum immer beklagt wird: Bwler
als Manager, haben keine Ahnung.
Wie wäre es mal mit einem Manager MIT Ahnung?
apollo2mond schrieb:> ast du eigentlich schon monate/jahre zuvor mit dieser frage im kopf> gespielt und definitive nicht 3 tage.
Ja du hast Recht!
apollo2mond schrieb:> die wirtschaftliche anerkennung erfordert definitive einen> reset/neustart in einer anderen firma mit völlig neuen aufgaben, weil> danach kann dich auch nichts anderes mehr motivieren.>> dk4ug
Das ist auch mein Schluss. Ganz genau.
Lothar M. schrieb:> Ich glaube auch fast, dass die gehen dürfte. Spätestens, wenn sie> herausfindet, dass du sie "nur" hast... ;-)
Ok war vielleicht schlecht ausgedrückt :-)
Vielleicht hat sie auch mich ;-)
Andreas S. schrieb:> z.B. die korrekte Verwendung von solchen Begriffen wie "investieren".> Laufende Personalkosten sind keine Investitionen.
Ach, dann ist Investition in Weiterbildung und Ausbildung nur Kosten,
also irgendwie auch Verschwendung? Also auch alles was dir da die Firma
bezahlt? Erzähl das mal besser deinem Chef.
Jack schrieb:> Vielleicht überschätzt du dich. Du arbeitest in der Firmen-IT, richtig?
Nein, ich überschätze nicht, ich schätze genau richtig, da ich weiss,
was ich für die Firma leiste.
Markus M. schrieb:>> Laufende Personalkosten sind keine Investitionen.> Ach, dann ist Investition in Weiterbildung und Ausbildung nur Kosten,
Offenbar hast Du noch weniger Ahnung von kaufmännischen Dingen als der
TE; immerhin hat er das erkannt und versucht nun, sich weiterzubilden.
Ich habe von "laufenden Personalkosten" geschrieben, und das sind nun
einmal die Gehaltszahlungen und Lohnnebenkosten, somit Betriebsausgaben.
Auch die Kosten für Fortbildungsmaßnahmen sind Betriebsausgaben.
> also irgendwie auch Verschwendung?
Nein, keineswegs. Auch Betriebsausgaben sind keine Verschwendung,
sondern ermöglichen überhaupt erst die Arbeit des Unternehmens, z.B.
auch in Form des Materialeinkaufs.
Bei Investitionen hingegen handelt es sich um den Erwerb von
langfristigen Vermögensgegenständen; auch der Erwerb von Wissen sowie
die Ergebnisse von F&E-Aktivitäten können solche Vermögensgegenstände
sein. Als Kriterium gilt hierbei jedoch, dass ein fremder Dritter bei
Fortführung des Unternehmens diesen Gegenstand im Rahmen der
Kaufpreisbemessung berücksichtigen würde. (Erwerberfiktionsprinzip)
Falls nun also irgendein Wissen erworben wurde, das dem Unternehmens
nichts nützt, handelt es sich dabei aus Sicht des Unternehmens auch
nicht um einen Vermögensgegenstand.
Ein Töpferkurs für Informatiker hält zwar die Mitarbeiter bei Laune,
aber die gewonnenen Töpferkenntnisse werden kaum als Immaterieller
Vermögenswert in der GUV oder der Bilanz berücksichtigt werden.
> Also auch alles was dir da die Firma> bezahlt? Erzähl das mal besser deinem Chef.
Ich bin nicht nur der Chef, sondern mir gehört das Unternehmen.
Markus M. schrieb:> Frechheit finde ich nur, dass ich viel Zeit investiere und Geld, und> meine Ausbildung der Firma auch zugute kommt und ich das dann auch noch> selbst bezahlen darf...
Auf dem Boden der Tatsachen gelandet? Wolke 7 ist vorbei. Willkommen
in der Realität.
lg. Heiner
Andreas S. schrieb:> Falls nun also irgendein Wissen erworben wurde, das dem Unternehmens> nichts nützt, handelt es sich dabei aus Sicht des Unternehmens auch> nicht um einen Vermögensgegenstand.
Das ist nicht irgendein Wissen, das Studium IST relevantes Wissen, nur
die Firma/HR ist wohl zu belämmert das zu erkennen oder haben selbst
nicht so eine Ausbildung.
Andreas S. schrieb:> Während dieser Zeit wäre vermutlich sogar Deine Produktivität während> Deiner Arbeitszeit vermindert.
Während dieses Studiums wird sogar die Produktivität erhöht, da ich das
neueste Wissen direkt anwenden kann und alle davon profitieren und das
zum Nullpreis für die Firma.
Wissensmanagement sagt dir gar nichts?
Markus M. schrieb:> Das ist nicht irgendein Wissen, das Studium IST relevantes Wissen,
Nicht für das Unternehmen, sondern für den Mitarbeiter. Wenn der
Mitarbeiter das Unternehmen verlässt, geht das Wissen dem Unternehmen
wieder verloren.
Anders sieht es aus mit Wissen, welches sich nicht käuflich erwerben
lässt, sondern ein Ergebnis der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten
des Unternehmens ist, insbesondere wenn es in verkörperter Form
vorliegt, z.B. in Form interner Publikationen, Erfindungen, usw., und
deswegen auch von neuen Mitarbeitern zügig angelesen oder sonstwie
genutzt werden kann.
> nur die Firma/HR ist wohl zu belämmert das zu erkennen oder haben selbst> nicht so eine Ausbildung.
Nein, Du wirst von dem Unternehmen nicht als wichtiger Wissensträger
angesehen. Das liegt aber an Deiner Person.
> Während dieses Studiums wird sogar die Produktivität erhöht, da ich das> neueste Wissen direkt anwenden kann und alle davon profitieren und das> zum Nullpreis für die Firma.
Du befindest Dich aber derzeit und während des Studiums nicht auf einer
Stelle, für die das "neueste Wissen" unbedingt benötigt wird. Außerdem
sollte man sich tunlichst von der Vorstellung lösen, dass man als
Student an deutschen Hochschulen wirklich den aktuellen Stand der
Wissenschaft vermittelt bekommt.
> Wissensmanagement sagt dir gar nichts?
Doch, natürlich.
Markus M. schrieb:> Wie wäre es mal mit einem Manager MIT Ahnung?
Das funktioniert nur dann, wenn der ueberwiegende Teil der Manager in
der Fa. (insbesondere das Topmanagement) mit Ahnung ausgestattet sind.
Das allerdings scheint selten zu werden.
EIN Manager mit Ahnung in einer ansonsten von BWLern beherrschten Fa.
ist definitiv:
1. zu bedauern
2. in der falschen Fa.
rfvtgby6hn
Andreas S. schrieb:> Nicht für das Unternehmen, sondern für den Mitarbeiter. Wenn der> Mitarbeiter das Unternehmen verlässt, geht das Wissen dem Unternehmen> wieder verloren.
Ja in erster Linie ist es für mich, das stimmt. Aber auch die Firma
profitiert langfristig, und am meisten wenn sie Mitarbeiter wertschätzt
und die sich entwickeln können und was Neues lernen können und die Firma
das sogar fördert. Die sind supermotiviert, machen doppelten Einsatz,
sind loyal und bleiben dann auch.
Andreas S. schrieb:> Nein, Du wirst von dem Unternehmen nicht als wichtiger Wissensträger> angesehen. Das liegt aber an Deiner Person.
Naja ich würde sagen, ich arbeite einfach im falschen Bereich, nämlich
nicht im Kernbusiness der Firma, sondern in der IT. Ist auch wichtig,
kostet aber in deren Augen nur. Drum wollen die einfach die Kosten
drücken.
Andreas S. schrieb:> Du befindest Dich aber derzeit und während des Studiums nicht auf einer> Stelle, für die das "neueste Wissen" unbedingt benötigt wird.
Ja das kann ich bestätigen. Nicht alles kann ich einsetzen. Auch ein
Grund warum ich langfristig die Firma verlassen werde. Nicht nur weil
mein Wissen nicht geschätzt wird, sondern weil ich eingesehen habe, dass
es dort sowieso nix bringt.
Die bringen mir nix, ich bringe denen auch nix, besser einen
Schlussstrich ziehen.
rfvtgby6hn schrieb:> Das funktioniert nur dann, wenn der ueberwiegende Teil der Manager in> der Fa. (insbesondere das Topmanagement) mit Ahnung ausgestattet sind.> Das allerdings scheint selten zu werden.
Genau. Wo gibts das noch?
Markus M. schrieb:> Andreas S. schrieb:>> Nicht für das Unternehmen, sondern für den Mitarbeiter. Wenn der>> Mitarbeiter das Unternehmen verlässt, geht das Wissen dem Unternehmen>> wieder verloren.> Ja in erster Linie ist es für mich, das stimmt.
Diese Art von Wissen nutzt ausschließlich Dir selbst.
> Aber auch die Firma> profitiert langfristig, und am meisten wenn sie Mitarbeiter wertschätzt> und die sich entwickeln können und was Neues lernen können und die Firma> das sogar fördert. Die sind supermotiviert, machen doppelten Einsatz,> sind loyal und bleiben dann auch.
Das Unternehmen kommt Dir doch so weit entgegen, dass Du Deine
vertraglich vereinbarte Arbeitszeit auch zu Dir genehmen Zeiten
erbringen darfst.
Deine gesamte Denkweise, die Du hier präsentierst, ist nicht den Hauch
unternehmerisch geprägt. Damit scheidest Du für eine Führungsposition
komplett aus. Also benötigst Du auch keine entsprechende
Zusatzqualifikation. Gewisse unternehmerische Sichtweisen wird man
natürlich auch im Rahmen einer betriebswirtschaftlichen
(Zusatz-)Ausbildung erlernen können, aber Deine Vorgesetzten kennen Dich
offen noch besser.
Wärst Du jemand, der mittelfristig als Führungskraft aufgebaut werden
sollte, würde man Dich ganz anders unterstützen.
> Andreas S. schrieb:>> Nein, Du wirst von dem Unternehmen nicht als wichtiger Wissensträger>> angesehen. Das liegt aber an Deiner Person.> Naja ich würde sagen, ich arbeite einfach im falschen Bereich, nämlich> nicht im Kernbusiness der Firma, sondern in der IT.
Gerade in der IT kann man hervorragend Karriere machen, natürlich nur,
wenn die Größe bzw. das Wachstum des Unternehmens so etwas zulassen.
> Ist auch wichtig, kostet aber in deren Augen nur. Drum wollen die> einfach die Kosten drücken.
Es hängt natürlich sehr stark von den Hauptgeschäftsfeldern ab, ob sich
bedeutende IT-getriebene Innovationen realisieren lassen. Das kann hier
aber keiner ohne detaillierte Kenntnisse des Unternehmens beurteilen.
Die 0815-Tätigkeiten (System- und Netzwerkadministration) unterliegen
natürlich einem erheblichen Qualitäts- und Kostendruck und müssen sich
fortwährend auch mit anderen Unternehmen und externen Dienstleistern
vergleichen lassen.
> Ja das kann ich bestätigen. Nicht alles kann ich einsetzen. Auch ein> Grund warum ich langfristig die Firma verlassen werde. Nicht nur weil> mein Wissen nicht geschätzt wird, sondern weil ich eingesehen habe, dass> es dort sowieso nix bringt.> Die bringen mir nix, ich bringe denen auch nix, besser einen> Schlussstrich ziehen.
Genau. So spart auch das Unternehmen die Kosten und vor allem die
Aufregung, Dich zu entlassen. Also ist es eine Win-Win-Situation.
> rfvtgby6hn schrieb:>> Das allerdings scheint selten zu werden.> Genau. Wo gibts das noch?
Das gibt es in sehr vielen erfolgreichen mittelständischen Unternehmen,
die von der Gründern selbst geführt werden. Sobald jedoch eine
Managergeneration einzieht, die in ihrem ganzen Leben noch nie eigene
unternehmerische Verantwortung getragen hat, wird es problematisch. Und
bei Unternehmenserben hängt es gewaltig davon ab, wie sie von ihren
Ahnen erzogen wurden. Mussten sie schon in ihrer Jugend als Praktikanten
oder Aushilfen auch "niedere Tätigkeiten" ausführen und lernten so
kennen und zu schätzen, welcher Aufwand dahintersteckt, oder lebten sie
völlig isoliert als hauptberufliche Töchter und Söhne in der Gewissheit,
nach ihrem schampusschlürfend absolvierten BWL-Studium gleich auf
Führungsebene einsteigen zu können? Eine Ex-Freundin von mir war die
Tochter bzw. Nichte der Gründer eines sehr, sehr großen
IT-Dienstleisters und hat selbst sehr großen Wert darauf gelegt, schon
als Schülerin mitzuarbeiten, d.h. sie ist dann von Bankfiliale zu
Bankfiliale gezogen und hat die dortigen Mitarbeiter ausführlich zur
Funktionalität und Zufriedenheit der von diesem IT-Dienstleister
bereitgestellten Software befragt. Auch im Studium (Physik, nicht BWL)
hat sie stets die minimalistische Variante (Studentenzimmer statt
Luxus-Appartment, altes Fahrrad statt Auto) gewählt, um sich nicht der
Versuchung auszusetzen, "abzuheben".
Andreas S. schrieb:> Diese Art von Wissen nutzt ausschließlich Dir selbst.
Nein, das ist schlichtweg falsch. Und du weisst das und widersprichst
dir hier auch selbst:
Andreas S. schrieb:> Es hängt natürlich sehr stark von den Hauptgeschäftsfeldern ab, ob sich> bedeutende IT-getriebene Innovationen realisieren lassen. Das kann hier> aber keiner ohne detaillierte Kenntnisse des Unternehmens beurteilen.
Das ist ja genau das: gesamtheitlich würde dem Unternehmen sicherlich
mein neues Wissen etwas bringen, aber halt effektiv mehr in einer
anderen Abteilung, als in der aktuellen.
Zudem, wenn ich in diese Abteilung wechseln würde, wäre ich kein
Frischling, da ich die Firma schon kenne.
Der Teamleiter unterstützt das ja auch, aber leider lehnt HR das alles
ab, da sie wie gesagt und ich wiederhole das gerne, selbst zu
unterqualifiziert sind um das zu erkennen.
Andreas S. schrieb:> Deine gesamte Denkweise, die Du hier präsentierst, ist nicht den Hauch> unternehmerisch geprägt. Damit scheidest Du für eine Führungsposition> komplett aus. Also benötigst Du auch keine entsprechende> Zusatzqualifikation.
Ach was? du weisst schon, Ferndiagnosen sind grösstenteils untauglich,
da sie nicht alle Faktoren einberechnen (können). Auf solch einen Rat
kann man gut verzichten. Wenn du für deine Mitarbeiter auch so denkst,
tut es mir leid.
Man sieht ja auch so, dass du dich nicht am neuesten Stand bewegst. Wann
war das letzte Update deiner Website? Durch Dr Google landet man direkt
auf deinem Firmenauftritt. Aha, 2011. 2011?! Das ist mittlerweile 6
Jahre her. Also klarer 1. Eindruck: hier gibt's nicht viel neues. Wohl
auch keine Weiterbildung. Eher vielleicht Learning By Doing.
Aber ich mache dir sogar ein Angebot: ich wäre bereit deine Firma in
solchen Dingen zu beraten. Alles wird gut, keine Sorge.
@Markus M.
Werter Markus,
wenn die Welt so ungerecht zu dir ist, dann nimm dein Leben selbst in
die Hand und zeig es allen und poche nicht auf die finanzielle
Wertschätzung der in deinen Augen Unterbelichteten.
Nur so wirst du dir und allen anderen gerecht.
Sonst wirst du ein Leben lang der ewig stänkernde Unzufriedene bleiben!
Markus M. schrieb:> Der Teamleiter unterstützt das ja auch, aber leider lehnt HR das alles> ab, da sie wie gesagt und ich wiederhole das gerne, selbst zu> unterqualifiziert sind um das zu erkennen.
Und schon wieder bist Du hereingefallen. Du weißt nicht, welche
Absprachen es zwischen Deinem Teamleiter und der HR-Abteilung gibt.
HR: "Sehen Sie wirklich Herrn M. auf einer Führungsposition?"
Teamleiter: "Nein, bloß nicht! Aber ich muss noch mit ihm
zusammenarbeiten.
Können Sie ihm bitte einfach die Unterstützung verweigern?"
HR: "Kein Problem, wir sind doch eh schon die Buhmänner."
Viele derartige Entscheidungsprozesse laufen so ab, dass auf eine dritte
Instanz verwiesen wird, der sich alle beugen müssen, gerade in
Personalfragen. Wenn man als Vorstand z.B. eine größere Zahl von
Arbeitsplätzen abbauen will, beauftragt man eine Unternehmensberatung,
die "völlig unabhängig" zu dem diesem Ergebnis kommt. Und als Vorstand
bleibt man unangreifbar, wenn man dieser Empfehlung folgt. Falls die
Entscheidung schlecht war, ist es die Schuld des Unternehmensberaters.
Jeder agiert so. Wer verschlafen hat, gibt die Schuld dem Busfahrer,
der zu früh an der Haltestelle losgefahren sein soll. Oder "die anderen"
sind schuld, weil man eine Stunde lang im Stau steckte. Oder Gott wollte
es so. Oder sonstwer. Solch einen Betrug begeht man sowohl sich selbst
als auch Dritten gegenüber.
> Man sieht ja auch so, dass du dich nicht am neuesten Stand bewegst. Wann> war das letzte Update deiner Website? Durch Dr Google landet man direkt> auf deinem Firmenauftritt. Aha, 2011. 2011?! Das ist mittlerweile 6> Jahre her. Also klarer 1. Eindruck: hier gibt's nicht viel neues. Wohl> auch keine Weiterbildung. Eher vielleicht Learning By Doing.
Ja, die Webseiten müssten in der Tat mal wieder grundlegend überarbeitet
werden. Die derzeitige Auslastung lässt hierfür aber keine Zeit.
> Aber ich mache dir sogar ein Angebot: ich wäre bereit deine Firma in> solchen Dingen zu beraten. Alles wird gut, keine Sorge.
Kein Interesse.
> Re: Nebenberuflicher Master - Firma zahlt nix!
Da hast du denen gegenüber auch keine Verpflichtungen. Master
abschließen und besser bezahlten Job suchen.
Aber nicht bei Perschau aufhören und zu Frunel gehen. Das bringt nichts
!
rfvtgby6hn schrieb:> Schade, dass wir die Landung nicht zu sehen bekommen.
Doch, hoffentlich bald ;-)
Kastanie schrieb:> nimm dein Leben selbst in die Hand und zeig es allen und poche nicht auf> die finanzielle Wertschätzung der in deinen Augen Unterbelichteten.
Ja das mache ich auch so. Zahle es selbst.
Andreas S. schrieb:> Du weißt nicht, welche Absprachen es zwischen Deinem Teamleiter und der> HR-Abteilung gibt.
Das kann sein, ja genau. Das wäre aber wirklich falsch gegenüber mir. Da
würde ich mir wenigstens eine klare Aussage wünschen. Nicht so
hintenrum.
Zocker_52 schrieb:> Da hast du denen gegenüber auch keine Verpflichtungen. Master> abschließen und besser bezahlten Job suchen.
Richtig, das werde ich auch so machen.
Markus M. schrieb:> Frechheit finde ich nur, dass ich viel Zeit investiere und Geld, und> meine Ausbildung der Firma auch zugute kommt und ich das dann auch noch> selbst bezahlen darf...
Offensichtlich hat die Firma kein Interesse an Deiner "Fortbildung",
warum sollte sie sie dann bezahlen? Du arbeitest zwei Jahre lang mit
angezogener Handbremse und danach kommst Du wahrscheinlich auch noch an
und forderst mehr Gehalt, da Du ja besser qualifiziert seist!? Und das
soll die Firma noch unterrstützen? Warum sollte die Firma das tun?
> Denke ich mach mich jetzt mal schlau, suche nach Firmen,die mir das> bezahlen wollen...!
Viel Spaß! Warum kündigst Du nicht einfach, studierst dann Vollzeit und
suchst Dir dann einen neuen Job?
Heiner schrieb:> Hast du dir jetzt im Forum sagen lassen, wie du dein Leben gestalten> sollst?>> lg. Heiner
Nö, Zocker_52 hat das richtig geschrieben. Das habe ich auch bereits
vorher schon so vorgehabt.
Christian schrieb:> da Du ja besser qualifiziert seist!? Und das soll die Firma noch> unterrstützen? Warum sollte die Firma das tun?
Warum denn nicht?
Gibt's heute denn keine Firmen mehr, die etwas zahlen? Ist es der
Normalfall wenn die Mitarbeiter dann auch noch ihre Weiterbildung zahlen
müssen?
Yoschka schrieb:> Mimimi! Und Du willst ins Management?
Du kleiner Dreikäsehoch verstehst wohl gar nichts.
Ich habe die Eier meinem Chef zu sagen, dass das Studium momentan für
mich das Wichtigste ist.
Nur er hat die anscheinend nicht, mir klipp und klar zu sagen, nein
können wir leider nicht bezahlen.
Markus M. schrieb:> Gibt's heute denn keine Firmen mehr, die etwas zahlen? Ist es der> Normalfall wenn die Mitarbeiter dann auch noch ihre Weiterbildung zahlen> müssen?
Kommt darauf an: Wenn es eine Weiterbildung ist, die im wesentlichen der
Firma nützt und dem Mitarbeiter wenig, dann zahlt die Firma die, klar.
Sonst macht der MA die ja auch nicht. Wenn es eine Weiterbildung ist,
die der Firma nichts nützt, sondern eher schadet (der Mitarbeiter hält
sich danach für was besseres, will mehr Gehalt oder mehr Verantwortung,
die man ihm aber nicht geben will) und die der Mitarbeiter für sein
Privatvergnügen macht, wäre die Firma schön blöd, wenn sie das bezahlen
würde.
> Ich habe die Eier meinem Chef zu sagen, dass das Studium momentan für> mich das Wichtigste ist.> Nur er hat die anscheinend nicht, mir klipp und klar zu sagen, nein> können wir leider nicht bezahlen.
Vorgesetzte machen selten klare Ansagen, sie erwarten, dass die
Mitarbeiter zwischen den Zeilen lesen. Die Reaktion Deines Teamleiters
zeigt doch, dass er an dieser Weiterbildung null Interesse hat. Mit
bezahlen können hat das nichts zu tun, ihm wäre lieber, Du würdest
einfach nur Deine Arbeit machen, anstatt sinnlose Kurse zu belegen. Da
man das aber nicht so sagen darf und er Dich als Mitarbeiter nicht vor
den Kopf stoßen will, sagt er es indirekt.
Markus M. schrieb:> Christian schrieb:>> da Du ja besser qualifiziert seist!? Und das soll die Firma noch>> unterrstützen? Warum sollte die Firma das tun?> Warum denn nicht?> Gibt's heute denn keine Firmen mehr, die etwas zahlen?
Doch, im ÖD bekommen Leute mit "Beziehung" fast alles bezahlt.
Sind Herrschaften halt und steigen auf.
Diejenigen die was können, können ja für die Herrschaften malochen.
So läuft´s in der DDR4.0!
> Ist es der> Normalfall wenn die Mitarbeiter dann auch noch ihre Weiterbildung zahlen> müssen?
Ja!
Als ich 'nebenbei' ein BWL-Aufbaustudium für Ingenieure studierte und
nach erfolgreicher Halbzeit unserer Personalabteilung davon berichtete,
hätte ich mir zumindest ein (oder mehrere) Extras gewünscht, wie z.B.:
- pro Jahr eine Handvoll zusätzlicher freier Tage (da die Seminare meist
Freitags und Samstags stattfanden, hätten mir 4-5 Extratage schon
weitergeholfen)
- Bereitstellen eines Firmenwagens (wäre für die 300 km einfache Fahrt
zum Seminarort hilfreich gewesen)
- Bereitstellen einer Unterkunft, also Hotelzimmer
Wie die Vorredner schrieben, tuen sich die Personalabteilungen mit
solchen Fördermaßnahmen sehr schwer - insbesondere wenn die Fortbildung
nicht-fachlicher Natur ist und Du bist gewiß nicht der einzige, dem das
passiert.
Andererseits wird man ja angesichts des 'Fachkräftemangels' träumen
dürfen. Zumal jeder einzelne meiner aufgeführten Vorschläge das
Unternehmen kaum mehr als 1.000 € p.a. kosten dürfte. Bei meinen
Gesamtausgaben in Höhe von 18.000 € (vor Steuern) für Studiengebühren,
Fahrtkosten, Hotelkosten und Literatur über 3 Jahre, sehe ich 1.000 €
p.a. als verhältnismäßig gering und für den Arbeitgeber als durchaus
zumutbar ein. Hier ist ein Umdenken seitens der Unternehmen gefragt!
So Markus,
was soll denn das eigentlich für tolles Spezialwissen sein?
Welche tiefgreifenden neuen Kenntnisse meinst du dir in nem
Masterstudium aneignen zu können dass du auf einmal deiner Firma so nen
tollen Mehrwert bieten kannst?
Hast du da schon ein paar konkrete Themen die im Master behandelt werden
von denen du denkst sie seien für deine Firma bedeutsam?
Oder ist das eher so Wunschdenken, "lassen wir uns mal überraschen was
der Dozent uns erzählt."?
Was sind das für Maßnahmen mit denen du schon während des Studiums deine
Produktivität zu erhöhen glaubst?
Auch ich finde dass die Firma dir schon sehr entgegen kommt indem sie
dir flexible Arbeitszeiten zugesteht für eine privatvergnügliche
Fortbildung die ihr wahrscheinlich nichts nützt, deine Produktivität
aber sicherlich mindern wird.
Markus schrieb:> Hier ist ein Umdenken seitens der Unternehmen gefragt!
Nein, Du hast das Studium doch offenbar auch ohne die finanzielle
Unterstützung durch das Unternehmen absolviert. Worin hätte also für das
Unternehmen der ganz konkrete Vorteil bestanden?
Ganz im Gegenteil würde sich Deine Verhandlungsposition bei
Mitarbeitergesprächen verbessern, denn im Falle einer finanziellen
Unterstützung hätte das Unternehmen ja signalisiert, dass die erworbenen
Fähigkeiten für das Unternehmen nützlich sein könnten. Folglich hättest
Du dann ein gutes Argument für eine Gehaltserhöhung. Ohne die
finanzielle Unterstützung, oder noch besser: bei expliziter Ablehnung,
kann das Unternehmen wiederum vorbringen, schon damals keinen Nutzen
gesehen zu haben.
Le X. schrieb:> Auch ich finde dass die Firma dir schon sehr entgegen kommt indem sie> dir flexible Arbeitszeiten zugesteht für eine privatvergnügliche> Fortbildung die ihr wahrscheinlich nichts nützt, deine Produktivität> aber sicherlich mindern wird.
... und ihn zusätzlich noch dazu veranlasst, bei der nächsten
Gelegenheit die Hand aufzuhalten, weil er meint, nun wertvoller für das
Unternehmen geworden zu sein.
Markus M. schrieb:>> da Du ja besser qualifiziert seist!? Und das soll die Firma noch>> unterrstützen? Warum sollte die Firma das tun?> Warum denn nicht?
1. Weil es Geld kostet.
2. Weil Du anschließend mehr Gehalt haben willst.
> Gibt's heute denn keine Firmen mehr, die etwas zahlen? Ist es der> Normalfall wenn die Mitarbeiter dann auch noch ihre Weiterbildung zahlen> müssen?
Berufliche Weiterbildungen sind eine reine Privatangelegenheit des
Mitarbeiters, betriebliche Weiterbildungen und Fortbildungen hingegen
sehr im Interesse des Unternehmens. Unternehmen bezahlen daher
Fortbildungen, die einen konkreten Nutzen bringen, z.B. Schulungen für
Entwicklungswerkzeuge, moderne Methoden in der Softwareentwicklung.
Bei berufliche Weiterbildungen kann das Finanzamt in manchen Fällen
sogar die Absetzbarkeit als Betriebsausgabe (oder für den Arbeitnehmer
als außergewöhnliche Belastung oder Werbungskosten) ablehnen, wenn
derjenige schon zuvor einen anerkannten Bildungsabschluss erhalten hat.
Stattdessen könnte man in solchen Fällen ggf. eine Förderung durch die
Arbeitsagentur beantragen. Diese wird aber in Deinem Fall die Förderung
ablehnen, denn Du übst ja zur Zeit einen nicht von Dauerarbeitslosigkeit
bedrohten Beruf aus.
> Yoschka schrieb:>> Mimimi! Und Du willst ins Management?> Du kleiner Dreikäsehoch verstehst wohl gar nichts.> Ich habe die Eier meinem Chef zu sagen, dass das Studium momentan für> mich das Wichtigste ist.
Du vertritts ausschließlich Deine eigenen Forderungen und gehst
überhaupt nicht auf mögliche Interessenten des Unternehmens ein. Bei
solch einem egozentrischen Verhalten disqualifizierst Du Dich komplett
für eine Führungslaufbahn. Folglich benötigst Du auch keine
entsprechende Fort- oder Weiterbildung.
> Nur er hat die anscheinend nicht, mir klipp und klar zu sagen, nein> können wir leider nicht bezahlen.
Das hat er doch ganz klar gesagt, aber Du willst es bloß nicht
akzeptieren. Der Verweis auf die HR erfolgt zum einen aus dem schon
zuvor erläuterten Grund ("Buhmann") und zum anderen, weil die HR
schließlich das Geld aus dem entsprechenden Topf für Fortbildungen
bewilligen müsste. Wenn Dein Chef diese Kosten einfach aus Projekt- oder
Abteilungsmitteln bezahlen würde, bekäme er höchstwahrscheinlich sogar
sehr viel Ärger.
Gähn schrieb:> Zu meinem Motorsägenschein hat die Firma auch> nix dazugegeben.
Aber interessant, wie viele den machen.
Ich verstehe die Deutschen nicht, mit ihrem Scheine-Wahn.
VDWS, der gilt sogar weltweit, wenn du dir ein Surfbrett leihen willst.
Ich habe den nicht, ebenso wenig den Motorsägenschein. Was ist das alles
für ein Blödsinn!
Jetz sag ich euch mal was.
Für meine Mitarbeiter werde ich zum Traum-Chef, für euch zum Alptraum.
Christian schrieb:> Wenn es eine Weiterbildung ist,> die der Firma nichts nützt, sondern eher schadet (der Mitarbeiter hält> sich danach für was besseres, will mehr Gehalt oder mehr Verantwortung,> die man ihm aber nicht geben will) und die der Mitarbeiter für sein> Privatvergnügen macht, wäre die Firma schön blöd, wenn sie das bezahlen> würde.
Ach, du lebst also noch im vorigen Jahrhundert, da wo Fabrikarbeiter
ihren Job halt einfach den ganzen lieben Tag lang das Gleiche gemacht
haben.
Wir leben im 21. Jhdt., das bedeutet, wir sind Wissensarbeiter, und
insbesondere bedeutet das für Ingenieure und alle anderen
Wissensarbeiter, dass WISSEN das neue Kapital ist! Wenn mir ein Amateur
wie du erzählt, Weiterbildung nutzt der Firma nichts, dann kann ich so
jemanden wie dich, der anscheinend von sonst auch nicht viel Ahnung
haben muss (da bildungsfeindlich), einfach nicht ernst nehmen.
Christian schrieb:> orgesetzte machen selten klare Ansagen, sie erwarten, dass die> Mitarbeiter zwischen den Zeilen lesen. Die Reaktion Deines Teamleiters> zeigt doch, dass er an dieser Weiterbildung null Interesse hat. Mit> bezahlen können hat das nichts zu tun, ihm wäre lieber, Du würdest> einfach nur Deine Arbeit machen, anstatt sinnlose Kurse zu belegen. Da> man das aber nicht so sagen darf und er Dich als Mitarbeiter nicht vor> den Kopf stoßen will, sagt er es indirekt.
Falsch. Wahrscheinlich hast du dich diesem Spiel schon angepasst. Ich
nicht. Hinterm Rücken jemand schlecht machen. Nicht die Wahrheit sagen.
Unklar und nicht greifbar bleiben. Sagt wohl klar, welcher Firmenkultur
du schon Teil geworden bist. Ich bin besseres gewöhnt. Drum ziehe ich
auch einen Schlussstrich. Eine ganz einfache Rechnung.
Bleib du lieber mal auf deinem Posten sitzen. Bist wahrscheinlich
Beamter.
Markus schrieb:> Andererseits wird man ja angesichts des 'Fachkräftemangels' träumen> dürfen. Zumal jeder einzelne meiner aufgeführten Vorschläge das> Unternehmen kaum mehr als 1.000 € p.a. kosten dürfte. Bei meinen> Gesamtausgaben in Höhe von 18.000 € (vor Steuern) für Studiengebühren,> Fahrtkosten, Hotelkosten und Literatur über 3 Jahre, sehe ich 1.000 €> p.a. als verhältnismäßig gering und für den Arbeitgeber als durchaus> zumutbar ein. Hier ist ein Umdenken seitens der Unternehmen gefragt!
Richtig. Da haut es keinem einen Zacken aus der Krone. Ausserdem hat man
dann noch einen weitergebildeten, motivierten Mitarbeiter, der der Firma
viel mehr einbringt als sie an 1000 € p.a. investiert hat!
Le X. schrieb:> So Markus,> was soll denn das eigentlich für tolles Spezialwissen sein?> Welche tiefgreifenden neuen Kenntnisse meinst du dir in nem> Masterstudium aneignen zu können dass du auf einmal deiner Firma so nen> tollen Mehrwert bieten kannst?
Beispiel:
Ich bin ein Ingenieur, der nun auch mit Management-Studium ausgestattet
ist. Solche Leute, die Ahnung von beiden haben - da gibt es halt leider
wenige. Manager mit Bwl Kenntnissen, und 0 Ahnung von Technik - gibt es
wie Sand am Meer, Ingenieure mit Programmier oder Frickelkenntnissen und
0 Ahnung von Sozial- oder gar Managementkompetenzen - gibt es auch wie
Sand am Meer.
Beispiel: ich habe ein Seminar zu Verhandlungstechnik und eine Vorlesung
zu Game-Theory belegt. Verhandlungstechnik hilft mir in einer Position
als derjenige der Aufträge verteilt an externe SW-Dienstleister.
In dem ich schlussfolgernd Techniken wie gute Argumente angewandt habe,
habe ich meiner Firma bereits zur einer Einsparung von rund € 8000
geholfen. Mein Chef hat das bereits auch monetär anerkannt mit einem
Bonus, auch ein Grund, warum ich noch in der Firma bin. Dies aus einem
anderen, dem jährlichen Bonus-Budget. Auf das Weiterbildungs-Budget hat
er leider keinen Zugriff. Wie es in vielen Firmen halt so ist, versteht
oder macht das HR leider nicht den Job, den es machen oder verstehen
sollte.
Andreas S. schrieb:> Du vertritts ausschließlich Deine eigenen Forderungen und gehst> überhaupt nicht auf mögliche Interessenten des Unternehmens ein. Bei> solch einem egozentrischen Verhalten disqualifizierst Du Dich komplett> für eine Führungslaufbahn. Folglich benötigst Du auch keine> entsprechende Fort- oder Weiterbildung.
Ich wiederhole es nochmal: Falsch.
Die Aufgabe einer Firma ist es, die besten Mitarbeiter zu halten, auch
zu fördern und fordern. Sonst steht man irgendwann alleine da, was auch
dir passieren kann.
Mitarbeiter sind das Kapital einer Firma. Es ist eine Win-Win Situation,
wenn die Mitarbeiter merken, die Firma steht hinter ihnen, setzen sie
sich auch 5x soviel ein.
Wenn du nicht ganz hinterm Mond leben würdest, könntest du auch das
erkennen.
Als Lesetipp für dich:
https://www.inc.com/jason-lemkin/how-to-retain-star-employees.htmlF. F. schrieb:> Aber interessant, wie viele den machen.> Ich verstehe die Deutschen nicht, mit ihrem Scheine-Wahn.
Das ist es halt, was Deutschland gross macht.
Ich halte nichts von vielen unnötigen Scheinen, aber eine Weiterbildung,
ein Wissensaufbau macht Sinn.
Hier mal eine kleine Gratis-Lektüre von mir zu eurem Wissensaufbau, wie
man Wissen aufbaut:
Wir leben in einer Wissensgesellschaft, deswegen fördert man Wissen,
wenn man ein Unternehmen ist, das an nachhaltigen Wettbewerbsvorteilen
interessiert sind und das eine Chefetage hat, die das auch versteht.
Wissen wird kontinuierlich in einer Transformation von expliziten und
impliziten Wissen erzeugt. Lest euch mal ein Buch zu Knowledge -
Management durch (insbes. das SECI Modell) und versucht zu verstehen,
warum dies so wichtig ist.
Die Aufgabe eines Unternehmens ist es genau diesen Prozess der
Transformation zu fördern.
Möchtest Du hier ernsthafte Antworten auf Deine Frage und eine
Wiedergabe der Realität? Ich denke, beides hast Du zur Genüge bekommen.
Oder möchtest Du hier nur Deinen Frust ablassen, dass die Welt nicht so
ist, wie Du sie gerne hättest?
Ich sage nur: Die Firmen wissen schon selbst was gut für sie ist und
glaube nicht, dass sie auf Leute wie Dich gewartet haben.
Ich kenne viele Ingenieure, die in Management-Positionen tätig sind.
Auch unter Deutschlands Top-Managern befinden sich viele Ingenieure
(einfach mal googeln). Niemand von denen hat allerdings paar Jahre nach
Berufseinstieg die Finanzierung eines berufsbegleitendes
Wirtschafts-/Managementstudium von seinem Arbeitgeber eingefordert.
Christian schrieb:> Ich kenne viele Ingenieure, die in Management-Positionen tätig sind.> Auch unter Deutschlands Top-Managern befinden sich viele Ingenieure> (einfach mal googeln).
Klar. Vielleicht gibt's Ingenieure, die mit Können und etwas Glück (das
braucht es!) in eine Top Position aufgestiegen sind, ohne Zusatzstudium,
d.h. BWL gelernt mit Learning by doing.
Die Regel ist das aber nicht:
http://m.spiegel.de/karriere/a-927378.html
Auch hier auf Spiegel (den du vielleicht kennst), folgendes:
"Stattdessen empfiehlt er Ingenieuren, den Sprung ins "General
Management" gut vorzubereiten. Dazu kann die frühzeitige Station bei
einer Unternehmensberatung gehören wie auch innerbetriebliche
Fortbildung oder ein Zusatzstudium."
In meinem Fall Zweiteres. Punkt.
Markus M. schrieb:> Andreas S. schrieb:>> Du vertritts ausschließlich Deine eigenen Forderungen und gehst>> überhaupt nicht auf mögliche Interessenten des Unternehmens ein. Bei>> solch einem egozentrischen Verhalten disqualifizierst Du Dich komplett>> für eine Führungslaufbahn. Folglich benötigst Du auch keine>> entsprechende Fort- oder Weiterbildung.> Ich wiederhole es nochmal: Falsch.> Die Aufgabe einer Firma ist es, die besten Mitarbeiter zu halten, auch> zu fördern und fordern. Sonst steht man irgendwann alleine da, was auch> dir passieren kann.
Da stimme ich Dir inhaltlich völlig zu. Aber wie Du selbst schreibst:
"die besten Mitarbeiter zu halten". Nicht jeder Mitarbeiter muss
gehalten werden, insbesondere dann nicht, wenn er nicht in der Lage ist,
zwischen den eigenen Interessen und denen des Unternehmens zu
unterscheiden. Im Idealfall findet er natürlich einen Weg, die
Interessen aller Akteure zu berücksichtigen.
> Mitarbeiter sind das Kapital einer Firma. Es ist eine Win-Win Situation,> wenn die Mitarbeiter merken, die Firma steht hinter ihnen, setzen sie> sich auch 5x soviel ein.
Genau so ist es. Im Gegenzug kann man aber auch die Gelegenheit nutzen,
Mitarbeiter loszuwerden, indem man als Unternehmen eben nicht ihren
Wünschen entspricht oder nachgibt.
> Wenn du nicht ganz hinterm Mond leben würdest, könntest du auch das> erkennen.
Ich lebe nicht hinter dem Mond, erkenne aber im Gegensatz zu Dir, welche
Mitarbeiter man halten muss, und das ist eben nicht jeder.
Lasst den Jungen doch. Der will es wenigstens zu etwas bringen.
Womöglich wird er noch Chef im Real-Life von wohl einigen Leuten, die
hier so fleissig schreiben. Vielleicht nicht bei seiner aktuellen Firma,
wohl aber woanders.
Schaut mal in Zukunft, wenn ihr einen neuen Chef bekommt, der Markus
heisst.
Andreas S. schrieb:> Genau so ist es. Im Gegenzug kann man aber auch die Gelegenheit nutzen,> Mitarbeiter loszuwerden, indem man als Unternehmen eben nicht ihren> Wünschen entspricht oder nachgibt.
Bei einem Kunden gibt es sogar Fälle wo bestimmte Mitarbeiter
"wegbefördert" werden. Meist gibt es da Sammelbecken, wie spezielle
Abteilungen dafür.
Nach ein paar Jahren oder Monaten erfolgen dann in diesen Abteilungen
"Cost-Cutting" Massnahmen. In meinem Consulting Job in Wien, ist es
meist meine Aufgaben, solch "Dead Wood", nicht produktive Stellen,
Prozesse, Teams oder ganze Abteilungen zu erkennen und denen die
Luftzufuhr sperren.
genervt schrieb:> Die wertvollsten Mitarbeiter sind meist nicht die, die sich dafür> halten.
Die, die sich dafür halten, mucken meist auf und bleiben bei Chefs, ob
positiv oder negativ in Erinnerung. Auf jeden Fall aber, bleiben sie in
Erinnerung. Ob das gut oder schlecht ist, könnt ihr selbst überlegen.
gez.
Dr. Tech
Qwertz schrieb:> klausi schrieb:>> Aber um jeden Preis?>> Nein, sicherlich nicht um jeden Preis.
Im Grunde schon um jeden Preis. Wenn du eingerostet bist, bist du quasi
schon tot - es hat dir nur noch keiner gesagt.
genervt schrieb:> Qwertz schrieb:> klausi schrieb:> Aber um jeden Preis?>> Nein, sicherlich nicht um jeden Preis.>> Im Grunde schon um jeden Preis. Wenn du eingerostet bist, bist du quasi> schon tot - es hat dir nur noch keiner gesagt.
Nun ja, du vernachlässigst dabei, dass es im Leben auch noch andere
Dinge als den Beruf gibt, für den man sich gefälligst weiterbilden soll.
Jeder setzt seine Prioritäten eben anders, deshalb bist du aber noch
lange nicht "quasi schon tot", wenn du deine begrenzte Zeit lieber für
andere Dinge nutzt.
Diese "Job at First - Scheiße", glaubt man dann ab 45+ irgendwann nicht
mehr und realisiert, dass man sich vor die Karre spannen lassen hat.
Die Damen und Herren, die dir das einbläuen lassen, die findest du bei
der Jagd oder auf dem Golfplatz. Und wenn sie auch da mal wieder nicht
sind, dann im Urlaub, den sie so alle drei Monate machen.
Nicht falsch verstehen. Ich gehe auch immer noch gern arbeiten. Aber
heute weiß ich, dass ich nach 26 Stunden nicht nach einer Pause von 3
Stunden wieder los fahre, weil das alles ja so unglaublich wichtig ist.
Sicher, der Job ist wichtig und sichert unser Auskommen, aber er darf
nicht lebensbestimmend sein. Bei mir war er das viel (viel zu viele)
Jahre. Familie, Freunde und Freizeit (welche Freizeit?) standen immer
hinten an.
Man muss das richtige Maß finden. Die Profiteure deiner unendlichen
Mehrarbeit (besser deren Einpeitscher) heizen das all zu gerne mit
solchen Sprüchen an. Mit Werbung, entsprechenden Spielfilmen und es wird
uns als Lebenskultur vorgegaukelt. Alles ganz gezielt und bewusst
gesteuert, damit solche (ehemals) naiven Kerlchen, wie ich, noch länger,
noch schnellen und noch weiter rennen.
F. F. schrieb:> Diese "Job at First - Scheiße", glaubt man dann ab 45+ irgendwann nicht> mehr und realisiert, dass man sich vor die Karre spannen lassen hat.
Ich bin noch weit entfernt von den 45+, aber das habe ich auch schon
verstanden. Es ist allerdings richtig, dass man insbesondere als noch
junger, naiver Idealist manchmal glaubt, mit seinem persönlichen
Arbeitseinsatz die Welt bzw. das Unternehmen retten zu müssen. Das
nutzen manche Arbeitgeber natürlich auch aus.
> Familie, Freunde und Freizeit (welche Freizeit?) standen immer hinten> an.> Man muss das richtige Maß finden.
Wahre Worte. Im schlechtesten Fall hat man außer seinem Job praktisch
nichts anderes im Leben. Wenn der Job mal weg ist, dann fällt derjenige
in ein schwarzes Loch, aus dem er kaum mehr herauskommt.
Qwertz schrieb:> Nun ja, du vernachlässigst dabei, dass es im Leben auch noch andere> Dinge als den Beruf gibt, für den man sich gefälligst weiterbilden soll.> Jeder setzt seine Prioritäten eben anders, deshalb bist du aber noch> lange nicht "quasi schon tot", wenn du deine begrenzte Zeit lieber für> andere Dinge nutzt.
Nein, ich denke mir nur, wenn es da schon schlecht aussieht, warum soll
es woanders besser sein?
genervt schrieb:> Nein, ich denke mir nur, wenn es da schon schlecht aussieht, warum soll> es woanders besser sein?
Warum nicht? Alles nur eine Frage der Prioritätensetzung.
Ich zum Beispiel bin halt nicht gerade der Fleißigste, mir sind private
Dinge im Zweifel wichtiger.
Ich war mal in einem Karriere-Seminar auf der Uni, und der Leiter des
Career Centers der Uni hat dort gesagt dass er wenige Karrieren
beobachtet hat, die jetzt mehr oder weniger auf Performance basieren.
Aber er hat viele Karrieren gesehen, die nur auf Kontakte, Netzwerken
basieren und auch zur richtigen Zeit am richtigen Ort.
Lasst euch nicht verarschen von euren Managern die wollen euch einfach
so gut melken wie es geht. Aber wichtiger ist, auf euch aufmerksam zu
machen und schon vorm Karrieresprung die richtigen Kontakte geknüpft zu
haben.. leider..
Setzt euch mal in die Lage eines Chefs: Ein Abteilungsleiter zB managt,
nur ein Bsp. insgesamt 150 Leute, niemals kann er alle genau kennen und
weiss auch nicht was diese übers Jahr so leisten. Da muss er sich auf
seine Teamleiter verlassen. Aber es hilft wenn du schon mal ihm geredet
hast, auffällst.. that's it..
Mach deinen Master und dich dann vielleicht selbständig. Mir wird
schlecht, wenn ich sehe, wie viele sich von ihren Arbeitgebern wie
Sklaven behandeln lassen. Du solltest dich in erster Linie für dich
weiterbilden.
Natürlich kommt es dem Arbeitgeber auch zugute, wenn du dich Richtung
Management weiterbildest, erwarten kann man aber nichts - von niemandem.
Wenn's dich interessiert, mach's. Es gibt Leute, die das anerkennen.
Max schrieb:> Mach deinen Master und dich dann vielleicht selbständig.
Da ist was dran!
Nur: Es gibt mittlerweile massenhaft "Selbständige", die aus ihrem
Angestelltenverhältnis ausgebebrochen sind, um sich als "Master of
Business Dingsbum" weiterzubilden und dann einen auf Manager machen.
Die braucht aber keiner! Als Selbständige schon gar nicht!
Die machen nämlich hinterher nur die Interimsprojekte, die entstehen,
weil irgendwo einer einen Saustall verlassen hat.
Besser ist es, mit MBA ein Teamleiter zu werden. Die die das schaffen,
haben ausgesorgt. Die anderen sind fehlqualifiziert!
Lieber Entwickler bleiben, vor allem als Selbständiger, weil Du dann
nicht als gefährlich gilst. Wer will denn einen in BWL-Gebildeten haben,
den er beauftragt?
Fachwissen auch dem Sektor ist gut, aber wenn man es "offiziell" hat,
gilt man als überqualifizert.