Ich habe gerade einen Artikel zu einem Lebensmittelrückruf gelesen, welcher auf diese Seite verwies: http://www.lebensmittelwarnung.de/bvl-lmw-de/app/process/warnung/start/bvllmwde.p_oeffentlicher_bereich.ss_alle_warnungen?_opensaga_navigationId=bvllmwde.p_oeffentlicher_bereich.n_alle_warnungen Es kommt zumindest mir so vor als ob es immer mehr Warnungen gibt. Im Supermarkt liegt in letzter Zeit des öfteren ein Zettel aus der auf ungenießbare Lebensmittel hinweist. Natürlich gab es solche Probleme auch schon früher, allerdings gibt es einen großen unterschied wenn der Fleischer um die Ecke schlechte Wurst verkauft hat, oder es wie in dem aktuellen Fall in hunderten Supermärkten in ganz Deutschland verkauft wird. Da stellt sich mir die Frage wie hoch die Dunkelziffer ist, wie viel von dem Mist wir konsumiert haben, konsumieren, bis solch eine Sache an die Öffentlichkeit gelangt (wenn überhaupt). Zum Beispiel Gammelfleisch, Fipronil und so weiter. Ein recht interessanter Aspekt wäre natürlich noch wer daran Schuld trägt, wie es zu vermeiden wäre?
Schuld trägt in erster Linie der Verbraucher, der alles immer noch billiger einkaufen will. Mit bekannten Folgen bis hin zur Massentierhaltung und Umweltzerstörung. Qualität hat ihren Preis, das gilt auch für Lebensmittel. Dass es natürlich auch Betrüger auf der Produzentenseite bei hochpreisigen Lebensmitteln gibt, ist auch klar.
Wolfgang R. schrieb: > Schuld trägt in erster Linie der Verbraucher, der alles immer noch > billiger einkaufen will. Mit bekannten Folgen bis hin zur > Massentierhaltung und Umweltzerstörung. > > Qualität hat ihren Preis, das gilt auch für Lebensmittel. > > Dass es natürlich auch Betrüger auf der Produzentenseite bei > hochpreisigen Lebensmitteln gibt, ist auch klar. Es scheint eher so zu sein dass man absichtlich die Armen vom Zugang zu gesunden Lebensmitteln abhalten will. Immerhin sind die Armen gleichzeitig meist die Minderwertigen.
Holger L. schrieb: > Es kommt zumindest mir so vor als ob es immer mehr Warnungen gibt. Bedenke gut, was du dir wünschst, es könnte wahr werden. Mehr Information zu erhalten, bedeutet nämlich auch, mehr schlechte Information zu erhalten. > Natürlich gab es solche Probleme auch schon früher, Wie früh ist für dich früher? Industrielle Lebensmittelsherstellung gibts seit dem 19.Jahrhundert. > Da stellt sich mir die Frage wie hoch die Dunkelziffer ist, Eine steigende Anzahl von Meldungen kann auf einer sinkenden Dunkelziffer beruhen, auch wenn die absolute Anzahl etwa gleich bleibt. Und kann auf einer sich ändernden Rechtslage beruhen. Infolgedessen kann das, was du wahrnimmst, eine Folge einer sich verändernden sensibler werdenden Gesellschaft sein. Und die Massnahmen zur Erhöhung der Sicherheit durch Veröffentlichung und entsprechendem Druck können aufgrund der zunehmenden Meldungen ironischerweise zunächst zu einer subjektiven Reduktion der gefühlten Sicherheit führen. Wenn du darüber up to date bleiben willst: Dafür sind entsprechende Handy-Apps ganz nützlich.
H-G S. schrieb: > Es scheint eher so zu sein dass man absichtlich die Armen vom Zugang zu > gesunden Lebensmitteln abhalten will. Da wundere ich mich dann aber, dass es für ein teures Smartphon incl. Vertrag und einen Fernseher reicht, nicht aber für vernünftige Lebensmittel - ich denke eher, diese "Armut" findet im Kopf statt.
Wolfgang R. schrieb: > Da wundere ich mich dann aber, dass es für ein teures Smartphon incl. > Vertrag und einen Fernseher reicht, nicht aber für vernünftige > Lebensmittel - ich denke eher, diese "Armut" findet im Kopf statt. Das kommt ja auch noch dazu: Der (Konsum-)Zwang sich lauter anderes Zeug kaufen zu müssen, dann bleibt kaum noch was zum Essen. Ich habe mal gelesen dass hierzulande recht wenig für Essen ausgegeben wird - da sind andere Länder viel besser.
H-G S. schrieb: > Ich habe mal gelesen dass hierzulande > recht wenig für Essen ausgegeben wird - da sind andere Länder viel > besser. Auch bei diesem Thema besteht ein Henne und Ei Problem: Sind die Deutschen deshalb Pfennigfuchser, weil Aldi hierzulande entstand, oder entstand Aldi hierzulande, weil dieser Ansatz anderswo erfolglos geblieben wäre?
Wolfgang R. schrieb: > Schuld trägt in erster Linie der Verbraucher, der alles immer noch > billiger einkaufen will. Mit bekannten Folgen bis hin zur > Massentierhaltung und Umweltzerstörung. Das sehe ich allerdings ein wenig anders. Für den Verbraucher ist es zunehmend schwieriger zu sehen welcher Betrieb gewissenhaft Wahre produziert. Ob der Preiskampf durch den Verbraucher zustande kommt ist für mich auch fraglich, Großkonzerne haben eigentlich nur ein Ziel und das wäre Gewinnmaximierung. Wenn der Hersteller sagt dar Laib Brot kostet 3€ kaufe ich es, wenn der Hersteller sagt das es 1€ kostet ebenfalls. Ganz einfach weil ich es muß. A. K. schrieb: > Bedenke gut, was du dir wünschst, es könnte wahr werden. Mehr > Information zu erhalten, bedeutet nämlich auch, mehr schlechte > Information zu erhalten. Das ist Wahr. Nach ein zwei Reportagen über moderne Haltungsformen in der Tierzucht habe ich meinen Konsum deutlich eingeschränkt. A. K. schrieb: > Wie früh ist für dich früher? Industrielle Lebensmittelsherstellung > gibts seit dem 19.Jahrhundert. Das kann ich nicht genau beziffern, allerdings gab es vor ~20 Jahren noch deutlich mehr kleinere Fachbetriebe die in dem örtlichen Gemischtwarenläden ihre Wahre angeboten haben. Und die waren meißt den Leuten in der Umgebung bekannt, wenn dort jemand 10 Hühner in nen kleinen Vogelkäfig gesperrt hätte wäre der untergegangen.
Die Sparwut dürfte mittlerweile die Gesundheit angreifen ... was da so für Lebensmittel verkauft werden ist fast schon Körperverletzung (und zwar an den dummen Menschen die sich nicht auskennen).
Holger L. schrieb: > Das ist Wahr. Nach ein zwei Reportagen über moderne Haltungsformen in > der Tierzucht habe ich meinen Konsum deutlich eingeschränkt. Ich esse keinen Honig mehr. Das ist Massentierhaltung extremster Art. 80.000 Bienen auf eine Fläche wie zwei Hühnerkäfige.
H-G S. schrieb: > Ich habe mal gelesen dass hierzulande > recht wenig für Essen ausgegeben wird ... allerdings recht viel für Küchen.
Holger L. schrieb: > Großkonzerne haben eigentlich nur ein Ziel und das wäre > Gewinnmaximierung. Das ist trivial. Weniger trivial ist, die einzelnen dazu beitragenden Faktoren genau zu bestimmen. Für Lebensmittelkonzern mit bekanntem Namen haben negativen Schlagzeilen Konsequenzen. Da Lebensmittel anders als Waschmaschinen eine kurze Lebensdauer haben, ist die Rückkopplung zwischen Produktion und Umsatz sehr schnell, zumindest abwärts. Daraus ergibt sich eine untere Qualitätsgrenze, abhängig vom öffentlich demonstrierten Anspruch des Unternehmens. Und runter gehts schneller als rauf. Unternehmen können also auch ein finanzielles Eigeninteresse an Qualität haben, nicht nur an billigster Herstellung und billigsten Lieferquellen. Das könnte auch zu einem Unterschied zwischen Noname-Produkten (Eigenmarken der Handelsketten) und Markenprodukten des gleichen tatsächlichen Herstellers führen. Ein Problem aus der Noname-Produktion wirkt sich nicht unbedingt auf den Ruf der Marke aus, wenn kein unmittelbarer Zusammenhang erkennbar ist.
"Ich esse keinen Honig mehr. Das ist Massentierhaltung extremster Art. 80.000 Bienen auf eine Fläche wie zwei Hühnerkäfige." Glyphosat im Honig (>100facher Grenzwert!), da braucht es keine Ironie... https://www.ivbzuuev.de/glyphosat-im-honig/ "Da jedes Lebensmittelinstitut Spezialgebiete hat, kam die Antwort aus Oldenburg – und zwar am 23. Februar. Im ersten Labortest, so weiß Vogt, lag der Glyphosat-Rückstand bei 5,11 Milligramm pro Kilogramm. Die gesetzlich erlaubte Höchstmenge liegt bei 0,05 Milligramm pro Kilogramm. Im Zweittest, der in solchen Fällen die Regel ist, lag das Untersuchungsergebnis bei 4,44 Milligramm. „Im ersten Test ist dies das 102-Fache dessen, was erlaubt ist. Wir haben den Honig sofort vernichten lassen“, sagt der Veterinärmediziner."
Holger L. schrieb: > Das sehe ich allerdings ein wenig anders. Für den Verbraucher ist es > zunehmend schwieriger zu sehen welcher Betrieb gewissenhaft Wahre > produziert. Nein. Es ist zunehmend schwieriger, zu sehen, welcher Betrieb einwandfreie Ware zu produzieren scheint. Der Unterschied zwischen Wahrnehmung und Realität kann schweinemässig gross sein und sich in beiden Richtungen entwickeln. Das Gefühl kann der Realität deshalb völlig zuwider laufen. Ein schon älterer Fall führte dazu, dass eine bestehende Lebensmittelkontrolle ihre Unabhängigkeit verlor, da solche Veröffentlichungen mit dem wirtschaftlichen Interesse des Landes kollidieren. Die Lage wird dadurch natürlich nicht besser, im Gegenteil, aber die Wahrnehmung der Lage wird es. Zumindest so lange, bis es durch den Teppich durchstinkt. https://de.wikipedia.org/wiki/Flüssigei#Fl.C3.BCssigei-Skandal
Wolfgang R. schrieb: > Schuld trägt in erster Linie der Verbraucher, der alles immer noch > billiger einkaufen will. Machen etwa die Verbraucher die Preise? Oder sind es nicht viel mehr die Einzelhandelskonzerne, die versuchen ihre "Mitbewerber" nieder zu machen, um ein Monopl zu erringen, das dann die Preise diktieren kann? Durch ständiges Wiederholen wird dieser abgeschmackte Quatsch nicht wahr. Aber über nützliche Idioten, die die Propaganda "ehren"-amtlich breit treten, freuen sich die Bosse...
Holger L. schrieb: > Es kommt zumindest mir so vor als ob es immer mehr Warnungen gibt. Ja, weil man heutzutage viel genauer ist. Da wird schon zurückgerufen, wenn ein falsches Ablaufdatum draufsteht oder eine Inhaltsstoffangabe fehlt oder fälschlicherweise "vegan" draufsteht. Das soll schon so sein, aber zurückgerufene Ware ist in vielen Fällen völlig einwandfrei, vom Nahrungsmittelstandpunkt aus betrachtet.
Jan H. schrieb: > Das soll schon so sein, aber zurückgerufene Ware ist in vielen Fällen > völlig einwandfrei, vom Nahrungsmittelstandpunkt aus betrachtet. Ohne Skandale irgendwie beschönigen zu wollen: Die letzte Generation, die das Kriegsende überlebt hat, stirbt allmählich altershalber weg. Die ist älter geworden als jede zuvor. Wenn man allerdings hört, was in den Hungerjahren 46-48 alles verdrückt wurde... Da wäre niemand auf die Idee gekommen, ein Brot wegzuwerfen, bloss weils am einen Ende schimmelt. Wir haben heute viel viel höhere Ansprüche und das ist auch gut so.
Was wollen wir von den Kapital erwarten, wenn man sich sträubt Zuckerwürfel auf die Ware zu drucken. Z.B. Götterspeise 125g 18% Zucker-> sind etwa 7 Stücke Würfelzucker. Auf einigen Lebensmittelpackungen habe ich schon ein Bild von einen Schwein/Schweinekopf gesehen, möchte dies hier nicht kommentieren
Jan H. schrieb: > Das soll schon so sein, aber zurückgerufene Ware ist in vielen Fällen > völlig einwandfrei, vom Nahrungsmittelstandpunkt aus betrachtet. Erst dann, wenn die zurückgerufene Ware von selbst den Rückweg antritt, kann man sicher sagen: Sie war nicht mehr für den Verzehr geeignet. Uhu U. schrieb: > Machen etwa die Verbraucher die Preise? Oder sind es nicht viel mehr die > Einzelhandelskonzerne, die versuchen ihre "Mitbewerber" nieder zu > machen, um ein Monopl zu erringen, das dann die Preise diktieren kann? Selten habe ich so mit Dir übereingestimmt. MfG Paul
Paul B. schrieb: > Erst dann, wenn die zurückgerufene Ware von selbst den Rückweg > antritt, kann man sicher sagen: Sie war nicht mehr für den Verzehr > geeignet. Interessanterweise gilt das aber auch für den normalen Weg, wenn der stark beschleunigt in Anspruch genommen wird.
Al. K. schrieb: > Auf einigen Lebensmittelpackungen habe ich schon ein Bild von einen > Schwein/Schweinekopf gesehen, möchte dies hier nicht kommentieren Du meinst, dass die Gelatine für die Götterspeise aus Schlachtabfällen gewonnen wird? Da lobe ich mir die Knöchelsulz meiner Mutter. Der ausgekochte Schweinefuss lieferte das Fleisch, Schwarten und die Gelatine gleichzeitig ohne künstliche Zutaten. Industrielle Sülzen wirken dagegen oft wie in Acrylharz eingegossen.
A. K. schrieb: > Interessanterweise gilt das aber auch für den normalen Weg, wenn der > stark beschleunigt in Anspruch genommen wird. Die eine Hälfte vorn heraus, die andere hinten, und am besten gleichzeitig.
Richard H. schrieb: > Du meinst, dass die Gelatine für die Götterspeise aus Schlachtabfällen > gewonnen wird? So kleinlich habe ich das nicht gemeint, aber vielleicht kommt es noch. Es wollen viele welche noch nicht Deutsch lesen können, wissen was drin ist,speziell etwas vom Schwein. Bildlich geht das am besten!
Al. K. schrieb: > Es wollen viele welche noch nicht Deutsch lesen können, > wissen was drin ist,speziell etwas vom Schwein. > Bildlich geht das am besten! Da hast Du Recht. Einige Anbieter gehen da mit gutem Beispiel voran: https://www.lidl.de/media/product/0/2/1/4/6/2/7/katjes-fred-ferkel--1.jpg MfG Paul
Paul B. schrieb: > https://www.lidl.de/media/product/0/2/1/4/6/2/7/katjes-fred-ferkel--1.jpg Das ist zwar nicht das ,was ich gemeint habe (bin am suchen), aber ob dies die Personengruppe kauft welche ich gemeint habe.;-)))
Interessant finde ich besonders jene Meldungen, die ich nicht kriege. In den Rückrufen lese ich häufig von Fremdkörpern wie Glas oder Metallteile, Salmonellen, Allergene. Zeug, das man als Kunde bemerkt, auf die eine oder andere Weise. Ich vermisse jedoch Meldungen über zu hohe Konzentration an Herbiziden, Fungiziden, Pestizide etc. Zeug, das man als Kunde ohne Lebensmittellabor nicht bemerkt. Kommt das nicht vor, oder stapelt sich das weiterhin brav unter dem Teppich?
A. K. schrieb: > Kommt das nicht vor, oder stapelt sich > das weiterhin brav unter dem Teppich? Der Teppich steht schon hochkant. https://www.tagesschau.de/ausland/fipronil-113.html
Leute hauen sich 50kg Fleisch im Jahr rein, trinken einige Liter Alkohol usw. aber regen sich über das bisschen Glyphosat und Fipronil zuviel im Essen auf.
Abradolf L. schrieb: > Leute hauen sich 50kg Fleisch im Jahr rein, trinken einige Liter Alkohol > usw. aber regen sich über das bisschen Glyphosat und Fipronil zuviel im > Essen auf. Ja. Das positive an Meldungen darüber - routinemässigen, nicht erst wenn der Teppich umfällt - wäre: Ich bekäme den Eindruck, dass auch an dieser Stelle drauf geachtet wird. Ich zweifle mittlerweile aber, ob andere das auch so sieht, angesichts des allgemeinen Umgangs mit Subjektivität von Wahrnehmungen. Oder doch lieber nach Information gieren, aber bitte nur positive.
Abradolf L. schrieb: > Leute hauen sich 50kg Fleisch im Jahr rein, Das sind dann 136 Gramm / Tag. Und??? > trinken einige Liter Alkohol Und?? Das haben sie seit Jahrzehnten getan. Was ist da passiert? Nichts! > usw. aber regen sich über das bisschen Glyphosat und Fipronil zuviel im > Essen auf. Dafür gehen heute unmäßig viele Menschen mit Krebs im Magen/Darm-Takt jämmerlich kaputt! Da hat man JEDES Recht, sich aufzuregen, Kollege! :(( Paul
Wolfgang R. schrieb: > Schuld trägt in erster Linie der Verbraucher, Das stufe ich mal als groben Unfug ein. Es gibt Gesetze, die sind vom Hersteller einzuhalten, Punkt! A. K. schrieb: > Auch bei diesem Thema besteht ein Henne und Ei Problem: Sind die > Deutschen deshalb Pfennigfuchser, weil Aldi hierzulande entstand, oder > entstand Aldi hierzulande, weil dieser Ansatz anderswo erfolglos > geblieben wäre? Ich denke, Aldi hat die Chance gesehen, über niedrige Preise viel Umsatz zu machen. Uhu U. schrieb: > Machen etwa die Verbraucher die Preise? Oder sind es nicht viel mehr die > Einzelhandelskonzerne, die versuchen ihre "Mitbewerber" nieder zu > machen, um ein Monopl zu erringen, das dann die Preise diktieren kann? Das Problem mit dem Monopol gibt es schon: Aldi erhöht den Käse von 65ct auf 69ct, spätestens zwei Tage später kostet das vergleichbare Hausmarenprodukt bei Edeka ebenfalls 4ct mehr. Ist Dir aufgefallen, dass das Supermarktbrötchen seit wenigen Wochen in allen Märkten 14ct kostet? Jan H. schrieb: > Ja, weil man heutzutage viel genauer ist. Da wird schon zurückgerufen, > wenn ein falsches Ablaufdatum draufsteht oder eine Inhaltsstoffangabe > fehlt oder fälschlicherweise "vegan" draufsteht. Es gab und gibt genug echte Probleme: Bakterien im Käse, mögliche Glassplitter im Babybrei ...
Paul B. schrieb: > Das haben sie seit Jahrzehnten getan. Eher seit zigtausenden von Jahren. War nur früher anstrengender, an grosse Mengen ausreichend konzentrierten Alkohols zu kommen. > Was ist da passiert? Nichts! Doch, es ist. Starke Alkoholiker sind auch vor Urzeiten schon früher gestorben, besonders wenns der falsche Alkohol war. Allerdings gab es das auch andersrum, denn bei genug Prozenten sind keine lebenden Keime mehr drin.
Fred P. schrieb: >> Auch bei diesem Thema besteht ein Henne und Ei Problem: Sind die >> Deutschen deshalb Pfennigfuchser, weil Aldi hierzulande entstand, oder >> entstand Aldi hierzulande, weil dieser Ansatz anderswo erfolglos >> geblieben wäre? > > Ich denke, Aldi hat die Chance gesehen, über niedrige Preise viel Umsatz > zu machen. Klar, aber das ist nicht der Punkt. Ohne einen Markt für namenlose Billigprodukte wäre Aldi eingegangen. Hatten sie ein latenten aber nicht befriedigten Markt bereits vorgefunden - oder haben sie diesen Markt erst selbst geschaffen?
Abradolf L. schrieb: > Fleisch und Alkohol gelten beide als deutlich krebserregender als > Glyphosat. Gelten?! Nur bei Dir oder findest Du auch noch weitere Unterstützer dieser These? Paul
Paul B. schrieb: > Gelten?! Nur bei Dir oder findest Du auch noch weitere Unterstützer > dieser These? IARC (war wohl zu schwer für dich zu googlen): http://monographs.iarc.fr/ENG/Classification/latest_classif.php Alcoholic beverages: Group 1 Processed meat (consumption of): Group 1 Glyphosate: Group 2A Group 1 Carcinogenic to humans Group 2A Probably carcinogenic to humans http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/glyphosat-und-krebs-vergiftete-debatte-a-1174201.html Die Krebsdiskussion um Glyphosat ist nur eine Nebelkerze, interessanter ist die Frage nach dem Insektensterben und der Glyphosateinsatz kurz vor der Ernte um den Ertrag zu verbessern. Aber einen anderen praktikablen Ersatz für Glyphosat muss man erstmal finden.
Al. K. schrieb: > Richard H. schrieb: >> Du meinst, dass die Gelatine für die Götterspeise aus Schlachtabfällen >> gewonnen wird? > > So kleinlich habe ich das nicht gemeint, aber vielleicht kommt es noch. > > Es wollen viele welche noch nicht Deutsch lesen können, > wissen was drin ist,speziell etwas vom Schwein. > Bildlich geht das am besten! Hat Götterspeise überhaupt einen brauchbaren Nährwert ? Also solche Sachen wie gute Fette und Eiweiße, Vitamine, Faserstoffe usw ? Oder isst man das weil man es mal gesehen hat ?
Fred P. schrieb: > Ist Dir aufgefallen, dass das Supermarktbrötchen seit wenigen Wochen in > allen Märkten 14ct kostet? Stimmt nicht. Ich habe heute morgen immer noch 13 ct bei Aldi Süd bezahlt.
H-G S. schrieb: > Hat Götterspeise überhaupt einen brauchbaren Nährwert ? Also solche > Sachen wie gute Fette und Eiweiße, Vitamine, Faserstoffe usw ? Oder isst > man das weil man es mal gesehen hat ? Ja, der Zucker! Es gibt ja keine anderen Kohlenhydrate für Kinder!
A. K. schrieb: > Ohne einen Markt für namenlose > Billigprodukte wäre Aldi eingegangen. Hatten sie ein latenten aber nicht > befriedigten Markt bereits vorgefunden - oder haben sie diesen Markt > erst selbst geschaffen? Lest euch doch mal die Geschichte der Gebrüder Albrecht durch. Die haben in den 50'ern einen kleinen Lebensmittelladen der verstorbenen Mutter übernommen. Da das Waren auspacken sehr Zeitaufwändig war, sind sie auf die Idee gekommen, gleich die Paletten in den Laden zu stellen. Mit dem gesparten Geld haben sie die Preise niedrig gehalten und hatten so mehr Kunden. Bald wurde ein zweiter Laden eröffnet, wodurch sie auch bessere EK- Preise bekamen. Usw.
H-G S. schrieb: > Hat Götterspeise überhaupt einen brauchbaren Nährwert ? Gummibärchen haben auch Fans. Der Unterschied ist nicht gross. Aher zu Gummibärchen gibts m.W. keine passende Fernsehserie.
Hatten wir das nicht erst schonmal? Jeder kann selbst entscheiden was er sich reinhaut. Jeder kann sich frische Zutaten besorgen, je nach Laden auch mit Herkunftsnachweis und diese Zutaten selbst zu einem ihm genehmen Gericht verkochen. Je nach Gusto auch vegan, ohne Geschmacksverstärker und Bio. Wieviel Zucker in Götterspeise (oder Schokoriegel, oder Cola, oder Gummibären) drinnen ist ist völlig egal. Das sind nämlich keine Lebensmittel sondern Süßigkeiten. Und da ist -oh Wunder - nun mal Zucker drin. Kann man sich aber gerne gönnen wenn man sich sonst sauber ernährt. Wer sich nur von Fertignahrung, Süßem, MaggiFix-Tütchen und McD ernährt braucht sich echt nicht über "minderwertige Lebensmittel" beschweren. Dafür ist jeder selbst verantwortlich.
Jörg P. R. schrieb: > Lest euch doch mal die Geschichte der Gebrüder Albrecht durch. Das beantwortet meine Frage eher nicht. War das nur in Deutschland möglich, weil man nur hier billige Noname-Produkte einzukaufen bereit war und im Ausland über eine entsprechende Ladenkette die Nase gerümpft aber nicht dort gekauft hätte? Oder haben sich im Ausland bloss keine Unternehmer gefunden, die dieses Modell auf passende Art ausprobierten? Die ziemlich erfolgreiche internationale Ausbreitung diverser deutschen Discounter spricht zumindest heute dafür, dass es bisher dort noch niemand probiert hatte.
A. K. schrieb: > Aher zu > Gummibärchen gibts m.W. keine passende Fernsehserie. https://www.youtube.com/watch?v=O5sd_CuZxNc Ist jetzt bischen sehr weit ausgeholt...
A. K. schrieb: > Die ziemlich erfolgreiche internationale Ausbreitung diverser deutschen > Discounter spricht zumindest heute dafür, dass es bisher dort noch > niemand probiert hatte. PS: Das wäre dann der Unterschied zwischen wahrer Qualitätskultur einerseits und simplem Mangel an Gelegenheit andererseits. Also sowas wie Fuchsens saure Trauben.
Der M. schrieb: > Ist jetzt bischen sehr weit ausgeholt... Autsch. Ja. Da geh ich lieber zum Krug, sonst muss ich brechen.
A. K. schrieb: > Der M. schrieb: >> Ist jetzt bischen sehr weit ausgeholt... > > Autsch. Ja. Da geh ich lieber zum Krug, sonst muss ich brechen. Was gefällt Dir denn an der Gummibärenbande nicht???
A. K. schrieb: > Oder haben sich im Ausland bloss keine > Unternehmer gefunden, die dieses Modell auf passende Art ausprobierten? > Die ziemlich erfolgreiche internationale Ausbreitung diverser deutschen > Discounter spricht zumindest heute dafür, dass es bisher dort noch > niemand probiert hatte. In den 50'ern waren die halt noch "klein" und die Deutschen hatten gerade die Hungerjahre hinter sich gelassen. Nun wollte man "fressen". Durch die niedrigen Preise durfte es dann auch ein Bütterken mehr sein. Da die Kommunikation nicht wie heute war, hatte im Ausland keiner davon Notiz erlangen. Und wenn, dann hätte man gedacht das die zwei dummen Deutschen bald den Kitt aus den Fenstern fressen. Ein Geschäft hat die waren fein säuberlich im Regal liegen und der Kunde hat persönlich Bedient zu werden. Das kostet dann halt auch. Erst als Aldi im Ausland vor der Türe stand, sind andere Aufmerksam geworden. Da war das Aldikonzept aber schon so weit fortgeschritten, das ein Neuanfang für andere schwierig wurde. Die Schweizer erfanden Ricola und die Gebr. Albrecht eben Aldi. Hört sich komisch an, ist aber so. :-)
Lars R. schrieb: >> Autsch. Ja. Da geh ich lieber zum Krug, sonst muss ich brechen. > > Was gefällt Dir denn an der Gummibärenbande nicht??? Relativ zu "Liebling Kreuzberg"? Also du stellst Fragen. ;-) Der sah zwar aus wie ein Gummibär, aber gefuttert hat er Götterspeise. Ich meine mal gelesen zu haben, dass dem Autor nicht Absurderes eingefallen war.
A. K. schrieb: > Lars R. schrieb: >>> Autsch. Ja. Da geh ich lieber zum Krug, sonst muss ich brechen. >> >> Was gefällt Dir denn an der Gummibärenbande nicht??? > > Relativ zu "Liebling Kreuzberg"? Also du stellst Fragen. ;-) > > Der sah zwar aus wie ein Gummibär, aber gefuttert hat er Götterspeise. > Ich meine mal gelesen zu haben, dass dem Autor nicht Absurderes > eingefallen war. Also bitte. Die heißen Gummibären, weil sie den Saft einer "Gummibeere" trinken, der sie unter anderem wie einen Gummi hüpfen lässt.
Lars R. schrieb: > Also bitte. Die heißen Gummibären, weil sie den Saft einer "Gummibeere" > trinken, der sie unter anderem wie einen Gummi hüpfen lässt. Na denn - jedem Tierchen sein Pläsierchen.
Abradolf L. schrieb: > IARC (war wohl zu schwer für dich zu googlen): Steck Dir die Sprüche sonstwo hin. Apropos Nebelkerze: 1. Was beweist Dein Link? 2. Ich googele (oder suche anderweitig) nicht, um die Behauptungen Anderer zu verifizieren. Abradolf L. schrieb: > Aber einen anderen praktikablen > Ersatz für Glyphosat muss man erstmal finden. Nein, den muß man nicht finden. Es ging nämlich vor der Erfindung dieser Substanz auch. Die Gesundheit der Menschen gegen die Effektivität der Landwirtschaft und die Gewinnsucht von Chemiefirmen aufzuwiegen, geht mir maximal auf den Sack! Aber hier steht ja der Mensch im Mittelpunkt -damit von allen Seiten auf ihn eingetreten werden kann. Paul
Holger L. schrieb: > Natürlich gab es solche Probleme auch schon früher, allerdings gibt es > einen großen unterschied wenn der Fleischer um die Ecke schlechte Wurst > verkauft hat, oder es wie in dem aktuellen Fall in hunderten > Supermärkten in ganz Deutschland verkauft wird. Nun, beim Fleischer um die Ecke gab es tote Tiere. Bei modernen Supermarktprodukten wird das nach Kräften vermieden. Gerade grosse Hersteller (und alles was beworben wird ist eigentlich ausschliesslich von grossen Kotzernen) verdienen an jedem Gramm teurer Rohstoffe, wie Fleisch, Honig, Mehl, Zucker, das sie durch billige Füllstoffe ersetzen, gleich Milliarden (soe wie VW an jedem am Auto eingesparten Euro gleich Millionen verdient), also wird das auch gemacht: Praktisch jedes Markennamenlebensmittel ist bis zu dem Punkt abgereichert an dem es gerade eben rechtlich kein Lebensmittel mehr wäre, sondern Dämmstoff, Bauschutt oder Verpackungstara. https://www.news.at/a/mcdonald-s-burger-hundefutter-317945 http://www.foxnews.com/health/2011/01/25/wheres-beef-taco-bell-sued-ingredients.html Insofern denke ich, sollte hier Holger L. schrieb: > http://www.lebensmittelwarnung.de/bvl-lmw-de/app/process/warnung/start/bvllmwde.p_oeffentlicher_bereich.ss_alle_warnungen?_opensaga_navigationId=bvllmwde.p_oeffentlicher_bereich.n_alle_warnungen jedes Produkt der Industrie draufstehen. Gesund sind die sowieso alle nicht mehr, sondern nur gerade eben nicht sofort tödlich. Die meisten Krankheitsursachen gehen inzwischen aber auf das Konto der lebensmittelindustrie: Fettleibigkeit, Diabetes, Bluthochdruck, ggf. Krebs. Ehrliche Lebensmittel muss man selber machen, das beginnt gerade in der aktuellen Zeit mit Weihnachtskeksen. Kein Wunder, daß die bei Oma noch schmeckten, sie enthielten ja wertvolle Rohstoffe (wie Butter, Honig).
>...sondern nur gerade eben nicht sofort tödlich. Ah, ein Experte, der sich auskennt. >Die meisten Krankheitsursachen gehen inzwischen aber auf das Konto der >lebensmittelindustrie: Fettleibigkeit, Diabetes, Bluthochdruck, ggf. >Krebs. Daß die Leute einfach zu viel vom Falschen fressen sich zu wenig bewegen ist kein Grund? >Kein Wunder, daß die bei Oma noch >schmeckten, sie enthielten ja wertvolle Rohstoffe (wie Butter, Honig). Wo bekommst du denn eigentlich deine wertvollen Zutaten her? Die sind in der Regel auch industriell bearbeitet. Alle vom Hofladen um die Ecke? Immerhin glaubst du auch das Märchen vom gesunden Honig. Honig ist im Wesentlichen hydrolysierter Rohrzucker: "Honig ist eine dickflüssige bis feste, teilweise auch kristallisierte Substanz, die hauptsächlich aus den Zuckerarten Fructose (Fruchtzucker, 27 bis 44 %) und Glucose (Traubenzucker, 22 bis 41 %) sowie Wasser (15 bis 21 %, Heidehonig bis 23 %) besteht." https://de.wikipedia.org/wiki/Honig#Lebensmittelrecht Was ist daran jetzt gesund? Und absolut unbedenklich: "Honige können auch krebsauslösende und sehr giftige Pflanzenstoffe in bedenklichen Konzentrationen enthalten. In neun Prozent von rund 1300 seit 2009 untersuchten Proben wurden Pyrrolizidinalkaloide gefunden, wie das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in einer Studie schreibt."[ https://de.wikipedia.org/wiki/Honig#Lebensmittelrecht Bevor du wieder die Industrie verantwortlich machst: "In der Natur kommen Pyrrolizidinalkaloide als sekundäre Pflanzenstoffe weltweit in über 6000 verschiedenen Arten von Blütenpflanzen vor," https://de.wikipedia.org/wiki/Pyrrolizidinalkaloide Und früher war alles besser: https://de.wikipedia.org/wiki/Ergotismus Zweite Anmerkung: die Lebensmittelpanschereien in früheren Zeiten hat in der Regel niemand mangels analytischer Möglichkeiten bemerkt.
A. K. schrieb: > Ich vermisse jedoch Meldungen über zu hohe Konzentration an Herbiziden, > Fungiziden, Pestizide etc. Zeug, das man als Kunde ohne > Lebensmittellabor nicht bemerkt. Kommt das nicht vor, oder stapelt sich > das weiterhin brav unter dem Teppich? Wundert mich keineswegs. Der Verbraucher wird mit staatlichem Segen nach Strich und Faden verarscht. Es dürfen ganz legal Inhaltsstoffe verwendet werden, die seit vielen Jahren als gesundheitsschädlich bekannt sind. Aktuelles Beispiel aus eigenem Erleben: Ich bin gegen gewisse Chemikalien allergisch. Vor zwei Wochen steigerten sich plötzlich, und zunächst unplausibel, die Symptome um Größenordnungen. Des Rätsels Lösung war ein neuer Weichspüler, den meine Frau mit gutem Glauben als besonders verträglich für Allergiker gekauft hatte: https://www.lenor.de/de-de/weichspuler/lenor-sensitive-weichsp%C3%BCler Zitat: "Die Sensitiv-Reihe von Lenor ist ideal für sensible und Babyhaut, da sie keine Allergene oder hypoallergene Stoffe enthält. Dies hat Skin Care Health Alliance bestätigt." Dieser unverschämten Werbelüge entgegen enthält das Produkt Benzisothiazolinone, die sehr wohl als potentielle Allergieauslöser bekannt sind. https://www.codecheck.info/drogerie_toilettartikel/waschen_reinigen/waescheduft_weichspueler/ean_5413149273108/id_370122/Lenor_Sensitiv_Hypoallergen.pro Noch unglaublicher ist die Tatsache, daß solche und ähnliche Stoffe nicht nur im größten Teil aller Waschmittel, Reiniger und Kosmetika enhalten sind, sondern auch in explizit für Allergiker ausgewiesenen Produkten fast aller Markenhersteller. Wer es nicht glaubt, der stöbere selbst bei codecheck. Mir erschließt sich nicht, weshalb diese Inhaltsstoffe nicht komplett verboten werden. Sie sind klar unnötig, das beweisen Produkte, die mit verträglichen Zusätzen auskommen und dabei nicht eimal teurer sind. Zum Beispiel von Frosch oder Ecover (DM).
Kara B. schrieb: > Honig ist im Wesentlichen hydrolysierter Rohrzucker: Natürlich, das heisst aber noch lange nicht, daß man ihn einfach durch Zucker (oder Melasse oder Glucosesirup) ersetzen kann und es würde dann noch genau so schmecken. Die 10000 anderen Substanzen im Honig, auch nur in Spuren, sind der Geschmack. Die Industrie glaubt ja auch, daß man Erdbeeren durch 1 Aromastoff ersetzen kann, und man wundert sich, warum deren Produkte so mies schmecken. Kein Wunder, wenn 100 anderen Aromen des echten Naturproduktes fehlen.
Icke ®., habe ich das richtig verstanden, du willst einen unnötigen Inhaltsstoff bei einem unnötigen Produkt (Weichspüler) verbieten?
Lasst mich A. schrieb: > Icke ®., habe ich das richtig verstanden, du willst einen unnötigen > Inhaltsstoff bei einem unnötigen Produkt (Weichspüler) verbieten? Richtig verstanden. Über die Notwendigkeit von Weichspüler darfst du gern mit meiner Frau streiten. Davon abgesehen sind Isothiazolinone ein sehr verbreiteter Konservierungsstoff in vielen Produkten, z.B. Waschmittel, Haushaltreiniger, Flüssigseife, Shampoos und anderen Kosmetika. Aber auch in Wandfarben, Lacken und sogar in Papier wird das Zeug beigemischt. Da es sich auch über die Luft verbreitet, gibt es kaum Entkommen, außer man trägt ständig eine Gasmaske. In Deutschland reagieren ca. 2% der Bevölkerung allergisch auf Isothiazolinone, also mehr als anderthalb Millionen Menschen. Grund genug für ein Verbot.
Das mit den Zusatzstoffen ist ein Problem. Ich habe mal gelesen (Weiss jetzt nicht mehr wo) daß in Deutschland ca. 3000 Lebensmittelzusatzstoffe zugelassen sind, von denen aber ca. 2000 unnötig und/oder zum Teil gesundheitsschädlich sind. Ich sehe bei den Zulassungen ein Problem, da sie für viel zu lange Zeit, oft auch zeitlich unbegrenzt erteilt werden. Stellt sich nun eine Substanz als schädlich heraus, ist es ein riesen Kampf, den Entzug der Zulassung zu bewirken, besonders bei unserer, stark lobbygesteuerten, Politik. Das sollte man anders machen: Zulassungen werden nur noch zeitlich begrenzt, meiner Meinung nach z.B. für 3 bis 5 Jahre erteilt, danach ist eine komplette Neuzulassung erforderlich, bei der natürlich auch die Unbedenklichkeit geprüft werden muß, was wohl kaum klappt, wenn es reihenweise Berichte von schädlichen Wirkungen gibt. Mancher Zusatzstoff würde dann wohl schon vom Markt verschwinden, weil sich dieser ganze Zirkus, für den Hersteller, nicht mehr lohnt. Die oft angesprochene Lösung, Fertigprodukte zu meiden, und alles selbst herzustellen, ist für eine zunehmende Anzahl von Menschen einfach nicht durchführbar, aufgrund der Lebensverhältnisse. Und damit meine ich keineswegs nur die Finanziellen. Auch Zeitmangel, eine zu kleine Wohnung, und anderes können dazu führen, daß man Fertigprodukte verwendet. (Wer hat noch einen Kartoffelkeller, oder eine Speisekammer, in der frische Lebensmittel auch mal länger als 2 Tage halten.) Mit freundlichen Grüßen - Martin
Michael B. schrieb: > Gesund sind die sowieso alle nicht mehr, sondern nur gerade eben nicht > sofort tödlich. Die meisten Krankheitsursachen gehen inzwischen aber auf > das Konto der lebensmittelindustrie Zu viele Schwammerl aus dem eigenen Garten konsumiert? Das fällt bestimmt schon unter Verfolgungswahn. Icke ®. schrieb: > In Deutschland reagieren ca. 2% der Bevölkerung allergisch auf > Isothiazolinone, also mehr als anderthalb Millionen Menschen. Grund > genug für ein Verbot. Und ich reagiere allergisch auf Äpfel, also bitte verbieten! Ich kann deine Forderung nachvollziehen, aber so ist das eine etwas dünne Sachlage für ein Verbot. Besonders, nachdem es für dich ja laut eigener Abgabe eh genug Alternativen gibt. Wenn man sich in der Buchhandlung umsieht oder ein paar Nahrungsmitteldokus guckt, dann ist sowieso fast alles pures Gift (Weizen, Getreide allgemein, Eier, Milch, Fleisch,...). Irgendwo muss man die Kirche dann auch im Dorf lassen.
>Ich habe mal gelesen (Weiss >jetzt nicht mehr wo) daß in Deutschland ca. 3000 >Lebensmittelzusatzstoffe zugelassen sind, von denen aber ca. 2000 >unnötig und/oder zum Teil gesundheitsschädlich sind Ja, die guten alten Informationen der Qualität "Ich habe mal gelesen" oder "der Schwager meines Friseurs hat erzählt". https://www.bll.de/de/lebensmittel/zusatzstoffe/liste-lebensmittelzusatzstoffe-e-nummern Die höchste Nummer ist E 1521, also deutlich kleiner als 3000. Die nicht vergebenen Nummern darfst du zur Verfeinerung der Genauigkeit selber abziehen. Und dann bin ich auf deine 2000 gesundheitsschädlichen Zusätze gespannt.
Jan H. schrieb: > Und ich reagiere allergisch auf Äpfel, also bitte verbieten! > Ich kann deine Forderung nachvollziehen, aber so ist das eine etwas > dünne Sachlage für ein Verbot. Besonders, nachdem es für dich ja laut > eigener Abgabe eh genug Alternativen gibt. So einfach ist das nicht. Zur Vermeidung genügt es dir, den Apfel nicht zu essen. Dich stört es wahrscheinlich nicht, wenn neben dir jemand einen ißt. Um bei mir Symptome auszulösen, muß ich nicht unbedingt selbst kontaminierte Wäsche tragen (das vermeide ich natürlich sowieso). Es genügt schon, wenn sich jemand im gleichen Raum befindet, dessen Kleidung belastetet ist. Oder wenn der Raum mit belastetem Reiniger geputzt wurde. Oder mit belasteten Wandfarben gestrichen wurde. Ich kann mich nur schwer dagegen wehren, der Kontakt mit den Allergenen ist im realen Leben kaum vermeidbar. Zudem erwächst den Verbrauchern, im Gegensatz zu einem Apfelverbot, keinerlei Nachteil aus einer Substitution allergener Konservierungsstoffe gegen verträgliche. Sie würden es vermutlich gar nicht merken. Und es ist auch im Interesse aller Nichtallergiker, denn die laufen weniger Gefahr, eines Tages doch Allergien zu entwickeln. Das kündigt sich nicht an, es kommt von heute auf morgen. Manchmal fehlt nur der passende Trigger, z.B. eine kritische Konzentration, das gleichzeitige Auftreten mehrerer Allergene oder eine längerfristige Einwirkung.
Es scheint dass Lebensmittel aus dem Kühlregal die gesündesten sind. Denn alles was in den warmen Regalen steht ist regelrecht zu Tode verarbeitet worden und es wurden noch zusätzlich Zusatzstoffe zur Konservierung, Form-/Farberhaltung usw. zugesetzt. Scheinbar ist es auch so dass nur ältere Menschen das merken, die jungen können scheinbar das vergiftete, tote Zeug verarbeiten :-)
H-G S. schrieb: > Es scheint dass Lebensmittel aus dem Kühlregal die gesündesten sind. > Denn alles was in den warmen Regalen steht ist regelrecht zu Tode > verarbeitet worden und es wurden noch zusätzlich Zusatzstoffe zur > Konservierung, Form-/Farberhaltung usw. zugesetzt. Muss nicht sein. Früher hat man allerhand Zeug gekocht und ins Glas oder in die Dose gepackt. Kann man heute auch noch so machen. > Scheinbar ist es auch so dass nur ältere Menschen das merken, die jungen > können scheinbar das vergiftete, tote Zeug verarbeiten :-) Nö, aber das natürliche, ohne Geschmacksstoffe und Geschmacksverstärker, das schmeckt kaum. Und es schmeckt ausserdem falsch, weil nicht nach den üblichen Aromastoffen.
Icke ®. schrieb: > ...war ein neuer Weichspüler, den meine Frau mit gutem Glauben als > besonders verträglich für Allergiker gekauft hatte Wir verwenden statt Weichspüler seit Jahren einen Schuss Essig. Ist eine gute Alternative, man riechts nicht und die Waschmaschine ist kalkfrei :-) Kosten sind auch geringer.
Martin S. schrieb: > Die oft angesprochene Lösung, Fertigprodukte zu meiden, und alles selbst > herzustellen, ist für eine zunehmende Anzahl von Menschen einfach nicht > durchführbar, aufgrund der Lebensverhältnisse. Und damit meine ich > keineswegs nur die Finanziellen. Wie solltest du auch die finanziellen meinen können, denn selbstgemachtes ist eigentlich immer dramatisch viel billiger als Fertigprodukte, das beginnt beim täglichen Brötchen (4.5ct aus echtem Mehl statt 20..50ct aus Styropor) geht über die Pizza (60ct statt 2-4 EUR) und endet nicht beim Sonntagsmenü oder -kuchen. > Auch Zeitmangel Du meinst, man würde sonst nicht mehr die 3 Stunden täglich für Netflix und Sat1 übrig haben ? > eine zu kleine > Wohnung, und anderes können dazu führen, daß man Fertigprodukte > verwendet. (Wer hat noch einen Kartoffelkeller, oder eine Speisekammer, > in der frische Lebensmittel auch mal länger als 2 Tage halten.) Nennt man heute Kühlschrank. Zu 99% verwenden die Leute Fertigprodukte, die es selbst NICHT KÖNNEN. Es ist also vor allem ein Mangel an Wissen. Viele Gerichte aus der Tüte sind nicht schneller herzustellen, als wenn man sie richtig macht. Schönes Beispiel Nudeln. Und auch noch 0.5 bis 0.25 mal so teuer.
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