Guten Abend allerseits.
Ich benötige für ein Bastelprojekt eine Spannungsquelle welche stufenlos
von -5V bis +5v eingestellt werden kann.
Ich dachte dabei an folgende Ansätze:
1. OpAmp Schaltung Differenzierer
2. H Brücke an Mikrocontroller und per PWM die Spannung einstellen
3. ein isolierender DC Wandler mit negativem und positiven Ausgang in
Kombination mit eine n mosfet und p mosfet und dann per pwm die
Spannungen einstellen.
Welche der Ideen ist am vielversprechendsten ? Bzw gibt eine bessere
Möglichkeit ?
Zu 1. : welcher opamp bietet sich an und wie komme ich die stufenlose
Steuerung per micocontroller hin ?
Zu 2. : reicht es nur T1 mit pwm zu schalten und T4 einfach
durchgeschalten zu lassen ( positive Spannung); negative Spannung
entsprechend mit T2 per Pwm und T3 Dauer ON
Zu 3. : geht das überhaupt ? Bzw stufenlos ?
Vielen Dank für Anregungen und Ideen.
Hi
So dachte ich.
Eine Spannung von 10V bekommt man einfacher hin, als eine Negative.
Darin eine virtuelle Masse und man hat sowohl positive wie negative
Spannung - darf halt Beides nicht sonderlich belastet werden, der OpAmp
muß Das liefern können (in beide Richtungen).
MfG
OK soweit klar.
Aber wie sieht es in diesem Fall mit der Regelung der Spannung aus? Wie
steuert man den OpAmp per Micocontroller an ? Normal geht das ja per
Widerstandsverhältnis.
Danke
pleiad schrieb:> Zu 1. : welcher opamp bietet sich an und wie komme ich die stufenlose> Steuerung per micocontroller hin ?
Differenzierer? Wozu das denn?
Absonsten Leistungs/Hochstrom OP oder OP mit externen
Leistungstransistoren.
Versorgung mit +/- 7V (wenn nicht Rail to Rail)
Stufenlos: nicht machbar. Mikrokontroller arbeiten digital und die PWM
besitzt auch eine Auflösung mit 8 oder 16 Bit oder..
Wird aber trotzdem genau genug sein. PWM über Tiefpass und V=2 (bei 5V
PWM) an OP und anderer Eingang an 2,5V.
pleiad schrieb:> 2. H Brücke an Mikrocontroller und per PWM die Spannung einstellen
Die Ausgangsspannung ist ein PWM Signal. Kann man benutzen für DC
Motoren.
Ist aber keine glatte Gleichspannung.
pleiad schrieb:> 3. ein isolierender DC Wandler mit negativem und positiven Ausgang in> Kombination mit eine n mosfet und p mosfet und dann per pwm die> Spannungen einstellen.
Hä? Wieso "isolierender DC Wandler" und dann doch wieder koppeln?
Und wäre das auch nur PWM wie in ">2."
Mein Rat: Versuchs mit ">1." Die Leistung ist überschaubar und andere
Lösungen wirst Du meines Erachtens nicht so schnell hinbekommen.
So etwas kann man ganz einfach mit einem TDA2030 bauen, und der ist auch
noch super billig.
https://www.mikrocontroller.net/attachment/338762/TDA2030.png
Du musst nur die beiden 100k Widerstände am Eingang durch ein Poti
ersetzen. Damit da hinten +/-5V raus kommen sollte die
Spannungsversorgung mindestens +/-8V haben.
Sie braucht nicht stabilisiert zu sein. Aber das Poti sollte schon an
stabilen +/-5V hängen.
pleiad schrieb:> Ich benötige für ein Bastelprojekt eine Spannungsquelle welche stufenlos> von -5V bis +5v eingestellt werden kann.pleiad schrieb:> Ist nur eine "Steuerspannung" also maximal 100mA, tendenziell weniger.
Wenn du eine Versorgungsspannung von +8..+12V und -8..-12V hast, tut es
ein einfacher Leistungs-OpAmp der zwischen den beiden Spannungen hängt
und dem Eingang folgt an dem ein Poti hängt.
OpAmps: L272, LM675, L165 (beachte bei einigen die nötige Schaltung des
Spannungsfolgers laut Datenblatt) OPA564, LT1970...
Stefan U. schrieb:> So etwas kann man ganz einfach mit einem TDA2030 bauen, und der ist auch> noch super billig.
Die Schaltung erzeugt eine bipoloare Spannung aus einer unipolaren
Spannung (mit einer "Hilfsmasse" für die zu betreibenden Schaltung).
Der TO wollte jedoch eine regelbare Spannung von -5V bis +5V am Ausgang
(wenn ich das richtig verstanden habe).
Ein TDA2030 könnte hier jedoch dennoch helfen. Einen nichtinvertierenden
Verstärker (mit V= 2) aufbauen, dessen +Eingang auf +2,5V vorgespannt
ist.
Dem -Eingang ist ein weiterer invertierender Verstärker vorgeschalter
(mit V= 1, muss dann kein Leistungs-OP sein).
Werde ich die Woche mal ausprobieren ob das so funktioniert.
Ja stimmt, ich habe nicht genau hingeschaut.
Der Grundgedanke war: Mit einem Poti gibst du eine stabile Sollspannugn
vor. Den TDA nimmst du dahinter, um den Strom zu verstärken.
Da war nur ein Haken bezüglich des Verstärkungsfaktor. Ich meine, der
TDA muss mindestens um Faktor 3 Verstärken, sonst schwingt er. Demnach
müsste die Steuerspannung vom Poti eher +/- 1,6V sein.
Ich habe heute eine lange Leitung, sorry.
Ich habe nochmal über die Schaltung nachgedacht. Du kannst sie wirklich
wie gezeichnet verwenden, wenn du den 2x100k Spannungsteiler durch deine
Referenzspannung +/-5V aus Poti und irgendwelche Festspannunsgregler
ersetzt.
https://www.mikrocontroller.net/attachment/338762/TDA2030.png
Denn der Verstärker ist hier effektiv als Spannungsfolger beschaltet.
Die Widerstände in der Gegenkoppelung dienen dazu, den mindestens
nötigen Verstärkungsfaktor einzuhalten.
Ok OP ist das Mittel der Wahl.
Ich habe hier noch ein paar TL081 liegen.
Mit denen sollte das doch klappen.
Allerdings eine Frage: bei der Spannungsfolger Schaltung bekomme ich
doch nur eine Symmetrische Spannung an den beiden Ausgängen. Wie genau
gestalte ich diese regelbar ? Oder habe ich etwas übersehen ?
Danke
> Bei der Spannungsfolger Schaltung bekomme ich doch nur eine> Symmetrische Spannung an den beiden Ausgängen.
Der Spannungsfolger hat nur einen Ausgang. Da schließt du deine Last an.
In der von mir verlinkten Schaltung wird er verwendet, um eine virtuelle
Masse zu erzeugen. Du verwendest ihn jedoch, um der Spannung des Potis
zu folgen.
<Gebetsmühle>
Stefan U. schrieb:> um eine virtuelle Masse zu erzeugen.
Eine künstliche Mitte, meinetwegen auch eine künstliche
Masse (künstlichen GND).
Eine virtuelle Masse ist etwas anderes.
</Gebetsmühle>
Paul B. schrieb:> Das hier (*) steht auch bei Wikipedia:>> https://de.wikipedia.org/wiki/Virtuelle_Masse_%28Elektronik%29
Im Moment halte ich das (*) immer noch für einen ähnlichen Effekt
wie beim Duden: Darin stehen nicht die Bestandteile der Deutschen
Sprache, sondern die aus Umgangssprache "hin zu Tatsachen mutierten"
Unfähigkeiten, diese wirklich zu sprechen.
Sollte das (*) tatsächlich (auch in "hochoffiziellem Elektrodütsch")
korrekt sein, möge man mir bitte die Aschentonne übern Kopf stülpen.
Paul B. schrieb:> Schlag Dir keine blauen Flecken auf den Schenkel...
Ich fand das einfach gut, "can´t help it"... :-)
dfg. schrieb:> Paul B. schrieb:>> Das hier (*) steht auch bei Wikipedia:>>>> https://de.wikipedia.org/wiki/Virtuelle_Masse_%28Elektronik%29>> Im Moment halte ich das (*) immer noch für einen ähnlichen> Effekt wie beim Duden: Darin stehen nicht die Bestandteile> der Deutschen Sprache, sondern die aus Umgangssprache "hin> zu Tatsachen mutierten" Unfähigkeiten, diese wirklich zu> sprechen.
???
Eine virtuelle Masse ist ein Punkt in einer Schaltung, der
zwar Massepotenzial hat, aber nicht durch einen Draht
leitend mit dieser verbunden ist.
Das tritt i.d.R. am Minus-Eingang eines OPV auf, der als
invertierender Verstärker beschaltet ist.
Eine künstliche Mitte, künstlicher GND o.ä. ist daher
normalerweise KEINE virtuelle Masse.
OPA547
Nicht ganz billig, aber sollte die Anforderungen vollständig erfüllen.
Im Datenblatt wird die Steuerung mit DAC gezeigt, allerdings nur für
positive Ausgangsspannungen. Das sollte sich aber mit einem zusätzlichen
OP anpassen lassen, so dass auch negative Spannungen möglich sind, wie
gefordert.
Hilfreich könnte auch die einstellbare Strombegrenzung des OPA547 sein.
Possetitjel schrieb:> Eine künstliche Mitte, künstlicher GND o.ä. ist daher> normalerweise KEINE virtuelle Masse.
Du hast das Recht gepachtet? Kein Grund zur Panik.
->
Melde Dich bei Wikipedia an, ändere das nach Deinem Gutdünken.
In Ordnung?
MfG Paul
Paul B. schrieb:> Possetitjel schrieb:>> Eine künstliche Mitte, künstlicher GND o.ä. ist daher>> normalerweise KEINE virtuelle Masse.>> Du hast das Recht gepachtet? Kein Grund zur Panik.>> ->>> Melde Dich bei Wikipedia an, ändere das nach Deinem Gutdünken.> In Ordnung?
???
Wovon redest Du?
Ich erkläre genau das, was auch in der Wikipädie steht, und
Du empfiehlst mir, es bei Wikipädie zu ändern? Seltsam.
Possetitjel schrieb:> Ich erkläre genau das, was auch in der Wikipädie steht, und> Du empfiehlst mir, es bei Wikipädie zu ändern? Seltsam.
Du brauchst mir das nicht zu erklären. Ich kann lesen und ich kann
verstehen.
Es ist wohl das Beste, sich an dieser Stelle zu verabschieden. Schmiere
die Lager Deiner Gebetsmühle -Du wirst sie noch lange laufen lassen
müssen..
-Paul-