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Forum: HF, Funk und Felder Spektrumanalysator


Autor: Thomas Ka (thomas_k502)
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Hallo zusammen,

ich hätte eine Frage zu der Funktionsweise eines "einfachen" 
Spetrumanalysators (Heterodyn). In der Literatur oder Beschreibungen der 
Firma Rohde & Schwarz steht in Bezug auf das ZF-Filter oftmal, dass "das 
Signal im Überlagerungsempfänger durch den Mischer praktisch am 
ZF-Filter "vorbei geschoben wird"". Ist damit einfach gemeint, das das 
zu messende Signal bzw. das heruntergemischte Signal mit RBW-Bandbreite 
entsprechend Einstellungen das Filter ohne erwähnenswerte Dämpfung 
passiert? Auf den Bildern in den Beschreibungen verschiebt sich dabei 
das Spektrum des Signals, was ich mir nicht ganz erklären kann. Soll 
damit einfach gezeigt werden, wie das zu analysierende Spektrum 
durchgewobbelt wird?

Eine zweite Frage ist, ob wir uns in aktuellen Geräten der Industrie 
hier bereits (ZF-Frequenz) auf der digitalen Ebene befinden, also die 
AD-Wandung direkt nach dem Mischer durchgeführt wird oder vielleicht 
sogar schon davor und das Filter somit ebenfalls digital realisiert ist. 
Danke schonmal für die Antworten.

Anbei die angesprochene Abbildung.

Autor: Felix U. (ubfx)
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Thomas K. schrieb:
> dass "das
> Signal im Überlagerungsempfänger durch den Mischer praktisch am
> ZF-Filter "vorbei geschoben wird"".

Ich behaupte mal, damit ist gemeint, dass der LO eben über die gesamte 
zu untersuchende Bandbreite gesweept wird (insofern verschiebt sich dann 
auch das Mischerausgangssignal mit der gleichen Geschwindigkeit). Im 
Bild ist ja auch eine konstante ZF dargestellt, während das Signal im 
Spektralbereich verschoben wird. Im Ergebnis ist das also das gleiche, 
als würde man einen schmalbandigen Filter über das Signal schieben.

: Bearbeitet durch User
Autor: Ralph Berres (rberres)
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Thomas K. schrieb:
> damit einfach gezeigt werden, wie das zu analysierende Spektrum
> durchgewobbelt wird?

Felix hat es eigentlich schon erklärt. Der Localoszillator wird 
gewobbelt.

Thomas K. schrieb:
> Eine zweite Frage ist, ob wir uns in aktuellen Geräten der Industrie
> hier bereits (ZF-Frequenz) auf der digitalen Ebene befinden, also die
> AD-Wandung direkt nach dem Mischer durchgeführt wird oder vielleicht
> sogar schon davor und das Filter somit ebenfalls digital realisiert ist.
> Danke schonmal für die Antworten.

Spektrumanalyzer bis ca 10MHz kann man AD-Wandler direkt an den Eingang 
hängen und dann eine FFT machen.

Bei höheren Frequenzen wir wieder ein Mischer davorgeschaltet. Nur wird 
hier dann der LO nicht kontinuierlich gewobbelt, sondern in diesem 
Beispiel in 10MHz Schritten durchgestimmt. Nach jedem Schritt wird dann 
eine FFT gemacht. Die FFTs der einzelnen Schritte werden dann 
hintereinander gehangen.

Die ganz hochpreisigen Signalanalyzer haben mittlerweile AD-Wandler, 
welches sogar 100MHz Schritte und mehr zulassen. Entsprechend groß kann 
man dann auch die Resolutionbandbreite wählen. Bei digitalen 
Betriebsarten wie DVBT Vdsl usw wird das notwendig, wenn man den Inhalt 
dieser breitbandigen Signale gleichzeitig analysieren will.


Ralph Berres

Autor: Thomas Ka (thomas_k502)
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Okay verstehe, vielen Dank für die Antworten!

Autor: Petra (Gast)
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