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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Wie läuft ein duales Studium praktisch und finanziell?


Autor: Analog OPA (Gast)
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Wir haben ja immer mal wieder jemanden hier, der Fragen zum dualen 
Studium stellt, sei es dass es ums Bezahlen oder den Sinn geht.

Mich würde mal interessieren, wie das real läuft?

Ich habe vor sehr langer Zeit studiert, wo es das nicht gab, musste 
alles selber finanzieren und bezahlen und bin auch immer noch nicht 
sicher, ob sich mein Studium gelohnt hat, angesichts des Jugendwahns und 
Billigwahns, der bei den Firmen ausgebrochen ist.

Wie sieht das für euch aus?

1) Wieviel Zeit vebringt man an der Uni und dann im Job?
Ist das dieselbe Zeitmenge, wie sie es auch im normalen Studium wäre, 
nur anders verteilt?

2) Wieviel bezahlen die Firmen? Auch Zeit an der Uni oder nur das, was 
ihr bei denen arbeitet? Bekommt man dasselbe oder weniger, oder mehr, 
als wenn man voll arbeitet?  Ich nehme an, man bekommt anteilig die 
Stunden, die man da ist, aber denselben Stundenlohn?

3) Wie ist das steuerlich? Ich nehme an, man zahlt weniger Steuern, weil 
man sehr wenig arbeitet und auch noch das Studium absetzen kann?

4) Wie geht das mit der Krankenkasse? Wie rechnen die die Beiträge?

Autor: lalelu (Gast)
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Das ganze ist meines Wissens nach Landesabhängig.
Ich kann aber mal für BaWü antworten.

Analog OPA schrieb:
> 1) Wieviel Zeit vebringt man an der Uni und dann im Job?
> Ist das dieselbe Zeitmenge, wie sie es auch im normalen Studium wäre,
> nur anders verteilt?

Die Aufteilung ist recht genau 50/50. Bei uns waren das in der Regel 3 
Monate Vorlesung mit Klausuren in den letzten 2 Wochen und dann 3 Monate 
in der Firma. Nur im 5./6. Semester waren jeweils die Theorie- und 
Praxisbölcke fast direkt aneinander, sodass dann (in meinem Fall) 5 
Monate am Stück im Betrieb waren.

Analog OPA schrieb:
> 2) Wieviel bezahlen die Firmen? Auch Zeit an der Uni oder nur das, was
> ihr bei denen arbeitet? Bekommt man dasselbe oder weniger, oder mehr,
> als wenn man voll arbeitet?  Ich nehme an, man bekommt anteilig die
> Stunden, die man da ist, aber denselben Stundenlohn?

Man macht als Student ja noch keine vollwertige Arbeit und die Firma hat 
Betreuungsaufwand.
Die Bezahlung erfolgt die ganze Zeit und war bei mir etwas über 
Azubiniveau (variiert aber natürlich zwischen den Firmen)

Analog OPA schrieb:
> 3) Wie ist das steuerlich? Ich nehme an, man zahlt weniger Steuern, weil
> man sehr wenig arbeitet und auch noch das Studium absetzen kann?

Für das Studium bezahlt man selber nichts. Das macht die Firma. Ich 
hätte jetzt auch behauptet, dass die Studiumszeit auch als Arbeitszeit 
gilt (es herrscht Anwesenheitspflicht), aber da bin ich mir nicht 
sicher.

Analog OPA schrieb:
> 4) Wie geht das mit der Krankenkasse? Wie rechnen die die Beiträge?

Da weiß ich jetzt nicht, was du meinst. Man hat ein reguläres 
Monatseinkommen vond er Firma (auch während der Theoriephase) und zahlt 
da halt regelmäßig seine Beiträge.

Autor: Volle (Gast)
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Analog OPA schrieb:
> Ich habe vor sehr langer Zeit studiert, wo es das nicht gab,

Die erste duale Hochschule (damals Berufsakademie) startet am 1. Oktober 
1974
Du hast davor Studiert?

Autor: Jack (Gast)
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lalelu schrieb:
> Das ganze ist meines Wissens nach Landesabhängig.

Dabei werden 3x2 Kombinationen unterschieden:

{berufs-, praxis-, ausbildungs-} x {begleitend, integriert}

Zwei Varianten (berufsbegleitend, berufsintegriert) sind das, was man 
auch als als nebenberufliches Studium bezeichnet.

Die vier anderen Varianten sind die typischen dualen Studien. Sie 
unterscheiden sich darin, ob des sich beim praktischen Teil um eine 
Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf handelt oder nicht:

praxisbegleitend, praxisintegriert: keine Ausbildung

ausbildungsbegleitend, ausbildungsintegriert: anerkannte Ausbildung

"begleitend" bedeutet, dass praktischer Teil und Studium nicht 
sonderlich bis gar nicht aufeinander abgestimmt sind. "integriert" 
bedeutet, dass die Teile abgestimmt sind, bis hin zur gegenseitigen 
Anerkennung von Prüfungsleistungen (typisch für ausbildungsintegriert, 
Zwei zum Preis von Einem).

Autor: Jo S. (Gast)
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lalelu schrieb:
> Analog OPA schrieb:
>> 4) Wie geht das mit der Krankenkasse? Wie rechnen die die Beiträge?
>
> Da weiß ich jetzt nicht, was du meinst. Man hat ein reguläres
> Monatseinkommen vond er Firma (auch während der Theoriephase) und zahlt
> da halt regelmäßig seine Beiträge.

Während der gesamten Zeit ist man Azubi und gleichzeitig 
Hochschulstudent. Als Azubi ist man unabhängig von der Höhe der mtl. 
Bezüge Pflichtmitglied einer Krankenkasse. Man ist also über die gesamte 
Zeit versichert.

Autor: Jo S. (Gast)
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Volle schrieb:
> Analog OPA schrieb:
>> Ich habe vor sehr langer Zeit studiert, wo es das nicht gab,
>
> Die erste duale Hochschule (damals Berufsakademie) startet am 1. Oktober
> 1974

Die BA gab es damals nur in BaWü.

Autor: Duali (Gast)
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Analog OPA schrieb:
> 2) Wieviel bezahlen die Firmen? Auch Zeit an der Uni oder nur das, was
> ihr bei denen arbeitet? Bekommt man dasselbe oder weniger, oder mehr,
> als wenn man voll arbeitet?  Ich nehme an, man bekommt anteilig die
> Stunden, die man da ist, aber denselben Stundenlohn?

Je nach Fähigkeiten. Meistens Mindestlohn für die Answesenheitszeit in 
der Firma. Mehr ist Verhandlungssache, aber praktisch ausgeschlossen, 
denn warum sollte jemand, der nur die Hälfte des Jahres arbeitet und 
nichts kann, mehr bekommen?

Außerdem unterzeichnet man zu Beginn einen Leibeigenenvertrag. Nach 
Abschluss des Studiums gehörst du für 3 Jahre, oder was nach aktueller 
Gesetzeslage gerade noch nicht sittenwidrig ist, der Firma und müsstest 
dich hoch verschulden um vor Ablauf der Zeit aus dem Vertrag 
herauszukommen.

Autor: Karsten B. (kastenhq2010)
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Duali schrieb:
> Je nach Fähigkeiten. Meistens Mindestlohn für die Answesenheitszeit in
> der Firma. Mehr ist Verhandlungssache, aber praktisch ausgeschlossen,
> denn warum sollte jemand, der nur die Hälfte des Jahres arbeitet und
> nichts kann, mehr bekommen?
>
> Außerdem unterzeichnet man zu Beginn einen Leibeigenenvertrag. Nach
> Abschluss des Studiums gehörst du für 3 Jahre, oder was nach aktueller
> Gesetzeslage gerade noch nicht sittenwidrig ist, der Firma und müsstest
> dich hoch verschulden um vor Ablauf der Zeit aus dem Vertrag
> herauszukommen.

So ein Quatsch:
- die Vergütung gibt es auch für die Theoriephasen
- die Vergütung ist unabhängig vom Mindestlohn, in der Regel darunter 
und ein bisschen über Azubiniveau der Firma (Klitsche/Ostdeutschland 
300-600/Monat, Konzern von 800-1500/Monat, meist gestaffelt nach Jahr)
- "Knebelverträge", bei denen man nach Abschluss noch x Jahre bei der 
Firma bleiben muss, gibt es nur bei ganz miesen Firmen, um die man 
besser einen großen Bogen macht

Autor: Duali (Gast)
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Karsten B. schrieb:
> So ein Quatsch:
> - die Vergütung gibt es auch für die Theoriephasen
> - die Vergütung ist unabhängig vom Mindestlohn, in der Regel darunter
> und ein bisschen über Azubiniveau der Firma (Klitsche/Ostdeutschland
> 300-600/Monat, Konzern von 800-1500/Monat, meist gestaffelt nach Jahr)

So ein Quatsch!
Wo ist nun der Unterschied, ob ich 650€ durchgehend oder 1300€ als 
Mindestlohn für die Hälfte der Zeit bekomme? Vermutlich, dass du mit 
solchen Spitzfindigkeiten dein Ego aufpolieren musst.

Fakt ist, du lebst vom halben Mindestlohn. Und wer über 800€ dafür 
bekommt, dass er nicht arbeitet, sondern studiert, sollte sich das 
Kleingedruckte SEEEHR genau durchlesen! Lieber 4 Jahre Bafög oder Hartz4 
als seine Seele dem Teufel verkaufen!

Autor: Gerald M. (gerald_m17)
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Kann auch nur für BW sprechen.
Gehalt ist meist um die 1000€ Netto, immer abwechselnd 3 Monate "Arbeit" 
(Hier wird man meist durch verschiedene Abteilungen geschleust) und 3 
Monate Studium. Geld gibt es durchgängig, auch während des studierens. 
Urlaub kann man nur in den Arbeitsblöcken nehmen.
Wenn man sich nicht blöd anstellt, hat man danach auch einen Job, 
welcher ganz gut ist und auch ordentlich bezahlt wird, denn die Firmen 
die das bei uns ausschreiben sind meist die größeren, kleine Klitschen 
machen sowas eher nicht und ich denke das ist auch nicht so 
empfehlenswert, da auch der inhouse Support dann fehlt.
Von Strafen, dass man etwas zurück zahlen muss wenn man kündigt habe ich 
noch nie etwas gehört, von einem Azubi wird ja auch nicht das Geld 
zurück verlangt was die Schule gekostet hat.

Autor: Karsten B. (kastenhq2010)
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Duali schrieb:
> Karsten B. schrieb:
>> So ein Quatsch:
>> - die Vergütung gibt es auch für die Theoriephasen
>> - die Vergütung ist unabhängig vom Mindestlohn, in der Regel darunter
>> und ein bisschen über Azubiniveau der Firma (Klitsche/Ostdeutschland
>> 300-600/Monat, Konzern von 800-1500/Monat, meist gestaffelt nach Jahr)
>
> So ein Quatsch!
> Wo ist nun der Unterschied, ob ich 650€ durchgehend oder 1300€ als
> Mindestlohn für die Hälfte der Zeit bekomme? Vermutlich, dass du mit
> solchen Spitzfindigkeiten dein Ego aufpolieren musst.
>
Sorry, du liegst nunmal daneben:
- Es wird nicht nach Fähigkeit bezahlt, wie du schreibst. Die 
Vergütungen orientieren sich an den Azubis und dürfen auch laut Gesetz 
nicht stark davon abweichen. Maximal gibt es nen Bonus, wenn man gute 
Noten hat, der aber meiner Erfahrung nach selten höher als 100€ liegt.
- "meistens Mindestlohn für die Anwesenheit" suggeriert, man wäre die 
Hälfte der Zeit ohne Lohn. So ist es nunmal nicht. Und auch die Summe 
deckt sich nicht mit meiner Erfahrung (zwischen 300 bis knapp 1500 habe 
ich alles schon gesehen).

> Fakt ist, du lebst vom halben Mindestlohn. Und wer über 800€ dafür
> bekommt, dass er nicht arbeitet, sondern studiert, sollte sich das
> Kleingedruckte SEEEHR genau durchlesen! Lieber 4 Jahre Bafög oder Hartz4
> als seine Seele dem Teufel verkaufen!
Und auch hier: Knebelklauseln waren selbst bei den miesesten Klitschen, 
von denen ich gehört habe, nicht "schlimmer" als "nach dem Studium 
bleibst du noch 3 Jahre hier". Da ist die mangelnde Qualität der 
Ausbildung einer Klitsche deutlich gravierender als die folgende 
Bindefrist.
Und fängst du bei einem Konzern an, gibt es statt der Bindefrist 
vielmehr den Jackpot einer garantierten Übernahme...

: Bearbeitet durch User
Autor: Interessierter Mitleser (Gast)
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Da Ich das gerade lese: Was passiert, wenn man nach dem Studium nicht 
bei denen anfängt, zu arbeiten? Ich nehme an, man muss denen was 
zurückzahlen?

In welcher Höhe?

Liegen denn dann die Gehälter nach Übernahme vorher fest?

Da kann Ich auch woanders anfangen, bekomme 10.000 mehr und löse mich 
aus. So wie Neymar das gemacht hat :D

Autor: Anonymous (Gast)
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Karsten B. schrieb:
> "Knebelverträge", bei denen man nach Abschluss noch x Jahre bei der
> Firma bleiben muss, gibt es nur bei ganz miesen Firmen, um die man
> besser einen großen Bogen macht

Meines Wissens haben das alle Firmen.

Autor: Dual (Gast)
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Analog OPA schrieb:
> Ich habe vor sehr langer Zeit studiert, wo es das nicht gab

Das muss aber sehr lange her sein. Berufsakademien gibt es seit den 
70ern.

Bei mir ist es jetzt auch schon länger her, etwas mehr als 10 Jahre 
(heutige DHBW). Wesentlich verändert hat sich aber nichts.

Analog OPA schrieb:
> 1) Wieviel Zeit vebringt man an der Uni und dann im Job?
> Ist das dieselbe Zeitmenge, wie sie es auch im normalen Studium wäre,
> nur anders verteilt?

Die reine Zeit an der Hochschule ist schon etwas kürzer als an der FH. 
Dafür hat man mehr Praxis, in einem guten Betrieb lernt man da auch 
Grundlagen und richtiges ingenieursmäßiges Arbeiten. Die Qualität des 
Betriebs ist beim dualen Studium tatsächlich entscheidend.

Analog OPA schrieb:
> 2) Wieviel bezahlen die Firmen? Auch Zeit an der Uni oder nur das, was
> ihr bei denen arbeitet? Bekommt man dasselbe oder weniger, oder mehr,
> als wenn man voll arbeitet?  Ich nehme an, man bekommt anteilig die
> Stunden, die man da ist, aber denselben Stundenlohn?

Ich hatte damals im ersten Jahr 600 Euro netto + Kindergeld. Im dritten 
Jahr waren es dann schon fast 1000 Euro. Heute dürfte der Einstieg schon 
um die 1000 Euro liegen.

Analog OPA schrieb:
> 3) Wie ist das steuerlich? Ich nehme an, man zahlt weniger Steuern, weil
> man sehr wenig arbeitet und auch noch das Studium absetzen kann?

Keine Steuern, weil man ja unter dem Freibetrag liegt.

Analog OPA schrieb:
> 4) Wie geht das mit der Krankenkasse? Wie rechnen die die Beiträge?

Damals musste man volle Sozialbeiträge zahlen. Das hat sich aber 
geändert, seit die DH einen echten Hochschulstatus hat. Wie genau es 
läuft weiß ich aber nicht.

Duali schrieb:
> Fakt ist, du lebst vom halben Mindestlohn. Und wer über 800€ dafür
> bekommt, dass er nicht arbeitet, sondern studiert, sollte sich das
> Kleingedruckte SEEEHR genau durchlesen! Lieber 4 Jahre Bafög oder Hartz4
> als seine Seele dem Teufel verkaufen!

Ein Azubi bekommt auch weniger als Mindestlohn.

Interessierter Mitleser schrieb:
> Da Ich das gerade lese: Was passiert, wenn man nach dem Studium nicht
> bei denen anfängt, zu arbeiten? Ich nehme an, man muss denen was
> zurückzahlen?

Es gibt bestimmte Boni, die sie wohl zurückfordert dürfen. Die reguläre 
Ausbildungsvergütung aber nicht.

Anonymous schrieb:
> Meines Wissens haben das alle Firmen.

Nein, definitiv nicht.

Autor: Nikolas (Gast)
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Interessierter Mitleser schrieb:
> Da Ich das gerade lese: Was passiert, wenn man nach dem Studium
> nicht
> bei denen anfängt, zu arbeiten? Ich nehme an, man muss denen was
> zurückzahlen?
>
> In welcher Höhe?
>
> Liegen denn dann die Gehälter nach Übernahme vorher fest?
>
> Da kann Ich auch woanders anfangen, bekomme 10.000 mehr und löse mich
> aus. So wie Neymar das gemacht hat :D

Das kommt auf das an, was in dem Studienvertrag zwischen dir und deinem 
Unternehmen steht. Allerdings wurden derartige Klauseln 2008 
höchstrichterlich eingeschränkt, sind also nicht immer rechtens.

Ich weiß von mir und vielen Kommilitonen an der DHBW, dass es keine 
derartigen Übernahmeklauseln gab. Zumindest mein Vertrag enthielt 
keinerlei Klauseln, die Regelungen über die Zeit nach dem Studienende 
trafen.
Ich und einige andere Kommilitonen konnten nach dem dualen Bachelor 
problemlos ein Vollzeit-Masterstudium anfangen, ohne jetzt noch 
irgendwas mit dem Unternehmen zu tun zu haben. Im Umkehrschluss 
bedeutete das aber auch, dass einige Leute, die gerne im Unternehmen 
geblieben wären, nicht übernommen wurden, da zu diesem Zeitpunkt kein 
Bedarf bestand.

Autor: N. G. (newgeneration) Benutzerseite
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Ich studiere aktuell an der DHBW (Dualen Hochschule BaWü). Daher kann 
ich auch wirklich von (meiner) aktuellen Situation berichten.

Zuerst einmal:

Gehalt:
Die Vergütung erfolgt bei uns in der Firma exakt wie bei einem Azubi. 
Und die Firma hat einen relativ guten Tarif. Sprich: es kommt jeden 
Monat (egal ob gerade Hochschule oder Arbeit ist) ein Tarifgehalt 
(allerdings unter Mindestlohn, was ich persönlich okay finde) aufs 
Konto, zusätzlich gibt es noch Weihnachts- und Urlaubsgeld. Die 
Vergütung ist gestaffelt, und wird jährlich erhöht.
Was im Falle eines Abbruchs (kostenmäßig) zu befürchten ist, weiß ich 
nicht (und möchte es auch nicht rausfinden).

Kosten:
Studieren in D ist an sich kostenlos. Da es der DHBW allerdings jüngst 
finanziell nicht mehr so gut ging, muss jeder Student 
Verwaltungsgebühren und Ähnliches zahlen (beläuft sich in den gesamten 
drei Jahren auf weit unter 1000€). Diese Kosten übernehmen manche 
Arbeitgeber, aber bei weitem nicht alle. An meinem Campus sind 
zusätzlich noch ~150€ Skriptkosten fällig geworden. Diese Regelung gibt 
es aber auch erst seit meinem Studienbeginn.

Ablauf:
In der Regel wechseln sich dreimonatige Theorie- und Praxisphasen ab. 
Speziell bei mir ist es aber so, dass manche 3-Monats-Blöcke aneinader 
gelegt werden, so dass man auch ein halbes Jahr am Stück an einem Ort 
ist. Das ist gerade in der Arbeit wichtig, weil man in dieser Zeit 
tatsächlich etwas sinnvolles Arbeiten kann.

Theorie:
Mein spezieller Studiengang ist ein sog. Intensivstudiengang, das 
bedeutet, dass man pro Studienjahr statt normalen 60 Punkten nun 70 ECTS 
Punkte sammeln kann. MUSS, nicht kann.
Ein großer "Nachteil" der DHBW ist, dass ein Studium nach spätestens 3 
Jahren rum ist. Sprich: es gibt keine Semester, die man wiederholen 
kann. Wenn man durch eine Klausur fällt hat man eine Nachklausur (pro 
Klausur schlechter als 4,0). Wenn man da nicht alle Besteht, dann hat 
man einmal pro Studienjahr (nicht Semester) die Möglichkeit auf eine 
mündliche Nachprüfung in einem Fach. Wenn man diese nicht schafft ist 
das Studium zi Ende und man wird von Amts wegen Exmateikuliert. Und das 
geht (schon beobachtet) unter Umständen sehr schnell...

Arbeit:
Die Praxisphasen dürften sich von Unternehmen zu Unternehmen sehr 
unterscheiden. Oft werden kleinere bis mittlere Projekte unter Betreuung 
durchgeführt. Teilweise gibt es aber auch Durchläufe der verschiedenen 
Abteilungen.
Am Ende jeder Praxisphase muss eine Projektarbeit angefertigt werden, 
die dann auch bewertet wird. Dazu kommt dann im 6. Semester die 
Bachelorarbeit.

Bezüglich Steuern und Versicherung: ich bin mir leider gerade nicht 
sicher und müsste nachschauen. Im wesentlichen ist man aber einem Azubi 
gleichgestellt.

Weil oben was von Fesselverträgen geschrieben wurde: ich habe einen 
Vertrag mit der DHBW, nicht direkt mit dem Partnerunternehmen. Dort ist 
die Vergütung etc. festgelgt. Es gibt keine Klauseln, wie oben vermutet.
Im Gegenteil: man hat als Student die Möglichkeit, direkt von der Firma 
übernommen zu werden und damit prinzipiell schon mal einen sicheren 
Arbeitsplatz.

Soviel in aller "Kürze" (am Handy getippt)

Mit freundlichen Grüßen,
N.G.

Autor: Karsten B. (kastenhq2010)
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N. G. schrieb:
> Theorie:
> Mein spezieller Studiengang ist ein sog. Intensivstudiengang, das
> bedeutet, dass man pro Studienjahr statt normalen 60 Punkten nun 70 ECTS
> Punkte sammeln kann. MUSS, nicht kann.

70 ECTS waren bis vor ein paar Jahren dort noch Standard ;)

Autor: BigMM (Gast)
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https://eit.h-da.de/fileadmin/EIT/Dokumente/KoSE/K...

ist auch eine gute Möglichkeit ein duales Studium zu absolvieren und 
dennoch sich nicht von Unternehmen abhängig zu machen.
Bin damit sehr gut gefahren

Autor: Fritz (Gast)
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Also ich habe vor mittlerweile 13 Jahren mein Duales Studium als Diplom 
Wirtschaftsinformatiker beendet, das ganze war an einer Berufsakademie 
in Ba-Wü. Die Bude nicht in allen Punkten eine Klitsche ab nah dran, die 
Bezahlung lag etwas über dem. was die Azubis bekommen haben, aber weit 
unter dem was ein Azubi in einem Konzern bekommen hat. Ich hatte im 
dritten Jahr die 1000€ Brutto geknackt. Auch ich hatte eine Klausel, 
dass ich mindestens 3 Jahre im Unternehmen bleiben muss. Die wäre aber 
nicht gültig gewesen, das zumindest das Ergebnis meiner Recherche 
damals. Ich war allerdings trotzdem 4 Jahre in dem Unternehmen. Leider 
mit extrem schlechter Bezahlung.  Die Gegend war eher ländlich und ich 
komme aus ärmlichen Verhältnissen, für mich waren die 2300€ Brutto nach 
dem Studium ein Haufen Geld.

Mein großes Problem mit der ganzen Sache, ich bin nur die Informatik 
Schiene gefahren, ich war dort nur Entwickler und ich bin seit 13 Jahren 
nur Softwareentwickler. Mittlerweile lebe ich nahe Stuttgart und da ist 
das BA Studium als Wi.Inf. plus Berufserfahrung als Entwickler irgendwie 
nicht so gefragt, zumindest bei den brauchbaren Firmen. Für 60k und 
Überstunden im Gehalt mit drin, hab ich freie Auswahl.

Autor: hansi (Gast)
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N. G. schrieb:
> Theorie:
> Mein spezieller Studiengang ist ein sog. Intensivstudiengang, das
> bedeutet, dass man pro Studienjahr statt normalen 60 Punkten nun 70 ECTS
> Punkte sammeln kann. MUSS, nicht kann.
> Ein großer "Nachteil" der DHBW ist, dass ein Studium nach spätestens 3
> Jahren rum ist. Sprich: es gibt keine Semester, die man wiederholen
> kann. Wenn man durch eine Klausur fällt hat man eine Nachklausur (pro
> Klausur schlechter als 4,0). Wenn man da nicht alle Besteht, dann hat
> man einmal pro Studienjahr (nicht Semester) die Möglichkeit auf eine
> mündliche Nachprüfung in einem Fach. Wenn man diese nicht schafft ist
> das Studium zi Ende und man wird von Amts wegen Exmateikuliert. Und das
> geht (schon beobachtet) unter Umständen sehr schnell...

Das klingt ehrlich gesagt ziemlich verschult und so gar nicht nach einem 
Studium. (Ist nicht wertend gemeint, jede Ausbildungsform mag ihre 
Berechtigung haben)

Hat man denn gar keine Wahlfächer oder kann zumindest Fremdsprachenkurse 
etc. belegen?
Darf man sich das Thema der Bachelorarbeit selbst aussuchen oder wird es 
einem einfach vorgegeben?
Herrscht Anwesenheitspflicht in den Vorlesungen, die auch sogar durch 
Unterschriftslisten überprüft wird - Also ist man gezwungen in 
schlechten unnötigen Vorlesungen zu sitzen?
Kann man denn kein Auslandssemester in einem Land, an einer Uni seiner 
Wahl einlegen?
Hat man denn nie die Erfahrung gemacht, trotz monatelangem Mathe Lernens 
und guten Voraussetzungen (z.B. Mathe Abi Note sehr gut), durch eine 
Matheklausur zu fallen oder sie gerade so mit einer 4,0 zu bestehen?

Ich bin überhaupt kein Anhänger von Sabbitcal Years, Work and Travel 
oder generell einem pseudo-philosophischen Gammelleben, aber mein 
Studium habe ich wirklich versucht total auszureizen und habe es, trotz 
der enormen Anstrengung, genoßen. Ich bin zwar in der Industrie 
gelandet, aber die 5 Jahre mit engem Kontakt zu der Wissenschaft, wenn 
man so will und der Möglichkeit sein Studium nicht nur als Ausbildung, 
sondern auch als Selbstverwirklichung zu erleben, möchte ich nicht 
missen.

Autor: N. G. (newgeneration) Benutzerseite
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Karsten B. schrieb:
> N. G. schrieb:
>> Theorie:
>> Mein spezieller Studiengang ist ein sog. Intensivstudiengang, das
>> bedeutet, dass man pro Studienjahr statt normalen 60 Punkten nun 70 ECTS
>> Punkte sammeln kann. MUSS, nicht kann.
>
> 70 ECTS waren bis vor ein paar Jahren dort noch Standard ;)
Ja, heute wohl auch noch. War etwas unglücklich ausgedrückt.

Aber die 30 ECTS-Punkte fürs Bachelor-Studium machen ein Master-Studium, 
wo diese dann angerechnet werden, wahrscheinlich etwas entspannter ;-)


hansi schrieb:
> N. G. schrieb:
>> Theorie:
>> ...
>
> Das klingt ehrlich gesagt ziemlich verschult und so gar nicht nach einem
> Studium. (Ist nicht wertend gemeint, jede Ausbildungsform mag ihre
> Berechtigung haben)
>
> Hat man denn gar keine Wahlfächer oder kann zumindest Fremdsprachenkurse
> etc. belegen?

Kling aber irgendwie abwertend. Genau das ist immer das Argument von 
selbsternannten "echten Studenten" (nicht böse sein, aber irgendwann 
kann man es nicht mehr hören).
Ja, es ist an der DHBW vieles fest geplant, man hat weniger 
Wahlfreiheiten. Das hängt aber auch damit zusammen, dass die 
Studieninhalte mit den Partnerunternehmen (zumindest teilweise) 
abgestimmt sind.
Zu Zusatzangeboten steht unten noch was. Sprachlich kann man sich 
außerhalb der Vorlesungen auch fortbilden.

Trotz allem ist es ein echtes Studium.

> Darf man sich das Thema der Bachelorarbeit selbst aussuchen oder wird es
> einem einfach vorgegeben?

So weit bin ich selbst noch nicht, kann also nicht aus erster Hand 
berichten.
Im Wesentlichen ist es aber so, dass man die Arbeit in seinem 
Unternehmen anfertigt. Damit bestimmt das Unternehmen erst mal das Thema 
(zumindest auf dem Zettel). Speziell bei mir in der Firma wird es so 
gehandhabt, dass man in den letzten Praxisphasen der Abteilung zugeteilt 
wird, in der man die Bachelor-Arbeit schreibt. Somit kann man (wenn man 
nicht ungeschickt ist) das Thema beeinflussen.
Inwiefern sich das zu der Abschlussarbeit eines Uni-Studiums 
unterscheidet weiß ich leider nicht.

> Herrscht Anwesenheitspflicht in den Vorlesungen, die auch sogar durch
> Unterschriftslisten überprüft wird - Also ist man gezwungen in
> schlechten unnötigen Vorlesungen zu sitzen?

Ja, pro forma gibt es Anwesenheitspflicht. Aber: ist ja auch 
verständlich, für die Zeit, die man in der DH verbringt, wird man 
schließlich bezahlt, ist also Arbeitszeit. Dazu kommt, dass man sich im 
Krankheitsfall auch beim Arbeitgeber krankmelden muss.
So weit das Offizielle. Was ich von meinen Kommilitonen mitbekommen 
habe, wird das von der Unternehmensseite unterschiedlich gehandhabt. Es 
gibt wohl Firmen, die die gemeldeten Krankheitstage zwischen Hochschule 
und sich selbst abgleichen, etc.
Unterschriftenlisten gibt es im Normalfall keine, außer ein Prof lässt 
eine für seine Unterlagen durchgehen (was er damit macht: keine Ahnung).
Wirklich schlechte Vorlesungen gibt es nicht (zumindest hatte ich noch 
keine). Natürlich gibt es solche, die einen nicht wirklich 
interessieren, aber damit muss man eben leben (zugegeben, das hat schon 
ein bisschen was von "Schule"). Und man kann, wenn Zuhören echt nicht 
sinnvoll ist, auch etwas anderes machen (vom Lösen von Aufgaben über 
Zocken bis zu Schlafen). Wie sinnvoll das ist muss man mit sich selber 
klären. Persönlich bin ich der Meinung, dass ich, wenn ich schon da sein 
muss und dafür bezahlt werde, auch einfach aufpassen kann.

> Kann man denn kein Auslandssemester in einem Land, an einer Uni seiner
> Wahl einlegen?
Sogar doppelt:

In den Theoriephasen:
Ja und Nein. Auslandssemester ja, allerdings muss man drauf achten, dass 
die dort geschrieben Prüfungen auch anerkannt werden, sonst muss man 
diese in Deutschland wieder nachschreiben. Ist aber glaube ich an einer 
Universität oder normalen Hochschule nicht anders.

In den Praxisphasen:
Sofern das Unternehmen zustimmt, kann man die Praxispahsen auch in einem 
anderen Standort der DHBW verbringen und dort die Projektarbeiten 
anfertigen.

> Hat man denn nie die Erfahrung gemacht, trotz monatelangem Mathe Lernens
> und guten Voraussetzungen (z.B. Mathe Abi Note sehr gut), durch eine
> Matheklausur zu fallen oder sie gerade so mit einer 4,0 zu bestehen?
Also generell gilt an der DHBW, dass deutlich weniger ausgesiebt wird. 
Schließlich beendet man damit auch ein bestehendes Arbeitsverhältnis.
Allerdings heißt dass nicht, dass jeder durchgewunken wird (in meinem 
Kurs sind im ersten Jahr ~10% gegangen, allerdings nicht alle wegen 
mangelnden Prüfungsleistungen). Auch waren erst heute wieder 
Nachklausuren in unserem Studiengang.

Ein Studium kriegt man an der DHBW nicht geschenkt!

> Ich bin überhaupt kein Anhänger von Sabbitcal Years, Work and Travel
> oder generell einem pseudo-philosophischen Gammelleben, aber mein
> Studium habe ich wirklich versucht total auszureizen und habe es, trotz
> der enormen Anstrengung, genoßen. Ich bin zwar in der Industrie
> gelandet, aber die 5 Jahre mit engem Kontakt zu der Wissenschaft, wenn
> man so will und der Möglichkeit sein Studium nicht nur als Ausbildung,
> sondern auch als Selbstverwirklichung zu erleben, möchte ich nicht
> missen.
Wer sagt, dass man ein DHBW-Studium nicht genießen kann? ;-)
Also ich tue es so weit es geht auf jeden Fall. Allerdings habe ich, wie 
oben geschrieben, keinen Vergleich, also sind alle Aussagen natürlich 
subjektiv.

Zum angeschnittenen Thema "Wissenschaft":
Ja, Forschung an einer Uni dürfte eine größere Rolle spielen, als an der 
DHBW (aber wieder: mangels direktem Vergleich...).
Trotzdem gibt es studentische Projekte, wie zum Beispiel Rennteams 
(Formula Student, z.B. DHBW Ravensburg - 
http://www.global-formula-racing.com/de/), Robocup Teams (z.B. DHBW 
Mannheim - https://tigers-mannheim.de/), und auch echte 
Forschungsprojekte. Wen es interessiert, der kann auf der Seite der DHBW 
und den entsprechenden Seiten der einzelnen Hochschulen genaueres dazu 
lesen.
Eine wissenschaftliche sog. "Große Studienarbeit" kann zum Beispiel in 
einem solchen Projekt geschrieben werden (und ist wirklich unabhängig 
vom Unternehmen).


Langsam wirds aber spät, morgen (bzw. inzwischen heute) sind wieder 
Vorlesungen ab 8 Uhr, deswegen belasse ich es mal dabei.

Mit freundlichen Grüßen,
N.G.

: Bearbeitet durch User
Autor: hansi (Gast)
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Naja ein duales Studium hat natürlich auch viele Vorteile und mein Post 
ist auch total subjektiv.
Letztendlich ist die formale Qualifikation nur ein Teil des Ganzen und 
man findet von jedem Hochschultyp gute und schlechte Absolventen.
Ich vermute auch dass der Prozentsatz der motivierten Studenten an der 
DH höher ist als an der Uni oder FH, wenn ich mich an meine Studienzeit 
zurückerinnere...
Da gabs schon ein paar Leute die pro Semester teilweise nur eine Klausur 
bestanden haben oder nicht mal wussten was genau sie da überhaupt 
studieren.
Aber das heißt nicht das alle Uni Absolventen während ihres Studiums nur 
den Larry gemacht haben.

Autor: einDualerStudent (Gast)
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Wird wohl Zeit, dass sich ein echter dualer Student hier meldet :D

Mein Unternehmen ist ein Mittelständler in NRW.
Also, bei mir läuft das so ab: 7 Theoriephasen (je 12 Wochen) auf etwas 
über 3,5 Jahre verteilt. In den ersten 2 Jahren mache ich eine 
Berufsausbildung. In den Praxisphasen habe ich entweder 
Prüfungsvorbereitung oder habe kleine Aufgaben/Projekte in wechselnden 
Abteilungen.
Mein Gehalt wächst im Laufe der Jahre von circa 750 Brutto bis 1050 
Brutto.
So eine Klausel, dass ich 3 Jahre nach Ende des Studiums hier weiter 
arbeiten soll steht im Vertrag. Sonst müsste ich die Studiengebühr von 
knapp 20K zurück bezahlen.
Diese Klausel ist aber sehr schwammig und sicherlich nicht 100% 
rechtlich durchsetzbar.
An sich ist es nicht besonders stressig oder besonders schwer. Alles 
irgendwie machbar.

Beitrag #5189666 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Andreas S. (andi-dt)
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Hi,

ich denke einiges davon hängt ganz von dem Kooperationsvertrag zwischen 
Hochschule und Betrieb ab, anderes halt direkt vom Arbeitsvertrag.



1) Wieviel Zeit vebringt man an der Uni und dann im Job?
Ist das dieselbe Zeitmenge, wie sie es auch im normalen Studium wäre,
nur anders verteilt?

In Lemgo wird die Woche als 4-Tage Woche strukturiert. Das bedeutet, 
dass 4 Tage in der Woche Studium ansteht und ein Tag in der Woche Firma. 
Dann sind da natürlich noch Urlaubsansprüche, die aber nur den Betrieb 
betreffen. In den Semesterferien sind die Studis dann ebenfalls im 
Betrieb (da wird dann wohl de Urlaub genommen).

Mal als Beispiel die Handhabung seitens der Hochschule OWL:
https://www.hs-owl.de/fb5/studiengaenge/duales-studium.html


2) Wieviel bezahlen die Firmen? Auch Zeit an der Uni oder nur das, was
ihr bei denen arbeitet? Bekommt man dasselbe oder weniger, oder mehr,
als wenn man voll arbeitet?  Ich nehme an, man bekommt anteilig die
Stunden, die man da ist, aber denselben Stundenlohn?

Hängt wohl vom Unternehmen ab. 
Siehe:https://www.wegweiser-duales-studium.de/gehalt/infos/

3) Wie ist das steuerlich? Ich nehme an, man zahlt weniger Steuern, weil
man sehr wenig arbeitet und auch noch das Studium absetzen kann?

Ich denke mal es gilt der normale Steuersatz entsprechend dem Einkommen.

4) Wie geht das mit der Krankenkasse? Wie rechnen die die Beiträge?

Keine Ahnung.

VG
Andi

Autor: Felix (Gast)
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Hallo,

ich habe ein duales Bachelor-Studium mit vertiefter Praxis an einer 
Technischen Hochschule in Bayern gemacht. Die Bezahlung war in etwa 
1500€ davon wurden dann wie bei einem Auszubildenden die 
Sozialversicherungen abgezogen. Am Ende blieben ca 1150€ netto übrig.

Von der Firma wurde erwartet, dass man in den Semesterferien Vollzeit 
40h arbeitet und während dem Semester ca. 8-10h. Es gab dann noch 30 
Tage Urlaub.
Praxissemester und Bachelorarbeit hat man dann auch noch bei der Firma 
verbracht.

Im großen und ganzen war die Arbeit eher langweilige Konzernarbeit mit 
Exceltabellen ausfüllen und in Tools rumklicken. Ich habe im Anschluss 
den Master drauf gesetzt und promoviere nun.

Autor: Claus M. (energy)
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Duali schrieb:
> Lieber 4 Jahre Bafög oder Hartz4
> als seine Seele dem Teufel verkaufen!

Naja, Hartz4 gibt es in aller Regel nicht, wenn man als Student 
eingeschrieben ist. Sonst würden das wohl alle Studenten so machen. 
Bafög gibt es auch nicht unter allen Bedingungen.

Autor: Hartzer (Gast)
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Hat hier jemand Erfahrung mit Hartz und statt zu hartzen einfach zur Uni 
zu gehen?

Nach dem Motto was niemand weiß was niemanden heiß. Natürlich nur 
hypothetisch gefragt, denn das ist ja bekanntlich nicht erlaubt.

Autor: Hartzer (Gast)
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Wie fliegt sowas auf? Es gibt da doch keine "Routineuntersuchungen".

Autor: Hartzer (Gast)
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Nichts tun ist erlaubt,
Weiterbildung verboten. Gibt schon genug schlaue Menschen.

Autor: Qwertz (Gast)
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Hartzer schrieb:
> Nichts tun ist erlaubt,
> Weiterbildung verboten. Gibt schon genug schlaue Menschen.

Es geht darum, dass du bei Inanspruchnahme der staatlichen 
Transferleistung ALG II im Gegenzug dem Arbeitsmarkt uneingeschränkt zur 
Verfügung zu stehen hast. Als immatrikulierter Student tust du das aber 
nicht.

Autor: Hartzer (Gast)
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Als ein Euro Jobber,
lol ich puste vor lachen oder irgendwelchen Maßnahmen.

Autor: Hartzer (Gast)
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Was für Neandertaler.

Autor: Hartzer (Gast)
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Wenn man nicht will dann macht man es auch nicht, siehe Arno Dübel.

Autor: Arno_D_a_D (Gast)
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Hab mittlerweile in ner Uni Hamburg promoviert! Nach Elmshorn fahre ich 
trotzdem nicht, da ist mir Kiel lieber.

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